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Die Konstruktion der fremden Identität in Zeiten der Globalisierung und die Mediennutzung von türkischen MigrantInnen. Zusammenhänge und Einflussfaktoren

Titel: Die Konstruktion der fremden Identität in Zeiten der Globalisierung und die Mediennutzung von türkischen MigrantInnen. Zusammenhänge und Einflussfaktoren

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, mit Hilfe der Untersuchung der Mediennutzung von MigrantInnen zu ermitteln, wie die Identität der MigrantInnen als eine fremde Identität hervorgebracht und aufrechterhalten wird. Ergänzend versucht sie zu klären, ob die Phänomene Globalisierung und Entwicklung der (fremden) Identität parallel verlaufen.

Das Thema der Dezentrierung und Hybridisierung von Identitäten in der post-modernen Zeit, die von Stuart Hall aufgegriffen wird, ist eine Folge, die aus den Globalisierungsprozessen resultiert. Dabei ist es wichtig zu definieren, was „postmodern“ bedeutet, um die heutige Situation korrekt vor dem Hintergrund der Globalisierungsprozesse zu erfassen. In Anbetracht dessen wird die Diskussion zum Thema Migration und Multikulturalität in unserer „zusammenrückenden“ Welt bestärkt. In Deutschland wird oft diskutiert, inwiefern sich die Identitäten der „globalisierten“ Menschen, speziell mit einem Migrationshintergrund, verändern, verschieben oder auch festigen können und welche Rolle dabei die Medien bzw. die Medienrezeption spielt? Diese Diskussion wollen wir in unserer Arbeit aufarbeiten und lehnen uns hierbei an die Arbeiten von Stuart Hall an, denn diese untermauern die erwähnten Standpunkte und bilden somit ein theoretisches Korsett für die weitere Ausarbeitung, die in Berührung mit dem medialen Angebot der globalisierten Gesellschaft kommt.

Was versteht man unter dem Begriff „Globalisierung“ und inwiefern kann dieser Begriff eingegrenzt werden? Wie wirkt sich solch eine postmoderne Erscheinung auf die Gesellschaft und Identitätsbildung aus? Welche zusammenhängenden Aspekte der Globalisierung und der Medienkommunikation rücken dabei in den Vordergrund? Welchen Stellenwert nimmt Migration als ein Teilaspekt der Globalisierung in der postmodernen Gesellschaft ein? Diese Fragen bilden ein grundlegendes Konstrukt für die Ausarbeitung der Forschungsfrage nach der Konstruktion einer fremden Identität in Zeiten der Globalisierung. Unser zentrales Erkenntnisinteresse ist, mit Hilfe der Untersuchung der Mediennutzung von MigrantInnen zu ermitteln, wie die Identität der MigrantInnen als eine fremde Identität hervorgebracht und aufrechterhalten wird. Ergänzend versuchen wir zu klären, ob die Phänomene Globalisierung und Entwicklung der (fremden) Identität parallel verlaufen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierung

3. Dezentrierung der Identitäten (nach Stuart Hall)

3.1. Medien als Konstrukteure von Identitätsräumen

3.2. Konstruktion der „fremden Identität“

4. Mediennutzung von MigrantInnen am Beispiel ausgewählter Studien

4.1. Türkisch-niederländisches Online-Forum „Hababam“ als Aushandlungsort der transnationalen Identität

4.2. Fernsehnutzung türkischer MigrantInnen als Beitrag zur Identitätsstiftung in der neuen Heimat

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Identitäten in Zeiten der Globalisierung konstruiert werden, wobei der Fokus gezielt auf der Rolle der Medien und der Mediennutzung von MigrantInnen liegt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Entstehung und Aufrechterhaltung einer sogenannten „fremden Identität“ und der Art und Weise, wie Medien als Konstrukteure dieser Identitätsräume fungieren.

  • Globalisierungsprozesse und deren sozio-ökonomische Auswirkungen
  • Theoretische Grundlagen zur Dezentrierung und Hybridisierung von Identitäten nach Stuart Hall
  • Einfluss von Medien auf die Konstruktion gesellschaftlicher Identitätsräume
  • Fallbeispiele zur Mediennutzung: Das Online-Forum „Hababam“ und Fernsehnutzung türkischer MigrantInnen

Auszug aus dem Buch

Medien als Konstrukteure von Identitätsräumen

David Harveys brachte als Erster das umfassende Thema der Globalisierung als eine Verdichtung von Zeit und Raum mit den kommunikationstechnologischen Entwicklungen der neuen, postmodernen Zeit in Zusammenhang. Es handelt sich um eine relativ frühe Arbeit auf dem Forschungsgebiet der Soziologie und Kommunikationswissenschaften. Der Untersuchungsgegenstand von Harveys Arbeiten wurde weiterhin von weiteren Vertretern der Cultural Studies, wie Stuart Hall oder John Fiske, aufgefangen und untersucht.

Kultur wird dabei in der Tradition der Cultural Studies als komplexer konfliktärer Zusammenhang konzeptualisiert, der vor dem Hintergrund materieller und ideologischer Voraussetzungen durch Leute mit spezifischen Interessen immer wieder verändert und damit neu geschaffen werden kann. (...) Kultur und kulturelle Orientierungen sind zunehmend temporäre und ortungebundenere Phänomene.

Kultur und Kulturerzeugnisse unterliegen ebenfalls einem ständigen Wandel, wobei sie maßgeblich dazu tendieren ortungebunden zu sein um dem Fortschritt der Medientechnologie und den verschiedenen Rezeptionsweisen der „Weltgesellschaft“ gerecht zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Rahmen der Arbeit, führt in die zentrale Forschungsfrage zur Konstruktion einer „fremden Identität“ unter Globalisierungsbedingungen ein und skizziert das theoretische Vorgehen.

2. Globalisierung: Dieses Kapitel erläutert den Globalisierungsbegriff als Sammelbegriff für postmoderne gesellschaftliche Prozesse und thematisiert Migration als ein komplexes „Weltproblem“ innerhalb der globalisierten Weltordnung.

3. Dezentrierung der Identitäten (nach Stuart Hall): Das Kapitel behandelt die Identitätskrise des modernen Individuums im Zuge von Globalisierung und die Rolle von Medien als „Bedeutungsproduzenten“, die Identitätsräume aktiv mitgestalten.

3.1. Medien als Konstrukteure von Identitätsräumen: Hier wird die Rolle der Medien als Vermittler zwischen gesellschaftlichen Diskursen und individuellen Identitätsvorstellungen anhand von Medientheorien analysiert.

3.2. Konstruktion der „fremden Identität“: Dieses Kapitel definiert das Konzept der „fremden Identität“ unter Einbeziehung des Fremdheitsbegriffs und diskutiert die Konstruktion nationaler und ethnischer Identität in einer entgrenzten Welt.

4. Mediennutzung von MigrantInnen am Beispiel ausgewählter Studien: Das Kapitel führt in die empirischen Fallbeispiele ein und beleuchtet das Medienverhalten türkischstämmiger Migranten in Deutschland und den Niederlanden.

4.1. Türkisch-niederländisches Online-Forum „Hababam“ als Aushandlungsort der transnationalen Identität: Die Analyse dieses Internet-Blogs zeigt, wie Online-Plattformen als hybride Aushandlungsorte für eine multiple Identitätskonstruktion dienen.

4.2. Fernsehnutzung türkischer MigrantInnen als Beitrag zur Identitätsstiftung in der neuen Heimat: Diese Fallstudie untersucht, wie Fernsehen als Identitätsgenerator fungiert und wie türkischstämmige Migranten deutsche und türkische Medienangebote komplementär zur Identitätsbildung nutzen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Konstruktion von Identität in der modernen Migrationsgesellschaft durch Medien als zentralen Instanzen geprägt ist, wobei ein „Identitätsverlust“ nicht zwingend die Folge ist.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Migration, Identität, Dezentrierung, Stuart Hall, Mediennutzung, MigrantInnen, Hababam, Transnationalität, Medienidentität, Fremdheit, Integration, Kultur, Hybridität, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Globalisierung auf die Identitätsbildung von MigrantInnen, insbesondere unter Berücksichtigung der Rolle der Medien als identitätsstiftende Instanzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Globalisierungsprozesse, moderne Identitätstheorien nach Stuart Hall, Mediensoziologie und die mediale Integration ethnischer Minderheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, wie die Identität von MigrantInnen in Zeiten der Globalisierung als eine „fremde Identität“ hervorgebracht und aufrechterhalten wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender Studien zur Mediennutzung (insbesondere WDR-Studie und eine Fallstudie zum Forum „Hababam“) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Globalisierung, Dezentrierung der Identitäten) erarbeitet und anhand von Fallbeispielen zur Internet- und Fernsehnutzung angewandt und kritisch diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Migration, Identitätskonstruktion, Mediennutzung und Transnationalität.

Warum wird das Online-Forum „Hababam“ als Fallbeispiel angeführt?

„Hababam“ dient als Beispiel für einen Aushandlungsort einer hybriden, transnationalen Identität, in dem Jugendliche anonym und frei ihre Identitätsvorstellungen jenseits traditioneller Konformitätsdruck-Netzwerke artikulieren können.

Welche Rolle spielt das Fernsehen für die befragten MigrantInnen?

Das Fernsehen fungiert als zentraler Identitätsgenerator, der für türkischstämmige Migranten eine Brücke zwischen der Kultur der alten und der neuen Heimat schlägt und komplementär zur Orientierung genutzt wird.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Konstruktion der fremden Identität in Zeiten der Globalisierung und die Mediennutzung von türkischen MigrantInnen. Zusammenhänge und Einflussfaktoren
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V949585
ISBN (eBook)
9783346311405
ISBN (Buch)
9783346311412
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konstruktion identität zeiten globalisierung mediennutzung migrantinnen zusammenhänge einflussfaktoren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2009, Die Konstruktion der fremden Identität in Zeiten der Globalisierung und die Mediennutzung von türkischen MigrantInnen. Zusammenhänge und Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/949585
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Leseprobe aus  30  Seiten
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