Politik und Fernsehen


Hausarbeit (Hauptseminar), 1999

22 Seiten, Note: sehr gut


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Inhalt

1. EINLEITUNG

2. MEDIENPOLITIK
2.1 Rundfunkstaatsvertrag und Urteile
2.2 Aufsichtsgremien
Rundfunkkommission der Länder
Landesanstalten für Medien (LMA)
Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
Kommission zur Ermittlung der Konzentration (KEK)
Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)
Rundfunkräte/Programmbeiräte
2.3 Wirtschaftsfaktor Fernsehen

3. POLITIK IN MEDIEN
3.1 Journalismus
3.2 Format und Medium
3.3 Darstellung und Manipulation

4. MEDIENWIRKUNG
4.1 Erfolgsmessung
4.2 Medienwirklichkeit
4.3 Medienkompetenz

5. FAZIT

6. LITERATUR

1. Einleitung

Das Medium Fernsehen kann in Deutschland 71,37 Mio. Menschen erreichen und hat innerhalb eines Tages statistisch 89% aller möglichen Zuschauer auch mindestens einmal erreicht.1 Wer siebzig Jahre alt wird, hat statistisch sieben Lebensjahre rund um die Uhr ferngesehen2 und das ist nur die immaterielle Seite des Themas. Alleine durch die Rundfunkgebühren standen 1994 über 5,6 Mrd. DM für das öffentlich-rechtliche Fernsehen bereit. Mit Werbung wurde allein im letzten Quartal 1998 3,9 Mrd. DM umgesetzt.3 Keine Frage, man muß nicht zögern, in diesem Medium ein gewaltiges Potential zu sehen. Seit den Anfängen nach dem 2. Weltkrieg kann das Fernsehen auf eine stetige Entwicklung und vor allem Expansion zurückblicken.

Angesichts dieser Allgegenwart muß sich die Frage stellen, unter welchen Bedingungen Fernsehen funktioniert und welche Auswirkung es auf die Gesellschaft hat. In diese Fragestellung spielen zwar viele Wissenschaftsgebiete hinein, doch soll die vorliegende Arbeit vor allem die politische Perspektive darstellen und analysieren.

Politik und Fernsehen ist eine höchst schillernde Kombination. Denn schon gar nicht läßt sich `Politik' als Gesamtphänomen in wenigen Worten beschreiben, noch ist das für das `Fernsehen' möglich. Die Arbeit möchte deshalb einen Überblick über die grundlegenden Strukturen bieten, die beide Bereiche miteinander verbindet.

Um aber ein prägnantes Bild zu erarbeiten, sollen in dieser Arbeit drei Einschränkungen zum Tragen kommen, die dazu dienen, das gewählte Arbeitsfeld in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Aus diesem Grund soll hier erstens ausschließlich die deutsche Situation interessieren. Diese Einschränkung entspricht sowohl der rechtlichen und organisatorischen Gliederung des Rundfunkwesens, als auch der Zuschauerwahrnehmung, wenn man von wenigen Ausnahmen absieht. Zweitens soll an dieser Stelle der aktuelle Stand der Dinge thematisiert werden und nur insoweit auf historische Entwicklungen zurückgegriffen werden, wie sie zur Erörterung notwendig erscheinen. Zu guter letzt gilt die besondere Aufmerksamkeit dieser Arbeit dem explizit politischen Fernsehen, also denjenigen Darbietungen, die einen klaren Politikinhalt haben (Nachrichten, Dokumentationen, Magazine). Obwohl Game-Shows, Spielfilme, etc. letztendlich auch unter dem Gesichtspunkt der Politik gesehen werden können, soll dieser Bereich wegen seinem abstrakteren Bezug zum Bereich der Fragestellung ausgeklammert bleiben. Nach dieser Eingrenzung ist es Zeit, einen kurzen Überblick darüber zu geben, was diese Arbeit letztendlich leisten soll. Da geht es in erster Linie um die politischen Grundlagen des Fernsehens. Als (mit)entscheidender Faktor der Gesellschaft ist auch das Fernsehen als Medium in eine von der Politik bestimmte Struktur gebettet worden. Die damit verbundenen Grundsätze und Organisation, die bis heute immer wieder für neue Diskussionen sorgt, wenn es etwa um den Stellenwert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht, verdient nähere Betrachtung. In einem zweiten Teil soll das Medium Fernsehen als isoliertes Phänomen erörtert werden. Es stellen sich Fragen nach dem Aufbau, der Arbeitsweise und den Möglichkeiten von Fernsehen als Medium. Der o.g. Eingrenzung zufolge wird es um das sich auch tatsächlich mit Politik beschäftigende Fernsehen gehen. Dem logischen Aufbau folgt nach der Betrachtung der Grundlagen und des Erscheinungsbildes von Fernsehen die Außenwirkung. Konsumiert wird das Produkt Fernsehen immer noch in den rund 27,1 Mio. Fernsehhaushalten in Ost und West4, die trotz Rundfunkgesetzgebung und immer neuer Programmgestaltung ihre spezifische Reaktion auf das gebotene Programm zeigen und somit in einem weiteren, dritten Abschnitt behandelt werden müssen. Am Ende dieser Ausführungen soll der Versuch gemacht werden, eine Perspektive für ein funktionierendes Rundfunksystem mit all seinen Komponenten zu skizzieren, das Kritik und negativen Entwicklungen entgegen wirken kann.

2. Medienpolitik

2.1 Rundfunkstaatsvertrag und Urteile

Die Grundlage für allen Rundfunk in Deutschland ist der Rundfunkstaatsvertrag (RStV). Er ist die gemeinsame Richtlinie der Medienpolitik der Länder, die laut Grundgesetz für den Rundfunk zuständig sind. Er ist in seinen jeweiligen Fassungen nur gültig gewesen, wenn er von den Ministerpräsidenten in der Rundfunkkommission der Länder einstimmig beschlossen und von allen Landtagen ratifiziert worden ist. Die politische Verständigung der Länder stellt somit die Voraussetzung für jede medienpolitische Veränderung dar, ohne daß ein Bundesland völlig aus dem gemeinsamen Konsens austreten würde, was es aufgrund der föderalen Strukturen durchaus machen könnte. In der Anfangszeit des Rundfunks in Deutschland wurde von einigen Stellen allerdings auch eine Bundeszuständigkeit für den Rundfunk vermutet, da das Fernmeldewesen Bundessache ist5. Doch in einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wurde hier Klarheit geschaffen: Lediglich die technischen Bereiche der Telekommunikation fallen in die Zuständigkeit des Bundes.6 Und so haben die Länder die Grundsätze der deutschen Fernsehlandschaft bis heute entwickelt, begleitet von mehreren Grundsatzentscheidungen des Bundesverfassungsgerichts. Das Hauptmerkmal der Strukturvorgaben des RStV ist die sogenannte Dualität des Rundfunkwesens. So gibt es einerseits einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der mit dem Auftrag zur qualitativen ,,Grundversorgung" der Fernsehzuschauer durch dafür von jedem Fernsehhaushalt zu zahlende Gebühren, sowie eingeschränkt durch Werbung finanziert wird. Dieser unterscheidet sich in seiner Struktur von einem direkt einer Regierung unterworfenen obrigkeitsstaatlichen Sender, wie ihn Konrad Adenauer 1959 bei der Gründung des ZDF beabsichtigte, aber nicht umsetzen konnte.7 Auf der anderen Seite stehen die privaten Veranstalter, die sich ausschließlich durch Werbung finanzieren.

Die politische Brisanz in den Grundlagen des RStV liegt in der Definition der Grundlage der Sender. So wird festgelegt, nach welchen Kriterien die immer noch knappen Sendekanäle (Kabelnetz und terrestrische Übertragung) freigegeben werden. Auch der ökonomische Spielraum der Rundfunkveranstalter ist definiert, da hier sowohl das Verfahren zur Bemessung der Rundfunkgebühren festgelegt, als auch die Menge der zu versendenden Werbung genau begrenzt wurde. So dürfen die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht mehr als 20 Minuten Werbung pro Tag bis 20.00 Uhr ausstrahlen (unter Ausschluß der werbefreien Dritten Programme) und ein privater Fernsehsender nicht mehr als 20% der täglichen Sendezeit in festgelegten Abständen. Bei einem durchschnittlichen Werbeminutenpreis von über 20.000 DM8 ist klar erkennbar, welchen Einfluß die Politik auf die ökonomische Grundlage der Sender ausüben kann. Auch wurden durch die Bestimmungen zur Medienkonzentration eine Begrenzung für den wirtschaftlichen Anteil eines Anteilseigners an einem Fernsehveranstalter geschaffen, um eventuelle Medienmonopole zu verhindern. Derzeit liegt die Grenze für eine vermutete `Vorherrschaft' einer Sendergruppe bei 30% Zuschauermarktanteil, wenn die betreffenden Eigner jeweils mehr als 25% Kapital des Fernsehveranstalter halten. Ist diese Grenze überschritten müssen vielfaltsichernde Maßnahmen verwirklicht werden (Programmbeirat, Sendezeit für unabhängige Dritte, Anteilsveräußerung). Derzeit unterschreiten jedoch die zwei großen Mediengruppen Kirch und Bertelsmann diese Grenze, die von Beobachtern z.T. auch als durch Fakten geschaffene Grenze gesehen wird, damit beide Medienunternehmen bequem wirtschaften können. Bei der jüngst erfolgten Fusion der Compagnie Luxemburgoise Televison (CLT) und der UFA hatte man nur ,,das Ende der Bonner Sitzung" abgewartet, ,,um die Ministerpräsidenten nicht als bloße Protokollbeamten der gewünschten Deregulierung erscheinen zu lassen."9

Doch neben dem ökonomischen Rahmen geht es auch um die inhaltlichen Grundsätze, die sich wiederum direkt auf den Aufbau des Programms auswirken. So sind für das Fernsehen allgemein auch Fragen des Jugendschutzes, der wahrheitsgemäßen Berichterstattung und ähnliches in die Paragraphen des RStV gefaßt worden. Organisatorisch wirkt sich hier besonders die Einrichtung von Programmfenstern im privaten Fernsehen aus. Ist die durchschnittliche Sehbeteiligung über einem Marktanteil von 10%, so haben die Veranstalter Sendezeit an unabhängige Dritte abzugeben. Derzeit sind das bei RTL 3 Stunden pro Woche und bei SAT.1 3 Stunden 15 Minuten.10Auch der Sender VOX fällt unter diese Regelung. In diesem Marktsegment hat sich vor allem die Firma Development Company for Television Programmes (DCTP) von Alexander Kluge (Anteilsinhaber 50%) etabliert (neben Kanal 4 und neuerdings auch Center TV), die dann wiederum ihre Programmzeit an andere Anbieter verkauft. Der Zuschauer kann also oft gar nicht unterscheiden, ob er nun ein Rahmen- oder Fensterprogramm konsumiert. Unter Umständen kann sogar eine Sendung (hier: STERN TV) sowohl Sendezeit des Fensterprogramms (DCTP) als auch Sendezeit des Haussenders RTL in Anspruch nehmen. Erkennbar wird die Eigenständigkeit meist nur durch das zusätzlich eingeblendete Logo der Sendung neben der Senderkennung und einem kurzen Logovorspann zu Beginn des Programmfensters.

Die theoretischen Kategorien der Vielfaltsicherung werden mit ,,Binnen- und Außenpluralität" bezeichnet. Programmvielfalt innerhalb eines Programmes sorgt für Binnenpluralität, während unterschiedliche Sender(konzepte) für äußere Vielfalt sorgen.11Während z.B. in Italien das außenplurale Modell verwirklicht ist, enthält das deutsche beide Elemente der Vielfaltssicherung.

Diese kurz skizzierten Grundlagen sind das Ergebnis langwieriger Verhandlungen. Durch die Verteilung der Zuständigkeiten auf alle Länder und die Vielzahl der Lobbyisten ist gerade diese Basis des Fernsehens als ein hoch politisches Feld anzusehen, auf das die Politik einen direkten Einfluß hat. Zahlreiche Beispiele stehen im Raum, die durch heftigste Diskussionen auf sich aufmerksam gemacht haben. Ob Edmund Stoiber und Kurt Biedenkopf die ARD abschaffen wollte12, oder die Privaten Spielfilme durch unmerkliches Verlangsamen der Abspielgeschwindigkeit so strecken wollten, daß sie zu einer weiteren Werbeinsel gereicht hätten.13Die Liste der strittigen medienpolitischen Fragen ist lang und Beispiele können nur verdeutlichen, wie vielschichtig diese Auseinandersetzung oft hinter verschlossenen Türen geführt wird.

2.2 Aufsichtsgremien

Rundfunkkommission der Länder

Dieses Gremium ist die ständige Vermittlungsinstanz zwischen den Ländern. Sie dient als Gesprächsforum für die gemeinsame Medienpolitik und als Beschlußinstanz, deren Ergebnisse den Länderregierungen und -parlamenten zur Abstimmung vorgelegt werden müssen. Der Vorsitzende ist zur Zeit Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland- Pfalz.

Landesanstalten für Medien (LMA)

Sie sind die eigentlichen Exekutivorgane der Medienkontrolle. Finanziert mit 2% des Rundfunkgebührenaufkommens wachen sie über den Privaten Rundfunk. Konstituiert durch ein jeweiliges Landesgesetz, lizensieren und überwachen sie die privaten Programmanbieter. Kerngebiete der Kontrolle sind die Inhalte (Jugendschutz, Persönlichkeitsschutz, ethische Normen, ...), sowie die Einhaltung der Werbezeiten. Sie sind in ihrer Entscheidung nicht weisungsgebunden und können bei Verstößen empfindliche Geldstrafen verhängen und in schweren Fällen gar die Lizenz entziehen.

Das Privatrundfunkrecht sieht durchweg vor, daßdie zuständigen staatlichen Instanzen lediglich eine beschränkte Rechtsaufsichtüber die sogenannten ,,Landesmedienanstalten" ausüben, die ihrerseits eine - ihrer rechtlichen Konstruktion nach nichtstaatliche Aufsichtüber private Rundfunkanstalten ausüben.14

Ob die LMA in Deutschland allerdings ihrer Aufsichtspflicht ausreichend nachkommen, wird immer wieder bezweifelt, da Verfahren gegen eventuelle Richtlinienverstöße oft schleppend verhandelt werden.15Andererseits gibt es einige spektakuläre Entscheidungen, wo z.B. die LMA Niedersachsen letztes Jahr RTL zur Abgabe sämtlicher Werbemehreinnahmen wegen unzulässiger Werbezeitenüberschreitung verurteilte, als RTL mehrmals unabhängige Spielfilmproduktionen unter dem Dach einer Serie (,,Der große TV Roman"), um die dann unzulässiger Weise als Serien angesehenen Filme intensiver mit Werbung zu besetzen.

Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)

Wie der Name schon sagt, ist dieses Gremium die länderübergreifende Institution auf unterer Ebene. Da die Landesmedienanstalten formell unabhängig sind, geht es hier vor allem um die Koordinierung von Lizenzierungsverfahren und Richtlinien. Die DLM kann mit einer ¾ Mehrheit die Kommission zur Ermittlung der Konzentration überstimmen, was sie im letzten Jahr einmal getan hat, um weitere Ermittlungen gegen die Kirchgruppe zu verhindern, die sich mit 26,7% Gesamtmarktanteil der vom RStV festgeschriebenen 30% Obergrenze genähert hat.16

Kommission zur Ermittlung der Konzentration (KEK)

In der KEK wird das politisch hochbrisante Thema der Medienkonzentration behandelt. Untersucht wird von der sechsköpfigen Kommission, ob nach dem RStV eine unzulässige Konzentration von Anteilen an privaten Rundfunksendern von einzelnen Eignern gegeben ist. Diese liegt vor, wenn ein Marktanteil von 30% bei einer Mindestbeteiligung von 25% vorliegt. Doch diese horizontale Medienkonzentration (der Besitz mehrerer Senderanteile) ist nur eine Form der Medienkonzentration. Die vertikale Konzentration bezeichnet die Monopolisierung der Produktionskette, von der Produktion zum Sender. Darüber hinaus findet sich auch der Begriff der diagonalen Medienkonzentration (Konglomeration), wenn Medienunternehmen nicht nur Fernsehsender besitzen, sondern auch andere Medien (Print, Radio, Film- und Sportrechte) beeinflussen können. Dieses sogenannte cross-ownership ist ein oft wenig thematisiertes Phänomen. Die KEK erstattet alle 3 Jahre Bericht über die Konzentration und wird darüber hinaus jederzeit tätig, wenn sich der Verdacht der unzulässigen Medienkonzentration ergibt.17Die ausschließliche Orientierung an den absoluten Zuschauermarktanteilen der Sender soll hier noch problematisiert werden. Es stellt sich die Frage, ob ein Sender mit einer bestimmten Zielgruppe nicht wesentlich mehr Einfluß auf die öffentliche Meinung hat, aber dennoch im Gesamtbild unter den Obergrenzen bleibt. Auch sagt ein Marktanteil auch nichts über den Wert der knappen Werbezeit aus. Ökonomisch gesehen ist es noch nicht einmal das vorrangige Ziel eines Privatsenders, einen hohen Marktanteil zu erzielen. Er muß auch in den richtigen Zielgruppen liegen. Als Alternative zu den zahlreichen Beteiligungen an den verschiedenen Sendern wird auch immer wieder das Prinzip ,,one man one show" diskutiert. Demnach soll jeder Anteilseigner nur einen Sender besitzen dürfen.18

Marktanteile der großen deutschen Fernsehsender 1998 (%):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(sowie diverse Anteile zwischen 1,6 und 0,3% .19)

Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)

Ursprünglich eine Postgebühr, die für den Betrieb eines Rundfunkempfangsgerätes zu entrichten war, änderte das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1968 diesen technischen Obolus in eine qualitative Gebühr, die unter der Zuständigkeit der Länder erhoben wurde.20Die heute 17köpfige von den Ländern bestellte Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs ist weisungsungebunden und berichtet in zweijährlichem Turnus über den Finanzbedarf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Allerdings beruhen ihre Vorschläge für die Festsetzung der Rundfunkgebühren auf rein rechnerischen Grundlagen und sind nicht bindend für die Entscheidung der Landesregierungen und Landesparlamente.21Die Rundfunkgebühr beträgt zur Zeit monatlich 28,85 DM für Radio und Fernsehen.

Rundfunkräte/Programmbeiräte

Der Rundfunkrat bei den ARD-Anstalten, sowie der Fersehrat des ZDF sind die konstituierenden Gremien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In ihm sind Vertreter aus Politik und Gesellschaft nach Maßgabe der jeweiligen Landesgesetze versammelt. Beim ZDF sind das 77 Personen, wobei die Exekutive alleine schon über 24% der Sitze vereinnahmt.22 Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kirchen, Religionsgemeinschaften, künstlerische und kulturelle Organisationen, Hochschulen, ... , sie alle finden sich in diesen Gremien wieder. Sie wählen den Verwaltungsrat mit 7-9 Personen und daraus wiederum den Intendanten, der den Sender nach innen und außen vertritt. Gerade hier wird immer wieder ein direkter parteipolitischer Einfluß kritisiert, da zwar die Parteien oftmals nur als reguläre Gruppen unter vielen berücksichtigt werden, dennoch aber darüber hinaus Bindungskraft auf sympathisierende Verbände (Arbeitgeber, Gewerkschaften, Kirchen,...) ausüben, so daß letztlich doch wieder von einer ,,parteipolitischen Zusammensetzung" gesprochen werden kann, obwohl sie formal nicht vorliegt.

Die Privaten Sender bilden zwar auch ähnliche Gremien (Programmbeirat), der aber meist nur eine beratende Funktion hat.

2.3 Wirtschaftsfaktor Fernsehen

Als letzten Punkt sei hier noch auf den wirtschaftlichen Aspekt des Fernsehens eingegangen. Es wird oft kritisiert, daß die jeweiligen Ministerpräsidenten die Politik der dort ansässigen Sender vertreten (Stoiber/Kirch, Clement/Bertelsmann).

In der Praxis haben die meisten Ministerpräsidenten Medienpolitik als Wirtschaftspolitik definiert. Da wird um jeden Arbeitsplatz gekämpft, die Bundesländer versuchen allesamt, neue Sender mit attraktiven Bedingungen ins eigene Land zu locken.23

Schon in der Entstehungsgeschichte war eine standortpolitische Medienpolitik zu beobachten.

Die Frequenzen in den unionsgeführten Bundesländern wurden Sat 1 zugeschanzt, die in den SPD-regierten Ländern RTL, jeweils für das Versprechen, Studios und Arbeitsplätze zu schaffen. Auch die Lizenzvergabe für neue Sender [...] erfolgte unter dem Gesichtspunkt der Standortpolitik und nicht der Pluralitätssicherung (...)24

Heute erzielt alleine die CLT/Ufa rund 5 Mrd. DM Umsatz.25Allein 27.000 Mitarbeiter beschäftigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen.26RTL, SAT.1 und PRO7 verdienen jährlich etwa 15 Mrd. DM durch Werbung.27

3. Politik in Medien

Die Strukturen des Fernsehens sind skizziert, nun geht es um die inhaltliche Ausgestaltung des Mediums, die letztendlich ja das ist, was man als Fernsehzuschauer auch jeden Tag miterleben kann.

3.1 Journalismus

Die Rahmenbedingungen für politischen Fernsehjournalismus werden wie bei anderen Medien durch die Pressegesetze der Länder abgesteckt. Wahrheitsgemäße Berichterstattung, aber auch Informantenschutz und Redaktionsgeheimnis werden so in ähnlicher Weise geschützt, wie bei den Printmedien. Zusätzlich verpflichten die Mediengesetze der Länder die Privaten Anstalten nochmals zu einer pluralistischen, ausgewogenen und ,,verantwortungsvollen" Fernsehethik, was in gleicher Weise für die öffentlich-rechtlichen Sender gilt, für die es Rundfunkanstaltengesetze gibt. Doch fehlt im Fernsehbereich ein ,,freiwilliges Gremium der Selbstkontrolle": Einen unabhängigen Presserat wie für den Printbereich gibt es nicht, obwohl alleine hier28jährlich etwas mehr als 100 bestätigte Beschwerden, die schlimmstenfalls mit einer öffentlicher Rüge geahndet werden, anfallen.29 Diese journalistische Endkontrolle übernehmen beim Fernsehen die LMA für die Privaten und die Rundfunkräte für die öffentlich-rechtlichen Sender.

,,Presse und Rundfunk sind Mittler des Meinungsmarktes"30und das Fernsehen spielt durch die Unmittelbarkeit seiner Bilder die Rolle des ,,Leitmediums" bei der Politikvermittlung31, so daß sich die zu vermittelnden Informationen und die dazugehörigen Akteure auf dieses ,,Fernseh"-Format einstellen müssen. Doch dieser Begriff soll später erläutert werden. Inhaltlich gilt es, zunächst die möglichen Effekte einer Informationsvermittlung zu analysieren.

Ein wichtiger Ansatz ist der des Agenda-Setting. Als ,,Thematisierungs- und Themenstrukturierungsfunktion der Massenmedien" übersetzt, ist die grundlegende Annahme, daß die Themenstruktur der Medien und die thematischen Prioritäten der Rezipienten korrelieren.32

Da Fernsehzuschauer in aller Regel ihre Informationen nicht mehr selbst ansammeln können, haben die Medien eine Vermittlungsfunktion übernommen.

Es geht um unsere Aufmerksamkeit, unser Wissen und Problembewußtsein gegenüber den täglich berichteten Ereignissen, Personen,öffentlichen Themen und Fragestellungen,über die wir zumeist nur Informationen aus zweiter Hand - nämlich aus den Medien - erhalten.33

Dieser Prozeß wird in der Kommunikationsforschung durchaus als ein politischer Prozeß verstanden.34Es geht dabei nicht darum, Rezipienten direkt zu manipulieren, sondern um die Annahme, daß durch die Medieninhalte das Thema (issue) der öffentlichen Diskussion bestimmt wird und damit einen wichtigen Einfluß auf z.B. noch unentschlossene Wähler ausübt.

It is hypothesized that the mass media set the agenda for each political campaign, influencing the salience of attitudes toward the political issues."35

Problematisch wird dieser Ansatz vor allem bei einem zusätzlich audiovisuellen Element, da der vermittelte Eindruck hier nicht nur textlich, sondern auch wahrnehmungspsycholgisch beeinflußt wird. Theoretisch ist Agenda-Setting hier zwar nachvollziehbar, doch es stellt sich die Frage, wie man ihn empirisch nachweisen kann. Wenn Gerhard Schröder als ein moderner Politiker für das neue Jahrtausend dargestellt wurde, ist das dann seine Person, die Wahrnehmung der Medien oder eine Zuschauermeinung? Letztlich bleibt die Frage offen, allein der Erfolg gibt Recht oder Unrecht.

Überspitzt formuliert, könnte die Agenda-Setting-Theorie zur Zeit so beschrieben werden: Die Medienagenda beeinflußt die Rezipientenagenda für einige Rezipienten, für andere nicht; bei einigen Themen, bei anderen nicht; zu einigen Zeitpunkten, zu anderen nicht.36

Dennoch wird die Existenz dieser Effekte inzwischen eindeutig mit `ja' beantwortet, doch mit schwerer Kritik zur Methode und Genauigkeit belastet.37Was aus dem Ansatz werden kann und welche Qualität er in Zukunft haben wird, ist weiterhin ungewiß. Als bloße Metapher verwendet, würde die Bedeutung von politischer Einflußnahme auf die Diskussionsschwerpunkte der Gesellschaft schlicht verharmlosen.

3.2 Format und Medium

Um die spezifischen Bedingungen des Fernsehens zu beschreiben, kann man die verschiedenen Merkmale dieser Kommunikation wie dem Anonymitätsmerkmal, dem Öffentlichkeitsmerkmal, dem Merkmal der organisierten Einheit des Mediums, dem Merkmal der Linearität, d.h. Einseitigkeit der Kommunikation usw.38mit dem Begriff des ,,Formats" zusammenfassen und unter Verwendung dieses Begriffes genauere Analysen vornehmen.

Medienformate beschreiben die spezifischen Regeln und Eigengesetzlichkeiten, die inhaltliche Informationen in die klar erkennbare Form und das Muster eines Mediumsüberführen und dadurch zeitlich und räumlich strukturieren.39

Beeinflußt wird diese Standardisierung einerseits durch die Rahmenbedingungen des Mediums, sowie durch die Zuschauernachfrage, also auch durch die dem Medium innewohnende Logik, wie z.B. der Visualisierungszwang des Fernsehens.40

Im Fernsehen selbst wird der Begriff ,,Format" noch spezieller gebraucht, indem er nämlich Aufbau und Inhalt einer Sendung unter dem Begriff ,,Format" zusammenfaßt. So kann eine bestimmte Sendung wie ein Politikmagazin ein eigenes ,,Format" darstellen. Im politischen Bereich finden sich zahlreiche Sendungen, die mit so einem eigenständigen Profil versuchen, ihre Zuschauer mit politischen Inhalten zu erreichen (Poltikmagazine, Politshows, Talkshows, Satire). Doch an erster Stelle wären die Nachrichtensendungen zu nennen, die alle Sender regelmäßig ausstrahlen. Nachdem die Anfänge des Privaten Fernsehen nun vorbei scheinen, mehren sich auch Stimmen, die eine konvergente Entwicklung bei öffentlich-rechlichen und kommerziellen Sendeanstalten vermuten.41Nach der Quote haben die RTL-Nachrichten ,,RTL-Aktuell" jedenfalls in der jüngeren Zielgruppe der 14-49jährigen den Kopf vorn.42

Die These lautet, daß Nachrichtensendungen zunehmend an nachrichtenspezifischen, immanenten Faktoren zu beurteilen seien, als an dem Kriterium `öffentlich-rechtlich' oder nicht.43

Durch die mittlerweile entstandene Vielschichtigkeit des Nachrichtenbusinss und als Pool- Modell bezeichnete Erscheinungsbild der unterschiedlichen Beteiligten (freie Produzenten, Reporter, Amateure, TV-Sender, Agenturen, Eurovision, Reisereporter, freie Mitarbeiter, Korrespondenten, Bild/Text, Inland/Ausland.)44und die Nachrichtenqualifikation unter Stichworten wie Schnelligkeit, Omnipräsenz, Neuigkeit und Relevanz, Attraktivität und Nutzen, entsteht ein immer homogeneres Bild der alltäglichen Informationsverarbeitung in den Medien.45So gelten die Thesen des `Nachrichtenwertes' für alle Nachrichtensendungen (Faktoren wie ,,neu", ,,überraschend", ,,konfliktträchtig", ,,exeptionell", ,,beängstigend", aber auch ,,erfolgreich", ,,prominent" oder ,,prestigeträchtig")46Würde dieser Prozeß sich fortsetzen, entstünde für die öffentlich-rechtlichen Sender mit Sicherheit ein Legitimationsproblem, da sie dann keine qualitativ höherwertigen Informationen (durch ein kostenintensiveres System) mehr liefern würden.

Es muß festgestellt werden, daß die direkte Vermittlung von Ereignissen, wie z.B. bei EURO NEWS ,,no comment", das Bildagenturmaterial ohne zusätzliche Information sendet, oder beim WDR ,,Bonn am Rohr", wo Bundespolitiker direkt ohne Zwischenschaltung angerufen werden können, bleiben die Ausnahme. Fernsehen wählt inhaltlich aus und bewertet. Ob nun durch eine Programmphilosophie oder die oben beschriebenen Grundsätze des Nachrichtenwesens. Doch bevor die Frage nach der Reaktion der politisch handelnden Kräfte auf diese Entwicklungen erörtert wird, soll das wohl prägendste Fernsehformat der politischen Information im Fernsehen vorgestellt werden. Es ist die Mischung von trockener Information mit Unterhaltung, bezeichnet mit dem englischen Mischwort ,,Infotainment". Bereits jetzt wird in den USA davon ausgegangen, daß nahezu 65% der US-Bevölkerung ihre gesamte politische Information aus dem ,,Infotainment" im Fernsehen erhalten.47Diese Entwicklung muß zum Beispiel bei der Planung von politischen Kampagnen berücksichtigt werden. So ist es mittlerweile undenkbar, daß die Wähler nicht auch private (d.h. unterhaltende) Informationen über Wahlkandidaten zu sehen bekommen. So kann sich die öffentliche Meinung nicht nur mit - nach strukturkonservativer Meinung - völlig nebensächlichen Aspekten beschäftigen, sie kann auch sehr kurzfristig Urteile fällen (und wieder rückgängig machen). Politikdarstellung wird damit wesentlich schnellebiger.

Die Zuschauerübersehen die Kontexte und Argumente und wenden sich gleich der einfacheren Unterscheidung zu, ob ein politischer Akteur gut oder schlecht ankam.48

Doch auch bei stetiger Nachfrage nach ,,Infotainment" gibt es auch einen konstanten Bedarf nach Information. Die Welt der flachen Bilder kann sicherlich als Tendenz wahrgenommen werden, doch scheint die letztendliche Entwicklung auch von einem guten Teil auf gesellschaftlichem Konsens zu beruhen.

Das Infotainment-Konzept der Privatsender, Nachrichten vor allem als Signifikanten der Erregung zu produzieren, deren politischer Zusammenhang zweitrangig ist, hat seine immanenten Grenzen. Was bei der reinen Fiktion möglich ist, funktioniert nicht automatisch im Genre Non-fiction, dort also, wo die Leute auch einmal ganz schlicht erfahren möchten, was eigentlich passiert ist.49

Es würde zu weit führen hier einzelne Sendungen mit politischem Inhalt zu analysieren. Zu differenziert müßte man vorgehen, um zu einem belegbaren Urteil zu kommen, vor allem wenn der Bereich der politischen Einflußnahme berücksichtigt werden soll. Deshalb scheint es vernünftiger, diesen Komplex der Einflußnahme im folgenden Abschnitt getrennt zu behandeln.

3.3 Darstellung und Manipulation

Die Theorie der unbegrenzten Einflußmöglichkeit des Fernsehens wird heute nicht mehr vertreten50Aber der Einfluß auf Sachverhalte, Sozialstruktur, ,,Lebensvollzug", die kurz- und langfristigen, Mediengewohnheiten der Zuschauer bleibt unbestritten51- und damit auch die Auswirkung auf politisches Handeln.

Grundsätzlich wird angenommen, daß der politische Entscheidungsablauf

(Ergebnisorientierung) einer anderen Logik folgt als die Vorgehensweise der Medien

(Ereignisorientierung). Da aber Politik im Zuge der Mediatisierung der Gesellschaft fast ausschließlich nur noch über diese mit der Gesellschaft kommunizieren kann, muß ein Anpassungsprozeß erfolgen. Öffentlichkeitsarbeit wird somit zur essentiellen Qualifikation eines politischen Akteurs, der nicht mehr nur wissen muß, was er will, sondern auch, wie er es effizient vermittelt. Das Resultat kann eine Politik sein, die nur deshalb gemacht wird, um einen positiven Effekt in der Öffentlichkeit zu erzielen. Diese Inszenierung von Politik, das ,,Management" der Ereignisse ist denn auch ein wichtiger Kritikpunkt moderner politischer Analyse.52

Doch kann diese Kritik nicht darüber hinweg täuschen, daß der politische Alltag genau mit dieser Realität lebt. Als die USA den Golfkrieg vorbereiteten, war man sich im Pentagon genau bewußt darüber, wie das Fernsehen als Medium einzuschätzen sei. Schon kurz nach dem Golfkrieg sagte Richard Haas vom Nationalen Sicherheitsrat (und damals mit der Medienvorbereitung des Golfkrieges betraut) aus:

Das Fernsehen macht am meisten Eindruck, wenn es Bilder hat. Wenn es keine Bilder hat, dann ist es in vielen Fällen ein Medium ohne Botschaft.53

Die Folgen sind bekannt: Durch Computergesteuerte Kameras und Satellitenaufnahmen, durch die lückenlose Kontrolle der Presse wurde über Wochen erfolgreich der Eindruck eines ,,sauberen Krieges" vermittelt und so die öffentliche Meinung kontrolliert. Ob allerdings auch die Medien die Macht haben, von sich aus wichtige politische Entscheidungen herbeizuführen, wird auch bezweifelt. Am Beispiel des stark von den Medien dokumentierten Blauhelmeinsatzes in Somalia kommt J.Mermin zu dem Ergebnis, daß trotz Herstellung der Öffentlichkeit durch die Medien und erst nachfolgender politischer Aktion doch die Politik stand, die durch vereinzelte Vertreter erst den Anstoß zu näherer Recherche gab.54Die journalistische Eigeninitiative wird mit dem Begriff des Aktualisierungsmodells beschrieben, im Gegensatz zu dem Inszenierungsmodell den reziprok55für die Medien handelnden Politiker.56

Die Beeinflussung der öffentlichen Diskussion hat viele Faktoren, die nicht in einen ,,Erklärungseintopf" (Sarcinelli) geworfen werden können. Wieder stellt sich das Problem einer tiefergreifenden Analyse, da es an dieser Stelle nur darum gehen kann, die wichtigsten Punkte zu umreißen.

Frei muß man sich jedoch von der Vorstellung machen, eine solche tiefergreifende Analyse wäre das Aufdecken von üblen Machenschaften. Es geht im Gegenteil darum, die ohnehin vorhandene Relation zwischen PR und Information, Politik und Zuschauer, Ereignis und Ergebnis besser zu verstehen, und nicht darum, sie zu verurteilen. Franz Alt schreibt hierzu aus seiner Perspektive als Journalist, der Informationen verarbeitet:

Manipulation in diesem Sinne ist unser Geschäft. Manipulation kommt von manus, die Hand, und heißt folglich: Ein Thema in die Hand nehmen, anpacken. Manipulation im Fernsehen heißt immer: Auswählen und platzieren. Es gibt keine Information ohne Manipulation. Diese Manipulation ist nötig und möglich.57

Mit dieser Welt aktiv umgehen zu können und eben kritisch zu hinterfragen ist die Herausforderung, die am Ende des nächsten Abschnitts behandelt werden soll. Es ist eine Herausforderung, die aus der Moderne entsteht und keineswegs eine von vorn herein negative Entwicklung darstellen muß.

Die Vorstellung jedenfalls von Ö ffentlichkeit als dem Forum der ,,res publica" war schon immer ein Idealtypus; ein Idealtypus, der jedoch nicht schon deshalb falsch ist, weil die Wirklichkeit anders aussieht. Insofern fällt es auch schwer, die Generalthese vom Verfall demokratischer Ö ffentlichkeit einfach hinzunehmen.58

4. Medienwirkung

Als Neil Postman sein pseudowissenschaftliches Buch ,,Wir amüsieren uns zu Tode" veröffentlichte, stieß es auf großes Interesse. Fernsehen wurde darin als gesellschaftsschädigendes Medium, das zur Verdummung der Massen führt, beschrieben. Ohne weiter auf die genaue Logik dieser Argumentation eingehen zu wollen, kann festgestellt werden: die Forschung ist anderer Meinung. Wesentlich differenzierter wird der Zuschauer heute gesehen, er ,,ist eben keine `Black Box', kein leeres Gefäß, in das Mediendarbietungen gleichsam ungefiltert hineinfallen."59Intelligenz, Emotion, Sozialstruktur und Erfahrungen sind wichtige Faktoren, die nicht übersehen werden dürfen.

4.1 Erfolgsmessung

Neben den zahlreichen Publikationen und Studien zum Thema Fernsehen zählt die Einschaltquote, bestehend aus der absoluten Zahl der Zuschauer (engl.'rating') und der Marktanteil (engl. `share') als der wichtigste Indikator im täglichen Fernsehgeschäft. Sie soll der Selbstbeobachtung der Sender, der Betriebsrationalität, der Legitimationssicherung und der Analyse zur Optimierung von Unternehmensentscheidungen dienen.60Sie ist in so fern für alle fernsehrelevanten Bereiche wichtig. Ermittelt wird sie von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, die auch jüngst wieder von der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), in der sich ARD, ZDF, RTL, SAT.1 und DSF zusammengeschlossen haben, diesen mit jährlich 27 Mio. DM dotierten Auftrag bekommen hat.61Die Nummer 4 der weltweiten Konsumforschung62ermittelt seit 1985 die Einschaltquote. Die Zuschauerzahlen werden durch sogenannte Telemeter ermittelt, die den Fernsehkonsum in den derzeit 5200 repräsentativen Testhaushalten63in Deutschland im 30- Sekundentakt abfragen. Dazu müssen sich alle dem Testhaushalt angehörenden Personen bei dem Gerät an- und abmelden. Die entstehenden Daten werden über eine Modemverbindung abgefragt und nach den statistischen Vorgaben ausgewertet. Insbesondere werden hier die Zielgruppen unterschieden, so daß vor allem Werbekunden gezielter Werbewirkung einschätzen können. Ebenso ist die Ermittlung von regionalen Quoten möglich, um etwa den Dritten Programmen Erfolgskontrollen zu ermöglichen.

Doch die Argumentation mit Einschaltquoten ist problematisch. So wurden bis August 1998 ausländische Mitbürger von der Datenerfassung ausgeschlossen, weil die Feststellung ihrer repräsentativen Merkmale nur durch teure Marktforschung zu erreichen gewesen wäre. Deutsche Daten bekommt die GfK dagegen kostengünstig von den statistischen Landesämtern.64Man könnte nun argumentieren, daß die Einbeziehung von ausländischen Mitbürgern, die häufiger Heimatsender einschalten, den Marktanteil der Privaten Sender drücken werden, obwohl keine Zuschauer verloren gehen. Somit wird Werbegeld weiterhin pro Zuschauer verdient, aber der für die KEK entscheidende Marktanteil weiter unter die 30%-Marke gedrückt. Doch diese Vermutungen sind noch nicht bestätigt worden. Aber es stecken noch weitere Ungenauigkeiten in diesen Zahlen. So wird angenommen, daß rund 30% der Deutschen gar nicht bereit sind, ihre Fernsehgewohnheiten mitverfolgen zu lassen.65Das schafft Ungenauigkeiten, wie sie auch entstehen, wenn tagsüber aus einer relativ schwachen Gesamtmenge der Zuschauer Marktanteile womöglich noch für eine bestimmte Zielgruppe oder eine bestimmte Region berechnet werden. Dann repräsentiert ein Zufallsrezipient mehrere 10.000 Zuschauer.

Es ist also Vorsicht geboten, wenn es darum geht, all zu eindeutig mit Einschaltquoten zu argumentierten - und trotzdem bleiben sie auf absehbare Zeit das kontinuierlichste und `meßbarste' Datenmaterial, was zum Bereich Fernsehrezeption zur Verfügung steht, um es mit dem Programm in Relation zu setzen und Aussagen darüber zu treffen, ,,in wie weit die Veränderungen einer Komponente mit Veränderungen einer anderen Komponente einhergeht."66Aussagen über Bedürfnisse, Programmtypen, Programmpräferenzen, Erreichbarkeit von Zielgruppen, Kenntnisse von Angebotsstrukturen und sogar über das Wetter oder die Jahreszeit und damit verbundene Nutzungsmuster (Tag/Monat/Jahr) lassen sich so verifizieren.67Diese Erkenntnisse sind von enormer Wichtigkeit, wenn im Falle der vorliegenden Fragestellung Politik in Medien möglichst effizient vermittelt werden soll.

4.2 Medienwirklichkeit

Mediensysteme können Informationenübermitteln, bearbeiten und/oder neu schaffen und in Netzwerken zu neuer Wirklichkeit zusammenfügen und damit neue, ,,virtuelle Wirklichkeiten" schaffen ohne auf ein ,,reales Vorbild zurückgreifen zu müssen.68

,,Es gibt keine Objektivität im Journalismus" behauptet Franz Alt als gestandener ARD-Mann und spricht von den verschiedenen Wahrheiten der zumeist selbst betroffenen Beschwerdeführer gegen die nicht-objektive Berichterstattung.69Kepplinger unterscheidet 4 verschiedene Objetivitäten: Die ideologische Objektivität (z.B. ,,die Wahrheit des Marxismus"), funktionale Objektivität (als Absicherung gegen Kritik der Betroffenen), konsensuelle Objektivität (als Entsprechung der allgemeinen gesellschaftlichen Sichtweisen) und eine sog. ,,relativische Objektivität" (als Idealvorstellung, die aber nicht erreichbar ist).70

In beiden Tätigkeitsbereichen [der Wissenschaft und des Journalismus] handelt es sich um vorläufige, intersubjektiv prüfbare Annäherungen an die Wahrheit. In diesem Sinne gibt es im Journalismus und in der Wissenschaft eine objektive Erkenntnis, die man in der Regel von Subjektiven Sichtweisen unterscheiden kann.71

Es gibt drei Modelle zur Definition von Realität: 1.Konstruktivismus: die ,,Realität" ist nur ein Konstrukt, das die Arbeitsbedingungen der Journalisten reflektiert. 2. Expressionismus: Die Realität existiert als zustimmungsbedürftige Bedeutungsgebung für Fakten, die bei Übernahme zur Realität werden. 3. Realismus: Jedes Medium hat seine Realität, die im Vergleich zu anderen Realitäten erkannt werden kann.72

Ein wichtiger Begriff der Zuschaueranalyse ist die ,,Schweigespirale" nach Noelle-Neumann. Diese Theorie geht davon aus, daß die Medienrezipienten ihre Bereitschaft zur Äußerung der eigenen Meinung danach orientieren, ob sie in momentane `Meinungsklima' paßt. Weiter wird damit angenommen, durch das Verschweigen einer gegenläufigen Meinung würde die Tendenz der Mehrheitsmeinung noch verstärkt.73Als Beispiel mag da die aktuelle Situation in Jugoslawien dienen. Meinungen, die gegen Kriegseinsätze sind, werden kaum vermittelt, noch umgesetzt, obwohl nicht anzunehmen ist, daß diese Maßnahmen vorbehaltlos geteilt werden. Doch dieser Effekt ist nicht als Passivität zu verstehen. Das dynamische Verständnis des Prozesses der Meinungsbildung läßt den Rezipienten aus seiner passiven Rolle des direkt beeinflußten heraustreten und beachtet die Abläufe, die durch die Informationsinitialisierung entstehen. So wird durch ein soziologisch nachvollziebares Verhaltensmuster auch ein Stück ,,Realität" geschaffen, obwohl bestimmte Teile der Gesellschaft damit nicht einverstanden sind. Mit Hilfe sogenannter Netzwerkanalysen, die den Kontext der Rezipienten berücksichtigen, soll hier die wissenschaftliche Analyse von Meinungsbildung vorantreiben werden.74Ergebnis dieser Bemühungen ist die Feststellung einer hohen ,,Meinungskongruenz" bei massenmedial vermittelten Politikinhalten in der Bevölkerung. Sie wird mit der Annahme begründet, durch interpersonale Kommunikation würde eine solche Meinungskongruenz angestrebt.75

Neben der Medienberichterstattung spielt interpersonale Kommunikation für den Meinungsbildungsprozeßnach wie vor eine wichtige Rolle bei der Politikvermittlung.76

Was nun Wirklichkeit genau ist, mag eine philosophische Fragestellung sein. Der Begriff wird bei genauerem Hinsehen zu einem diffusen Sammelsurium der Perspektiven.

(...) wird es immer schwieriger, persönliche Primärerfahrungen und mediale Sekundärerfahrungen auseinanderzuhalten.77

Tatsache ist, daß man unter den Vorzeichen der Fragestellung dieser Arbeit echte ,,Wirklichkeit" nur als das Gesamtbild der verschiedenen Wirklichkeiten verstehen sollte, die Politik, Medien und Rezeption generieren.

4.3 Medienkompetenz

Durch die zunehmende Fragmentierung der Medienlandschaft und der damit verbunden Diversifizierung des Angebots, daß unter Umständen nur eingeschränkte Perspektiven auf die Umwelt ermöglicht, tritt der Rezipient in seiner Entscheidung immer mehr in den Vordergrund. Als Fernsehkonsument akzeptiert er nicht bloß, was ihm vorgesetzt wird, er wählt nach seinen Prinzipien und aktuellen Bedürfnissen aus. Der rational choice-typus78, der nach eigenem Für und Wider Entscheidungen fällt, findet deshalb auch immer stärkere Berücksichtigung bei Wahlkampagnen, die immer mehr auf den mehrheitsbringenden Wechselwähler und nicht auf die angestammte Klientel setzen.

Die Wissenschaft präzisiert diese Herausforderung, mit den Medien in einer technisch und inhaltlich effektiven Art und Weise umzugehen, die wichtige von unwichtigen Informationen unterscheidet und eventuelle Manipulationen erkennen kann, als Medienkompetenz. Es wird unterschieden zwischen erstens der Sachkompetenz, die eine technische Beherrschung des Mediums beschreibt, zweitens der Selbstkompetenz, die auf persönichkeitsbezogene Grundfähigkeiten wie reflexive Medienrezeption, Differenzierbarkeit von Realität und Fiktion usw. abhebt und drittens der Sozialkompetenz, die die sozial angemessene Nutzungsfähigkeit von Medien beschreibt.79Doch gibt es auch die Meinung, daß der Begriff der Medienkompetenz zwar gut zu gebrauchen ist, aber aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr als ein Schlagwort sein kann, da es nicht operationalisierbar ist:

Da die modernen Medien nicht nur ein Bestandteil unserer Gesellschaft, sondern für sie konstitutiv sind, liegt auf der Hand, daßder kompetente Umgang mit ihnen hochkomplexe Qualifikationen unterschiedlichster Art erfordert. Ebensolche sind aber nur erfahrungswissenschaftlich nicht zu bestimmen.80

In der Tat wird mit Hilfe von Untersuchungen kritisiert, daß an den Brennpunkten der Medienerziehung, den Schulen, fast 90% aller sogenannter Medienerziehung auf ,,punktuelle Projekte, etwa im Rahmen von Aktionstagen" handelt.81Spöttisch fragt der Kommentar:

Würden Sie Ihren Kindern einen Mangel an ,,Märchenkompetenz" attestieren, wenn sie sich nach der Lektüre von ,,Hänsel & Gretel" nicht mehr zu einem Spaziergang durch den dunklen Waldüberreden lassen?82

Doch diese Polemik verdeutlicht, wie prägend ein einzelner Begriff auf ein Thema wirken kann: Manipulation und Marketing wo Information und Hintergrund vermittelt werden sollten, ist Alltag in einem so Vielschichtigen Medium wie dem Fernsehen, abhängig von der eigenen Rezeption. Doch diese Schulung scheint sich bisher vorwiegend nur im persönlichen Bereich zu vollziehen, obgleich es immer wichtiger wird, Medien auch mediengerecht zu beurteilen.

Insgesamt wird der individuellen Medienkompetenz, dem Medienrezipienten also, mit dem Ende der Dominanz weniger Anbieter und angesichts einer zunehmend unübersichtlichen Angebotsvielfalt in Zukunft eher mehr Gewicht zukommen.83

Es geht an dieser Stelle nicht darum, Urteile zu fällen, sondern um die Darstellung der verschiedenen Elemente der Medienrezeption. Sie ist ,,konstitutiv" für unsere Gesellschaft (s.o.) und sie wird über die Kompetenz hinaus auch von einer gewissen Moral begleitet.84Es geht dabei nicht um die Ethik der Medien selbst, sondern um die Ethik der Mediennutzung.85 Sicher ist jedenfalls, daß der Bogen von der Struktur über die Präsentation und Arbeitsweise der Medien genau dort endet, wo auch diese Arbeit zu einem vorläufigen Ende kommt. Der Rezipient ist das Ziel, insbesondere der politischen Information und Einflußnahme. Hier kommen alle beteiligten Faktoren (Politiker, Journalisten, Lobbyisten, TV-Produzenten) zu einem wie auch immer gearteten Ergebnis. Geforscht wird viel, erforscht ist noch wenig:

Auch in immer komplexeren Gesellschaften konstruieren sich die Menschen demnach ihr Bild von der Wirklichkeit vor allem in Gesprächen mit der Familie, mit Freunden, Bekannten oder Kollegen am Arbeitsplatz. Damit werden aber auch alle Strategien im Produktionsprozeßvon Fernsehnachrichten gleichzeitig relativiert: (...) was der Zuschauer sieht und hört, wird er [in] keinem Fall für bare Münze nehmen, sondern zunächst mit seinen Mitmenschen besprechen und erst anschließend seine Meinung bilden.86

5. Fazit

TV ist nicht nur Medium, d.h. Überbringer der Welt, sondern gleichzeitig auch der Kreator einer eigenen Welt, ein im konkreten Sinn zentraler politischer Faktor mit eigenen Gesetzlichkeiten.87Aus diesem Grund ist es offensichtlich, daß Medien - und hier insbsondere das Fernsehen als besagtes `Leitmedium' - wegen ihrem Einflußpotential immer wieder kritisch hinterfragt werden müssen.

Es wäre falsch, die beschriebenen Entwicklungen und Zusammenhänge wieder rückgängig machen zu wollen. Roman Herzog, der von einer ,,flächendeckenden Volksverdummung" spricht, die man sich im Interesse einer funktionierenden Demokratie nicht lange erlauben könne88, greift zu kurz. Immerhin setzt diese Einschätzung voraus, das ,,Volk" sei ,,zu einem früheren Zeitpunkt intelligenter gewesen - eine historisch gewagte These."89 Das Problem, das an mehreren Stellen dieser Hausarbeit deutlich geworden ist, liegt in den zwar nachvollziehbaren Interpretationen medialer Entwicklungen und Tendenzen. Doch kann in einem so komplexen System nicht mehr von einer leicht überprüfbaren linearen Veränderungsfunktion ausgegangen werden. Die einzelnen Faktoren, die hier beschrieben wurden, unterliegen einer zunehmenden Strukturverflüssigung90, die in verschiedenen Situationen verschiedene Funktionen ausfüllen können. An Forschungsbedarf besteht also kein Mangel.

Aus der Perspektive der Rezipienten muß das Medium Fernsehen von einem eigenen kritischen Verständnis der gebotenen Information begleitet werden. Zwar greifen singuläre medienpädagogische Aktionen zu kurz, doch handelt es sich hier nicht um eine Aufgabe weniger, sondern stellt die kritische Rezeption vor allem politischer Inhalte eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Es muß ein Klima für kritischen Umgang mit jeglicher medial vermittelten Information entstehen. Das wäre ein gesamtgesellschaftliches Ziel, das man getrost mit dem Begriff Medienkompetenz belegen könnte.91

Medienkompetenz zeigt ihre wirksamste Form, wenn sie als Teil der sozialen Kompetenz entwickelt wurde.92

Aus der Perspektive der politischen Akteure stellt sich die Frage nach dem Umgang mit dem status quo, der als ,,Schaltplan" beschrieben wurde (Peter Glotz), in dem man sich orientieren müsse. Das damit keine einfachen Ein/Aus-Funktionen gemeint sind, ist klar. Das Medium Fernsehen ist weit davon entfernt, in seinen Wirkungen und Möglichkeiten beherrschbar zu sein.

Inwieweit Richtung und Qualität dieser revolutionären Umwälzungen politischüberhaupt gesteuert werden können, dazu gibt es auch bei Experten eine eher skeptische Einschätzung. Um so mehr wird es eine unserer wichtigsten kulturellen und politischen Zukunftsaufgaben sein, sich der emanzipatorischen Chancen dieses ,,Schaltplanes" für eine demokratieförderliche Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft und damit für eine Modernisierung demokratischer politischer Kultur zu bedienen.93

Das plumpe lamentieren über die zunehmende Mediatisierung der Politik ist zu oberflächlich und rückwärtsgewandt. Politik erfüllt eine Marktfunktion und reagiert auf Nachfrage in den Grenzen des politischen Systems. ,,Politik ist eben nichts anderes als die Resultante aus einem gesamtgesellschaftlichen Kräfteparallelogramm"94Schlußendlich bedeutet dies, daß jeder der beteiligten Faktoren seine Mittel und Möglichkeiten entwickeln wird, mit der oben schon erläuterten ,,Wirklichkeit" umzugehen. Und obwohl die letztendliche Autorität in dieser Problematik die Gesellschaft ist, sind Medien und Politik durchaus ,,in der Lage, vor allem im Zusammenspiel, teilweise auch in Konkurrenz, eine gewisse Eigenmacht, die ihnen theoretisch bereits weggenommen worden ist, zurückzuerobern."95

6. Literatur

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DIE ZEIT Nr.46, 07.11.1997, Ansichten, Medienseite.

DER SPIEGEL Nr. 52/94, Eine schöne Schlappe, S.67-69.

DER SPIEGEL Nr.20/96, Stakkato des Schreckens, S.130-35.

DER SPIEGEL Nr. 29/96, Das entfesselte Fernsehen, S.22-34.

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Süddeutsche Zeitung, 09.06.97, GfK verfolgt globale Strategie, S.22.

Süddeutsche Zeitung, 02.09.97, Blinde Flecken b.d.Selbstkontr., S.12.

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Süddeutsche Zeitung, 13.11.98, ,,Wir werden vorab gebunden", S.19.

Tageszeitung, 10.10.1995, Mit Lizenzen auf du und du. S.12.

[...]


1 Media Perspektiven Basisdaten 1998.

2 DIE ZEIT Nr.33, 08.08.97, Medienseite.

3 Media Perspektiven 2/99, S.89.

4 GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) 1998.

5 Art. 73, Nr.7. und Art 87 Abs.1 GG.

6 Stuiber, Heinz-Werner, Medien in Deutschland, Bd.2, Teil 1, Konstanz 1998, S.217.

7 Ebenda.

8 Media Perspektiven 2/99, S.89.

9 DIE ZEIT Nr.29, 12.07.1996, Medienseite.

10 Medienspiegel (Beilage) 29/97, S.2-3.

11 Hartstein, Reinhard u.a. Rundfunkstaatrsvertrag, Kommentar zum Staatsvertrag der Länder zur Neuordnung des Rundfunkwesens, München 1989, S.611f.

12 Stoiber, Edmund und Biedenkopf, Kurt. Thesen zur Strukturreform des öffentlich- rechtlichen Rundfunks. In: Die Organisationsstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der aktuellen Diskussion von Manfred Kops und Günter Sieben (Hrsg.), Berlin 1996. S.121- 129.

13 von der Horst, Rudger. Aufbalsbare Gummi-Filme - Sittenwidrige Manipulation oder gelenkte Version? In: Zeitschrift zum Urheberrecht (ZUM) 4/1994, S. 239-243.

14 Bremer, Eckhard u.a.. Der Rundfunk in der Verfassungs- und Wirtschaftsordnung in Deutschland, Baden-Baden 1992, S.48.

15 Schatz, Heribert. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlußfolgerungen für die Theoriebildung und weitere Forschung. In: Fernsehen als Objekt und Moment des sozialen Wandels von Heribert Schatz (Hrsg.), Opladen 1996, S. 374f.

16 Süddeutsche Zeitung, 13.11.98, S.19

17 Stock, Martin. Rundfunkrechtliche Konzentrationskontrolle - Altes und Neues. In: Zeitschrift zum Urheberrecht (ZUM) 4/94, S.206ff.

18 Hartstein, Reinhard u.a.-(Fußnote 11), S.668.

19 Quelle: Funkkorrespondenz 1/99, S.17f.

20 Krönes, Gerhard. Finanzbedarf öffentlichen Rundfunks und Festsetzung von Rundfunkgebühren. In: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen (ZögU), 1/96, S. 31f.

21 Ebenda, S.36f.

22 Hartstein, Reinhard u.a. (Fußnote 11), S.730.

23 TAZ 10.10.1995, S.13

24 DER SPIEGEL Nr. 29/1996, S.26.

25 DIE ZEIT Nr.29, 12.07.1996, Medienseite.

26 Paschke, Marian. Medienrecht, Berlin 1993, S.14.

27 Media Perspektiven Basisdaten 1998.

28 Süddeutsche Zeitung, 02.09.97, S.12.

29 Deutscher Presserat (http://www.presserat.de/statistik.html)

30 Bamberger, Heinz-Georg. Einführung in das Medienrecht, Darmstadt 1986, S.11.

31 Sarcinelli, Ulrich. Mediale Poltitikdarstellung und politische Kultur. In: Gewerkschaftliche Monatshefte (GMH) 5/96, S.270.

32 Burckhart, R. Kommunikationswissenschaft, Wien 1995.

33 Schenk, M. Medienwirkungsforschung, Tübingen 1987, S.194.

34 Ebenda, S.197.

35 McComps, M.E., Shaw, D.L. The Evolution of Agenda-Setting Research. In: Journal of Communications 43(2), 1993, S.18.

36 Brosius, H.B. Agenda-Setting nach einem Vierteljahrhundert Forschung, Publizistik 3/94, S.278f.

37 Ebenda, S.271.

38 Paschke, Marian. Medienrecht, Berlin 1993, S.6.

39 Pfetsch, Barbara. Konvergente Fernsehformate in der Politikberichterstattung? Eine vergleichende Analyse öffentlich-rechtlicher und privater Programme 1985/86 und 1993. In: Rundfunk und Fernsehen 4/96, S.482.

40 Ebenda, S.482.

41 Ebenda, S.479

42 Quelle: Funkkorrespondenz 1/99, S.18.

43 Pfetsch, Barbara (Fußnote 39), S.479f.

44 Huh, Michael. Bild-Schlagzeilen - Wie das Fernsehen Nachrichten erfolgreich vermarktet, Konstanz 1996, .234.

45 Ebenda, S.236.

46 Jarren, Ottfried. Politik und politische Kommunikation in der modernen Gesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B 39/94, S.14.

47 Hennes, Michael. Der ,,CNN-Faktor". Wie das Fernsehen die Außenpolitik kolonisiert. In: Europäische Sicherheit 12/94, S.618/623.

48 Oberreuter, Michael. Mediatisierte Politik und politischer Wertewandel. In: Fernsehen, Aspekte eines Mediums von Michael Kunczik (Hrsg.), Köln 1990, S.174.

49 DER SPIEGEL Nr. 20/96, S.135.

50 Paschke, Marian. Medienrecht, Berlin 1993, S.15.

51 Ebenda.

52 Pelinka, Anton. Mächtige Medien -ohnmächtige Politik? S. 307.

53 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bilder die Lügen, Begleitbuch zur Ausstellung, Bonn 1998, S.40.

54 Mermin, Jonahan. Television News and American Intervention in Somalia: The Myth of a Media-Driven Foreign Policy. In: Political Science Quarterly 3/97, S.385ff.

55 Ebenda, S.27.

56 Kepplinger, Hans Mathias. Abschied von der Objektivität, Information und Realität. In: Die Zukunft des Fernsehens - Beiträge zur Ethik der Fernsehkultur von Dieter Stolte (Hrsg.), Stuttgart 1996, S.33f.

57 Alt, Franz. Es gibt keine Objektivität oder: Nur Gott ist objektiv. In: Die Zukunft des Fernsehens - Beiträge zur Ethik der Fernsehkultur von Dieter Stolte (Hrsg.), Stuttgart 1996, S. 34.

58 Sarcinelli, Ulrich (Fußnote 31), S. 278.

59 Sturm, Hertha. Die grandiosen Irrtümer des Neil Postman - Fernsehen wirkt anders. In: Fernsehen, Aspekte eines Mediums von Michael Kunczik (Hrsg.), Köln 1990, S.241.

60 Saxer, Ulrich. Die Publikumsforschung unter gewandelten Bedingungen. In: Fernsehen, Aspekte eines Mediums von Michael Kunczik (Hrsg.), Köln 1990, S.84.

61 DER SPIEGEL Nr. 29/98, Die GfK macht weiter, S.86.

62 Süddeutsche Zeitung, 09.06.97, Sieben Millionen Unbekannte, S.22.

63 Quelle: GfK (http://gfk.cube.net/website/fefo/fefo4.htm)

64 Süddeutsche Zeitung, 04.02.98, S.59.

65 DER SPIEGEL Nr.52/94, ,,Eine schöne Schlappe", S.69.

66 Büchner, Bernd. Fernsehzuschauerforschung im Überblick. In: Fernsehen, Aspekte eines Mediums von Michael Kunczik (Hrsg.), Köln 1990, S.96.

67 Ebenda, S.97.

68 Dichanz, Horst. Medienkompetenz: Neue Aufgabe politischer Bildung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte B47/95, S.30.

69 Alt, Franz. (Fußnote 57), S.31.

70 Kepplinger, Hans Mathias. (Fußnote 56), S. 25.

71 Ebenda, S. 33.

72 Ebenda, S.39.

73 Schenk, Michael. Mediennutzung und Medienwirkung als sozialer Prozeß. In: Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft von Ulrich Sarcinelli (Hrsg.), Bonn 1998, S.392f.

74 Ebenda, S. 396.

75 Ebenda, S.406.

76 Ebenda, S. 407.

77 Stolte, Dieter. Die Inszenierung der Wirklichkeit. Fernsehen am Wedepunkt. In: Die Zukunft des Fernsehens - Beiträge zur Ethik der Fernsehkultur, Stuttgart 1996, S.11.

78 Sarcinelli, Ulrich und Manfred Wessel. Mediale Poltikvermittlung, politische Beteiligung und politische Bildung: Medienkompetenz als Basisqualifikation in der demokratischen Bürgergesellschaft. In: Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft von Ulrich Sarcinelli (Hrsg.), Bonn 1998, S. 409.

79 Winterhoff-Spurk, Peter. Medienkompetenz: Schlüsselqualifikation der Informationsgesellschaft? In: Medienpsychologie 3/97, S.183.

80 Merkert, Rainald. Die Macht der Schlagworte. Anmerkungen zum Begriff Medienkompetenz. In: Funkkorrespondenz Nr.9/99, S.3.

81 Winterhoff-Spurk, Peter (Fußnote 79), S.186.

82 DIE ZEIT Nr.46, 07.11.1997, Medienseite.

83 Sarcinelli, Ulrich (Fußnote 31), S.272.

84 Winterhoff-Spurk, Peter (Fußnote 79), S.188.

85 Merkert, Rainald (Fußnote 80), S.4.

86 Huh, Michael (Fußnote 44), S. 248.

87 Sacrinelli, Ulrich (Fußnoe 31), S.269.

88 Süddeutsche Zeitung, 01.06.1996, S.26.

89 DIE ZEIT Nr.33, 08.08.97, Die Invasion der Bilder, Medienseite.

90 Schatz, Heribert (Fußnote 15), S.379.

91 Dichanz, Horst (Fußnote 68), S.35.

92 Ebenda, S.39.

93 Sacrinelli, Ulrich (Fußnote 31), S.280.

94 Plinka, Anton. (Fußnote), S.305.

95 Plinka, Anton. (Fußnote), S.310.

22 von 22 Seiten

Details

Titel
Politik und Fernsehen
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
sehr gut
Autor
Jahr
1999
Seiten
22
Katalognummer
V94988
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Grobe Zusammenfassung aller beteiligten Faktoren, Überblick, Zahlen und Strukturen, Literaturhinweise
Schlagworte
Politik, Fernsehen, Hauptseminar, Köln
Arbeit zitieren
Torsten Fischer (Autor), 1999, Politik und Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/94988

Kommentare

  • Gast am 20.7.2000

    soso.

    MOin.
    Ich fand die HAusarbeit sehr gut. Einige Textausschnitte kamen mir zwar bekannt vor, als hätte ich sie schon einmal im internet gelesen, aber die Daten wurden sehr gut zusammengestellt.
    Das ganze Ding ist etwas langatmig, aber trotzdem -Respekt!
    Gruß, LJ

  • Torsten Fischer am 6.8.2000

    Re: soso.

    Dat is allet orischenaal, mei Libbes!!! Zitate sind alle angegeben.

    Vielen Dank für das Kompliment.

  • Gast am 6.8.2000

    mampf.

    Die Daten sind mittlerweile etwas veraltet... Wer meine Arbeit nutzt, kann mir ja mal eine eMail schicken.

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Titel: Politik und Fernsehen



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