Die Digitalisierung ist mittlerweile aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Dabei hält sie nicht nur Einzug in die Produktionsprozesse. In den meisten Unternehmen sind vielmehr die Bereiche Rechnungswesen und Controlling Bestandteil der Digitalisierungsstrategie. Es geht vor allem um die Digitalisierung des Reportings, denn viele Unternehmen sind mit ihrem derzeitigen Reporting-Prozess unzufrieden.
Wie können Unternehmen den Aufwand im Reporting reduzieren? Welche Optimierungsmaßnahmen gibt es im Rahmen von Reporting 4.0? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das Controlling? Und inwieweit verändert sich die Rolle des Controllers durch die Digitalisierung?
Diese Publikation beleuchtet die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Controlling in Unternehmen. Dabei erläutert sie, welche Herausforderungen sich für den Beruf des Controllers ergeben und welche neuen Kompetenzen für die Bewältigung nötig sind. Mit Fokus auf das Mangement Reporting leitet sie Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab, mit denen diese ihr Controlling optimieren können.
Aus dem Inhalt:
- Business Intelligence;
- Big Data;
- Industrie 4.0;
- Business Analytics;
- Management Reporting
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Methodik
2 Digitalisierung im Controlling
2.1 Definition der Digitalisierung
2.2 Grundlagen und Begriffe der Digitalisierung
2.3 Auswirkungen der digitalen Transformation auf das Controlling
2.4 Zukünftiges Rollenverständnis und Kompetenzmodell des Controllers
3 Management Reporting
3.1 Definition
3.2 Ziele und Funktionen vom Reporting
3.3 Die klassischen Schritte im Reporting
3.4 Berichtsarten
3.5 Herausforderungen und Probleme im Reporting
4 Reporting 4.0
4.1 Datensammlung
4.2 Datenaufbereitung
4.3 Datendarstellung/ Berichterstellung
4.4 Datenanalyse
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Controlling mit einem speziellen Fokus auf das Management Reporting. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen den Aufwand in Reporting-Prozessen durch moderne Ansätze reduzieren können und wie sich das Rollenbild des Controllers im digitalen Wandel verändert.
- Grundlagen der Digitalisierung und ihre Einflüsse auf das Controlling.
- Analyse der klassischen Reporting-Prozesse und deren Herausforderungen.
- Einführung in Konzepte des "Reporting 4.0" (Datensammlung, -aufbereitung, -analyse).
- Rollenprofile des Controllers (Business Partner, Pathfinder, Data Scientist).
- Optimierungsmöglichkeiten durch Technologien wie Robotic Process Automation (RPA) und Self-Service Reporting.
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Excel als Standardsoftware
Excel ist noch immer das weit verbreitetste und beliebteste Analysewerkzeug in den Unternehmen und zwar unabhängig von der Unternehmensgröße. Dies ist vor allem deshalb beeindruckend, da es schon längst neue immer professioneller werdende Analysetools gibt. Der Hauptgrund dafür ist, dass Excel extrem preiswert ist. Die Anschaffungskosten sind sehr gering und Kosten für Wartung oder ähnliches fallen nicht an; äußerstenfalls für Updates. Das fehlende Know-how über neue Analysetools und Motivationsmangel für Neuerungen können weitere Gründe sein. Nachfolgend werden einige Punkte aufgezeigt, die für und gegen den Einsatz von Excel im Controlling sprechen.
Was für Excel spricht:
1. Schneller Einstieg
Selbst ohne große Vorkenntnisse kann man Excel sofort anwenden. Dabei liefert Excel eine relativ intuitive Nutzerführung und verfügt bei Bedarf über eine Hilfefunktion.
2. Hohe Flexibilität und schnelle Anpassbarkeit
Zentraler Vorteil von Excel ist die hohe Flexibilität. Eine Reporting-Struktur kann schnell erstellt, verändert oder angepasst werden.
3. Einfache Visualisierung von Ergebnissen
Mit geringem Aufwand können Daten, Zahlen und Auswertungen visualisiert werden, so dass zentrale Aussagen auf einem Blick erkennbar sind. Hier muss man allerdings anmerken, dass Excel stark begrenzt ist und sich neben Pivot-Tabellen lediglich einfache Grafiken erstellen lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung für das Controlling ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2 Digitalisierung im Controlling: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Digitalisierung wie Big Data, Business Intelligence und Business Analytics definiert und deren konkrete Auswirkungen auf das Controlling beleuchtet.
3 Management Reporting: Dieses Kapitel definiert das Management Reporting, erläutert dessen Funktionen und Zielsetzungen sowie die klassischen Prozessschritte und bestehenden Herausforderungen in der heutigen Praxis.
4 Reporting 4.0: Hier werden moderne Lösungsansätze für das Reporting, wie die Reporting Factory, Self-Service Reporting und Robotic Process Automation, detailliert als Reaktion auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorgestellt.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Rolle des Controllers im digitalen Wandel zusammen und betont die Notwendigkeit, sich proaktiv neuen Aufgaben wie dem Business Partnering oder der Datenanalyse zu widmen.
Schlüsselwörter
Controlling, Digitalisierung, Reporting 4.0, Management Reporting, Business Intelligence, Big Data, Business Analytics, Datenaufbereitung, Reporting Factory, Self-Service Reporting, Robotic Process Automation, Data Mining, Predictive Analytics, Controller, digitale Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die Digitalisierung die Controlling-Funktion, insbesondere den Bereich des Managment Reportings, verändert und welche neuen Anforderungen sich daraus für Controller ergeben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der digitalen Transformation des Controllings, der Optimierung von Reporting-Prozessen, der Rolle des Controllers und dem Einsatz neuer Technologien wie RPA und Business Intelligence.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Unternehmen Reporting-Aufwände reduzieren und durch digitale Lösungen effizientere und aussagekräftigere Steuerungsinformationen gewinnen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Aufbereitung durch eine umfassende Literaturrecherche zu den Themen Digitalisierung, Reporting und Controlling-Prozessen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Digitalisierung, eine detaillierte Analyse der klassischen Reporting-Prozesse und die Vorstellung moderner Ansätze unter dem Begriff "Reporting 4.0".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Controlling, Digitalisierung, Reporting 4.0, Management Reporting, Business Intelligence, Business Analytics und Robotic Process Automation.
Welchen Stellenwert nimmt Excel laut der Untersuchung ein?
Obwohl es modernere Analysetools gibt, bleibt Excel aufgrund der niedrigen Kosten, des schnellen Einstiegs und der hohen Flexibilität weiterhin das meistgenutzte Standardwerkzeug im Controlling.
Was unterscheidet einen "Data Scientist" von einem klassischen "Controller"?
Während der Controller die geschäftliche Steuerung und Interpretation fokussiert, ist der Data Scientist darauf spezialisiert, Muster und Anomalien in komplexen, meist unstrukturierten Datenmengen operativ zu identifizieren.
Warum ist die "Reporting Factory" ein wichtiges Konzept?
Die Reporting Factory zielt darauf ab, standardisierte Reporting-Aufgaben zentral zu bündeln, um Skaleneffekte zu erzielen und die Controlling-Organisation von zeitintensiven Routineaufgaben zu entlasten.
Wie verändert RPA das Berufsfeld eines Controllers?
RPA ermöglicht die Automatisierung repetitiver Aufgaben. Dies zwingt den Controller, weniger Zeit in Datenmanuelle Arbeit zu investieren und sich stattdessen stärker auf Analyse, Beratung und die Rolle als Business Partner zu konzentrieren.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2021, Wie verändert sich die Rolle des Controllers im Reporting 4.0? Auswirkungen der Digitalisierung auf das Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/949924