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Kämpfen im Sportunterricht

Umsetzung des Bewegungsfelds "Mit und gegen Partner Kämpfen" aus Sicht der Lehrenden

Titel: Kämpfen im Sportunterricht

Examensarbeit , 2020 , 136 Seiten , Note: 13

Autor:in: Lukas Sonne (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Phänomen des Kämpfens ist schon weit vor der Schulzeit ein wichtiger Bestandteil in der kindlichen Entwicklung und Sozialisation. Durch das Ringen, Raufen, Balgen und Kämpfen suchen Kinder schon früh die direkte körperlich-seelische Form der Auseinandersetzung. Es ist ein freudvolles Kräftemessen, ein Umgang mit Distanz und Nähe sowie das Kennenlernen und Entdecken der eigenen Grenzen. Der sportliche Kampf zeichnet sich nach Binhack (1998) durch eine eigene Vitalität aus, die zum einen auf einem psychophysischen Ausleben von Kraftüberschuss, als auch auf einen Erwerb dessen abzielt. Gleichermaßen trägt das kämpferische Vitalsein den Aspekt des Erlebens und den des Leistens mit sich.

Der Einbezug des Kämpfens in die Lehrpläne der Bundesländer, macht die Tragweite des Kämpfens deutlich. Die normative Aufarbeitung des sportlich-spielerischen Kämpfens in der Sportpädagogik stellte eine Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme und Ausweitung des Kämpfens in den Sportlehrplänen der Bundesländer dar. Durch die aktuellsten Verabschiedungen von Lehrplänen wurden kampfsportübergreifende Zweikampfformen mittlerweile in fast alle schulischen Curricula verankert. Dadurch wird dem verantwortungsvollen Kämpfen ein hoher pädagogischer Wert beigemessen. Dabei entscheiden die Bundesländer selbst, in welchen Schulbereichen und Jahrgangsstufen die Thematik des Kämpfens obligatorisch oder fakultativ angeboten wird. Bei der Festsetzung kämpferischer Inhalte wird sich zu großen Teilen immer auf das „Ringen und Raufen“ bezogen.

Das „Ringen und Raufen“ ist keine Sportart an sich, wenn auch gewisse Verbindungslinien zum Ringen und Judo bestehen. Es ist ein komplexes Lernfeld, in dem durch eigenständiges, motiviertes, aktivierendes und sozialisierendes Verhalten gemeinsame Grenzerfahrungen gesammelt werden können. „Ringen und Raufen“ gibt Raum für spielerisches, experimentierendes und exploratives Handeln in der Schule. Neben den anderen Sportarten in der Schule setzt auch das Kämpfen im Sportunterricht eine professionelle Handlungskompetenz der Lehrkraft voraus. Inwieweit diese Kompetenz ausgeprägt ist und ob es eventuelle Unsicherheiten hinsichtlich der Umsetzbarkeit von Kämpfen im Schulsport aufkommen, soll im nächsten Kapitel thematisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problem- und Zielstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Das Phänomen Kämpfen

2.2 Kämpfen im gymnasialen Lehrplan Hessen

2.2.1 Pädagogische Begründung für das Bewegungsfeld Kämpfen im Lehrplan

2.2.2 Analyse des Lehrplans in Bezug auf das Bewegungsfeld Kämpfen

2.3 Empirischer Forschungsstand zum Thema Kämpfen

2.3.1 Wirkung von Kämpfen

2.3.2 Kämpfen im Sportunterricht

2.4 Kämpfen aus Sicht der Lehrenden

2.5 Fragestellungen und Hypothesen

3 Methodik

3.1 Untersuchungsdesign

3.2 Fragebogen

3.3 Untersuchungsdurchführung

3.4 Stichprobenbeschreibung

4 Ergebnisse

4.1 Deskriptive Auswertung der Ergebnisse

4.2 Hypothesentestung

4.3 Auswertung offener Antworten

4.3.1 Unterrichtsinhalte

4.3.2 Kompetenzen und positive Effekte

4.3.3 Herausforderungen, Probleme und Risiken

5 Diskussion / Fazit

5.1 Diskussion der Ergebnisse

5.2 Kritische Reflexion der eigenen Untersuchung

5.3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Umsetzbarkeit des Bewegungsfeldes „Mit und gegen Partner kämpfen“ im Sportunterricht aus der Perspektive der Lehrkräfte. Dabei wird erforscht, inwieweit individuelle Qualifikationen, Erfahrungen und Einstellungen von Lehrkräften die praktische Realisierung dieses Bewegungsfeldes in der Schule beeinflussen, um bestehende Unsicherheiten und mögliche Forschungslücken zu schließen.

  • Analyse der normativen Vorgaben im hessischen Lehrplan
  • Untersuchung des empirischen Forschungsstandes zum Kämpfen in der Schule
  • Erhebung der Einstellungen und Erfahrungen von Lehrkräften mittels Online-Fragebogen
  • Identifikation von Herausforderungen, Risiken und methodischen Hürden bei der Vermittlung
  • Ableitung von Schlussfolgerungen für die Lehrerbildung und Unterrichtspraxis

Auszug aus dem Buch

1.1 Problem- und Zielstellung

In der Sportpädagogik ist eine durchaus große Zahl an Beiträgen zur empirischen Aufarbeitung von Kämpfen im Schulsport zu finden. Das Interesse in der Forschung ist breit gefächert. Neben der normativen Aufarbeitung liegen vor allem Studien in Bezug auf die Gewaltprävention, die Koedukation und Untersuchungen von Kämpfen im Sportunterricht aus der Schüler-Perspektive vor. Einige Beiträge, die im Laufe dieser Arbeit noch beleuchtet werden, untersuchen diese Themengebiete und liefern Aufschluss über die Begründbarkeit des Kampfsportes im Schulsport, sowie dessen Perspektiven, Möglichkeiten, Chancen und Gefahren (vgl. Hartnack, 2013; Leffler; 2013; Liebl, 2013; Zajonc, 2011). Inwiefern jedoch die Umsetzung und Durchführung von Kämpfen im Schulsport seitens der Lehrkraft gelingt oder eventuell auch misslingt, vertieft keiner der erwähnten Beiträge. Auch die selbstständige Literaturrecherche, die zu diesem Zwecke durchgeführt wurde, konnte keine Ergebnisse hinsichtlich dieser Problemstellung liefern.

Resultierend aus dieser Forschungslücke wurde eine Problemstellung formuliert, die in der vorliegenden Arbeit behandelt wird. Der Untersuchungsgegenstand und somit auch der Titel der Arbeit „Umsetzung des Bewegungsfelds „Mit und gegen Partner kämpfen“ aus Sicht der Lehrenden“, befasst sich mit der, wie es scheint, unerforschten Situation in diesem Bereich.

Durch das neu aufgelegte Lehrplankonzept aus dem Jahr 2011 ist das Bewegungsfeld Kämpfen in den Lehrplänen der Bundesländer weitgehend verankert. Generell sind die Kompetenzbeschreibungen und fachdidaktischen Konzepte zum Sportunterricht undifferenziert formuliert. Es ist die Aufgabe der Lehrenden, diese in ihrem eigenen Unterricht zu konkretisieren. Besonders in dem jungen Bewegungsfeld Kämpfen kann es daher zu Schwierigkeiten bei den Lehrenden kommen. In dem Bewegungsfeld steht die fachspezifische Klärung noch am Anfang. Mehrdeutige Begriffe, unklare Formulierungen und unterschiedliche Praxisempfehlungen sind für viele alltäglich. Für eine konkrete und sichere Unterrichtsgestaltung sind die Lehrkräfte in diesem Bereich auf vorgegebene Methoden oder Materialien angewiesen, die jedoch nicht zwingend zu Verfügung stehen (vgl. Wiethäuper, 2017, S. 83).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Kämpfens im Schulsport ein, skizziert die Problemlage und begründet die Zielsetzung der Arbeit.

2 Theoretischer Hintergrund: Hier wird das Phänomen Kämpfen definiert, der hessische Lehrplan analysiert und der aktuelle Forschungsstand zum Thema Kämpfen im Schulsport sowie die Rolle der Lehrkraft beleuchtet.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Konzeption des Fragebogens sowie die Durchführung der Online-Befragung und die Beschreibung der Stichprobe.

4 Ergebnisse: Es folgt die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten, unterteilt in eine deskriptive Auswertung, Hypothesentestung und die qualitative Analyse offener Antworten.

5 Diskussion / Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion der eigenen Untersuchung sowie einem Ausblick für zukünftige Forschungen.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Kämpfen, Ringen und Raufen, Lehrerperspektive, Bewegungsfeld, Schulsport, Empirische Untersuchung, Lehrplan, Lehrerprofessionalität, Gewaltprävention, Zweikampfsport, Sportpädagogik, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Online-Befragung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung des Bewegungsfeldes „Mit und gegen Partner kämpfen“ im Sportunterricht aus der Sicht von Lehrkräften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Anforderungen an Sportlehrkräfte, deren eigene Erfahrungen mit Kampfsportarten, die Hürden bei der Unterrichtsplanung sowie die pädagogische Bedeutung von Kämpfen im Schulsport.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Umsetzbarkeit des Bewegungsfeldes Kämpfen zu analysieren und herauszufinden, ob Lehrkräfte aufgrund mangelnder Ausbildung oder fehlender Erfahrung Unsicherheiten bei der Thematisierung in der Schule haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer quantitativen, korrelativen Studie, für die eine Online-Befragung unter hessischen Sportlehrkräften durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung des Themas, eine methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse inklusive Hypothesenprüfungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das „Bewegungsfeld Kämpfen“, „Lehrerprofessionalität“, „Schulsport“, „Gewaltprävention“ und „Kompetenzorientierung“.

Warum spielt die Kampfsporterfahrung der Lehrkraft eine so wichtige Rolle?

Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte mit eigener Kampfsporterfahrung das Bewegungsfeld Kämpfen deutlich häufiger und sicherer in ihren Unterricht integrieren als fachfremde oder unerfahrene Lehrkräfte.

Welche Herausforderungen identifizieren die Lehrkräfte bei der Umsetzung?

Als größte Hürden nennen die Befragten mangelnde eigene Kompetenzen, unzureichende materielle Ausstattung, Ängste vor Verletzungen bei den Schülern sowie Schwierigkeiten bei der Regulierung des Körperkontakts.

Welche Rolle spielt der hessische Lehrplan?

Der Lehrplan verankert das Bewegungsfeld Kämpfen zwar obligatorisch, lässt jedoch viel Interpretationsspielraum, was bei unerfahrenen Lehrkräften zu Unsicherheiten in der konkreten Umsetzung führen kann.

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Details

Titel
Kämpfen im Sportunterricht
Untertitel
Umsetzung des Bewegungsfelds "Mit und gegen Partner Kämpfen" aus Sicht der Lehrenden
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Sportwissenschaften)
Note
13
Autor
Lukas Sonne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
136
Katalognummer
V950049
ISBN (eBook)
9783346289759
ISBN (Buch)
9783346289766
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport Sportunterricht Kämpfen Mit und gegen Partner kämpfen Ringen und Raufen Kampfsport Lehrerperspektive empirische Studie Kämpfen in der Schule Fragebogen Bewegungsfeld Mit und gegen Partner kämpfen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Sonne (Autor:in), 2020, Kämpfen im Sportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950049
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