Beachvolleyball. Struktur- und Belastungsprofil im Spiel und ihre Folgen für den Trainings-Plan


Examensarbeit, 1995

129 Seiten, Note: 1


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1. Vorwort

"Liebe Leser, Beach boomt,[...]" (in Beach Special, Beilage der DVZ 5/95, 2), "Be­achvolleyball - vom Sandkastenspiel zum Power-Boom" (Artikelankündigung in FIT FOR FUN Heft 8/95, 15), "Beachvolleyball hat die Chance, in die Fußstapfen von Tennis zu treten" (Artikelüberschrift in SPORTS Heft 9/95) oder "ein Urlaubs­spaß wird olympisch" (Kapitelüberschrift in Beach-Volleyball, O. KROHN 1994, 5). So oder ähnlich lauten die Schlagzeilen, wenn man zur Zeit diverse Sportmaga­zine oder andere Fachzeitschriften durchblättert. Beachvolleyball stürmt die Fern­sehstationen: Die Endspiele der deutschen Meisterschaften ´95 wurden live auf allen dritten Programmen und mit 15 min. Sendezeit in der ARD Sportschau übertragen. Aus Berlin wurde vom Turnier der World Series berichtet, DSF überträgt wöchentlich mit ca. 30 Minuten von den Highlights der AVP - Turniere und sogar lokale Fernseh- und Radiosender erkennen die Popularität und sind beim örtlichen Beachturnier dabei.

Manche sehen in der "neuen" Sportart nur eine Mode- und Trendsportart neben vielen anderen (Inline-Skating, Snake-Board, Street-Ball), welche aus den USA importiert wurden, und deshalb - so meint man - wird die Begeisterung bald ab-flauen. Es gibt zwei Gründe, daß sich diese Annahme über kurz oder lang nicht halten kann. Zum einen kann Beachvolleyball, anders als z.B. Street-Ball oder Street-Soccer auf eine Geschichte zurückgreifen, die schon vor über 70 Jahren begann. Hier möchte ich auf das Kapitel 2 - Interessantes über Beachvolleyball - verweisen. Zum anderen, ein wohl noch viel wichtigeres, bedeutenderes Ereignis, welches erklärt, daß Beachvolleyball nicht um sein Image kämpfen muß: Beachvolleyball wurde in das olympische Programm aufgenommen und ist 1996 in Atlanta offiziell vertreten.

Diese Arbeit entsteht im September `95 zu einem Zeitpunkt, an welchem die Be­achsaison ´95, in der ich aktiv mitgemischt habe, sich dem Ende zuneigt. Nur we­nige Tage nach der Rückkehr von einem beeindruckenden Saisonhöhepunkt der AVP-Tour, dem Turnier in Los Angeles Hermosa Beach um die US-Meister-schaften, bei welchem ich glücklicherweise als Zuschauer dabei sein durfte, wartet alles gespannt auf Savannah (dort wird das olympische Turnier ausgetra-gen). Viele Spieler stellen sich die Frage: Was wird uns die Saison ´96 alles bringen ?

Anfang dieses Jahres kaufte ich mir das Buch: Handbuch für Beachvolleyball von HÖMBERG/PAPAGEORGIOU. "Da es bisher leider nur vereinzelte Veröffentli­chungen gibt, allerdings ohne didaktisch-methodischen Ansatz [...], soll dieses Handbuch zur weiteren Entwicklung der Sportart beitragen, insbesondere im Hinblick darauf, daß es weltweit kein Lehrbuch für Beach-Volleyball gibt." (HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994, 8). 1994 erschien in Deutschland noch ein zweites Werk von O. KROHN. Im Gegensatz zu dem mehr wissenschaftlich ge­schriebenen Werk von HÖMBERG/PAPAGEORGIOU, unterlegt mit Untersu­chungen, Statistiken und einer breiten Auswahl an Drills geht es KROHN vorwie­gend darum, die Sportart selbst und seine Stars (international wie national) vor­zustellen. Dem Leser soll das gewisse Flair und Lifestile vermittelt werden. (Bezeichnend dafür ist auch der Name der Buchreihe, aus welcher es hervorgeht: Adventure Sports).

Fakt bleibt jedoch : In Deutschland gibt es bis jetzt nur zwei Bücher über Beach-volleyball. Das eine, ein Lehrbuch, wie es die Autoren auch selber bezeichnen, empfehlenswert für jene, die ganz nach oben kommen wollen. Das andere, für mich eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zu dem Lehrbuch, welches ein­fach zu lesen ist, quasi zum Relaxen zwischen den vielen Traininigseinheiten.

Da man sich bei den ersten sportwissenschaftlichen Untersuchungen am Anfang immer an den besten orientiert (HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994 an der inter-nationalen [USA] und nationalen Spitze und BRAMMERTZ 1993 ebenfalls an der nationalen Spitze), bleibt für den Rest zunächst verständlicherweise keine Zeit.

Beim Studieren des Handbuches Beach-Volleyball kam mir die Idee, Untersu­chungen für den unteren bis mittleren Leistungsbereich durchzuführen.

Meine Arbeit soll mit ihren Ergebnissen und den daraus resultierenden Trainings­empfehlungen eine Grundlage sein, damit der engagierte Freizeitspieler bis hin zum ambitionierten, aufsteigenden Sandspieler eine theoretische Grundlage be­sitzt, um seine Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können und sich optimal zu verbessern. Ich denke, daß auch ich mit meiner Arbeit einen kleinen Teil dazu beitragen kann, Beachvolleyball in Deutschland voranzutreiben, daß mit meinen Ergebnissen der mittlere Leistungsbereich gestärkt wird und somit eine noch qualitativ bessere Spitze entstehen mag, welche den zweifelsohne "zweitklas-sigen" Beachvolleyballsport (HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994, 8) in Europa näher an die Erstklassigkeit heranführt bzw. zur Weltspitze aufschließen kann.

2. Geschichte, Institutionalisierung und Regeln des Sportspiels Beachvolleyball

2.1 Die Entwicklung in den USA

Wo wurde das Kind Beachvolleyball geboren? Darüber streiten sich die "Sonny-boys aus Los Angeles" (offizielles Programmheft zu den Liptonice Beach-Masters 1994, 3) und die Brasilianer. Für Amerika sprechen jedoch die weitaus fundierte­ren Geschichtsaufarbeitungen (s.u.). Auch werden heute noch an den "Original-schauorten" von früher prestigeträchtige Turniere ausgetragen. Demgegenüber können die Brasilianer weniger dagegensetzen. Ich fand einzig und allein die Aussage: "Die Sonnenanbeter aus Brasilien sind sich sicher: Die Amis spinnen. An der Copacapana hat alles angefangen". Das konnte man im offiziellen Pro-grammheft zu den Liptonice Beach-Masters (1994, 3) lesen, welches eher auf einen Versuch hinweist, den wirklichen "Gründungsvätern das Ding zu klauen".

Auch ich gehe von Amerika als Mutterland aus, genauso wie die Autoren meiner Literaturquellen ( HÖMBERG/PAPAGEORGIOUI 1994, KROHN 1994, BARTH 1995 ), aus welchen ich im folgenden meinen Geschichtsüberblick zusammenge­stellt habe.

Die Recherche geht bis in das Jahr 1917 zurück, als in Los Angeles lediglich ein paar Sanddünen den Pazifik beobachteten. Am Manhattan Beach (der nichts mit New York zu tun hat) konnte man sich noch ein privates Grundstück kaufen. Der Strand entwickelte sich weiter zu einem Bade- und Erholungsort für die Bevöl-kerung von L.A. und das bis hinauf zum Santa Monica State Beach, der nur einige Kilometer nördlich liegt. Irgendwo auf diesen 30 km Strandabschnitt (genauer wird man es wohl nicht mehr lokalisieren können) geschah es eines Tages.

1920 spielte man in einem privaten Strandclub ein Spiel, daß man eher als Ball über die Schnur bezeichnen möchte, denn der heutige Bagger, Angriffsschlag und Block waren als Spieltechniken noch nicht bekannt (vgl. mit den Parallelen zum Hallenspiel). Man spielte das bis dahin bekannte Volleyball auf sandigem Untergrund. Wie in der Halle standen sich jeweils 6 Spieler gegenüber.

In den 30er Jahren entstand dann wegen Spielermangel die Form 4 gegen 4. Ob aus Lustlosigkeit oder wegen zu großer Anstrengung - genaueres wurde ebenfalls nicht überliefert. Dies war auch die Zeit, wo sich am Santa Monica Beach, nörd­lich des Santa Monica Piers, eine Beachszene fest etablierte.

So wurde dann 1948 am S.M. State Beach das erste Turnier ausgerichtet, das sich jährlich wiederholen sollte.

1960 fanden zum erstenmal die "Manhattan Beach-Open" statt. Dieses Turnier, welches auch heute noch stattfindet und für jeden Beachvolleyballfan ein Begriff ist, kann man als das traditionsreichste bezeichnen; quasi das "Wimbledon im Tennis", wie es KROHN 1994 bezeichnet. Heute ist das Turnier in Manhattan Beach, neben den US - Meisterschaften in Hermosa Beach, eines der prestige­trächtigsten und wichtigsten Turniere.

1968 wurde das bis heute längste Match ausgetragen. Das Finale der bereits erwähnten "Manhattan Beach-Open" dauerte 7½ Stunden. Ein 5-Satz Krimi, der im Scheinwerferlicht parkender Autos zu Ende gespielt wurde. Bleibt zu ergänzen, daß bis dato noch keine Angriffstechniken bekannt waren, welche die Ballwechsel heutzutage erheblich verkürzen.

In den 60er Jahren erlebte das Beachvolleyball einen Aufschwung, vergleichbar mit dem, wie wir es heute erleben. Das Spiel wurde attraktiver, das Technikreper­toire wurde erweitert. Gene Selznick führte am Strand den Angriffsschlag ein, oder besser gesagt, er brachte den Angriffsschlag von der Halle mit an den Strand. Ron von Hagen entwickelt den Bagger zur Annahme des Aufschlages.

Anders als heute blieben die Stars von damals wie Mike O´Hara und Mike Bright (die ersten Sieger der Manhattan-Beach-Open 1960), Jim Menges und Greg Lee, (US-Open Sieger 1976), Rundle/Bergmann (Gewinner des Rekordendspieles 1968), Ron von Hagen und Gene Selznick der breiten Öffentlichkeit doch recht unbekannt. Dabei ging es noch lange nicht ums große Geld, sondern um Bier (Six-Packs) oder ein Essen im benachbarten Restaurant und auf jeden Fall um die Gunst der kalifornischen Strand-Girls.

Die Welle des Aufschwungs hielt an - ja wurde geradezu noch verstärkt, als 1970 Volleyball (Hallenvolleyball) ins amerikanische Hochschulprogramm aufgenom­men wurde. Dies steigerte den Bekanntheitsgrad der Sportart erheblich, denn die
jungen Studenten wollten ihr erworbenes Können nicht nur der Damen­welt am Strand demonstrieren.

1976 kam die Siegprämie hinzu. In Santa Monica wiederum fand das erste Tur­nier statt, bei dem es um $ 5000 US-Dollar ging. Beachvolleyball entwickelte sich ab diesem Zeitpunkt konstant zu einem millionenschweren Sportbusiness.

Die Ausbreitung der Turniere auf dem ganzen Kontinent vollzog sich 1982, nach­dem man in Florida das erste Turnier außerhalb Kaliforniens gespielt hatte. Andere Turniere folgten und die Organisation "Event Concepts" war es, die erst-mals eine Serie von 12 Turnieren ausrichtete. Nachdem "Event Concepts" jedoch mehrmals die Spielregeln änderte und den Spielball wechselte, fühlten sich die Spieler verschaukelt und forderten zumindest höhere Preisgelder. Dies wurde aber nicht gewährt, genauso wie die anschließende Forderung der Spieler, einen Blick in die Geschäftsbücher werfen zu dürfen. Dies führte dazu, daß die besten Spieler das Turnier um die Weltmeisterschaften bestreikten.

Am 21.7.1983 wurde zusätzlich eine Spielergewerkschaft nach dem Tennisvorbild ATP (entstanden: 1972) gegründet. Die ASSOCIATION of VOLLEYBALL PROFESSIONALS (kurz AVP) war geboren. Die damalige Weltmeisterschaft wurde mit zweitklassigen Spielern ausgetragen. Die verärgerten Hauptsponsoren Jose Cuervo und Miller-Beer, welche kurz vorher ins Beachgeschäft eingestiegen waren, wendeten sich der neu gegründeten AVP zu. Die kommerzielle Entwicklung des Spiels konnte weiter vorangetrieben werden.

1983, im Gründungsjahr der AVP, wurden dann noch 13 Turniere mit durch-schnittlich $10.000 Preisgeld gespielt.

Um das Beachvolleyball noch medienfreundlicher gestalten zu können, führte man 1991 die Time Clock ein. Eine effektive Spielzeit von 8 Minuten wurde festgelegt. Die absolute Spielzeit blieb somit überschaubar, Marathonmatche konnten vermieden werden und Turniere (v.a. Endspiele) konnten fernsehgerecht geplant werden.

Die AVP schaffte es die Tour bis 1993 auf 25 Turniere mit einer Gesamtdotierung von insgesamt $ 3 Millionen auszuweiten. Mittlerweile zählt die AVP 25 Ange-stellte, die mit 3 Trucks wöchentlich von Turnierort zu Turnierort reisen.

1993 war auch das Jahr, in welchem im New Yorker Madison Square Garden das erste Beach-Hallenturnier (!) stattfand.

Anfang 1994 wird Beachvolleyball ins olympische Programm aufgenommen.

Die Saison 1995 war die bisher größte mit insgesamt 24 Outdoor- und 4 Indoor­turnieren. Die Freiluftwettbewerbe gingen dabei von Ende März bis Ende Sep­tember (24 Turniere in 6 Monaten !).

2.2 Beachvolleyball erobert Deutschland

Es blieb nicht aus, daß Beachvolleyball, wie so viele andere Sportarten aus Amerika, die "Strände" Deutschlands erreichte. Als Quellen für die noch junge Geschichte in Deutschland zog ich wiederum KROHN 1994, HÖMBERG/ PAPAGEORGIOU 1994 und zusätzlich noch MEYNDT 1994 heran.

Die ersten Strandvolleyballer wurden kurz nach der Olympiade 1972 (in München) gesichtet. Bekanntlich erfuhr Volleyball (in der Hallenversion) danach einen enormen Aufschwung und seine Beliebtheit nahm stark zu. Es dauerte nicht lange bis die ersten das Spiel auch an den deutschen Stränden ausprobierten. Doch es blieb bei der bekannten Variante 6:6 und das mehr als Zeitvertreib und Urlaubsspaß.

1988, Gott sei es gedankt, erkannte ein Fachmann, daß sich mehr hinter der Sportart verbirgt. Stelian Moculescu, der damalige Bundestrainer der deutschen Volleyballnationalmannschaft, schickte seine Spieler zu Trainingszwecken auf den Court. Doch die ersten Gehversuche auf deutschem Boden blieben leider un-beachtet. Außerdem richtete er eine Turnierserie ein, die sogenannten Beach-Cups, welche auch heute noch Bestand haben.

1990 starteten erstmals 2 Herrenmannschaften bei verschiedenen Turnieren der World Series[1].

Beachvolleyball blieb bis zu diesem Zeitpunkt in Deutschland unbekannt, jedoch wurde nach dem Motto gehandelt: Kommt der Zuschauer nicht an den Strand, muß der Strand eben zu den Zuschauern gebracht werden. Im Klartext: ab jetzt fanden immer mehr Turniere auf Sandplätzen statt, die in Städten auf Markt- oder Parkplätzen aufgeschüttet wurden.

Ab 1991 wurde der bis dahin nur tatenlos zuschauende DVV hellhörig. Er über­nimmt die Organisation von insgesamt 4 Turniere.

Im Jahre 1992 konnte die Turnieranzahl auf 7 sogenannte Masters gesteigert werden. Außerdem fanden die ersten deutschen Meisterschaften im Strandbad Damp 2000 vor 800 Zuschauern statt. Im gleichen Jahr startete die erste Damen­mannschaft bei einem Turnier der World-Series.

1993 schaffte Beachvolleyball den Durchbruch bei den Zuschauern, als insge­samt 20 000 am Timmendorfer Strand die deutschen Meisterschaften sahen.

Die Anzahl der Turniere wurden 1994 auf 16 Beach-Cups, 8 Masters und die deutschen Meisterschaften gesteigert. Mit dem Hauptsponsor Liptonice konnte man das Gesamtpreisgeld auf 200 000 DM steigern. Das bedeutet eine Ver-doppelung gegenüber 1993.

1995 konnte die Deutschlandserie noch einmal vergrößert werden: 24 Beach-Cups, 9 Masters, dt. Meisterschaften und 1 King of the beach Turnier[2].

2.3 Auch in Bayern etabliert sich die neue Sommersportart

Nachdem 1991 der DVV auf Beachvolleyball aufmerksam geworden ist, hielt er die Landesverbände dazu an, interne Turniere und Landesmeisterschaften aus­zurichten. Ab 1994 wurde neben dem Beach-Cup in Nürnberg und dem Masters in München vom BVV eine bayerische Turnierserie mit abschließenden bayeri­schen Meisterschaften eingerichtet, um den Popularitätsgrad der Sportart weiter zu steigern. Während es bei Masters und Beach-Cups um Punkte für die deut­sche Rangliste geht, werden bei den 6 bayerischen Turnieren Punkte für die bayerische Rangliste vergeben. Die besten Teams spielen am Ende in einem eigenen Turnier um den bayerischen Meistertitel.

2.4 Charakterisierung einer Sportart mit Urlaubsambiente

Die Varianten des Beachvolleyballs, ob 2:2 (so auch bei Olympia), 4:4 oder 6:6 haben alle eines gemeinsam. Es wird auf einem Untergrund gespielt, auf dem sich sonst in der Regel die Handtücher der Urlaubsgäste befinden. Als Beklei­dung reichen oft die Badesachen oder eine Shorts, so wie man sich eben im Ur­laub bewegt. Heizt einem dann noch die Sonne so richtig ein und spielt man an einem richtigen Strand oder vielleicht in einem Freibad, wo nebenan schon das kühle Naß nach getaner Arbeit auf einen wartet, dann ist die Mischung aus Spiel, Spaß, Arbeit und Erholung perfekt. Häufig hört man auf die Frage, "wie würdest Du Beachvolleyball beschreiben ?", die mit wenigen Worten auf einen Nenner gebrachte Antwort. Beachvolleyball ist eine "Kombination von Strand, Sonne, Meer, athletischen Spielern und weiblichen Fans" (HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994, 16).

In Amerika verkörpert der regelmäßig Spielende und Trainierende nach außen hin eine Art Lifestile; sozusagen eine Sportart für Lebenskünstler wie sie von vie­len auch genannt wird (KROHN 1994, 44; BARTH 1995, 94): Arbeiten und doch Erholung, Freizeit und nebenbei den Job. Schon längst hat sich die Beklei-dungsindustrie das begehrte Objekt Beachvolleyballer "unter den Nagel geris­sen", und der sogenannte Volley-Look gehört genauso dazu, wie der Sand zum Spielfeld. Erkennt man den Beachvolleyballer doch sofort an seinen Hosen, egal ob bunt oder einfarbig. Auf seinem "Hinterteil" prangert der Schriftzug seiner Klei­dermarke, welchen er bei der Annahmestellung formvollendet dem Publikum zustrecken kann. Dazu kommen noch die Sonnenbrillen und die Caps mit einem steil nach oben in den Himmel ragenden Schild und somit genügend Freifläche für den nächsten Schriftzug.

Soweit zum Flair dieser Sportart. Noch haben wir aber nichts über den Sinn die­ser Sportart erfahren. Eine sachliche Beschreibung könnte folgendermaßen aus­schauen. Die Fläche von 9m x 9m = 81m² muß von 2 Spielern - in der Halle ha­ben dabei oft 6 Spieler schon Probleme - so abgedeckt werden, daß kein Ball auf den Boden fällt. Bei weitem eine reizvolle Aufgabe, denn hier im Sand trennt sich die Spreu vom Weizen. Hallenvolleyballer, die aufgrund ihrer Körpergröße nur gut blocken können, aber selten einen Ball passabel stellen können, oder Spieler, die aufgrund von zwei linken Hände von allen Annahmeaufgaben befreit sind. Sie werden bei dieser Sportart das Nachsehen haben, denn hier sind Typen gefragt, die alles gleich gut beherrschen. Beachvolleyball ist deshalb auch für Allround- spieler aus niedrigeren Leistungsklassen interessant. Zwei Spieler können als Team durchaus besser abschneiden wie mit 4 Kollegen in einer 6er Hallenmann­schaft. Bei Turnieren sieht man häufig, daß der Leistungsstand viel dichter zu­sammen liegt, obwohl dies die Ligazugehörigkeit eigentlich nicht vermuten läßt.

Vom gesundheitlichen Standpunkt her, liegen mir im Moment noch keine Untersu­chungen vor, aber es ist offensichtlich, daß Beachvolleyball im Vergleich zu dem "knallharten" Hallenvolleyball die gesündere Variante ist. Müssen beim Hallen­spiel Sehnen und Bänder die gebeutelte Muskulatur beim Abdämpfen eines jeden Sprunges unterstützen, erledigt dies am "Strand" der nachgebende Sand.

Unter dem Aspekt des Unterhaltungswertes gesehen, ist Beachvolleyball gera­dezu prädestiniert. Egal ob in Brasilien oder Amerika; durch das bereits erwähnte Flair und Klima dieser Sportart ist es für die Akteure und dem Ansager eine Leichtigkeit, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. Dies ist ne­ben den sportlichen Höchstleistungen der Akteure ein Grund, daß die Zuschauer­zahlen in den letzten 10 Jahren explosiv angestiegen sind. Die Volleyballinteres­sierten nehmen diese Angebote dankend an. Herrscht doch auf den Tribünen auch ein eben solches Klima von Sonne, Spaß und Strand wie bei den Akteuren. So kommt KROHN (1994, 40) zu seiner Deutung von Beachvolleyball. "Seine schillernden Persönlichkeiten, Umgebung aus Sonne, Sand und Meer, attraktive Menschen und das braungebrannte Publikum verleihen dem Sandkastenspiel das Flair von einer auf Freizeit und Urlaub fixierten Wohlstandsgesellschaft."

Ein paar dieser "schillernden Persönlichkeiten" wurden im Kapitel 2.1 schon auf­gezählt. Hier folgen noch einige, die ebenso im Rampenlicht stehen:

Christopher St. John Smith - besser bekannt unter dem Namen Sinjin Smith:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.5 Die Organisationen und Dachverbände

Sie vorzustellen bedeutet gleichzeitig auch etwas über den noch dunklen Schat­ten zu erzählen, der über der bahnbrechenden Zusage für Olympia schwebt.

Es handelt sich hierbei zum einen um den Volleyball-Weltverband FIVB. Anfang der 90er Jahre wurde eine World-Series eingerichtet, weil auch die FIVB die Be­sonderheiten der ´Freiluftvariante´ erkannte. Seinem Vorsteher Ruben Acosta war es zu verdanken, daß er 1993 den Präsidenten des olympischen Komitees (IOC) Juan Antonio Samaranch zum Finale der Weltserie einlud, und dieser sich sehr beeindruckt zeigte. Wenige Monate später wurde die Olympiazusage bekannt gegeben.

Eine weitere Organisation ist die oben erwähnte AVP mit ihrer Tour durch ganz Amerika. Die AVP kann die unheimlich schnelle Professionalisierung der Sportart, rasant ansteigendes Publikumsinteresse (1976: 30 000 - 1993: 551 000 / Quelle: HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994, 21) sowie einen kommerziellen Erfolg bei den Preisgeldern (1985: $ 275 000 für 15 Turniere - 1993: $ 3,7 Mio. für 25 Tur­niere / Quelle: HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994, 21) zu ihren Leistungen zählen.

Zwischen diesen beiden Organisationen herrschte im ersten Halbjahr ´95 noch ein eisiges Klima. Beide träumen davon ihre eigene Tour weltweit so zu vergrö­ßern bzw. auszuweiten, wie es bereits beim Golf oder Tennis praktiziert wird. Der ´Haß´ ging so weit, daß die AVP ihren Spielern mit hohen Geldstrafen droht, wenn sie außerhalb ihrer Tour bei einem Konkurrenzturnier starten. Die FIVB dagegen sperrte ihre Spieler für längere Zeit für alle Turniere in den Ländern, welche dem Weltverband angehören. Beide Verbände bleiben hart. Der Weltverband sitzt scheinbar am längeren Hebel, denn nur die nationalen Landesverbände, welche dem Weltverband zugehören, können Teams für Olympia melden. Dagegen stemmt sich die AVP, welche die ganze Pionierarbeit für das Beachvolleyball geleistet hat, und außerdem nach den derzeitig strengeren Regeln spielt. Sie behaupten, daß bei ihnen die stärksten Spieler der Welt spielen und wollen deshalb nichts von ihrem Status aufgeben. Die FIVB bewies dann kurzerhand ihre Macht, als sie nach der Aufnahme in den olympischen Reigen das Sportspiel Beachvolleyball in Sandvolleyball umtaufte. Dies ist auch der offizielle Name für Atlanta ´96. Grund dafür dürfte unter anderem der sein, daß viele Turniere der Weltserie, als auch Turniere der nationalen Verbände auf künstlich
errichteten Stränden (aufgeschüttete Courts) gespielt werden. Mit den Stränden haben sie also nur den Sand gemeinsam, und so wurde aus dem Beach- das Sandvolleyball.

Zur Zeit hat es jedoch den Anschein, daß das Eis etwas zu schmelzen beginnt und sich die Lage zugunsten der FIVB entwickelt. Auslöser dieser Entwicklung ist ein Mann, der oben bereits erwähnt wurde (Kap. 2.4): Sinjin Smith "hat die Seiten gewechselt". Grund dafür sah er darin, daß "der Weltverband unter Füh­rung seines mexikanischen Napoleons Ruben Acosta immer nur nach dem Größten und Toll­sten strebt [...]. Die AVP will nur, daß Beach-Volleyball in den USA populär wird, die FIVB will dies aber weltweit erreichen." (WEGENER 1995, 13). Dieses erkannten andere US - Amerikaner aus der AVP, wie Jeff Williams, Bruk Vande­weghe, Carlos Briceno u.a. ebenfalls, und wechselten dar­aufhin die Seiten.

Mittlerweile ist Smith Vizepräsident des FIVB-Beach-Councils und arbeitet zur Zeit daran, "die AVP-Szene in den olympischen Zirkus zu bekommen. Die AVP-Stars haben wegen des Preisgeldgefälles keine Lust, bei der FIVB-Serie mitzu­spielen, können sich aber nur für Atlanta qualifizieren, wenn sie sich den FIVB-Regularien unterwerfen." (WEGENER 1995, 13). Es muß derzeitig an mindestens 2 Turnieren teilgenommen und Punkte gesammelt werden. Über die olympische Teilnahme entscheidet dann der nationale Landesverband.

Zu diesen beiden Verbänden gesellen sich noch kleinere, wie die WPVA (Women´s Professional Volleyball Association[3] - gegründet 1986 nach ähnlichem Vorbild und mit ähnlichen Zielen wie die AVP), die AVA (Amateur Volleyball Association[4] - sie organisiert und überwacht den Amateurvolleyball in den USA). Daneben gibt es noch andere Ligen, z.B für 3er Mannschaften (Frankreich) oder auch 4er Mannschaften[5] (USA), für diejenigen Spieler, welche sich im Sommer nicht zu stark vom Hallensport umstellen möchten / können. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß es sogar eine Turnierserie für 2er Mannschaften auf Gras gibt. Wo ? Natürlich in Amerika[6].

2.6 Regeln und Regelunterschiede zum Hallenvolleyball

Im folgenden werden die wichtigsten Regeln dargestellt und mit eigenen Erläuterungen ergänzt:

(1) Die Spielfeldabmessungen sind identisch zum Hallenspiel (9m x 18 m).[7]

Die Spielfeldoberfläche ist Sand (Mindesttiefe 30 cm).

(2) Die Mannschaften setzen sich aus 2 Spielern zusammen.

(3) Der Turnierveranstalter legt zu Beginn des Turniers folgendes fest:

- Den Spielball.
- Den Turniermodus (meist Double - Out bzw. Double - Elimination, s.a. Anhang S.126).
- Tie Break oder normaler Satz, bis 12 oder 15 (i.d.R. ein normaler

Satz bis 15).

(4) Die Spielfehler sind dieselben wie in der Halle. Zusätzlich noch Regel (11).

(5) Es gibt keinen Positionsfehler (Aufstellungsfehler); jedoch muß die

Rotationsfolge beim Aufschlag beibehalten werden.

(6) Der Aufschlag kann von der gesamten Breite der Grundlinie ausgeführt

werden. (Dies wurde ab 1994 in der Halle ebenfalls zugelassen). Es ist

nur ein Ballanwurfversuch für den Aufschlag erlaubt. (In der Halle sind 2

gestattet.)

(7) Es ist keine Spielerauswechslung erlaubt; auch nicht bei einer Verletzung.

(8) Das übertreten der nichtvorhandenen Mittellinie ist erlaubt, solange der Gegenspieler dabei nicht behindert wird.

(9) Jede Mannschaft hat 4 Auszeiten á 30 Sekunden pro Satz (in der Halle nur zwei)[8].

(10) Ein Seitenwechsel erfolgt nach allen 5 gespielten Punkten (bei einem Satz

bis 15) und nach allen 4 gespielten Punkten (bei einem Satz bis 12).

(11) Das ist am Strand (im Vergleich zur Halle) verboten:

- Den Ball nach einer Blockberührung noch 3 mal zu spielen. Erlaubt sind im Gegensatz zur Halle nur noch 2 Kontakte.
- Den Ball mit einer offenen Hand zum Gegner spielen (´Lob´). Als einhändige Angriffsfinte hat sich hier der Poke Shot[9] entwickelt.
- Der Ball darf nicht seitlich über die Schultern, sondern nur frontal vorwärts oder rückwärts zur Schulterachse dem Gegner zugepritscht werden.
- Im Sprung darf nicht zum Gegner gepritscht werden.
- Der Ball darf nicht (ab der Saison 1994/95 in der Halle erlaubt) im oberen Zuspiel angenommen werden.
(12) Die besonderen Techniken der Strandspieler:
- Ein hart geschlagener Angriff darf mit den offenen Händen über dem Kopf, vor und unter der Brust, seitlich vom Körper etc. entschärft werden (engl./amerik.: Open Hand Beach Dig).
- Bei allen anderen Angriffsarten des Gegners wie Driveschlag, gebaggerten Bällen, allen Bällen mit bogenförmiger Flugbahn (man spricht von leicht geschlagenen Bällen) inklusive dem Aufschlag, müssen die Hände geschlossen bleiben. Im Überkopfbereich wird der sog. Tomahawk angewandt[10]. Alle anderen anfliegenden Bälle müssen im Bagger oder auf irgendeine Weise anders mit geschlossenen Händen gespielt werden.

3. Experimentelle Untersuchung

Im folgenden Kapitel werden die Verfahren und das Material der Untersuchung beschrieben. Danach werden die Ergebnisse dargelegt und erläutert. Eine Zu­sammenfassung und ein umrißhafter Vergleich mit Untersuchungen aus dem Hallenvolleyball und dem Spitzenbereich des Beachvolleyball bilden den Abschluß.

3.1 Zu den Untersuchungsverfahren

"Da aufgrund der Komplexität der Sportspiele, nicht ´das Ganze´, bzw. die kom­plette Spielleistung erfaßt werden [kann], sondern es [...] einer Auswahl bestimm­ter Teilaspekte der Gesamtleistung [bedarf]" (BRAMMERTZ 1994, 10), wurde versucht, neben einer umfangreichen Strukturuntersuchung wesentliche Aspekte durch die Beobachtung herauszufinden.

3.1.1 Praxisrelevante Untersuchung

Für die Strukturanalyse beim Beachvolleyball im mittleren Leistungsbereich wurden folgende systematische Verfahren angewandt:

( 1 ) Die schriftlich gebundene Spielbeobachtung. Ziel war es, Aufschlagart und Annahmeort, Angriffsart, absolute Anzahl der Sprünge eines ausgewählten Spielers pro Satz, Satzdauer und Endresultat zu ermitteln. Dafür wurde eigens ein Beobachtungsbogen entworfen, der es erlaubt in kurzer Zeit die vier Aktionen Aufschlagart, Annahmeort, Sprunghandlung und Angriffsart mit Hilfe von Strichlisten zu registrieren (Bogen s. Anhang). Spielbeginn, Spielende und Endstand konnten am Anfang bzw. am Ende des Spiels eingetragen werden.
( 2 ) Die freie, unstrukturierte Beobachtung, um Anforderungen an die Technik
zu ermitteln.
( 3 ) Die filmisch gebundene Spielbeobachtung: Mit ihr wurde das Verhältnis Belastung : Pause, Æ Laufgeschwindigkeit, - strecke und Beschleunigung analysiert.
( 4 ) Messungen der Herzfrequenzen während des Spiels mit dem POLAR- UNILIFE-SPORTTESTER.
( 5 ) Messung der Laktatwerte nach dem Spiel mit dem ACCUSPORT lactate Meßgerät.

3.1.2 Fragebogen

Für die Hinterfragung und Durchleuchtung der derzeitigen Trainingsgestaltung wurde für diese Arbeit ein Fragebogen entworfen und unter den Spielern, die die bayerische Beach-Tour ´95 absolvierten, verteilt. Der Fragebogen ist im Anhang mit abgedruckt. Von insgesamt 150 verteilten Bögen wurden 80 ausgefüllt zurückgegeben (53 % Rücklaufquote). In der Rangliste zum Jahresende wurden insgesamt 187 Spieler geführt (Bayernvolleyball Heft 7/1995 [ohne Seitenangabe]). Somit wurden 43 % aller bayerischen Ranglistenspieler befragt.

3.2 Zu dem Untersuchungsgut

Für die Untersuchung im mittleren Leistungsbereich wählte ich das Bundesland Bayern aus, weil hier eine gut organisierte Tour mit Rangliste und bayerischen Meisterschaften eingerichtet wurde. Aus der Rangliste war ersichtlich, daß nur die ersten 5 Spieler derzeit in der Lage sind, in Deutschland ganz vorne mitzuspielen. Deshalb konnte ich sicherstellen, daß sich meine Analyse auf einen großen mitt­leren Leistungsbereich erstreckt. Die schriftlich gebundene Spielbeobachtung wurde bei 4 von den 6 Turnieren durchgeführt. Die filmisch gebundene Spielbe­obachtung (Videoaufnahmen), Laktat- und Herzfrequenzmessungen wurden in Röttingen und Eibelstadt mit insgesamt 11 Spielern aus der ersten Hälfte der bayerischen Rangliste durchgeführt. Die Fragebögen wurden auf allen 6 Turnie­ren der Tour ´95 ausgeteilt.

Die gesamte Untersuchung, alle Beobachtungen und Messungen wurden aus­schließlich im Männerbereich durchgeführt, da eine parallele Untersuchung im Frauenbereich den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

3.3 Ergebnisse der Untersuchung

3.3.1 Sprunghandlungen

Es wurden insgesamt 20 Spiele und somit 20 Spieler beobachtet. Als Sprung­handlungen wurden Aktionen gewertet, bei der ein deutliches Lösen beider Füße vom Sandboden erkennbar war (Block, Angriff und Sprungaufschlag aber keine Aktionen zur Rettung des Balles wie z.B. Hechtbagger).

Die Gesamtzahl aller Sprünge (Summe aller gezählten Sprünge) wurde durch die Anzahl der beobachteten Spieler (pro Spiel) geteilt.

Ergebnis: Ein Spieler springt pro Satz Æ 22 mal.

Zu einer Interpretation und für die Hinweise zur Trainingsgestaltung wäre an dieser Stelle normalerweise eine weitere Aufgliederung der prozentualen Anteile von Aufschlag, Angriff, Block etc. nötig (vgl. mit BRAMMERTZ 1994 und HÖM-BERG/PAPAGEORGIOU 1994). Diese Unterteilung spielt jedoch meiner Ansicht nach beim Hallenspiel und bei der daraus resultierenden Trainingsgestaltung eine weitaus größere Rolle, als beim Beachvolleyball. Denn hier fällt die Stemmphase bei Sprungaufschlag und Schmetterschlag durch den nachgeben­den Sand fast völlig weg. Die Anläufe zu Sprungaufschlag und Angriff gleichen beim Beachvolleyball eher einem Hinlaufen und beidbeinigen Abspringen, als einem Einspringen (Stemmen) und Abspringen beim Hallenvolleyball. Deshalb bin ich geneigt zu sagen, daß für den mittleren Leistungsbereich gilt: Sprung ist Sprung. D.h. mit einem Blocksprung verbessert man auch seine Absprunghöhe zum Angriff. D.h. aber nicht, daß ausschließlich nur mit Sprungaufschlägen oder Angriffsschlägen trainiert werden kann, denn damit verbessert man z.B. keine Blocktaktik und -technik. Es soll individuell festgelegt werden, welche Sprung-arten im Training mehr Anwendung finden.

3.3.2 Absolute Spielzeit

Die Gesamtspielzeit pro Satz (= ein ganzes Spiel) ist die Zeit vom Anfang (erster Ballkontakt) bis zum Ende (letzter Ballkontakt) des Spiels. Hier wurde der Mittel­wert aus 17 Spielen genommen.

Ergebnis: Ein Satz (Spiel) dauert im Durchschnitt 24 Minuten.

Neben der Gesamtspielzeit wird häufig auch die effektive oder reine Spielzeit angegeben, je nachdem wie sie der Autor definiert. (vgl. mit BRAMMERTZ 1994, HÖMBERG/PAPAGEORGIOU 1994 und HERZOG/VOIGT/WESTPHAL 1987). Die effektive Spielzeit (Gesamtspielzeit abzüglich der Unterbrechungen) wurde aus 5 Spielen mit insgesamt 130 Minuten Gesamtspielzeit berechnet.

Ergebnis: 6 min. pro Satz (vgl. mit der 8 min. Time Clock in der AVP).

Während die effektive Spielzeit Vergleiche mit anderen Untersuchungen zuläßt, hat die Gesamtspielzeit für die Interpretation und Trainingsgestaltung eine grö­ßere Bedeutung, wie man später noch sehen wird.

3.3.3 Endstand

Aus eigenem Interesse notierte ich parallel zu den Beobachtungen die Endresul­tate der Spiele, um in Abschnitt 3.4 eventuell auftretende Gemeinsamkeiten und Zusammen­hänge aufzuzeigen.

Ergebnis: Ein Satz (Spiel) endet mit einem Ergebnis von 15 : 7

3.3.4 Aufschlagart und -verteilung

Insgesamt wurden 744 Aufschläge erfaßt. Davon waren 110 Fehlaufschläge. Die restlichen 634 Aufschläge teilten sich wie folgt auf:

( 1 ) 43,6 % Sprungaufschlag
( 2 ) 51,7 % Flatteraufschlag
( 3 ) 0,3 % Skyball
( 4 ) 4,4 % Tennisaufschlag

Die Abbildungen 1 - 3 stellen die prozentualen Anteile im mittleren, oberen und internationalen Leistungsbereich dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Verteilung der Aufschlagarten nach SINGER (1995)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Verteilung der Aufschlagarten nach BRAMMERTZ (1993, 78)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Verteilung der Aufschlagarten der AVP-Profis nach HÖMBERG/PAPAGEORGIOU

(1994, 86)

Der Sprungaufschlag wird mit zunehmender Leistungsfähigkeit zur dominierenden Aufschlagtechnik. Dies geht auf Kosten des Flatteraufschlages. Im Vergleich zum mittleren Leistungsbereich erkennt der obere Leistungsbereich die Wirkung des Tennisaufschlages. Während dieser Aufschlag in der Halle durch seine konstante Flugbahn relativ einfach anzunehmen ist, kann er im Freien zu einer gefährlichen Waffe werden, v.a. bei leichten und stark wechselnden Windverhältnissen. Schlägt man den Ball in die Windrichtung, entstehen daraus schwer berechen­bare "Bananenbälle". Da ein Sprungaufschlag nichts anderes ist als ein Ten­nisaufschlag im Sprung, wird er von Spielern des oberen Leistungsbereiches, welche entweder Kräfte sparen wollen oder den Sprungaufschlag nicht sicher beherrschen, doch um einiges öfters angewandt, als von den Spielern des mittle­ren Leistungsbereiches (vgl. S. 20: 4,4% und 13 %).

Im folgenden wurden die "Ziele" von 634 Aufschläge protokolliert und in einem halben Volleyballfeld anschaulich dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4: Annahmeorte Abb.5: Annahmeorte

nach SINGER (1995) nach BRAMMERTZ (1993)

(mittl. Leistungsbereich) (oberer Leistungsbereich)

Vergleicht man die Abbildungen 4 und 5, fällt folgendes auf:

( 1 ) Im oberen Leistungsbereich wird häufiger in den kompetenzüber- schneidenden Bereich aufgeschlagen (Mitte).
( 2 ) Betrachtet man die Prozentzahlen von hinten links, mitte und rechts, erkennt man, daß im Allgemeinen im oberen Leistungsbereich länger aufgeschlagen wird. Damit wird versucht dem Annehmer, welcher auch gleichzeitig wieder Angreifer ist, lange Laufwege bei der Angriffsvor- bereitung aufzuzwingen.

Die Abbildungen 6 und 7 zeigen die Ergebnisse noch einmal in einer anderen Darstellungsform. Je dunkler die Felder, desto öfters werden sie mit dem Aufschlag angespielt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6: mittlerer Leistungsbereich Abb.7: oberer Leistungsbereich

3.3.5 Angriffsart

Während der Beobachtung der 17 Spiele wurden insgesamt 698 Angriffe gezählt. Die Angriffsart wurde in 3 Kategorien eingeteilt:

( 1 ) Hart geschlagene Angriffe (Merkmal: gerade Flugbahn).
( 2 ) Taktische Angriffe wie Cut, Drive, Poke-Shot und Rainbow-Shot (Merkmal: bogenförmige Flugbahn).
( 3 ) Bagger (Merkmal: Bälle, die nur noch im unteren Zuspiel zum Gegner gespielt werden können).

Ergebnis: 32,6 % hart

60,9 % taktisch

6,5 % Bagger

In den Abbildungen 8 und 9 werden der mittlere und obere Leistungsbereich gegenübergestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.8: nach SINGER (1995) Abb.9: Zahlen nach BRAMMERTZ (1993, 91, bildlich zusammengefaßt).

Im mittleren Leistungsbereich überwiegen die taktisch geschlagenen Bälle gegenüber den hart geschlagenen Bällen im oberen Leistungsbereich. Das Verhältnis hart : taktisch wird genau vertauscht. Gebaggerte Bälle finden in etwa gleich häufig statt. Diese Verschiebung hat 3 Gründe:

( 1 ) Die Athletik des Angreifers (v.a. Sprungmuskulatur) ist weniger stark ausgebildet, um mehr Bälle steil nach unten schlagen zu können. Der Angreifer benötigt so gut wie immer ein präzises Zuspiel, was beim Beachvolleyball nicht immer der Fall ist.
( 2 ) Dasselbe liegt auch bei dem Blockspieler vor. Selten steht man mangels Sprungkraft so hoch über dem Netz, um aktiv weit überzugreifen, damit der Winkel für taktische Schläge (über den Block und seitlich am Block vorbei) verkleinert wird. Das zu verteidigende Feld wird für den Abwehrspieler größer. Die Freiflächen werden gezielt mit taktischen Schlägen angespielt.
( 3 ) Gute Spieler im oberen Leistungsbereich erkennen bereits frühzeitig das taktische Angriffsvorhaben des Gegners (sehen, erahnen, antizipieren), so daß oftmals ein hart geschlagener Ball den Erfolg bringen muß (Zeit zur Abwehr wird entscheidend verkürzt).

3.3.6 Videoauswertung (Verhältnis Belastung : Pause)

Insgesamt waren 130 Minuten Filmmaterial auszuwerten. Die Kamera war dabei hinter dem Spielfeld postiert (s. Anhang: Kameraeinstellung 2), so daß das ganze Spielfeld eingesehen werden konnte. Für die Berechnung von Belastungsdauer und Belastungspause wurden spezielle Bögen angefertigt. Bei der Betrachtung der Film­aufnahmen lief die Zeit jeweils von Spielanfang bis Spielende ohne Unterbrechung durch. Bei den jeweiligen Zeitpunkten

Pausenende = Aufschlag = Belastungsbeginn

und

Belastungsende = Fehler = Pausenbeginn

wurde die aktuelle Zeit in die Liste eingetragen. Die absolute Zeit von Belastung und Pause wurde dann durch Subtraktion mit dem vorherigen Zeitpunkt ermittelt.

Im Ganzen wurden 5 Spiele mit 276 Ballwechseln protokolliert.

Als Ergebnis konnte am Ende folgendes festgehalten werden:

- Dauer der Ballwechsel im [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] : 5, 916 sec. => 6 sec. (± 3,5 sec.)
- Dauer der Pause im [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] : 22, 36 sec. => 22 sec. (± 8 sec.)

Somit ergibt sich ein gerundetes Verhältnis von Belastung zu Pause: 1:4 (B:P). Abbildung 10 (S.24) zeigt einen Ausschnitt mit Beispieleintragungen der
speziell erstellten Auswertungsbögen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.10: Teil eines ausgefüllten Bogens zur Ermittlung von B : P

3.3.7 Herzfrequenzmessung

Die Herzfrequenzmessung wurde mit einem Gerät von POLAR durchgeführt. Die Geräte wurden hauptsächlich für Ausdauersportler zur Gestaltung des Trainings und zur Kontrolle im Wettkampf entwickelt und sind besonders bei Triathleten beliebt.

Ein Transmitter, der mit einem elastischen Brustgurt auf Höhe des Herzens fest­gehalten wird, sendet Signale aus. Diese werden vom Empfänger (Uhr) aufge­nommen, verarbeitet und gespeichert. Da die Entfernung zwischen Sender und Empfänger nicht mehr als ca. 2 Meter betragen darf, mußte die Uhr während des gesamten Spiels getragen werden. Dies war aber nach Aussage der 5 getesteten Spieler keine größere Beeinträchtigung für Bagger und Annahme. Auch durften sich zwei Sender bzw. Empfänger laut Herstellerempfehlung nicht zu nahe kom­men, da sonst Fehler unvermeidbar wären. Pro Spiel konnte jeweils nur eine Messung gemacht werden, was den unmittelbaren Vergleich zu bestimmten Zeit­punkten leider nicht zuläßt. Die Uhr wurde so eingestellt, daß alle 15 sec. eine Messung gespeichert wurde. Die Daten wurden anschließend in den Computer eingegeben, um ein übersichtliches Diagramm eines jeden Spielers zu erstellen.

In den folgenden fünf Abbildungen erkennt man dennoch die intervallartige Bela­stung und das stetige Auf und Ab, mit ausgeprägten "Bergen" (extremere Bela­stung wie Antritte, mehrere Sprünge und Angriffe) und "Täler" (Erholung durch Ball holen, Seitenwechsel, es wurde auf den Partner aufgeschlagen...).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.12 Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.13

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.15

Mit dem Computer wurde auch der Mittelwert errechnet:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Herzfrequenz: 138,4 Schläge pro min. (± 13,64)

gerundet: 140 Schläge pro min. (± 15)

3.3.8 Laktatmessung

Betrachtet man das Ergebnis aus 3.3.6 könnte man daraus folgern, daß die Sport-art Beachvolleyball nicht gerade die intensivste mit einem Verhältnis 1 : 4 ( B : P ) ist. Zum Vergleich möchte ich einige Beispiele aus anderen und verwandten Sportarten aufführen:

- Badminton: 3 : 4, bei einer Æ Belastungsdauer pro Ballwechsel von 6 - 8 sec. (ENGELHARDT, G.: Unveröffentlichtes Vorlesungsskript, 1994).
- Hallenvolleyball: 2 : 3, bei einer Æ Belastungsdauer pro Ballwechsel von 8 sec. (HERZOG/VOIGT/WESTPHAL 1987, 11).
- Beachvolleyball (oberer Leistungsbereich): 2 : 5, bei einer Æ Belastungs- dauer pro Ballwechsel von 8,5 sec. (BRAMMERTZ 1993, 160).

Rein rechnerisch wäre Badminton die intensivste Sportart, vor Hallenvolleyball und (nationalem) Beachvolleyball. Erst an vierter Stelle käme das zu unter-suchende Beachvolleyball auf mittlerem Niveau, wäre da nicht noch der Untergrund, der das ganze so anstrengend macht. Die durchschnittlichen Werte der Herzfrequenz-messung (140 Schläge pro min. ± 15) lassen keine Vermutungen über eine hoch intensive Sportart aufkommen.

Nun stellt sich die Frage, was denn die ganze Sache so schweißtreibend macht, und warum man zu Beginn der Saison, nach mehreren oder längeren Spielen das Gefühl von bleischweren Beinen hat.

Es wurde versucht mit einer Untersuchung über den Milchsäuregehalt im Blut das nachzuweisen, was viele Spieler vermuten: Die Erholung der Muskulatur erfolgt im Sand, verglichen mit der Erholung in der Halle, entscheidend langsamer, obwohl sich die Anzahl der Sprünge pro Satz und die Dichte der Sprünge im mittleren Leistungsbereich kaum von den Zahlen aus der Halle unterscheiden (vgl. Abschnitt 3.5, S.34).

Ähnliche Untersuchung beim Beachvolleyball in Deutschland sind mir noch unbe­kannt, so daß kein Material zu vergleichenden Aussagen zur Verfügung steht.

Die Laktatbildung ist das Hauptmerkmal der anaeroben Glykolyse (vgl. S. 37). Laktat bleibt als Endprodukt bei der Glykolyse zurück. Und da beim Beachvolley-ball auch Belastungen über 7-8 Sekunden stattfinden (Energiegewinnung ohne Laktatbildung) erfolgt die Energiebereitstellung zusätzlich durch die Glykolyse. Da bei den Sportspielen auch immer das Ungewisse mit dabei ist (es gibt keine Regel, welche besagt, daß abwechselnd auf den linken und rechten Spieler aufgeschlagen werden muß), kommt es schon einmal vor, daß ein Spieler längere Belastungszeiten durchstehen muß ( => "Fertigmachen eines Spielers"). Eine zu hohe Laktatkonzentration im Blut beeinträchtigt die sportliche Leistung bis hin zum Abbruch.

Die Messungen wurden mit dem ACCUSPORT lactate - Gerät durchgeführt, welches nach dem "reflexionsphotometrischen Prinzip" funktioniert. "Für die Messung sind spezielle Meßstreifen erforderlich, die auf ihrem Testfeld mit einem Tropfen Blut benetzt werden. Das Laktat des Blutes verursacht in die­sem Testfeld über enzymische Reaktionsstufen eine Farbveränderung, welche vom Gerät gemessen wird." (HÖLTKE/VÖLKER/FISCHER 1994, 17).

Leider stand mir das Gerät, welches erst neu angeschafft wurde, noch nicht zu dem Zeitpunkt zur Verfügung, als ich meine Beobachtungen bei den Turnieren machte. Deshalb mußten Trainingsspiele organisiert werden. Zum Schluß hatte ich dann Werte von 17 Probanden. Als Ergebnis konnte ich folgendes festhalten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

HERZOG/VOIGT/WESTPHAL (1987, 55) kamen in ihren Untersuchungen beim Hallensport auf 1,67 mmol / l Blut (± 0,5 mmol). Ein Wert, der deutlich darunter liegt und einem Hallenvolleyballer, der die ersten Schritte auf Sand wagt, das Gefühl von einer größeren Anstrengung gibt.

3.3.9 Schnelligkeitsmessung

"Das Training der Schnelligkeit hat im Bereich der Sportspiele enorm an Bedeu­tung zugenommen, nicht zuletzt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Sportspiel Volleyball spielt das Schnelligkeitstraining gerade auch in Bezug auf die Durchführung, jedoch eher die Rolle eines ´Mauerblümchens´." (PAPAGEOR-GIOU/KLEIN in: Volleyballtraining 8/93, 87).

Betrachtet man obigen Aspekt, dürfte klar sein, daß Schnelligkeit und ihr Training beim Beachvolleyball keineswegs vernachläßigbar wäre. Im Gegenteil: Im Ver­gleich zur Halle muß man beim Beachvolleyball, durch längere Wegstrecken bei den Antritten (vgl. 3.5, S.34) und weniger Spieler bei gleicher Feldgröße, dem Schnelligkeitstraining nach Möglichkeit häufiger und mehr Aufmerksamkeit schenken.

Zu diesem Zwecke wurden Messungen von Zeit und Laufstrecke während 90 Spielminuten (4 Spiele) gemacht, um aktuelle Zahlen mit anderen vergleichen zu können. Es handelt sich hierbei lediglich um eine einfache Untersuchungs-methode, bei der nicht die genauesten Ergebnisse zu erwarten waren. Natürlich ist es schwierig die Werte mit anderen Sportarten zu vergleichen, da der Untergrund gänzlich anders ist und die vom Körper beabsichtigte Beschleunigung teilweise im Sand verpufft. Nichts desto trotz habe ich versucht, ebenfalls über Videoaufnahmen von den derzeitig besten Spielern der AVP, Ergebnisse für einen Vergleich zu ermitteln.

Für die Ermittlung im mittleren Leistungsbereich wählte ich eine Kameraeinstel­lung quer zu dem Volleyballfeld, so daß genau eine Spielfeldhälfte zu sehen war (s. Anhang: Kameraeinstellung 1). Diese Spielfeldhälfte wurde am Fernsehen mit einem Raster versehen. Nach jedem Meter wurde eine Linie gezogen. Dieses Verfahren war das einfachste, das mir zur Verfügung stand, und ließ eine Genau­igkeit von 0,5 m zu. Die Vorwärts- und Rückwärtsanteile an den Laufstrecken ma­chen nach den Untersuchungen von BRAMMERTZ (1993, 70) insgesamt über 50% aus, so daß sich jeder zweite Antritt auf 0,5 m Genauigkeit messen ließ.

[...]


[1] World Series: Eine von der FIVB eingerichtete Turnierserie (s.a. S. 12)

[3] Quelle: Volleyball Magazine (8/1995, 128)

[5] Quelle: Volleyball Magazine (8/1995, 128)

[7] Die Zusammenstellung der wichtigsten Regeln mit eigenen Erläuterungen erfolgte nach HÖMBERG/ PAPAGEORGIOU (1994, 28ff.) und KROHN (1994, 100ff.); die genauen Regeltexte findet man in den offiz. deutschen Beach-Volleyball Regeln, die auf den Regeln der FIVB basieren.

[9] Ein Spieltechnik, bei dem alle 4 Finger gebeugt sind. Die Fingermittelgelenke bilden eine möglichst große und ebene Fläche. Der Ball muß hiermit genau im Zentrum getroffen werden, damit er kontrolliert gespielt werden kann.

129 von 129 Seiten

Details

Titel
Beachvolleyball. Struktur- und Belastungsprofil im Spiel und ihre Folgen für den Trainings-Plan
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1
Autor
Jahr
1995
Seiten
129
Katalognummer
V95005
ISBN (eBook)
9783638076852
ISBN (Buch)
9783656825180
Dateigröße
968 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Experimentelle, Untersuchung, Struktur-, Belastungsprofil, Sportspiels, Beachvolleyball, Konsequenzen, Trainingsplanung, Vergleich, Trainingstheorie, Anwendung
Arbeit zitieren
Andreas Singer (Autor:in), 1995, Beachvolleyball. Struktur- und Belastungsprofil im Spiel und ihre Folgen für den Trainings-Plan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95005

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