Der Fünfzehnjährige Krieg


Seminararbeit, 1996

25 Seiten


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INHALTSVERZEICHNIS

1. HEUTIGE PROBLEMSTELLUNG

2. BEGRIFFE FÜR DIE KRIEGE ZWISCHEN 1931 UND 1945

3. DIE KRIEGE IM HISTORISCHEN ÜBERBLICK
3.1. Der Mandschurische Zwischenfall
3.2. Der Japanisch-Chinesische Krieg
3.3. Der zunehmende Konflikt mit den USA
3.4. Der Pazifische Krieg

4. DER KRIEG ZUHAUSE
4.1. Der Beginn des Faschismus
4.2. Bildung eines totalitären Systems
4.3. Die Bombenangriffe

5. DIE BESATZUNGSPOLITIK
5.1. Taiwan und Korea
5.2. Manchukuo
5.3. China
5.4. Philippinen und Malaya
5.5. Niederländisch Ostindien
5.6. Indochina
5.7. Burma
5.8. Das Großostasiatische Co-Wohlfahrtsgebiet

6. FAZIT

7. LITERATURVERZEICHNIS

Der Fünfzehnjährige Krieg

1. Heutige Problemstellung

Die Kriege, die Japan zwischen 1931 und 1945 geführt hat, sind in jüngster Vergangenheit wieder Mittelpunkt verstärkter Diskussionen geworden. Insbesondere die Diskussionen über die Resolution zum 50. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges sind bezeichnend für das Verständnis vieler Japaner über den Krieg. Weniger als die Hälfte der Unterhausabgeordneten stimmten für die Resolution und im Oberhaus wurde erst gar keine Abstimmung durchgeführt.1 Besonders bedenklich ist dies, weil in der Resolution ein klares Bekenntnis zur Kriegsschuld Japans und den im Krieg begangenen Verbrechen deutlich wird.2 In den deutschen Medien wird besonders häufig über die umstrittenen finanziellen Entschädigungen, der von der japanischen Besetzungsarmee zur Prostitution gezwungenen Frauen, berichtet. Umstritten ist dabei, daß es erstens so lange gedauert hat bis es zu einer Entschädigung kam und zweitens diese Entschädigung nun aus einem privaten Fond und nicht vom japanischen Staat gezahlt wird. Deshalb lehnen auch viele Frauen die Entschädigung, die immerhin 18 000 US-Dollar beträgt, ab.3

In der vorliegenden Arbeit soll aber nicht über die aktuelle Diskussion geschrieben werden, sondern vielmehr ein Überblick über die 15 Jahre des Krieges gegeben werden. Dabei wird der Schwerpunkt auf den sogenannten Pazifischen Krieg zwischen 1941 und 1945 gelegt. Besonders interessant ist hierbei die Frage, ob der Faschismus in Japan, oder wie Jaya Deva sagt, der Nipponismus4, mit dem Faschismus in Italien oder Deutschland vergleichbar ist, und wie ein ganzes Volk zum Totalen Krieg gebracht werden konnte. Gibt es auch bei der Propaganda Parallelen zu Deutschland ? Aber auch die Greueltaten der Japaner in den besetzten Gebieten und die unterschiedliche Behandlung der Einheimischen sind interessante Betrachtungspunkte, die hier zu beleuchten versucht werden sollen.

2. Begriffe für die Kriege zwischen 1931 und 1945

Im folgenden Abschnitt soll deutlich gemacht werden, wie schwierig es ist einen passenden Begriff für die Kriege Japans zwischen 1931 und 1945 zu finden.

Zunächst gibt es den Begriff "Fünfzehnjähriger Krieg", der die Kriege als eine fortlaufende Entwicklung vom Mandschurischen Zwischenfall am 18. September 1931 bis zur Kapitulation Japans am 2. September 1945 ansieht. Dieser Begriff wird vor allem von Linken und Gemäßigten gebraucht, aber auch die Sichtweise der Ankläger in den Kriegsverbrecherprozessen des Internationalen Militärtribunals lassen diesen Begriff als passend erscheinen.

Besonders in der amerikanischen Literatur wird meist der Begriff "Pazifischer Krieg" verwendet. Hierbei wird nicht immer nur die Zeit nach Pearl Habor am 7. Dezember 1941 verstanden, sondern oftmals auch der gesamte Zeitraum von 1931 bis 1945. Rein sprachlich bezieht sich der Begriff auf den asiatisch-pazifischen Raum und läßt dabei China außer Acht, aber in der Literatur wird unter "Pazifischer Krieg" fast immer auch der Krieg in China mitbehandelt.

Ähnlich dem Begriff "Pazifischer Krieg" wird der Begriff "II. Weltkrieg" verwendet. Er betont, daß erst mit dem Angriff auf Pearl Habor ein tatsächlich weltweiter Krieg ausgebrochen ist. Somit werden die Geschehnisse in Asien in die weltweiten Konflikte eingebettet.

Einige Historiker und Politikwissenschaftler sprechen von einem "Hundertjährigen Krieg" und möchten damit ausdrücken, daß die Ursache des Krieges bis in die Zeit der Meiji- Restauration 1868 zurückreicht. Der Ursprung liege dabei im Imperialismus der westlichen Mächte in Ostasien, der zum ersten Mal mit der Ankunft der schwarzen Schiffe Perrys 1853 zum Ausdruck kam. Aufgrund dieser Bedrohung wollte Japan zum Schutz Korea besetzen. Dies führte aber zum Konflikt mit Rußland, der im Russisch-Japanischen Krieg 1904/05 gipfelte. Als Rußland dann trotz seiner Niederlage weiterhin seine Rechte in China und der Mandschurei weiterverfolgte, forderte Japan 1915 von China die Erfüllung seiner 21 Forderungen. So kam es schließlich 1931 zum Mandschurischen Zwischenfall und deshalb könne man von einem "Hundertjährigen Krieg" sprechen.

"Großostasiatischer Krieg" ist die offizielle Bezeichnung Japans während des Krieges, nach dem Beschluß der Konferenz des Generalstabs und der Fünf Minister am 10. Dezember 1941, gewesen. Man wollte mit diesem und ähnlichen Begriffen, wie "Errichtung einer Neuen Ordnung in Großostasien" und "Großostasiatische Wohlstandssphäre", ausdrücken, daß die asiatischen Staaten von den imperialistischen Westmächten befreit werden müßten und Japan die führende Rolle in einem neuen asiatischen Bund einnehmen müßte. Der 1989 verstorbene Tenno Hirohito versuchte hingegen den neutralen Ausdruck "Vorheriger Krieg" zu prägen, wobei dieser Begriff eigentlich ein deutliches Zeichen dafür ist, wie schwer es hochrangigen Japanern fällt über diesen Krieg zu reden.5 In eine ähnliche Richtung geht der Begriff "Der Krieg", der vom konservativen Politikwissenschaftler Sato Seizaburo verwendet wird. Er will damit ausdrücken, daß es keinen allgemein akzeptierten Begriff gibt, weil die Ansichten über die Ereignisse zu weit auseinanderdriften.6

Es sollte hiermit deutlich gemacht werden, daß die Diskussion über einen Begriff für die hier zu behandelnden Kriege zwischen 1931 und 1945 sehr kontrovers verlaufen.

3. Die Kriege im historischen Überblick

3.1. Der Mandschurische Zwischenfall

Nach dem Japanisch-Russischen Krieg übertrug Rußland im Vertrag von Portsmouth, unterschrieben am 5. September 1905, Japan die Liao-tung-Halbinsel mit Port Arthur sowie die südmandschurische Eisenbahn. Dabei wurde vereinbart, daß in der Mandschurei nur so viele Soldaten stationiert werden sollten, wie zur Bewachung der Eisenbahnanlagen notwendig waren.7 Japan hatte somit gewisse Rechte und Interessen in der Mandschurei begründen können.

1915 forderte Japan von China die Unterzeichnung eines 21 Artikel umfassenden Abkommens. Nach Androhung von Waffengewalt und Änderung einiger Abschnitte, auf Druck Englands und Amerikas, wurde das Abkommen am 9. Mai 1915 ratifiziert. Im zweiten Abschnitt des Abkommens wurden die Östliche und Innere Mongolei sowie die Mandschurei de facto als japanisches Territorium anerkannt.8

Im Juni 1927 beschloß die japanische Regierung, zusammen mit dem Militär, die mögliche Bedrohung von Leben und Vermögen der in China lebenden Japaner notfalls auch mit Waffengewalt zu schützen. Als Konsequenz daraus wurden bis zum April 1928 dreimal Truppen nach Shang Tung entsendet. Bisher arbeiteten die Japaner mit Chang Tso Lin, dem Führer der Militärclique in Feng T'ien, zusammen, welcher die Mandschurei kontrollierte und gegen die chinesische Regierung arbeitete. Als aber Chang Tso Lin erkennen mußte, daß Japan versucht, die Mandschurei selbst unter Kontrolle zu bekommen, wurde er im Juni 1928 in einem Zug in die Luft gesprengt. Chang Hsüeh Liang, der Sohn des ermordeten Chang Tso Lin, übernahm die Herrschaft in der Mandschurei und arbeitete nun gegen die Interessen Japans. Da die japanische Regierung aber keinen Konflikt mit England und Amerika eingehen wollte, um die Kapitalhilfe nicht zu verlieren, verfolgte sie einen gemäßigten Kurs. 9 Mit dem Hereinbrechen der Weltwirtschaftskrise sank der Handel mit den Westmächten, woraufhin immer mehr japanische Politiker forderten, daß eine eigene Wirtschaftszone aufgebaut werden müßte. Es sollte also der Handel mit China eine größere Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig gewannen nationalistische Gedanken immer mehr Zuspruch.10 Insbesondere in der Armee wurde die Forderung nach einer militärischen Lösung der mandschurischen und mongolischen Frage immer lauter. Im Frühjahr 1931 machte die in der Mandschurei stationierte Kwantung Armee den "Vorschlag zur Lösung des Problems in der Mandschurei und Mongolei" in Form der Eroberung. Am 18.9.1931 sprengte die Kwantung Armee unter Itagaki Seishiro die Südmandschurische Eisenbahnlinie bei Mukden. Der Anschlag wurde als Angriff des chinesischen Heeres dargestellt, um eine Begründung für den Einmarsch der Koreanischen Armee unter Hayashi Senjuro zu bieten. Das Vorgehen wurde ohne Genehmigung aus Tokyo vollzogen und verstieß gegen den Nichtaggressionsvertrag, den Neun-Mächte-Vertrag und einheimische Gesetze. Dennoch wurden die Verantwortlichen von der japanischen Regierung nicht bestraft, sondern vielmehr das Vorgehen im Nachhinein vom Kabinett genehmigt.11 Aber es gab durchaus kontroverse Meinungen zum Mandschurischen Zwischenfall. Während der Premierminister Inukai Tsuyoshi für eine Kompromißlösung plädierte, forderte der Kriegsminister Araki Sadoo die Verkündung eines unabhängigen Staates. Mit zunehmendem öffentlichen Druck gab der Premierminister nach und stand der Bildung des neuen "unabhängigen" Staates Manchukuo im März 1932 nicht mehr im Wege. Aber die Kwantung Armee handelte ein weiteres Mal eigenmächtig als sie Henry Pu Yi, den letzten Kaiser Chinas, als Oberhaupt der Marionettenregierung Manchukuos einsetzte. Offiziell war Manchukuo zwar ein unabhängiger Staat, aber die Bereiche Verteidigung, Außenpolitik, Transport und Kommunikation blieben in den Händen der Japaner. Die Frage, welche Macht der Kommander der Kwantung Armee haben sollte, wurde nie gelöst. Zivilrechtlich unterstand er dem Außenminister, während er militärisch dem Kriegsminister und dem Generalstab unterstand. Zum Konflikt mit dem Außenminister kam es, weil dieser wollte, daß der Kommander in der Botschaft residiert, wohingegen der Kommander vom Hauptquartier aus regieren wollte. Im Juli 1934 fand der Premierminister Okada dann einen Kompromiß, indem ein Auslandsbüro für die Mandschurei eingerichtet wurde. Dennoch blieb es schwierig, ein Land zu kontrollieren, das weder eine Kolonie war, noch als unabhängig gelten konnte. Im Mai 1933 wurde China noch mehr provoziert, indem eine 30 Meilen breite entmilitarisierte Zone südlich der großen Mauer ausgerufen wurde, nachdem im Januar die Kwantung Armee Shankaikwan in Nordchina erobert hatte. Es folgten nun immer mehr Provozierungen Chinas, zum Beispiel mit dem Überfliegen Chingtaos durch die Luftwaffe der Kwangtung Armee im Jahre 1936.12

3.2. Der Japanisch-Chinesische Krieg

Der Konflikt begann scheinbar ganz harmlos, es ging ihm keine direkte Provokation voraus. Saburo Ienaga spricht deshalb von einem fortlaufenden Konflikt, der 1931 begann.13 Am 7. Juli hatten japanische Truppen in der Umgebung von Peking ein Nachtmanöver abgehalten, wobei ein Schuß fiel. Die Frage, wer den Schuß abgegeben hat ist relativ unbedeutend, viel wichtiger ist, daß die japanische Armee den sogenannten "Zwischenfall an der Marco-Polo- Brücke" als Anlaß nahm, in Nordchina einzudringen.14 In den folgenden Monaten griff man unter anderem Peking, Shanghai und Nanking an. In Nanking wurden dabei bei einem grausamen Massaker 200.000 Menschen, meist Zivilisten, ermordet. Im Oktober 1938 landeten japanische Truppen in Canton und gleichzeitig liefen in der Gegend von Wuhan Truppen ein. Dennoch gelang es Japan nie, die besetzten Gebiete vollkommen unter Kontrolle zu bekommen.15 Deshalb wurde schon zwischen September und Dezember 1937 in Peking eine Marionettenregierung unter dem früheren Finanzminister Wang K'o-min eingesetzt. Aber die Regierung war nicht so selbständig wie die Marionettenregierung in Manchukuo, weshalb die Armee eine Regierung mit Wang Ching-wei, einem abtrünnigen hohen Repräsentanten von Chiang Kai-shek, bilden wollte. Auch hier gab es einen Konflikt mit Tokyo, denn die Regierung war im Gegensatz zur Armee durchaus bereit mit Chiang Kai-shek zu verhandeln. Im März 1940 wurde dann schließlich in Nanking eine Marionettenregierung gebildet, der ab dem 30. November 1940 Wang Ching-wei vorstand.16 Der Krieg in China wurde bis zum Ende des Fünfzehnjährigen Krieges fortgesetzt, wobei die anderen Kriege immer mehr in den Vordergrund rückten.

3.3. Der zunehmende Konflikt mit den USA

Die USA sahen den Krieg in China nie mit Wohlgefallen an, hatten aber bisher keine direkten Maßnahmen getroffen, um Japan vom Krieg abzuhalten. Im Januar 1940 nutzte man aber nun das Auslaufen des Amerikanisch-Japanischen Handelsvertrags dazu, ihn nicht weiter zu verlängern. Als die Siege Deutschlands die möglichen Gefahren durch Japan aufzeigten, begann die USA mit wirtschaftlichem Druck. Zunächst wurde ein Exportverbot für Schrott und Petroleum im Juli 1940 verhängt und später auch für Eisen, Stahl, Messing, Kupfer und Zink. Das Embargo und der Krieg in Europa hatten zur Folge, daß immer weniger Technologien und notwendige Materialien importiert werden konnten. Diese wiederum waren notwendig um den Krieg in China fortsetzen zu können.17 Am 29. Juni 1940 sagte Außenminister Arita Hachiro, daß die Südseegebiete zur Stabilisierung Japans und der Bildung der Neuen Ordnung in Ostasien gebraucht werden. Infolgedessen wurden Verhandlungen mit der französischen Vichy-Regierung begonnen, um Truppen nach Indochina (heutiges Vietnam) schicken zu dürfen. Am 30. August 1940 kam man schließlich zu einer Einigung und im September übernahm die japanische Armee die Vorherrschaft im nördlichen Indochina, wobei es dennoch zu Kämpfen mit französischen Truppen kam, weil sich die Armee nicht an die Vorgaben aus Tokyo hielt. In etwa zur gleichen Zeit wurden auch Truppen im befreundeten Thailand stationiert.

Anfang des Jahres 1941 begann die japanische Regierung Verhandlungen mit Holland aufzunehmen, um Öl aus Niederländisch-Indien zu erhalten. Als Japan aber eine militärische Inspektion unter dem Vorwand, die Erdölvorkommen prüfen zu wollen, vornahm, brach Holland die Verhandlungen mit Japan ab und schränkte die Ölexporte ein. Da Japan jedoch zur Fortführung des Krieges in China dringend Öl brauchte, marschierten am 26./27. Juli 1941 Truppen in das südliche Indochina ein. Dies hatte zur Folge, daß die USA, England und Holland das japanische Auslandsvermögen einfrierten. Zudem verhängten die USA am 1. August ein Ölembargo.18 Dieses Embargo traf Japan sehr hart, weil 55 % der Ölimporte aus den USA und 20 % aus Niederländisch-Indien kamen.19 Die japanische Armee hatte auch nicht mit einer solchen scharfen Reaktion gerechnet, weil man die Beziehungen zwischen England und USA unterschätzt hatte. Man nahm nicht an, daß die USA sich für England einsetzen würde.20 Das Embargo hatte zur Folge, daß laut Marinechef Nagano Osami nur noch zwei Jahre lang ein effektiver Krieg geführt werden könnte.21 Deshalb versuchte die japanische Regierung erst einmal auf dem Verhandlungswege mit den USA das Embargo zu lockern.

Von Beginn an forderten die USA den Rückzug der japanischen Truppen aus China, was die japanische Regierung aber nicht akzeptierte, weil schon zuviel in China investiert worden war.22 Alleine in Manchukuo wurden rund 2500 Millionen US-Dollar investiert.23 Am 6. September 1941 beschlossen die japanische Regierung und die Militärführung im Kabinettsrat, in Anwesenheit des Tenno, daß der Krieg gegen Amerika und England unverzüglich zu eröffnen sei, falls bis Ende Oktober keine Einigung erzielt werden konnte. Als Anfang Oktober die Verhandlungen immer noch kein Resultat zeigten, forderte der Heeresminister Tojo Hideki den Beginn des Krieges, während Premierminister Konoe auf Fortsetzung der Verhandlungen bestand. Konoe reichte daraufhin seinen Rücktritt ein, weil er der Meinung war, daß ein Krieg gegen die USA unweise sei, solange die Sache in China noch nicht abgeschlossen ist. Der Tenno ernannte dann am 18. Oktober Kido Koichi Tojo zum neuen Premierminister.24 Interessant ist, daß der neue Außenminister Shigenori Togo erst zustimmte, Kabinettsmitglied zu werden, als Tojo ihm zusicherte, daß die erste Priorität in den erfolgreichen Verhandlungen mit den USA bestehe, ein Krieg also nicht vorprogrammiert sei.25 Der neue Außenminister führte auch noch mehrere Verhandlungen, aber mit Überreichung der sogenannten Hull-Note am 26. November 1941 wurden die Kontakte abgebrochen. Die Hull-Note hatte dabei laut Togo zwei neue wesentliche Forderungen in die Verhandlungen gebracht, die nicht akzeptiert werden konnten. Zum einen war dies die sofortige Zurücknahme aller japanischen Streitkräfte aus China und Indochina, denn bisher gab es keine Verhandlungen über Zeitpunkt und Bedingungen eines Rückzuges. Zum anderen wurde die Aufgabe aller exterritorialen Rechte gefordert. Da die Anerkennung der Hull-Note aus japanischer Sicht zum gleichen Ergebnis geführt hätte, wie die Niederlage im Falle eines Krieges, beschlossen der Ältestenrat, das Kabinett, die Verbindungskonferenz, der Kronrat und der Kaiser zwischen dem 29. November und 1. Dezember 1941 einen Krieg mit den USA vorzubereiten.26

3.4. Der Pazifische Krieg

Am 7. bzw. 8. Dezember - wegen der Datumsgrenze - 1941 griffen die japanische Marine in einem Überraschungsangriff Pearl Harbor und die Malaya-Halbinsel an. Der Angriff auf Pearl Harbor bedeutete einen vernichtenden Schlag für die amerikanische Flotte. 188 Flugzeuge wurden zerstört und 159 beschädigt, während die Japaner nur 29 Flugzeuge verloren. 2403 Tote und 1178 Verletzte hatten die Amerikaner zu beklagen.27 Dennoch war der Angriff kein vollständiger Erfolg für die japanische Armee, denn die Flugzeugträger waren nicht im Hafen und die wichtigen Treibstofflager sowie Werftanlagen wurden nur zum Teil beschädigt. Interessant ist die Frage, ob nicht der amerikanische Geheimdienst vom Angriff wußte, denn schon seit längerer Zeit konnten die geheimen Nachrichten der Japaner dechiffriert werden. Es ist bis heute unklar, ob eine Anhäufung unglücklicher Zufälle bewirkte, daß die Warnung des amerikanischen Generals Marshall nicht rechtzeitig ankam,28 oder ob der amerikanische Präsident diesen schmerzlichen Schlag akzeptierte, um das amerikanische Volk von der Notwendigkeit des Krieges gegen Japan zu überzeugen. Der letzteren Auffassung ist der Stabschef der Marine in Pearl Harbor gewesen,der dies mit verschiedenen Belegen zu beweisen versucht hat.29

Erst am 8. Dezember um 11 Uhr vormittags erklärte Japan den USA offiziell den Krieg. Gegenüber England wurde nie der Krieg erklärt. Dies verstieß eindeutig gegen die Hague Konvention von 1907, die Japan 1911 unterschrieben hatte. Zudem wurden in der Kriegserklärung internationale Vereinbarungen mißachtet.30 Als Begründung für die verspätete Kriegserklärung, gaben die Japaner an, daß die Entschlüsselung der langen Nachricht in der japanischen Botschaft in den USA zu lange gedauert hätte. Viele Japaner, zum Beispiel Admiral Yamamoto Isoroku, dachten nun, daß die Amerikaner sich von diesem Schock nicht erholen würden. Colonel Tsuji Masanobu fügte noch hinzu, daß Amerikaner Kaufleute seien und deshalb keinen unprofitablen Krieg führen würden. Zunächst sah es auch so aus, daß sie recht behalten sollten, denn die USA zogen sich aus den Phillipinnen zurück und die Engländer konnten, trotz einer Übermacht von 100.000 zu 34.000 Mann, Singapur nicht halten.31 Zwischen dem 25. Dezember 1941 und dem 27. Mai 1942 konnte die japanische Armee Hongkong, Manila, Rabaul, Singapur, die Ölfelder von Sumatra, Batavia, Rangoon und Corregidor erobern. Das japanische Einflußgebiet erstreckte sich nun von Burma bis zum Bismarck-Archipel. Die schnellen Erfolge der Japaner waren sicherlich auf die Schockwirkung der Blitzangriffe zurückzuführen, aber auch auf die kampftechnische Überlegenheit. Zudem wurden die "Schlitzaugen" auch ganz einfach von den Westmächten unterschätzt, denn auch im Westen gab es Rassismus.

Ein Wendepunkt im pazifischen Krieg bedeuteten die Niederlagen beim Angriff auf die Midway-Inseln am 5. Juni 1942, und die schweren Verluste in den Kämpfen um den Guadalkanal zwischen dem 7. August 1942 und dem 9. Februar 1943. Es folgten eine ganze Menge verlorener Schlachten auf der Attur-Insel (29. Mai 1943), in Tarawa und Makin (November 1943), Kwajalein (Februar 1944), in der Phillipinischen See (Juni 1944), Saipan (9. Juli 1944), Golf von Leyte (Oktober 1944) und Rangoon in Burma (Mai 1945), um nur einige zu nennen. Besonders schwere Folgen hatte der Verlust von Saipan, weil die amerikanische Luftwaffe nun verstärkt Bombenangriffe auf Japan fliegen konnte.32 Auch in China konnte die chinesische Befreiungsarmee ab dem Sommer 1943 vermehrt Erfolge erzielen.

Schon im November 1943 trafen sich Churchill, Roosevelt und Chiang Kai-shek in Kairo. Am 27. November wurde dann die sogenannte Kairo-Dekleration verabschiedet, in der beschlossen wurde, daß alle japanischen Gebiete, die nach 1914 erobert wurden, nicht mehr als japanisches Territorium anerkannt werden sollten. Die Mandschurei und Taiwan sollten demnach zu China kommen und Korea unabhängig werden. Auf der Jalta Konferenz im Februar 1945 zwischen Stalin, Churchill und Roosevelt verspricht auch Rußland den Kriegseintritt gegen Japan, nachdem es die Sachalin und Kurillen-Inseln sowie chinesische Gebiete im Falle eines Sieges zugesprochen bekommen hat. Besonders problematisch war dies, weil die Abtretung der chinesischen Gebiete nicht mit China abgesprochen war. Nach der Niederschlagung Italiens und Deutschlands war Japan nun vollkommen isoliert und über 50 Nationen hatten Japan den Krieg erklärt. Schon im Februar 1945 hatte der Premierminister Konoe dem Tenno nahegelegt zu kapitulieren, weil er sonst eine kommunistische Revolution befürchtete. Aber erst am 25. Juli sagte der Tenno zur Militärführung, daß er nicht mehr an eine Wende durch eine "Entscheidungsschlacht im Lande" glaube. Daraufhin wurden geheime Friedensverhandlungen geführt. Auf der Potsdam- Konferenz legten die USA, England und China am 26. Juli die Kapitulationsbedingungen für Japan fest. Demnach wurde die Beseitigung des militärischen Systems in Japan, die Bestrafung der Kriegsverbrecher und die Unterstützung der demokratischen Bewegung gefordert. Das japanische Territorium sollte nur noch Hokkaido, Honshu, Shikoku, Kyushu und ein paar kleinere Inseln umfassen.

Trotz der begonnenen Verhandlungen setzten die USA ihre Atomversuche in Neu-Mexiko fort. Am 6. August 1945 fiel schließlich die Atombombe auf Hiroshima und am 9. August auf Nagasaki, wobei über 100.000 Menschen qualvoll starben und 80 % aller Gebäude zerstört wurden. Den USA wurde vor allen Dingen vorgeworfen, daß sie die Atombomben abwarf, um ihre Stärke gegenüber der Sowjetunion zu beweisen. Am 9. August trat dann auch Rußland in den Krieg ein und besetzte die Mandschurei, Nordkorea und die Sachalin. Am 15. August verkündete schließlich der Tenno über Rundfunk die Kapitulation Japans. Die Kapitilationsurkunde wurde am 2. September 1945 unterschrieben.33 Insgesamt fielen zwischen Juli 1937 und August 1945 2,3 Millionen Japaner.34 Wie die Japaner zuhause den Krieg erlebten, soll im nächsten Abschnitt behandelt werden.

4. Der Krieg Zuhause

4.1. Der Beginn des Faschismus

Die Weltwirtschaftskrise nach 1929 führte zu einer Änderung der außenpolitischen Prioritäten. Es stand nun wieder die Beziehung zu Asien im Vordergrund, während die Öffnung zum Westen an Bedeutung verlor. Dies lag auch an der mangelnden Nachfrage des Westens, insbesondere der USA, nach japanischen Gütern. So sank die Exportquote in die USA zwischen 1925 und 1939 von 37,1 % aller Exporte auf 14,3 %. Allerdings blieb Japan auch weiterhin von amerikanischen Importen, insbesondere Öl, abhängig. Um dies nun bezahlen zu können, mußte der Handel mit Asien ausgeweitet werden und deshalb wollte Japan eine exklusive wirtschaftliche Beziehung zu China. Zudem nahm der Haß gegenüber dem Westen zu und der Nationalismus wurde gestärkt.35 Insbesondere bei der ländlichen Bevölkerung und den jungen Offizieren fand der Nationalismus großen Anklang, weil die Krise im landwirtschaftlichen Bereich besonders verheerende Auswirkungen hatte. Gleichzeitig wurde die Armee immer mehr verehrt, weil sich die Politiker aus Angst vor einer organisierten Arbeiterschaft und Reformen der Gesellschaft nicht für die Belange der breiten Bevölkerung einsetzten. Auch unter den Intellektuellen fand der Gedanke des Nationalismus verstärkt Verbreitung. So brachte Kita Ikki schon 1923 einen "Entwurf für die nationale Neuorganisation" heraus, in dem er behauptet, daß China und Indien nur mit Hilfe von Japan die Unabhängigkeit erreichen können, und daß Japan Land braucht, weil die Bevölkerung so schnell wächst. Selbst unter den Kommunisten fand der Gedanke von der Befreiung Chinas, Taiwans und Koreas immer mehr Anklang, mit der Begründung, diese Länder müßten vom britischen und amerikanischen Kapitalismus getrennt werden. Es gab aber auch Intellektuelle, die unter dem neuem Nationalismus zu leiden hatten, wie der Professor Takigawa Yukitoki, der die Kyoto Universität verlassen mußte.36

Das Militär konnte im Laufe der Zeit immer mehr Macht an sich reißen und stellte immer öfter Minister. Zudem bildete es eine Kontrollgruppe (Kodoha), die die Post des Kriegsministers durchsah.37 Letztendlich können drei Stufen des japanischen Faschismus unterschieden werden. Zum einen die Vorbereitungsphase von 1918-1931, in der rechte Gruppen vermehrt ihre Ideen offen verbreiteten, zum anderen die Reifeperiode 1931-1936, als die Zeit des Terrorismus und der Umsturzversuche ziviler rechtsgerichteter Gruppen und radikaler junger Offiziere, und letztendlich die Vollendungsperiode von 1936-1945 mit der Bildung eines totalitären Systems. Diese letzte Periode soll nun weiter untersucht werden.

4.2. Bildung eines totalit ä ren Systems

Im August 1936 wurden die "Fundamente der Nationalen Politik" beschlossen, in denen unter anderem gefordert wird, daß eine einheitliche öffentliche Meinung gebildet werden sollte und die Wirtschaft gestärkt werden müße.38 Am 24. März 1938 wurde das sogenannte "Gesetz zur nationalen Generalmobilmachung" (Kokka sodoinho) verabschiedet. Es ermächtigte die Regierung, Vermögen einzuziehen und Bürger nach Belieben einzuberufen, darüberhinaus konnten die Produktion und der Finanzverkehr dirigiert werden. Die Beratungen zum Gesetz zeigten, daß das Parlament nur noch eine Fassade war. So konnte der Sprecher des Heeresministeriums, Sato Yoshinori, ohne negative Konsequenzen zu den Parlamentariern sagen "Halten Sie den Mund!", als sie Einwände brachten.39

In Japan begann nun die Zeit der Propaganda und Zensuren und der Spruch "Extravaganz ist der Feind" geprägt. Dazu gehörte alles westliche, unter anderem wurde Frauen hahegelegt keine Locken zu tragen. Selbst Wörter, die von der englischen Sprache abgeleitet waren, wurden nun in rein japanische Wörter verwandelt. So hieß zum Beispiel der Strike beim Baseball nun nicht mehr sutoraiku, sondern honkyu und die Tasche nicht mehr poketto, sondern monoire. Am 30. August 1940 wurde es sogar Studenten verboten die Bibel zu lesen und Magazine wurden immer mehr zensiert. 1941 gab es von ehemals 80 Frauenmagazinen nur noch 17 und 39 Kunstmagazine nur noch 8. Ab 1941 waren nicht nur linke Schriften verboten, sondern auch Werke berühmter Schriftsteller und alle Arten von Anti- Kriegsgeschichten, Romanen und Comics. Insgesamt sank die Anzahl der Bücher, die verkauft werden durften, von 28138 Titeln im Jahre 1941 auf 875 im Jahre 1945. Die Geschichtsbücher in der Schule wurden 1940/41 und nochmals 1943 revidiert, um eine kontinuierliche Politik darstellen zu können. Ab 1943 wurde in den Schulen auch kein Englisch mehr gelehrt und seit September 1941 wurden die Radionachrichten direkt im Klassenzimmer übertragen, damit eine direkte Beeinflussung von zentraler Stelle aus möglich war. Vorraussetzung hierfür war natürlich, daß alle Radiosender unter staatliche Kontrolle gebracht wurden.40

Im März 1941 wurde ein Verteidigungssicherheitsgesetz zur Abwehr von Spionen verabschiedet. Auf Grund dieses Gesetzes war es bei internationalen Telefongesprächen nur noch gestattet Japanisch, Englisch oder Deutsch zu reden. Trotz daß Japan mit Italien verbündet war, durfte kein Italienisch gesprochen werden, weshalb die in Japan lebenden Italiener sehr bestürzt waren. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Großorganisationen gebildet, um eine bessere Kontrolle zu gewährleisten. Im November 1940 wurde die Großjapanische Patriotische Industrievereinigung gegründet, welche im Juni 1942 über 5,5 Millionen Mitglieder zählen konnte. Ihre Aufgabe war es, in Form von Unterricht und Podiumsdiskussionen den Arbeitern den Sinn des Krieges nahe zu bringen. Trotzdem stieg die Zahl der Streiks im Jahre 1943 auf 279. Am 16. Januar wurde die Großjapanische Jugendorganisation gegründet, um die schon existierenden lokalen Jugendorganisationen miteinander zu verbinden. Dadurch wuchs die Mitgliederzahl in 1 ½ Jahren von 4,4 auf 14,2 Millionen. In den Jugendgruppen wurden nun vermehrt Kriegsspiele durchgeführt. Auch für die Frauen wurde eine Massenorganisation eingerichtet, um "gute Mütter" heranzubilden, denn dem japanischen Staat war es äußerst wichtig, daß die Frauen möglichst viele Kinder großzogen. Die Religionsgruppen tendierten immer mehr dazu, mit der Kriegspolitik des Staates zu kooperieren. Die Christen wurden zwar nicht verfolgt, aber sie mußten den Tenno als höher stehend als Gott ansehen.

Um die Presse und den Rundfunk kontrollieren zu können wurde im Dezember 1940 ein Informationsbüro eingerichtet, welches nun einheitliche Nachrichten in allen Propagandamaterialien verkündete. Im April 1943 wurde dann eine eigene Propagandaeinheit eingerichtet. Um insbesondere die Zeitungen besser kontrollieren zu können, wurde im November 1941 ein Zeitungsbund gegründet, auf Grund dessen innerhalb von 2 Jahren die Anzahl der Zeitungen von 454 auf 54 sank. Im Februar 1942 wurde die Zensur noch weiter verschärft, als der neugegründete Zeitungsrat nun jeden Reporter entlassen durfte, der unwillkommene Berichte veröffentlichte. Besonders kurios war der Verbot amerikanischer Filme. Am 4. Dezember 1941 wurden noch 69 US-Filme freigegeben und eine Woche später, nach dem Überfall auf Pearl Habor, wurden sie wieder verboten.

Eine ganz wichtige und auch typisch japanische Einrichtung waren die sogenannten Nachbarschaftsvereine. Insbesondere die zunehmende Zahl an städtischen Bewohnern, die nicht mehr in der traditionellen Familienstruktur wohnten, versuchte man mit Hilfe der Nachbarschaftsvereine in eine großfamilienartige Struktur zu bekommen. Am 11. November 1940 wurde die Order Nr.17 erlassen, die die Intention hatte, Nachbarschaftsvereine zu gründen. Die Absicht war laut Order, eine Basis für eine moralische und geistige Beeinflussung zu bilden um auch die nationale Politik besser umsetzen zu können. Desweiteren sollte eine bessere Kontrolle des wirtschaftlichen Lebens jedes einzelnen erreicht werden. Die Nachbarschaftsvereine bestanden aus 10 bis 15 Haushalten. Im Juli 1942 wurden über 1,3 Millionen Nachbarschaftsvereine in Japan gezählt und auch in Taiwan und Korea wurden diese gegründet. Jeder Nachbarschaftsverein hatte einen lokalen Führer, der meist aus der gehobenen Schicht kam. Da die Arbeit aber freiwillig und nicht immer einfach war, mußten teilweise sogar 21-jährige Frauen zwangsweise eingesetzt werden. Es wurde von der Regierung aus versucht, die lokalen Führer zu schulen, aber gerade auf dem Lande hatte man nicht den gewünschten Einfluß auf die Nachbarschaftsvereine. Es war auch auffallend, daß auf dem Land die Vereine nicht so beliebt waren wie in der Stadt, was sicherlich daran lag, daß die Menschen in der Stadt ganz froh waren als Einzelperson von fremden Menschen geholfen zu bekommen, während auf dem Lande die Menschen dies eher als eine Einmischung in ihr Privatleben ansahen. Einmal im Monat gab es ein Treffen der Haushaltsvorstände, um Nachrichten der NHK anzusehen und Dinge wie Essensverteilung und Nachtpatrolien zu regeln. Insbesondere in den Tagen der Bombenangriffe zeigte sich der Vorteil der Nachbarschaftsvereine, denn es konnte relativ schnell und geordnet organisiert werden. Auch wenn es Massenorganisation gab, versuchte man in Japan die Tradition der Familie, mit Hilfe der Nachbarschaftsvereine, mit dem modernen Krieg zu verbinden.41

4.3. Die Bombenangriffe

Der erste Angriff von 16 amerikanischen B-25 Bombern am 18. April 1942 war zwar ein Schock für die Japaner, aber es wurden keine Vorkehrungen gegen weitere Bombenangriffe getroffen, weil der Armeeminister, General Sugiyama Gen, meinte, daß man sowieso nichts gegen die Luftangriffe unternehmen könne. Trotzdem begann man 1943 mit dem Ausheben von Gräben zum Schutz vor Luftangriffen. Gleichzeitig versuchte man, mit Hilfe von Propaganda, Sicherheit vorzutäuschen, um letztenendes zu verhindern, daß die Menschen bei Bombenangriffen fliehen würden. Im Herbst 1943 wurden schließlich konkrete Pläne vom Kabinett in einem Vier-Punkte-Programm getroffen. Es sollten dabei die Fabriken gestreut, Feuerbrecher installiert, die Nachbarschaftsvereine auf Luftangriffe vorbereitet und soviele Menschen wie möglich aufs Land evakuiert werden. Eine Maßnahme, sich vor den Bränden nach Bombenangriffen zu schützen, war der Abriß von Häusern. 1/5 aller Häuser in den Städten wurden niedergerissen, wobei die Besitzer vom Staat keine Entschädigung erhielten. Zunächst versuchte man die Menschen mit Hilfe von Propagandafilmen freiwillig dazu zu bekommen aufs Land zu ziehen. Da dies aber nicht gelang wurde am 30. Juni 1944 verordnet, daß die Schulkinder von ihren Eltern getrennt und aufs Land geschickt werden müßten. Die Schulkinder hatten allerdings auf dem Land nur wenig Unterricht, vielmehr halfen sie den Bauern auf den Feldern. Erst als im November 1944 die ersten Luftangriffe auf Tokyo geflogen wurden, begannen viele Leute freiwillig aufs Land zu ziehen. Bis zum Ende des Krieges waren 10 Millionen Menschen, das sind 1/7 der Bevölkerung, auf der Flucht, wobei die Millionenstädte 2/3 ihrer Einwohner verloren. Die meisten Flüchtlinge kamen bei Verwandten unter. Verstärkt wurde die Situation mit dem Ende des Krieges, als auch noch 3,1 Millionen Zivilisten und 3,5 Millionen Soldaten aus dem Ausland zurückkamen. In Japan gingen zwar nur 1/8 soviele Bomben nieder wie in Deutschland, dennoch wurden 24 % der Häuser zerstört, im Vergleich zu 28 % in Deutschland, weil die meisten Häuser aus Holz waren und sehr schnell verbrannten. Insgesamt starben über 500.000 Menschen und 42 % der Industriezonen wurden zerstört.

Die USA begründete die Luftangriffe damit, daß sie zur Abschreckung dienen sollten und die Industriezonen nicht eindeutig erkennbar waren. In der Bevölkerung führten die Bombardierungen zwar zu einem stärkeren Zusammenhalt, aber auch zum verstärkten Wunsch auf Beendigung des Krieges. Dennoch war es der Tenno und nicht das japanische Volk, der den Krieg beendete. Warum die Menschen bereit waren bis zum Schluß zu kämpfen hatte mehrere Ursachen. Zum einen wollte sich niemand durch eine frühzeitige Aufgabe vor dem anderen blamieren was besonders auf dem Lande vorkam, da die Menschen dort die wirklichen Ausmaße des Krieges nocht nicht gesehen hatten. Zum anderen hatten Arbeiter Angst davor, auf ihren Lohn verzichten zu müssen, wenn auf einmal die Rüstungsindustrie gestoppt werden sollte. Es spielten natürlich auch Rachegefühle und Patriotismus eine Rolle, aber noch gravierender war die Angst vor dem Unbekannten, vor dem was nach dem Krieg kommen sollte.42

Wenn man den Faschismus und das totalitäre System in Japan mit dem in Deutschland vergleicht, ist als erstes auffallend, daß die Massenorganisationen und Sonderpolizeieinheiten wie die SS und SA eine nicht so bedeutende Rolle gespielt hatten wie in Deutschland. Zudem hat man den Eindruck, daß nichts in der gleichen grausamen Konsequenz durchgezogen wurde wie in Deutschland, wie zum Beispiel die Bücherverbrennungen. Trotzdem ist natürlich auch das damalige Japan als ein totalitäres System anzusehen.

5. Die Besatzungspolitik

5.1. Taiwan und Korea

Taiwan wurde schon 1895 eine japanische Kolonie, weshalb der Einfluß der Japaner dort besonders deutlich zu sehen war und ist. Der gravierendste Einschnitt in das Leben der Taiwanesen war das Verbot der chinesischen Sprache. In den Schulen wurde nur noch japanisch gelehrt und auch die Zeitungen erschienen nur noch auf japanisch. Viele Taiwanesen sagten deshalb, daß die Japaner ihre Sprache gestohlen hätten. Taiwan hatte zwar weniger politische Rechte als Korea, aber dennoch gab es ab 1935 eine autonome Regierung. Korea wurde 1910 annektiert und blieb, genauso wie Taiwan, bis zum Ende des Krieges in japanischer Hand. Korea war für Japan insbesondere ein Lieferant von Nahrungsmitteln aber auch von Arbeitskräften. Insbesondere ab 1941 wurden viele Koreaner nach Japan zum Arbeiten in die Minen und die Schwerindustrie geschickt, weil auf Grund des Krieges männliche Arbeitskräfte fehlten. Die Männer wurden dabei oftmals gezwungen in Japan arbeiten zu gehen. Seit 1938 konnten Koreaner auch in die japanische Armee eintreten. Insgesamt wurden mindestens 370.000 Koreaner als Soldaten oder Arbeiter als Arbeitskräfte ausgenutzt. Aber auch Frauen wurden an die Front zu den Soldaten geschickt, allerdings als Prostituierte, sogenannte "Comfort Girls" (chosenpi). Das Ziel der japanischen Besetzungspolitik war, Korea zu einem Teil Japans zu machen. Deshalb wurde auch nur japanisch unterrichtet und der Shintoismus als Staatsreligion aufgezwungen. Die Ungleichbehandlung von Japanern und Koreanern in Korea konnten die Einheimischen an jeder Stelle feststellen. So wurden japanische Beamte höher bezahlt und japanische Arbeiter in besseren Häusern untergebracht. Die Unabhängigkeit Koreas wurde von Japan nie erwogen, wenngleich man 1937 gewisse Zugeständnisse gemacht hatte, wie die Angleichung der Löhne, um die Koreaner zur Unterstützung des Krieges zu bewegen.

5.2. Manchukuo

In Manchukuo versuchten die Japaner einen relativ unabhängigen Staat zu bilden, der aber dennoch unter japanischer Kontrolle gestellt werden sollte. Insbesondere die Kwantung Armee spielte hier eine bedeutende Rolle und kann als der eigentliche Herrscher Manchukuos angesehen werden. Es gab zwar eine Regierung, unter anderem mit dem letzten Kaiser Henry Pu Yi, aber Parteien und politische Organisationen waren verboten. Die Stärke der Japaner in Manchukuo bestand mit unter in der wirtschaftlichen Macht, so kamen 57 % der Investitionen, insbesondere im Transport-, Kommunikationsbereich und Ressourcenabbau, aus Japan. Aber auch mit Gewalt wurden wirtschaftliche Vorteile gesucht, indem das Land der Kleinbauern an Japaner verteilt wurde und immer wieder Massaker begangen wurden. Deshalb war es nicht verwunderlich, daß es zu Racheakten kam als die Japaner den Krieg verloren hatten.43

5.3. China

In China ging die japanische Armee noch brutaler mit den Einheimischen um. Einer der ersten Massaker war das von Nanking, bei dem rund 200.000 Menschen auf brutale Art und Weise umkamen. Noch gravierender waren aber die Folgen der 1941-42 durchgeführten sanko seisaku ("töte alles, verbrenne alles, zerstöre alles"), die als Kampagne gegen die Kommunisten durchgeführt wurde. Man nimmt an, daß in dieser Zeit die Bevölkerungszahl von 44 auf 25 Millionen Menschen auf Grund von Flucht und Tod sank.44 Hinzu kamen die Zwangsrekrutierungen von Arbeitskräften für die Front aber auch für Japan. Insgesamt wurden 41000 Chinesen als Sklaven nach Japan geschickt, von denen mindestens 7000 starben.

Die in China eingesetzten Marionettenregierungen sowohl im Dezember 1937 in Peking als auch im März 1938 in Nanking hatten noch weniger zu sagen als die Regierung in Manchukuo. Hinzu kamen die größeren Schwierigkeiten mit den Guerrillas.45

5.4. Philippinen und Malaya

Der Einmarsch der Japaner auf den Philippinen hatte verheerende Auswirkungen auf die dortige Wirtschaft. Da die Ausbeutung von Rohstoffen im Vordergrund stand, wurde die Landwirtschaft vernachlässigt und Japan konnte die Abnahme des Zuckers, welcher bisher für die Amerikaner produziert wurde, nicht übernehmen. Versuche, die Rohrzuckerfelder in Baumwollfelder umzuwandeln, mißlangen.46 Die Japaner hatten auch sehr stark mit den ca. 270.000 Guerrillas zu kämpfen, die einen starken Rückhalt in der Bevölkerung hatten. Daran änderte auch die Einrichtung einer Marionettenregierung 1943 nichts. Besonders brutal ging die japanische Armee in Singapur vor, weil Singapur als die chinesische Hochburg der anti-japanischen Bewegung galt. Nach der Eroberung Singapurs wurden 70.000 Überseechinesen verhaftet und viele tausend massakriert. Zur Abschreckung wurden Köpfe ausgestellt. In Malaya wurde keine Marionettenregierung eingerichtet, weil man sich über die Zukunft des Territoriums noch nicht sicher war.

5.5. Niederl ä ndisch Ostindien

Das heutige Indonesien spielte wegen der Ölreserven eine strategisch wichtige Rolle für Japan. Anders als auf den Phillipinen begrüßten die Indonesier den Einmarsch der Japaner, weil sie sich mehr Rechte als unter den Holländern erhofften. Letztenendes hatten die Indonesier aber noch weniger Rechte als vorher, denn es wurde noch nicht einmal eine Marionettenregierung eingesetzt, und die japanische Armee verhielt sich wie ein Besatzer. Schon im März 1942 wurden alle politischen Aktivitäten sowie die Nationalflagge und - hymne verboten. Hinzu kam die Mißachtung indonesischer Gewohnheiten und die ständig schlechtere Behandlung als die Japaner, so daß es im Februar 1945 sogar zu einer Revolte der Freiwilligenarmee kam.47

5.6. Indochina

Das heutige Vietnam wurde von Japan als eine Schlüsselposition für die weitere Expansion in den Süden angesehen, weshalb das Land sehr zentralistisch von Tokyo aus verwaltet wurde und auch Gewaltanwendungen zur Sicherung der Vorherrschaft befohlen wurden.48 Wie unwichtig den Japanern aber die Bevölkerung war, zeigt die Tatsache, daß 200.000 Vietnamesen starben, weil die Reisernte nach Laos verschifft wurde. Die japanische Armee hatte allerdings sehr stark mit der Vietnamesischen Front unter Ho Chi Minh zu kämpfen. Noch bevor die Allierten eintrafen konnte die Vietnamesische Front die Unabhängigkeit Vietnams am 2. September 1945 ausrufen.

5.7. Burma

Die Japaner wurden in Burma als Befreier gefeiert, aber der Enthusiasmus wandelte sich zu Haß. Zunächst sollten die japanischen Truppen nur den Süden besetzen, um die Unabhängigkeit Burmas zu ermöglichen. Aber die japanische Armee eroberte das gesamte Land und setzte eine Militärregierung ein. Im August 1943 wurde zwar die Unabhängigkeit ausgerufen, aber der Premierminister Ba Maw hatte keine Macht. Besonders übel nahm man den Japanern, daß die Nationalarmee keinen autonomen Status erhielt, obwohl sie bei der Befreiung mitgeholfen hatte. So kam es, daß sich die burmanesische Armee im März 1945, beim Kampf gegen die Britische Indienarmee, auf die Seite der Briten schlug.49

5.8. Das Gro ß ostasiatische Co-Wohlfahrtsgebiet

Im Laufe der Besatzungspolitik wurde der Begriff des Grostasiatischen Co- Wohlsfahrtsgebiets geprägt, um auszudrücken, daß man ein zusammenhängendes Gebiet in Asien schaffen wolle. Japan führte zur Begründung an, daß Asien vom amerikanischen und britischen Imperialismus befreit werden müße. Das Ziel war, ein Gebiet selbständiger aber von Japan abhängiger Staaten zu schaffen. Japan hatte dabei insbesondere wirtschaftliche Interessen im Auge.50 Man war sich aber auch darüber bewußt, daß ein asiatisches Gemeinschaftsgefühl hergestellt werden mußte. Deshalb wurde die weiße Rasse als Feind dargestellt und konfuzianische Werte gelehrt. Problematischer war dies in Südostasien, wo der Buddhismus und der Islam einen großen Einfluß hatten. 1943 wurde das Ziel des Wohlfahrtsgebietes festgelegt. Burma und die Phillipinen sollten ähnlich kontrolliert werden wie Manchukuo. Thailand und Indochina sollten Protektorate werden, China ebenso, aber mit stärkerer direkter Kontrolle, und der Rest sollte wie Kolonien behandelt werden. Zu Thailand ist noch hinzuzufügen, daß es der einzige wirklich unabhängige Staat war, der während des Krieges mit Japan zusammenarbeitete.51

Letztenendes ist es richtig, wenn hehauptet wird, daß Japan Asien zeitweise von der Kontrolle des Westens befreite, aber Japan brachte nicht die Freiheit, sondern Terror. Die eigentliche Freiheit gewann Asien erst nach dem Krieg, als das imperialistische Japan geschlagen war.52

6. Fazit

Trotz der vielen vorhergehenden Ausführungen stellt sich noch immer die Frage, wie es zum Krieg kommen konnte. Eine ganz interessante Meinung vertritt Michael A. Barnhart. Er meint, daß am Anfang aller Konflikte die Bemühungen Japans darin lagen, autark zu werden, um vom Westen unabhängiger zu werden. Deshalb begann man den Krieg mit China. Da der Krieg aber viel Öl und Materialien kostete, wurde die Abhängigkeit vom Westen noch größer. Um diesem Dilemma zu entkommen, schloß man sich zum einen Deutschland an und zum anderen besetzte man Indochina und Ostindien. Dies aber widersprach der amerikanischen Vision des freien Handels, einer Voraussetzung für politische Freiheit. Deshalb kam es zum Krieg mit den USA, und der Krieg gegen China führte letztendlich nicht zur erhofften Autarkie. Barnhart ist desweitern der Ansicht, daß die politischen internen Konflikte Japans, insbesondere die Rivalität zwischen dem Herr und der Marine, die eigentliche Ursache für den Krieg sind.53

Meiner Ansicht nach ist die Ursache des Krieges vielmehr in dem imperialistischen Gedankengut zu suchen. Die Personen, die während des Fünfzehnjährigen Krieges an der Macht waren, hatten schon in der Erziehungszeit gelehrt bekommen, daß Japan Kolonien wie Taiwan und Korea besitzt und die Menschen dort Untermenschen sind. Deshalb war es nicht besonders erstaunlich, daß diese Menschen, als sie an der Macht waren, weiterhin diese Lehren verbreiteten und für ihre persönlichen Vorteile anwendeten. Die anderen Länder wurden nur als Mittel zum Zweck gesehen, wobei der Zweck darin lag, das japanische Volk möglichst stark zu machen und insbesondere persönliche Vorteile zu erzielen. Letztenendes ist zur Verhinderung eines Krieges deshalb die Erziehung und Demokratie sehr wichtig. Insbesondere die Kritikfähigkeit ist meiner Meinung nach einer der entscheidenden Fähigkeiten, die jeder Jugendliche lernen sollte.

7. Literaturverzeichnis

Barnhart, Michael A.: Japan prepares for Total War. The Search for Economic Security, 1919-1941. Ithaca, London: Cornell University Press 1987

Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. Oxford: Clarendon Press 1992

Dettmer, Hans A.: Grundzüge der Geschichte Japans. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1970

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Hane, Mikiso: Modern Japan. A Historical Survey. Boulder, Colorado / London, England: Westview Press 1992

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Kitaoka Shin'Ichi: Die Torheit der Resolution zum fünfzigsten Jahrestag des Kriegsendes. In: JAPANECHO 22. Jahrgang Nr. 3/1995

Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. Frankfurt/New York: Campus Verlag 1993

Sato Seizaburo / Ito Takahashi: Die Bewältigung des Krieges. In: JAPANECHO 22. Jahrgang Nr. 1/1995

Seifert, Wolfgang: Zur aktuellen Diskussion über den Pazifischen Krieg in Japan. In: Jahrbuch für aussereuropäische Geschichte. Münster: LIT Verlag 1995

Togo, Shigenori: Japan im 2. Weltkrieg. Bonn: Athenäum-Verlag 1958

Weinheimer Nachrichten/Mannheimer Morgen: "Phillipinas nehmen Entschädigung an". 15.8.1996

[...]


1 vgl. Kitaoka Shin'Ichi: Die Torheit der Resolution zum fünfzigsten Jahrestag des Kriegsendes. In: JAPANECHO 22.Jahrgang Nr. 3/1995 S.71

2 vgl. Friedrich, Paul-Joachim: 50 Jahre nach Kriegsende: Streit um Antikriegs-Resolution. In: Japan aktuell 8. Jahrgang Nr. 6/95 S.6

3 vgl. "Philippinas nehmen Entschädigung an". In: Weinheimer Nachrichten / Mannheimer Morgen vom 15.8.1996

4 vgl. Jaya Deva: Japan's Kampf. London: Victor Gollancz Ltd. 1942, S.9

5 vgl. Seifert, Wolfgang: Zur aktuellen Diskussion über den Pazifischen Krieg in Japan. In: Jahrbuch für aussereuropäische Geschichte. Münster: LIT Verlag 1995, S.54/55

6 vgl. Sato Seizaburo und Ito Takashi: Die Bewältigung des Krieges. In: JAPANECHO 22.Jahrgang 1/1995 S.59

7 vgl. Dettmer, Hans A.: Grundzüge der Geschichte Japans. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1970, S. 125

8 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. Frankfurt/New York: Campus Verlag 1993, S.510

9 ebd. S. 561

10 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. Oxford: Clarendon Press 1992, S.188/189

11 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945, New York: Pantheon Books 1978, S.59- 62

12 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S. 193-200

13 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.70

14 vgl. Hata, Ikuhiko: Continental expansion, 1905-1941. In: Duus, Peter (Hrsg.): The Cambridge History of Japan: Volume 6 The Twentieth Century, Cambridge: Cambridge University Press 1988, S.303/304

15 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. S.575/576

16 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.206-208

17 ebd. S.222-225

18 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.130-132

19 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.212

20 ebd. S.226

21 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.139

22 ebd. S.133/134

23 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.214

24 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. S.583

25 vgl. Togo, Shigenori: Japan im 2.Weltkrieg. Bonn: Athenäum-Verlag 1958, S.51/52

26 ebd. S.154-170

27 vgl. Hane, Mikiso: Modern Japan. A Historical Survey. Boulder, Colorado / London, England: Westview Press 1992, S.310

28 Kennedy, Paul: Der Kampf im Pazifik. München: Moewig Verlag 1981, S.37-44

29 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. S.585

30 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.136

31 vgl. Dower, John W.: War without Mercy: Race and Power in the Pacific War. New York: Pantheon Books 1986, S.36/37

32 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.142-147

33 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. S.587-590

34 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.152

35 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.175-212

36 vgl. Hane, Mikiso: Modern Japan. A Historical Survey. S.245-309

37 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.181

38 ebd. S.201/202

39 vgl. Kiyoshi Inoue: Geschichte Japans. S.578

40 vgl. Havens, Thomas R.H.: Valley of Darkness. The Japanese People and World War Two. New York: W. W. Norton & Co. 1978, S.10-32

41 ebd. S. 72-89

42 ebd. S.154-193

43 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S. 156-165

44 vgl. Dower, John W.: War without Mercy: Race and Power in the Pacific War. S.43

45 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S. 166-171

46 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S. 239-244

47 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S. 172-178

48 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.231

49 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.174-180

50 ebd. S153-155

51 vgl. Beasley, W.G.: Japanese Imperialism 1894-1945. S.198-250

52 vgl. Ienaga, Saburo: The Pacific War, 1931-1945. S.180

53 vgl. Barnhart, Michael A.: Japan prepares for Total War. The Search for Economic Security, 1919-1941. Ithaca, London: Cornell University Press 1987, S. 19, 20, 272

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Der Fünfzehnjährige Krieg
Veranstaltung
Proseminar "Geschichte Japans, Teil II: 1868 bis zur Gegenwart"
Autor
Jahr
1996
Seiten
25
Katalognummer
V95031
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fünfzehnjährige, Krieg, Proseminar, Geschichte, Japans, Teil, Gegenwart, Japanologisches, Seminar, Leitung, Akira, Takenaka
Arbeit zitieren
Frei Messow (Autor), 1996, Der Fünfzehnjährige Krieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95031

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