In dieser Ausarbeitung der Unterrichtseinheit geht es um das Thema der Gestaltung akrobatischer Übungen. Bei der Akrobatik lernen die Kinder ihre körperlichen Grenzen kennen und erfahren Aspekte des sozialen Miteinanders. Akrobatik kann folglich das Zusammenarbeiten sowie das individuelle Können fordern und fördern. Bereits im Grundschulrahmenplan Mecklenburg-Vorpommerns im Fach Sport wird auf das Präsentieren von Bewegungen in Partner- oder Gruppenarbeit eingegangen. Besonders wichtig sind bei der Umsetzung von akrobatischen Übungen die eigene Körpererfahrung, das Treffen von eigenen Entscheidungen sowie das Erfahren von Gleichgewicht und Schwerkraft. Außerdem lernen die Schüler miteinander in einer Gruppe zu interagieren, Kunststücke zu gestalten und umzusetzen. In der Arbeit wird näher auf die Sekundarstufe I eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einordung in den Rahmenplan
2. Sachanalyse
2.1 Akrobatisches Turnen
2.2 Knotenpunkte
2.3 Zu erwartende Schwierigkeiten in Bezug auf die Lerngruppe
3. Didaktische Analyse
3.1 Begrüßung und Motivation
3.2 Erwärmung
3.3 Hauptteil und Erarbeitungsphase
3.4 Schlussteil und Präsentation
4. Lernziele
5. Methodische Analyse
6. Tabellarische Stundenverlaufsskizze
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Gestaltung akrobatischer Übungen als kooperativen Lernprozess für eine zehnte Klasse im Sportunterricht zu konzipieren, wobei die Förderung sozialer Interaktion und die praktische Umsetzung komplexer Figuren im Mittelpunkt stehen.
- Grundlagen der Partner- und Bodenakrobatik im Schulsport
- Entwicklung von Sozialkompetenz durch gegenseitiges Helfen und Sichern
- Kreative Gestaltung von Menschenpyramiden und Standbildern
- Integration von Körperspannung und Gleichgewichtsschulung
- Methodische Gestaltung einer Festigungsstunde im Geräteturnen
Auszug aus dem Buch
2.1 Akrobatisches Turnen
In dieser Arbeit ist die Equilibristik gemeint, wenn von Akrobatik gesprochen wird. Das ist die Partner- oder Bodenakrobatik. (vgl. Blume. 1995, 9) Diese umfassen einfache Figuren von zwei bis zwölf Personen und auch Menschenpyramiden mit mehr als zwölf Personen. Es wird folglich ein menschliches Bauwerk ohne Hilfsmittel geschaffen. Häufig wird auch von einer „Choreographie“ gesprochen. Bruckmann definiert diese als „[…] Aufbau von Bewegungsgestaltungen[…]“ (Bruckmann. 2000, 63) Die Choreographie von Partner- und Gruppenübungen ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Anzahl, Alter und Können der Gruppenmitglieder sowie dem Bewegungsraum. (Bruckmann. 2000, 63) Grundsätzlich kann gesagt werden, dass jeder Mensch beim Akrobatischen Turnen mitmachen kann.
Akrobatisches Turnen hat einen lange Tradition und Entstehungsgeschichte. Der Ursprung dessen „liegt in der Freude des Menschen am kunstvollen Spiel mit Bewegung als Ausdruck der eigenen Empfindung von Lebenslust und Lebensleid“ (Blume. 1995, 12) Es wird durch Akrobatik versucht Bewegungen zu vollziehen, die im Alltag nicht notwendig sind. Antriebsmittel von darstellender Kunst sind menschliche Ausdruckmittel wie z.B. Tanz oder Musik (vgl. ebd.) Da die Bewegungen besonders sind, hatten und haben sie für die Menschen einen Reiz. „Auf den Betrachter soll eine Wirkung sowohl durch das Schöne, Ästhetische als auch durch das Sonderbare, Wunderbare oder Sensationelle der menschlichen Bewegung hervorgerufen werden.“ (ebd.) Bewegungskünste sind so alt wie die menschliche Kultur selbst und wurden schon immer bei festlichen Gelegenheiten gerne gesehen und gezeigt. (ebd.) Damals gab es noch keine Differenzierung zwischen den einzelnen Künsten. Heute wird z.B. in Tanz, Pantomime und Akrobatik unterschieden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordung in den Rahmenplan: Dieses Kapitel verankert das Thema Akrobatik im Lehrplan für die Sekundarstufe I und erläutert die Relevanz der Kompetenzförderung im Sportunterricht.
2. Sachanalyse: Hier werden theoretische Grundlagen der Akrobatik, die Bedeutung von Choreographien sowie die notwendigen Voraussetzungen für Akrobaten dargelegt.
3. Didaktische Analyse: Dieses Kapitel beschreibt den strukturellen Aufbau der Sportstunde, von der Motivation über das Aufwärmen bis hin zur Präsentation der Ergebnisse.
4. Lernziele: Die Zielsetzungen fokussieren sich auf motorische, soziale und kognitive Kompetenzen, wobei besonders Selbst- und Sachkompetenz hervorgehoben werden.
5. Methodische Analyse: Hier wird der methodische Ablauf der Stunde, inklusive der gewählten Sozialformen und der schrittweisen Anbahnung der Lerninhalte, detailliert erläutert.
6. Tabellarische Stundenverlaufsskizze: Diese Zusammenfassung bietet einen zeitlich strukturierten Überblick über den gesamten Stundenverlauf inklusive der eingesetzten Materialien.
Schlüsselwörter
Akrobatik, Sportunterricht, Menschenpyramide, Bodenakrobatik, Körperspannung, Sozialkompetenz, Gleichgewichtsfähigkeit, Gruppendynamik, Geräteturnen, Bewegungsgestaltung, Helfen und Sichern, Schulsport, Körperwahrnehmung, Unterrichtsplanung, Teamarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodisch-didaktischen Planung einer Sportstunde zum Thema Akrobatik in einer zehnten Klasse, um Kooperation und körperliche Ausdrucksfähigkeit zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die partner- und gruppenbezogene Akrobatik, die Entwicklung von Standbildern und Menschenpyramiden sowie die Schulung motorischer und sozialer Kompetenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung und Festigung akrobatischer Basiselemente unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Interaktion und des verantwortungsvollen Handelns innerhalb einer Gruppe.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Sachanalyse sowie eine didaktisch-methodische Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit nach den Vorgaben des Rahmenplans Sport.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische und methodische Aufarbeitung der Stunde, inklusive der Begründung von Inhalten, Lernzielen und der praktischen Umsetzung im Sportunterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Akrobatik, Menschenpyramide, Sozialkompetenz, Körperspannung sowie die methodische Gestaltung von Gruppenprozessen im Sportunterricht.
Welche Rolle spielt das „Virusspiel“ in der Stundenplanung?
Das Spiel dient als methodischer Einstieg zur Erwärmung, bei dem durch das Transportieren von Mitschülern erste Erfahrungen mit der Einschätzung von Körpergewicht und Spannung gesammelt werden.
Warum ist das Thema Akrobatik für die zehnte Klasse besonders geeignet?
Schüler der zehnten Klasse verfügen bereits über ein gewisses motorisches Repertoire und soziale Reife, was die eigenständige Entwicklung komplexer akrobatischer Figuren ermöglicht.
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- Anonym (Author), 2014, Akrobatik im Sportunterricht. Ein Langentwurf zur Gestaltung akrobatischer Übungen (Sekundarstufe I), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950441