Der Kampf zwischen Kaiser und Kanzler - Bismarcks Verhältnis zu Wilhelm II


Seminararbeit, 1998

15 Seiten, Note: 2


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Der Kampf zwischen Kaiser und Kanzler - Bismarcks Verhältnis zu Wilhelm II

0. Einleitung:

In dieser Hausarbeit soll das Verhältnis Bismarcks zu Kaiser Wilhelm II. dargestellt werden, welches letztlich ausschlaggebend für die Trennung der beiden Staatsmänner und damit für die Entlassung Bismarcks war. Dabei soll analysiert werden, warum die Beziehung zwischen Kanzler und Kaiser von Anfang an zum Scheitern verurteilt war und welche Probleme zum Bruch führten. Wie und wann es zur Entlassung Bismarcks kam, soll ebenso behandelt werden, wie die Gründe, die dazu führten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Frage, warum diese Beziehung nicht funktioniert hat. Oder hätte es vielleicht eine Möglichkeit gegeben, zusammen zu regieren, wenn man sich arrangiert hätte?

Nachdem im ersten Abschnitt kurz der Machtwechsel zu Wilhelm II. skizziert wird, soll im folgenden Teil das Verhältnis zwischen Kanzler und Kaiser behandelt sowie die unterschiedlichen Absichten in Fragen der Politik dargestellt werden, die stets zu neuen Streitgesprächen führten. Dieser Machtkampf, der mit der sozialen Frage und dem Sozialistengesetz bereits zu Anfang der Regierungszeit Wilhelms II. seinen Ausbruch fand, hörte nie auf, auch als Bismarck bereits entlassen war. Denn Kaiser Wilhelm II. verfocht eine neuartige Politik, der sich sein Kanzler weder anpassen noch unterstellen wollte. Sie schien diesem zu gefährlich und zu undurchdacht zu sein. Während der neue Monarch von einer Weltmacht auf dem Wasser träumte, schien der bodenständige Bismarck weiterhin seine alt-preußische Linie verfolgen zu wollen und statt heroischer Taten auf See lieber seine "Absicherungspolitik" mit Hilfe von Bündnisverträgen betreiben zu wollen, um das deutsche Reich vor Angriffen seiner Nachbarn zu bewahren. Die Politik Bismarcks zur Zeit Wilhelms II. soll dabei nicht Gegenstand dieser Arbeit sein. Sie wird als bekannt vorausgesetzt.

Doch nicht nur die gegensätzlichen, politischen Positionen sollen thematisiert, sondern auch die unterschiedlichen Charaktere beleuchtet werden. Nur so ist meiner Meinung nach der Bruch zwischen den beiden Machthabern nachvollziehbar und läßt sich erklären, warum eine Beziehung unter den gegebenen Umständen nie hätte funktionieren können. Als Kaiser und Kanzler zusammenkamen, trafen nicht nur zwei Generationen aufeinander, deren Gesinnung und Prägung von unterschiedlicher Natur waren, sondern außerdem zwei Staatsmänner, die von ihrer Macht nichts abgeben wollten und nicht in der Lage waren, sich zu arrangieren.

Eine eingehende Biographie der beiden Staatsmänner liefert diese Arbeit nicht. Sie geht nur insoweit auf bestimmte Begebenheiten in den Lebensläufen ein, wie es zum Verständnis des Verhältnisses der beiden zueinander notwendig ist.

So trafen ein junger, unerfahrener und ein greiser, verbissen auf seine Erfahrung pochender Staatsmann aufeinander, die sich erheblich von ihren politischen Ansichten, ihren Charakteren und ihrem Alter unterschieden.

1. Der Machtwechsel von Wilhelm I. zu Wilhelm II.

Als Kaiser Wilhelm I. im März 1888 starb, bestieg sein Sohn Friedrich III., den Thron. Dieser war ein Feind Bismarcks, und diese Antipathie beruhte auf Gegenseitigkeit. Denn er verfocht im Gegensatz zu seinem Kanzler eine britisch-liberale Politik. Zusammen mit seiner Frau, der Tochter der englischen Königin Victoria, schmiedete er bereits früh Pläne für die Zeit seiner Regierung. Das kronprinzliche Paar hatte sich lange auf diese Zeit vorbereitet, studiert und Manifeste entworfen und wartete nur noch auf den Tod des alten Herrschers, der nicht sterben wollte.

Bismarck seinerseits hatte der Gefahr einer politischen Veränderung nach dem Thronwechsels durch allerlei Sicherungen vorzubeugen versucht. Diesem Zweck dienten die erzwungenen Reichstagswahlen von 1887, die dem Kanzler einen so willkommenen Sieg gebracht hatten. Doch all dies erwies sich als unnötig. Denn Friedrich war, als er in Berlin ankam, ein todkranker Mann, der seine Befehle wegen einer unheilbaren Kehlkopfkrebs-Erkrankung nicht mehr aussprechen, sondern nur noch auf ein Papier niederschreiben konnte.

Im Juni 1888 starb der neue Herrscher, der nur 99 Tage in seinem langersehnten Amt waltete.

Nach dessen Tod bestieg sein Sohn Wilhelm II. den Thron. Mit dem neuen Monarchen glaubte Bismarck, sich einrichten zu können. Denn Wilhelm II. hatte, wie Bismarck vermutlich auch, nur auf den Tod seines Vaters gewartet. Bismarck glaubte, daß der neue Monarch auch ganz der altpreußischen, konservativen Partei angehörte entgegen der liberalisierenden, englandfreudigen des Verstorbenen. Und Wilhelm II. schien seinen Großvater zu vergöttern. Also mußte er wohl auch seines Großvaters überlebenden Berater verehren. So wähnte sich Bismarck bei Amtsantritt des neuen Kaisers in einer sicheren Position. Er glaubte, auch für den jungen Monarchen sich unentbehrlich machen zu können.

2. Das Verhältnis Bismarcks zu Kaiser Wilhelm II.

a) Erste Streitigkeiten zwischen Kaiser und Kanzler

Bereits zu Anfang kamen sich die beiden wegen unterschiedlicher Meinungen "ins Gehege". Es ging um die soziale Frage, die durch das Anwachsen und die Betätigung der sozialistischen Arbeiterpartei im Reich hervorgerufen worden war. Weder die immer wieder vorgenommene Verlängerung des Sozialistengesetzes noch die sozialen Hilfsmaßnahmen (Kranken-, Unfall-, Alters- und Invalidenversicherung), die Bismarck in die Wege geleitet hatte, um die Lage der Arbeiter zu verbessern, taten der marxistischen Bewegung den von ihm erstrebten Abbruch.

So griff Wilhelm II. persönlich in die Lohnkämpfe ein. Er war der Meinung, daß etwas für die ausgebeuteten Arbeiter getan werden müsse, schließlich sei er auch König der Ärmsten, und es gelte, der roten Revolution vorzubeugen.

Für den 25. Januar stand im Reichstag die Schlußabstimmung über die Verlängerung des Sozialistengesetzes bevor. Der Kaiser wollte das Gesetz zugunsten der Arbeiter mildern. Doch Bismarck hielt das alles für Hokuspokus. Für ihn war die sozialdemokratische Gefahr eine Macht- und Kriegsfrage, die man nicht mit Milde lösen könne. So empörte er sich und erklärte, daß jedes Nachgeben "verhängnisvolle Folgen" hätte. Nach seiner Meinung müsse die Sache auf die Spitze getrieben werden, es würde so oder so Blut fließen- und dann sei die Zeit reif für ein schärferes Gesetz. Das war nach seiner Überzeugung die alte, erprobte Methode, um Macht zu gewinnen und wieder unentbehrlich zu werden, die er schon im Revolutionsjahr 1848 eingesetzt hatte. Es bestanden im Hintergrund sogar Pläne für einen Staatsstreich. Das Reich war ja schließlich als ein "ewiger Bund" der Fürsten gegründet worden. Könnten also die Fürsten diesen Bund nicht aufkündigen und eine Änderung des Wahlrechts und weitgehender Entmachtung des Reichstags beschließen?

Doch Wilhelm II. wehrte sich gegen derartige Pläne. Er wollte es am Anfang seiner Regierung auf keinen Fall zu einer blutigen Lage kommen lassen. Doch Bismarck erwiderte, "ob es zum Aufruhr und zu Blutvergießen komme, hänge nicht vom Kaiser und den Gesetzes-Plänen ab, sondern von den Revolutionären. Je später der Widerstand der Regierung einträte, desto gewaltsamer würde er sein müssen."1 Die Mehrzahl der Minister stimmten dem Standpunkt des Kanzlers zu. Als der Kaiser trotzdem zauderte, schritt Bismarck zur Rücktrittsdrohung: Wenn der Kaiser seinem Rate keine Bedeutung beilege, so glaube er, selbst "nicht mehr recht an seinem Platze"2 zu sein. Daraufhin gab Wilhelm II. mit den Worten: "Dadurch werde ich in eine Zwangslage versetzt"3 nach. Doch zu einem Staatsstreich kam es nicht.

In dieser Auseinandersetzung wird deutlich, mit welchen Mitteln Bismarck sich durchzusetzten pflegte: er drohte mit Rücktritt in der Gewissheit, daß der junge Monarch nachgeben würde. Dieses Druckmittel hatte er immer wieder erfolgreich eingesetzt, schon unter Wilhelm I.. Und in dieser Streitfrage um das Sozialistengesetz wurden die unterschiedlichen Standpunkte erstmalig öffentlich ausgetragen. Wie peinlich mußte dieses Nachgeben ür den jungen Kaiser sein, der endlich "die Zügel selbst in die Hand nehmen" wollte und nun für die Öffentlichkeit sichtbar eine Niederlage durch seinen Kanzler einstecken mußte!

b) Die Persönlichkeit des neuen Machthabers und seine politischen Ziele

Wilhelm II. wollte ein "Bürgerkaiser" sein und als ein moderner, angesehener Monarch in die Geschichte eingehen, dafür riskierte er auch den Bruch mit seinem Kanzler.

Schon vor seiner Thronbesteigung hatte Wilhelm durchblicken lassen, daß er- anders als sein Großvater- die Zügel selbst in die Hand nehmen wolle. Er hatte eigene politische Vorstellungen, deren Verwirklichung er anstrebte. Doch Bismarck fand den jungen Herrscher politisch noch recht unreif und auf das hohe Amt nur unzureichend vorbereitet.

Einem Besucher in Friedrichsruh klagte er einmal, Prinz Wilhelm sei “ein Brausekopf, könne nicht schweigen, sei Schmeichlern zugänglich und könne Deutschland in einen Krieg stürzen, ohne es zu ahnen und zu wollen.“4

Bei diesem Zitat wird klar, daß nicht nur die Meinungsverschiedenheiten auf politischer Ebene die Kluft zwischen den beiden Staatsmänner vergrößerte, sondern auch die Art, wie sie miteinander umgingen. So wie Bismarck dem neuen Herrscher Unwissenheit unterstellte, so kritisierte Wilhelm II. ihn für seine veralteten Ansichten.

So war Wilhelm II. ein Mann des 19. Jahrhunderts, der eine neue Zeit prägen wollte und seinen alten Kanzler als nicht mehr zeitgemäß empfand. Er selbst sah sich gern als modernen, neuen Ideen aufgeschlossenen Monarchen.

Doch war er in der Lage, selbst seine Ziele und Wünsche für sein Volk zu verwirklichen?

Theodor Fontane hat in einem Brief an Georg Friedländer vom 5. April 1897 geschrieben:

"Was mir an dem Kaiser gefällt, ist der totale Bruch mit dem Alten, und was mir an dem Kaiser nicht gefällt, ist das im Widerspruch dazu stehende Wiederherstellenwollen des Uralten. In gewissem Sinne befreit er uns von den öden Formen und Erscheinungen des alten Preußentums, er bricht mit der Ruppigkeit, der Poplichkeit, der spießbürgerlichen Sechsdreierwirtschaft der 1813er Epoche, er läßt sich, aufs Große und Kleine hin angesehn, neue Hosen machen, statt die alten auszuflicken. Er ist ganz unkleinlich, forsch und hat ein volles Einsehen davon, daß ein Deutscher Kaiser was andres ist als ein Markgraf von Brandenburg. Er hat eine Million Soldaten und will auch hundert Panzerschiffe haben; er träumt (und ich will ihm diesen Traum hoch anrechnen) von einer Demütigung Englands. Deutschland soll obenan sein, in all und jenem. Das alles- ob es klug oder ausführbar ist, laß ich dahin gestellt- berührt mich sympathisch, und ich wollte ihm auf seinem Turmseilwege willig folgen, wenn ich sähe, daß er die richtige Kreide unter den Füßen und die richtige Balancierstange in Händen hätte. Das hat er aber nicht. Er will, wenn nicht das Unmögliche, so doch das Höchstgefährliche, mit falscher Ausrüstung, mit unausreichenden Mitteln. Er glaubt, das Neue mit ganz Altem besorgen zu können, er will Modernes aufrichten mit Rumpelkammerwaffen."5

In diesem Brief wird die Faszination ebenso wie der Widerspruch deutlich gemacht, die dieser letzte deutsche Kaiser verkörperte.

Wilhelm II., geboren am 27.1. 1859 in Potsdam, war vielseitig begabt und interessiert, mit einer schnellen Auffassungsgabe, aber in einem tieferen Sinne lernte und reifte er wohl nie. In der Überzeugung, daß Deutschlands Zukunft vom Fortschritt der Wissenschaft und Technik bestimmt sein würde, förderte er die Realgymnasien, die Technischen Hochschulen, schließlich auch die Grundlagenforschung in der nach ihm benannten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die heute noch als Max-Planck-Gesellschaft weitergeführt wird. Von allem Neuen, sei es die Entdeckung der Röntgenstrahlen, der Elektromotoren, Turbinen, Autos, Zeppeline oder die stets schnelleren Schiffe, ließ er sich begeistern.

Zugleich allerdings war Wilhelm II. ein antimoderner Mann, verriegelt gegen vorwärtsweisende Entwicklungen der Kunst und Literatur und überzeugt vom Gottesgnadentum des Herrschers. Doch gerade in diesem Widerspruch ist er populär geworden: der Repräsentant seiner Epoche und der nach ihm benannten wilhelminischen Zeit, der Kaiser einer Bürgergesellschaft, die seinen Träumen von einer weit hergeholten, romantisch verklärten deutschen Weltmacht und Weltmission verfiel.

Wilhelm II. war nicht der geborene Staatsmann, der er hätte sein müssen, um das Riesengewand, das Bismarck für ihn geschneidert hatte, auszufüllen. So blieb er zeitlebens einerseits der dem Anschein nach moderne, forsche Monarch, andererseits das verspielte Kind, das keine Verantwortung übernehmen wollte. Er war unsicher in allem was er tat.

Schon mit seiner Geburt war ihm ein Gebrechen in die Wiege gelegt worden, das zu seinem Selbstbewußtsein nicht beitragen konnte. Aus Fehlern bei der Geburt blieb ein verkürzter und nahezu gelähmter Arm.

Doch weitaus schlimmer traf ihn die schwierige Beziehung zu seinen Eltern insbesondere zu seiner Mutter, die er haßte, und bei der er die Schuld suchte für sein Geburtshandicap.

"Ein englischer Arzt tötete meinen Vater, und ein englischer Arzt verkrüppelte meinen Arm- und das ist die Schuld meiner Mutter, die keine Deutschen um sich duldete!"6

In diesem Zitat liegt schon das nächste Problem, das Wilhelms Wesen prägen sollte: nämlich sein Zwischen-Zwei-Nationen stehen. Man spricht zwar stets vom deutschen Kaiser, doch sollte man auch Wilhelms "englische Seite" nicht vergessen. Sebastian Haffner geht sogar soweit zu behaupten, daß unter anderem daraus der Flottenbau und sein expansives Streben nach Weltmacht abzuleiten sei. Denn England blieb für ihn stets zwiespältig:

Auf der einen Seite stand seine englische Mutter, die er haßte, auf der anderen Seite seine englische Großmutter, die er liebte. Gehaßt oder geliebt. England blieb immer sein Mutterland, wie Deutschland sein Vaterland.

Merkwürdigerweise waren seine Gefühle zu seinen englischen Verwandten immer intensiver als zu seinen deutschen: Zu seinem Vater herrschte kühle Abneigung, zu seiner Mutter Haß; für seinen deutschen Großvater hatte er scheuen Respekt, für seine englische Großmutter Liebe. Und die Flotte, zugleich Nachahmung und Herausforderung Englands, befriedigte beides zugleich: Liebe und Haß. "Werden wie England und England seinen Hochmut abgewöhnen. "7 Vielleicht sogar seiner Mutter den Hochmut abgewöhnen und allen Menschen, die ihm, einem stets nach Ansehen heischenden, unsicheren Menschen, nie Liebe und Lob hatten zuteil werden lassen. Seinem Freund Philipp Eulenburg berichtete der Kaiser erbittert von der Erziehung durch seinen Lehrer Georg Ernst Hinzpeter:

"Ich hatte keine ausgleichende Mutterliebe. Ich gehöre zu den Naturen, die Lob brauchen, um angefeuert zu werden und Gutes zu leisten. Tadel lähmt mich. Niemals habe ich aus Hinzpeters Mund ein Wort der Anerkennung erfahren. Als ich einmal... in einer Anwandlung von Fleiß abends ein großes Pensum gut gearbeitet hatte- mehr als ich brauchte-, beherrschte mich ein Gefühl der Befriedigung, eine Art Stolz. Ich wußte, daß ich ein Wort der Anerkennung verdiente. Ich brauchte es in diesem Augenblick. Aber Hinzpeter verzog keine Miene. Es war, als ob nichts vorgefallen sei. Das hat mich unaussprechlich verletzt, war wie ein Wendepunkt. Ich tat nichts mehr freiwillig."8

Vieles läßt sich hieraus erklären: vom immerfort schneidigen, forciert männlichen Auftreten und Reden, über die Unfähigkeit, bei einer Sache zu bleiben und geregelt zu arbeiten, die dann in Betriebsamkeit, Jagden, Hoffeste und unstillbare Reisewut ausartete, bis zum Verlangen, fast der Gier nach Lob, die sein Urteilsvermögen verzerrte, wenn nicht gar vernichtete. Ein weiterer Ausdruck für sein mangelndes Selbstbewußtsein mag auch sein "Uniformtick" gewesen sein, der sein männlich-militärisches Auftreten als Machthaber unterstrich.

Mit diesem jungen Mann bekam es nun Bismarck zu tun. Früher einmal hatte Wilhelm den Kanzler verehrt, vielleicht auch darum, weil seine Eltern und besonders die Mutter ihm kritisch gegenüber standen. Doch jetzt stieß der Thronerbe auf den ebenfalls machtbewußten Bismarck, der unerbitterlich auf seine Erfahrung und sein überlegtes Urteil pochte. -Möglicherweise eine Art Nachfolger seines Erziehers Hinzpeter auf politischer Ebene.

c) Der machtgewohnte Bismarck und sein Politikverständnis

"Die Macht ist eine Droge, die freiwillig aufzugeben den wenigsten je gelungen ist. Bismarck war gewiß ein Patriot, der sich um sein Preußen sorgte, allmählich auch um sein eigenstes Werk, das Reich. Aber er konnte sich das Wohl des Reiches nicht vorstellen ohne sich selber als obersten Machthaber. Mit dieser Gleichsetzung führte er dem Reich Schaden zu, indem er die Talente, welche allenfalls geeignet gewesen wären, die Last nach ihm zu übernehmen, zurückstieß und unterdrückte."9

Bismarck war ein Mann, der 27 Jahre lang in größtem Stil Geschichte gemacht hatte, ohne jemals seine Macht für sich auf gewaltsame Art auszunutzen. Er war kein Diktator. Er hat niemals eine Ceasarenstellung erobert oder auch nur erstrebt. Er machte Politik wie ein Schachspieler, der gleichzeitig mehrere mögliche Kombinationen im Kopf hatte und jederzeit bereit war, wenn ihm sein Gegner eine durchkreuzte, zu einer ganz anderen überzugehen. Er jonglierte mit Gegnern, Parteien, politischen Ideologien. Für ihn waren nicht nur Freund und Feind auswechselbar, sondern auch Prinzipien, Ideologien, geheiligte politische Grundsatzformeln. Alles waren Karten in einem Spiel, die er aufnahm, ausspielte oder wegwarf, je nachdem, wie er sie gebrauchen konnte. So hatte er nach und nach eine Machtposition aufgebaut, die er sich nicht so schnell wieder wegnehmen lassen wollte. Außerdem konnte er sich keinen anderen vorstellen, der sein Werk verantwortungsbewußt hätte weiterführen können.

Doch so kalkulierend und machtbesessen war Bismarck nicht immer gewesen. In jungen Jahren hatte er nie das Ziel gehabt oder sich gar träumen lassen, einmal eine so hohe Position zu bekleiden. Ganz im Gegenteil. Von seiner karrierebesessenen Mutter stets in machtversprechende Rollen gezwängt- auch Bismarck hatte nie ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter gepflegt- hatte Bismarck noch mit 30 Jahren keinen eigenen erfolgversprechenden Weg für sich gefunden. Nach einer gescheiterten Beamtenlaufbahn als Jurist und dem kläglichen Versuch, sich Anerkennung durch die Betreibung des Guts seines Vaters als Landwirt zu verdienen, kam er erst mit 45 Jahren zur Politik. Doch auch dort sollte er es nicht leicht haben.

In immer wieder erneuten Kämpfen hatte er es geschafft, sich seinen König und Kaiser Wilhelm I. zu "unterwerfen". Denn Bismarck mußte stets aufs neue in Streitgesprächen neben allem Charme, aller Beredsamkeit und intellektueller Überlegenheit auch politische Zwangs-und Druckmittel gegen seinen Herrn und Souverän einsetzen, um sich durchzusetzen. Aber daß er es schaffte, steht fest: es gibt nicht eine größere Streitfrage zwischen ihnen, in der der Kanzler nachgab und der Monarch sich durchsetzte. Bismarck hatte sich seine Politik zum Lebensinhalt genommen und wollte nun nicht davon abrücken.

Und nun kam ein neuer, junger Herrscher daher, der Bismarcks Ansicht nach zu unreif und unerfahren war und der womöglich dessen errungene Leistungen in der Politik verändern, wenn nicht sogar zerstören wollte.

So stand auf der einen Seite der unsichere, von einer Weltmachtstellung träumende Monarch, der mit der Verwirklichung dieses Traums in die Geschichte eingehen wollte, auf der anderen ein grau gewordener Kanzler, der verbissen auf seinen alt-bewährten Methoden beharrte und die Reden seines Herrschers als unreif und kindisch abtat. Der Kanzler tadelte seinen jungen Herrn oft und ließ ihn seine Unerfahrenheit spüren.

Denn die Politik, die der junge Herrscher einschlagen wollte schien für Bismarck einfach unmöglich. Diesen Ideen konnte und wollte er sich weder anpassen noch unterstellen.

So setzte sich Bismarck Wilhelm II. entgegen und versuchte, ihn, wie er es schon bei seinem Vorgänger erfolgreich getan hatte, durch Druckmittel und Verweise auf seine Erfahrenheit zu Bismarckscher Politik zu zwingen.

Doch mit dem neuen Herrscher an der Macht, mußte er erfahren, daß dieser ihn weder brauchte, noch zum Regieren einsetzen wollte. Dieser hatte einfach ganz andere Vorstellungen für seine Politik, die er mit dem Kanzler nicht verwirklichen konnte.

d) Die Zuspitzung des Konflikts

Lange Zeit hatte Bismarck es geschafft, stets seine Art von Politik erfolgreich durchzusetzen und sich seinem Monarchen unentbehrlich zu machen. Doch für den jungen Kaiser schien er mehr als entbehrlich zu sein, er war ihm einfach lästig. Stellte Bismarck für Wilhelm I. noch einen jungen Ratgeber dar- er war schließlich um einige Jahre jünger als er - so nahm er nun nur noch die Rolles eines greisen, in seinen Ansichten veralteten Beraters ein. Als der Kanzler einmal wieder dem Kaiser in politischen Streitereien mit seinem Argument der größeren Erfahrenheit entgegentrat, antwortete der erzürnte Monarch nur: "Erfahrung? Ja, die habe ich leider nicht."10

Natürlich kann man auch sagen, daß Bismarck sich sein Ende selbst "eingebrockt" hat. Schließlich hatte er im preußischen Verfassungskonflikt die schon fast anachronistisch gewordene Selbstherrlichkeit des "monarchischen Regiments" gerettet und damit die Macht geschaffen, gegen die er nun wehrlos war. (Kein Parlament, keine Partei, keine Volksbewegung hätte ihn stürzen können. Nur der Monarch konnte ihn nach Lust und Willkür seines Amtes entheben.) Vielleicht hätte die "Doppel-Regierung" klappen können, wenn Bismarck zu Kompromissen bereit gewesen wäre. Doch das sprach gegen Bismarcks politischen Zielen und seinem Verständnis in der Politik.

Doch auch Bismarck fügte seinem Herrscher Schaden zu, in dem er ihm eine Pflicht aufbürdete, die nicht leicht zu erfüllen war. Denn die Bismarcksche Verfassung wollte, daß der Kaiser mehr als nur die formelle Verantwortung für alles, was geschah, trug, daß er wirklich regierte. Sie war eben auf ihren Schöpfer zugeschnitten. Aber im Grunde verlangte sie, daß jeder preußisch-deutsche Monarch entweder einen Bismarck fand- oder aber selbst ein Bismarck war. Doch, um es mit Sebastian Haffners Worten zu sagen: “ Bismarcks wachsen nicht auf Bäumen, noch werden sie zufällig auf Thronen geboren.“11

Doch bei dieser Kaiser-Kanzler-Konstellation ergab sich ein anderes Problem. Wilhelm II. hatte zwar einen Bismarck "zur Verfügung", wollte diesen aber nicht als Ratgeber (oder mehr noch als "Besserwisser") für seine Regierung nutzen. Er wollte keinen zweiten Hinzpeter, der ihm sagte, was und wie er etwas tun solle. So bahnte sich ein Konflikt zwischen Kaiser und Kanzler an, der einfach zur Trennung führen mußte.

Am 25.Januar 1890 fiel das Sozialistengesetz im Reichstag. Eine Niederlage für den Kaiser! Damit wuchs wiederum die Kluft zwischen den beiden Männern. Doch am 4. Februar ließ Wilhelm -ohne Gegenzeichnung des Kanzlers!- trotzdem zwei kaiserliche Erlasse zur Sozialpolitik veröffentlichen. Der eine kündigte eine internationale Konferenz zum Arbeiterschutz, der andere eine umfangreiche Gesetzgebung an. Wilhelm II., so schien es, wollte sich als sozialer Kaiser einen Namen machen und nahm dafür den Bruch mit Bismarck in Kauf.

Bismarck setzte sich dagegen zur Wehr, daß Minister oder Staatssekretäre hinter seinem Rücken mit dem Kaiser Absprachen eingingen und Pläne entwarfen, die er mißbilligte oder die ihm gar nicht vorgelegt worden waren. Darum brachte er eine fast vergessene preußische Kabinettsordre aus dem Jahre 1852 in Erinnerung, die besagte, daß die Minister den Ministerpräsidenten zu unterrichten hätten, wenn sie in wichtigen Angelegenheiten beim König vortragen wollten. Der Kaiser verlangte die Zurücknahme dieser Anordnung, doch Bismarck verweigerte sie mit der Begründung, daß ein Kanzler oder Ministerpräsident anders nicht regieren könne.

Hierbei muß man aber hinzufügen, daß Bismarck diese Lage selbst heraufbeschworen hatte. Denn was sollten die Minister tun, wenn der Regierungschef für Monate abwesend war, sei es in außenpolitischen Angelegenheiten oder zur Kur in Friedrichsruh?

In einer Unterredung vom 8.Februar 1890 versuchte Bismarck Klarheit zu schaffen und sagte dem Kaiser: "Ich fürchte, daß ich Euer Majestät im Wege bin."12 Die Antwort war Schweigen- also Zustimmung. Bismarck empfahl darauf, seine "preußischen Ämter niederzulegen" und nur das "Altenteil des Auswärtigen", sprich das Auswärtige Amt, inne zu behalten. Wilhelm stimmte zu, fragte aber am Schluß dennoch: "Aber die Militärforderungen werden Sie doch noch im Reichstag durchbringen?"13, ein Zeichen, daß er Bismarcks Stärke noch ein letztes Mal für sich nutzen wollte. Bismarck suchte nun nach neuem parlamentarischen Rückhalt und empfing am 10.März seinen alten Intimfeind, den Zentrumsführer Ludwig Windthorst. Dieses Gespräch führte einige Tage später in einer mündlichen Auseinandersetzung zwischen Kanzler und Kaiser zum erneuten Zusammenstoß., da der Kaiser darauf pochte, daß Bismarck erst bei ihm hätte um Erlaubnis zu diesem Gespräch anfragen müssen.

e) Bismarcks Entlassung

Zuletzt verlagerte sich der Konflikt auch noch auf die Außenpolitik. Aussschlaggebend dafür waren eine Anzahl von Berichten, die dem Kaiser vom Auswärtigen Amt vorgelegt worden waren und die nun an Bismarck zurückgingen. Einer der Berichte sprach von ungewöhnlich großen russischen Manövern, die im Sommer in Wolhynien, nahe der österreichischen Grenze, stattfinden sollten, und in Offizierskreisen hieße es, daß schon im Frühjahr starke Verschiebungen von Infanterie und Kavallerie nach dem wolhynischen Festungsdreieck und nach Podolien in Aussicht genommen wären. Dieser Bericht veranlaßte den Kaiser sofort ein Handbillet zu Bismarck zu schicken, in dem er sich beschwerte, daß er durch ihn nur unzureichend informiert worden sei. Nach Ansicht des

Monarchen wollten die Russen einen Krieg anzetteln. Deshalb müsse man die Österreicher warnen und Gegenmaßnahmen treffen.

Am gleichen Tag erschien der von Petersburg eingetroffene russische Botschafter, Graf Paul von Schuwalow, beim Kanzler, um ihm mitzuteilen, daß er vom Zaren ermächtigt worden sei, in Verhandlung über die Erneuerung des deutsch-russischen Vertrages, dem Rückversicherungsvertrag, einzutreten.

Der Kanzler antwortete dem Kaiser noch am gleichen Tag, um einerseits den Vorwurf, daß der Kaiser nicht hinreichend über die Vorgänge in Rußland informiert worden sei, zu widerlegen und ihm eine militärische Warnung an Österreich zu widerraten, und andererseits, um auf den anstehenden Rückversicherungsvertrag aufmerksam zu machen.

Eine Rückäußerung des Kaisers ging dem Kanzler nicht mehr zu. Doch am nächsten Tag überbrachte der Chef des Militärkabinetts dem Kanzler die Aufforderung oder geradezu den Befehl, sein Entlassungsgesuch zu schreiben und ein paar Stunden später sich zur Entgegennahme des Abschieds im Schloß einzufinden. Da Bismarck mehr Zeit beanspruchte, um den Text sorgsam zu formulieren, erschien am Abend der Chef des Zivilkabinetts im Kanzleramt, um es anzumahnen. Am Abend des 18.März reichte Bismarck sein Abschiedsgesuch ein. Es handelt sich bei diesem Dokument allerdings nicht wirklich um ein Entlassungsgesuch, sondern vielmehr um eine Rechtfertigung für seine Politik und um Ratschläge, wie man sie weiterzuführen habe. Zunächst ist ausführlich von der Kabinettsordre die Rede, dann von der Außenpolitik. So schrieb Bismarck:

"Ich würde nach den jüngsten Entscheidungen Eurer Majestät über die Richtung unsrer auswärtigen Politik, wie sie in dem Allerhöchsten Handbillet zusammengefaßt sind, mit dem Euere Majestät über die Rückgabe der Berichte des Konsuls von Kiew gestern begleiteten, in der Unmöglichkeit sein, die Ausführung der darin von Euerer Majestät vorgeschriebenen Anordnungen bezüglich der auswärtigen Politik zu übernehmen. Ich würde damit alle die für das Deutsche Reich wichtigen Erfolge in Frage stellen, welche unsre auswärtige Politik seit Jahrzehnten im Sinne der beiden hochseligen Vorgänger Euerer Majestät in Beziehungen zu Rußland unter ungünstigen Verhältnissen erlangt hat und deren über Erwarten große Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft Graf Schuwalow mir nach seiner Rückkehr soeben bestätigt hat."

Erst nach dieser vorsorglichen Schuldzuweisung folgt in knappen Worten die Bitte, "in Gnaden und mit der gesetzlichen Pension"14 entlassen zu werden.

Am 20.März 1890 wurde Bismarck vom Kaiser offiziell verabschiedet.

3. Resumée:

“Der junge Herr will eine Politik, wegen der ich mich wohl nach dem ersten Vierteljahr von ihm trennen werde.“15 Dies klagte Bismarck seinem Berater Friedrich von Holstein bereits am Anfang der Regierungszeit Wilhelms II.. Allerdings erfolgte die Trennung nicht ganz so früh, sondern erst etwa ein Jahr nach der Thronbesteigung des Kaisers.

Während Bismarck es geschafft hatte, sich dessen Großvater, Wilhelm I., "gefügig" zu machen, so bekam er es nun mit einer Enkelgeneration zu tun, die von seinen alten Methoden nichts wissen wollte. Es war eine neue Zeit angebrochen- die Zeit der Industrialisierung, der Arbeiterbewegung, der Klassenkämpfe. Bismarck wollte sie mit den alten Mitteln des Verfassungskonflikts von 1862 angehen. Andernfalls sah er sein politisches Werk gefährdet, in das er fast dreißig Jahre seines Leben investiert hatte. Doch der Kaiser wollte eine ganz andere Politik betreiben. Für Bismarck mußte es unerträglich sein, mit anzusehen, wie innerhalb kürzester Zeit der neue Monarch dabei war, sein Werk zu zerstören: das sorgfältig aufgebaute Bündnissystem mit Rußland und England und der Kampf gegen die Sozialdemokraten.

Der Kaiser, obwohl unsicher und schwankend, hatte die Vision einer durch Duldung versöhnten, staatstreuen Sozialdemokratie und träumte davon, Englands Stellung als Seemacht einzunehmen.

So trafen zwei Staatsmänner mit unterschiedlichen Erfahrungen und Absichten aufeinander, deren Verhältnis nicht funktionieren konnte. Hatte der Kanzler sich noch seinem alten Herrscher unentbehrlich machen können, so war er für seinen neuen Monarchen um so lästiger, da er nicht mehr zeitgemäß war.

Zusammenfassend kann man sagen, daß es letztlich nicht nur die unterschiedlichen Streitfragen in der Politik waren, die zum Bruch führten, sondern auch das fehlende Verständnis füreinander. Sie konnten sich auf keine Kompromisse einigen. So mußte die Kaiser-Kanzler-Konstellation scheitern. Dabei spielt auch der enorme Altersunterschied eine Rolle. Für den jungen Wilhelm mußte der greise Bismarck wie der Erzieher Hinzpeter wirken, der ihm mit Strenge und Tadel das Leben schwer machte, seine eingenen Überlegungen nicht würdigte, unerbetene Ratschläge erteilte und ihm immer wieder seine Unerfahrenheit vorwarf. Mit ihm als Berater hätte er nie seine politischen Träume, die letzten Endes ja dann doch nicht in Erfüllung gegangen sind, auch nur ansatzweise verwirklichen können.

Und für Bismarck war es eine unmögliche Vorstellung, sich einem noch so kindlichen und unerfahrenen Herrn zu unterstellen, der sein Lebenswerk in Gefahr brachte.

Denn Bismarck hatte an sich den unerbittlichen Anspruch gestellt, niemals politische Kunstfehler zu machen. Deshalb war seine Politik auch stets wie eine Schachpartie, in der er sich mehrere Möglichkeiten offen hielt und verschiedene Mächte gegeneinander ausspielte. Und nun kam ein so junger Herrscher daher, der nach seiner Meinung einen Fehler nach dem anderen machte. So war eine Zusammenarbeit zwischen beiden nicht möglich.

Hinzu kam, daß Bismarck Kanzler einer Zeit war, die zwei Generationen vor der Wilhelms II. lag. Dem jungen Monarchen mußte er wie ein "Überbleibsel" aus längst vergangenen Zeiten vorkommen, den er nur deshalb übernahm, weil er noch im Amt war, und nicht, weil er ihn sich ausgesucht hatte.

Daß Bismarck dann einen so unehrenhaften Abgang finden sollte, indem er von seiner Machtposition verdrängt wurde, ist einerseits tragisch, andererseits nachvollziehbar.

Um es abschließend mit Haffners Worten zu sagen: “Die Entlassung war schnöde und unschön. In der Sache, um die es vordergründig geht, kann man nicht sagen, daß der alte Bismarck recht und der junge Kaiser unrecht hatte.“16 Ebensowenig kann man das umgekehrt behaupten.

Literaturverzeichnis:

- Gall, Lothar: Bismarck. Der weiße Revolutionär. Frankfurt-Berlin-Wien 1980

- Görtemaker, Manfred: Deutschland im 19. Jahrhundert. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1996

- Haffner, Sebastian und Wolfgang Venohr: Preußische Profile. Königstein 1980

- Haselmayr, Friedrich: Die Wahrung des europäischen Friedens durch Bismarck in der Bulgarienkrise von 1885-1888. Bismarcks Entlassung März 1890, in: Diplomatische Geschichte des Zweiten Reichs von 1871-1918. Die Ära des Friedenskanzlers 1871-1890, München 1957, Bd. 3

- Haselmayr, Friedrich: Ein Jahrzehnt wechselvoller kaiserlicher Politik. 1890-1899. In: Diplomatische Geschichte des Zweiten Reiches von 1871-1918. Die Ära des Flottenkaisers 1890-1918, München 1957, Bd.4

- Krockow, Christian Graf von: Bismarck. Stuttgart 1997

- Krockow, Christian Graf von: Preussen. Eine Bilanz. Stuttgart 1992

- Mann, Golo: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. S.Fischer Verlag, Frankfurt a. M.(1958) 1992

- Röhl, John C.G.: Kaiser, Hof und Staat. Wilhelm II. und die deutsche Politik. München 1995 - Röhl, John C.G.: Wilhelm II. Die Jugend des Kaisers 1859-1888. München 1993 - Ullrich, Volker: Otto von Bismarck. Reinbeck bei Hamburg, 1998

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1 Haselmayr, Friedrich: Die Wahrung des europäischen Friedens durch Bismarck in der Bulgarienkrise von 1885-1888. Bismarcks Entlassung März 1890, in: Diplomatische Geschichte des Zweiten Reichs von 1971-1918. Die Ära des Friedenskanzlers 1871-1890, München 1957, Bd. 3, S.268

2 zitiert nach Georg von Eppstein (Hg.): Fürst Bismarcks Entlassung, 2.Auflage 1920, S.157f

3 Haselmayr, Friedrich: Die Wahrung des europäischen Friedens durch Bismarck in der Bulgarienkrise von 1885-1888. Bismarcks Entlassung März 1890, in: Diplomatische Geschichte des Zweiten Reichs von 1971- 1918. Die Ära des Friedenskanzlers 1871-1890, München 1957, Bd. 3, S.268

4 zitiert nach John C.G. Röhl: Wilhelm II. Die Jugend eines Kaisers 1859-1888. München 1993, S.739

5 Heynen, Walter (Hg.): Das Buch deutscher Briefe. Wiesbaden 1957, S.837f

6 Kaiserin Friedrich an Queen Victoria, 27. April 1889, RA Z44/33. Siehe Cecil, Wilhelm II., S. 346; Jaeckel, Charite, S. 312

7 Haffner, Sebastian und Wolfgang Venohr: Preußische Profile. Königstein 1980, S.212

8 Röhl, John C.G.:Aufzeichnung vom 26. Juli 1897, in: Philipp Eulenburgs politische Korrespondenz. 1976-1983. Bd.3, S.1848f

9 Mann, Golo: Deutsche Geschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts. Frankfurt a.M. 1992, S.456

10 Krockow, Christian Graf von: Bismarck. Stuttgart 1997, S.

11 Haffner, Sebastian und Wolfgang Venohr: Preußische Profile. Königstein 1980, S. 210

12 Krockow, Christian Graf von: Bismarck. Stuttgart 1997, S.349-369

13 Gedanken und Erinnerungen, 3.Bd., 7. Kapitel

14 Krockow, Christian Graf von: Bismarck. Stuttgart 1997, S.365

15 Röhl, John C.G.: Wilhelm II. Die Jugend des Kaisers 1859-1888. München 1993, S.809

16 Haffner, Sebastian und Wolfgang Venohr: Preußische Profile. Königstein 1980, S.109f

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Der Kampf zwischen Kaiser und Kanzler - Bismarcks Verhältnis zu Wilhelm II
Note
2
Autor
Jahr
1998
Seiten
15
Katalognummer
V95062
Dateigröße
362 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kampf, Kaiser, Kanzler, Bismarcks, Verhältnis, Wilhelm
Arbeit zitieren
Viola Hardam (Autor), 1998, Der Kampf zwischen Kaiser und Kanzler - Bismarcks Verhältnis zu Wilhelm II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95062

Kommentare

  • Gast am 4.11.2000

    Kaiser.

    Wo studiert dieses Mädchen?
    Ist eine prima Hausarbeit!Glückwunsch

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