Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Europäische Union

UKIP und der Weg ins EU-Parlament

Eine strukturelle und institutionelle Analyse der politischen Kultur in Großbritannien

Titel: UKIP und der Weg ins EU-Parlament

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julian Apel (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum fuhr die UKIP viel stärkere Ergebnisse bei Europawahlen ein als bei den Unterhauswahlen? Dieser Frage soll in der Arbeit nachgegangen werden. Es werden verschiedene Faktoren untersucht, die eine Rolle bei den unterschiedlichen Wahlergebnissen spielen könnten. Besonders in Augenschein genommen werden die politische Kultur in Großbritannien sowie die verschiedenen Wahlsysteme auf EU und britischer Ebene.

Kaum ein anderes Thema hat die Europäische Union und ganz Europa so sehr beschäftigt in den letzten Jahren wie der Brexit. Ein ständiges hin- und her, ein ständiger Kampf von Brexit-Befürwortern gegen Brexit-Gegnern. Letztendlich verließ Großbritannien die EU am 31.01.2020, wobei hier eine Übergangsphase bis 31.12.2020 vonstatten geht, um Einigung über das künftige Vorgehen zu finden.

Verwürfe innerhalb der Politiklandschaft sowie eine aufgeheizte Stimmung im Land führten auch zu einem Aufbäumen populistischer Mächte. Besonders die UKIP (United Kingdom Independence Party) rund um Nigel Farage konnte Aufmerksamkeit erringen und Wählerstimmen einfahren.

UKIP, oft als 1-Thema-Partei verschrien, konnte mithilfe ihrem knallharten Brexit-Kurs viele Wählerstimmen gewinnen und so beachtliche Erfolge feiern. 2014 gelang der UKIP ein rekordverdächtiges Ergebnis von 27,5 % bei der Europawahl. Konnte UKIP bei den Europawahlen beachtliche Ergebnisse einfahren, reichte es bei den Unterhaus-Wahlen in Großbritannien zumeist nicht mal für einen Sitz im Parlament. Warum sind die Unterschiede bei den verschiedenen Wahlen so stark?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

3. UKIP

4. Analyse

4.1 Hypothese 1

4.2 Hypothese 2

4.3 Hypothese 3

5. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht die signifikanten Unterschiede im Wahlerfolg der UKIP bei Europaparlamentswahlen im Vergleich zu britischen Unterhauswahlen. Ziel der Analyse ist es, die strukturellen und institutionellen Faktoren, insbesondere den Einfluss unterschiedlicher Wahlsysteme und der politischen Kultur, zu identifizieren, die eine solche Divergenz begünstigen.

  • Analyse des Einflusses des Mehrheitswahlrechts versus Verhältniswahlrechts auf den Wahlerfolg von Kleinparteien.
  • Untersuchung der politischen Kultur in Großbritannien im Kontext von Euroskeptizismus.
  • Bewertung der Rolle von Protestwählern und Wahlbeteiligung bei Europawahlen.
  • Theoretische Einordnung mittels Konzepten wie „Civic Culture“ (Almond & Verba) und „Patterns of Democracy“ (Lijphart).

Auszug aus dem Buch

4. Analyse

Um die erste Hypothese zu analysieren, müssen zunächst die Wahlergebnisse in Augenschein genommen werden.

Vergleicht man nun die beiden Wahlergebnisse, sind ganz klar signifikante Unterschiede zwischen Nationalparlamentswahlen und Europaparlamentswahlen zu erkennen. Bei den nationalen Unterhauswahlen in Großbritannien konnte die UKIP bis auf 2015 keinerlei starke Erfolge erringen. Die UKIP kam im Jahr 2001 bis 2010 auf maximal lediglich 3,1%. Sie konnte hier keinerlei Sitze im Parlament erringen. 2015 war die UKIP prozentual gesehen sehr erfolgreich, kam auf 12,6%, konnte damit aber trotzdem lediglich einen Sitz im Parlament erringen. 2017 ging es wieder bergab und 1,8% reichten wieder nicht für einen Einzug ins Parlament. Vergleicht man nun diese ernüchternden Ergebnisse mit den Ergebnissen der Europaparlamentswahlen, wird klar, dass die UKIP auf europäischer Ebene weitaus mehr Erfolg aufweisen kann. Von 1999 bis 2014 steigerte sich die UKIP kontinuierlich, von knapp 7% im Jahre 1999 ging es rauf bis auf knapp 27% bei den EU Wahlen 2014, zwischenzeitlich fuhr die UKIP mit 15,6% im Jahre 2004 und knapp 16,09% im Jahre 2009 ebenfalls keine schlechten Ergebnisse auf EU-Ebene ein. Die Sitzgewinne waren im Vergleich zur General Election in Großbritannien signifikant unterschiedlich und sehr stark. 2014 reichten die 26,77% für ganze 24 Sitze im Europaparlament, 2009 reichten die 16% Wahlergebnis für immerhin noch 13 Sitze im Parlament. Zum Vergleich: Die UKIP konnte bei der General Election 2015 in Großbritannien bei fast 13% lediglich einen Sitz gewinnen. Grund genug, den Fokus auf die einzelnen Wahlsysteme zu setzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Brexits sowie den Aufstieg der UKIP dar und formuliert die zentrale Fragestellung bezüglich der unterschiedlichen Wahlerfolge bei EU- und Unterhauswahlen.

2. Theorie: Hier werden theoretische Konzepte wie die „Civic Culture“ von Almond und Verba sowie Arend Lijpharts Unterscheidung zwischen Konsens- und Konkurrenzdemokratie eingeführt, um den Rahmen für die Analyse zu bilden.

3. UKIP: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Gründung und politische Ausrichtung der UKIP als rechtspopulistische Partei und thematisiert ihren Aufstieg durch eine Anti-EU-Programmatik.

4. Analyse: In diesem Hauptteil werden drei Hypothesen geprüft, die den Einfluss des Verhältniswahlrechts, der politischen Kultur und der Wahlbeteiligung auf das Abschneiden der UKIP untersuchen.

5. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die aufgestellten Hypothesen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Erforschung populistischer Parteien.

Schlüsselwörter

UKIP, Brexit, Europaparlamentswahlen, Unterhauswahlen, Wahlsystem, Verhältniswahlrecht, Mehrheitswahlrecht, politische Kultur, Euroskeptizismus, Civic Culture, Lijphart, Populismus, Protestpartei, Wahlbeteiligung, Großbritannien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen den starken Ergebnissen der UKIP bei Europaparlamentswahlen und ihrem vergleichsweise geringen Erfolg bei den britischen Unterhauswahlen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Wahlsysteme, Politische Kultur, Euroskeptizismus und das Phänomen des Rechtspopulismus in Großbritannien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die strukturellen und institutionellen Faktoren zu bestimmen, die erklären, warum die UKIP auf europäischer Ebene erfolgreich war, während sie im nationalen Parlament kaum Fuß fassen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturelle und institutionelle Analyse unter Einbeziehung politikwissenschaftlicher Klassiker (Almond/Verba, Lijphart) sowie statistischer Daten zu Wahlergebnissen und Wahlbeteiligungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, ein Porträt der UKIP und eine detaillierte Überprüfung von drei Hypothesen zu Wahlsystemen, politischer Kultur und Wahlbeteiligung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie UKIP, Brexit, Wahlsystem, Politische Kultur und Euroskeptizismus charakterisiert.

Warum konnte die UKIP laut Analyse besonders vom EU-Wahlsystem profitieren?

Da das Europaparlament nach einem Verhältniswahlrecht gewählt wird, können auch kleinere Parteien wie die UKIP proportional zu ihren Stimmenanteilen Sitze erringen, was im britischen Mehrheitswahlrecht kaum möglich ist.

Welche Rolle spielt die „Politische Kultur“ für den Erfolg der UKIP?

Die politische Kultur Großbritanniens, die durch eine ausgeprägte Skepsis gegenüber EU-Institutionen und einen starken Souveränitätsgedanken geprägt ist, bietet der UKIP einen idealen Nährboden für ihre eurofeindliche Rhetorik.

Wie beeinflusst die Wahlbeteiligung das Ergebnis für die UKIP?

Die niedrige Wahlbeteiligung bei Europawahlen in Großbritannien schwächt die etablierten Parteien und begünstigt die UKIP, da diese ihre Wähler als Protestwähler effizienter mobilisieren kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
UKIP und der Weg ins EU-Parlament
Untertitel
Eine strukturelle und institutionelle Analyse der politischen Kultur in Großbritannien
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Seminar: Der Brexit im Kontext des britischen Regierungssystems
Note
2,3
Autor
Julian Apel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V950818
ISBN (eBook)
9783346291165
ISBN (Buch)
9783346291172
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ukip eu-parlament eine analyse kultur großbritannien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Apel (Autor:in), 2020, UKIP und der Weg ins EU-Parlament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/950818
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum