Die Exilübersetzerin Lilly Becher. Der Weg von einer Publizistin zur Übersetzerin


Hausarbeit (Hauptseminar), 2020

27 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Recherchebericht

3 Vita

4 Lilly Becher - Bibliographie
4.1 Übersetzungen
4.2 Originalbeiträge in Zeitschriften und Zeitungen
4.3 Originalwerke in Buchform
4.4 Herausgeberschaften
4.5 Beteiligungen an anderen Publikationen
4.6 Veröffentlichte Briefe

5. Der Weg von Publizistin zur Übersetzerin
5.1 In Berührung mit Sprachen
5.2 Die Hölle von Treblinka
5.3 Verschleierung der Identität
5.4 Pseudonyme und ihre Verwendung

6. Schluss

7 Bibliographie

1 Einleitung

Wenn man nach Berlin zu touristischen Zwecken reist, wird man höchstwahrscheinlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der deutschen Hauptstadt in der Nähe von Branden­burger Tor nicht ohne Aufmerksamkeit lassen - das Holocaust-Mahnmal. Im Sommer hört man auf dem Gelände des Denkmals viele Kinder lachen, die sich verstecken und zwischen den zahlreichen Beton-Stelen spielen. Man bedenkt kaum, was für eine Bedeutung dieses Kunstwerk auf dem riesigen Gelände hat und welche blutige Geschichte dahintersteht. Wenn man sie erfährt, steht man verblüfft da: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Dies waren rund sechs Millionen Juden, was knapp so viel wie die dreifache Einwohnerzahl von Hamburg ist (vgl. Memorial to the Murdered Jews of Europe: 2020; Bevölkerung in Hamburg 2018: 2019).

Diese Geschichte schildert eine Buchreihe mit dem gleichklingenden Namen: Die Verfol­gung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Im ersten Band (2008) wird von Wolf Gruner das Deutsche Reich von 1933 bis 1937 dargestellt. Die europäischen Juden wurden damals von der Regierung benachteiligt, indem viele Gesetze erlassen wurden, die besagten, was ihnen verboten war (vgl. Gruner 2008: 224, 297). Der Grund für die Judenverfolgung und als Folge ihre Vernichtung war vor allem das deutsche Blutschutzgesetz. „[D]ie Reinheit des deutschen Blutes [war] die Vo­raussetzung für den Fortbestand des Deutschen Volkes“ (Gruner 2008: 493).

Viele friedliche jüdische Bürger, unter anderem bekannte Personen, mussten in 1930er we­gen der Todesgefahr Deutschland verlassen. Sie gingen ins Exil in benachbarte Staaten: Tschechien, Frankreich, Schweiz, Holland, Belgien, Polen (vgl. Gruner 2008: 95). Auch wenn es für alle von ihnen schwer war, das Land und damit ihr Zuhause, ihre Freunde und oft die Familie verlassen zu müssen, waren sie zusätzlich aus beruflicher Sicht und wegen ihrer bekannten Namen besonders betroffen. Darunter waren Schriftsteller, Lyriker, Journa­listen, Übersetzer und viele andere.

Deutschlandweite Bücherverbrennungen, eingeführte Zensur der jüdischen Bücher, Ein­schränkungen der jüdischen Verlage - das alles führe dazu, dass die jüdischen Schriftsteller nicht mehr publiziert werden durften (vgl. Gruner 2008: 154, 688). Als Folge gab es auch Probleme für Übersetzer. Es gab nicht nur weniger Schriften zur Übertragung in eine andere Sprache, sondern es hätte zu Problemen führen können, wenn man die verbotenen Bücher übersetzt hätte. Dazu noch gab es je nach Land keine Nachfrage mehr.

Wenn man in die Schweiz ins Exil gegangen war, konnte man immernoch für das deutsch­sprachige Publikum publizieren. Das war aber nicht mehr möglich, wenn man im Exil in Frankreich war und darüber hinaus die Amtssprache nicht beherrschte. Für den französi­schen Markt hätte es keinen Sinn gegeben, die Bücher ins Deutsche zu übertragen und sie dort herauszugeben, weil man in Frankreich kein Deutsch spricht. Auch aus dem Französi­schen ins Deutsche zu übertragen war keine Option, wenn man kein Französisch konnte. An dieser Stelle war das Exilleben für viele Kommunikationsberufe eine Herausforderung. Man wurde gleichzeitig mit Sprachverlust, Spracherwerb, Sprachwechsel und Mehrsprachigkeit konfrontiert. Es stellt sich die Frage: Wie kann man unter solchen Bedingungen im Exil weiter seinem Beruf nachgehen? An dieser Stelle ist die Rede von Flexibilität und Anpas­sungsfähigkeit. In den Zeiten der Judenverfolgung gab es zahlreiche Beispiele, wie man aus den Gegebenheiten das Beste gemeistert hat. Darüber hinaus gibt es auch sehr inspirierende Beispiele der Exilübersetzer, die besagen, wie sie mit damaligen Voraussetzungen umge­gangen sind. Eines dieser Beispiele ist die Geschichte von Lilly Becher.

In dieser Arbeit ist im Kapitel 2 ein Recherchebericht zu finden. Dort wird dargelegt, wie bei der Recherche zu Lilly Becher zur Anfertigung dieser Arbeit vorgegangen wurde. Au­ßerdem ist ins Kapitel 3 ihre Biographie aufgenommen worden. Auch wenn man im Internet sehr viele Informationen zu ihrem Werdegang finden kann, stammen sie aus zahlreichen Internetressourcen, deren Glaubwürdigkeit an manchen Stellen zu bezweifeln ist. Die Bio­graphie zu Lilly Becher stellt daher lediglich die aus dem Frankfurter Exilarchiv gefundenen Angaben dar. Sie werden nicht durch die vorhandenen Angaben im Internet ergänzt.

Als Grundlage des Hauptteils dieser Arbeit wurde das Buch zu den bibliographischen Noti­zen zu Frau Becher verfasst von Rolf Harder (2017) genommen. In seinem Buch entfaltet er detailliert ihr Leben in unterschiedlichen Lebensabschnitten. Den Kern dieser Arbeit bilden das Leben von Frau Becher im russischen Exil, welches der Autor dem Leser ebenso zu­gänglich macht. An dieser Stelle soll ihre übersetzerische Tätigkeit unter die Lupe genom­men werden. Die vorliegende Untersuchung setzt sich zum Ziel herauszufinden, wie Frau Becher Übersetzerin wurde und was sie dazu bewegte. Darüber hinaus wird die Wichtigkeit einer ihrer Übersetzungen analysiert.

Wenn man gebeten wird, zumindest einen Übersetzer1 aus der heutigen Zeit zu nennen, wird man höchstwahrscheinlich spontan auf keinen Namen kommen. Laut dem Germersheimer Lexikon werden die Übersetzungen oft nicht mal mit dem Namen des Übersetzers weiterge­geben (vgl. Germersheimer Übersetzerlexikon: 2015). Die Übersetzer im Exil: Wie sahen sie aus? Wie lauten ihre Namen? Wie wurden sie publiziert? Diese Fragen werden im Kapitel 5.3 und 5.4 anhand vom übersetzerischen Porträt zu Frau Becher diskutiert. Darüber hinaus stellt die vorliegende Arbeit den Versuch dar, sich mit ihrem übersetzerischen Porträt ausei­nanderzusetzen und es vermitteln zu können.

2 Recherchebericht

Bei meiner Recherche nach den Informationen zu Lilly Becher griff ich als erstes zu den Internetquellen. Bei der Suche nach ihrem Namen in der Google-Suchmaschine kam ich auf einige Quellen, die ihre Biographie liefern. Darunter waren Wikipedia, Drafd Wiki, Link­Fang, Friedparks Berlin, Kommunismusgeschichte und Bundesstiftung Aufarbeitung. Auf keiner dieser Internetseiten war ihr Werdegang vollständig dokumentiert. Aus diesem Grund hätte man diese Quellen ergänzend zueinander benutzen können, um sich ein ganzes Bild über ihre Biographie zu verschaffen.

Die oben angegebenen Quellen vermitteln zwar Informationen über die übersetzerische Tä­tigkeit von Frau Becher, aber sie wird in erster Linie als Publizistin und Parteifunktionärin dargestellt. Deswegen war ich zuerst verwundert, warum sie in diesem Hauptseminar als Übersetzerin behandelt wird. Aus den Internetquellen konnte man allerdings keine Informa­tionen zu ihren Übersetzungen entnehmen. Um das herauszufinden setzte ich mich in Ver­bindung mit der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt und besuchte das Exilarchiv.

Im Exilarchiv wurden für mich fünf Mappen mit dem Nachlass zu Lilly Becher vorbereitet. Vier davon enthielten ausschließlich Briefe, die zu der Zeit des Kalten Krieges verfasst wur­den. Frau Becher führte schriftliche Korrespondenz mit Herr Sternfeld, der in London, Eng­land, wohnte. Er war Journalist und arbeitete in 1960 an der Bibliographie der deutschen Emigrantenliteratur. Aus der Korrespondenz zwischen Frau Becher und Herrn Sternfeld war zu entnehmen, wie sehr sich Frau Becher um die Arbeiten von ihrem Ehemann, Johannes Robert Becher, und um das Johannes-R.-Becher-Archiv gekümmert hatte. Vor allem nach dem Tod ihres Ehemannes im Jahr 1958 bemühte sie sich in hohem Maße darum, die Erin­nerungen über ihn zu sammeln, die Veröffentlichungen seiner Arbeiten während der Exil - Zeit zu bekommen, sein verschwommenes Bild klar zu machen und ihm Anerkennung zu verschaffen (vgl. Becher, Lilly: Nachlass W. Sternfeld - EB 75/177, A.II.5). Neben diesen Informationen konnte man aus den Nachlässen darüber hinaus folgendes erfahren: Gesund­heitlichen Zustand von Frau Becher und Hintergrund zur Veröffentlichung des Buches Der gelbe Fleck.

Die fünfte Mappe enthielt die Notizen, auf welchen handschriftlich die Abkürzungen der Pseudonyme von Frau und Herr Becher angefertigt wurden. Außerdem waren auch die Bio­graphien zu ihnen enthalten. Im Kapitel 3 findet man genau die Biographie zu Frau Becher aus den Archivalien. Da sie sehr viele Abkürzungen enthielt, wurde von mir zu ihrer Ent­schlüsselung das Bibliographische Handbuch (1999), herausgegeben von Werner Röder und Herbert Strauss, benutzt.

Bei der Suche nach den biographischen Angaben zu Frau Becher wurde festgestellt, wie wichtig es ist, zuverlässige Quellen zu finden und sie von weniger zuverlässigen unterschei­den zu können. Es war sehr interessant zu beobachten, wie sich die Einträge aus der Biogra­phie zu Frau Becher im Frankfurter Exilarchiv von den Einträgen auf den Internetseiten an manchen Stellen unterscheiden. Die Namen ihres Vaters stimmten auf Wikipedia und in den Unterlagen aus dem Exilarchiv nicht überein. Laut Wikipedia hieß er Emil Korpus, während in Archivalien der Name Heinz Korpus festgehalten wurde. Dagegen wirkten Informationen auf Bundestiftung Ausarbeitung glaubwürdiger als auf Wikipedia. Als Quellen für die An­fertigung des Beitrags auf dieser Internetseite wurden das Handbuch von Helmut Müller- Enbergs (2000) sowie Andreas Herbst und Hermann Weber (2008) benutzt. Da die Informa­tionen auf Internetseiten jedem zugänglich sind, werden sie im Kapitel 3 nicht wiedergege­ben.

Bei der Internetrecherche nach Frau Becher kam ich auf Amazon auf das Buch von Rolf Harder (2017). Diese Publikation ist Frau Becher und ihrem Werdegang gewidmet. Dieses Buch konnte ich ebenfalls im Exilarchiv einsehen. Aus dem Kapitel zu Moskauer Exilau­fenthalt ließ es sich für mich erklären, warum Frau Becher in diesem Seminar als Überset­zerin und vor allem als Exilübersetzerin behandelt wird. Denn genau im russischen Exil war sie als Übersetzerin tätig. Von 1936 bis 1945 wurden ihre Beiträge publiziert. Darunter sind Aufsätze, ausführliche Rezensionen, Übersetzungen von Auszügen und unterschiedlicher Publikationen (vgl. Harder: 45f). Der Autor schreibt zwar, dass sie 1944 nicht publiziert wurde, aber auch aus diesem Jahrgang wurde auf den Internetseiten der Deutschen Natio­nalbibliothek sowohl eine ihrer Übersetzungen als auch ihre eigenen Einträge in der Inter­nationalen Literatur entdeckt. Das Stichwort Pseudonym ist einer der relevanten Punkte in der übersetzerischen Tätigkeit von Frau Becher, welcher dazu noch bei der Suche nach ihren Übersetzungen und Einträgen von einer hohen Bedeutung war.

Ein paar andere Punkte, die für den Recherchebericht wichtig sind, wurden in dieses Kapitel allerdings nicht aufgenommen. Da sie einen wichtigen Teil der Untersuchung darstellen, wurden sie im Hauptteilt deskribiert. Darüber hinaus sollten sie dem kohärenten Gedanken­gang sowie besserem Nachvollziehen der Inhalte dienen.

3 Vita

Becher, Lilly Irene (geb. Korpus, Lilly Irene; verw. Becher; Pseudonyme: Lotte Franken, Lilly Franken, Lilly Patell, Lilly Paul; auch: Lilly, L. F., L. P., L-y) wurde in Nürnberg am 27.01.1901 in einer jüdischen Familie geboren. Sie war Parteifunktionärin und Publizistin. Ihr Vater, Heinz Korpus, war Marineoffizier. Ihre Mutter, Irmgard, war eine Adoptiv­tochter von Albert Ballin, Berg.2 3 der deutschen Handelsmarine und persönlicher Freund Kaiser Wilhelms II. (vgl. Becher, Jo­hannes R.: NL284-G.P. Straschek - EB 2012/153- D.01d0196).

Die erste Verehelichung von Lilly Korpus war mit Fritz Paul. Er war KPD-Funktionär. Die zweite war mit Johannes Robert Becher (22.05.1981 München - 1.10.1958 Berlin, DDR). Er studierte Philologie und Medizin. Seit 1912 war er Mitarbeiter der Aktion und ist durch seine expressionistische Lyrik bekannt geworden. Johannes Becher war in die Sowjetunion exilierter und in die DDR remigrierter Schriftsteller. Sein Emigrationsweg verlief in Öster­reich und Schweiz in 1933, ein Jahr später in Frankreich, seit 1935 in der UdSSR und brachte ihn in 1945 wieder nach Deutschland, Berlin (vgl. Becher, Johannes R.: NL284-G.P. Stra­schek - EB2012/153-D.01d0196).

Nach dem Studienabbruch war Frau Becher Stenotypistin beim Ullstein Verlag. Von 1921 bis 1926 arbeitete sie als Redakteurin für Die Rote Fahne in Berlin. Ab 1922 war sie Mitglied der KPD-Bezirksleitung in Berlin-Brandenburg. 1923 gründete Frau Becher die Frauenzeit­schrift Die Arbeiterin in Berlin und war bis 1926 ihre Chefredakteurin. Von Januar 1924 bis Oktober 1925 war sie Anhängerin der ultralinken Führung um Ruth Fischer in der Bezirks­leitung Berlin-Brandenburg. In demselben Jahr verlor sie die Parteifunktionen nach der Ver­öffentlichung eines offenen Briefes des EKKF. Von 1926 bis 1933 war Frau Becher als Chefredakteurin bei der AIZ4 in Berlin tätig bis sie 1933 nach Österreich und in die Schweiz emigrierte. Ein Jahr später ging sie nach Frankreich (vgl. Becher, Johannes R.: NL284-G.P. Straschek - EB2012/153-D.01d0196).

Während des Aufenthalts in Frankreich arbeitete Frau Becher mit Willi Münzenberg. 1935 emigrierte sie wegen der Verwicklung in eine Spionageaffäre in die Sowjetunion. 1936 wurde von Frau Becher die erste Dokumentation über Judenverfolgung im nationalsozialis­tischen Deutschland, Der gelbe Fleck, herausgegeben (vgl. Becher, Johannes R.: NL284- G.P. Straschek - EB2012/153-D.01d0196).Im Brief an Herrn Sternfeld im Jahr 1965 erzählt sie von dieser Publikation: [...] ich [war] der Herausgeber, Redakteur und Verfasser des Buches [... ] - obwohl natürlich das haupt­sächliche Quellenmaterial von unseren zahllosen illegalen und oft anonymen deutschen Freuden stammte, wesentliche Vorarbeit für diesen Band leistete auch der bekannte österreichische Journalist Bruno Frei. Es war kein leichtes Unternehmen, damals in Paris ein solches Buch zu machen - der erste dokumentarische Beweis für Hitlers Schandtaten. Den Auftrag für diese Arbeit erteilte mir übrigens Willi Münzenberg. Das Buch wurde in viele Sprachen übersetzt, es war ein Welterfolg. Ich selbst be­sitze nur noch ein Exemplar in deutscher Sprache. (Johannes-R-Becher-Archiv: Nachlaß W. Stern­feld - EB 75/177, A.I.G)

In Moskau war Frau Becher als Übersetzerin und Mitarbeiterin bei der Zeitschrift Internati­onale Literatur Moskau tätig. Außerdem arbeitete sie eng mit ihrem Ehemann, Johannes R. Becher, zusammen. Später war sie Mitarbeiterin der Radio Moskau (vgl. Becher, Johannes R.: NL284-G.P. Straschek - EB2012/153-D.01d0196). Am 16. Juni 1945 kehrte Frau Becher nach Berlin zurück und von 1945 bis 1951 arbeitete sie als Chefredakteurin bei der Zeitschrift Neue Berliner Illustrierte. Danach war sie freie Journalistin und Leiterin des Johannes-R.-Becher-Archivs der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (DDR). Frau Becher war Präsidium -Mitglied im Demokratischen Frauen­bund Deutschlands und ab Juli 1963 stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in Berlin (DDR) (vgl. Becher, Johannes R.: NL284-G.P. Straschek - EB2012/153-D.01d0196).

In ihren letzten Lebensjahren litt Frau Becher unter ihrer Gesundheit. Unter anderem war sie 1961 in der Hospitalbehandlung wegen ihres Herzleidens. 1965 war Frau Becher erneut er­krankt. Aus den Briefen von Herrn Sternfeld an Fräulein Siebert, Leiterin des Johannes-R.- Becher-Archivs, war sie an Stirnhöhlenvereiterung erkrankt (vgl. Johannes-R-Becher-Ar- chiv: Nachlaß W. Sternfeld - EB 75/177, A.II.G). Den Sommer 1965 verbrachte sie in Bad Saarow. Dort war es für sie ruhiger als in Berlin (vgl. Johannes -R-Becher-Archiv: Nachlaß W. Sternfeld -EB 75/177, A.I.G). Frau Becher ist am 20.09.1978 in Berlin (DDR) gestorben (vgl. Becher, Johannes R.: NL284 -G.P. Straschek - EB2012/153 -D.01d0196).

[...]


1 Soweit personenbezogene Bezeichnungen im Maskulinum stehen, wird diese Form verallgemeinernd auf­grund der besseren Lesbarkeit verwendet und bezieht sich aufbeide Geschlechter.

2 Eine Abkürzung, die nicht entschlüsselt werden konnte.

3 Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale

4 Arbeiter Illustrierte-Zeitung

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die Exilübersetzerin Lilly Becher. Der Weg von einer Publizistin zur Übersetzerin
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Fachbereich Sprache, Kultur, Translation)
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V951088
ISBN (eBook)
9783346291851
ISBN (Buch)
9783346291868
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exil, Exilübersetzer, Übersetzer im Exil, Lilly Becher, Lilly Paul, Lilly Korpus, Lilly Franken, Lilly Patell, Lilly, L. F., L. P., L-y, Lilly Irene Korpus, Gelber Fleck, Heinz Korpus, Parteifunktionär, Juden, Judenverfolgung, Fritz Paul, Johannes Becher, Johannes Robert Becher, Rote Fahne, Die Arbeiterin, AIZ, Der gelbe Fleck, Pseudonyme, Iternationale Literatur Moskau, Radio Moskau, Internationale Literatur, Die Hölle von Treblinka, Wassilij Grossmann
Arbeit zitieren
Anna Busygina (Autor), 2020, Die Exilübersetzerin Lilly Becher. Der Weg von einer Publizistin zur Übersetzerin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/951088

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