Die Geschichte der proletarischen Frauenbewegung in Deutschland von ihren Anfängen bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts (1919)


Seminararbeit, 1998
25 Seiten, Note: 1,3

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Gliederung

I. Einleitung

II. Hintergrund

III. Beginn der proletarischen Frauenbewegung

IV. Die Frau und der Sozialismus

V. Die ,,Ära Zetkin
1) Beginn der Organisation
2) Abgrenzung gegenüber den Bürgerlichen
3) Entwicklung der Frauenbewegung in die SPD- Ende der ,,Ära Zetkin".

VI. Was hat die proletarische Frauenbewegung erreicht

Literaturverzeichnis

1. Ute Gerhard: Unerhört- Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, Hamburg 1990

2. Inge Frick, Helmut Kommer, Antje Kunstmann, Siegfried Lang (Hrsg.) : Frauen befreien sich (Bilder zur Geschichte der Frauenarbeit und Frauenbewegung), München 1976

3. Herrad- Ulrike Bussemer: Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung (1865- 1914), in: Annette Kuhn & Gerhard Schneider (Hrsg.), Frauen in der Geschichte, Düsseldorf 1979

1. Rosemarie Nave- Herz: Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland, Hannover 1993

4. Antje Trosien: Gleichheit und Klassenkampf, in: Zeitschrift für Sozialistische Politik und Wirtschaft- Nr. 96 / 1997

1. Clara Zetkin: Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung Deutschlands, Frankfurt am Main 1984

6. Clara Zetkin, Käthe Duncker, Julian Borchardt: Die Erziehung der Kinder in der proletarischen Familie, Berlin 1960

I. Einleitung

Diese Arbeit setzt sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte der proletarischen Arbeiterinnenbewegung und ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft des Deutschen Reichs im Zeitraum von den 60er- Jahren des 19. Jahrhunderts bis zur Aufhebung des Vereinsgesetzes 1908 auseinander.

Grundlegende Lektüre bei der Erstellung dieser Hausarbeit waren das Buch ,,Unerhört- Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung" von Ute Gerhard und das Werk ,,Frauen befreien sich" von diversen AutorInnen (siehe Literaturverzeichnis).

In einem recht umfangreichen Teil stelle ich zunächst die Anfänge der Frauenemanzipation nach 1848 dar.

II. Hintergrund

Im Zuge der Proteste von 1848 und den geweckten Hoffnungen auf eine Beseitigung der totalitären und militaristischen Verhältnisse im zersplitterten Deutschen Bund entstanden die ersten Zirkel, in denen nun auch Frauen begannen, ihr politisches und gesellschaftliches Partizipationsrecht einzufordern.

,,Die politische Poesie hat die deutschen Frauen aufgeweckt"1 merkte Louise Otto in einem Artikel der ,,Sächsischen Vaterlandsblätter" an. Louise Otto (später: Louise Otto- Peters) wird als Gründerin und ,,Mutter der deutschen Frauenbewegung" angesehen.2 Im April 1849 brachte sie die erste politische ,,Frauen- Zeitung" heraus. Unter dem Motto ,,Dem Reich der Freiheit werb` ich Bürgerinnen" berichtete die Zeitung über politische und frauenspezifische Themen mit sozialkritischer Ausrichtung.3

Somit stellte sie in den Augen der reaktionären Kräfte in den deutschen Staaten, die sich gerade mit neuer Kraft gegen die revolutionären Bestrebungen bürgerlicher und linker Gruppierungen stemmten, eine zusätzliche Gefahr für die Ordnung dar. Im Sommer 1849 wurde in Sachsen die sogenannte ,,Lex Otto"4 erlassen, nach der Frauen untersagt wurde, als Herausgeberinnen oder leitende Redakteurinnen einer Zeitschrift zu fungieren.

1848 / 49 waren Frauenvereine mit mehr oder minder politischer Zielsetzung entstanden, die sich grob in drei Typen einteilen lassen5:

1. Demokratische Frauenvereine: Sie sahen sich in der Tradition der 48er- Aufstände und unterstützten die politischen Gefangenen. Aufgrund dieser offenkundig ,,staatsfeindlichen" Aktivitäten wurden sie im Zuge der Reaktion bekämpft und in den meisten deutschen Staaten schnell verboten.
2. Frauenbildungsvereine: Unter dem Leitspruch ,,Wissen ist Macht" und der Zielsetzung, Frauen als ,,Erzieherinnen des Menschengeschlechts" zu etablieren, kämpften die organisierten Frauen für eine frauenspezifische und der der Jungen gleichrangigen Ausbildung für Mädchen. Diese Forderung wurde ein Schwerpunkt in dem Programm der bürgerlichen Frauenbewegung.
3. Arbeiterinnenvereine: Auch die Arbeiterinnen schlossen sich unter dem Eindruck der Proteste von 1848 in ersten kleinen Assoziationen zusammen oder wurden in die bestehenden Zirkel der Arbeiter eingebunden. Diese Assoziationen wurden, wie beinahe alle anderen auch, veboten. Es dauerte bis in die 80er- Jahre des 19. Jahrhunderts bis die Interessen der Arbeiterinnen im Zuge des Erstarkens der Sozialdemokratie wieder Gehör fanden.

Das Scheitern der sogenannten 48er- Revolution zog eine repressive Reaktion nach sich, die sich besonders heftig an den Rechten der Frauen zu schaffen machte. Preußen und Bayern erließen Vereinsgesetze, in denen explizit bestimmt war, das ,,Frauenspersonen" nicht als Mitglieder politischer Vereine zugelassen werden dürfen ( z.B. § 8 des Preußischen Vereinsgesetzes von 1850). Diese Diskriminierungen blieben mit weitreichenden Folgen bis in das 20. Jahrhundert Gesetz.

Anfang der 50er- Jahre standen die Zeichen also schlecht für weitere Emanzipationsbestrebungen der Frauen.

Nach Rosemarie Nave- Herz lassen sich Mitte des 19. Jahrhunderts vier Gruppen von Frauen unterscheiden6:

1. Frauen und Töchter aus der Mittel- und Oberschicht ohne Recht auf Arbeit (Ausnahme: Gouvernante, Lehrerin, Gesellschafterin)
2. In der Landwirtschaft, im Handel oder Gewerbe tätige Frauen
3. Fabrikarbeiterinnen
4. unverheiratete Dienstmädchen oder verheiratete Dienstboten (z.B. Wäscherinnen, Köchinnen)

Mitte der 60er- Jahre nachdem im Deutschen Bund die Gesetze der Reaktion, so z. B. die Zensur brüchig wurden7, begannen die Frauen insbesondere der ersten Gruppe, sich aus dem Schatten der patriarchalen Strukturen zu lösen.

Im Zuge der Technisierung wurde die Arbeit im Haushalt zunehmend einfacher und dies führte dazu, daß viele Frauen aus der bürgerlichen Schicht die gewonnene Zeit nutzen wollten, um ,,an den ernsten allgemeinen Interessen teilzunehmen".8

Auf der ersten Frauenkonferenz auf dem Gebiet des Deutschen Bundes vom 16.- 18. Oktober 1865 wurde der ,,Allgemeine Deutsche Frauenverein" (ADF) gegründet, der, angeführt von Louise Otto und Auguste Schmidt zum Kernelement der bürgerlichen Frauenbewegung wurde. Die Gründung des Vereins steht für den Beginn eines kontinuierlichen Kampfes der Frauen für Gleichberechtigung, auch wenn die Ziele zunächst enger formuliert waren. ,,Recht auf Arbeit und gleiche Bildungschancen für Frauen !" waren die Forderungen der aufbrechenden bürgerlichen Bewegung.

Auf der Frauenkonferenz wurde außer dem Beschluß, jährliche, an wechselnden Orten stattfindende Frauentagungen abzuhalten, auch die Gründung eines Vereinsorgans beschlossen, welches in den folgenden Jahren (bis 1920) die Entwicklung innerhalb der Bewegung aufzeichnete: ,,Neue Bahnen".

Die ersten Jahre der bürgerlichen Frauenbewegung waren nicht frei von Widerspruch, da die meisten Vertreterinnen weiterhin an der Differenz- Theorie der Geschlechter festhielten und Hausarbeit und Kindererziehung als alleinige Aufgabe der Frau anerkannten. Sie hofften, durch ordnungsgemäße Pflichterfüllung von den Männern Zugeständnisse für die eigenen Ziele zu bekommen.9

In den Jahren nach 1865 kam es zu zahlreichen Neugründungen von Frauenerwerbsvereinen, die für verbesserten Arbeitsmarktzugang kämpften und Frauenbildungsvereinen, welche auf regionaler Ebene qualifiziertere Bildungsstätten einrichten wollten. Die ,,Männerwelt" reagierte seit Ende der 60er- Jahre mit pseudo- wissenschaftlichen Untersuchungen auf die Emanzipation, welche die Herrschaft der Männer über die Frauen aus der ,,Natur der Sache" erklärten. In diesen Publikationen wurde unterstrichen, daß die Aufgabe der Frau sei, ,,einem Manne durch ihre Annehmlichkeit die süßesten Freuden des gesellschaftlichen Lebens zu schenken, seinen durch anhaltendes Nachsinnen ermüdeten Geist durch ihren Umgang aufzuheitern (...)" (so: F.S. Bock in: Lehrbuch der Erziehungskunst).10

Während der Einheitskriege 1866- 1871 entstanden neue Frauenvereine, welche allerdings mit der Emanzipation der Frau wenig zu tun hatten, sondern vielmehr ihren patriotischen Dienst für das heranwachsende Deutsche Reich leisteten: Die Vaterländischen Frauenvereine. Ihre Mitgliederzahlen stiegen schnell und blieben in Zukunft immer über z.B. denen der im ADF engagierten Frauen.

Sie verstanden ihre Aufgabe in der ,,seelischen Aufrüstung" zur ,,Mobilmachung aller Kräfte"11 der Männer im Falle des Krieges. Außerdem leisteten die Frauen praktische Hilfstätigkeiten, wie ,,Charpiezupfen, Verwundete pflegen, Kleidernähen und Kochen für das Heer" ( so schon: Louise Otto, Volkskreuzzug in Ungarn, 1849).12

In Friedenszeiten verstanden es die Frauen als Hauptaufgabe ,,ausserordentliche Notstände zu lindern, sowie für die Förderung und Hebung der Krankenpflege Sorge zu tragen" ( Alice Salomon, ,,Die Frau in der sozialen Hilfstätigkeit").13

Die Vaterländischen Frauenvereine sollten auch besonders im Vorfeld und Verlauf des Ersten Weltkrieges eine wichtige Rolle spielen.

In Bezug auf die bürgerliche Frauenbewegung hatte die Gründung des Deutschen Reiches 1871 eine lähmende Wirkung. Zunehmend übernahmen national gesinnte Frauen das Kommando im ADF und schwand der Einfluß z.B. der ,,Mutter der Frauenbewegung" Louise Otto- Peters, die sich unter anderem in der ,,Friedensliga", einem pazifistischen Verein mit Sitz in Genf, engagierte. Die Erringung der Einheit des Deutschen Reichs durch die Befreiungskriege führte dazu, daß ,,alle Vorstellungen von nationaler Größe und Wohlfahrt an den Militarismus geknüpft" ( Marie Stritt, ,,Der Anteil der deutschen Frauen an der internationalen Friedensbewegung")14 wurden und Konservatismus in den Reihen der Bürgerlichen Einzug hielt.

Bis zum Ende der 80er- Jahre blieben ihre Forderungen sehr auf die Rolle der Bildung beschränkt, während das Streben nach politischer Gleichberechtigung vorsichtiger behandelt wurde. Das Frauenwahlrecht wurde als ,,Fernziel, als Krönung des Kampfes"15 angesehen.

An zwei Fronten mußten von Beginn an die Arbeiterinnen um ihre Interessen kämpfen. Sie waren auf der einen Seite abhängig von ihren Arbeitgebern, die sie nicht selten als billige Lohnsklaven mißbrauchten und mußten auf der anderen Seite gegen die alltägliche Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts kämpfen. Auch innerhalb der Arbeiterbewegung wurden sie mit Mißtrauen beäugt, waren sie doch Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und mußten sie doch vielfach ihre ,,Mutterpflichten" aufgrund langer Arbeitszeiten vernachlässigen.

Den Arbeiterinnen wurden die Vereinsgesetze von 1850 besonders streng ausgelegt, da man hinter Arbeiterinnenvereinen immer schnell ,,das rote Gespenst"16 der Sozialisten vermutete. Tatsächlich stand die proletarische Frauenbewegung stark unter dem Einfluß der erstarkenden Sozialdemokratie im Deutschen Reich. Rosa Luxemburg hat später die Bezeichnung ,,proletarische Frauenbewegung" in Frage gestellt, weil sie bezweifelte, daß diese eine ,,autonome" Bewegung war.17

Die Arbeiterinnen kämpften im Gegensatz zu den Bürgerlichen nicht um das Recht auf Arbeit, sondern um verbesserte Arbeitsbedingungen.

Hierin kämpften sie mit den Arbeitern für ein Ziel, jedoch war die Ausbeutung der weiblichen Beschäftigten ungleich größer, da sie für die gleiche Arbeit weniger Lohn bekamen. Und die Solidarität der Genossen ließ zu Beginn der Arbeiterinnenbewegung (Anfang der 70er- Jahre) zu wünschen übrig. Es bestand durchaus ein Widerspruch innerhalb der Sozialdemokratie, wenn es um die Rolle der Frau in der Gesellschaft ging. Auf der einen Seite stand die Forderung nach Gleichheit und Emanzipation für alle und auf der anderen ein bürgerlich- konservatives Bild von der Frau als Hausfrau und Mutter, die den harten Alltag des Arbeiters durch ,,die Gemüthlichkeit und Poesie des häuslichen Lebens"18 verschönern sollte, wie es in einer Denkschrift der deutschen Abteilung der Internationalen Arbeiterassoziation (,,Internationale") 1866 hieß. So wurde in weiten Kreisen der Sozialdemokratie die Abschaffung der Frauenarbeit gefordert, um billige Konkurrenz vom Arbeitsmarkt zu drängen und vor allem ein ,,intaktes Familienleben" nicht durch überarbeitete Ehefrauen zu trüben. Innerhalb der Arbeiterinnenvereine kam es deshalb immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten darüber, ob man nun unabhängig von den Männern operieren sollte oder im Verbund für die Befreiung der ArbeiterInnen vom ,,Joch des Kapitals" streiten sollte. Einig war man sich jedoch, daß klare Interessengegensätze zu der bürgerlichen Frauenbewegung bestanden.

Deutlich wurden diese z.B. in der ,,Dienstbotenfrage". Lina Morgenstern, die sozial engagierte ,,Mutter der Volksküchen" und verdiente Kämpferin für die Rechte der (bürgerlichen) Frauen hatte den Egoismus der verheirateten Frauen beklagt, die sich vor lauter ,,Umherwirtschaften"19 in den eigenen vier Wänden nicht die ,,große Wirtschaft" außen interessierten und dabei betont, daß dies auch in nicht geringem Maße an dem neuen ,,Widerstandsgeist"20 der Dienstboten läge. Als Konsequenz forderte sie eine Verschärfung der Gesindeordnung, welche den Klassengegensatz zwischen der bürgerlichen Hausfrau und der arbeitenden Angestellten weiter verschärft hätte.

III. Beginn der proletarischen Frauenbewegung

Die Herausbildung einer proletarischen Frauenbewegung war eng verknüpft mit dem Entstehen der Arbeitervereine in den 60er- Jahren des 19. Jahrhunderts. 1863 gründete sich der ,,Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" (ADA) unter Führung Ferdinand Lassalles. Die Position des ADA zur Frage der Frauenarbeit und der Rolle der Frau in der Gesellschaft allgemein läßt sich ablesen in der sogenannten Bracke`schen Resolution, welche von der Generalversammlung in Berlin 1867 angenommen wurde.21 In dieser Resolution spiegelte sich das althergebrachte Bild von der Frau und ihrer Bestimmung zur Hausfrau und Mutter wider: Die Frau sorge für ,,die Reproduktion der Familie, versorge den Haushalt, ziehe die Kinder auf und biete dem Mann einen kompensatorischen Ausgleich für den Kampf ums tägliche Brot."22

Anders beurteilte die Arbeiterbewegung unter August Bebel und Wilhelm Liebknecht dieses Thema. Sie sah in der kapitalistischen Lohnarbeit der Frau eine ,,emanzipatorische Potenz", die darin lag, ,,daß die Frauen mit gesellschaftlich- öffentlichen Problemen außerhalb ihres Hauses in Berührung kommen, ihr Horizont sich erweitert, sie durch die Zwangsorganisation in der Fabrik zu kollektivem Handeln ermuntert werden"23, wie es in dem Entwurf des Generalrats zum ersten Kongreß der ,,Internationale" 1866 in Genf hieß. Diese stärker unter Berufung auf das ,,Kommunistische Manifest" operierenden Arbeitervereine waren organisiert in dem ,,Verband Deutscher Arbeitervereine", aus dem später die ,,Sozialistische Arbeiterpartei" (SAP) hervorging. Auf dem dritten Vereinstag des Vorgängers der Partei (1865) waren drei Anträge angenommen worden, welche den Einfluß des ,,Allgemeinen Deutschen Frauenvereins" auf die Positionen in der Frauenfrage widerspiegelten. In diesen drei Anträgen war eine ,,typisch liberale Beweisführung" erbracht worden, welche ,,das Recht auf freie Selbstbestimmung der Frau durch das Recht auf Erwerbsarbeit in Wirtschaft und Staat eingelöst"24 sah.

Die engen Beziehungen zwischen früher Arbeiterbewegung und bürgerlicher Frauenbewegung lassen sich insbesondere an dem bestehenden persönlichen Kontakt zwischen August Bebel, der zum Beispiel an der Leipziger Frauenkonferenz (1865) teilnahm, auf der der ADF gegründet wurde, und Louise Otto- Peters ablesen. Dennoch war es für die in der Frauenfrage relativ aufgeklärte ,,Avantgarde" in der Arbeiterbewegung zunächst schwer zu verhindern, daß sich ein sog. ,,proletarischer Antifeminismus" unter den Arbeitern breitmachte. Schon 1867 auf dem Vereinstag in Eisenach wurden die Anträge revidiert und die Frauenarbeit als ,,in jeder Beziehung verwerflich"25 diffamiert.

Auf der Gründungsversammlung der SAP 1869 in Eisenach letztendlich fand man einen mehrheitsfähigen Kompromiß: ,,Eine Einschränkung der Frauenarbeit in industriellen Etablissements"26 wurde als Ziel ins Programm aufgenommen.

Eng verknüpft mit der Organisation der Arbeiter in verschiedenen Vereinen verlief die Sammlung in Gewerkschaften. Im sächsischen Crimmitschau vollzog sich zum ersten Mal die gleichberechtigte Mitarbeit von Frauen in einer Gewerkschaft. Am 10. 2. 1869 gründete sich die ,,Internationale Gewerksgenossenschaft der Manufaktur-, Fabrik-, und Handarbeiter", welche in ihrer Blütezeit (1870) rund 6000- 7000 Mitglieder zählte, davon rund 1000 Frauen. 27 Aufgrund der starken Bereitschaft zur Mitarbeit konnten die Frauen für diesen Zeitpunkt geradezu revolutionäre Forderungen durchsetzen. So erhielten die genossenschaftlich organisierten Männer und Frauen gleiche Rechte und Pflichten, wozu zum Beispiel bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit ,,Rechtsschutz und materielle Unterstützung" gehörten und bei Krankheit oder Entbindung zahlte die ,,Hilfskasse (...) Kranken- oder Wöchnerinnengeld".28

Dieser erste hoffnungsvolle Ansatz gleichberechtigten Nebeneinanders der Geschlechter fand jedoch im Gefolge der Deutschen Einheit 1871 und den mit ihr einhergehenden Repressionen gegen sozialistische oder fortschrittliche Organisationsweisen der Arbeiter ein jähes Ende. 1873 löste sich die Gewerksgenossenschaft auf und verschwand bis in die 80er- Jahre im Untergrund.

Innerhalb der Arbeiterbewegung rückte in den 70er- Jahren die Emanzipationsbe- wegung der Frau in den Hintergrund. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei hatte gegen die Verfolgung durch das autoritäre Regime des preußischen Kaiser Wilhelms zu kämpfen und verlor sich zunehmend in ,,Grabenkämpfen" zwischen dem gemäßigten, lasalleanischen Flügel und dem ,,Eisenacher", marxistischem Flügel der Partei.

Auf der Einigungsversammlung des ADA und der SAP zur ,,Sozialdemokratischen Arbeiterpartei", der späteren ,,Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (SPD) 1875 in Gotha kam es dennoch in der Frauenfrage zu einem für die Frauenbewegung erfreulichen Fortschritt innerhalb der Sozialdemokratie.

Zwar wurde noch nicht explizit ein Frauenwahlrecht gefordert, jedoch forderte man nun geschlechtsneutral das ,,allgemeine, gleiche, direkte Wahlrecht (...) aller Staatsangehörigen vom 20. Lebensjahr an". Die Einschränkung der Frauenarbeit wurde auf ,,die Gesundheit und die Sittlichkeit schädigenden" Berufe beschränkt.29 Außerdem waren fortan gewählte Frauen als Delegierte zu den Parteitagen zugelassen. 1877 nahm die sozialdemokratische Reichstagsfraktion zum ersten Mal die Angelegenheiten der Arbeiterinnen auf und forderte (erfolglos) die Verabschiedung eines Arbeiterinnenschutzgesetzes.

1878 erließ der Reichstag das ,,Sozialistengesetz", welches das Verbot aller sozialistischer, sozialdemokratischer oder kommunistischer Vereine und Versammlungen bedeutete. Die Partei und mit ihr die Anfänge proletarischer Frauenbewegung wurden in die Illegalität abgedrängt.

IV. Die Frau und der Sozialismus

,,Das Sozialistengesetz hat eine Arbeit geleistet, die Hunderte von Agitatorinnen nicht zu leisten imstande gewesen wären", so kommentierte eine Betroffene die positive Seite des Verbots.30

Das Verbot der Sozialdemokratie hatte auf die proletarische Frauenbewegung eine doppelte, in sich widersprüchliche Auswirkung.

Zum einen brachte die Illegalität die Arbeiterinnen näher zusammen. Sie erlebten am eigenen Leibe, ,,was Klassenrecht, Klassenstaat und Klassenherrschaft"31 bedeutete. Geprägt durch diese Erfahrung setzte sich eine große Anzahl von Frauen unter Einsatz ihrer persönlichen Freiheit dafür ein, daß auch während des Verbots sozialdemokratische Aktivitäten möglich waren.

Auf der anderen Seite verhinderte der Existenzkampf der Partei eine intensive Beschäftigung mit der Frauenfrage, was man daran ablesen kann, daß es auf den im Ausland abgehaltenen Kongressen der deutschen Sozialisten nicht zu einer Diskussion derselben kam.

Ein Mann sollte es nun sein, der das Buch schrieb, welches von Clara Zetkin, der späteren unumstrittenen Führerin der proletarischen Frauenbewegung als ,,bedeutsamer Bahnbrecher der revolutionär gerichteten proletarischen Frauenbewegung Deutschlands und aller Länder" gefeiert wurde.

1879 veröffentlichte August Bebel das Buch ,,Die Frau und der Sozialismus". In seinem zu weltweiter Anerkennung gelangten Buch formulierte Bebel zwei Thesen, welche die Argumentation in der proletarischen Frauenbewegung in der nächsten Zukunft stark beeinflussen sollte32:

1. Sexualität und Familienformen sind keine biologisch festgelegten, sondern geschichtlich gewachsene und gesellschaftlich geprägte Triebformen bzw. Institutionen. Ihre hierarchischen Autoritätsstrukturen sind primär durch ökonomische Herrschaftsverhältnisse bestimmt.
2. Die Befreiung der Frau von patriarchalischer Bevormundung ist nur möglich im Prozeß der Emanzipation beider Geschlechter von jeglicher Form der Ausbeutung. Diese Erkenntnisse mobilisierten in der Zeit des Sozialistengesetzes und darüber hinaus sehr viele Frauen sich dem Kampf der Sozialisten anzuschließen. Zu ihnen gehörte auch die Frau, die wie keine andere die Geschichte der proletarischen Frauenbewegung prägen sollte: Clara Zetkin.

V. Die ,,Ära Zetkin"

1) Beginn der Organisation:

Kurzbiographie Clara Zetkin: 33

Als Clara Eissner kam sie am 5. Juli 1857 im sächsischen Wiederau zur Welt und lebte ab 1872 in Leipzig. Dort besuchte sie das Lehrerinnenseminar von Auguste Schmidt, einer der führenden Frauen in der bürgerlichen Frauenbewegung. 1883 ging sie mit ihrem Freund Ossip Zetkin, einem im Exil lebenden russischen Sozialrevolutionär, den sie nicht heiratete, aber dennoch seinen Nachnahmen annahm, nach Paris, wo sie zweifache Mutter wurde und begann, politisch aktiv zu werden. Nach dem Tod Ossips im Jahre 1889 war die Mutter auf sich allein gestellt, da ihre Familie sich aufgrund ihrer politischen Nähe zur Sozialdemokratie von ihr abgewandt hatte. Sie übernahm 1891 an der Seite von Emma Ihrer die Leitung der Zeitschrift ,,Die Gleichheit", dem Zentralorgan für die sozialistische Schulung der Frau. Zu dieser Zeit war sie bereits unumstrittene Führungsperson in der an die Sozialdemokratie angelehnten proletarischen Frauenbewegung. Immer wieder mußte sie als radikale Verfechterin des Marxismus ihre Position gegenüber gemäßigteren Frauen in der Sozialdemokratie verteidigen (z.B. Lily Braun, Luise Zietz). Diese Radikalität kostete sie 1917 die Redakteursstelle bei der ,,Gleichheit", da sich in der SPD ein eher auf Reformen der bestehenden Gesellschaft zielender Kurs durchgesetzt hatte. Sie trat dann der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD) und nach der Ermordung von Karl Liebknecht und ihrer Freundin Rosa Luxemburg 1919 der Kommunistischen Partei (KPD) bei. Ihren Hauptwohnsitz verlegte die fast Siebzigjährige in die Sowjetunion, kam aber weiterhin nach Deutschland, um für die Kommunisten zu agitieren. Von 1929- 32 nahm sie ein Reichstagsmandat für die KPD wahr, trotz ihrer zunehmenden Altersschwäche. 1933 starb sie zurückgezogen in der Sowjetunion als ,,weibliche Symbolfigur der Kommunisten".

Am 14. Juli 1889, dem Gedenktag der französischen Revolution, konstituierte sich in Paris die II. Internationale, um die zunehmenden nationalen Klassenkämpfe auch grenzübergreifend zu vereinen. Clara Zetkin war eine von sechs (!) teilnehmenden Frauen unter 400 Delegierten. Am vorletzten Tag hielt sie eine Rede zur Lage der Arbeiterinnen im Kapitalismus. Dies war zugleich der ,,erste Auftritt einer Frau, die vor einem internationalen Gremium die Emanzipation ihres Geschlechts fordert".34

Im ersten Teil ihrer Rede wies sie auf die ökonomische Gleichgestelltheit des Arbeiters und der Arbeiterin und ihre gemeinsame Abhängigkeit vom Kapitalisten hin. Sie erläuterte, wie wichtig ,,ökonomische und politische Aufklärung (...) der Industriearbeiterin"35 sei, um die Spaltung der Arbeiterklasse nach geschlechtlichen Gesichtspunkten aufzuheben. Im zweiten Teil ihrer Rede forderte sie unter Bezugnahme auf die Doppelbelastung der Arbeiterin den gesetzlichen Achtstundentag und allgemeine Arbeiterschutzgesetze, um der Frau die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer Arbeit politisch betätigen zu können. Für diese politischen Freiheiten müsse sie kämpfen.

Zum Schluß plädierte sie für eine neue Sichtweise der Kindeserziehung. Sie forderte gesellschaftliche Solidarität in dieser Frage. ,,Die Erziehung des Kindes muß das harmonisch zusammengestimmte Werk von Heim und gesellschaftlichen Einrichtungen, von Mutter und Vater sein"36, merkte sie später zu diesem Thema an. Sie kam also in dieser Rede zu dem Schluß, ,,daß mit der Vergesellschaftung der Produktion die der Erziehung Hand in Hand gehen müßte".37

Die II. Internationale verabschiedete Resolutionen, in denen sie ,,Gleichen Lohn für gleiche Arbeit", ,,gleichberechtigte Aufnahme von Frauen in die Arbeiterassoziationen Europas und Amerikas" und ,,Arbeiterinnenschutzgesetze" forderte.38

Clara Zetkin war zunächst kritisch im Hinblick auf die Arbeiterinnenschutzgesetze, bedeutete doch diese ,,Sonderregelung" ein Herauslösen aus der Gleichstellung der Frau gegenüber dem Mann in der proletarischen Klasse. Die hohe Säuglingssterblichkeit, die vielen Fehl- und Totgeburten und die auch im Vergleich zum männlichen Proletariat geringe Lebenserwartung39 ließ sie jedoch schnell zur Akzeptanz des 1891 im Reichstag beschlossenen 1. Arbeiterinnenschutzgesetzes übergehen.

Zur Wehr setzte sie sich hingegen im starken Maße gegen immer wiederkehrende Forderungen aus der Arbeiterschaft, Frauenarbeit zu begrenzen oder gar abzuschaffen. Die ,,wirtschaftliche Unabhängigkeit"40 der Frau war für sie Grundvoraussetzung für ein emanzipiertes Leben ohne Unterdrückung durch das Patriarchat.

Ab 1890 schritt die Organisation der proletarischen Frauenbewegung unter dem Zeichen der Sozialdemokratie voran. Der Beschluß der II. Internationalen, daß Frauen gleichberechtigt in die Arbeiterzirkel aufgenommen werden sollten, gestaltete sich aber aufgrund der bestehenden Vereinsgesetze von 1850 schwierig. So kam es zur Gründung sogenannter ,,Frauenagitationsgruppen", welche ihre Zentrale in Berlin hatte. Diese sollten dem Verbot durch ihre geringe Anzahl (3- 7) von Mitgliedern und einen Verzicht auf Organisationsstruktur entgehen. Doch auch diese Frauentreffs, welche häufig als ,,Kaffeeklatsch oder (...) Geburtstagsfeier"41 getarnt waren, wurden entdeckt und willkürlich verboten.

So wurde bis zum Fall des Vereinsgesetzes 1908 ein System von Vertrauenspersonen geschaffen, welche die Arbeit der Proletarierinnen der einzelnen Regionen koordinierten. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielte Ottilie Baader, die 1894 Berliner Vertrauensperson und ab 1900 erste Zentralvertrauensperson wurde.

Außerdem organisierten sich die Frauen in gewerkschaftlichen Vereinen und sozialdemokratischen Frauenvereinen, die sich zur Tarnung einen politisch neutralen Anstrich, wie z.B. ,,Verein zur Vertretung gewerblicher Interessen der Frauen und Mädchen", gaben.

Hier entstanden Spannungen unter den Arbeiterinnen, da die Trennlinie zwischen der Diskussion wirtschaftlicher Probleme und politischer Agitation leicht verwischte und es daraufhin zu Spaltungen in ,,Fraktionen von ´Nur- Gewerkschaftlerinnen` und ´NurPolitikerinnen`" gab42.

Ein großes Problem bei der Gewinnung neuer Mitglieder für die der Sozialdemokratie nahestehenden Vereinen lag darin, daß die Mehrheit der Arbeiterinnen eben aus der miserablen Lage heraus, deren Beseitigung die proletarische Bewegung anstrebte, überhaupt keine Zeit für die Beschäftigung mit Politik hatte bzw. durch die patriarchale Prägung ihrer Erziehung ,,nichts anderes gewöhnt war" als den Zustand, in dem sie lebte und deshalb auch nicht auf die Idee kam, diesen zu hinterfragen. ,,Die Arbeiterin ist in ihrer Eigenschaft als Frau an Gehorsam, Gefügigkeit, Bedürfnislosigkeit gewöhnt; in ihrer Eigenschaft als Frau - deren Gedanken um den Kochtopf kreisten - ist sie in der Regel unaufgeklärt und unorganisiert."43

Deshalb legte die Sozialdemokratie in Kenntnis dieser Problematik einen neuen Schwerpunkt in der Frauenpolitik auf die Forderung nach dem Achtstundentag. Sie hoffte dadurch mehr Frauen zum Kampf gegen das Kapital zu aktivieren.

In den 90er- Jahren entwickelte sich in der proletarischen Bewegung ein ,,Stützpunktsystem"44, welches jedoch bei weitem nicht mit dem Organisationsgrad der bürgerlichen Frauen vergleichbar war. Diese organisierte sich 1894 neu, indem sich ein Großteil der Vereine zum ,,Bund Deutscher Frauenvereine" (BDF) zusammenschloß. In diesem Zusammenhang wurde das Verhältnis der Bewegungen zueinander stark diskutiert.

2) Abgrenzung gegenüber den Bürgerlichen:

Der BDF hatte bei seiner Konstitution verkündet, ,,dass der Bund Arbeiterinnenvereine von Herzen willkommen heißen werde, aber solche von unverkennbar politischer Tendenz nicht aufnehmen könne", erinnert sich Gertrude Bäumer, eine der Wortführerinnen im BDF später.45 Dahinter steckte natürlich die Angst, durch Politisierung des Vereins unter das strenge Vereinsgesetz zu fallen.

Der ,,linke", radikalere Flügel im BDF aber schrie auf, wollte man doch vielerorts mit den Arbeiterinnen gemeinsam für die Emanzipation kämpfen. Gerade die ,,Radikalen" in der bürgerlichen Frauenbewegung (zu ihnen zählten z.B. Hedwig Dohm, Minna Cauer, Anita Augspurg, ua.), die mit ihrer Zeitschrift ,,Die Frauenbewegung", der späteren Gründung des ,,Verbandes Fortschrittlicher Frauenvereine" und den ,,Stimmrechtsvereinen" zu Beginn des 20. Jahrhunderts erheblichen Anteil an dem Kampf um Gleichberechtigung hatten, wehrten sich gegen den ,,Schmusekurs", den die bürgerlichen Vereine gegenüber der patriarchalisch geprägten Obrigkeit fuhren.

Ungeachtet dessen nutzte Clara Zetkin die Gunst der Stunde, um mit der bürgerlichen Seite abzurechnen und die Leitlinien sozialistischer Frauenpolitik hervorzuheben. In einer Artikelserie in der Zeitschrift ,,Die Gleichheit" mit der Überschrift ,,Reinliche Scheidung" griff sie die ,,Frauenrechtlerinnen" an, denen es nur um ,,einen Kampf von Geschlecht zu Geschlecht"46 in ihrer Klasse ginge, darum, dieselben Privilegien zu genießen, wie ihre Männer. Sie stellte heraus, wie wichtig es für die proletarischen Frauen sei, an der Seite der Männer für einen revolutionären Umsturz der Gesellschaft zu sorgen, da die Reformen der Bürgerlichen die klassenbedingte Unterdrückung der Arbeiterinnen nicht zu beseitigen beabsichtigten. Der Gleichstellung der Frau gegenüber dem Mann räumte sie deshalb ,,eine nicht zu unterschätzende, aber doch nur beschränkte Bedeutung zu". Sie schaffe ,,in Gestalt der politischen Rechte der Proletarierin die Waffen, mit denen sie an der Seite des Mannes für ihre volle soziale Menschwerdung kämpft".47

Aufgrund dieser Aussagen geriet die Vordenkerin der Arbeiterinnen in den Verdacht, ,,die Besonderheiten der Fraueninteressen"48 zu vernachlässigen und den Sieg des Proletariats über die Bourgeoisie einen höheren Stellenwert einzuräumen, als der Emanzipation der Frau. Bürgerliche warfen ihr vor, bei dem Streben nach einer revolutionären Neugestaltung der Gesellschaft humanistische Gesichtspunkte außer Acht zu lassen. Hierauf entgegnete sie mit einer ätzenden Kritik an der ,,klassenneutralen Humanitätsideologie"49 der bürgerlichen Frauenbewegung, in der sie zuspitzte, ,,der Spießbürger findet eben, daß sich das ,,Menschentum" der Frau zur herrlichsten Blüte entfaltet, wenn sie ausschließlich Strümpfe stopft, Suppe kocht und als Kindergebärmaschine funktioniert".50

Trotz aller Ablehnung der Reformpolitik der bürgerlichen Bewegung war natürlich niemand durch seine Herkunft davon ausgeschlossen, an der Umsetzung der Ziele der proletarischen Frauen mitzuarbeiten. Schließlich wurde niemandem wegen ,,seiner Abstammung aus der oder jener gesellschaftlichen Schicht"51 dieses Recht genommen.

Die proletarische Bewegung im Zeichen Clara Zetkins war jedoch auch nicht bereit, punktuell Kompromisse zu machen, um vielleicht als geeinte Frauenbewegung noch größeren Druck auf die herrschenden Männer auszuüben. Alle Versuche von radikaler bürgerlicher Seite aus, zu solchen Kompromissen zu gelangen, nannte sie ,,frauenrechtlerische Harmonieduselei"52. ,,Die bürgerliche Frauenbewegung ist (...) nicht Vorkämpferin, Interessenvertreterin aller befreiungssüchtigen Frauen. Sie ist und bleibt bürgerliche Klassenbewegung."53

Daß diese radikal- sozialistische Vorgehensweise in der Frauenpolitik umstritten war, auch in den eigenen Reihen ist wohl selbstverständlich. Sowohl von radikalen Bürgerlichen, wie oben (S.10) erwähnt, als auch von Arbeiterinnenvertretern, wie z.B. Lily Braun oder Henriette Fürth wurden Versuche unternommen, gemeinsame Ziele in Zusammenarbeit anzugehen. Es fällt jedoch ins Auge, daß Clara Zetkin sich immer wieder mit ihrer Linie, die natürlich mangels größeren Widerstandes die Linie der meisten Frauen in der Bewegung gewesen sein muß, durchsetzte und eine Zusammenarbeit im ,,großen Stil" zwischen den Lagern bezeichnenderweise erst im Ersten Weltkrieg zustande kam, als die Sozialdemokratie allgemein sich zunehmend angepaßt verhielt.

Zu einer verbalen Entladung der Interessensgegensätze kam es 1896 auf dem ,,Kongreß für Frauenwerke und Frauenbestrebungen" in Berlin. Zum ersten und gleichzeitig letzten Mal traten einige Führerinnen der verschiedenen Richtungen in der Frauenbewegung auf offener Bühne in einen Meinungsstreit. Hierbei wurde von bürgerlicher Seite vor allem das ,,revolutionäre Element" in der proletarischen Bewegung als Widerspruch zu dem pazifistischen Kurs der Sozialisten hingestellt. Clara Zetkin trug daraufhin das Credo der SPD vor, welches nun unter Berufung auf Friedrich Engels hieß, daß die SPD sich ,,als revolutionäre, nicht aber Revolution machende Partei verstand".54

Der Kongreß, der erste internationale Frauenkongreß auf deutschem Boden, entwickelte sich zu einem Riesenerfolg. 1700 angemeldete Gäste aus beinahe allen europäischen Staaten und Amerika nutzten die Zeit vom 19.- 26.September, um über die Erfolge und zukünftigen Entwicklungen der Frauenbewegungen zu diskutieren.

Ausrichterinnen waren Frauen wie Lina Morgenstern, Minna Cauer und Hedwig Dohm, hauptsächlich also Vertreterinnen des radikalen Flügels der bürgerlichen Bewegung, der um Verständigung zwischen den Fronten bemüht war.

3) Entwicklung der Frauenbewegung in die SPD- Ende der ,,Ära Zetkin":

Der nächste ,,Meilenstein" in der Geschichte der Arbeiterinnenbewegung war der Gothaer Parteitag der SPD, der vierzehn Tage nach der Konferenz stattfand. Auf diesem Parteitag hielt Clara Zetkin ein Grundsatzreferat, welches zur ,,offiziellen Parteitheorie"55 erhoben wurde. Dieses Grundsatzreferat griff die oben genannten Eckpunkte sozialistischer Emanzipationstheorie (S. 10 / 11) auf.

Wichtiger Gegenstand der Diskussion auf diesem Parteitag wurde auch die Ausbreitung der Agitation unter Frauen. ,,Beschlossen wurde, ,,nicht spezielle Frauenagitation, sondern sozialistische Agitation unter Frauen zu betreiben""56.

Wichtige Funktionen für die Agitation hatten dabei das Organ der sozialistischen Frauen ,,Die Gleichheit", welche den theoretischen Unterbau lieferte, das System der Vertrauenspersonen, das für den Informationsfluß zwischen den nach wie vor illegal arbeitenden Frauenvereinen sorgte und natürlich die Frauenkonferenzen.

Ab 1900 fanden die Frauenkonferenzen direkt vor den Parteitagen der SPD statt, was ihren gewonnenen Stellenwert dokumentiert. Außerdem gab es nun eine landesweite Koordination der Vertrauenspersonen durch die ,,Zentralvertrauensperson" Ottilie Baader. Zielsetzungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren57:

- Erweiterung des Arbeiterinnenschutzes
- Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren
- gleicher Lohn für gleiche Leistung
- privatrechtliche und politische Gleichberechtigung der Frauen
- Beseitigung der feudalen Gesindeordnung
- Kampf um den Zehnstundentag (später: Achtstundentag)
- Mobilisierung von Massenstreiks zur Durchsetzung des freien, gleichen und geheimen Stimmrechts für alle Menschen

Anfang des 20. Jahrhunderts waren proletarische Frauenbewegung und SPD so eng verwachsen, daß die politisch aktiven Frauen nun auch verstärkt ,,allgemeine politische Fragen und grundsätzliche gesellschaftliche Probleme"58 aufgriffen. Die Ausbreitung der Sozialdemokratie unter den Frauen läßt sich auch anhand statistischer Nachweise belegen59: Die Zahl der weiblichen Gewerkschaftsmitglieder stieg von 4355 (1891) auf 189442 (1910).

Das ist eine Steigerung von 1,8 % auf 7,6 % aller Mitglieder.

Von 1905 bis 1913 stieg die Zahl der beitragszahlenden Genossinnen von 4000 auf 141115. Die Auflage der ,,Gleichheit" erhöhte sich von 4000 (1900) auf 112000 (1913). Wichtigste Voraussetzung für die Expansion des Frauenanteils in der Sozialdemokratie war natürlich der Fall der Vereinsgesetze.

Nach diversen Anträgen der SPD- Fraktion im Reichstag und Massendemonstrationen im Jahre 1907 war es 1908 endlich soweit. 58 Jahre nach seinem Erlaß durch das preußische Abgeordnetenhaus wurde das Vereinsgesetz, welches ,,Frauenspersonen" und Jugendlichen den Beitritt zu jeglicher politischen Vereinigung verbot, abgeschafft.

Die bisher mehr oder weniger inoffiziell für die SPD arbeitenden Frauen hatten nun die Möglichkeit, sich in das Gefüge der Partei einzugliedern bzw. blieb ihnen nichts anderes übrig.

In allen Parteigliederungen, denen Frauen angehörten, mußte nun mindestens eine Frau im Vorstand sitzen. Diese Frauen sollten die Funktionen der bisherigen Vertrauenspersonen übernehmen. Das Zentralbüro der Genossinnen in Berlin wurde nach 1911 mit dem Vorstandsbüro der Gesamtpartei vereinigt.

So sehr die Möglichkeit, nun auch in Parteiämtern tätig sein zu können, den Zielen der Frauen hin zu der Anerkennung ihrer Politikfähigkeit entgegen kam, so sehr war doch der Zusammenbruch ihrer relativ autonomen Arbeitsstrukturen vor der Zusammenlegung mit der Partei eine Art Rückschlag.

Ute Gerhard60 kommentiert die Geschehnisse nach 1908 so: ,,Und doch bedeutete die nun einsetzende Integration der proletarischen Frauenbewegung in die SPD noch keineswegs Gleichstellung oder zumindest mehr politischen Einfluß von Frauen, sondern eher den Verlust von frauenpolitischer Autonomie und einer gewissen parteipolitischen Unabhängigkeit". Ein Wendepunkt und in gewisser Weise der Endpunkt der proletarischen Frauenbewegung war erreicht. Die Proletarierinnen waren nun offiziell ein Teil der SPD und ihre Forderungen wurden fortan im ,,gemischtgeschlechtlichen" Verbund gestellt.

Der Trend der Partei, gerade auch im Vorfeld des Ersten Weltkriegs, hin zu einer Etablierung als staatstragende Partei, die 1914 die Kriegskreditaufnahme Wilhelms II. mitunterstützte, nahm auch der radikal- marxistisch geprägten Frauenbewegung unter der Wortführerschaft Clara Zetkins den Wind aus den Segeln.

(Die überzeugte Sozialistin wurde dann auch bezeichnenderweise aufgrund ihrer antimilitaristischen Einstellung 1917 aus der Partei gedrängt.)

VI. Was hat die proletarische

Frauenbewegung erreicht ?

Zunächst möchte ich einige konkrete Ergebnisse proletarischen Protestes dokumentieren61:

- 1891 wurde das erste Arbeiterinnenschutzgesetz erlassen (Verbot der Beschäftigung von Frauen in Bergwerken, vierwöchige Pause nach der Entbindung, elfstündiger Normalarbeitstag für Frauen)
- 1892 und 1904 gab es Kinderschutzgesetze (Beschäftigung von Kindern unter 13 Jahren formell verboten, Arbeitszeit von 14- 16 jährigen höchstens 6 Stunden täglich)
- Aufhebung des Vereinsgesetzes 1908
- 1. Hausarbeitsgesetz 1912 (Kontrolle der Bedingungen von Hausarbeit durch Fachausschüsse)
- Hinwirkung auf die Einstellung weiblicher Fabrikinspektoren, das passive und aktive Wahlrecht zu den Gewerbs- Schiedsgerichten und den Achtstundentag; diese Forderungen wurden nach Gründung der Republik 1918 durchgesetzt
- Erreichung des Frauenwahlrechts (1918), für das die Proletarierinnen schon vor dem Ersten Weltkrieg in Massendemonstrationen auf die Straße gegangen waren

Nun wird in der Literatur zum Thema ,,proletarische Frauenbewegung" häufig die Frage aufgeworfen, wieviel Anteil die Frauenbewegung an dem Erreichen dieser Maßnahmen, insbesondere des Wahlrechts, hatten. Es werden sogar Stimmen laut, die behaupten, ,,die politische Gleichberechtigung schließlich, (...) verdanken sie ausschließlich der SPD und nicht ihren eigenen Kämpfen".62 Selbst wenn diese Einschätzung wohl hauptsächlich Kritik in Richtung der Bürgerlichen darstellt, ist sie selbst dort fehl am Platze. In Richtung der Proletarierinnen ist diese Kritik geradezu absurd. Trotz aller Mängel in der Vorgehensweise, auf die ich noch zu sprechen komme, gebührt den Arbeiterinnen und ihren Kämpfen vor allem eins: Respekt.

Betrachtet man die Geschichte Deutschlands mit seinen feudalistisch- patriarchalen Machtverhältnissen, die sich letztendlich bis ins 20. Jahrhundert halten konnten, so muß man feststellen, wie schwer es zu jeder Zeit war, große Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur zu bewirken. Die Deutschen waren noch nie dafür berühmt, große Revolutionen zu vollbringen.

Der Ursprung sämtlicher Frauenbewegungen lag dann auch in einer gescheiterten Revolution (1848). Zunächst konnten es sich nur privilegierte Frauen aus der Oberschicht leisten, Reformen zu ihren Gunsten zu fordern und legten damit schon einen wichtigen Grundstein dafür, daß auch die unterste Schicht begann, gegen die Unterdrückung der Frau zu protestieren.

Und dieser Protest war erfolgreich. Die Frauen schafften es trotz der widrigen Umstände der Zeit (Sozialistengesetz und Verfolgung, Vereinsgesetz und Rechtlosigkeit) sich zu sammeln und auszutauschen, ihre Probleme zu artikulieren und gehört zu werden. Ohne ihr Aufbegehren und Einbringen in den Prozeß der Arbeiterbewegung wäre die Entwicklung der Frauenfrage innerhalb der SPD sicher eine andere gewesen, zumal es ja auch dort, wie oben ausgeführt einen ausgeprägten Chauvinismus gab. Somit, um auf das Zitat von Herrad- Ulrike Bussemer zurückzukommen, war die proletarische Frauenbewegung und auch, wenn wir uns an den Beginn der Arbeiterbewegung erinnern, die bürgerliche, welche die SPD auf den richtigen Kurs in Sachen Frauenrechte gebracht haben.

Die Vorgehensweise der Proletarierinnen, welche natürlich in einem nicht geringen Maße durch ihre Führungspersönlichkeiten (insbesondere Clara Zetkin) geprägt wurde und in einem engen Zusammenhang mit der Marx´schen Lehre vom Sozialismus stand, kann man kritisieren.

Es wird geschrieben, daß die proletarische Frauenbewegung die ,,private Seite" der Frauen bei ihrem Kampf zur Überwindung der Klassenherrschaft zu sehr ausgeklammert hätte. Immer wieder wird dabei auf Zitate von Clara Zetkin verwiesen, in denen sie sich gefangen in dem bürgerlichen Bild vom ,,bürgerlichen Familienideal"63 zeige.

Auch die ,,Gebärstreikdebatte" vor dem Ersten Weltkrieg soll aufzeigen, wie das ,,Frauenleitbild"64 in der proletarischen Bewegung sich den neuen Bedürfnissen der Frauen entgegenstellten. Während Clara Zetkin ,,Soldaten für die Revolution" forderte, demonstrierten die Arbeiterinnen ,,für ihr Recht auf mehr Selbstbestimmung und Geburtenkontrolle"65.

In dem von mir häufig zitierten Werk ,,Frauen befreien sich" wird Gundula Bölke´s These aufgeführt, daß das Problem des Widerspruchs zwischen Frauenerwerbsarbeit und Weiterbestehen der alten Familienstrukturen ,,weder von der patriarchalisch geprägten Sozialdemokratie noch von der sozialpsychologische Faktoren vernachlässigenden Frauenbewegung erkannt worden wäre".66

So sehr ich bei der offenkundigen Vernachlässigung bestimmter Themenbereiche in den Ausführungen der proletarischen Frauen (sofern ich mir dieses Urteil anmaßen darf) die Kritik verstehe und punktuell für richtig halte, denke ich doch, daß eins nicht übersehen werden darf:

Die proletarische Frauenbewegung kämpfte für eine Utopie, im Zuge derer die Entstehung einer Familie als Solidargemeinschaft gleichberechtigter Mitglieder unter sozialen Voraussetzungen geplant war. Ich glaube, daß den Wortführerinnen bewußt war, daß sie im kleinen durch größere Kompromißbereitschaft Reformen gerade auch des patriarchalen Familienbildes hätten erreichen können. Doch was sie im Auge hatten war das Ganze.

Vorwerfen könnte man ihnen also, daß sie nicht erkannten, wie unmöglich das Erreichen dieser schönen Utopie war.

Doch diesen ,,Fehler" machten nach ihnen ganze Völker.

[...]


1 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 42

2 Vgl. z.B. Ute Gerhard, a.a.O., S. 39 und Rosemarie Nave- Herz, ,,Die Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland", S. 13

3 Ute Gerhard, a.a.O., S. 63

4 Zit. Nach Ute Gerhard, a.a.O., S. 64

5 Vgl. Ute Gerhard, a.a.O.., S. 66- 70

6 Rosemarie Nave- Herz, ,,Die Geschichte...", S.15

7 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 75

8 Rosemarie Nave- Herz; a.a.O., S. 16

9 Rosemarie Nave- Herz, a.a.O., S. 20

10 Rosemarie Nave- Herz, ,,Die Geschichte...", S. 26

11 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 91

12 Ebda.

13 Ebda., S. 92

14 Ebda., S. 97

15 Rosemarie Nave- Herz, a.a.O., S. 29

16 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 108

17 Rosemarie Nave- Herz, ,,Die Geschichte...", S. 32

18 Ute Gerhard, a.a.O., S. 114 / 115

19 Ebda., S. 119

20 Ebda.

21 Div. AutorInnen, ,,Frauen befreien sich", S. 107 / 108

22 Ebda.

23 Ebda.

24 Ebda., S. 111

25 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S.115

26 Ebda., S. 116

27 Div. AutorInnen, ,,Frauen befreien sich", S. 112

28 Ebda.

29 Ebda., S.114

30 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 114

31 Ebda.

32 Zit. nach: Div. AutorInnen, ,,Frauen befreien sich", S. 115

33 Nach: Antje Trosien, ,,Gleichheit und Klassenkampf" in: Zeitschrift für Sozialistische Politik und Wirtschaft- Nr. 96 / 1997

34 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S.118

35 Ebda.

36 Zetkin / Duncker / Borchardt: ,,Die Erziehung der Kinder in der proletarischen Familie", S.19

37 Div. Autorinnen: ,,Frauen befreien sich", S. 120

38 Vgl. Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 120

39 Vgl. Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 189

40 Ebda.

41 Ute Gerhard, a.a.O., S. 192

42 Div. AutorInnen: a.a.O., S. 123

43 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 124

44 Ebda., S. 123

45 Zit. nach: Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 178

46 Div. AutorInnen: a.a.O., S. 102

47 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 102

48 Ebda., S. 104

49 Ebda.

50 Ebda.

51 Ebda.

52 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 180

53 Clara Zetkin, ,,Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung", S. 149

54 Vgl. Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 183

55 Ute Gerhard, a.a.O., S. 185

56 Ute Gerhard, a.a.O., S. 192

57 zit. nach: Ute Gerhard, a.a.O., S. 193 / 194

58 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 140

59 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 140

60 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 194

61 nach: Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 133 / 134

62 so z.B.: Herrad- Ulrike Bussemer, ,,Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung", in: Div. AutorInnen, ,,Frauen in der Geschichte", S. 35

63 Ute Gerhard, ,,Unerhört", S. 200

64 Herrad- Ulrike Bussemer, a.a.O. (S. 14), S. 49

65 Ute Gerhard, a.a.O., S. 200

66 Div. AutorInnen: ,,Frauen befreien sich", S. 143

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Die Geschichte der proletarischen Frauenbewegung in Deutschland von ihren Anfängen bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts (1919)
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar: Politik und Geschlechterverhältnis
Note
1,3
Autor
Jahr
1998
Seiten
25
Katalognummer
V95112
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Beschreibt den Kampf der Arbeiterinnen um Gleichstellung mit den männlichen Artgenossen. In der Einleitung wird auch auf den gemeinsamen Ursprung der bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegung Mitte des 19. Jhdts eingegangen
Schlagworte
Geschichte, Frauenbewegung, Deutschland, Anfängen, Einführung, Wahlrechts, Institut, Politikwissenschaft, Marburg, Seminar, Politik, Geschlechterverhältnis
Arbeit zitieren
Björn Lüttmann (Autor), 1998, Die Geschichte der proletarischen Frauenbewegung in Deutschland von ihren Anfängen bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts (1919), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95112

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