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Die militärische Relevanz der Tanks im 1. Weltkrieg

War die Panzerwaffe das entscheidende Moment für den Sieg der Entente-Mächte über das deutsche Kaiserreich?

Titel: Die militärische Relevanz der Tanks im 1. Weltkrieg

Hausarbeit , 2018 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Oehm (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits in der Antike wurden gepanzerte Fahrzeuge in Form von sogenannten Streitwagen für militärische Zwecke genutzt. Im Mittelalter mussten sich Entwürfe gepanzerter Fahrzeuge dem Problem der ungenügenden Antriebskraft geschlagen geben, den eine schwere Panzerung mit sich brachte. Die Entwicklung des Verbrennungsmotors in der Moderne eröffnete hierzu völlig neue Möglichkeiten. Der Erste Weltkrieg wirkte hierbei als entwicklungstechnischer Katalysator und brachte neben anderen Waffensystemen den „Tank“ hervor. Dieser Tank war ein gepanzertes Fahrzeug, das seine Bezeichnung, angeblich auf die Anregung des britischen Army-Offizier Ernest Dunlop Swinton, durch die Ähnlichkeit eines britischen Prototyps (Little Willie) zu einem Wassertank hatte. Aus Gründen der Geheimhaltung blieb es auf britischer Seite bei dieser Bezeichnung. Deutsche Bezeichnungen waren z. Bsp. „Motorgeschütz“ oder „Panzerkampfwagen“. Die heutzutage und hierzulande mittlerweile übliche, reduzierte Bezeichnung „Panzer“ meint ein motorisiertes Fahrzeug, welches das Gelände des Kriegsschauplatzes überqueren kann, dabei seine Besatzung vor feindlichem Beschuss schützt und selber den Gegner angreifen kann. Dieser Terminus wird in der vorliegenden Hausarbeit zur Einheitlichkeit genutzt. Der Panzer ist seit seinem Erscheinen auf dem Gefechtsfeld ein wesentliches Element der Kriegsführung und diese Hausarbeit soll anhand von verschiedenen Einsätzen im 1. Weltkrieg seine militärische Relevanz für den Ausgang des Krieges untersuchen. Der französische Artillerie-Offizier Jean Baptiste Eugène Estienne erkannte bereits 1914 das Potential der Panzer, als er die Hypothese aufstellte: „Der Sieg in diesem Krieg wird dem Land gehören, das als Erstes ein Fahrzeug mit Kanone baut, das über jedes Gelände fahren kann .“ Ich betrachte dazu die militärische Wirkung der Panzer in ausgesuchten Einsätzen des 1. Weltkriegs und versuche daraus folgernd die Hypothese Estiennes zu überprüfen und die Fragestellung der Hausarbeit zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Stellungskrieg als Ausgangslage für die Entwicklung neuer Strategien

3. Die neue Waffengattung der Panzer

3.1 Entente-Mächte

3.2 Deutsche Panzer

4. Die Betrachtung einschlägiger Gefechte

4.1 Erster Panzereinsatz nördlich der Somme, 15.09.1916

4.2 Alliierte Frühjahrsoffensive, ab dem 09.04.1917

4.3 Britischer Angriff bei Cambrai, ab dem 20.11.1917

4.4 Deutsche Frühjahrsoffensive, ab dem 21.03.1918

4.5 Alliierter Gegenangriff bei Amiens, ab dem 18.07.1918

5. Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die militärische Relevanz von Panzern während des Ersten Weltkriegs und prüft die Hypothese, ob die Panzerwaffe das entscheidende Moment für den Sieg der Entente-Mächte über das deutsche Kaiserreich darstellte.

  • Entwicklung des Stellungskrieges als strategische Ausgangslage
  • Vergleich der Panzerentwicklung zwischen Entente-Mächten und Deutschland
  • Analyse spezifischer Panzereinsätze und ihrer taktischen Wirkung
  • Bewertung der psychologischen Komponente („Tankschrecken“)
  • Untersuchung des Zusammenwirkens von Panzern mit anderen Truppengattungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Erster Panzereinsatz nördlich der Somme, 15.09.1916

Am 15. September 1916 griffen die Entente-Mächte die deutschen Stellungen in Frankreich, nördlich des Flusses Somme an. Die Angriffe richteten sich gegen die Stellungen bei Flers, Combles, Courcelette und Martinpuich. Dabei sollte erstmals die „Heavy Section of the Machine Gun Corps“, also die 49 zur Verfügung stehenden britischen Panzer eingesetzt werden. Sie sollten in kleinen Gruppen von 2-3 Panzern gegen die Schwerpunkte der deutschen Verteidigungen eingesetzt und so die Gräben „aufgerollt“ werden. Die eigene Infanterie sollte dann in die geschlagenen Lücken vorstoßen. Der eigentliche Durchbruch, also ein Vorgehen in die Tiefe des Geländes, sollte durch ein Kavalleriekorps erfolgen. Das Gelände war als panzergünstig zu beurteilen. Zudem sollte überlegene Artillerie und der Einsatz von Schlachtfliegern für ein Niederhalten der deutschen Artillerie und Infanterie sorgen.

Von den 49 Panzern schafften es nur 39 in die Sturmausgangsstellungen für den Angriff zu gelangen, die fehlenden 10 Panzer waren wegen technischer Defekte ausgefallen. Bei dem danach gegen 07:00 Uhr folgenden ersten Einsatz von Panzern sind noch vor dem ersten Feindkontakt weitere Panzer durch technische Defekte ausgefallen. Außerdem blieben auch einige stecken oder verloren die Orientierung. Auch die Zusammenarbeit mit der Infanterie war mangelhaft, da diese die Panzer teilweise überholte, was vermutlich ursächlich war für die Fälle in denen die eigene Infanterie bekämpft wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Panzerentwicklung im Ersten Weltkrieg und Definition der Forschungsfrage.

2. Der Stellungskrieg als Ausgangslage für die Entwicklung neuer Strategien: Erläuterung der festgefahrenen Fronten und der Suche nach technologischen Lösungen zur Überwindung des Stellungskrieges.

3. Die neue Waffengattung der Panzer: Vorstellung der technischen Merkmale der Panzer und der unterschiedlichen Entwicklungsstände bei Entente und Deutschland.

4. Die Betrachtung einschlägiger Gefechte: Detaillierte Analyse von fünf zentralen Gefechten unter Einbeziehung zeitgenössischer Berichte.

5. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über die Rolle des Panzers als neues Waffensystem und dessen psychologische Wirkung.

6. Fazit: Abschließende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der asymmetrischen Ressourcenverfügbarkeit.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Panzer, Tanks, Stellungskrieg, Entente-Mächte, Deutsches Kaiserreich, Taktik, Gefecht der verbundenen Waffen, Somme, Cambrai, Amiens, Feuerkraft, Panzerung, Beweglichkeit, Militärgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die militärische Bedeutung von Panzern im Ersten Weltkrieg und untersucht, inwieweit diese Waffe den Ausgang des Krieges beeinflusst hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Panzertaktik, der technologische Vergleich zwischen den Kriegsparteien sowie die psychologische Wirkung der Panzer auf die gegnerischen Truppen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Hauptfrage lautet, ob die Panzerwaffe das entscheidende Moment für den Sieg der Entente über das deutsche Kaiserreich war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Berichten, Dokumenten und aktueller militärhistorischer Fachliteratur basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von fünf spezifischen Panzereinsätzen zwischen 1916 und 1918, um deren tatsächlichen taktischen und strategischen Erfolg zu bewerten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Panzertaktik, Mechanisierung des Krieges, Stellungskrieg, Materialschlacht und asymmetrische Ressourcenverteilung.

Welche Rolle spielte die psychologische Wirkung des Panzers?

Der Autor arbeitet den sogenannten „Tankschrecken“ als einen wesentlichen demoralisierenden Faktor für die Verteidiger heraus, der oft mindestens so bedeutend war wie die physische Wirkung.

Wie bewertet der Autor die Effektivität deutscher Panzer?

Der Autor stellt fest, dass deutsche Panzer aufgrund geringer Stückzahlen und später Entwicklung kaum strategischen Einfluss hatten und das Deutsche Reich primär durch Beutepanzer auf die Waffengattung zurückgriff.

Welches Fazit zieht die Arbeit zum Einfluss der Panzer?

Der Autor schlussfolgert, dass Panzer für den Verlauf des Krieges entscheidend waren, der finale Sieg der Entente jedoch stärker auf der asymmetrischen Ressourcenverfügbarkeit und dem amerikanischen Engagement basierte.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die militärische Relevanz der Tanks im 1. Weltkrieg
Untertitel
War die Panzerwaffe das entscheidende Moment für den Sieg der Entente-Mächte über das deutsche Kaiserreich?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Historisches Institut)
Note
1,7
Autor
Thomas Oehm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V951620
ISBN (eBook)
9783346293541
ISBN (Buch)
9783346293558
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Panzer Guderian Fuller Stellungskrieg 1.Weltkrieg Siegfriedlinie Siegfriedstellung Tank Tanks Little Willie OHL Westfront
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Oehm (Autor:in), 2018, Die militärische Relevanz der Tanks im 1. Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/951620
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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