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Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie

Titel: Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie

Bachelorarbeit , 2020 , 57 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schwerpunkt der vorliegenden empirischen Arbeit liegt auf der zweisprachigen marokkanisch-stämmigen Bevölkerung in Granada. Die ersten Marokkaner sind als Arbeitermigranten nach Spanien eingewandert und leben dort heute seit bis zu drei Generationen. Die Migrationssituation umfasst eine Vielzahl sozialer, ökonomischer und politischer Aspekte. Da die Darstellung der Migrationsfrage jedoch über den theoretischen Rahmen der vorliegenden Arbeit hinausgeht, fokussiert sie auf Sprachverhaltensprozesse und das Zugehörigkeitsgefühl der marokkanischen Bevölkerung in Granada. Demzufolge steht im Zentrum die Frage, inwiefern es generationsspezifische Unterschiede beim Sprachverhalten und bei der Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanisch-stämmigen Bevölkerung in Granada gibt. In Bezug darauf, untersucht die vorliegende Studie, welche generationsspezifische Sprachkompetenzen sich im Spanischen und Marokkanischen der beiden Generationen gegenüberstellen. In welchen Kontexten wird die Erstsprache benutzt und in welchen die Zweitsprache?

Bei welcher Generation kommt es zu einem Sprachwechsel und wodurch ist die Identitätsbildung der marokkanischen Migranten/innen geprägt? Die vorliegende empirische Arbeit beabsichtigt, diese Fragestellungen zu beantworten.

Zuerst folgt ein theoretischer Abriss zur Definition von Zweisprachigkeit. Anhand des Diglossie-Konzeptes nach Ferguson und Fishman wird eine spezifische Form von Zweisprachigkeit vorgestellt, die als Grundlage für das Sprachverhalten der marokkanischen Bevölkerung dient. Im nächsten Schritt werden die Sprachverhaltensprozesse „Sprachwechsel“, „Spracherhalt“ und „Sprachverlust“ mit ihren Einflussfaktoren erläutert. Im letzten theoretischen Kapitel wird die Thematik der Identitätsbildung nur kurz angerissen. Nach der Einführung des aktuellen Forschungsstandes wird als nächstes der Untersuchungsgegenstand und der Ort der Umfrage der selbständig durchgeführten soziolinguistischen Studie vorgestellt. Im nächsten Schritt werden anhand einer selbstständig durchgeführten Untersuchung relevante Ergebnisse für die Analyse des generationsspezifischen Sprachverhaltens und der Identitätsbildung der eingewanderten Marokkaner in Granada vorgestellt. Zudem dienen diese Untersuchungsresultate dazu, die zuvor aufgestellten Hypothesen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Abschließend werden die Ergebnisse diskutiert und in einem Fazit die zentralen Ergebnisse dieser Studie zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zur Zweisprachigkeit, Sprachverhalten und Identitätsbildung

2.1 Zweisprachigkeit

2.1.1 Begriffsklärung der Zweisprachigkeit

2.1.2 Diglossie-Konzept nach Ferguson und Fishman

2.2 Sprachverhaltensprozesse

2.2.1 Begriffsklärung: Spracherhalt, Sprachwechsel und Sprachverlust

2.2.2 Faktoren der Sprachprozesse

2.3 Identitätsbildung

2.3.1 Begriffsklärung: Identität

2.3.2 Sprache als relevante Komponente der Identitätsbildung

2.3.3 Identitätsbildung bei Zweisprachigkeit

3. Forschungsüberblick

4. Untersuchung

4.1 Der Untersuchungsgegenstand: die marokkanisch-stämmige Bevölkerung

4.2 Der Untersuchungsort: Granada, Stadtviertel Albaicín

5. Fragestellung und Hypothesen

5.1 Methodenbeschreibung

5.1.1 Probanden

5.1.2 Fragebogenstudie

5.2 Durchführung

5.3 Deskriptive Ergebnisse der Untersuchung

5.4 Diskussion

6. Fazit & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das generationsspezifische Sprachverhalten und die Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanisch-stämmigen Bevölkerung in Granada, um herauszufinden, inwiefern sich die Sprachkompetenzen und das Zugehörigkeitsgefühl zwischen der zweiten und dritten Einwanderergeneration unterscheiden.

  • Soziolinguistische Analyse von Sprachverhaltensprozessen (Spracherhalt, Sprachwechsel, Sprachverlust).
  • Untersuchung der Rolle der Sprache bei der Identitätsbildung und der Wahrnehmung einer hybriden Identität.
  • Vergleich der generationsspezifischen Sprachkompetenzen im Spanischen und Marokkanischen.
  • Erfassung der Bedeutung soziolinguistischer Faktoren in einer spezifischen Migrationskonstellation (Granada, Albaicín).

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Wer spricht was und wie mit wem in welcher Sprache und unter welchen sozialen Umständen mit welchen Absichten und Konsequenzen?“ (Fishmann 1972: 15)

In der heutigen Gesellschaft dominiert überwiegend Zweisprachigkeit als Einsprachigkeit. Für die meisten Menschen ist die Migrationssituation ein ausschlaggebender Faktor, dafür dass sie sich als zweisprachig identifizieren. Aber welche Auswirkungen hat es auf das Sprachverhalten, wenn das Individuum parallel zu seiner Muttersprache bzw. Erstsprache unter Verwendung einer weiteren Sprache sozialisiert wird? Aus dieser Perspektive beobachtet die Soziolinguistik den Menschen. Mit dem obigen Zitat lassen sich die Fragestellungen der Soziolinguistik und ihr Untersuchungsgegenstand beschreiben. Mit dem Zusammentreffen der beiden Forschungsgebiete der Sprache und Gesellschaft entsteht diese junge Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die die Beziehung der Interdependenz zwischen Sprache und Gesellschaft zum Gegenstand hat (Metzler 2016: 630). Spanien gilt seit Jahrhunderten als das beliebteste Migrationsland für die Einwanderer aus dem Nahen Osten. Jedoch existieren wenige Studien zum Sachverhalt, obwohl die Migrationssituation der marokkanischen Migranten /innen dort stark ausgeprägt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Zweisprachigkeit im Kontext von Migration und Definition der Forschungsfragen zur Soziolinguistik marokkanischer Bevölkerung in Granada.

2. Theoretische Grundlagen zur Zweisprachigkeit, Sprachverhalten und Identitätsbildung: Erläuterung relevanter Konzepte wie Diglossie, Sprachverhaltensprozesse (Erhalt, Wechsel, Verlust) sowie der zentralen Rolle von Sprache bei der Identitätsbildung.

3. Forschungsüberblick: Überblick über soziolinguistische Ansätze von Fishman und Labov sowie Rezeption früherer Studien zum Sprachverhalten von Migrantengruppen.

4. Untersuchung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands (marokkanisch-stämmige Bevölkerung) und des Untersuchungsorts (Albaicín, Granada) als historisch gewachsenes Siedlungsgebiet.

5. Fragestellung und Hypothesen: Formulierung von fünf Arbeitshypothesen bezüglich Sprachkompetenz, Kontextabhängigkeit des Sprachgebrauchs, Sprachwechseltendenzen und Identitätszugehörigkeit.

6. Fazit & Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Reflektion der Hypothesen und Diskussion der hybriden Identität der marokkanischen Migranten in Granada.

Schlüsselwörter

Zweisprachigkeit, Sprachverhalten, Identitätsbildung, Migrationssituation, Marokkanisch, Spanisch, Sprachwechsel, Spracherhalt, Soziolinguistik, Granada, Albaicín, Diglossie, hybride Identität, Sprachkompetenz, Migrationsgenerationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Sprachverhalten und die Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung der zweiten und dritten Generation, die im Stadtviertel Albaicín in Granada lebt.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind der Spracherhalt des Marokkanischen, die Auswirkungen des Sprachwechsels auf das Spanische sowie die Entwicklung einer hybriden Identität durch Zweisprachigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, generationsspezifische Unterschiede zwischen der zweiten und dritten Generation hinsichtlich ihres Sprachgebrauchs in verschiedenen Kontexten und ihrer Zugehörigkeitsgefühle zu Spanien und Marokko zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine quantitative Forschungsmethode in Form einer soziolinguistischen Fragebogenstudie, die statistisch mit Programmen wie SPSS und Excel ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst einen theoretischen Rahmen zur Zweisprachigkeit und Identität, einen Forschungsüberblick zu soziolinguistischen Ansätzen sowie die methodische Durchführung und Auswertung der Fragebogenstudie vor Ort in Granada.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Begriffe Sprachwechsel, hybride Identität, Diglossie-Konzept, Sprachkompetenz und Migrationsgenerationen prägen die Analyse der Studie maßgeblich.

Warum wurde das Stadtviertel Albaicín in Granada als Untersuchungsort gewählt?

Das Viertel besitzt einen besonderen historischen Hintergrund durch die maurische Herrschaft und dient heute als ein historisch und architektonisch relevanter Lebensmittelpunkt für viele Einwanderer aus dem Maghreb.

Was ist das Hauptergebnis zur Sprachkompetenz der dritten Generation?

Die dritte Generation weist signifikant bessere Sprachkenntnisse im Spanischen auf als die zweite Generation, da sie diese Sprache verstärkt in ihrem Bildungsalltag erwirbt.

Wie erklärt die Studie den anhaltenden Spracherhalt des Marokkanischen?

Trotz des Einflusses des Spanischen wird das Marokkanische im privaten Kontext (Familie, Freunde, Moschee) weiter aktiv genutzt, unterstützt durch eine positive Spracheinstellung der Sprecher.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Identitätsbildung?

Die meisten Probanden, die sich als zweisprachig definieren, entwickeln ein doppeltes Zugehörigkeitsgefühl, was auf eine hybride Identität im Kontext der Migrationssituation hindeutet.

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Details

Titel
Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Klassische Philologie)
Veranstaltung
Sprachwissenschaften
Note
1,8
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
57
Katalognummer
V952136
ISBN (eBook)
9783346295033
ISBN (Buch)
9783346295040
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziolinguistische Studie Zweisprachigkeit Granada
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Sprachverhalten und Identitätsbildung der zweisprachigen marokkanischen Bevölkerung in Granada. Eine soziolinguistische Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952136
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Leseprobe aus  57  Seiten
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