In der vorliegenden Seminararbeit werden die Nachhaltigkeitspotenziale des Baustoffs Holz erläutert. Herausgearbeitet werden in diesem Zusammenhang die klimatischen Vorteile von Holz und die technischen und funktionellen Eigenschaften. Im ersten Teil der Arbeit wird die Nachhaltigkeit erstmal definiert. Es werden die Grundlagen der Nachhaltigkeit erklärt sowie die Historie und Dimensionen der Nachhaltigkeit. Daraufhin wird die Bedeutung für das Bauwesen erläutert. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Baustoffeigenschafften von analysiert. Danach wurde geguckt welche Eigenschaften Holz als Baustoff bei einem ganzheitlichen Gebäudekonzept mitbringt.
Nachhaltige Entwicklung sichert die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft. Dabei ist eine Entwicklung bedeutend, die den Bedürfnissen der heutigen Generation gerecht wird, ohne die Chancen künftiger Generationen zu gefährden. Es gilt, dass natürliche (ökologische) Lebensgrundlagen gesichert werden müssen, um die ökonomische und die soziale Lebensqualität zu verbessern. Vor diesem Hintergrund ist die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit für die Zukunft erklärt .
Innerhalb der EU sind etwa 40 % des Gesamtenergieverbrauchs auf die Gebäudenutzung und 36% auf Treibhausgasemissionen zurückzuführen . Dieser große Anteil hat das Thema "Nachhaltigkeit" in den Fokus des Bauwesens gerückt. In diesem Zusammenhang spielt die Baustoffverwendung bei der Frage der Nachhaltigkeit von Bauobjekten eine zentrale Rolle. Dabei müssen die Auswirkungen auf alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Bei der Materialwahl werden nicht nur die ökologischen Aspekte während der "Herstellung" des Baustoffs, sondern auch die Umweltwirkungen der daraus hergestellten Bauwerke betrachtet. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung zählen nicht nur die Herstellungs-, sondern auch Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg. Und schließlich spielt bei der sozialen Dimension des nachhaltigen Bauens eine Rolle, ob die funktionalen Anforderungen dauerhaft erfüllt werden und ein Bauwerk auch über lange Zeit von den Nutzern nachgefragt wird . Der meistverwendete Konstruktionsbaustoff bei Wohngebäuden speziell mit fertigteilbau ist Holz .
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. NACHHALTIGKEIT UND BAUWESEN
2.1 GRUNDLAGEN DER NACHHALTIGKEIT
2.1.1 HISTORIE UND DEFINITION
2.1.2 DIMENSIONEN DER NACHHALTIGKEIT
2.2 BEDEUTUNG DES BAUWESENS FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
2.2.1 UMWELTBEEINFLUSSUNG
2.2.2 WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG
3. BAUSTOFFEIGENSCHAFTEN HOLZ
3.1 HOLZBESTANDTEILE
3.2 KLIMATISCHEN VORTEILE/ ÖKOBILANZ
3.3 TECHNISCHE UND FUNKTIONELLE EIGENSCHAFTEN
3.4 VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN
4. HOLZ ALS NACHHALTIGER BAUSTOFF BEIM GANZHEITLICHEN GEBÄUDEKONZEPT
4.1 BRANDSCHUTZ
4.2 THERMISCHE SPEICHERFÄHIGKEIT
4.3 SCHALSCHUTZ
4.4 FLEXIBILITÄT, KONSTRUKTION UND NUTZUNG
4.5 DAUERHAFTIGKEIT UND WIDERSTANDSFÄHIGKEIT
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Nachhaltigkeitspotenziale von Holz als Baustoff, mit einem besonderen Fokus auf ökologische Vorteile sowie technische und funktionelle Eigenschaften im modernen Bauwesen.
- Nachhaltigkeit im Bau- und Wohnsektor
- Stoffliche Eigenschaften und ökologische Bilanz von Holz
- Brandschutz und bauphysikalische Vorteile von Holzkonstruktionen
- Flexibilität und Langlebigkeit bei ganzheitlichen Gebäudekonzepten
Auszug aus dem Buch
3.2 Klimatischen Vorteile/ Ökobilanz
Holz ist klimaneutral. Holz ist ein nachwachsender Baustoff dem keine Herstellungsenergie vom Menschen, wie zum Beispiel bei Beton hinzugefügt werden muss. In Deutschland wachsen pro Jahr 660 Millionen Kubikmeter Holzvorrat nach. Dabei werden nur 420 Millionen Festmeter geerntet. Die Nutzung unterhalb des Holzzuwachses erhöht den Rohstoffspeicher Holz im Wald. Nur Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist nachhaltig produziert. Nur so wirkt sich dieser Baustoff positiv auf die Treibhausbilanz aus, da dieser der Atmosphäre je Kubikmeter Eine Tonne Kohlenstoffdioxid entzieht. Insgesamt bleiben nach der Ernte 250- 300 Kilogramm im Holz gespeichert (je nach Holzart). Das heißt also, solange das Holz im Haus verbaut ist, bleibt die Speicherwirkung aufrecht. Sobald das verbaute Holz aber verrottet oder verbrennt, wird das gespeicherte Kohlenstoffdioxid wieder freigegeben. Die Folge ist das die 250- 300 Kilogramm Kohlenstoffdioxid der Atmosphäre wieder hinzugefügt werden und somit die Klimabilanz dann bei null ist.
Darüber hinaus können die zurückgebauten Holzteile ohne weiters recycelt oder weiter genutzt werden. Wie oben genannt werden bei anderen Baustoffen schon erhebliche Mengen Kohlenstoffdioxid in der Produktion und Beschaffung freigesetzt. Da Holz in Deutschland meistens regional verfügbar ist, sind lange Transportwege vermeidbar, wodurch ebenfalls Treibhausgasemissionen eingespart werden. Bei der Herstellung des Baumaterials sind die Schadstoffemissionen ebenfalls geringer. Die Abfallprodukte in der Produktion führen zu keiner zusätzlichen Umweltbelastung. Außerdem können diese zu anderen Holzbaustoffen weiterverarbeitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit im Bauwesen und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob das Bauen mit Holz als nachhaltige Methode eingestuft werden kann.
2. NACHHALTIGKEIT UND BAUWESEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Nachhaltigkeit, erläutert dessen drei Dimensionen und analysiert die große Bedeutung des Bau- und Wohnsektors für Ressourcenverbrauch und Wirtschaft.
3. BAUSTOFFEIGENSCHAFTEN HOLZ: Hier werden die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Holz sowie dessen Klimabilanz und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten detailliert untersucht.
4. HOLZ ALS NACHHALTIGER BAUSTOFF BEIM GANZHEITLICHEN GEBÄUDEKONZEPT: Das Kapitel betrachtet die praktische Anwendung von Holz in Bezug auf Brandschutz, thermische Speicherung, Schallschutz sowie Flexibilität und Dauerhaftigkeit.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die Vorteile des Baustoffs Holz zusammen und unterstreicht dessen hohe Bedeutung für ein klimaneutrales Bauen der Zukunft.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Holzbau, Baustoffeigenschaften, Klimaneutralität, Ökobilanz, Brandschutz, Wärmespeicherfähigkeit, Schallschutz, Konstruktionsholz, Bauwesen, Ressourceneffizienz, Gebäudelebensdauer, Nachhaltiges Bauen, Umweltbeeinflussung, Materialwahl
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Eignung von Holz als nachhaltigem Baustoff im modernen Bauwesen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Definition von Nachhaltigkeit, spezifische Materialeigenschaften von Holz, dessen ökologische Vorteile sowie praktische Anwendungskriterien im Hochbau ab.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Das zentrale Anliegen ist die Beantwortung der Frage: "Ist Bauen mit Holz nachhaltiges Bauen?"
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, die aktuelle ökologische Daten und bautechnische Fakten zusammenführt.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Materialeigenschaften, die ökonomische und ökologische Bedeutung sowie die technische Umsetzung in Bereichen wie Brandschutz und Statik.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klimaneutralität, Ressourceneffizienz, Holzbau, Ökobilanz und Nachhaltigkeit definiert.
Wie trägt Holz konkret zum Brandschutz bei?
Entgegen landläufiger Vorurteile bietet Holz im Brandfall durch die kontrollierte Bildung einer schützenden Verkohlungsschicht eine berechenbare Feuerwiderstandsfähigkeit.
Wie wirkt sich Holz auf die Lebensdauer eines Gebäudes aus?
Durch fachgerechte Planung, insbesondere durch Schutz vor Staunässe und richtige Holzwahl, können moderne Holzhäuser eine technische Lebensdauer von 150 bis 200 Jahren erreichen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Nachhaltigkeit in der Bauindustrie. Ist Holz ein nachhaltiger Rohstoff?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952150