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Zuverlässigkeit der Chartanalyse

Title: Zuverlässigkeit der Chartanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Wiedmer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In den letzten drei Jahrzehnten gewann in Deutschland die professionelle Aktienanalyse und -bewertung zunehmend an Bedeutung.1 Bereits von Anfang an genossen die Methoden der Chartanalyse große Beliebtheit. Heute sind Berichte über charttechnische Analysen von Aktien allgegenwärtig. Ob in Tageszeitungen, speziellen Börsenzeitschriften wie „BörseOnline“, „Telebörse“, oder im Internet beispielsweise unter „www.taprofessional.de“, „www.onvista.de“ oder auch „www.handelsblatt.com“, die Anzahl derartiger Aktienanalysen und die Anhängerschar dieser scheinen beständig zu steigen. Doch nicht nur auf dem Aktienmarkt sondern auch bei der Analyse von Renten-, Devisen- und Rohstoffmärkten kommt die Chartanalyse zum Einsatz.2

Was sich in der Praxis größter Beliebtheit erfreut, wird jedoch in der Theorie stark angezweifelt: „ONE OF THE GREATEST GULFS between academic finance and industry practice is the separation that exists between technical analysts and their academic critics.“3 Schnell stellt sich die Frage nach den entsprechenden Gründen. Inwieweit bieten derartig gewonnene Informationen über die zukünftige Preisentwicklung Aussicht auf Erfolg. Möglicherweise eröffnet die Anwendung der Chartanalyse jedermann die Möglichkeit das Auf und Ab der Aktienmärkte zu verstehen oder gar vorauszusagen. Vor allem Privatanlegern, deren Interesse an Wertpapieren in letzter Zeit stark zugenommen hat4, dürfte sich die Frage nach einer geeigneten Analysemethode und der Zuverlässigkeit dieser, und insbesondere der in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Chartanalyse, stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Abgrenzung des Themas

1.2. Gang der Untersuchung

2. Informationsgenerierung durch die Aktienkursprognose

2.1. Der Prognoseansatz

2.2. Die Aktienkursprognose

2.2.1. Die Fundamentalanalyse

2.2.2. Die Technische Aktienanalyse

2.2.2.1. Die Dow-Theorie als Basis der Technischen Analyse

2.2.2.2. Die Prämissen der Technischen Analyse

2.2.2.3. Anforderungen an die Chartanalyse

3. Die Darstellung der Chartanalyse als Anwendung der Technischen Analyse

3.1. Die Grundannahmen der Chartanalyse

3.2. Die Darstellung von Aktienkursverläufen in Charts

3.2.1. Linien- und Balkencharts

3.2.2. Point-and-Figure-Charts

3.2.3. Candlestick-Charts

3.3. Die Aktientrendanalyse

3.4. Widerstands- und Unterstützungslinien

3.5. Die Formationsanalyse

3.5.1. Formationen der Trendbestätigung

3.5.2. Formationen der Trendumkehr

3.5.3. Mehrdeutige Formationen

3.6. Umsatz und Indikatoren als Hilfsmittel der Chartanalyse

4. Die Bewertung der Charttechnik

4.1. Die Bedeutung der Chartanalyse

4.2. Grenzen der Chartanalyse

4.2.1. Kritik an den Annahmen der Chartanalyse

4.2.1.1. Kritik an der Dow-Theorie

4.2.1.2. Zur Kritik der Trendbeschreibung

4.2.2. Zur Kritik an einer Informationsgenerierung durch die Chartanalyse

4.2.2.1. Konzeptionelle Probleme der Chartanalyse

4.2.2.2. Zur Subjektivität der Chartanalyse

4.2.2.3. Die Immunisierung gegenüber Kritik

4.2.2.4. Problematik der Anwendung von Indikatoren

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Zuverlässigkeit der Chartanalyse als Methode zur Prognose zukünftiger Aktienkursentwicklungen. Dabei wird analysiert, ob die charttechnischen Ansätze in der Lage sind, verlässliche Informationen für Anlageentscheidungen zu generieren, oder ob diese lediglich auf historischen Mustern basieren, die keine tragfähigen Prognosen ermöglichen.

  • Grundlagen und theoretische Einordnung der Aktienkursprognose.
  • Detaillierte Analyse charttechnischer Instrumente (Trendanalyse, Formationsanalyse).
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Grundannahmen und der Aussagekraft der Chartanalyse.
  • Bewertung der psychologischen Faktoren und der Subjektivität bei der Chartinterpretation.
  • Vergleich zwischen technischer und fundamentaler Analyse hinsichtlich ihrer Eignung für Anleger.

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Linien- und Balkencharts

Die Darstellung der Linien- und Balkencharts erfolgt in einem Koordinatensystem. Auf der Abszisse wird die Zeit, auf der Ordinate der Kurs abgetragen. Zur Erstellung eines Liniencharts werden aufeinanderfolgende Tageskurse linienförmig miteinander verbunden. Liniencharts sind in Deutschland weit verbreitet, da sie sowohl einfach zu erstellen als auch leicht zu beschreiben sind.

Bei der Erstellung von Balkencharts werden die höchste und tiefste Kursnotierung eines frei gewählten Zeitraumes, z.B. eines Tages oder eines Monates, miteinander verbunden. Zusätzlich werden an dem entstandenen Balken links der Eröffnungs- und rechts der Schlusskurs abgetragen. Balkencharts haben den Vorteil, dass Schwankungen in dem zu Grunde liegenden Beobachtungszeitraum abgelesen werden können. Sie bieten im Vergleich zu Liniencharts somit mehr Informationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert das Thema der Chartanalyse im Kontext der Aktienbewertung und legt den Gang der Untersuchung fest.

2. Informationsgenerierung durch die Aktienkursprognose: Erläutert die theoretischen Ansätze der Kursprognose sowie die Grundlagen der Fundamental- und technischen Analyse.

3. Die Darstellung der Chartanalyse als Anwendung der Technischen Analyse: Beschreibt die methodischen Grundlagen der Charttechnik, wie die Trendanalyse, Formationen und den Einsatz von Indikatoren.

4. Die Bewertung der Charttechnik: Kritische Analyse der Grenzen, der Subjektivität und der theoretischen Fundierung der Chartanalyse sowie deren Zuverlässigkeit.

5. Zusammenfassung: Resümiert die Ergebnisse und beurteilt die Eignung der Chartanalyse zur verlässlichen Kursprognose kritisch.

Schlüsselwörter

Aktienanalyse, Chartanalyse, Technische Analyse, Kursprognose, Trendanalyse, Formationsanalyse, Fundamentalanalyse, Effiziente Märkte, Börsenindikatoren, Aktienmarkt, Anlegerverhalten, Kursverlauf, Prognosequalität, Marktpsychologie, Wertpapiermanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zuverlässigkeit der Chartanalyse als Instrument zur Prognose zukünftiger Aktienkursentwicklungen und stellt diese der Theorie sowie der Fundamentalanalyse gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Methoden der Charttechnik, wie die Trend- und Formationsanalyse, sowie eine tiefgehende kritische Bewertung dieser Methoden in Bezug auf ihre empirische Validität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Chartanalyse tatsächlich verlässliche Signale für zukünftige Kursbewegungen generieren kann oder ob sie bei der Vorhersage an ihre konzeptionellen Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Literaturstudie, in der die Annahmen der technischen Analyse unter Verwendung finanzwissenschaftlicher und methodenkritischer Erkenntnisse hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der technischen Analyseinstrumente (wie Charts, Trends, Formationen und Indikatoren) und deren kritische Bewertung hinsichtlich ihrer theoretischen Begründung und praktischen Anwendbarkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aktienanalyse, Chartanalyse, Prognosequalität, Effiziente Märkte und die Kritik an charttechnischen Methoden charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Trend- und Umkehrformationen laut Autor wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie dem Analysten signalisieren soll, ob ein bestehender Trend fortgesetzt wird oder ob eine Richtungsänderung des Kurses unmittelbar bevorsteht, wobei das Erkennen dieser Muster hohe Anforderungen an die Subjektivität stellt.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Immunisierung" der Chartanalyse gegen Kritik?

Der Autor stellt fest, dass sich Anhänger der Chartanalyse durch vage Erfahrungsanforderungen und nachträgliche Anpassungen ihrer Regeln gegenüber Kritik immunisieren, was jedoch letztlich den Informationsgehalt ihrer Prognosen mindert.

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Details

Title
Zuverlässigkeit der Chartanalyse
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Controlling und Unternehmensrechnung)
Course
Investment Banking
Grade
2,0
Author
Stefan Wiedmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V9526
ISBN (eBook)
9783638162104
Language
German
Tags
Dow-Theorie Aktie Chart Trend Formation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Wiedmer (Author), 2002, Zuverlässigkeit der Chartanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9526
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