Geschichte und Methoden der BWL - Die Analyse von Institutionen in der BWL


Seminararbeit, 1999
15 Seiten

Gratis online lesen

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung und Abgrenzung der Neuen Institutionellen Ökonomie

3. Theorie der Verfügungsrechte
3.1. Erkenntnisinteresse
3.2. Grundkonzepte und Annahmen

4. Agenturtheorie
4.1. Erkenntnisinteresse
4.2. Grundkonzepte und Annahmen

5. Transaktionskostentheorie
5.1. Erkenntnisinteresse
5.2. Grundkonzepte und Annahmen

6. Kritische Würdigung

7. Schlußwort

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Als Voraussetzung ökonomischen Wachstums gilt, in Anlehnung an Adam Smith, die zunehmende Spezialisierung. Eine zunehmende Spezialisierung wiederum hat eine (exponentiell) ansteigende Zahl von Tauschbeziehungen zur Folge. Diese Tauschbeziehungen sind mit Transaktionskosten verbunden, auf die im Laufe dieser Arbeit noch näher eingegangen wird. Eine Vervielfältigung der Tauschbeziehungen läßt sich nur dann erzielen, wenn gleichsam Institutionen entwickelt werden, welche die exponentiell ansteigenden Transaktionskosten auf ein Maß reduzieren, das sie unterhalb der durch weitere Spezialisierung erzielten Produktivitätsgewinne hält. Institutionen treiben in diesem Sinne den ökonomischen Fortschritt voran.1

Nach North sind Institutionen die Spielregeln einer Gesellschaft, welche Unsicherheiten vermindern. Sie schaffen Richtlinien für menschliche Interaktionen und damit eine gewisse Ordnung in den täglichen Lebensrhythmus.2 Elsner versteht Institution als eine Regel (Norm) für rekurrente Entscheidungssituationen, welche insoweit allgemeine Gültigkeit erlangt, daß relativ stabile reziproke Verhaltenserwartungen entstehen, durch die bestimmte Konsequenzen individueller Entscheidungen und Handlungen spezifiziert und damit Unsicherheit in bzw. Komplexität von Entscheidungssituationen reduziert werden. Ökonomische Institutionen sind dann alle Institutionen, deren Funktionen im Bereich ökonomischer Entscheidungsprobleme liegen.3

Das Thema dieser Arbeit lautet ,,Die Analyse von Institutionen in der BWL". Die Aktualität und Relevanz dieses Themas soll durch folgendes Zitat von Reuter belegt werden: ,,Die wirtschaftswissenschaftliche Literatur der Gegenwart ist zunehmend von der Erkenntnis geprägt, daß die Berücksichtigung institutioneller Faktoren notwendigerweise zum Kernbestand der ökonomischen Theorie gehört."4 Mit der vorliegenden Arbeit wird dieser Erkenntnis Rechnung getragen. Es wird dabei jedoch nicht einer einzigen, explizit genannten Fragestellung nachgegangen. Vielmehr geht es um den Versuch, die verschiedenen Theorieausführungen der ,,Neuen Institutionellen Ökonomie" (im folgenden kurz ,,NIÖ" genannt) in einer konzentrierten Form zu reflektieren.

Aus dem Erkenntnisinteresse der NIÖ ergeben sich zwei Grundfragestellungen: Zum einen wird hinterfragt, welche Institutionen bei welchen Arten von Koordinationsproblemen die relativ geringsten Kosten und die größte Effizienz zur Folge haben. zum anderen geht es um die Frage, wie sich diese Faktoren auf die Gestaltung und den Wandel von Institutionen auswirken. Im Mittelpunkt des Theorieansatzes steht also die Analyse von Institutionen, in deren Rahmen der ökonomische Austausch vollzogen wird.5 Da es noch keine einheitliche ,,Institutionenökonomische Theorie der Organisation" gibt, werden in der Regel drei verschiedene Ansätze herangezogen: die Theorie der Verfügungsrechte, die Agenturtheorie und die Transaktionskostentheorie.6

Die Arbeit ist so gegliedert, daß zunächst eine Einordnung der NIÖ bzw. deren Abgrenzung zur neoklassichen Theorie und insbesondere zum Institutionalismus7 erfolgen soll. Dies sind Theorien bzw. Lehren, mit denen die NIÖ verglichen wird bzw. auf deren Grundsteine sie aufbaut oder sich auch eindeutig abgrenzt. Im zweiten Teil werden die oben genannten drei Theorieansätze vorgestellt und den jeweils spezifischen Fragestellungen nachgegangen. Dabei wird nach einem einheitlichen Schema vorgegangen: Zunächst wird erläutert, was der Untersuchungsgegenstand der Theorie ist (das Erkenntnisinteresse), um daran anschließend auf die jeweiligen Annahmen und Grundkonzepte einzugehen. Zwischen den drei Theorieansätzen gibt es zum Teil inhaltliche Überschneidungen, zum Teil bauen sie aufeinander auf. So gelten beispielsweise die im Rahmen der Transaktionskostentheorie gemachten Annahmen, bzw. die Charakterisierung der Akteure, auch für die Akteure im Rahmen der Theorie der Verfügungsrechte. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit werden daher Überschneidungen vermieden, ohne dadurch wesentliche Lücken in den Erläuterungen zu hinterlassen. Im dritten Teil der Arbeit geht es um eine kritische Würdigung der NIÖ.

2. Einordnung und Abgrenzung der Neuen Institutionellen Ökonomie

Die ökonomische Wissenschaft wurde über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren von der neoklassichen Ökonomie8 beherrscht, die von Autoren wie Marshall, Walras und anderen ab der Mitte des 19 Jahrhunderts geprägt wurde. Folgende grundsätzliche Annahmen liegen ihr zugrunde: Alle Entscheidungsträger treffen ihre Entscheidungen unabhängig voneinander aufgrund ihrer individuellen Präferenzen so, daß ihr subjektiver Nutzen maximiert wird. Im Vordergrund der neoklassichen Analyse steht das Entscheidungsproblem hinsichtlich der zweckrationalen Verwendung knapper Ressourcen, wobei auf die automatische, selbstregulierende Natur des Marktes gesetzt wird (Gleichgewichtsidee).9 Nach der Lehre der Neoklassik führt ein flexibler Preismechanismus, nach dem Leitbild der ,,unsichtbaren Hand des Marktes", zu einer effektiven Koordi-nation der geplanten Größen der verschiedenen Wirtschaftsakteure. Preisänderungen bewirken dabei einzel- wie gesamtwirtschaftlich eine Tendenz zum Marktgleichgewicht.10 Die neoklassische Wirtschaftstheorie unterstellt Transaktionskosten von null mit dem Resultat, daß in ihr Institutionen allokationsneutral sind. Dieser letzte Punkt erscheint im Rahmen der Themenstellung dieser Arbeit als besonders relevant. Die neoklassische Theorie unterstellt, daß eine effiziente Faktorallokation nur durch den Markt und nicht durch Institutionen erreicht werden kann.

Die ökonomische Lehre des amerikanischen Institutionalismus entstand um die Jahrhundertwende und geht namentlich auf Veblen, Mitchell und Commons zurück. Das Anliegen der Begründer des amerikanischen Institutionalismus galt der Konstruktion einer neuen, von evolutionalistischen, pragmatischen und empirischen Erkenntnissen geprägten Wissenschaftstheorie, welche die ,,herrschende" neoklassische Theorie ablösen sollte. Kritisiert wurde vor allem die Nichtberücksichtigung institutioneller Zusammenhänge, aufgrund derer ihr die Unfähigkeit nachgesagt wurde, auf akute Wirtschafts- und Gesellschaftsprobleme reagieren zu können.11 Für den amerikanischen Institutionalismus hingegen gilt die Einbeziehung institutioneller Faktoren als fundamental. Kritisiert wurde weiterhin die Annahme der Neoklassiker, daß auf den Märkten Harmonie und Gleichgewicht herrsche. Als dominant wird vielmehr Interessengegensatz, Widerspruch und Konfliktaustragung hervorgehoben, unter besonderer Berücksichtigung des Faktors Macht. Kurz zusammengefaßt: Das Ziel institutionalistischer Ökonomie im Sinne des amerikanischen Institutionalismus liegt, in Abgrenzung zur Neoklassik, gerade nicht in der Konstruktion eines logischen, in sich konsistenten, auf bestimmten festliegenden Grundsätzen aufbauenden Theoriegebäudes. Die Qualität von Erkenntnissen mißt sich im Institutionalismus ,, ... ausschließlich an ihrem Vermögen, reale Entwicklungen erklären und Hilfestellung bei der Lösung auftretender Probleme leisten zu können."12

Etwa sechs Jahrzehnte nach den ersten Veröffentlichungen von Veblen begannen Wirtschaftswissenschaftler, die auf dem Boden der neoklassischen Ökonomie argumentierten, das Fehlen institutionentheoretischer Bezüge in ihrem Theoriegebäude verstärkt als Defizit zu empfinden. Infolgedessen waren sie darum bemüht, die damit zusammenhängende Problematik zu erörtern, jedoch im Rahmen ihres Paradigmas. So betonen beispielsweise Furubotn und Richter ausdrücklich: ,, ... the foundation stones of the new institutional economics are the traditional ones of neoclassical theory ..."13 Dies sind vor allem die Annahmen des methodologischen Individualismus und der konsistenten und stabilen individuellen Präferenzen. Als Oberbegriff für diese neueren Ansätze innerhalb der Neoklassik bildete sich die von Williamson popularisierte Bezeichnung ,,Neue Institutionelle Ökonomie" heraus. Neben Williamson waren u.a. Alchian, Demsetz, North, Richter und insbesondere Coase an der Entwicklung dieser neuen Ansätze beteiligt.14 Der Grundgedanke dieser neuen Denkrichtung war der, daß die Existenz von Transaktionskosten anerkannt wurde, und daß diese die Struktur von Institutionen und die jeweiligen wirtschaftlichen Entscheidungen der Marktteilnehmer beeinflussen. Gerade dieser Grundgedanke steht dann aber auch im Widerspruch zur Neoklassik, die eine Welt ohne bzw. kostenloser Transaktionskosten skizziert.15 Die Begründer und Vertreter der NIÖ wollten sich mit ihren Theoriekonstrukten wiederum vom amerikanischen Institutionalismus abgrenzen. So schrieb Coase, einer der Begründer der NIÖ, über den amerikanischen Institutionalismus: ,,The American institutionalists were not theoretical but anti-theoretical ... Without a theory they had nothing to pass on except a mass of descriptive material waiting for a theory, or a fire."16

Die beiden Ansätze des ,,Institutionalismus" und der ,,Neuen Institutionellen Ökonomie" unterscheiden sich in verschiedenen Aspekten. Bei der NIÖ bleiben zentrale Fragestellungen des Institutionalismus unberücksichtigt, z.B. Fragen zur Qualität der Produktion oder ob und inwieweit beispielsweise der Staat als koordinierende Instanz Transaktionskosten zu senken in der Lage ist. Die Bedeutung traditioneller, kultureller und kollektiver Einflüsse auf das Handeln des Individuums bleibt unberücksichtigt. Die von der NIÖ aufgestellte Behauptung, eine Synthese von (,,altem") Institutionalismus und (,,neuer") Neoklassik zu verkörpern, wird von den amerikanischen Institutionalisten scharf zurückgewiesen, da die NIÖ im Kern, aufgrund ihres Festhaltens an den grundlegenden Prämissen der neoklassischen Theorie, der gleichen Kritik unterliege.17 Knapp zusammengefaßt läßt sich nach Reuter sagen: ,,Während die ,,Neue Institutionelle Ökonomie" erklärterweise auf dem Boden der traditionellen neoklassischen Theorie steht, entwickelte sich der amerikanische Institutionalismus auf der Grundlage einer Fundamentalkritik an der Neoklassik."18

3. Theorie der Verfügungsrechte

3.1. Erkenntnisinteresse

Mit der Theorie der Verfügungsrechte wurde der Versuch unternommen, Institutionen als Einflußgröße und Gestaltungsvariable für das Handeln der Wirtschaftssubjekte sys-tematisch in die theoretische Analyse zu integrieren. Im Zentrum der Theorie steht die Institution des Verfügungsrechts. Unter Verfügungsrechten werden die institutionell festgelegten Handlungsmöglichkeiten von Individuen über knappe Ressourcen verstanden. Diese können rechtlicher, ökonomischer oder sozialer Natur sein. Im Umkehrschluß stellen diese Handlungsmöglichkeiten Verfügungsbeschränkungen für andere Wirtschaftssubjekte dar.19 Das Hauptanliegen der Theorie besteht darin, ,, ... den Einfluß von sozial anerkannten, auf Konvention, Tradition, gesetztem Recht oder auf Verträgen beruhenden institutionellen Handlungsbeschränkungen (Property Rights) auf wirtschaftliche Phänomene zu erklären."20

Nach Ebers und Gotsch werden im Rahmen der Theorie vor allem zwei Erkenntnis-interessen verfolgt: Zum einen geht es darum, welche Auswirkungen unterschiedliche Formen der Gestaltung und Verteilung von Verfügungsrechten auf das Verhalten ökonomischer Akteure und auf die Faktorallokation haben. Zum anderen geht es um die Frage, wie sich die Entstehung, die Verteilung und der Wandel von Verfügungsrechten erklären lassen.21 Diese Fragestellungen entsprechen somit weitgehend den Fragestellungen der NIÖ im allgemeinen (so wie sie in der Einleitung bereits genannt wurden) und damit auch den Fragestellungen dieser Arbeit. Als zentrale Hypothese der Theorie der Verfügungsrechte ergibt sich die Behauptung, daß die Ausgestaltung der Verfügungsrechte die Allokation und Nutzung von wirtschaftlichen Gütern (Ressourcen) auf spezifische und vorhersehbare Weise beeinflussen. Der Wert eines gehandelten Gutes hängt ceteris paribus von der Gestaltung der Verfügungsrechte an dem Gut ab.22

3.2. Grundkonzepte und Annahmen

Die rechtliche Verfügungsgewalt, das Verfügungsrecht, ist zunächst im Sinne des Eigentums an festen und beweglichen Sachen zu verstehen. Darüber hinaus beziehen sich Verfügungsrechte aber auch auf andere marktfähige Dinge, wie Geldbetragsforderungen, Firmennamen, Arbeitsleistungen von Individuen usw. Es ergibt sich ein Rechtsbündel, welches sich in vier Einzelrechte unterteilen läßt, nämlich das Recht...

- eine Ressource zu nutzen (usus),
- ihre Erträge einzubehalten (usus fructus),
- ihre Form und Substanz zu verändern (abusus) und,
- die Ressource (und damit das Bündel der an ihr bestehenden Rechte) zu einvernehmlichen Konditionen anderen ganz oder teilweise zu überlassen.23

Derjenige, der alle vier Verfügungsrechte an einer Ressource hält, kann die um-fassendsten Nutzungsrechte für sich in Anspruch nehmen. Möglich ist jedoch auch die Aufteilung der Verfügungsrechte an einer Ressource auf mehrere Individuen (z.B. Mieter und Eigentümer eines Hauses). Je stärker die Nutzungsmöglichkeiten einer Ressource institutionell eingeschränkt sind, und/oder je mehr die Verfügungsrechte an ihr auf verschiedene Individuen verteilt sind, desto ,,verdünnter" sind die Verfügungsrechte an dieser Ressource. Zwei Umstände determinieren, welche Nutzungsmöglichkeiten an einer Ressource einem Akteur legitimerweise offenstehen: Erstens geht es um die be- sonderen Verfügungsrechte, die der betreffende Akteur an der Ressource selbst hält, zweitens müssen die im Kontext geltenden institutionellen Regelungen beachtet werden. Im Falle eines Hauses können die Verfügungsrechte des Eigentümers z.B. durch die Bestimmungen der Bauordnung, die Mietgesetze und die Gemeindeordnung eingeschränkt werden.24 Der Erwerb von Verfügungsrechten an einer Ressource und die Durchsetzung dieser Verfügungsrechte sind üblicherweise mit Kosten verbunden, die im Rahmen dieser Theorie Transaktionskosten genannt werden.25 Die Verfügungsrechtsstruktur und die Transaktionskosten setzen Anreize und Beschränkungen für das Verhalten und die Allokationsentscheidungen von ökonomischen Akteuren und beeinflussen so den Nettonutzen, der einem Akteur aus der Ressourcennutzung erwächst. Die Theorie unterstellt in diesem Zusammenhang, daß die Akteure bei gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen solche Formen der Ressourcennutzung wählen und solche Verfügungsrechtsstrukturen etablieren, die ihren Nettonutzen maximieren. Je ,,verdünnter" die Verfügungsrechte an einer Ressource sind, desto geringer ist ceteris paribus der daraus resultierende Nettonutzen. Wer beispielsweise alle vier Verfügungsrechte an einer Wohnung hält, kann aus dieser ceteris paribus größeren Nutzen ziehen (durch Nutzung, Vermietung, Verkauf, etc.) als ein Mieter, der lediglich ein Nutzungsrecht an der Wohnung hält. Die Theorie der Verfügungsrechte erklärt eine gegebene Verfügungsrechtsstruktur mit den Nutzen und den Kosten, die den betroffenen Akteuren aus ihr entstehen. Dabei wird behauptet, daß sich effizientere Verfügungsrechtsstrukturen langfristig durchsetzen. Dieser Gedanke wird dahingehend erklärt, daß die Struktur der Verfügungsrechte und die Struktur und Höhe der Transaktionskosten die Nutzen und Schäden beeinflussen, die sich für den Akteur im Rahmen der Ressourcennutzung ergeben. Dadurch werden dann auch die Allokationsentscheidungen der Akteure beeinflußt. Gemäß der Theorie werden die Verfügungsrechte an einer Ressource letztlich so strukturiert und verteilt, daß sie jeweils von denjenigen gehalten werden, die aus ihnen den relativ größten Nettonutzen ziehen.26

4. Agenturtheorie

4.1. Erkenntnisinteresse

Im Mittelpunkt der Agenturtheorie steht die Institution des Vertrages und seine Rolle in Austauschbeziehungen zwischen einem Auftraggeber (,,Prinzipal") und einem Auftragnehmer (,,Agent"). Im Kernpunkt dieser Beziehungen geht es darum, daß der Prinzipal bestimmte Aufgaben und Entscheidungskompetenzen an den beauftragten Partner (Agenten) überträgt. Dieser soll die Interessen des Auftraggebers realisieren und erhält dafür, auf Basis einer Vereinbarung, eine Vergütung. Der Prinzipal strebt nach einer derartigen Beziehung, um die spezialisierte Arbeitskraft und den Informationsvorsprung des Agenten zu nutzen. Es besteht dabei jedoch das Risiko, daß der Agent seine eigenen Interessen, zum Nachteil des Prinzipals, verfolgen wird.27

Innerhalb der Agenturtheorie werden zwei Ausrichtungen unterschieden: Die deskrip-tive (positivistische) Variante versucht Erklärungsansätze für das Auftreten komplexer Organisationsformen zu liefern. Sie weist tendenziell einen empirischen Charakter auf. Demgegenüber analysiert die normative (entscheidungslogische) Agenturtheorie die individuellen vertraglichen Beziehungen zwischen Prinzipal und Agenten im Hinblick auf eine Verteilung des Risikos unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Anreizwirkungen.28 In diesem Zusammenhang geht es insbesondere um die Konsequenzen, die sich aus einer ungleichen Informationsverteilung zwischen den Akteuren ergeben, sowie um die Ermittlung geeigneter Anreizsysteme.29

4.2. Grundkonzepte und Annahmen

Organisationen und ihre Umweltbedingungen werden als Netzwerke von Verträgen betrachtet, die unter den Protagonisten zur Regelung ihres ökonomischen Austausches geschlossen werden. Die Agenturtheorie geht davon aus, daß diese Verträge Unvollständigkeiten aufweisen, die durch unvollständige Information, Unbestimmtheit zukünftiger Umstände, u.ä. zurückzuführen sind. Weiterhin unterstellt die Theorie, daß die Gestaltung und die Erfüllung von Verträgen durch die Verhaltensmaxime einer Nutzenmaximierung geprägt werden. Entsprechend wählt der Agent bei gegebenem Entlohnungsschema Handlungen, die seinen Nutzen maximieren, und der Prinzipal wählt ein Entlohnungsschema, das seinen eigenen Nutzen unter Berücksichtigung des nutzenmaximierenden Verhaltens des Agenten maximiert.30

Wie bereits erwähnt geht der Prinzipal i.d.R. dann eine Beziehung mit einem Agenten ein, wenn er erwartet, daß der Agent aufgrund seines Qualifikations- und Informationsvorsprungs bessere Ergebnisse als er selbst erzielt. Um zu gewährleisten, daß der Agent diese Ressourcen effektiv nutzen kann, räumt ihm der Prinzipal weitgehende Freiheiten ein. Weicht jedoch das Interesse des Agenten von dem des Prinzipal ab, wird er den eingeräumten Freiraum in seinem Interesse nutzen.31 Als sogenannte Agenturprobleme kommen dabei zwei Situationsmerkmale in Betracht: ,,hidden information" und ,,hidden action". ,,Hidden information" liegt vor, wenn der Prinzipal zwar die Handlungen des Agenten beobachten kann, der Agent aber gleichzeitig vor Vertragsabschluß oder auch zwischen Vertragsabschluß und Beginn der Vertragserfüllung über Informationen verfügt, die dem Prinzipal nicht (jedenfalls nicht kostenlos) zugänglich sind. Als Beispiel für ein derartiges Problem kann man die alltägliche Arzt-Patienten-Beziehung anführen: Der Patient kann zwar die Maßnahmen des Arztes beobachten, sich mangels Fachkenntnissen jedoch kein Urteil bilden, ob die Maßnahmen medizinisch notwendig sind oder nur dazu dienen, das abzurechnende Honorar in die Höhe zu treiben.32 Im Falle der ,,hidden action" hat der Prinzipal keine genaue Kenntnis der Handlungsmöglichkeiten und des tatsächlichen Leistungsverhaltens des Agenten. Aufgrund seines Handlungsspielraumes ist es dem Agenten möglich, verschiedene Vorgehensweisen (Mittel) zur Zielerreichung zu wählen, die für den Prinzipal nicht (exakt) beobachtbar sind. Das Ergebnis des Agenten läßt keine sicheren Rückschlüsse auf seine Leistungsanstrengungen zu, da es ebenso von anderen Einflußfaktoren abhängig ist. So ist beispielsweise für den Eigentümer eines Unternehmens nicht immer erkennbar, ob ein positives Geschäftsergebnis auf die Leistungen des Management oder auf günstige Umstände zurückzuführen ist.33

Das gemeinsame Kennzeichen der beschriebenen Situationen ist die asymmetrische Informationsverteilung zwischen den Beteiligten: Während der Agent einen Infor- mationsvorsprung in Bezug auf die sachliche Bearbeitung der Aufgaben besitzt, besteht ein Informationsdefizit des Prinzipalen in Bezug auf das eigeninteressierte Verhalten des Agenten sowie bezüglich der Ergebniskontrolle. So kann der Prinzipal beispielsweise ein negatives Ergebnis nicht eindeutig auf mögliche Fehler des Agenten zurückführen. Das Ergebnis könnte auch durch ungünstige Entwicklungen der Umwelt begründet sein.34 Daraus folgt, daß das Ergebnis der Handlungen des Agenten sowohl von seiner Handlungsentscheidung (Arbeitseinsatz), als auch von einem Zufallsparameter, der die unsichere Unternehmensumwelt abbildet, abhängt. Die unsichere Unternehmensumwelt ermöglicht es dem Agenten, seine Handlungen und ein schlechtes Ergebnis mit un-günstigen Umweltzuständen zu rechtfertigen, obwohl sein Arbeitseinsatz eventuell gering war.35 Im Rahmen der Agenturtheorie wird nun nach der optimalen institutionellen Ausgestaltung der Beziehung zwischen dem Prinzipal und dem Agenten gesucht, mit der eine Überwindung der asymmetrischen Informationsverteilung erreicht werden kann. Dabei kann zum einen ein Anreizsystem für den Agenten geschaffen werden, das unter Ausnutzung seines Eigeninteresses Entscheidungen sicherstellen soll, die sich möglichst weitgehend mit den Belangen des Prinzipals decken. Eine effektive Anreizgestaltung kann z.B. in der Ergebnisbeteiligung des Agenten liegen. Zum anderen bietet sich die Einrichtung eines Überwachungssystems an, welches dem Prinzipal nicht nur eine Ergebniskontrolle, sondern darüber hinaus auch eine Verhaltenskontrolle ermöglichen soll. Ein derartiges Überwachungssystem beruht auf der vertraglichen Vereinbarung von Verhaltensnormen, deren Einhaltung kontrolliert, und deren Verletzung (negativ) sanktioniert werden. Eine dritte Möglichkeit zur Überwindung der asymmetrischen Informationsverteilung kann in einer Verbesserung des Informationssystem gesehen werden, wodurch der Prinzipal sein Wissen über das Leistungsverhalten und die Handlungssituation des Agenten steigern kann. Dies kann z.B. durch eine Ausweitung der Rechenschaftspflichten des Agenten geschehen. Die durch derartige Mechanismen anfallenden Kosten sollen dabei so gering wie möglich gehalten werden.36

5. Transaktionskostentheorie

5.1. Erkenntnisinteresse

Die Transaktionskostentheorie beschäftigt sich mit der Fragestellung, warum bestimmte Transaktionen in bestimmten institutionellen Arrangements mehr oder weniger effizient abgewickelt und organisiert werden. Auch hierbei wird wieder der Zusammenhang zu einer in der Einleitung genannten Grundfragestellung deutlich. Nach Williamson werden insbesondere Markt und Hierarchie als strukturell differente, konkurrierende Koordinationssysteme begriffen. Werden die Kosten für marktliche Transaktionen zu hoch, tritt an dessen Stelle die Institution ,,Unternehmung" und wickelt die Koordination durch Planung und Hierarchie ab. Die Unternehmung wird in diesem Zusammenhang als ein für sich stehendes Handlungsgebilde betrachtet, das als solches allokations-effizient die Transaktionen aus dem Markt nimmt, die intern kostengünstiger bewältigt werden können.37 Neben Williamson ist im Zusammenhang mit Transaktionskosten insbesondere auch Coase zu nennen. Dieser stellte bereits in seinem 1937 abgedruckten Aufsatz ,,The Nature of the Firm" die Frage: ,, ... why is there any organsization?"38 Die Antwort auf diese Fragestellung geben die zuvor dargestellten Überlegungen.

5.2. Grundkonzepte und Annahmen

Richter versteht unter Transaktionskosten zum einen alle Kosten, die mit der Bereitstellung und Änderung einer Institution verbunden sind, z.B. die Kosten der Bereitstellung, Sicherung und gegebenenfalls Änderung einer staatlichen Gemeinschaft. Des-weiteren fallen unter seinem Transaktionskostenbegriff alle Kosten, die mit der Nutzung der Institution verbunden sind. Werden wieder die beiden institutionellen Alternativen ,,Markt" und ,,Unternehmung" herangezogen, so lassen sich die Transaktionskosten in Kosten der Marktnutzung und in Kosten der Dispositionsnutzung in Unternehmungen differenzieren. Unter die Kosten der Marktnutzung fallen die Kosten der Anbahnung von Verträgen (Such- und Informationskosten), die Kosten des Abschlusses von Verträgen (Verhandlungs-, Entscheidungskosten) sowie die Kosten der Überwachung und Durchsetzung von Leistungspflichten. Zu den Kosten der Dispositionsnutzung in der Unternehmung gehören u.a. die Kosten der Leitung, der Informationsverarbeitung sowie die Kosten der Kommunikationsüberwachung.39

Die Transaktionskostentheorie basiert auf zwei40 Verhaltensannahmen hinsichtlich der Akteure:

(1) Begrenzte Rationalität

In der Transaktionskostentheorie wird den Akteuren ,,begrenzte Rationalität" unterstellt. Den Entscheidungsträgern wird zwar Rationalität intendiert, diese wird aufgrund von Kapazitäts- und Kompetenzbeschränkungen bei der Erlangung und Verarbeitung grundsätzlich verfügbarer Information jedoch nur unvollkommen erreicht.41

(2) Opportunismus

Es wird davon ausgegangen, daß zumindest einige Individuen zu Regelverletzungen bereit sind, wenn sie sich Vorteile davon versprechen. Eine solche Verfolgung von Eigeninteressen kann das Übertreten von Gesetzen, Vertragsbruch, die Nichteinhaltung von Zusagen u.ä. bedeuten.42

Nach Williamson wird die Höhe der Kosten, die für die Abwicklung und Organisation einer Transaktion entstehen, durch drei Charakteristika der Transaktion beeinflußt:

(1) Transaktionsspezifische Investitionen

Transaktionspartner können zur Erstellung eines auszutauschenden Gutes oder einer Leistung auf mehr oder weniger spezialisierte Inputfaktoren zurückgreifen. Aufgrund von Spezialisierungsvorteilen lassen sich dadurch Produktionskostenersparnisse realisieren. Es besteht jedoch gleichfalls das Risiko, bei sich wandelnden Umweltbedingungen nicht mehr anpassungsfähig zu sein. Williamson unterscheidet verschiedene Formen transaktionsspezifischer Investition, wie z.B. standortspezifische Investitionen oder anlagenspezifische Investitionen.43

(2) Unsicherheit

In Rahmen der Transaktionskostentheorie wird hierbei zwischen Umweltunsicherheit und Verhaltensrisiken unterschieden. Umweltunsicherheit ergibt sich daraus, daß sich reale Organisationsprobleme nicht in dem Sinne regeln lassen, daß bereits im Anfangszeitpunkt vollständige Kataloge bedingter Handlungsanweisungen festgelegt werden. So kann beispielsweise die Entdeckung einer neuen Handlungsmöglichkeit oder das überraschende Eingehen von Informationen ein Revidieren der vorherigen Wahrscheinlichkeitsvorstellungen über die Umweltzustände nahelegen. Die Verhaltensrisiken ergeben sich aus dem bereits erwähnten Risiko des opportunistischen Verhaltens des Transaktionspartners.44

(3) Häufigkeit

Je häufiger Transaktionspartner identische Transaktionen miteinander abwickeln, desto eher lassen sich ceteris paribus Skalen- und Synergieeffekte realisieren. Sowohl eine Senkung der Transaktions- als auch der Produktionskosten kann dadurch erreicht werden.

5. Kritische Würdigung

Die Vertreter der NIÖ signalisieren mit der Etikettierung ,,Neue" zum einen die Unterschiede gegenüber dem alten (amerikanischen) Institutionalismus, als dessen Schwachpunkt die mangelnde theoretische Fundierung der Institutionenanalyse kritisiert wird. Zum anderen ist der neue Institutionalismus darauf ausgerichtet, das institutionelle Vakuum der herrschenden neoklassischen Ökonomie auszufüllen.45 Durch die NIÖ ist ein Zugang zu ökonomischen Fragestellungen wie den Bezugspunkten individueller Aktivitäten und ihrer Einbettung in Handlungsordnungen gefunden worden. Dieser Zugang läßt wissenschaftstheoretische Kriterien wie die formale und mathematische Stringenz der Analyse zugunsten einer empirischen Relevanz der Aussagen in den Hintergrund treten. Er erscheint dementsprechend geeignet, die Lücke zwischen der Welt der ökonomischen Modelle und der Welt realer Institutionen und Marktprozesse zu schließen.46 Furubotn schreibt zu den veränderten Annahmen bzw. Erweiterungen hinsichtlich der neoklassichen Theorie: ,, The effect of these proposed changes was to broaden the horizons of microeconomic theory and encourage new empirical and theoretical studies in such specialities as industrial organization, labor economics, economic history, comparative economic systems, etc."47

Eine zentrale Rolle spielt in der NIÖ das Denken in Verträgen. Es wird dabei vor allem versucht, eine rationale Begründung für die in der Realität zu findende Vielgestaltigkeit an vertraglichen Beziehungen zu geben, was in der herkömmlichen Mikroökonomik weitgehend unberücksichtigt blieb. Die NIÖ und ihre verschiedenen Theorieansätze stimulieren die Forschung und das Verständnis dafür, warum es Unternehmen, bestimmte Vertragstypen und Organisationsformen von Unternehmen gibt.48

Kritisch anzumerken bleibt, daß die Selbstbeschränkung auf wenige und eng definierte Prämissen gewisse Grenzen für die Erklärung organisatorischer Phänomene zur Folge hat. Die getroffenen Verhaltensannahmen blenden solche Verhaltensweisen aus, die auf Macht, normativen Bindungen, Identitätsansprüchen oder intrinsischer Motivation beruhen. Derartige Verhaltensweisen lassen sich jedoch nicht grundsätzlich ignorieren, da ihre Bedeutung für die Funktionsweise und die Effizienz von Organisationen durch die Beiträge über Mikropolitik, informale Organisation, Organisationskultur und Arbeitsmotivation belegt wird. Weiterhin wird die Bedeutung institutionenökonomischer Theorien für die Organisationsforschung und - praxis dadurch relativiert, daß die Theorien weitgehend nur auf vertragstheoretisch interpretierbare organisatorische Phänomene anwendbar sind. Andere organisatorische Problembereiche, wie z.B. Ablauforga-nisation, Innovation oder Gruppenprozesse, vermögen die institutionenökonomischen Theorien nicht darzustellen und zu erklären.49 Angesichts der Schwierigkeiten, ein allgemeines analytisches Instrumentarium zur Erforschung institutioneller Probleme zu finden, prognostizieren Richter und Furubotn, daß die NIÖ ,, ... zweifellos noch eine ganze Weile ein etwas aufgesplittertes Gebiet bleiben [wird]. Es ist zu erwarten, daß verschiedene Forschungsansätze mit unterschiedlichen Methoden das gemeinsame Ziel verfolgen, die Mängel des neoklassischen Paradigma zu beheben."50

7. Schlußwort

Das Ziel dieser Arbeit war es, einen kompakten Überblick über die ,,Neue Insti-tutionelle Ökonomie" zu erarbeiten. Aufgrund des begrenzten Umfangs konnte und wollte auch gar nicht der Anspruch erhoben werden, dieses Vorhaben umfassend und vollständig zu lösen. Es sollte jedoch klar herausgestellt worden sein, daß die zu Beginn genannten Grundfragestellungen der NIÖ, zum Teil leicht variiert, in den einzelnen Ansätzen konsequent weiterverfolgt wurden. Dies waren die Fragen nach den Institutionen, welche bei Koordinationsproblemen die relativ geringsten Kosten und die größte Effizienz zur Folge haben, sowie die Auswirkung dieser Faktoren auf die Gestaltung und den Wandel von Institutionen. Im Rahmen der Transaktionskostentheorie wurden beispielsweise der Markt und die Unternehmung als alternative Institutionen zur Lösung von Koordinationsproblemen dargestellt, während im Zusammenhang mit der Theorie der Verfügungsrechte u.a. der Wandel von Verfügungsrechten erörtert wurde.

Zusammenfassend kann man sagen, daß die Ansätze der Neuen Institutionellen Ökonomie zur Analyse von Institutionen geeignet erscheinen. Wie aufgezeigt worden ist, kann sie diesem Anspruch vor allem durch Erweiterungen der neoklassischen Theorie, besonders um institutionelle Zusammenhänge, gerecht werden. Kritische Anmerkungen wurden im letzten Teil der Arbeit dargestellt, und durch die Einordnung und Abgrenzung der NIÖ in Bezug zum amerikanischen Institutionalismus. Denn gerade das, was die Institutionalisten als ihr Anliegen bezeichnen, nämlich reale Entwicklungen erklären und Hilfestellung bei der Lösung auftretender Probleme leisten zu können, zeigt zugleich die Schranken der NIÖ auf, deren Ansätze eher theoretisch ausgerichtet sind.

Abschließend soll noch angemerkt werden, daß die Neue Institutionelle Ökonomie eine recht junge Wissenschaft ist, und abzuwarten bleibt, so auch die Meinung vieler Autoren, wie sie sich weiterentwickelt und welche weiteren Erkenntnisse aus ihr gezogen werden können.

Literaturverzeichnis

Becker, T.: Informationsorientierte Überwachungskonzepte zur Kontrolle von Vorständen, Stuttgart 1993.

Budäus, D. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Theorie der Verfügungsrechte, Wiesbaden 1988.

Coase, R. H.: The Nature of the Firm, in: Williamson, O. E.; Winter, S. G. (Hrsg.): The Nature of the Firm, New York 1991, S. 18-33.

Coase, R.H.: The New Institutional Economics", in: Journal of Institutional and Theoretical Economics, Heft 2/1984, S. 229-231.

Dichtl, E.; Issing, O. (Hrsg.): Vahlens großes Wirtschaftslexikon, Band 1 (A-K) und 2 (L-Z), 2. Aufl., München 1993.

Ebers, M.; Gotsch, W.: Institutionenökonomische Theorien der Organisation, in: Kieser, A. (Hrsg.): Organisationstheorien, 2. Aufl., Stuttgart 1995, S. 185-235.

Elsner, W.: Ökonomische Institutionenanalyse, Berlin 1986.

Fiedler, G.; König, R.: Wirtschaftstheorien im Überblick, Berlin 1991.

Franke, G.: Agency-Theorie, in: Wittmann, W. et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaftslehre, Teilband 1 (A-H), 5. Aufl., Stuttgart 1993, Sp. 37-49.

Furubotn, E. G.: Future Development of the New Institutional Economics, Jena 1994.

Furubotn, E. G.; Pejovitch, S.: Property Rights and Economic Theory, in: Journal of Economic Literature, Heft 10/1972, S. 1137-1162.

Furubotn, E. G.; Richter, R.: The New Institutional Economics, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft (ZgS), Heft 1/1984, S. 1-6.

Ganske, T.: Mitbestimmung, Property-Rights-Ansatz und Transaktionskostentheorie, Frankfurt am Main 1996.

Hardes, H.-D.; Mertes, J.: Grundzüge der VWL, 4. Aufl., München 1994. Kieser, A. (Hrsg.): Organisationstheorien, 2. Aufl., Stuttgart 1995.

Krüsselberg, U.: Theorie der Unternehmung und Institutionenökonomik, Heidelberg 1993.

Kußmaul, H.: Agency-Theory, in: Dichtl, E.; Issing, O. (Hrsg.): Vahlens großes Wirtschaftslexikon, Band 1 (A-K), 2. Aufl., München 1993, S. 33.

Leipold, H.: Neue Institutionenökonomik, in: Dichtl, E.; Issing, O. (Hrsg.): Vahlens großes Wirtschaftslexikon, Band 2 (L-Z), 2. Aufl., München 1993, S. 1521-1522.

North, D. C.: Institutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung, Tübingen 1992.

Reuter, N.: Der Institutionalismus, Marburg 1994.

Reuter, N.: Institutionalismus, Neo-Institutionalismus, Neue Institutionelle Ökonomie und andere ,,Institutionalismen", in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 1/1994, S. 5-23.

Richter, R.: Sichtweise und Fragestellungen der Neuen Institutionenökonomik, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 4/1990, S. 571-591.

Richter, R.; Furubotn, E.: Neue Institutionenökonomik, Tübingen 1996.

Schenk, K.-E.: Die neue Institutionenökonomie, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 3/1992, S. 337-378.

Schmid, G.: Die neue institutionelle Ökonomie, in: Leviathan, Heft 3/1989, S. 386-408.

Schreyögg, G.: Die Theorie der Verfügungsrechte als allgemeine Organisationstheorie, in: Budäus, D. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Theorie der Verfügungsrechte, Wiesbaden 1988, S. 149-167.

Schüller, A.: Einführung, in: Schüller, A. (Hrsg.): Property Rights und ökonomische Theorie, München 1983, S. VII-XXI.

Schüller, A. (Hrsg.): Property Rights und ökonomische Theorie, München 1983.

Wenger, E.; Terberger, E.: Die Beziehung zwischen Agenten und Prinzipal als Baustein einer ökonomischen Theorie der Organisation, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium (WiSt), Heft 10/1988, S. 506-514.

Williamson, O. E.; Winter, S. G. (Hrsg.): The Nature of the Firm: Origins, Evolution, and Development, New York 1991.

Wittmann, W. et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaftslehre, Teilband 1 (A- H), 5. Aufl., Stuttgart 1993.

[...]


1 Vgl. Schmid, G.: Die neue institutionelle Ökonomie, in: Leviathan, Heft 3/1989, S. 389.

2 Vgl. North, D.C.: Institutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung, Tübingen 1992, S. 3f.

3 Vgl. Elsner, W.: Ökonomische Institutionenanalyse, Berlin 1986, S. 200f.

4 Reuter, N.: Institutionalismus, Neo-Institutionalismus, Neue Institutionelle Ökonomie und andere ,,Institutionalismen", in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 1/1994, S. 5.

5 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W.: Institutionenökonomische Theorien der Organisation, in: Kieser, A. (Hrsg.): Organisationstheorien, 2. Aufl., Stuttgart 1995, S. 185.

6 Im angelsächsischen Bereich: ,,Property Rights Theory", ,,Agency Theory" und ,,Transaction Cost Theory". Im folgenden werden überwiegend die deutschen Bezeichnungen verwendet.

7 Wenn in dieser Arbeit von ,,Institutionalismus" gesprochen wird, ist der amerikanische Institutionalismus gemeint.

8 Auch: ,,Neoklassik", ,,ökonomischer mainstream" oder ,,Standardökonomie" genannt.

9 Vgl. Fiedler, G.; König, R.: Wirtschaftstheorien im Überblick, Berlin 1991, S. 70f.

10 Vgl. Hardes, H.-D.; Mertes, J.: Grundzüge der VWL, 4. Aufl., München 1994, S. 293.

11 Vgl. Reuter, N.: Der Institutionalismus, Marburg 1994, S. 29f.

12 Reuter, N.: Der Institutionalismus, a.a.O., S.392.

13 Furubotn, E. G.; Richter, R.: The New Institutional Economics, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft (ZgS), Heft 1/1984, S. 3.

14 North und Coase bekamen für ihre Arbeiten in den neunziger Jahren den Nobelpreis.

15 Vgl. Richter, R.; Furubotn, E.G., Neue Institutionenökonomik, Tübingen 1996, S. V.

16 Coase, R.H.: The New Institutional Economics", in: Journal of Institutional and Theoretical Economics, Heft 2/1984, S. 230.

17 Vgl. Reuter, N.: Der Institutionalismus, a.a.O., S. 35f.

18 Reuter, N.: Institutionalismus, Neo-Institutionalismus, (...), a.a.O., S. 19.

19 Vgl. Budäus, D. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Theorie der Verfügungsrechte, Wiesbaden 1988, S. 9f.

20 Schüller, A.: Einführung, in: Schüller, A. (Hrsg.): Property Rights und ökonomische Theorie, München 1983, S. VIII.

21 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 186.

22 Vgl. Furubotn, E.G.; Pejovitch, S.: Property Rights and Economic Theory, in: Journal of Economic Literature, Heft 10/1972, S. 1139.

23 Vgl. Richter, R.: Sichtweise und Fragestellungen der Neuen Institutionenökonomik, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 4/1990, S. 574f.

24 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 187.

25 In diesem Falle ist der Begriff der Transaktionskosten enger gefaßt, als bei der Transaktionskostentheorie (siehe Punkt 5 dieser Arbeit).

26 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 187ff.

27 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O, S. 195.

28 Diese Ausrichtung steht im Vordergrund der weiteren Ausführungen.

29 Vgl. Kußmaul, H.: Agency-Theorie, in: Dichtl, E.; Issing, O. (Hrsg.): Vahlens großes Wirtschaftslexikon, Band 1 (A-K), 2. Aufl., München 1993, S. 33.

30 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 196f.

31 Vgl. Franke, G.: Agency-Theorie, in: Wittmann, W. et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaftslehre, Teilband 1 (A-H), 5. Aufl., Stuttgart 1993, Sp. 38ff.

32 Vgl. Wenger, E.; Terberger, E.: Die Beziehung zwischen Agenten und Prinzipal als Baustein einer ökonomischen Theorie der Organisation, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium (WiSt), Heft 10/1988, S. 507.

33 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 199.

34 Vgl. Wenger, E.; Terberger, E., a.a.O., S. 507.

35 Vgl. Becker, T.: Informationsorientierte Überwachungskonzepte zur Kontrolle von Vorständen, Stuttgart 1993, S. 87.

36 Vgl. Kußmaul, H., a.a.O., S. 33, sowie Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 200f.

37 Vgl. Schreyögg, G.: Die Theorie der Verfügungsrechte als allgemeine Organisationstheorie, in: Budäus, D. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Theorie der Verfügungsrechte, Wiesbaden 1988, S. 153.

38 Coase, R. H.: ,,The Nature of the Firm", in: Williamson, O. E.; Winter, S. G. (Hrsg.): The Nature of the Firm", New York 1991, S. 19.

39 Vgl. Richter, R., a.a.O., S. 576ff. - Es gibt auch andere Ansätze, die Transaktionskosten zu erläutern bzw. zu unterteilen. So spricht Williamson beispielsweise von Ex ante- und Ex postTransaktionskosten.

40 Eine eher selten erwähnte dritte Verhaltensannahme, die Risikoneutralität, soll hier außer Acht gelassen werden.

41 Vgl. Ganske, T.: Mitbestimmung, Property-Rights-Ansatz und Transaktionskostentheorie, Frankfurt am Main 1996, S. 115f.

42 Vgl. ebenda, S. 119.

43 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 211.

44 Vgl. Ganske, T., a.a.O., S. 120.

45 Vgl. Leipold, H.: Neue Institutionenökonomik, in: Dichtl, E.; Issing, O. (Hrsg.): Vahlens großes Wirtschaftslexikon, Band 2 (L-Z), 2. Aufl., München 1993, S. 1521.

46 Vgl. Krüsselberg, U.: Theorie der Unternehmung und Institutionenökonomik, Heidelberg 1993, S. 56.

47 Furubotn, E. G.: Future Development of the New Institutional Economics, Jena 1994, S. 5.

48 Vgl. Schenk, K.-E.: Die neue Institutionenökonomie, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Heft 3/1992, S. 372.

49 Vgl. Ebers, M.; Gotsch, W., a.a.O., S. 234f.

50 Richter, R.; Furubotn, E. G., a.a.O., S. 508.

14 von 15 Seiten

Details

Titel
Geschichte und Methoden der BWL - Die Analyse von Institutionen in der BWL
Hochschule
Universität Trier
Autor
Jahr
1999
Seiten
15
Katalognummer
V95356
Dateigröße
452 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Methoden, Analyse, Institutionen, Universität, Trier, Fachbereich, Prof, Hartmut, Wächter, Thomas, Metz
Arbeit zitieren
Amir Nazarian (Autor), 1999, Geschichte und Methoden der BWL - Die Analyse von Institutionen in der BWL, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95356

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Geschichte und Methoden der BWL - Die Analyse von Institutionen in der BWL


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden