Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

Der Ablasshandel in der Kirchengeschichte. Von den Kreuzzügen bis zum Trienter Konzil

Eine kurze Darstellung

Title: Der Ablasshandel in der Kirchengeschichte. Von den Kreuzzügen bis zum Trienter Konzil

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 1,70

Autor:in: Senay Kanatli (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit setzt sich mit dem Ablasshandel auseinander. Dabei steht insbesondere der Wandel des Ablasses in der Kirchengeschichte von den Kreuzzügen bis zum Trienter Konzil im Fokus. Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu erörtern, ob der Ablasshandel Anlass für die Reformation darstellte. Zunächst ist es dafür erforderlich, die Dogmatik von Sünde, Schuld, Strafe, Buße und Ablass darzustellen, um deutlich zu machen, was die Gläubigen im Spätmittelalter veranlasste, Ablassbriefe zu erwerben. Im Anschluss wird der Begriff des Ablasses definiert. Anschließend wird der Wandel des Ablasses in der Kirchengeschichte von den Kreuzzügen im elften Jahrhundert bis zu den Beschlüssen des Trienter Konzils dargestellt. Zuletzt werden die wichtigsten Punkte nochmals zusammengefasst und ein Ausblick gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kirchenbuße

3. Der Ablass

4. Der Wandel des Ablasses

4.1 Der Kreuzzugablass

4.2 Das vierte Lateralkonzil

4.3 Die Weiterentwicklung des Plenarablasses

4.4 Der Missbrauch des Ablasswesens

4.5 Luthers 95 Thesen

4.6 Leipziger Disput

4.7 Das Konzil von Trient

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel des Ablasswesens von den Kreuzzügen bis zum Konzil von Trient und erörtert die zentrale Forschungsfrage, inwieweit der Ablasshandel als maßgeblicher Auslöser für die Reformation betrachtet werden kann.

  • Die dogmatischen Grundlagen von Sünde, Schuld und Buße im Spätmittelalter.
  • Die historische Evolution des Ablasswesens vom Kreuzzugablass bis zum Beichtbrief.
  • Der institutionelle Missbrauch des Ablasshandels zur Finanzierung kirchlicher Bauprojekte.
  • Martin Luthers Kritik am Ablasswesen und die Eskalation im Leipziger Disput.
  • Die kirchengeschichtlichen Beschlüsse des Konzils von Trient zum Umgang mit Ablässen.

Auszug aus dem Buch

4.4 Der Missbrauch des Ablasswesens

Gegen Ende des 15.Jahrhunderts kam es zu einer Weiterentwicklung des Ablasswesens, denn diesen konnte man nun auch für Verstorbene als „eine Tat der Nächstenliebe“ erwerben. Der päpstliche Ablasskommissar Raimund Peraudi war davon überzeugt, „dass die Gültigkeit dieses Ablasses […] nicht vom Seelenzustand der Menschen ab[hänge]“, sondern von einem Geldbetrag. Denn sobald dies erledigt ist, würde der Plenarablass „mit absoluter Sicherheit“ den Verstorbenen Seelen im Fegefeuer zugutekommen. Die Höhe des zu zahlenden Betrages orientierte sich dabei zunehmend weniger nach der Schwere der Sündenschuld, sondern viel mehr nach dem Vermögen des Käufers.

In Rom wurde im 4. Jahrhundert über dem Grab des Apostels Petrus eine Kirche erbaut. Aufgrund des Geldmangels zur Finanzierung des Neubaus dieser Kirche verfügten zu Beginn des 16. Jahrhunderts nun auch die Bischöfe über das Ablass-Privileg. Daher wurde der Neubau erst im Jahr 1506 begonnen. Zur Finanzierung griff die Kirche dafür vor allem auf die Einnahmen des Ablasshandels zurück, welcher deshalb verstärkt betrieben wurde. Diese große Ablasskampagne, welche von Julius II. und Leo X für den Bau des Peterdoms in Rom ausgeschrieben wurde, stellte einen Anstoß für den Ablassstreit dar.

In den Jahren von 1516-1518 war in den Gebieten Mainz, Magdeburg sowie in den brandenburgischen Territorien der Erzbischof Albrecht von Brandenburg für die Leitung der großen Ablasskampagne für den Bau der Peterskirche verantwortlich. Dieser war jedoch hoch verschuldet, weshalb die Gewinne, die er aus dem Ablasshandel zog, einerseits an den Papst für den Bau der Peterskirche gingen und die andere Hälfte ihm andererseits persönlich dazu diente, seine Schulden an das Bankhaus Fugger zu tilgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Ablasswesens ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Rolle des Ablasshandels bei der Entstehung der Reformation.

2. Die Kirchenbuße: Dieses Kapitel erläutert die dogmatischen Grundlagen von Sünde, zeitlicher Sündenstrafe und dem Bedürfnis der Gläubigen nach Sündenvergebung durch Bußleistungen.

3. Der Ablass: Hier wird der Begriff des Ablasses definiert und die kirchenrechtliche Unterscheidung zwischen Teilablass und vollständigem Ablass dargelegt.

4. Der Wandel des Ablasses: Dieses Kapitel dokumentiert die historische Entwicklung des Ablasswesens von den frühen Kreuzzugsabläufen bis hin zu den strukturellen Veränderungen im Spätmittelalter.

4.1 Der Kreuzzugablass: Die Anfänge der Ablasspraxis im 11. Jahrhundert werden als Anreiz für die Teilnahme an kriegerischen Wallfahrten analysiert.

4.2 Das vierte Lateralkonzil: Der Fokus liegt hier auf den kirchenrechtlichen Versuchen des Jahres 1215, Missbräuche im Reliquienwesen und Ablasshandel zu begrenzen.

4.3 Die Weiterentwicklung des Plenarablasses: Dieses Kapitel beschreibt die Einführung der Jubiläumsablässe und die Entstehung der Beichtbriefe als neue Form der Sündenvergebung.

4.4 Der Missbrauch des Ablasswesens: Die finanzielle Instrumentalisierung des Ablasses zur Finanzierung des Petersdoms und die Rolle Albrechts von Brandenburg bilden den Schwerpunkt.

4.5 Luthers 95 Thesen: Die Darstellung widmet sich Luthers Kritik an den Ablasspredigern und der theologischen Fundierung seines Protests gegen den Ablasshandel.

4.6 Leipziger Disput: Der Disput zwischen Luther und Johannes Eck wird als Wendepunkt analysiert, der die Unvereinbarkeit der Standpunkte und die folgende Abspaltung von der Kirche verdeutlicht.

4.7 Das Konzil von Trient: Das Kapitel erläutert die abschließenden kirchengeschichtlichen Beschlüsse zur Ablasspraxis, die den Missbrauch untersagten, jedoch die Institution des Ablasses beibehielten.

5. Fazit: Die Zusammenfassung führt die historischen Linien zusammen und bestätigt die These, dass der Ablasshandel maßgeblich zum Ausbruch der Reformation beitrug.

Schlüsselwörter

Ablasshandel, Reformation, Martin Luther, Petersdom, Kirchenbuße, Kreuzzugablass, Johann Tetzel, Leipziger Disput, Konzil von Trient, Sündenstrafe, Ablassbriefe, Kirchengeschichte, Exkommunikation, Fegefeuer, Beichtbriefe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Ablasswesens der römisch-katholischen Kirche und dessen kausalen Zusammenhang mit dem Ausbruch der Reformation im 16. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Dogmatik der Kirchenbuße, die Evolution des Ablassbegriffs, die Finanzierung des Petersdoms durch Ablassgelder sowie die theologischen Auseinandersetzungen Martin Luthers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erörtern, ob der Ablasshandel lediglich ein Symptom war oder als direkter Auslöser für die Abspaltung der reformatorischen Bewegung von der römischen Kirche gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kirchengeschichtliche Analyse, die primär auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine dogmatische Hinführung sowie eine chronologische Abhandlung des Wandels des Ablasswesens von den Kreuzzügen bis zum Konzil von Trient, inklusive Luthers Thesenanschlag und dem Leipziger Disput.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Ablasshandel, Reformation, Sündenstrafe, Fegefeuer, Johannes Tetzel und die päpstliche Schlüsselgewalt geprägt.

Welche Rolle spielte der Petersdom für den Ablasshandel?

Der Bau des Petersdoms in Rom diente als zentraler ökonomischer Motor für die Ablasskampagnen des 16. Jahrhunderts, da die benötigten Geldmittel massiv durch den Verkauf von Abläufen akquiriert wurden.

Wie positionierte sich das Konzil von Trient zum Ablass?

Das Konzil verbot zwar den kommerziellen Missbrauch des Ablasses gegen Geldzahlung, hielt jedoch grundsätzlich an der Lehre fest, dass der Kirche eine von Gott übertragene Vollmacht zur Ablassgewährung zusteht.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Der Ablasshandel in der Kirchengeschichte. Von den Kreuzzügen bis zum Trienter Konzil
Subtitle
Eine kurze Darstellung
College
University of Education Heidelberg
Course
Einführung in die Christentumsgeschichte
Grade
1,70
Author
Senay Kanatli (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V953782
ISBN (eBook)
9783346294692
ISBN (Book)
9783346294708
Language
German
Tags
Ablass Martin Luther Reformation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Senay Kanatli (Author), 2020, Der Ablasshandel in der Kirchengeschichte. Von den Kreuzzügen bis zum Trienter Konzil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/953782
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint