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Wissenschaftliches Arbeiten. Forschungsmethoden und Denkschulen

Eine kurze Darstellung

Title: Wissenschaftliches Arbeiten. Forschungsmethoden und Denkschulen

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Benmoussa - Mahi (Author)

Politics - Methods, Research
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Mit der Arbeit soll die Frage "Was ist Wissenschaft?" näher beleuchtet werden. Obgleich heutzutage wissenschaftliches Arbeiten und Denken omnipräsent erscheinen, ist die Bearbeitung der Aufgabenstellung wichtig, ist doch die ganze Menschheitsgeschichte von Weiterentwicklung durch Forschung und große Denker getragen. Insgesamt kann die Betrachtung der Fragestellung und die Ausführungen zur Beantwortung nur in Ansätzen erfolgen, da der begrenzte Umfang einer ausführlichen Darstellung entgegensteht.

So ist es auch sinnvoll, am Anfang dieser Darstellung kurz auf die geschichtliche Entwicklung für die Begriffsbildung einzugehen. Mit der Betrachtung der Antike und den klassischen Philosophen werden dabei die Grundlagen für die weitere Annäherung an den Begriff Wissenschaft gelegt, damit ersichtlich wird, wie sehr modernes Denken von antiken Philosophen wie Sokrates und Aristoteles und deren postulierten Ansätzen beeinflusst wird. Seit dem Mittelalter und gerade auch in der Moderne werden diese aufgegriffen und weitergedacht. Anschließend wird in diesem Abschnitt ein kurzer Verweis auf die unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen gegeben.

Im weiteren Verlauf ist es Ziel, verschiedene Forschungsmethoden zu erläutern. Zentral dabei sind hier die beiden Felder quantitative und qualitative Forschung. Zudem sollen die Instrumente Induktion, Deduktion und Falsifikation sowie deren Bedeutung für die Ausprägung kritischen Denkens dargelegt werden, indem untersucht wird, welche Probleme durch die Verwendung der Induktion entstehen und welche Lösungsversuche dafür hervorgebracht wurden. Das Kapitel schließt ab, indem auf die Begrifflichkeit des Paradigmas eingegangen und versucht wird, positive und negative Konsequenzen der Verwendung aufzuzeigen.

Den letzten Teil dieser Ausarbeitung bildet die Betrachtung moderner Denkansätze, die sich in Denkschulen zusammenfassen. Hier stehen Geistesströmungen des 20. Jahrhunderts im Vordergrund, verbunden mit der Frage, wie sich die Entwicklung wissenschaftlicher Methodologie vollzogen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Annäherung an den Begriff der Wissenschaft

2.1 Geschichtlicher Überblick

2.2 Überblick der Wissenschaftsdisziplinen

3 Forschungsmethoden

3.1 Quantitative und Qualitative Methoden

3.2 Induktion und Deduktion

3.3 Falsifikation und Paradigma

4 Denkschulen

4.1 Karl Popper und der kritische Rationalismus

4.2 Max Weber und die Werturteilsfreiheit

4.3 Positivismusstreit und die kritische Theorie der Frankfurter Schule

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Begriff „Wissenschaft“ theoretisch und historisch zu ergründen, methodische Ansätze des Erkenntnisgewinns darzulegen und moderne wissenschaftstheoretische Denkschulen kritisch gegenüberzustellen.

  • Historische Entwicklung des Wissensbegriffs von der Antike bis zur Moderne.
  • Unterscheidung und Anwendung quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden.
  • Logische Grundlagen und Problematiken von Induktion, Deduktion und Falsifikation.
  • Analyse prägender Denkschulen wie des kritischen Rationalismus und der Frankfurter Schule.
  • Diskussion um Werturteilsfreiheit und die Rolle von Paradigmen in der Wissenschaft.

Auszug aus dem Buch

3.2 Induktion und Deduktion

Induktion und Deduktion wurden schon in der Antike als Wege zum Erkenntnisgewinn genutzt. Wie bereits dargelegt versteht man unter Induktion die Ableitung von allgemeinen Sätzen aus Einzelbeobachtungen und unter Deduktion die Ableitung von spezielleren Aussagen aus allgemeinen Sätzen. Beide Methoden bürgen dabei in der Anwendung Risiken. Bedeutende Denker, die induktiv bzw. empirisch gearbeitet haben, waren beispielsweise Francis Bacon (1561 - 1626), welcher den Begriff "induktive Wissenschaften" prägte und Charles Darwin (1809 - 1882) (Schmitz 1982, S. 92). Doch das Beispiel von Bertrand Russell über einen Truthahn verdeutlicht das Problem der Induktion: Ein Truthahn bemerkt an seinen ersten Tag auf dem neuen Bauernhof, dass die Fütterung um 9 Uhr morgens war. Dies geschah auch jeden weiteren Tag in den darauffolgenden Wochen. Nun dachte der Truthahn nach dem Prinzip der Induktion, dass er jeden Tag um 9 Uhr gefüttert wird und es auch immer so weiter geht. Als er allerdings kurz darauf für das Thanksgivingfest geschlachtet wurde, stellte sich dieser Schluss als falsch heraus (Franz 2013, S. 122f.). Durch eine falsche Prädiktion der Zukunft kam es hier zu einem Fehlschluss, auch Induktionsproblem genannt, welches später in diesem Kapitel noch als Grundlage für weitere Betrachtung diesen soll.

Ein ähnliches Problem gibt es auch bei der Deduktion. Klassische Beispiele der deduktiven Denkart finden sich, wie schon gezeigt, bei Aristoteles. Ausgehend von der ersten These „Jeder Mensch ist sterblich“ und der zweiten These „Daniel ist ein Mensch“ folgt dann die Konklusion „Daniel ist sterblich“. Niemand würde aktuell die Richtigkeit der Thesen bezweifeln. Geht man allerdings von einer falschen Voraussetzung aus, entsteht trotz richtiger Anwendung der Methode ein Fehlschluss, wie folgendes Beispiel zeigt: aus der ersten These „Alle Säugetiere sind Vierfüßer“ und der zweiten These „Alle Menschen sind Säugetiere“ folgt die Schlussfolgerung „alle Menschen sind Vierfüßer". Es zeigt sich dabei, dass häufig beide Verfahren in Verbindung miteinander benutzt werden, statt einzeln (Vollmer 1999, S. 3). Durch das Aufzeigen der Probleme beider Methoden wird schon hier deutlich, was sowohl Popper als auch Weber gefordert haben, nämlich dass Erkenntnisse prüfbar bzw. falsifizierbar sein müssen. Für diese Prüfung müssen auch die verwendeten Methoden transparent und nachvollziehbar sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, die Frage nach dem Wesen der Wissenschaft zu beleuchten, und steckt den Rahmen der Arbeit ab.

2 Annäherung an den Begriff der Wissenschaft: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Wurzeln des Wissensbegriffs in der Antike und gibt einen Überblick über verschiedene Wissenschaftsdisziplinen.

3 Forschungsmethoden: Hier werden quantitative und qualitative Methoden sowie die logischen Instrumente Induktion, Deduktion und das Konzept der Falsifikation erläutert.

4 Denkschulen: Dieses Kapitel analysiert moderne Ansätze des 20. Jahrhunderts, insbesondere den kritischen Rationalismus Poppers, Webers Werturteilsfreiheit und die Frankfurter Schule.

5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Diskurs und Transparenz im wissenschaftlichen Arbeiten.

Schlüsselwörter

Wissenschaft, Erkenntnistheorie, Induktion, Deduktion, Falsifikation, Kritischer Rationalismus, Werturteilsfreiheit, Positivismusstreit, Frankfurter Schule, Wissenschaftsmethodik, Paradigma, Erkenntnisgewinn, Wissenschaftstheorie, Forschungsmethoden, Logik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich der grundlegenden Frage „Was ist Wissenschaft?“ und untersucht die philosophischen, methodischen und historischen Dimensionen dieses Begriffs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Entwicklung des Wissensbegriffs, gängige Forschungsmethoden in der Wissenschaft sowie bedeutende Denkschulen des 20. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Voraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens zu schaffen und die Debatten um Methodik, Objektivität und Wertneutralität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenfassung wissenschaftstheoretischer Ansätze und Debatten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen (Induktion, Deduktion, Falsifikation) und die Auseinandersetzung mit modernen Denkschulen wie dem kritischen Rationalismus und der kritischen Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissenschaftstheorie, Falsifizierbarkeit, Werturteilsfreiheit und den Positivismusstreit definiert.

Wie erklärt der Autor das „Induktionsproblem“?

Anhand des berühmten Truthahn-Beispiels verdeutlicht der Autor, dass Schlussfolgerungen aus vergangenen Beobachtungen keine Garantie für zukünftige Ereignisse bieten und somit eine fundamentale Unsicherheit in empirischen Wissen existiert.

Welchen Stellenwert nimmt die „Werturteilsfreiheit“ nach Max Weber ein?

Max Weber fordert die strikte Trennung von deskriptiven Tatsachenfeststellungen und normativen Werturteilen, um die Objektivität der Wissenschaft zu wahren und eine Vermischung von Meinung und Lehre zu verhindern.

Warum wird der Positivismusstreit als bedeutend hervorgehoben?

Der Streit zwischen dem kritischen Rationalismus und der Frankfurter Schule illustriert die grundlegende Kontroverse darüber, ob Wissenschaft rein beschreibend sein sollte oder aktiv gesellschaftskritisch zur Lösung sozialer Ungerechtigkeiten beitragen muss.

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Details

Title
Wissenschaftliches Arbeiten. Forschungsmethoden und Denkschulen
Subtitle
Eine kurze Darstellung
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
2,0
Author
Daniel Benmoussa - Mahi (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V954137
ISBN (eBook)
9783346293718
ISBN (Book)
9783346293725
Language
German
Tags
Deduktion Induktion Wertfreiheit Paradigmen Denkschulen Wissenschaftsstreit Quellen der Wissenschaft Abduktion Sokrates Max Weber Frankfurter Schule Positivismusstreit Falsifikation Quantitative und Qualitative Methoden Karl Popper Werturteilsfreiheit Aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Benmoussa - Mahi (Author), 2020, Wissenschaftliches Arbeiten. Forschungsmethoden und Denkschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/954137
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