Parteienwettbewerb nach dem Stimmenmaximierungsmodell


Seminararbeit, 1999

23 Seiten


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Gliederung

1. Von der Ökonomie in der Politik zur ökonomischen Theorie der Politik

2. Methodik
2.1. Positive Theorie
2.2. Grundannahmen
2.2.1. Methodologischer Individualismus
2.2.2. Rationalität
2.2.3. Eigennutz

3. Räumliche Modelle der Parteienkonkurrenz
3.1. Das Modell von Hotelling
3.1.1. Aufbau
3.1.2. Ergebnis
3.1.3. Erweiterung
3.2. Das Modell von Downs Exkurs: Demokratiebegriff von Schumpeter
3.2.1. Aufbau
3.2.2. Ergebnis
3.3. Das Modell von Herder-Dorneich
3.3.1. Aufbau

4. Kritik
4.1. Zum Modell von Hotelling
4.2. Zum Modell von Downs
4.3. Zum Modell von Herder-Dorneich

5. Systematisierung

6. Möglichkeiten & Grenzen

Literaturverzeichnis

1. Von der Ökonomie in der Politik zur ökonomischen Theorie der Politik

Harold Hotellings räumliches Konkurrenzmodell des Duopols1 lieferte in seiner zum theoretischen Ausbau einladenden Offenheit und seiner inter- disziplinären Anwendbarkeit2 wichtige Ansätze zur Entwicklung in Teilbereichen der ökonomischen Theorie der Politik. Eine hier weitgehend chrono-logisch entwickelte Darstellung des Grundmodells des Parteienwettbewerbs unter der Annahme stimmenmaximierenden Verhaltens illustriert daneben eine fortschreitende Paradigmenkonkurrenz in der Politikwissenschaft3. Ein Phänomen, daß sich im Auftritt eines homo politicus in der politischen Arena zeigt. Dieser vollzieht sich in perfekter Analogie zum homo oeconomicus4 als im wirtschaftlichen Sinne rationalem Stimmbürger5 6 auf der einen Seite und dem im gleichen Maße eigennutzorientierten Berufspolitiker7 als Stimmenmaximierer auf der anderen. Die Übertragung des metaphorisch zu ver-stehenden Begriffs der Räumlichkeit auf den Parteienwettbewerb in einer Demokratie kommt der Wahrnehmung von politisch interessierten Menschen entgegen und wird nahezu intuitiv nachvollzogen. Das Links-Rechts-Kon-tinuum8, das Aufspannen eines Ideologienraums9, in dem Parteiprogramme abstrahierend abgebildet werden können, hat - historisch bedingt - Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden und wird von Bürgern repräsentativer Demokratien westlicher Prägung in einer erstaunlichen kollektiven Übereinstimmung verwendet.

2. Methodik

2.1. Positive Theorie

Jede positive Theorie wird an ihrer Anwendbarkeit auf reale Vorgänge gemessen. Das heißt ihre empirische Aussagekraft stellt den Maßstab ihrer Güte dar. Sie stellt ab auf die Analyse tatsächlich beobachtbarer Phäno-mene. Eine Analyse kann sowohl rückwärtsgewandt, als auch zukunftsgerichtet sein, folglich impliziert sie sowohl erklärende, als auch vorhersagende Anteile. Grundannahmen, die Werturteile enthalten, werden weitestgehend10 ver- mieden. Dies steht nicht im Widerspruch zum deduktiven Aufbau des hier zu entwickelnden Grundmodells. Es ist als eine Annäherung an eine echte positive Theorie zu verstehen, gleichbedeutend mit einer sukzessiven Zunahme an Realitätnähe.

2.2. Grundannahmen

Um eine empirischer Überprüfbarkeit des Grundmodells des räumlichen Parteienwettbewerbs nicht von Anfang unmöglich zu machen, unterliegen die weiter unten vorgestellte Modellen den folgenden Grundannahmen. Aus konzeptionellen Gründen sind sie vor die Klammer gezogen und stellen gleichsam die methodologische Basisausstattung der zur Vorstellung kommenden Demokratiemodelle dar.

2.2.1. Methodologische Individualismus

Erkenntnisobjekt der ökonomischen Theorie (der Politik) ist das Individuum als Handlungsträger. Gesellschaftliche Ereignisse sind demnach immer auf individuelle Handlungen zurückführbar. Über den methodologischen Individualismus grenzt sich die ökonomische Theorie der Politik hinsichtlich der Objektebene nach unten gegen einige der Psychologie zuzuordnenden Ansätze, nach oben gegen politisch-soziologische ab11.

2.2.2. Rationalität

Formal12 setzt Rationalität die Existenz einer konsistenten Präferenzordnung beim Handlungsträger voraus. Dieser ist jederzeit in der Lage aus einer Alternativenmenge die Alternative auszuwählen, die einen effizienten Mitteleinsatz zur individuellen Zielerreichung vorgibt. Die Effizienzforderung ergibt sich dabei aus der Knappheitsidee.

Inhaltliche13 Rationalität bedeutet eine allgemeingültige Bestimmung der zahlreichen denkbaren Handlungsziele eines Individuums. In der Ökonomie konkretisiert sich dies bei den Konsumenten im Prinzip der Nutzenmaximierung, bei den Unternehmern im Prinzip der Gewinnmaximierung.

Analog zum marktlichen Unternehmer wird der Politiker im demokratischen Wettbewerb mit dem Attribut des Stimmenmaximierers versehen.

2.2.3. Eigennutz

Eigennütziges Verhalten wird in der ökonomischen Theorie zum Axiom erhoben. Es unterstellt dem handelnden Individuum lediglich egoistische14 Motive, seine Ziele zu erreichen. Diese Ziele offenbaren sich meist als materielle, im Spezialfall geldlich abbildbare Konkretisierung des Prinzips der Nutzenmaximierung.

Kompromißlos faßt Dennis C. Müller die Grundpfeiler15 der Ökonomie und gleichzeitig der ökonomischen Theorie der Politik wie folgt zusammen: ,,The basic bahavioral postulate of public choice, as for economics, is that a man is an egoistic, rational, utility maximizer."16

3. Räumliche Modelle der Parteienkonkurrenz

3.1. Das Modell von Hotelling

17 Ausgangspunkt der Arbeit Harold Hotellings war die auf den ersten Blick rein ökonomische Fragestellung, unter welchen Umständen Marktszenarien oligopolistischer Konkurrenz gleichgewichtige Zustände einnehmen, welche stabiler sind als in der ökonomischen Theorie grundsätzlich angenommen.18 Anzumerken ist, daß nach Hotelling jegliche Verwendung von sich auf die Räumlichkeit beziehenden Begriffe im übertragenen Sinne zu verstehen sind.19

3.1.1. Aufbau

Untersucht werden die Standortentscheidungen zweier Anbieter eines homogenen Gutes auf einem geschlossenen, eindimensionalen Markt. Denkbar wäre hier eine Hauptstraße, eine Eisenbahnlinie oder ein Strand unter der Voraussetzung der Geschlossenheit. Bei einer Standortetablierung oder einem Standortwechsel entstehen dem Anbieter keine Kosten. Angenommen wird ferner, daß die Konsumenten innerhalb dieses Intervalls linear und äquidistant verteilt sind. Die Nachfrage ist nahezu vollständig unelastisch. Sie offenbart sich lediglich in der Entscheidung bei welchem Anbieter gekauft wird. Grundlage dieser Entscheidung sind die Transport-kosten in Höhe von einer Geldeinheit pro Entfernungseinheit.

3.1.2. Ergebnis

Als illustrierendes Beispiel sollen hier zwei mobiler Eisverkäufer (A und B) auf einem 1000 Meter langen Strand mit den oben festgelegten Annahmen dienen.20 Effekt dieser idealisierten Annahmen ist, daß sich zwischen den Standorten der Eisverkäufer notwendig eine Grenze zieht, auf der für einen einzigen Konsumenten Indifferenz hinsichtlich der Auswahl des Anbieters besteht. Und zwar der Standort eines Konsumenten, an dem die Summe des Preises und der Transportkosten des einen Eisverkäufers gleich der Summe des anderen ist. Es entstehen zwei regionale21 Monopole mit einer recht sensiblen Grenze. Diese verschiebt sich nach Maßgabe der Standortentscheidungen und der Preisfestsetzungen der Anbieter in Richtung des einen oder anderen Anbieters, gleichbedeutend mit einer Ausweitung des Monopolmarktes von A auf Kosten des von B. Dieser Konstellation ist ein starker Anreiz der beiden Anbieter, sich hinsichtlich ihrer Standortwahl aufeinander zuzubewegen, immanent. Da rationale Standortentscheidungen beider vorausgesetzt werden, müssen sich beide in der Mitte positionieren und zwar in einem ausreichend kleinem Abstand. Dann gibt es für keinen einen Anreiz mehr, seinen Standort zu ändern. Eine Gleichgewichtssituation ist erreicht. Jedoch führt diese Standortkonzentration bei den Konsumenten zu nicht effizienten durchschnittlichen Transportkosten. Effizienz wäre bei äquidistanten Halbmärkten der Anbieter erreicht, unter den dargestellten Bedingungen des Strandbeispiels bei 250 Meter als Standort für A und 750 Meter für B. Hotelling betont, daß auch bei Erweiterung seines Modells, durch Einführung einer elastischen Nachfragefunktion, einer Dichteverteilung der Konsumenten und der Möglichkeit des Marktzutritts weiterer Anbieter, das Ergebnis einer gesellschaftlich ineffizienter Konzentration der Anbieter im Median der Konsumentenverteilung bestehen bleibt.

Die geographische Konzentration von Unternehmen gleicher Branche, das gleichmacherische Vertreten gemäßigter Positionen von konkurrierenden Parteien oder die mittlere Süße von Apfelsaft sind für Hotelling beobacht- bare Phänomene, die auf einen einzigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zurückführbar sind.22

Im höchsten Maße plausibel erscheint ihm dabei die Übertragung dieser Feststellung auf die Parteienkonstellation in den Vereinigten Staaten. Hotelling konstatierte eine ausgeprägte Tendenz der Kandidaten der Demokraten und Republikaner, sich politisch einander anzunähern, jegliche extreme Position zu vermeiden, um das Risiko von Stimmenverlusten zu minimieren.

3.1.3. Erweiterung

Wir stellen fest, es besteht solange ein Ungleichgewichtszustand, solange es für eine Partei möglich ist, ihren politischen Monopolmarkt durch Neu-positionierung ihres Programms zu erweitern. Um den marktanalogen Charakter beizubehalten, wird der Begriff, regionales Monopol, durch den Ausdruck, Stimmenanteil der Partei, ersetzt. Letztere kann als Teilintervall auf der _0,1_-Skala abgetragen werden. Dieses wird wiederum durch den Standort des entsprechenden Parteiprogramms in zwei Halbintervalle geteilt. Übernimmt man Hotellings Annahmen und unterstellt kostenlose Wahlen und eingipflige und symmetrische Präferenzfunktionen der Wähler23, so kann man, sowohl mathematisch, als auch experimentell, zwei notwendige und hinreichende Bedingungen für die Existenz eines politischen Gleich- gewichts eines n-Parteiensystems24 herauslösen.

I. Es existiert Gleichgewicht, wenn keine Partei über einen Stimmen-anteil verfügt, der kleiner ist als das Halbintervall (von Stimmen) von irgendeiner anderen Partei.

Sonst hätte die Partei mit einem kleineren ganzen Stimmenintervall immer den Anreiz, in das größere Halbintervall zu springen und durch genügende Annäherung an die andere Partei, ihren Stimmenanteil zu okkupieren.

II. Die beiden externen Positionen werden jeweils von Paaren von Parteien besetzt, wobei ihr Abstand zueinander hinreichend klein25 sein muß.26 27 Eine einzelne Partei mit einer externen Position kann ihren Stimmenanteil immer erhöhen, indem sie an ihre Nachbarpartei heranrückt. In einem Zwei-Parteiensystem bestätigt sich die These Hotellings mit einer Paarbildung der Parteien in der Mitte der (linearen) Wählerverteilung. In einem Drei-Parteiensystem kann es nach diesem Muster keinen Zustand des Gleichgewichts geben, weil immer eine einzelne Randpartei existiert. Konkurrieren vier Parteien, so ist die einzig mögliche Anordnung von Parteiprogramm eine Paarbildung auf ¼ und ¾ im [0,1]-Intervall. Bei fünf Parteien müßte sich ein Paar auf 1/6, das andere auf 5/6 und die einzelne Partei auf ½ positionieren. Ab sechs und mehr Parteien sind immer Gleichgewichts- zustände ermittelbar, jedoch in einem bestimmten Teilintervall unendlich viele. Die Relevanz für die Übertragung auf vorherrschende Wenig-Parteien-Systeme läßt jedoch nach.

3.2. Das Modell von Downs

In seinem 1957 erschienenen Buch ,,An Economic Theory of Democracy"28 legt Anthony Downs ein umfassendes Demokratiemodell vor, welches Hotellings modifiziertes Modell mit dem Schumpeterschen Demokratie-ansatz29 verbindet. Im Gegensatz zu ,,nur aphoristisch-pointierenden Hinweisen auf Analogien zwischen ökonomischen und politischen Problemen"30 implementiert er eine in sich geschlossene Markttheorie in ein Demokratiemodell.

Exkurs: Demokratiebegriff von Schumpeter

Im Gegensatz zur Vertretertheorie, in der Demokratie einen Wert an sich darstellt und Politiker vom Volk durch Wahlen beauftragt werden die volonté générale, den allgemeinen Volkswillen, zu individuieren und vor allen Dingen auszuführen, definiert Joseph A. Schumpeter die Demokratie als reine Methode, in der die Hauptfunktion der Wähler darin besteht, eine Regierung hervorzubringen. Schumpeter vollzieht eine Umkehrung des Zweck-Mittel- Verhältnisses, indem der Volkswille zum Mittel des Berufs-Politikers31 wird, seine persönlichen, eigennutzmotivierten Ziele ,,im Konkurrenzkampf um Macht und Würde"32 über Maximierung seiner Stimmen durchzusetzen. Wohlfahrtssteigernde Ergebnisse politischer Handlungen stellen Neben- erscheinungen dar, die sich trotz einer Interesseninkongruenz von Wählern und Politikern33 ergeben. Eine Analogie zu Adam Smiths Metapher der ,,unsichtbaren Hand" liegt nahe, Herder-Dorneich nennt diesen Effekt der Parteienkonkurrenz die ,,List der Demokratie"34. Für die Entwicklung der ökonomischen Theorie der Politik ist die Leistung Schumpeters vor allen Dingen darin zu sehen, durch seinen neuen Demokratiebegriff, Politikwissenschaft der Volkswirtschaft anzunähern, Motive politische Akteure der ökonomischen Theorie faßbar und operationalisierbar zu machen.

3.2.1. Aufbau

Downs verarbeitet die Idee der Räumlichkeit, indem er Hotellings eindimensionalen Markt auf ein Links-Rechts-Kontinuum überträgt und sie mit Hilfe der Staatsquote skaliert35. Etwas vereinfacht bedeutet dies, daß die linke Extremposition vollkommene Staatswirtschaft symbolisiert, und von dort aus nach rechts wandernd jeder denkbare Staatsanteil am Volkseinkommen bis hin zur freien Marktwirtschaft kontinuierlich abtragbar ist.36 Dieses Konzept stellt gleichsam die Kommunikationsschnittstelle zwischen den Wählern und den Parteien dar. Es ist der gemeinsame Nenner in der Einordnung von Partei-programmen, Ideologien und wählerindividuellen Standpunkten, der von allen Akteuren akzeptiert, verstanden und korrekt angewandt wird.

Downs bestimmt Eingipfligkeit in der Präferenzordnung der Wähler, um das Auftreten von zyklischen Mehrheiten zu verhindern37. Ferner ist die Wählerverteilung eine nicht-lineare und dies in unterschiedlichen Ausprägungen, die sukzessive untersucht werden. Die Einführung der Unsicherheit in das Modell, führt dazu, daß notwendig Informationskosten für alle Akteure anfallen, was zusätzliche Wirtschaftlichkeitserwägungen nachsichziehen muß. Downs differenziert den Begriff der Unsicherheit hinsichtlich seiner Überwindbarkeit, seiner Intensität und seiner spezifischen Relevanz.38 Die Analogie, der Wähler als Nachfrager einer für ihn adäquaten Politik, macht im weiteren Verlauf eine elastische Nachfragefunktion als Untersuchungs-gegenstand notwendig. Die Annahme einer eingeschränkten, die ,,social Weltanschauung"39 betreffende Immobilität von Parteien, die ein ideo- logisches Überspringen von anderen Parteien ausschließt, stellt eine weitere wichtige Annäherung an die Realität dar.

Downs sieht den Wähler als ,,rational citizen"40, der mit seiner Stimme, die Partei wählt, die ihm den meisten Nutzen erbringt, grundsätzlich also die ihm am nächsten stehende. Den erwarteten Nutzenstrom seiner bevorzugten Partei identfiziert er anhand einer hypothetischen Nutzenanalyse, die Downs die Ermittlung eines Parteiendifferentials41 nennt. Ferner wird die Funktion der Wählerschaft reduziert auf die Wahl einer Regierung.

In enger Anlehnung an Schumpeter charakterisiert Downs den Politiker als eigennutzorientierten Akteur, der zur Verwirklichung seiner privaten Ambitionen wie Einkünfte, Macht und Prestige sucht, von den Wählern die größtmögliche Unterstützung zu erlangen, daß heißt seine Stimmenzahl zu maximieren.42

Die Einführung des Parteienbegriffs ist zur Erklärung repräsentativer Demokratien unerläßlich. Den Grundsätzen des methodologischen Individualismus folgend, definiert Downs die Partei als Zusammenschluß von Politikern mit identischer Zielstruktur.43 In der Downschen Systematik ist demnach von einer Quasi-Synonymität der Begriffe Partei und Politiker auszugehen. Parteien können entweder die Regierung bilden, oder Opposition sein. Ziel der Regierung ist ihre Wiederwahl, das der Opposition, in die Regierung gewählt zu werden. Es wird angenommen, daß sich jegliche Aktivität beider Ausprägungen von Parteien im Rahmen einer gedachten demokratischen Verfassung vollzieht.

3.2.2. Ergebnis

Die Anzahl der Parteien wird bestimmt durch die Wählerverteilung im Ideologienraum, ferner durch die verfassungsmäßige Entscheidung über das Wahlsystems zwischen Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht.44 Eine unimodale, symmetrische Wählerverteilung führt zu einer gleich- gewichtigen Konstellation von zwei Parteien im Median. Die Anwesenheit von Unsicherheit, von Ideologien und einer elastischen Nachfrage mit einem zur Stimmenthaltung führenden prohibitiven Abstand von Wähler- und Parteiposition, entfalten lediglich leichte zentrifugale Kräfte. Eine bimodale, symmetrische Wählerverteilung mit peripherer Häufung begünstigt ein Zweiparteiensystem. Jede Partei positioniert sich im Gegensatz zur anderen in einem der Teilmodi. Downs attestiert diesem Szenario eine Dynamik in Richtung wachsender politischer Radikalität in der Gesellschaft und Instabilität.45 Zu begründen wäre dies etwa durch die oben erwähnte Analogie der nicht effizienten Transportkosten zum Diskrepanzempfinden der Wähler nicht nach ihrem politischen Gusto vertreten zu werden. Eine asymmetrische, bimodale Verteilung mit einer größeren Häufung im linken Bereich des Spektrums vermag eine Gesellschaft mit einer starken Arbeiterklasse abzubilden. Favorisiert wird dabei ein Zweiparteiensystem, wobei die Orte der beiden Parteipositionen in den Teilmodi zu erwarten sind.46 Eine polymodale Wählerverteilung bringt vorzugsweise ein Mehrparteien- system hervor, und dies gemäß der Anzahl der Modi. Dabei sind jedoch nur eine systemimmanent begrenzte Anzahl von Parteien verkraftbar, da Downs die Existenzberechtigung einer Partei an ihren mittelfristigen Erfolgs- aussichten knüpft, Regierungsämter zu erlangen.47

Das Auftreten von neuen Parteien ist im Grundmodell vor allem bei gesellschaftspolitischen Umbrüchen, die eine Verwerfung der Wählerverteilung mit sich bringt, plausibel.48 Die Entstehung der Arbeiterklasse im Zuge der industriellen Revolution sei hier als Beispiel genannt.

3.3. Das Model von Herder-Dorneich

Philip Herder-Dorneich schafft in seiner ebenfalls 1957 erschienenen Dissertation ,,Politisches Modell zur Wirtschaftstheorie"49 eine Synthese von ökonomisch-theoretisch durchdrungener Finanzwirtschaft und politik- wissenschaftlichen Fragestellungen. Er geht dabei wie Downs weitgehend von Schumpeters Demokratiebegriff aus. Mikroökonomischer Modelle dienen ihm dabei als Instrumente zur Verarbeitung makroökonomischer Aggregatsgrößen50.

3.3.1. Aufbau

Grundlage des Modells ist die Aufteilung des Volkseinkommen in Individualgüter, deren Konsum vom privaten Einkommmen bestritten wird, und Kollektivgüter, die über Steuern vom Staat mit der Regierung als Entscheidungs-träger finanziert werden. Auf Grund des reziproken Verhältnisses zwischen Steuern und verfügbarem privatem Einkommen ist eine einfache Budgetgerade ermittelbar, als Orte aller möglichen Dispositionen über das Volkseinkommens.51 Jeder denkbarer Aufteilung des Volkseinkommens, unabhängig davon, ob realisierbar oder nicht, kann als Universalakt politischer Entscheidung eine Stimmenzahl zugeordnet werden. Orte gleicher Stimmenzahl sind kontinuierlich miteinander verbunden als ,,politische Indifferenzkurve"52 interpretiertbar. Da Politikern stimmenmaximierendes Verhalten unterstellt wird, findet sich der Ort stimmenoptimaler Politik im Tangentialpunkt von Budgetgeraden und einer politischen Indifferenzkurve.

Downs` Systematik des Links-Rechts-Kontinuums unter Einbeziehung der Staatsquote zeigt auffallende Übereinstimmung - beide Modelle sind mit Hilfe dreidimensionaler graphischer Darstellung ineinander überführbar.53 Dieses Grundmodell wird erweitert durch Einbeziehung des Beschäftigungsgrades als weitere finanzpolitische Entscheidung unter der Voraussetzung, daß zusätzliche Geldschöpfung über dem Wege der Staatsverschuldung möglich ist.

4. Kritik

Die Schwächen der vorgestellten Modelle äußern sich zum einen in den bekannten Grenzen der implementierten ökonomischen Theorie, reale Vorgänge zu erklären, zum anderen werden sie direkt in einigen Analogiebrüchen offenbar.

4.1 Zum Modell von Hotelling

Die Übertragung Hotellings Modell auf den Parteienwettbewerb vermag tatsächlich das Verhalten von Politikern vor allem in manchen Zwei-Parteien- Systemen plausibel zu erklären. So kann man die Tendenz der ,,minimum differantiation"54 von politischen Standpunkten amerikanischer Präsidentschaftskandidaten häufig gleich zweimal beobachten. Zum einen im eigenen Lager vor der Bestimmung des Kandidaten, zum anderen im Wahlkampf zur Präsidentenwahl. Die Mobilität politischer Standpunkte erweist sich dort häufig als erstaunlich hoch. Jedoch wird die Analogie der oligopolistischen Kon- kurrenz zum Parteienwettstreit durchbrochen durch den ,,the-winner-takes-it-all"- Charakter von Wahlen. Hier liegt auch eine entscheidende Schwäche dieses Modells. Die Kritik Hotellings von Wohlfahrtsverlusten wegen ineffizient hohen durchschnittlichen Transportkosten, hier zu verstehen als das durchschnittliche Diskrepanzempfinden der Wähler zwischen eigenem Standpunkt und dem des Wahlsiegers, ist eindeutig widerlegbar. Der Standort im Median der Wählerverteilung der siegreichen Partei ist unter den getroffenen Bedingungen als einziger effizient.55

Der Mangel, eine Konstellation des Gleichgewichts in einem Drei-Parteien- system nicht erklären zu können, ist in sofern eklatant, als dieser Fall in der Realität doch sehr häufig anzutreffen ist56.

4.2. Zum Modell von Downs

Aufbauend auf recht einfache Modellannahmen gelingt es Downs durch Einbeziehung methodologisch sperriger Komponenten wie Unsicherheit, Informationskosten, Ideologien und relative Immobilität der Parteistandpunkte ein großes Maß an Realitätsnähe zu gewinnen.

Da es sich bei den vom Staat bereitgestellten Güter per definitione um öffentliche Güter handelt, stößt die ökonomische Theorie jedoch in der Erklärung des Wählerverhaltens notwendig an ihre Grenzen. Öffentliche Güter sind charakterisiert durch Nichtrivalität im Konsum und dem Fehlen des Ausschließungsprinzips57. Der Wähler ist im Modell von Downs gleich in zwei-facher Weise mit öffentlichen Gütern konfrontiert, zum einen mit den vom Staat bereitgestellten Kollektivgütern, und dem Demokratischen System an sich, welches ebenfalls ein Kollektivgut darstellt. Die Bereitschaft zur Aufdeckung wahrer Präferenzen auf seiten der Wähler, zur Teilnahme an kostenverursachenden Wahlen und zur Beschaffung von Informationen, muß bei Annahme rationalen Verhaltens als sehr gering angesehen werden. Diese Phänomene können als ,,Wahlbeteiligungsparadoxon"58 bzw. als ,,Paradox der optimalen Informationsbeschaffung"59 zusammengefaßt werden. Downs Einführung des Begriffs eines ,,langfristigen Partizipationsnutzen", bei dem dem Wähler ein nutzenmotiviertes Interesse am langfristigen Erhalt des Wahlsystems unterstellt wird, setzt sich der Gefahr aus tautologisch zu sein, indem jede Handlung auf das Prinzip der Nutzenmaximierung zurückführbar ist. Die marktliche Tauschanalogie zwischen Wähler und Politiker ist ebenfalls eher schwach ausgeprägt. Dieser Tausch vollzieht sich geheim und anonym, mit einem marginalen Einfluß des Wählers auf das mit der einzigen Stimme erkaufte Politikprodukt. Die geldsynonyme Verwendung der Wählerstimmen erscheint ebenfalls problematisch, da diesen Merkmale des Geldes wie Sparbarkeit und Investierbarkeit60 fehlen. Zudem herrscht Gleichverteilung auf dem Stimmenmarkt, also ein konstitutionelles Gleichheitsprinzip im Kontrast zum Leistungsprinzip auf reinen Wirtschafts- märkten.61

Das Links-Rechts-Kontinuum á la Downs vermag, wie er selbst einräumt62, nicht alle Parteipositionen ideologisch sinnvoll einzuordnen. Auch die Vielschichtigkeit politischer Entscheidungen werden wegen der ein- dimensionalen Darstellung informationsreduzierend aggregiert. Jedoch überwiegt hier sicherlich der Vorteil der Anwendungsfreundlichkeit und Nachvollziehbarkeit dieser Konstruktion.

4.3. Zum Modell von Herder-Dorneich

Vorteil dieses Modells ist die Offenheit für eine mehrdimensionale Darstellung, was Raum für seine Erweiterung läßt. Die Darstellung der Substitutionalität von politischen Entscheidungen hinsichtlich der Wählerpräferenzen erhöht ebenfalls die Anschaulichkeit. Im übrigen gelten die oben zum Modell von Downs dargestellten Kritikpunkte.

5. Systematisierung

Die wissenschaftlich ergiebige Generalität der vorgestellten Modelle räumlicher Konkurrenz in der Politik, führte zur Entwicklung einer Vielzahl zusätz-licher Annahmen und damit zu entsprechenden Modellerweiterungen, die einer eingehenden Systematisierung bedürfen.In enger Anlehnung an die Arbeit von Eaton und Lipsey63 formulieren Shepsle und Cohen sechs Kategorien von erweiternden Annahmen.64 Diese sind denkbar hinsichtlich...

I. der Anzahl der politischen respektive ideologischen Dimensionen.

Die Darstellung eines eindimensionalen Ideologienraum von Downs kann als Aggregation mehrerer politischer Dimensionen interpretiert werden, die durch Entwicklung von ,,issues"65 wieder aufgefächert werden.

II. der Wählerverteilung mit der Verwendung verschiedener Dichte-funktionen, die in Symmetrieeigenschaften und Anzahl der Modi differieren können.

III. des Wählerverhalten. Aspekte wie Wahl- und Informationskosten, Ehrlichkeit und Wahlstrategien werden miteinbezogen.

IV. der Mobilität der Parteiprogramme.

V. der Einbeziehung des Verhaltens des Wahlkampfgegners in das Kalkül der Parteien. Wird eine Entscheidung über das politische Programm simultan oder sequentiell66 getroffen? Spieltheoretische Aspekte finden hier Eingang in das Modell.

VI. der Anzahl der Parteien. Analog zur Kapizität von Märkten in der Aufnahme von Anbietern, verträgt ein demokratisches System modell- endogen67 oder modellexogen68 bestimmt nur eine begrenzte Anzahl von Parteien.

Einer andere Systematik bedienen sich Riker und Ordeshook69 mit dem Ergebnis einer Darstellung des räumlichen Grundmodells des Parteienwettstreits. Sie unterscheiden vier Kategorien in...

I. Nutzenfunktionen der Wähler, die einer Konkavitätseigenschaft ent-sprechen müssen. Zwei- und Mehrdimensionalität wird dabei zugelassen.
II. Wahlverhalten der Bürger, wo Stimmenthaltung entweder ausgeschlossen, oder auf Indifferenz und/oder prohibitiver politische Entfernung der Parteiprogramme beruhend zugelassen wird.
III. Wählerverteilung. Zu ihrer Darstellung wird eine Dichtefunktion vorausgestzt. Symmetrische Unimodalität und symmetrische Bimodalität gelten als zulässige Spezialausprägungen.
IV. Ziele der Parteien. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Maximierung der Pluralität oder der Maximierung der Stimmen.

Riker und Ordeshook stellen diese Kategorien mit all ihren Ausprägungen mit Hilfe eines Matrixtableaus einander gegenüber70. Man bekommt dabei eine Idee von der großen Komplexität, die schon bei vereinfachten Grund- annahmen ensteht.

Abgesehen von der Einbeziehung der Mehrdimensionalität, lassen sich die oben vorgestellten räumlichen Modelle der Parteienkonkurrenz von Hotelling, Downs und Herder-Dorneich in dieses Schema problemlos einordnen.

6. Möglichkeiten & Grenzen

Die ökonomische Theorie der Politik läßt ihre Kunstschöpfung, den homo oeconomicus, sich auf fremden politischen Terrain bewegen und schafft mit ihrem Instrumentarium beträchtlichen Erklärungserfolg. Zu Recht kommt ,,der Ansatz der theoretischen Ökonomie überall in Betracht, wo Knappheit, Bewertungen alternativer Entscheidungsmöglichkeiten und daraus ent- springende Entscheidungen und Handlungen auftreten"71. Der Grenzen, das in jedem Falle vielschichtige Verhalten des Menschen in der politischen Sphäre ökonomisch erklären zu können, muß man sich jedoch stets bewußt sein. Das wirtschaftliche Handeln bleibt eine Kategorie, ein Teilaspekt des menschlichen Gesamthandelns.72

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[...]


1 HOTELLING, H. (1929), Stability in Competition, in: Economic Journal, Band 39, S. 41-57.

2 Hotelling betont zum Teil mit Besorgnis die ausgeprägte Generalität seines Modells. Vgl. Ebenda, S.54.

3 Vgl. FLUHRER, M. (1993), Ansätze einer ökonomischen Theorie der Wahlen, Köln, S. 96-98.

4 Vgl. MCKENZIE, R. B. u. TULLOCK, G. (1984), Homo Oeconomicus, Frankfurt, S. 25-27.

5 Vgl. DOWNS, A. (1968), Ökonomische Theorie der Demokratie, Tübingen, S. 7.

6 Der Begriff Stimmbürger ist eigentlich ein reiner Helvetismus und in seiner Bedeutung weitaus umfassender als hier verwendet, wo lediglich eine reduzierte Funktion des Wählers herausgearbeitet werden soll. Vgl. VATTER, A. (1994), Eigennutz als Grundmaxime in der Politik?, Bern u.a.O..

7 SCHUMPETER J. A., (1993), Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Tübingen, S.452f.

8 FLUHRER, M., S. 111.

9 WEIMANN, J. (1996), Wirtschaftspolitik / Allokation und kollektive Entscheidung, Berlin u.a.O., S. 216.

10 Über die Grenzen der Vermeidung von Werturteilen in Theorien vgl. auch ebenda, S. 34-36.

11 Vgl. FLUHRER, M., S. 51.

12 HERDER-DORNEICH, Ph. / GROSER, M. (1977), Ökonomische Theorie des politischen Wettbewerbs, Göttingen, S. 26-28.

13 Ebenda.

14 Im ökonomischen Sinne ist das Attribut egoistisch als neutraler Begriff zu verstehen.

15 Vgl. VATTER, A., S. 23.

16 MUELLER, D.C. (1989), Public Choice II , Cambridge, S. 2.

17 HOTELLING, H. (1929), S. 41-57.

18 Zum Verhältnis zum Cournot-Bertrand-Modell des Duopols Vgl. ebenda, S. 41-44.

19 Hotelling betont, daß die Transportkosten ein Symbol aller denkbaren Beweggründe eines Konsumenten für die Präferenz eines Anbieters darstellen. Vgl. ebenda, S. 45.

20 Dieses Beispiel halte ich für besonders geeignet, da bei einem mobilen Eisverkäufer das Ignorieren der Kosten für die Standortentscheidung im größeren Maße gerechtfertigt erscheint. Vgl. WEIMANN J., S. 217.

21 Den Sinn übertragend könnten dies beispielsweise ideelle oder die Qualität betreffende Monopole sein.

22 Vgl. HOTELLING, H., S 55-57.

23 Vgl. BERNHOLZ, P. u. BREYER, F. (1994), Grundlagen der Politischen Ökonomie, Band 2: Ökonomische Theorie der Politik, Tübingen, S. 102.

24 EATON, B. C. u. LIPSEY, R. G. (1975), The Principle of Minimum Differentiation Reconsidered: Some New Developments in the Theory of Spatial Competition, in: Review of Economic Studies 42, S. 29.

25 Ebenda.

26 Vgl. BERNHOLZ, P. u. BREYER, F., S. 103.

27 Vgl. EATON, B. C. u. LIPSEY, R. G., S. 29.

28 DOWNS, A. (1957), An Economic Theory of Democracy, New York.

29 SCHUMPETER, J.A., S. 397-480.

30 HERDER-DORNEICH, Ph. / GROSER, M., S. 119.

31 Vgl. SCHUMPETER, J.A., S. 452.

32 Ebenda, S. 448.

33 HERDER-DORNEICH, Ph. (1959), Politisches Modell zur Wirtschaftstheorie, Freiburg, S. 55.

34 HERDER-DORNEICH, Ph., S. 58.

35 Vgl. DOWNS, A., S. 112f.

36 Vgl. HERDER-DORNEICH, Ph. / GROSER, M., S. 122

37 Zum Condorcet-Paradoxon vgl. WEIMANN, J., S. 165-175.

38 DOWNS, A., S. 75f..

39 Downs verwendet in der amerikanischen Originalausgabe das deutsche Lehnwort, Weltanschauung. Vgl. DOWNS, A. (1957), An Economic Theory, S. 109.

40 DOWNS, A., An Economic Theory, S. 7.

41 Ders., Ökonomische Theorie, S. 37-49.

42 Vgl. Ebenda, S. 11.

43 Vgl. Ebenda, S. 25.

44 Vgl. Ebenda, S. 137.

45 Ebenda, S. 115f..

46 Ebenda, S. 117f..

47 Ebenda, S. 119.

48 Ebenda, S. 123f.

49 HARDING, F.O. (Pseudonym), (1957), Theorie der Bestimmungsfaktoren finanzwirtschaftlicher Staatstätigkeit, Freiburg.

50 GRUNAU, J. (1960), Die Anwendung des Modelldenkens auf die Politik, in: Zeitschrift für Politik, Jg. 7, Heft 4, aus: Politik als Stimmenmaximierung, (1968) Köln, S. 3.

51 Vgl. HERDER-DORNEICH, Ph., S. 92.

52 Ebenda, S. 95.

53 Vgl. FLUHRER, M., S. 90-96.

54 Die Einführung dieses Begriffs wird BOULDING, K. E. zugeschrieben. Vgl. EATON, B. C. u. LIPSEY, R. G., S. 27.

55 So betrüge die durchschnittliche Distanz der Wähler zum siegreichen Median-Politiker ¼, nach Hotellings Vorschlag bei einer ¼- oder ¾-Position des Wahlsiegers wären es 5/16. Vgl. MYERSON, R. B. (1995), Analysis of Democratic Institutions: Structure, Conduct and Performance, in: Journal of Economic Perspectives, Bd. 9, Nr. 1, S. 78.

56 Vgl. BERNHOLZ, P. u. BREYER, F., S. 105.

57 Vgl. BERNHOLZ, P. u. BREYER, F. (1984), Grundlagen der Politischen Ökonomie, Tübingen, S. 95.

58 VATTER, A., S. 330.

59 Ebenda, S. 331.

60 Vgl. Ebenda, S. 336

61 Vgl. FLUHRER, M., S. 117.

62 Vgl. DOWNS, A., S. 113.

63 Vgl. EATON, B. C. u. LIPSEY, R. G. (1975).

64 SHEPSLE, K. A. u. COHEN, R. N., Multyparty Competition, Entry, and Entry Deterrence in Spatial Models of Elections, in: ENELOW, J. M. u. HINICH, M. J. (1990), Advances in the Spatial Theory of Voting, Cambridge, S. 18.

65 ENELOW. J.M. u. HINICH, M. J. (1984), The Spatial Theory of Voting, Cambridge aus: PAPPI, F. U. (1989), Räumliche Modelle der Parteienkonkurrenz: Die Bedeutung ideologischer Dimensionnen, in: Wahlen und politische Einstellungen in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt u.a.O., S. 5.

66 BERNHOLZ, P. u. BREYER, F., S. 101.

67 Ebenda, S. 99.

68 Ebenda.

69 Vgl. RIKER, W. H. u. ORDESHOOK, P. C. (1973), An Introduction to Positive Political Theorie, New Jersey, S. 312-337.

70 Ebenda, S. 341-343.

71 ALBERT, H. (1984), Geleitwort, in: MCKENZIE, R. B. u. TULLOCK, G. (1984), S. 6.

72 STÜDEMANN, K. (1990), Algemeine Betriebswirtschaftslehre, München u.a.O., S. 121f..

23 von 23 Seiten

Details

Titel
Parteienwettbewerb nach dem Stimmenmaximierungsmodell
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Seminararbeit im wirtschaftswissenschaftlichen Diplomstudiengang Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Autor
Jahr
1999
Seiten
23
Katalognummer
V95457
ISBN (eBook)
9783638081351
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteienwettbewerb, Stimmenmaximierungsmodell, Fern-Universität, Hagen, Gesamthochschule, Hagen, Fachbereich, Wirtschaftswissenschaften, Seminararbeit, Diplomstudiengang, Allgemeine, Betriebswirtschaftslehre
Arbeit zitieren
Volker Hess (Autor:in), 1999, Parteienwettbewerb nach dem Stimmenmaximierungsmodell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95457

Kommentare

  • Gast am 8.10.2002

    Hauptsache die Fremdwörter stimmen....

    Liest sich einfach nur schrecklich, da hier an Fremdwörtern reingepackt wurde, was nur geht.

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Titel: Parteienwettbewerb nach dem Stimmenmaximierungsmodell



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