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Adipositasprävention in Kindertagesstätten

Title: Adipositasprävention in Kindertagesstätten

Term Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa-Marie Querfeld (Author)

Health Sciences - Health education
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15% der deutschen Kinder weisen ein erhöhtes Gewicht auf (Kersting 2009) – die eine Hälfte ist übergewichtig, die andere bereits adipös (BZgA). Hinzu kommt ein weit verbreiteter Bewegungsmangel. Diese Kombination legt bereits im frühen Kindesalter den Grundstein für schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die jedoch durch gezielte Präventionsmaßnahmen und Aufklärung verhindert werden können.

Ziel dieser Arbeit ist es, ein Bewusstsein für die Gefahren frühkindlicher Adipositas zu schaffen und geeignete pädagogische Präventivmaßnahmen aufzuzeigen, die bereits in Kindertagesstätten, vor dem Schuleintritt, angewendet werden können. Es gilt, Adipositas so früh wie möglich zu vermeiden, um Kinder vor den langfristigen Folgen zu schützen. Die Kita ist als Lebensmittelpunkt ein geeigneter Ort, um sich der Problematik der Adipositas zu stellen.

Zunächst erfolgen Hintergrundinformationen zum Thema Ernährung. Das Ernährungsverhalten und die Lebensumwelten von Kindern bilden die Basis, um Fehlernährungen und Problematiken zu verstehen. Anschließend erfolgt eine Einordnung der Begriffe Übergewicht und Adipositas. Mithilfe der Kieler Adipositasstudie wird die Problematik einer kindlichen Adipositas weiter verdeutlicht. Außerdem erfolgt eine Betrachtung von Ernährungskonzepten für Kitas. Den Abschluss bildet die pädagogische Prävention, die im Rahmen von Kindertagesstätten stattfinden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Einordnung

2. Ernährungsverhalten und Lebenswelten von Kinder

2.1 Prägung des Essverhaltens im Kindesalter

2.2 Mahlzeiten im Familienalltag

2.2.1 Das Frühstück

2.2.2 Das Mittagessen

2.2.3 Das Abendessen

3. Übergewicht im Kindesalter und Folgen

3.1 Klassifizierung

3.2 Entstehung

3.3 Folgen

4. Kieler Adipositasstudie

4.1 Aufbau der Studie

4.2 Zentrale Ergebnisse

4.3 Übergewicht bei 5-7 jährigen Kindern

5. Ernährungskonzepte

5.1 Anforderungen an eine "gesunde Ernährung"

5.2 optimiX: Das Konzept der Optimierten Mischkost

5.3 "Lecker essen - gut ernähren"

6. Pädagogische Prävention in der Kita

6.1 Wie wird "Gesundheit" definiert?

6.2 Prävention von Übergewicht und Adipositas

6.3 Bewegung als Bildungsbereich

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken frühkindlicher Adipositas zu schaffen und konkrete pädagogische Präventionsmöglichkeiten für Kindertagesstätten aufzuzeigen, um Kindern langfristige gesundheitliche Belastungen zu ersparen.

  • Grundlagen des kindlichen Ernährungsverhaltens und familiäre Einflussfaktoren
  • Klassifizierung, Entstehung und Folgen von Übergewicht bei Kindern
  • Analyse der Kieler Adipositasstudie (KOPS) als wissenschaftliche Basis
  • Evaluation praktischer Ernährungskonzepte für den Kita-Alltag
  • Entwicklung pädagogischer Präventionsansätze durch Ernährung und Bewegung

Auszug aus dem Buch

2.1 Prägung des Essverhaltens im Kindesalter

Vorlieben für Lebensmittel und die Prägung des Essverhaltens sind durch verschiedene Komponenten geprägt. Zum einen sind diese Faktoren genetisch bedingt, zum anderen erfahren sie weitere Ausprägung durch das Essverhalten der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit (vgl. Kersting 2009, S. 67).

Vorbilder sorgen für Prägung und Nachahmung im Essverhalten (vgl. ebenda, S. 70): der natürliche Reiz nach Hunger und Durst wird durch feste Mahlzeit und permanente Lebensmittelverfügbarkeit ersetzt; Geschmack von Lebensmitteln wird mit Erfahrung und Aussehen gekoppelt (vgl. ebenda). Positives Imitationslernen entsteht nur durch positives Vorleben (vgl. ebenda, S. 72). Die „spezifisch-sensorische Sättigung“ beim Kind sorgt bei immer gleichen Speisen für Ablehnung (vgl. ebenda, S. 69), sodass der Körper von Natur aus Vielfalt verlangt.

Durch den Begriff „gesund“ können negative Konnotationen mit Lebensmitteln entstehen. Häufig ist dieser Begriff mit Zwang und Bevormundung verbunden (vgl. ebenda, S. 72). Gleichzeit fördern Verbote von beispielsweise Zucker den Reiz nach selbigem, der oft außerhalb der Familie, z.B. bei Freunden ausgelebt wird (vgl. ebenda, S.74). Eine „Abschreckungspädagogik“ greift bei Kindern insofern nicht, als dass ihnen langfristige Konsequenzen wie „Karies bei Zuckerkonsum“ nicht verständlich sind oder nicht einmal eintreten (vgl. ebenda, S. 71).

Leonhäuser stellt fest, dass Akademikereltern mit mehr Konsequenz versuchen, auf eine gesunde Ernährung zu achten, indem sie qualitativ hochwertigere Lebensmittel kaufen, kindgerechte Gerichte zubereiten und gemeinsam mit den Kindern mehr Obst und Gemüse verzehren (vgl. Leonhäuser 2009, S. 119). In der Kita zeigen sich Kinder durch gemeinsames Essen weniger wählerisch und lernen Neues kennen (vgl. ebenda, S. 125).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Einordnung: Die Einleitung motiviert die Relevanz der Adipositasprävention im Kindesalter und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Ernährungsverhalten und Lebenswelten von Kinder: Dieses Kapitel analysiert die genetischen und sozialen Prägungsfaktoren des Essverhaltens sowie die Bedeutung der familiären Mahlzeitenstruktur.

3. Übergewicht im Kindesalter und Folgen: Hier werden Definitionen sowie Ursachen für Übergewicht dargelegt und die physischen wie psychischen Folgeerscheinungen beleuchtet.

4. Kieler Adipositasstudie: Das Kapitel stellt die Methodik und zentrale Erkenntnisse der KOPS-Langzeitstudie zur kindlichen Adipositas vor.

5. Ernährungskonzepte: Hier werden wissenschaftliche Standards für gesunde Ernährung sowie konkrete Programme wie das optimiX-Konzept zur praktischen Umsetzung in Kitas diskutiert.

6. Pädagogische Prävention in der Kita: Dieser Teil befasst sich mit der pädagogischen Umsetzung von Gesundheitsförderung und der besonderen Bedeutung von Bewegung im Kita-Alltag.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der Vernetzung zwischen Kita und Elternhaus zusammen, um frühzeitig ein gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten zu etablieren.

Schlüsselwörter

Adipositasprävention, Kindertagesstätte, Ernährungsverhalten, Kindheitspädagogik, Übergewicht, Kieler Adipositasstudie, KOPS, Optimierte Mischkost, Gesundheitsförderung, Bewegungsförderung, Ernährungsbildung, Essverhalten, Prävention, Kindesalter, Lebenswelten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und untersucht, welche Rolle Kindertagesstätten bei der Förderung eines gesunden Ernährungs- und Bewegungsverhaltens spielen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Ursachen kindlicher Adipositas, die Bedeutung von Vorbildern bei der Ernährung, die wissenschaftliche Auswertung der Kieler Adipositasstudie sowie konkrete Konzepte zur praktischen pädagogischen Umsetzung in Kitas.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Bewusstsein für die gesundheitlichen Gefahren frühkindlicher Adipositas zu wecken und aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch gezielte Maßnahmen in der Kita präventiv gegen Fehlernährung und Bewegungsmangel wirken können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien, insbesondere der Kieler Adipositasstudie (KOPS), sowie der Auswertung offizieller Handreichungen zur Kita-Verpflegung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das kindliche Essverhalten, die Folgen von Übergewicht, wissenschaftliche Studienergebnisse, spezifische Ernährungskonzepte wie optimiX und die praktische pädagogische Prävention durch Ernährung und Bewegung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adipositasprävention, Kindertagesstätte, Ernährungsbildung, Gesundheitsförderung und Bewegungsförderung charakterisiert.

Was ist mit der sogenannten "kognitiven Diskrepanz" gemeint?

Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Kinder oft ein breites Wissen über gesunde Ernährung besitzen, dieses jedoch im familiären Alltag nicht angewendet wird.

Warum ist das "optimiX"-Konzept für Kindertagesstätten von Bedeutung?

Das Konzept bietet eine wissenschaftlich fundierte Richtlinie für eine nährstoffreiche Lebensmittelauswahl, die speziell auf die Energiebedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist und die Qualität in der Kita-Verpflegung sichern soll.

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Details

Title
Adipositasprävention in Kindertagesstätten
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Course
Gesundheits- und Umwelterziehung
Grade
1,3
Author
Lisa-Marie Querfeld (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V955653
ISBN (eBook)
9783346295705
ISBN (Book)
9783346295712
Language
German
Tags
Adipositas Kita Gewicht Übergewicht Gesundheitspädagogik Kindheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa-Marie Querfeld (Author), 2018, Adipositasprävention in Kindertagesstätten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/955653
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