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Wählerpräferenzen und Wahlprogramme

Título: Wählerpräferenzen und Wahlprogramme

Trabajo , 2002 , 28 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Markus Nowak (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Der Zerfall der traditionellen Parteibindung und die daraus resultierende Verschärfung der Wettbewerbssituation haben zu einer neuen Situation in der Parteienlandschaft in der Bundesrepublik Deutschland geführt. Dieses „dealignement“ führte zu einer Auflösung der traditionellen Bindungen und verhalf neuen Parteien zu einem Aufstieg und zur Verschiebung der Kräfteverhältnisse. In den siebziger Jahren konnten die drei Volksparteien noch über 99% der gültigen Stimmen unter sich aufteilen und jahrelang herrschte die 2 ½ Parteienkonstellation in der Bundesrepublik Deutschland. Es spielten viele Faktoren eine Rolle, die nach und nach zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse führten. Ausgehend vom Protest gegen die große Koalition, der Friedensbewegung, ökologischen Bewegungen, säkulare und postmaterialistischen Strömungen über den Strukturwandel, welcher die traditionelle Wählerbindung quantitativ veränderte. In den 80er Jahren keimte dann vermehrt Protest gegen die etablierten Parteien auf und es kam zu Protestwahlen in denen rechtspopulistische Protestparteien auf Landesebene zu Erfolgen kamen. Mit der Etablierung der Grünen und der Wiedervereinigung, mit der die PDS den Einzug in den Bundestag schaffte, lösten sich weitere traditionellen Muster, welche seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bestanden. Welche Rolle spielten dabei die Wähler? Wie änderten sich die Wählerpräferenzen und wie war dieser Wandel begründet? Wie reagierten die Parteien in ihren Wahlprogrammen um die neuen Strömungen aufzufangen und ihren Wähleranteil auszubauen? In meiner Arbeit versuche ich die Wählerpräferenzen in Deutschland zu erläutern und dies dann im Zusammenhang mit einem Vergleich von Wahlprogrammen aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wählerpräferenzen

2.1. Entwicklung der Wählerpräverenzen

2.2. Kennzeichen der veränderten Wählerpräferenzen und die programmatische Reaktion der Parteien

2.3. Der Wandel der Wählerpräverenzen anhand eines konkreten Beispiels: Die ökologische Bewegung in den 80er Jahren

2.4. Sachfragenkompetenz und Wahlentscheidung

3. Programme zu den Bundestagswahlen

3.1. Wahlkampfthemen und das Programm

3.2. Die Bundestagswahl 1987

3.2.1. Die Ausgangsituation 1987

3.2.2. Das Wahlprogramm der CDU/CSU

3.2.3. Das Wahlprogramm der SPD

3.2.4.Das Wahlprogramm der FDP

3.2.5. Das Wahlprogramm der GRÜNEN

3.2.6. Das Wahlprogramm der PDS zur Bundestagswahl 1990

3.3. Die Bundestagswahl 2002

3.3.1. Die aktuellen Programme zur Bundestagswahl 2002

3.3.2. Das Wahlprogramm der SPD

3.3.3. Das Wahlprogramm der CDU/CSU

3.3.4. Das Wahlprogramm der GRÜNEN

3.3.5. Das Wahlprogramm der FDP

3.3.6. Das Wahlprogramm der PDS

4. Fazit:

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen veränderten Wählerpräferenzen in der Bundesrepublik Deutschland und der programmatischen Anpassung der Parteien in ihren Wahlprogrammen, um den Wandel des Parteiensystems und des Wählerverhaltens zu erläutern.

  • Zerfall traditioneller Parteibindungen (Dealignement)
  • Einfluss gesellschaftlicher Spaltungen auf das Wahlverhalten
  • Funktionen und Strategien von Wahlprogrammen
  • Vergleich der inhaltlichen Positionierungen bei Bundestagswahlen

Auszug aus dem Buch

3.1. Wahlkampfthemen und das Programm

Die Wahlkampfprogrammatik der Parteien setzt sich zusammen aus den Wahlprogrammen der Parteien, aus Lösungsvorschlägen zu wichtigen politischen Fragen und aus Stellungnahmen der Parteien zu politischen Ereignissen die während des Wahlkampfes eintreten. Wahlkampfprogramme gibt es bei den etablierten Parteien seit den 60er Jahren. Wie mir die Hanns Seidel Stiftung mitteilte, erschienen bei der CSU zu den Bundestagsprogrammen 1961 und 1965 allerdings nur zweiseitige Kurzfassungen. Programme zu den Europawahlen werden seit 1979 verfasst. Eine Definition liefert Flechtheim: „Ein Wahlprogramm ist ein Dokument, das über Charakter und Ziele einer politischen Gruppe, Partei oder Bewegung Aufschluss geben soll“ (Stammen 1986, S. 17). Darüber hinaus kann man die Programme in vier Arten unterteilen: Grundsatzprogramme, Aktionsprogramme, Wahlprogramme und Regierungsprogramme:

„Wahlprogramme, die auf verschiedene Formen der Werbung abgestimmt sind, und Grundsatzprogramme, die mit ihrem Bekenntnischarakter eher der Selbstverständigung der Parteien dienen, Aktions- und Plattformprogramme mögen wiederum stärker operativ auf den künftigen Kurs der Partei als Regierungspartei oder Koalitionspartner ausgerichtet sein. Schliesslich kann man noch zwischen Totalprogrammen, die alle Bereiche erfassen sollen, und Spezial- und teilprogrammen, die einen begrenzten Sektor des öfflentlichen Lebens abstecken unterscheiden.“ (Stammen 1986, S. 18)

Dabei hat das Wahlprogramm im wesentlichen zwei Funktionen: „Die Programme der Parteien haben einerseits die Aufgabe, nach außen zu wirken, und andererseits die Funktion, das innere Gefüge der Parteien zu gestalten.“ (Stammen 1986, S. 17). Die äußere Funktion hat dabei die Aufgabe neue Mitglieder anzusprechen und Wählerentscheidungen im Sinne der Partei herbeizuführen. Die Innenfunktion hat im wesentlichen das Ziel zu integrieren, besonders dann, wenn eine Partei nicht aus einer homogenen Gruppe, sondern aus verschiedenartigen Interessenvereinigungen besteht. Weitere Funktionen nach Kaack sind die „Legitimationsfunktion“, die „Herrschaftsfunktion“ und die „Stimulationsfunktion“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Zerfall traditioneller Parteibindungen und skizziert die Forschungsfrage zur Anpassung der Parteien an veränderte Wählerpräferenzen.

2. Wählerpräferenzen: Analysiert den historischen Wandel der Wählerbindung, die Bedeutung neuer politischer Bewegungen und die zunehmende Volatilität der Wählerschaft.

3. Programme zu den Bundestagswahlen: Untersucht die Funktion von Wahlprogrammen sowie die konkreten programmatischen Aussagen der Parteien in den Wahlkämpfen 1987, 1990 und 2002.

4. Fazit:: Fasst die inhaltliche Angleichung der Parteiprogramme zusammen und bewertet die Strategien der Parteien in Bezug auf die sich wandelnden Wählererwartungen.

Schlüsselwörter

Wählerpräferenzen, Wahlprogramme, Parteiensystem, Bundestagswahl, Dealignement, Realignment, Politische Kommunikation, Wählerverhalten, Parteistrategie, Volkspartei, Koalitionsbildung, Politische Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Wählerpräferenzen in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1970er Jahren und untersucht, wie Parteien in ihren Wahlprogrammen auf diese Veränderungen reagieren.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind der Zerfall traditioneller Parteibindungen, der Einfluss neuer gesellschaftlicher Strömungen sowie die strategische Ausrichtung von Wahlprogrammen auf komplexe Wählermärkte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erläutern, wie sich Wählerpräferenzen gewandelt haben und ob die Parteiprogramme eine inhaltliche Angleichung zeigen, um unterschiedliche Wählergruppen anzusprechen.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Wahlprogrammen, Wahlkampfstrategien und der Auswertung wahlwissenschaftlicher Daten und Literatur zu verschiedenen Bundestagswahlen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Wählerpräferenzen, der Bedeutung von Sachfragenkompetenz sowie einem detaillierten Vergleich der Wahlprogramme ausgewählter Parteien bei den Bundestagswahlen 1987 und 2002.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Begriffe wie Dealignement, Realignment, Parteienidentifikation und die wechselnden Anforderungen an Parteien in einem sich verändernden Wählerumfeld stehen im Zentrum.

Welche Rolle spielte das Tschernobyl-Unglück für die Parteien?

Die Arbeit zeigt auf, dass das Unglück zwar kurzfristig die Aufmerksamkeit auf Umweltthemen lenkte und die Grünen stärkte, die langfristigen Auswirkungen auf die Parteienpräferenzen jedoch begrenzt blieben.

Wie hat sich die Kommunikation der Parteien in den Programmen verändert?

Die Untersuchung stellt eine zunehmende "Verwissenschaftlichung" und zugleich eine Verwässerung der Sprache fest, bei der Wahlprogramme oft als unverbindliche "Kaufhauskataloge" fungieren, um eine möglichst breite Masse zu erreichen.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Wählerpräferenzen und Wahlprogramme
Universidad
Technical University of Munich  (Lehrstuhl für Politische Wissenschaft TU-München)
Curso
Parteien und Wahlen in Deutschland
Calificación
2
Autor
Markus Nowak (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
28
No. de catálogo
V9557
ISBN (Ebook)
9783638162302
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wählerpräferenzen Wahlprogramme Parteien Wahlen Deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Nowak (Autor), 2002, Wählerpräferenzen und Wahlprogramme, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9557
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