Im Rahmen der vorliegenden Arbeit möchte ich den Streit zwischen Rudolf Carnap und Martin Heidegger unter der Frage: „Beruht der Streit zwischen den beiden Philosophen auf einem philosophischen Problem oder hat der Grund für diese Auseinandersetzung einen anderen Charakter?“ beleuchten. Um diese Frage zu beantworten, werde ich vor allem die Werke „Was ist Metaphysik?“ (Heidegger) und „Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache“ (Carnap) untersuchen, um Indizien für den Charakter des Streitgrundes ausfindig zu machen. Bei der Diskussion dieser Frage werde ich mich ausschließlich auf die beiden oben erwähnten Werke beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Carnaps Kritik an der Metaphysik
3. Heideggers Auseinandersetzung mit dem Nichts
4. Vergleich der philosophischen Positionen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen Streit zwischen Rudolf Carnap und Martin Heidegger, um zu klären, ob dieser Disput auf einem genuin philosophischen Problem basiert oder einen anderen, etwa politischen oder kulturellen, Charakter aufweist.
- Analyse von Carnaps "Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache"
- Untersuchung von Heideggers "Was ist Metaphysik?"
- Gegenüberstellung der Auffassungen zum Verhältnis von Logik und Metaphysik
- Kritische Reflexion der Rolle des Nichts in der philosophischen Argumentation
- Beurteilung des Streits als philosophisches Fachproblem
Auszug aus dem Buch
Die Unzulässigkeit der Metaphysik bei Carnap
Der Kern von Carnaps Kritik ist jedoch der, dass Carnap zeigt, dass die Sätze der Metaphysik an sich sinnlos sind. Es macht also keinen Sinn darüber zu streiten, ob die Sätze wahr oder falsch sind, denn nur sinnvolle Sätze können nach Carnap wahr oder falsch sein.
Aus der obigen Ausführung kann man entnehmen, dass Carnap vor allem aus einem Grund für die Überwindung der Metaphysik plädiert. Für Carnap ist die Metaphysik aufgrund ihrer gänzlich sinnfreien Sätze unzulässig und darf nicht als Wissenschaft angesehen werden. Um Carnaps Kritik an der Metaphysik zu verstehen, muss man sich also bewusst werden was er meint, wenn er vom Sinn eines Ausdruckes beziehungsweise vom Sinn eines Satzes spricht.
Nach Carnap sind alle Sätze der Empirie sinnvoll, da sie verifizierbar sind. Das heißt es ist klar unter welchen Bedingungen diese Sätze wahr und unter welchen Bedingungen diese Sätze falsch sind. Darüber hinaus müssen die Sätze Syntax gerecht aufgebaut werden und es darf keine Sphärenvermengung vorliegen. Sinnvolle Sätze sind also für Carnap alle grammatisch korrekt aufgebauten und empirisch überprüfbaren Wortgebilde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung und Begründung der Untersuchung des Streits zwischen Carnap und Heidegger.
2. Carnaps Kritik an der Metaphysik: Darstellung der logischen Analyse Carnaps, die die Metaphysik als sinnlos deklariert.
3. Heideggers Auseinandersetzung mit dem Nichts: Analyse von Heideggers Umgang mit dem Nichts und seiner Ablehnung der logischen Gängelung des Denkens.
4. Vergleich der philosophischen Positionen: Gegenüberstellung der gegensätzlichen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Rolle der Logik.
5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Streitgrundes als philosophisches Grundproblem.
Schlüsselwörter
Metaphysik, Rudolf Carnap, Martin Heidegger, Logik, Sinn, Bedeutung, Verifikation, Nichts, Wissenschaftstheorie, Sprachanalyse, Philosophie, Existenz, Widerspruchsfreiheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den theoretischen Konflikt zwischen Rudolf Carnap und Martin Heidegger hinsichtlich der Legitimität der Metaphysik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die analytische Sprachphilosophie, die Metaphysikkritik und die Frage nach den Grenzen der Logik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist herauszufinden, ob der Streit zwischen Carnap und Heidegger ein fachphilosophisches Problem darstellt oder auf anderen Hintergründen beruht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine komparative Textanalyse der Werke "Überwindung der Metaphysik durch logische Analyse der Sprache" und "Was ist Metaphysik?" durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Carnaps logische Ablehnung metaphysischer Sätze und Heideggers phänomenologische bzw. existenzielle Reflexion über das Nichts detailliert gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Metaphysikkritik, logischer Empirismus, Sinnkriterium und die Philosophie des Nichts beschreiben.
Wie bewertet Carnap Heideggers Umgang mit dem Nichts?
Carnap sieht in Heideggers Aussagen über das Nichts logische Fehler und stuft diese als sinnlose oder sogar kontradiktorische Konstruktionen ein.
Welche Rolle spielt die Logik bei Heidegger?
Heidegger sieht die Logik als eine einengende Instanz, die dem tieferen Fragen nach dem Sein und dem Nichts nicht gerecht wird.
Kommt die Arbeit zu einem Ergebnis über den Charakter des Streits?
Ja, der Autor plädiert dafür, den Streit primär als ein fundamentales philosophisches Problem über die Rolle und Reichweite der Logik in der Philosophie zu betrachten.
- Arbeit zitieren
- Aleksandr Klenov (Autor:in), 2017, Beruht der Streit zwischen den Philosophen Carnap und Heidegger auf einem philosophischen Problem oder hat der Grund für diese Auseinandersetzung einen anderen Charakter?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/955725