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Wie wird Aluminium produziert und ist Island ein geeigneter Standort für die Produktion?

Titel: Wie wird Aluminium produziert und ist Island ein geeigneter Standort für die Produktion?

Seminararbeit , 2017 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Mano von Randow (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Allgemeines, Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sinnvoll es ist, Aluminium in Island herzustellen, und stützt sich hierbei auf die Thesen der Standorttheorie von Alfred Weber. Um aufzuzeigen, was bei der Produktion von Nöten ist, und welchen Anteil diese Stoffe an den Endkosten haben, wird zum besseren Verständnis die Förderung vom Rohmaterial bis hin zum fertigen Halbzeug mitbehandelt. Auch werden historische und zukunftsorientierte Aspekte miteingearbeitet. Ebenfalls wird versucht, dem Leser verständlich zu machen, wie sich der Aluminiumpreis am Weltmarkt zusammensetzt. Das Ziel der Arbeit ist es, verständlich zu machen, warum Island, als abgelegener Staat Europas ohne industrielle Bedeutung und ohne für die Aluminiumherstellung bedeutenden Bodenschätze, 28.000 Tonnen Aluminium im Jahr mehr fördert als das Bauxitreich Brasilien. So setzt sich die Arbeit auch mit der Frage nach der Transportkostenminimalisierung auseinander und warum dieser Grundsatz in Island offensichtlich nicht angewendet wird.

Das 21. Jahrhundert ist das Zeitalter des industriellen wie technologischen Fortschritts. Jeder Handels- und Wirtschaftsbereich legt Wert darauf, effizienter zu handeln, oft ungeachtet ökologischer Folgen. Besonders die Effizienzsteigerung sowie die Transportkostenminimalisierung sind wichtige Fragen, denen sich Unternehmen stellen müssen. Natürlich hat jede Branche ihre eigenen Schwerpunkte, wie sie mit minimalen Ausgaben produzieren bzw. mit maximalem Profit verkaufen kann. Nicht immer liegt der Gewinn im Einkauf. Letztendlich bleiben die Grundsteine der Standortfaktoren aber gleich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aluminiumproduktion

2.1 Ausgangsstoff Bauxit

2.2 Aluminiumoxid-Umwandlung

2.3 Endgültige Verhüttung

3. Historie und Zukunftsgedanken

3.1 Historie

3.2 Zukunft

4. Unterschiede zu anderen Standorten

4.1 Island

4.2 Deutschland

5. Zusammensetzung einer Tonne Aluminium am Weltmarkt

6. Standorttheorie Island

6.1 Grundzüge der Standorttheorie nach A. Weber

6.2 Transportkostenminimalisierung

6.3 Transportkostenminimalisierung in isländischem Bezug

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit der Aluminiumproduktion in Island unter Anwendung der Standorttheorie von Alfred Weber. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen theoretischen Standortanforderungen und der realen Produktionspraxis in Island zu erklären.

  • Prozess der industriellen Aluminiumherstellung
  • Analyse der Standortfaktoren nach A. Weber
  • Transportkostenminimalisierung in der Praxis
  • Vergleich der Produktionsstandorte Island und Deutschland
  • Zukunftsperspektiven und Bedeutung erneuerbarer Energien

Auszug aus dem Buch

2.3 Endgültige Verhüttung

Unter Verhüttung versteht man das endgültige Verarbeiten von Erzen oder ähnlichen Materialien zu Metall. Während die beiden zuvor genannten Schritte aufgrund geringer Umwelt- und Arbeitsvorschriften meistens in den Förderländern ausgeführt werden, wird die endgültige Verhüttung tendenziell in den größeren Verbraucherländern umgesetzt. Hierbei stützt man sich auch heute noch auf ein 130 Jahre altes Grundkonzept, das Hall-Héroult-Verfahren. Bei diesem Schmelzflusselektrolyseverfahren benötigt man enorme Mengen elektrischer Energie, um das Metall aus seiner Bindung vom Sauerstoff zu lösen. Durchschnittlich 80 Prozent der notwendigen Gesamtenergie in der Prozesskette sind dem Elektrolyseverfahren zuzuschreiben.

Die Aluminiumherstellung benötigt fast zwei Prozent der Weltgesamtenergie. Rund 17 Kilowattstunden Strom werden gebraucht, um im Schmelzflusselektrolyseverfahren ein Kilogramm Aluminium zu fördern. In Deutschland fallen für diesen Herstellungsschritt fast 45 Prozent der Produktionskosten an. Bei der Elektrolyse entsteht eine Vielzahl an giftigen Abgasen, wie das sog. Anodengas, oder Kohlenwasserstoffe. Diese konnten über die Jahre durch Trockenreinigungssysteme unschädlich gemacht werden. Die Suche nach preiswerter Energie der Produzenten ist enorm, z.B. wurde das Kárahnjúkar-Wasserkraftwerk in Islands Ostfjorden eigens dafür gebaut, eine Aluminiumhütte zu betreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die industrielle Bedeutung von Aluminium ein und stellt die Forschungsfrage zur Sinnhaftigkeit der Produktion in Island unter Berücksichtigung der Standorttheorie.

2. Aluminiumproduktion: Dieses Kapitel erläutert die drei Hauptschritte der Gewinnung: den Bauxitabbau, die Umwandlung in Aluminiumoxid und die elektrolytische Verhüttung.

3. Historie und Zukunftsgedanken: Es wird die Entwicklung der isländischen Aluminiumindustrie betrachtet sowie die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Energien für zukünftige Produktionsstätten analysiert.

4. Unterschiede zu anderen Standorten: Hier werden die Standortvorteile Islands, insbesondere durch günstige und erneuerbare Energien, dem deutschen Standort mit hohen Kosten und Subventionsdruck gegenübergestellt.

5. Zusammensetzung einer Tonne Aluminium am Weltmarkt: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Kostenelemente wie Material, Transport und Investition, die den Weltmarktpreis von Aluminium bestimmen.

6. Standorttheorie Island: Basierend auf Alfred Webers Lehre wird die Transportkostenminimalisierung auf die Aluminiumbranche und die spezifischen Gegebenheiten in Island angewendet.

7. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit ab, dass Island aufgrund der kostengünstigen und nachhaltigen Energiequellen ein zukunftsträchtiger Standort für die Aluminiumindustrie ist.

Schlüsselwörter

Aluminium, Island, Bauxit, Standorttheorie, Alfred Weber, Elektrolyse, Wasserkraft, Geothermie, Transportkostenminimalisierung, Nachhaltigkeit, Primäraluminium, Industrie, Produktionsstandort, Energiekosten, Welthandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die industrielle Produktion von Aluminium und analysiert, warum Island trotz seiner abgelegenen Lage ein bedeutender Produktionsstandort für dieses Metall geworden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Prozessschritte der Aluminiumgewinnung, die Anwendung der Standorttheorie von Alfred Weber und den Vergleich der Energievorteile zwischen Island und anderen Industrienationen.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Aluminiumpreise zusammensetzen und warum Standorte mit erneuerbaren Energien, wie Island, trotz langer Transportwege für Aluminiumhütten wirtschaftlich attraktiv sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Untersuchung, die sich primär auf die industrielle Standorttheorie nach Alfred Weber stützt und diese auf die spezifischen Bedingungen der Aluminiumproduktion anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Beschreibung der Aluminiumgewinnung, die historische Entwicklung in Island sowie die ökonomische Analyse von Standortfaktoren im Kontext von Transportkosten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Standortfaktoren, Transportkostenminimalisierung, Elektrolyse, nachhaltige Energiegewinnung und die spezifische wirtschaftliche Situation der Aluminiumbranche.

Warum wird trotz der Transportkosten in Island produziert?

Die hohen Kosten für den Strom bei der Schmelzflusselektrolyse machen billige Energiequellen, wie sie Island durch Geothermie und Wasserkraft bietet, wirtschaftlich lukrativer als die reine Transportkostenoptimierung.

Welche Rolle spielt die Umweltbilanz bei der Standortwahl?

Obwohl primär wirtschaftliche Faktoren (Energiekosten) entscheiden, profitiert Island von einer sehr guten Umweltbilanz, da die Produktion nahezu vollständig mit emissionsfreier Energie betrieben werden kann.

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Details

Titel
Wie wird Aluminium produziert und ist Island ein geeigneter Standort für die Produktion?
Note
2,0
Autor
Mano von Randow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V955783
ISBN (eBook)
9783346299260
ISBN (Buch)
9783346299277
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Island Aluminium Standorttheorie Rotschlamm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mano von Randow (Autor:in), 2017, Wie wird Aluminium produziert und ist Island ein geeigneter Standort für die Produktion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/955783
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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