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Kognitive Verhaltenstherapie eines Patienten mit sozialer Phobie (ICD-10: F40.1) und mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1)

Ein Prüfungsfall für die Staatliche Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin

Titel: Kognitive Verhaltenstherapie eines Patienten mit sozialer Phobie (ICD-10: F40.1) und mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1)

Examensarbeit , 2020 , 8 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur Aufnahme erschien ein 20-jähriger Patient. Er saß zusammengesunken auf dem Stuhl, hatte den Blick auf den Boden gerichtet und langen Haare verdeckten sein Gesicht. Es fiel ihm sichtlich schwer, sich zu artikulieren und er sprach nach langer Antwortlatenz mit sehr leiser Stimme wenige Worte, versuchte, nur mit Gesten zu antworten. Er berichtete, er habe Angst, mit fremden Menschen zu sprechen. Diese Angst bestehe schon immer. Außerdem erlebe er einen Verlust von Freude, leide an gedrückter Stimmung, Konzentrations- und Einschlafproblemen sowie an vermindertem Antrieb. Er habe die elfte Klasse aufgrund der sozialen Ängste wiederholen müssen, habe vermehrt schlechte Noten erhalten und sei schlussendlich nicht mehr in die Schule gegangen. Seitdem hätten sich die Ängste verstärkt. Der Patient sei seit einigen Monaten krankgeschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Anamnese

Biographische & soziale Anamnese

Psychopathologischer Befund

Diagnostik

Therapieziele

Therapieverlauf

Ergebnis

Kritische Reflexion des Falles

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit dokumentiert einen Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin, bei dem die kognitive Verhaltenstherapie eines 20-jährigen Patienten mit einer sozialen Phobie und einer mittelgradigen depressiven Episode in einem stationären Setting beschrieben und reflektiert wird.

  • Anamnestische Aufarbeitung der familiären Belastungsfaktoren
  • Durchführung und Auswertung klinischer Diagnostik
  • Etablierung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung bei ausgeprägter Hemmung
  • Einsatz verhaltenstherapeutischer Methoden wie Psychoedukation und Expositionsübungen
  • Kritische Reflexion des therapeutischen Vorgehens und differentialdiagnostische Überlegungen

Auszug aus dem Buch

Therapieverlauf

Der Patient erschien pünktlich und zuverlässig zu den vereinbarten Einzelgesprächen. Zu Beginn zeigte er sich sehr ängstlich und angespannt. Er benötigte viel Zeit, um auf Fragen zu antworten und sprach mit sehr leiser Stimme wenige Worte. Durch ein empathisches und stützendes Vorgehen konnte der Patient langsam zur Therapeutin Vertrauen fassen, sodass eine positive Kommunikationsbasis etabliert werden konnte. Die ersten Stunden wurden hauptsächlich psychoedukativ gestaltet (Angenendt & Hohagen, 2013), sodass der Patient sein Krankheitsverständnis vertiefen konnte und langsam Vertrauen aufbauen konnte. Psychoedukativ wurde über die Funktion von Angst, die Angstkurve und den Teufelskreis der Angst informiert. Durch die Kommunikation über Ressourcen des Patienten (Figuren aus der Serie „Dr. Who“) konnte ein Zugang zu ihm gefunden werden und er konnte sich langsam mehr öffnen. Über die Figuren aus der Serien gelang es ihm im Laufe der Therapie, eigene Wünsche und aktuelles Befinden besser auszudrücken.

Dysfunktionale Grundannahmen konnten identifiziert, reflektiert und beginnend modifiziert werden und der konstruktive Umgang mit negativen Kognitionen wurde besprochen („Ich werde etwas Falsches sagen. Die Anderen werden mich auslachen“).

Zusammenfassung der Kapitel

Aktuelle Anamnese: Beschreibung des Erstkontakts mit einem 20-jährigen, stark gehemmten Patienten, der unter sozialen Ängsten, depressiver Verstimmung und Antriebslosigkeit leidet.

Biographische & soziale Anamnese: Darstellung der belasteten Geburtsgeschichte sowie der schwierigen familiären Situation, geprägt durch die chronische Krankheit der Mutter und eine früh übernommene elterliche Rolle des Patienten.

Psychopathologischer Befund: Detaillierte Schilderung der aktuellen Symptomatik, einschließlich des ausgeprägten Vermeidungsverhaltens, der sozialen Ängste und der reduzierten affektiven Schwingungsfähigkeit bei fehlender Suizidalität.

Diagnostik: Vorstellung der eingesetzten Testinstrumente (KPD-38, BDI-II) und Zusammenfassung der daraus resultierenden Diagnosen (F40.1, F32.1).

Therapieziele: Auflistung der zentralen Ziele, darunter Beziehungsaufbau, Psychoedukation, Angstbewältigung sowie die Förderung der Wahrnehmung eigener Bedürfnisse.

Therapieverlauf: Dokumentation des schrittweisen therapeutischen Prozesses, von der Vertrauensbildung über die Arbeit an der Angsthierarchie bis hin zur Umsetzung von Expositionsübungen und Ressourcenaktivierung.

Ergebnis: Zusammenfassung der Fortschritte des Patienten hinsichtlich Krankheitsverständnis, Abbau von Ängsten und erfolgreicher Reaktivierung von Ressourcen für den Alltag.

Kritische Reflexion des Falles: Kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten Setting, differentialdiagnostische Erwägungen und Empfehlungen für das weitere therapeutische Vorgehen nach der stationären Entlassung.

Schlüsselwörter

Kognitive Verhaltenstherapie, Soziale Phobie, Depressive Episode, Stationäre Psychotherapie, Psychoedukation, Expositionsübung, Therapeutische Beziehung, Ressourcenaktivierung, Vermeidungsverhalten, Familiäre Belastungsfaktoren, BDI-II, Krankheitsverständnis, Adoleszenz, Differentialdiagnose, Psychosomatische Medizin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es handelt sich um eine Fallbeschreibung im Rahmen der staatlichen Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin, die den therapeutischen Prozess bei einem jungen Patienten mit sozialen Ängsten und depressiver Symptomatik behandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die biografische Anamnese bei familiärer Belastung, die klinische Diagnostik mittels standardisierter Fragebögen sowie die Anwendung kognitiv-verhaltenstherapeutischer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Behandlung?

Primäres Ziel war der Aufbau einer stabilen therapeutischen Beziehung, die Verbesserung der emotionalen Selbstwahrnehmung und die Entwicklung funktionaler Strategien zur Bewältigung der sozialen Angst und der Depression.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird der Ansatz der kognitiven Verhaltenstherapie angewandt, ergänzt durch Psychoedukation, Verhaltensexperimente und Expositionsübungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Anamnese, Psychopathologischen Befund, die diagnostische Einordnung, die expliziten Therapieziele sowie die detaillierte Darstellung des Therapieverlaufs und dessen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kognitive Verhaltenstherapie, soziale Phobie, stationäre Behandlung, Expositionsübungen und Ressourcenaktivierung sind die zentralen Begriffe.

Wie konnte ein Zugang zu dem stark gehemmten Patienten gefunden werden?

Ein wesentlicher Faktor war die Nutzung von Figuren aus der Serie „Dr. Who“, die dem Patienten halfen, sein Befinden und seine Bedürfnisse zu externalisieren und auszudrücken.

Warum wird im Fazit eine differentialdiagnostische Prüfung empfohlen?

Obwohl eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung aufgrund des jungen Alters zunächst nicht vergeben wurde, erscheint eine erneute Prüfung im weiteren Behandlungsverlauf sinnvoll.

Warum wurde eine ambulante Therapie zu Beginn des Falles ausgeschlossen?

Aufgrund des massiven Vermeidungsverhaltens und des sozialen Rückzugs des Patienten wäre das Risiko eines Therapieabbruchs oder des Nichterscheinens zu den Terminen im ambulanten Setting als zu hoch eingeschätzt worden.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kognitive Verhaltenstherapie eines Patienten mit sozialer Phobie (ICD-10: F40.1) und mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1)
Untertitel
Ein Prüfungsfall für die Staatliche Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin
Veranstaltung
Psychologische Psychotherapie
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
8
Katalognummer
V955790
ISBN (eBook)
9783346296498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologische Psychotherapie psychologischer Psychotherapeut psychologische Psychotherapeutin Staatexamen Approbation Approbationsprüfung Fallvorstellung Prüfungsfall Behandlungsfall Psychologie Psychotherapie Verhaltenstherapie kognitive Verhaltenstherapie Depression Depressive Störung Prüfung KVT VT rezidivierend depressive Störung mittelgradige Episode Therapie Soziale Phobie Soziophobie Soziale Angst Sozialangst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kognitive Verhaltenstherapie eines Patienten mit sozialer Phobie (ICD-10: F40.1) und mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/955790
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Leseprobe aus  8  Seiten
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