"Können sie mirsagen, wie spät es ist?" "Nun, die Läden haben schon geschlossen. "Alfred Schütz` Rahmenerwartungen und die Konversationsimplikaturtheorie von H. Paul Grice


Seminararbeit, 1998
22 Seiten, Note: 2

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Gegenstand der Untersuchung und Motivation
Ausgangspunkte und Herangehensweise
Vorüberlegungen
Konkretisierung

Relevante soziologische und linguistische Konzepte: Rahmenerwartung und Konversationsimplikaturtheorie
Rahmenerwartung im alltäglichen Denken nach Schütz
Gegenstände alltäglichen Denkens
Typische gedanklicher Gegenstände
Handeln innerhalb der Alltagserfahrung
Konversationsimplikaturtheorie nach Grice
Die Implikationen des allgemeinen Kooperationsprinzips
Die Anwendungsbreite der Konversationsmaximen

Verknüpfung von Rahmenerwartung und Konversationsimplikaturtheorie
Erster Schritt: Genauere Bestimmung der Gesprächssituation
Die Notwendigkeit koordinierten sprachlichen Handelns
Die Gesprächssituation als soziale Situation
Zweiter Schritt zu einer möglichen Erklärung des Gesprächsverhaltens
Dritter Schritt: Arten von Inferenz und alltägliche gedankliche Gegenstände
Standardimplikaturen
Verletzungen der Maximen

Zusammenfassende Betrachtungen
Schlußfolgerungen
Besonderheiten und Selbstreferenz

Literatur

Einleitung

Gegenstand der Untersuchung und Motivation

Mein Ausgangspunkt ist folgende, alltägliche Szene auf der Straße: zwei einander unbekannte Personen haben einen kurzen Wortwechsel miteinander, und ich als dritte und unbeteiligte Person stehe zufällig in der Nähe und möchte die Straße an der Ampel überqueren. Alle drei Personen befinden sich an der Verkehrsampel auf dem Gehweg. Die mitgehörte Unterhaltung verläuft so:

1. A:Können sie mir sagen, wie spät es ist?

B: Nun, die Läden haben schon geschlossen.

Die Frage nach einer Fähigkeit einer unbekannten Person wird von dieser mit einem Verweis auf die Zugänglichkeit von Verkaufseinrichtungen beantwortet. Obwohl als Antwort eine Bejahung oder Verneinung erwartet zu sein scheint - die Formulierung der Frage legt die Vermutung nahe, der Fragende besitze kein Wissen um die Fähigkeit des anderen, und möchte diese Unklarheit beseitigen - ist A nicht verdutzt, als er eine Antwort anderen Typs bekommt.

Beobachtbar sind lediglich die Personenkonstellation (sichtbar) und die Worte (hörbar): in diesen Dimensionen müssen also die bestimmenden Faktoren für die Reaktion auf die Frage und für das stellen einer Frage an einen Unbekannten enthalten sein. Auf diese zwei durch Beobachtung zugänglichen Dimensionen sowie in Andeutung auf den motivationalen Hintergrund der Handlungen in ihnen bezieht sich diese Arbeit.

Ausgangspunkte und Herangehensweise

Vorüberlegungen

Zwischen den beiden Handelnden besteht zumindest eine temporäre soziale Beziehung. Ein anonymer Passant stellt einem zweiten anonymen Passanten eine Frage und bekommt von diesem eine Antwort. Die Betrachtung des Miteinanderhandelns als eine Art des Handelns, in dem Menschen in ihrem Handeln z.B. sprachlich aufeinander Bezug nehmen, wie das in einer Unterhaltung der Fall ist, fällt in den Kompetenzbereich der Soziologie.

Die Unterhaltung besteht aus einem einzigen Dialog, in dem lediglich eine Handvoll Worte gewechselt werden. Die Sozialbeziehung ist flüchtig, ihr Ausdruck sind eben die jeweils zusammenhängend geäußerten Wortketten können sie mir sagen, wie spät es ist und nun, die Läden haben schon geschlossen. Die erste Äußerung wird mit zum Ende hin ansteigendem Tonfall, die zweite Äußerung wird zum Ende hin abfallend intoniert. Die Betrachtung der Art der Verwendung von Sprache, zumindest aber die Untersuchung des konkreten Wortlauts fällt in den Kompetenzbereich der Linguistik, und so liegt es nahe, sich dort und in der Soziologie nach Konzepten umzusehen, mit denen sich das beobachtete Verhalten beschreiben läßt.

Konkretisierung

In der Linguistik bietet beispielsweise das Gebiet der Pragmatik einen Zugang zu den relevanten Faktoren. Die Pragmatik umfaßt "sowohl kontextabhängige Aspekte der Sprachstruktur als auch Prinzipien des Sprachgebrauchs und Sprachverstehens, die nichts oder nur wenig mit Sprachstruktur zu tun haben. Eine Definition zu schmieden, die glücklich beide Aspekte erfaßt, ist schwierig." Die Art der Verwendung der Sprache durch ihre Träger, der intendierte Sinn als "das Gemeinte" und der situationale Kontext sind also eingeschlossen. Eine genaue Bestimmung des Inhalts des Gebiets versucht Stephen Levinson in seinem Buch "Pragmatik", doch eine sowohl zusammenfassende wie auch griffige und genaue Bestimmung gelingt nicht.

Innerhalb der Pragmatik als Teilgebiet der Linguistik findet ein Konzept des Philosophen H. Paul Grice Anwendung, das Erklärungsansätze für impizite Rahmenerwartungen in sprachlicher Interaktion liefert. Für diese Arbeit ist sein Konzept daher außerordentlich wertvoll. Die Grice’sche

Konversationsimplikaturtheorie ist nach Levinson "paradigmatisches Beispiel für die Natur und Wirkkraft pragmatischer Erklärungen sprachlicher Phänomene": sie ermöglicht funktionale Erklärungen sprachlicher Fakten und ist zudem auf allgemeine Prinzipien kooperativer Interaktion zurückführbar. Es können explizite Erklärungen für die Möglichkeit gefunden werden, daß mit Worten mehr "gemeint" werden kann als "das, was wörtlich durch den konventionellen Sinn der geäußerten sprachlichen Ausdrücke gesagt wird". Ich werde mich in dieser Arbeit fast ausschließlich auf die Darstellung in "Pragmatik" beziehen, da Grice vornehmlich Skizzen seiner Arbeit publiziert hat und deren primär philosophische Ausrichtung sicherlich am Hauptinhalt dieser Arbeit vorbeigeht.

Die genannten "allgemeinen Prinzipien kooperativer Interaktion" lassen sich mit der verstehenden Soziologie nach Alfred Schütz genauer fassen. Seine Konzepte der Aufstellung von Rahmenerwartungen sowie zu Handlungsmotivation innerhalb des Alltagshandelns können auf konkrete Interaktionen bestimmten Sinns oder Typs wie etwa "eine Auskunft erbitten" oder "Verkaufsgespräch" sinnvoll angewendet werden. Sie sind selbst hochentwickelter Ausdruck des Versuchs der Beschreibung der der konkreten Organisation des Handelns zugrundeliegenden Prinzipien. Die Aufsätze "Wissenschaftliche Interpretation und Alltagsverständnis menschlichen Handelns" und "Das Wählen zwischen Handlungsentwürfen" liefern die erforderlichen und adäquaten Begriffe für diese Arbeit.

Ein zumindest enger Zusammenhang zwischen diesen beiden unterschiedlichen Ansätzen der Linguistik und Soziologie ist für mich nicht von der Hand zu weisen. Einmal haben beide Theorien, zumindest bis zu dem Grad, den kulturspezifische Beschränkungen zulassen, universellen Geltungsanspruch und beziehen sich auf alltägliches sprachliches Verhalten. Zum anderen werden innerhalb des so erfaßten alltäglichen Handelns die ihm zugrunde liegenden Regeln und Gesetzmäßigkeiten bei Schütz ähnlich den Grice’schen Konversationsmaximen nur bei Verstößen oder Vorliegen besonderer Gründe aufgedeckt bzw. hinterfragt.

Ich werde in dieser Arbeit meinen Blick auf Frage und Antwort als sprachliche Zeichen und Werkzeuge sowie auf die zwischen den Handelnden stattfindende Interaktion lenken. Die mangelnde Erklärungskraft der bloßen Betrachtung der Beschaffenheit der Zeichen (dem Wortlaut und der Intonation der Äußerungen) für die faktisch sich vollziehende Kooperation einerseits bzw. die Interaktion über derart weit vom eigentlich gemeinten Sinn entfernte Worte zwischen unbekannten Personen andererseits motiviert die Zusammenführung beider Theorien in dieser Arbeit. Dabei beziehe ich den nur indirekt zugänglichen Beobachter nur dort ein, wo es notwendig erscheint, um den Umfang der Arbeit nicht unangemessen zu weiten.

Relevante soziologische und linguistische Konzepte: Rahmenerwartung und Konversationsimplikaturtheorie

Rahmenerwartung im alltäglichen Denken nach Schütz

Gegenstände alltäglichen Denkens

Die Gegenstände des alltäglichen Denkens stellen mehr dar als einfache Sinnesvorstellungen. Die einfachste Wahrnehmung enthält bereits Elemente, die über das streng gegebene hinausgehen. Für eine Entfaltung sowohl des alltäglichen Denkens wie auch der Wissenschaft ist dies eine notwendige Voraussetzung.

Diese Konstruktionen schließen Formen zeitlicher, räumlicher und hypothetisch- sinnlicher Sinnesvorstellungen ein. Die zeitliche Abfolge ist hierbei etwa die Abfolge des Auftretens in der jeweiligen einzelnen Sinnesart, z.B. des Sehens. Die räumliche Abfolge enthält die Konstitution des Gegenstandes in den Sinnesarten, also z.B. des Sehens und des Tastens. Der dritte Bestandteil, "der Fels, auf dem der ganze Gedankenbau alltäglicher Erfahrung errichtet ist", ist der Beitrag der hypothetischen Sinnesvorstellungen sozusagen als die notwendige und tatsächliche Realisierung des gedanklichen Gegenstandes. Die sogenannten konkreten Tatsachen sind demnach nicht so konkret wie sie scheinen. Um nicht unangemessen konkret zu werden, müssen im Umgang mit ihnen solche Abstraktionen komplexer Natur beachtet werden. Das wahrgenommene Ding ist also eine Konstruktion komplexer mehrdimensionaler und sinnlicher Struktur.

Alle Konstruktionen von der Welt, also das gesamte Wissen, das einer besitzt, sind "der jeweiligen Stufe gedanklicher Organisation gemäß". Reine und einfache Tatsachen gibt es somit nicht, sondern nur bereits durch das jeweilige Bewußtsein selektierte und interpretierte Tatsachen. Die Bewußtseinsabläufe des einzelnen wählen zum einen Dinge aus, und zum anderen interpretieren sie, indem Dinge aus ihrem Zusammenhang gelöst oder ausschließlich in einem partikulären Zusammenhang betrachtet werden.

Aus den oben genannten Punkten folgt nur, daß jeweils bloß bestimmte Aspekte der Welt erfaßt werden, nämlich die, die zur Bildung von Konstruktionen für die Bewältigung des Alltags relevant sind. Die Grenzen dieses Verstehens werden also von der Notwendigkeit der Berücksichtigung für das Alltagshandeln bestimmt. Diese Selektion schließt die Möglichkeit des Verstehens der Wirklichkeit im alltäglichen Leben durchaus ein.

Typische gedanklicher Gegenstände

Ein Bezugsschema zur Bildung von Wissen liefern die von Vorfahren gemachten und mir beigebrachten Erfahrungen. Ein großer Teil des Wissens wird nicht hinterfragt, sondern steht als Teil des vertrauten Horizonts zur Verfügung. Das Wissen um die Welt als eine Welt voller Gegenstände mehr oder weniger definierter Qualität, zwischen denen wir uns bewegen, auf die wir einwirken können oder die uns widerstehen, kann jedoch jederzeit fragwürdig werden. "Die unangezweifelten Vorerfahrungen sind jedoch ebenfalls vom Ansatz her als typische Erfahrungen verfügbar", also als Kategorie für die Wahrnehmung von Gegenständen mit ähnlichen Merkmalen als demselben Typ zugehörig. In der tatsächlichen Erfahrung wird die Erwartung dieses Typs dann bestätigt oder widerlegt. Bei Bestätigung erweitert sich der Inhalt der typischen Erwartung um Untertypen.

Impliziert ist damit auch, daß bestimmte Gegenstände für mich und meine Mitmenschen verschiedenes bedeuten. Daß ich hier in anderer Distanz zu den Gegenständen stehe als ein anderer von seinem Standort aus, und entsprechend derselbe Gegenstand ihm genau bekannt, für mich dagegen lediglich vage erkennbar ist, wird innerhalb des Alltagsdenkens durch die Idealisierung der Vertauschbarkeit der Standorte überwunden. Danach nehme ich also in seiner Distanz dieselben Aspekte an bestimmten Dingen wahrnehme und er an meiner Stelle diejenigen, die

ich wahrnehme. Damit ist die Möglichkeit für die Wahrnehmung eines Gegenstandes als Exemplar des Typs gegeben; den konkreten Gegenstand nehme ich nur aus besonderem Grund als Exemplar des Typs wahr, für den anderen hingegen stehen die typischen vor den individuellen Aspekten heraus.

Das Eintreten nicht durch die Erwartung abgedeckter Ereignisse oder das zutage treten bestimmter sonst unauffälliger Aspekte des Gegenstandes erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Hinterfragen. In der "natürlichen" Alltagseinstellung sind bereits bestimmte Aspekte ausgewählt, nämlich die, die charakteristisch sind. Das jeweilige Bewußtsein als vor allem durch die Biographie der Person bestimmt definiert also, welche der Elemente von ihr wie aufgefaßt werden, genauer: was partikulär charakteristisch und was typisch an einer Situation oder einem Gegenstand ist. In ihrer Gesamtheit bilden die kategorisierten Elemente das Relevanzsystem, das "bestimmt, wie weit wir in den offenen Horizont der Typik eindringen müssen". In anderen Worten: die Inhalte der gebildeten Typen wie auch der Relevanzsysteme sind notwendig interindividuell verschieden. Solange keine Widersprüche auftreten, kann ich annehmen, daß das Konzept der Idealisierung der Kongruenz der Relevanzsysteme Gültigkeit besitzt, d.h. ein jeweils unterschiedlicher Erfahrungsschatz für jeden von uns innerhalb des Alltagshandelns irrelevant ist und nicht hinterfragt zu werden braucht.

Handeln innerhalb der Alltagserfahrung

Sind die Motive und der Ablauf des Handelns eines anderen mir als Partner oder Beobachter verständlich, liegt verständiges Handeln vor, das mit einer Reihe sozial anerkannter Regeln und Vorschriften übereinstimmt. Der Handelnde selbst braucht hierbei keine Einsicht in seine Motive und die Zweck-Mittel-Relation zu haben.

Vermutet der Beobachter das Handeln als aus einer klugen Auswahl zwischen verschiedenen vorgestellten Abläufen hervorgegangen, liegt vernünftiges Handeln vor, selbst dort, wo dieses Handeln traditionellen oder auch habituellen, als selbstverständlich hingenommenen Mustern folgt.

Dagegen sind die Bedingungen für rationales Handeln klare Einsicht des Handelnden selbst in Zwecke, Mittel und Nebenfolgen sowie Abwägung zwischen diesen ohne affektuelle (emotionale) und traditionelle Beeinflussung.

Das Um-zu-Motiv zeigt auf den Endzustand, den das Handeln hervorbringen sollte. Das Um-zu-Motiv motiviert den Willen, der das vorstellende Phantasieren in eine Ausführung oder ein in die äußere Welt gerichtetes Handeln wandelt. Das Weil-Motiv motiviert den Entwurf des Handelns selbst. Vom Standpunkt des Handelnden verweist das Weil-Motiv auf seine vergangenen Erfahrungen, denn diese lassen ihn so handeln, wie er bereits gehandelt hat.

Die Alltagssprache ermöglicht die Darstellung von Weil-Motiven als Um-zu-Motive. Das Weil-Motiv wird nach Weil-Motiv und echtem Weil-Motiv weiter darin unterschieden, daß das "echte Weil-Motiv" eine objektive Kategorie ist, die dem Beobachter zugänglich ist, wenn dieser die Einstellung des Handelnden auf sein Handeln rekonstruiert. Im subjektiven Sinn zeigt das Motiv auf die vergangenen

Erfahrungen des Handelnden, und die Ausführung des Um-zu-Motivs verschließt den Blick für das Weil-Motiv. Der objektive Sinn des Motivs zeigt auf die Einstellung des Handelnden zu seinem eigenen Handeln, denn der Unterschied zwischen Phantasieren und Entwerfen ist der Bezug auf den Wissensvorrat, auf den Bezug genommen wird.

Für mich als Beobachter liegt in Beispiel (1) nur bei nachträglicher Sinnzuweisung verständiges Handeln vor. Ich vermute die Anwendung typischer Mittel und das Befolgen sozial anerkannter Regeln zur Lösung typischer Probleme. Als Mitmensch kann ich mich in beide Interaktanten als "irgendeinen von uns" versetzen. In der Rolle des Fragenden erscheint mir die Verwendung derselben Worte wahrscheinlich, und in der Rolle des Angesprochenen auf der Straße, daß ich unter ähnlichen Umständen eine ähnliche Antwort gebe. Diese Umstände können aus dem Wissen bestehen, daß ich keine Uhr dabei habe, daß in Sichtweite keine öffentliche Uhr aufgestellt ist und ich sehe, daß die Geschäfte in der Straße geschlossen haben.

Konversationsimplikaturtheorie nach Grice

Die Implikationen des allgemeinen Kooperationsprinzips

Grice postuliert die Existenz einer Gruppe alle Kommunikation überwölbender Annahmen, die die Gesprächsführung steuern. Diese entstehen aus rationalen Überlegungen für einen effizienten und wirkungsvollen Sprachgebrauch im Gespräch und für die Verwirklichung kooperativer Ziele. Diese Richtlinien drücken zusammen ein allgemeines Kooperationsprinzip aus, und werden als vier grundlegende Konversationsmaxime formuliert:

2. Das Kooperationsprinzip

Gestalte deinen Beitrag zur Konversation so, wie es die gegenwärtig akzeptierte Zweckbestimmung und Ausrichtung des Gesprächs, an dem du teilnimmst, erfordert

3. Die Qualitätsmaxime

Versuche deinen Beitrag wahr zu gestalten, genauer:

i. sage nichts, was du für falsch hältst

ii. sage nichts, wofür du keinen Beweis hast

4. Die Quantitätsmaxime

i. Gestalte deinen Beitrag so informativ wie für die gegenwärtig Zweckbestimmung des Gesprächs nötig

ii. Gestalte deinen Beitrag nicht informativer als nötig

5. Die Relevanzmaxime

Mache deine Beiträge relevant

6. Die Maxime der Art und Weise Sei klar, genauer:

i. vermeide Unklarheit

ii. vermeide Mehrdeutigkeit

iii. fasse dich kurz

iv. sei methodisch

Die Konversationsmaximen spezifizieren also, was Gesprächsteilnehmer tun müssen, um sich innerhalb von Gesprächen maximal effizient und rational zu verhalten, nämlich aufrichtig, relevant und klar zu sprechen und genau die richtige Menge an Information liefern.

Die Anwendungsbreite der Konversationsmaximen

Zumindest gegen die Maximen aus (3) bis (6) erheben sich sofort Einwände. Niemand redet wirklich immer so! Selbst lebensferne und weltentrückte Philosophen haben vermutlich im alltäglichen Leben eine andere Auffassung von Kommunikation. Doch bei Grice ist das nicht der springende Punkt. Viel subtiler gilt, daß Menschen diese Richtlinien nicht buchstabengetreu befolgen, sondern sich in der allgemeinen Rede und der Hörauffassung an den Prinzipien orientieren. Ein Hörer nimmt immer an, der Sprecher halte sich in zumindest einem Aspekt an diese Regeln. In diesem Kontext wird das eingangs beschriebene Beispiel (1) besonders deutlich, das ich für bessere Übersichtlichkeit wiederhole. Ich verwende für die Diskussion und Erläuterung die Symbole aus Levinson, ?? steht dabei für pragmatische Anomalie und +> für "die Äußerung des vorangehenden Satzes wird im allgemeinen den folgenden implizieren", z.B.:

7. ??Der einsame Cowboy ritt in den Sonnenuntergang und sprang auf sein Pferd

8. A: Ich könnte den ganzen Kuchen aufessen +> Kompliment für Ihren Kuchen

B: O, danke

Bei der erneuten Betrachtung von:

9. A:Können sie mir sagen, wie spät es ist?

B: Nun, die Läden haben schon geschlossen.

scheint Sprecher A auf einer sehr einfachen Ebene folgendes zu implizieren:

10. A:Haben sie die Fähigkeit, mir die Zeit zu sagen?

+> Ich weiß nicht, ob es so ist und möchte wissen, ob es so ist

Der semantische Gehalt der Unterhaltung würde in einer interpretativen Paraphrasierung vielleicht wie folgt aussehen:

11. A:Haben sie die Fähigkeit, mir die Zeit zu sagen?

B: [Pragmatisch interpretierter Partikel] die Läden schlossen zu einer Zeit vor der Zeit des Sprechens dieses Satzes

Nicht nur die Umschreibung der einfachen Ebene der Worte und damit des vermeintlichen Hintergrunds der Äußerung macht sofort deutlich, daß mehr "gemeint" sein muß als gesagt wird, d.h. mehr ausgedrückt wird als die bloße Bedeutung der Worte, wie sie in einem Wörterbuch nachzuschlagen wäre.

Wie sicherlich jedem kompetenten Sprecher der deutschen Sprache sofort klar ist, schließen die in (9) verwendeten Worte mehr Bedeutung ein als die sogenannte "wörtliche Bedeutung". Eine annähernd vollständige Umschreibung schließlich könnte wie folgt aussehen, die enthaltene, aber nicht explizierte Information in kursiver Schrift:

12. A:Haben sie die Fähigkeit, mir die Zeit des gegenwärtigen Augenblicks zu sagen, wie sieüblicherweise auf einer Uhr angezeigt wird, und wenn ja, bitte sagen sie sie mir

B: Nein, ich weißdie genaue Zeit des gegenwärtigen Augenblicks nicht, aber ich kann eine vielleicht hilfreiche Information geben, aus der sie eine ungefähre Zeit ableiten können, nämlich die Läden haben schon geschlossen Der Fragende erkennt zweifelsfrei, daß der Antwortende bemüht ist, die Antwort so informativ wie möglich zu machen, und daß er aktuell nicht über das Wissen um die Uhrzeit verfügt. Der Antwortende hält sich in seiner Antwort an die Qualitätsmaxime, indem er sich auf sein sicheres Wissen bezieht, und in ihrer Länge berücksichtigt er die Quantitätsmaxime; er antwortet auf eine Weise, die geringe Irritation beim Gegenüber verursacht. Selbst wenn die Antwort nicht genau der erwarteten Art ist, etwa eine Uhrzeitangabe nach dem Muster "halb neun" oder auch "20:30", nimmt der Fragende an, das Verhalten des Anderen ist kooperativ und die Relevanzmaxime würde befolgt. Er kann so auf einer tieferen Ebene Verknüpfungen vornehmen und die Äußerung decodieren. Indem er etwa eine Verbindung zwischen der tatsächlichen Uhrzeit und der angenommenen Schließungszeit der Geschäfte herstellt und die aktuelle Zeit nach der angenommenen Schließungszeit der Geschäfte ansetzt, vollzieht er die Inferenz. Der mögliche Schluß für den Fragenden an einem gewöhnlichen ‚Werktag‘ wäre die Annahme einer Uhrzeit von z.B. "nach halb sieben".

Ein anderes Beispiel kann das noch stärker verdeutlichen:

13. A:Wo ist Klaus?

B: Vor Mariannes Haus steht ein gelber VW

Entgegen der Hinweise an der Oberfläche der Äußerung, des Wortlauts, der die Reaktion von B nur als nicht-kooperativ interpretierbar zuläßt, versuche ich als normal kompetenter Sprecher die Aussage als kooperativ zu interpretieren. Die mögliche Verbindung zwischen dem Standort eines gelben VW und Klaus ist die, daß der Wagen Klaus gehört und er sich vermutlich in Mariannes Haus aufhält. Dazu nehme ich als fraglos gegeben an, B hätte diese Information in der Antwort codiert; ich stelle mir vor, er hat eben das "gemeint". Diese Art der Inferenz nennt Grice Konversationsimplikatur. Die Inferenzen gehen dabei über den semantischen Inhalt, also im engeren Sinne die Bedeutung der verwendeten Worte, hinaus. Der zusätzliche Sinngehalt beruht nicht auf den Wortbedeutungen, sondern auf dem Kontext des Gesagten unter Annahme von Kooperativität. Es sind die Maximen, die die Inferenz generieren.

Um es nochmals zu betonen, das Argument bei Grice ist nicht das strikte Befolgen der Konversationsmaximen durch jeden Sprecher bei jeder Äußerung, sondern die subtile Annahme der Hörer, wo immer möglich sei die Äußerung "mit den Maximen auf mindestens einer Ebene konform" und entsprechend interpretierbar. Der Fokus bei der Betrachtung des Redewechsels liegt auf dem offensichtlichen Unterschied zwischen dem, was in (9) wörtlich gesagt wird, und dem, was in der Umschreibung (12) an intentional kommunizierten Inhalten aufgedeckt wird.

Verknüpfung von Rahmenerwartung und Konversationsimplikaturtheorie

Erster Schritt: Genauere Bestimmung der Gesprächssituation

Die Notwendigkeit koordinierten sprachlichen Handelns

Der Ort des kurz skizzierten Ereignisses ist nicht nur eine Verkehrsampel an einer beliebigen Straße einer Stadt, das Gespräch als kommunikatives Ereignis zwischen Zeitgenossen findet in der übergeordneten Ebene der intersubjektiven Welt statt. In ihr sind Menschen als Mitmenschen dadurch aneinander und an diese gebunden, daß sie gemeinsam auf diese Welt einwirken und in ihr arbeiten, die Mitmenschen verstehen und von ihnen verstanden werden.

Die Möglichkeit von Verstehen gründet sich auf Sinnzusammenhänge, die kulturell geprägt werden, also aus menschlichem Handeln resultieren. Die Welt, in die ich hineingeboren werde, ist von meinen Vorgängern geprägt und enthält bereits ihre kulturellen Gegenstände; ich kann diese Gegenstände verstehen, wenn ich den Bezug auf die sie hervorbringenden menschlichen Tätigkeiten herstelle. In der Umkehrung gilt das ebenfalls, so "verstehe ich ein Werkzeug nicht, ohne den Zweck seines Entwurfs zu kennen; ein Zeichen oder ein Symbol bleiben unverständlich, falls ich nicht weiß, was die es benutzende Person damit meint".

Die kulturellen Gegenstände entstehen auch aus der Notwendigkeit zu koordiniertem Handeln. Vollständig isoliert von anderen Menschen kann vermutlich niemand überleben, schon rein physisch bin ich auf die Leistungen meiner Mitmenschen angewiesen, so suche ich etwa zum Erwerb von Nahrung einen Lebensmittelhändler auf und zur Erhaltung meiner Gesundheit einen Arzt. Die physische Isolation, etwa bei Einzelhaft, oder die Entscheidung einzelner Individuen zu Eremitendasein steht auch für starke Entbehrungen psychischer Art, und man spricht heute von "besonderer Strafverschärfung" bzw. im Mittelalter von "Heiligkeit" der zu sozialer Selbstisolation fähigen Personen.

Das koordinierte Handeln bedingt die Verständigung von Menschen untereinander, so muß ich dem Verkäufer mitteilen, welche und wieviel seiner Ware ich kaufen möchte, und dem Arzt erzähle ich, wo ich Schmerzen habe. Auf diese Weise kann sich der jeweils andere auf mein weiteres Verhalten einstellen und in angemessener Weise reagieren. Doch ich brauche selten oder nie meine Motive dem anderen vollständig erklären, und das ist ein Resultat typischer Vorerwartungen. Der Händler "weiß", weshalb ich seinen Laden betrete, und der Arzt nimmt fraglos an, daß ich ihn aufgrund seiner fachlichen Kompetenz aufsuche, und so unterstellen mir beide Personen berechtigt das Vorliegen eines typischen Motivs.

Wenn ich jemanden nach der Uhrzeit frage, kann ich das in der Regel tun, ohne eine Begründung geben zu müssen; der andere wird sie nicht fordern, und, danach befragt, könnte ich sie vielleicht gar nicht schlüssig formulieren. Als Beobachter einer Szene wie in (9) kann ich also vermuten, daß sowohl der Fragende wie auch der Gefragte sich bestimmter Werkzeuge kultureller Herkunft bedienen.

Die Gesprächssituation als soziale Situation

In der in Beispiel (9) beschriebenen Gesprächssituation bestehen Beziehungen räumlicher, sozialer und zeitlicher Art.

Drei Personen teilen die zeitliche Dimension und sind somit Zeitgenossen. Zwei von ihnen stehen in unmittelbarer zeitlicher Interaktionsbeziehung, in der Handlungen aufeinander folgen und nur in dieser Abfolge und mit dieser vorherigen Handlung auftreten. Der Fragende und der Gefragte sind unmittelbar maßgeblich an der Konversation beteiligt und konstituieren den wechselseitigem Handlungsablauf des Gesprächs von Frage und Antwort. Die dritte Person nimmt in der gleichen zeitlichen Abfolge und im gleichen Zeitraum die ausgesprochenen Worte synchron wahr.

Zwei der Personen stehen in sozialer Interaktionsbeziehung, in der eine Handlung in unmittelbarer Abfolge und als Reaktion auf die Handlung des anderen auftritt. Sie konstituieren miteinander die Handlungsfolge aus wechselseitigen sozialen Akten des Sprechens miteinander. Auch der nicht direkt beteiligte Beobachter, der in Hörreichweite neben den beiden anderen Personen an der Ampel steht und Zeuge der kurzen Unterhaltung wird, ist formal mit beiden Interaktanten sozial verbunden, in ähnlicher Weise wie Fremde in einem Zugabteil miteinander verbunden sind.

Damit ist auch deutlich, daß die drei Personen in räumlicher Gemeinschaft stehen. Auf der Straße ausgesprochene Worte, an einen räumlich eher nahestehenden Gesprächspartner gerichtet, haben eine begrenzte Reichweite und können nur innerhalb einer bestimmten Entfernung vom Sprecher gehört und verstanden werden. Der Fragende, der Antwortende und auch der Beobachter befinden sich in gegenseitiger Hörreichweite, wobei die Gesprächspartner einander zugewandt und sich räumlich näher sind als dem Beobachteter.

Zweiter Schritt zu einer möglichen Erklärung des Gesprächsverhaltens

Der Schritt zur Verbindung beider Konzepte wird auch bei Levinson, allerdings noch vage, formuliert: "Was aber ist der Ursprung dieser Maximen des Gesprächsverhaltens? Sind es konventionelle Regeln, die wir wie z.B. Tischmanieren lernen?" Nach Schütz wären die Maximen damit Bestandteil des Wissens, das von den Vorgängern an mich weitergegeben wurde und ohne Vorliegen eines besonderen Grundes nicht hinterfragt wird.

Levinson selbst verneint mit Grice eine Auffassung der Maximen als arbiträre Konventionen. Er argumentiert, ebenfalls mit Grice, für eine Verwirklichung von rationalen Überlegungen in sprachlichen oder konversationellen Mitteln, die sich auch im nichtsprachlichen Verhalten zeigen.

Er gibt Beispiele zweier Personen A und B, die zusammen ein Auto reparieren, also kooperativ handeln. "Interpretiert man die Qualitätsmaxime als Verfügung, nicht unaufrichtig oder irreführend zu handeln […], würde B dieser Bedingung nicht entsprechen, wenn er auf die Bitte um Bremsflüssigkeit A wissentlich das Öl reichte, oder auf As Bitte, den Keilriemen anzuziehen, nur so tut als ob." Für die Übertragung auf Fragen, Versprechungen oder Einladungen müsse ohnehin eine Umdeutung der Qualitätsmaxime zu "Verfügungen" vorgenommen werden.

Als Verfügungen oder nonverbale Analoge der Konversationsmaxime scheinen sie wirklich allgemeine rationale Überlegungen sowohl verbalen wie auch nonverbalen Verhaltens zugrunde zu legen. Die Inferenz ist etwas, das vor der Äußerung entsteht und ihren "Hintergrund" bildet und auf der Oberfläche nur in Form des möglicherweise eklatant abweichenden Wortlauts repräsentiert ist. Kommunikativ ist die Inferenz dann, wenn sie vom Sprecher intendiert ist und vom Hörer als intendiert erkannt wird. Implikaturen sind also kommunikative Inferenzen.

Nach Schütz ist im alltäglichen Denken die Annahme selbstverständlich und nicht hinterfragt, daß die kooperative Handlung des Einkaufens von Lebensmitteln erfolgreich durchgeführt werden kann. Der folgende typische Ablauf von Äußerungen und begleitenden Gesten bei der Durchführung dieser kooperativen Handlung ist wahrscheinlich und soll als Grundlage für die folgende Diskussion dienen:

14. A:Guten Tag, was darf es sein bitte?
B: Guten Tag, ich bekomme 200 Gramm Hackfleisch.

A: Rind oder Schwein?
B: Halb und halb.

A: [wiegt ab] Darf es sonst noch etwas sein?
B: Ja, 100 Gramm davon. [Zeigegeste]

A: Davon? [Zeigegeste]
B: Nein, dahinter.

A: Das ist Teufelssalami, aber wir haben heute Diabolosalami im Angebot.
B: Dann bitte davon.

A: [wiegt ab] Sonst noch?
B: Nein, danke.

A: Vielen dank, auf Wiedersehen.
B: Auf Wiedersehen.

Auch wenn der Verkäufer hinter der Theke mir unbekannt ist, kann ich ihn auch als anonymen Menschen dazu veranlassen, typisch das zu tun, was ich möchte, selbst wenn ich stark elliptische Äußerungen mache. Meine Annahme, in angemessener Zeit die Waren erhalten zu können, die ich benötige, beruht auf der Vorstellung, er würde auf meine Veranlassung hin in typischer Art der Übereinstimmung mit Um-zu- Motiven seine typischen beruflichen Pflichten erfüllen. Meine Konstruktion der Rolle des Anderen im Handlungsablauf stimmt wesentlich mit seiner Selbsttypisierung überein, ich kann von invarianten Motiven des Anderen ausgehen. Ich selber verhalte mich als typischer Kunde so, wie es der Andere typisch erwarten kann und entwerfe mein Handeln entsprechend.

Dritter Schritt: Arten von Inferenz und alltägliche gedankliche Gegenstände

Zwei wichtige Punkte hebe ich besonders heraus. Erstens schließt die typische Erwartung das angenommene Befolgen der Maximen durch den jeweiligen Gegenüber ein. Zweitens werden im Rahmen des Alltagsdenkens die Maximen nicht hinterfragt und treten auch nicht explizit in Erscheinung. Zur Verdeutlichung diskutiere ich zuerst einige einfache Beispiele für vorstellbare Fälle für nicht maximenkonformes Handeln (Standardimplikaturen) und die absichtliche Störung der Kommunikation mit der möglichen Folge des Abbruchs. Den Bruch mit den Maximen, aber nicht dem Prinzip der Kooperation erläutere ich im Anschluß (Verletzungen der Maximen). In beiden Abschnitten verweise ich auf parallele Aspekte bei Schütz.

Standardimplikaturen

Relevanzmaxime

a. Wenn ich in Beispiel (14) die Äußerung ich bekomme 200 Gramm Hackfleisch mache, erwarte ich, daß der Verkäufer unmittelbar darauf hin handelt, und mir nicht nach mehreren Minuten die Ware gibt. Ähnlich erwartet der Verkäufer, daß ich unmittelbar nach seiner ersten Äußerung, einer Begrüßung, meinen Wunsch ausspreche, statt mich beispielsweise umzudrehen und das Regal an der gegenüberliegenden Wand zu betrachten.
b. Auf der Seite des Verkäufers besteht die Erwartung, ich würde eine antwortende Äußerung machen, die eine konkrete Auswahl der ihm erreichbaren, verkäuflichen Gegenstände und vielleicht eine Mengenangabe einschließt. So würden folgende Äußerungen Irritationen hervorrufen und vermutlich zu einer Unterbrechung des Gesprächs führen:

7. A: Guten Tag, was darf es sein bitte?
B: ??Guten Tag, ich hätte gerne viel Glück im Leben.

8. A: Guten Tag, was darf es sein bitte?
B: ??Guten Tag, ich bekomme bitte ihre Arbeitshose und die Schürze.

Wenn meine Absicht war, ein Verkaufsgespräch zu führen, war mein Handlungsentwurf nicht angemessen, wenn er die jeweilige Äußerung tatsächlich enthielt, und das unternommene Handeln nicht erfolgreich.

Quantitätsmaxime

a. In Beispiel (14) enthält die Äußerung ich bekomme 200 Gramm Hackfleisch eine konkrete und genaue Mengenangabe. Gibt mir der Verkäufer daraufhin 3000 Gramm Hackfleisch oder bei augenscheinlich ausreichendem Vorrat lediglich die Hälfte der gewünschten Menge, so ist die Quantitätsmaxime verletzt und ich bin irritiert. Das Befolgen meiner Mengenangabe ist andererseits nicht zwingend, im allgemeinen impliziert eine entsprechende Äußerung folgendes:

17. B:ich bekomme 200 Gramm Hackfleisch

+> Geben sie mir ungefähr 200 Gramm, es kann gern auch etwas mehr oder weniger sein

Irritation würde bei mir auch auftreten, wenn der Verkäufer hinter der Fleischtheke tatsächlich auf das Gramm genau abwiegt und hierauf beträchtliche Zeit verwendet.

b. Halb und halb verweist auf das von mir gewünschte Mischungsverhältnis. Der Griff des Verkäufers in die Schale mit reinem Rinderhackfleisch ohne anschließenden Griff in die Schale mit reinem Schweinehackfleisch würde bei mir Verwunderung auslösen, wenn auch vermutlich nicht den Abbruch des Verkaufsvorgangs. Die Annahme des Handelns des Anderen als maximenkonform ließe mich zuerst vermuten, meine Äußerung wäre akustisch nicht richtig verstanden worden; trifft diese Annahme zu, was ich durch Nachfragen erfahren kann, würde ich die Äußerung wiederholen.

Maxime der Art und Weise

a. Sage ich in Beispiel (14) statt 100 Gramm davon mit einer entsprechenden Zeigegeste treten sie bitte zwei Schritte von ihnen aus nach links, strecken sie eine Hand in Höhe ihres Bauchnabels nach vorne, senken sie die Hand um 15 cm undöffnen sie sie, greifen die Teufelssalami, nehmen sie sie mit bis zum Schneidegerät, und schneiden genau so viele Scheiben ab, wie 100 Gramm ergeben verletze ich ganz sicher die dritte Submaxime der Art und Weise, fasse dich kurz. Üblicherweise nimmt man an, eine komplexe Paraphrase enthält für die Durchführung relevante Einzelheiten, was hier nicht der Fall sein kann.
b. Ein anderes Beispiel ist mein vergeblicher Versuch, einem Verkäufer in einem Plattenladen ein bestimmtes Musikstück verbal zu beschreiben, das ich im Radio gehört hatte und dessen Titel ich nicht wußte. Offenbar habe ich die Submaximen der Art und Weise drei und vier verletzt, denn ich bekam die aufgebrachte Antwort bist du verrückt, ich habe tausend Platten, auf die das zutrifft, was du gesagt hast, wi e stellst du dir das denn vor?. Hier führte mein Handlungsplan zur Erwerbung dieses bestimmten Musikstücks nicht zur Erzielung des vorgestellten Endzustands. Die Idealisierung der Kongruenz der Relevanzsysteme hat die Differenz der biographisch verschiedenen Situationen, in denen voneinander verschiedene Relevanzsysteme gründen, nicht überwunden.

Verletzungen der Maximen

Die "Ausschöpfung" oder "Verletzung" der Maximen ist die Gründung von Inferenzen auf der "bemerkenswerten Robustheit" der Annahme der kooperativen Beschaffenheit von Äußerungen: weicht jemand drastisch, vielleicht sogar dramatisch von den Maximen ab, werden seine Äußerungen so irgend möglich immer auf einer tieferen Ebene kooperativ aufgefaßt. Bricht der Sprecher intentional und offensichtlich eine Maxime, kann er den Hörer dazu zwingen, "auf einer Gruppe von Propositionen ausgedehnte Inferenzen zu vollziehen", d.h. unter der Annahme der Übermittlung von sinnhaft angebrachten Inferenzen die Interpretationsfähigkeit der Äußerung und so die Gültigkeit und das Fortbestehen des Kooperationsprinzips zu unterstellen. Das überwölbende Prinzip bleibt gewahrt.

Qualitätsmaxime

a. Nach Grice kann Ironie nur unter zugrundeliegender Kooperationsannahme entstehen, sonst wären Rezipienten von Ironie einfach nur verdutzt; sie können die Ironie nur dann erfolgreich dekodieren, wenn sie Inferenzen vollziehen. Levinson gibt dieses Beispiel:

17. A:Was geschieht, wenn Rußland den Golf und alles Öl blockiert?
B: Ach geh, Großbritannien beherrscht die Meere!

Auch als Gesprächsteilnehmer mit nur ungenauem "Wissen-im-Bekanntsein" von Politik und Wirtschaft weiß ich, daß die Äußerung von B unwahr ist und daß der von A geschilderte Sachverhalt zumindest potentiell möglich ist. Deshalb kann ich annehmen, B versucht nicht, A in die Irre zu führen. Daß B kooperiere, läßt sich nur unter der Annahme aufrechterhalten, B meine etwas anderes als das, was er tatsächlich gesagt hat. "Auf der Suche nach einer verwandten, aber kooperativen Proposition, die B vielleicht zu übermitteln beabsichtigt, gelangen wir zum Gegenteil oder zur Negation des von B gesagten, nämlich daß Großbritannien die Meere nicht beherrscht". Gemäß der Relevanz zu As Äußerung kann nur gemeint sein, daß Großbritannien dann machtlos ist.

a. Der Autobesitzer A, der seinen als gestohlen gemeldeten und wieder aufgefundenen, allerdings beschädigten Wagen vom Hof der Polizei abholt, und froh ist, daß er ihn wieder in seinem Besitz hat, könnte folgende kleine Unterhaltung mit dem Polizeibeamten B haben:

17. A:Gibt es denn irgendwelche Hinweise?

B: Hinweise? Nein, bis jetzt noch nicht, aber es wurde eine Sonderkommission eingerichtet, jeweils zwei Kollegen pro Tag durchkämmen in vier extra bezahlten Sonderschichten die gesamte Stadt. [lacht]

Hier werden bare Unwahrheiten geäußert. Die Äußerung von B funktioniert zum einen als Hinweis darauf, daß A absurden Quatsch erzählt, und zum anderen auf mangelnde personelle Kapazität und finanzielle Mittel in der Wache, so daß man sich um einen einzelnen Autodiebstahl nicht kümmern kann, und die Engpässe so katastrophal sind, daß bereits der Gedanke daran lächerlich ist. Das Lachen unterstützt die Auffassung des Charakters der Äußerung als ironisch.

Das Konzept von gedanklichen Konstruktionen als der jeweiligen gedanklichen Organisation gemäß wird für mich als Beobachter in solchen Beispielen besonders deutlich, in denen bewußt gegen Maxime verstoßen wird. Der Rückgang auf die verwendeten Worte ermöglicht nicht immer das Erkennen der Ironie, es muß ihr Gegenteil bzw. die Umkehrung der scheinbaren Intention entdeckt werden. Der Gebrauch von Ironie ist zumindest aber eine Kollision mit der Quantitätsmaxime.

Die zweite Submaxime der Quantität, Gestalte deinen Beitrag nicht informativer als nötig, impliziert in der Anwendung im nahezu anonymen Kontext einer Fleischtheke im Supermarkt, daß eine Begründung für den Wunsch nach dieser Menge genau dieser Ware nicht gegeben wird. Wenn ich zufälliger Beobachter bin, und folgendes Gespräch mithöre, vermute ich einen von der Kundin unbewußt vorgenommenen Bruch der Quantitätsmaxime:

18. A:Guten Tag, was darf es sein bitte?

B: Guten Tag, also wissen sie, meine Schwester und der ihr Mann kommen heute abend zu Besuch, mit dem Zug um 17:23 aus Stuttgart, sie müßten jetzt gerade durch Kassel durch sein, wissen sie, ihr Mann und die Kinder essen doch auch so gerne Hackbraten, ich brauche anderthalb Kilogramm Hackfleisch, ich mach den immer mit Semmeln und Zwiebeln, und dazu den leckeren Kartoffelbrei von Pfanni, wissen sie, das macht man ja heute nicht mehr selbst, das spart auch eine Menge Arbeit, finden sie nicht auch?

An der Reaktion des Verkäufers kann ich sehen, wie er diesen Wortschwall auffaßt, indem ich seine Perspektive übernehme und so erkenne, was seine Reaktion motiviert. Als anonymer, seine typischen beruflichen Pflichten erfüllender Verkäufer wird er vielleicht lächelnd über die "Antwort" hinwegsehen und eineinhalb Kilogramm Hackfleisch abwiegen, und freundlich fragen darf es sonst noch etwas sein? Zu vermuten ist, daß ein Auszubildender, der weniger Berufserfahrung hat, und diesen Typ "Verkaufsgespräch" nicht oder kaum kennt, tatsächlich verdutzt wäre, und der Ablauf des Verkaufsgesprächs zuerst einmal stockt.

Dieselben Worte würden vermutlich Funktionen ganz anderen Typs erfüllen, wenn sie im Fleischerladen einer Siedlung aus Mehrfamilienhäusern in Flensburg-Weiche geäußert würden, nämlich die Funktionen ‚Klatsch‘ und die Pflege sozialer Kontakte:

19. A:Moin, was darf es sein bitte?

B: Moin, also wissen sie, meine Schwester und der ihr Mann kommen heute abend zu Besuch, mit dem Zug um 17:23 aus Stuttgart, sie müßten jetzt gerade durch Kassel durch sein, wissen sie, ihr Mann und die Kinder essen doch auch so gerne Hackbraten, ich brauche anderthalb Kilogramm Hackfleisch, ich mach den immer mit Semmeln und Zwiebeln, und dazu den leckeren Kartoffelbrei von Pfanni, wissen sie, das macht man ja heute nicht mehr selbst, das spart auch eine Menge Arbeit, finden sie nicht auch?

A: Ach wirklich, ihre Schwester kommt mit der Familie zu Besuch? Das ist aber schön! Dann können wir ja auch einmal unsere Kinder bei ihnen vorbeischicken? Denn wir haben in letzter Zeit nur wenig Ruhe gehabt, und wir wären froh wenn die Kinder mal nicht da sind, und sie verstehen sich doch so gut mit ihren Neffen. Hackbraten ist aber auch was leckeres, das mögen unsere auch gern. [wiegt ab] Darf es sonst noch etwas sein?

Das darf es sonst noch etwas sein? ist in diesem Kontext kein Schritt, der definitiv zur Wiederaufnahme des eigentlich zum Zweck des Verkaufs von Waren begonnenen Gesprächs führt. Innerhalb eines funktionierenden Gesprächskontextes können sich die Beteiligten, die sich in diesem Fall offenbar auch privat kennen, sicher sein, daß innerhalb als angemessenen Rahmens jegliche Äußerung einerseits erlaubt bzw. zulässig ist und andererseits "richtig" verstanden wird. Hier wird gerade das Erkennen des vom Wortlaut eklatant abweichenden ‚gemeinten Sinns‘ beim Mitmenschen fraglos vorausgesetzt. Die Kommunikationssituation ist gegenüber dem Mitgeteilten dominant.

"Klatsch" als Typ von Konversation kann hier nur angedeutet werden. Ich habe weder den Willen noch die Kompetenz für eine abschließende Betrachtung und eine ausführliche und sorgfältig begründete Bewertung dieses Gesprächstyps, noch sollen Beispiele (20) und (21) mehr sein als illustrative Beispiele. So mag es ebenfalls eine berechtigte Frage sein, ob der vermeintliche Sinn des eigentlichen Verkaufsgesprächs einzig die zweckgebundene Konversation zum Zweck des Verkaufs ist, oder ob vielleicht nur eine eher weitgefaßte Definition des Begriffs ihm - dem Konversationstyp wie auch dem Verkaufsgespräch - gerecht werden kann.

Zusammenfassende Betrachtungen

Schlußfolgerungen

Die Einnahme des Standorts des Anderen ermöglicht jeweils beiden Personen typisches, der Situation und der Erwartung des anderen angemessenes Handeln, sowohl verbal wie auch nonverbal.

In Beispiel (19) ist es das Erledigen der Formalitäten und das gemeinsame Aufsuchen des Fahrzeugs auf dem Hof. Der antwortende Polizist B nimmt das Wissen um die Arbeitsbedingungen der Polizei bei A als fraglos vorhanden an, bis zu dem Moment, in dem A seine Äußerung macht. B reagiert auf diese Aufdeckung der Unangemessenheit seiner widerlegten Annahme mit Generierung von Inferenz. A kann die Sprecherintention erkennen, indem er die Gültigkeit der Idealisierung der Kongruenz der Relevanzsysteme in Frage stellt.

Das Vornehmen der kommunikativen Inferenz als Aufstellen eines impliziten "Um-zu- Motivs" ist ein aktiver Prozeß, der prinzipiell nur funktioniert, wenn er auf die Bereitschaft stößt, tiefe Ebenen der Kooperation als vorhanden anzunehmen und nach verborgenem Sinn zu suchen. Die Inferenz wäre damit eine bewußte Entscheidung des Äußernden B für die Ermöglichung der Erfahrung des hinter dem Ernst versteckten Spotts durch den Rezipienten A. In (19) liegt A die Aufdeckung des Motivs des Polizisten B vermutlich eher fern. Die unterschiedliche Auffassung tritt in dieser Szene als unterschwelliger Konflikt auf.

In dem Moment, wo zwar die Idealisierung der Vertauschbarkeit der Standorte greift, nicht aber die Idealisierung der Kongruenz der Relevanzsysteme, erklärt die Generalthese der reziproken Perspektiven den Widerspruch. Für die momentanen Absichten des Einzelnen, besonders des Fragenden, wird deutlich, daß die Annahme der Irrelevanz der jeweils verschiedenen biographischen Situation in einer für die Praxis nicht hinreichenden Weise geschehen ist. In solchen Fällen ist die Rückführung auf die biographisch bestimmte Situation und damit das vermeintlich zugrundeliegende "Weil-Motiv" müßig, vielleicht nicht einmal produktiv.

Für den Rezipienten als Beobachter liegt ein Weil-Motiv vor, das vom Standpunkt des Handelnden aus auf dessen vergangene Erfahrungen verweist, denn diese lassen ihn so handeln, wie er bereits gehandelt hat und wie es biographisch bestimmt ist. Im Beispiel (19) handelt B in ironischer Weise, das Weil-Motiv motiviert den Entwurf seines Handelns selbst und liegt als "echtes Weil-Motiv" dem Beobachter zugänglich als objektive Kategorie vor.

Es stellt sich die Frage, ob der Gebrauch von Ironie in formalen Kontexten zum einen angemessen sein kann und zum anderen, ob nicht ihr häufiger Gebrauch, zumal in der Steigerung Zynismus, hier verstanden als Lebenseinstellung, sie bald zur bloßen Antwortfloskel verkommen läßt und vom sie Benutzenden selbst als lästig bewertet wird. Mein Eindruck ist, daß der Gebrauch häufig mit einer Abwertung der Relevanz des Angesprochenen zusammengeht und der Gebrauch der sprachlichen Mittel als der jeweiligen gedanklichen Organisation gemäß deutlich wird. In der natürlichen Einstellung des alltäglichen Handelns ist eine ironische Entgegnung nicht erwartbar.

Besonderheiten und Selbstreferenz

Für das zufällig mitgehörte Gespräch (1) gilt die Selektion durch meine Bewußtseinsabläufe ebenfalls: als desinteressierter und unbeteiligter Beobachter löse ich die geäußerten Worte aus der unmittelbaren Fragesituation. Ich stehe außerhalb der beobachteten Interaktionsbeziehung und unterliege keiner Erwartung.

Ich erfasse die gedanklichen Gegenstände der Beteiligten, und konstruiere auf diesen meine Konstruktionen "zweiten Grades".

Die Bewertung des Handelns der Interaktanten als verständiges Handeln nehme ich anhand des mir selbst bekannten Wissens um sozial anerkannte Regeln vor. Als abseits stehender Beobachter bin ich aus der Reaktion auf die Situation herausgenommen und kann auch das Gespräch selbst und seinen Wortinhalt typisch zuordnen.

Auch meine Konstruktionen und das gesamte Wissen über die beschriebenen Beispiele sind der Stufe meiner gedanklichen Organisation gemäß. Entsprechend sind es keine reinen und einfachen Tatsachen, sondern durch mein Bewußtsein interpretierte Tatsachen, die ich in einem bestimmten Zusammenhang betrachtet habe. Auch wenn ich damit nur bestimmte ihrer Aspekte erfaßt habe, ist die Möglichkeit des Verstehens der Wirklichkeit zumindest dem Prinzip nach eingeschlossen.

Im bewußten und absichtlichen Bruch mit inhaltlichen Erwartungen, d.h. dem erwarteten Verhalten innerhalb eines typischen Rahmens, liegt ein möglicher Ausgangspunkt für die Betrachtung von Ironie und der Entstehung von Metaphern. Ich deute das hier nur an und verweise auf entsprechende Kapitel bei Levinson (1994), S.112 und besonders S.149ff. Bei Hans-Georg Gadamer finden sich im Aufsatz "Text und Interpretation" sehr aufschlußreiche und fruchtbare Fingerzeige: Wenn das Gegenteil dessen, was man meint, gesagt werden kann, und man sich sicher sein kann, das Gemeinte werde verstanden, dann besteht eine funktionierende Verständigungssituation. Das Ausmaß solcher "Verstellung" hängt von bereits stattgefundener Vorverständigung und des herrschenden Einverständnisses ab. Es wäre Thema einer anderen Arbeit, dieser Errichtung von Kontext, dem Umgang mit "Einverständnis" oder der Möglichkeit des Erkennens eines "Gesprächs" aus Aufreihungen von Sinnbruchstücken genauer nachzugehen.

Literatur

Gadamer (1983): Gadamer, Hans Georg: "Text und Interpretation". In: GadamerLesebuch. Hrsg. von Jean Grondin. - Mohr, Tübingen 1997, S.141-171

Lenke (1995): Lenke, Nils: Grundlagen sprachlicher Kommunikation: Mensch, Welt, Handeln, Sprache, Computer. - Fink, München

Levinson (1994): Levinson, Stephen C.: Pragmatik. 2. Auflage. - Niemeyer, Tübingen, S.1-54 und S.100-168

Schütz (1951): "Das Wählen zwischen Handlungsentwürfen". In: Schütz, Alfred: Das Problem der sozialen Wirklichkeit. Gesammelte Aufsätze Band 1. - Martinus Nijhoff, Den Haag 1971, S.77-109

Schütz (1953): "Wissenschaftliche Interpretation und Alltagsverständnis menschlichen Handelns". In: Schütz, Alfred: Das Problem der sozialen Wirklichkeit. Gesammelte Aufsätze Band 1. - Martinus Nijhoff, Den Haag 1971, S.3-54

22 von 22 Seiten

Details

Titel
"Können sie mirsagen, wie spät es ist?" "Nun, die Läden haben schon geschlossen. "Alfred Schütz` Rahmenerwartungen und die Konversationsimplikaturtheorie von H. Paul Grice
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Veranstaltung
Neuere Ansätze in der Kommunikations- und Handlungstheorie
Note
2
Autor
Jahr
1998
Seiten
22
Katalognummer
V95589
Dateigröße
389 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Inhalt der Arbeit: "Mein Ausgangspunkt ist folgende, alltägliche Szene auf der Straße: zwei einander unbekannte Personenhaben einen kurzen Wortwechsel miteinander, und ich als dritte und unbeteiligte Person stehe zufällig in der Nähe und möchte die Straße an der Ampel überqueren
Schlagworte
Können, Läden, Alfred, Schütz`, Rahmenerwartungen, Konversationsimplikaturtheorie, Paul, Grice, Neuere, Ansätze, Kommunikations-, Handlungstheorie, Henri, Band, Humboldt-UniversitätBerlin, Fachgebiet, Soziologie, Linguistik
Arbeit zitieren
Carsten Raddatz (Autor), 1998, "Können sie mirsagen, wie spät es ist?" "Nun, die Läden haben schon geschlossen. "Alfred Schütz` Rahmenerwartungen und die Konversationsimplikaturtheorie von H. Paul Grice, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95589

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