Print vs. Digital. Haben herkömmliche Print-Medien in Deutschland noch eine Zukunft?


Hausarbeit, 2018

26 Seiten


Leseprobe


Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Medien

3. Print-Medien in Deutschland
3.1 Zeitungen
3.2 Magazine

4. Digitale Medien in Deutschland
4.1 Online-Nachrichten
4.2 Virtual- und Augmented-Reality Inhalte
4.3 Roboterjournalismus

5. Diskussion

6. Fazit & Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Auflagen deutscher Tageszeitungen in Millionen von 1991 - 2018

Abbildung 2: Verkaufte überregionale Tageszeitungen. Statistik von 2010-2015. Prognose ab 2019

Abbildung 3: Auflagen deutscher Publikumszeitschriften in Millionen von 1996 - 2018

Abbildung 4: Verkaufte Print-Auflagen ausgewählter Magazine vom 2. Quartal 2015 bis zum 2. Quartal 2019

Abbildung 5: Nutzung von Online-Zeitungen und -Nachrichtenmagazinen von 2007 bis 2011

Abbildung 6: Prognose über die nächsten 5-10 Jahre, in welchen Bereichen VR/AR einen starken Einfluss haben wird

Abbildung 7: Umsatzentwicklung von VR/AR-Produkten von 2016 - 2019 in Millionen Euro. Prognose bis 2020. (Statista 2017)

Abbildung 8: Umfrageergebnis zum Thema Roboterjournalismus

Abbildung 9: Umfrageergebnisse zum Thema KI

Abbildung 10: Umfrageergebnis zum Thema Print-Medien

Abbildung 11: Anzahl der Smartphone-Nutzer von 2009-2018 in Deutschland in Millionen

Abbildung 12: Anteil an Smartphone-Nutzern bezüglich verschiedener Funktionen

1 Einleitung

Aufgrund der vorhandenen Technologien und dem damit verbundenen rasanten Wandel aller Branchen der Ökonomie ändert sich dementsprechend das Nutzerverhalten von Kunden auf jeglicher Ebene. Auch der Journalismus und das Verlagswesen ist davon nicht ausgenommen. Die Globalisierung ermöglicht einen Zugang zu Informationen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehnisse weltweit nahezu in Echtzeit. Aufgrund des enormen Informationsflusses und dem Zugang des Großteils der Weltbevölkerung zum Internet hat die Medienbranche einen enormen Wandel erfahren.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Nutzerverhalten der Deutschen bezüglich des Konsums von journalistischen Produkten. Hierbei liegt der Fokus auf Print-Medien und digitalen Medien, insbesondere von Virtual- und Augmented Reality Inhalten. Grundlage für diese Abhandlung bildet eine Umfrage, welche im Jahre 2018 durch die Statista und nextMedia.Hamburg initiiert wurde. Ferner wird ein Ausblick über das mittelfristige Verhalten der Deutschen im Bezug auf den Konsum von derartigen Medienprodukten gegeben.

2 Definition Medien

Bevor auf die Ergebnisse der Studie sowie die einzelnen Medienformate eingegangen wird, bedarf es der Begriffsdefinition der Medien als Übermittlungsinstrument von Informationen und Botschaften im Allgemeinen. Generell erfüllen Medien vier verschiedene Funktionen. Sie dienen zum einen der Beobachtung, d.h. der Wahrnehmungserweiterung von Personen. Hierbei werden „keine spezifischen Inhalte“1 vermittelt2.

Darüber hinaus können Medien der Speicherung und Bearbeitung von Informationen dienen. Durch das Verfassen von Informationen in schriftlicher Form oder beispielsweise dem Festhalten von visuellen Inhalten in Form von Fotografien oder Filmaufnahmen kann das Gedächtnis des Menschen erweitert werden.3 Dieser kann sich somit der festgehaltenen Informationen bedienen und diese bei Bedarf abrufen.

Ein weiterer Anwendungsbereich von Medien findet sich in der Übertragung von Informationen. Das bedeutet, dass Medien auch schlichtweg zur Vermittlung von Nachrichten in visueller, oraler oder schriftlicher Form, oder einer Kombination aus diesen, verwendet werden können.4

Die Kommunikationsfunktion von Medien hingegen ist als eine Art Kombination all der bereits erwähnten Funktionen zu betrachten. Im Rahmen dieser ergeben sich innovative und neue Möglichkeiten der Informationsübertragung.5

Abhängig von der räumlichen Entfernung des Empfängers zur Informationsquelle spricht man von primären, sekundären oder tertiären Medien. So beschreiben primäre Medien die direkte Interaktion zwischen Personen mittels beispielsweise Gestik und Mimik. Sekundäre Medien sind z.B. geschriebene Texte und tertiäre Filme, Podcasts oder Ähnliches.6

3. Print-Medien in Deutschland

In diesem Abschnitt wird ein Überblick über die Absatzzahlen zweier gängiger Print-Medien gegeben, da diese in der vergleichenden Bewertung der digitalen und Print-Medien einfließen. Zunächst wird auf Zeitungen eingegangen und im Folgenden auf Magazine bzw. Zeitschriften, welche als Synonym verwendet werden können.

3.1 Zeitungen

Laut einer Statistik wurden im Jahr 2016 ca. 15,3 Millionen Ausgaben von insgesamt 333 Tageszeitungen verkauft, davon waren 318 lokale Tageszeitungen. Abonnementtageszeitungen erleben seit 2010 einen stetigen Rückgang. Ebenso betrifft der Rückgang Tageszeitungen im Allgemeinen. Noch aktuellere Zahlen unterstreichen ebendiesen Trend. Abbildung 2 gibt einen Überblick über die Absatzentwicklung überregionaler Tageszeitungen im Zeitraum von 2010 bis 2019 und beinhaltet prognostizierte Absatzzahlen für das Jahr 2025. Im zweiten Quartal des Jahres 2019 wurden 2,38 Millionen Tageszeitungen verkauft. In demselben Quartal des Vorjahres war die Absatzzahl rund 8% höher. Noch drastischer ist ein Vergleich mit dem zweiten Quartal des Jahrs 2010, in dem der Absatz bei 4,4 Millionen lag. Insbesondere ist die Tageszeitung BILD von der angesprochenen Absatzkrise betroffen. So hat diese Tageszeitung im Jahresvergleich ein Absatzminus von 9,2% vorzuweisen. Prognosen für die Zukunft sehen Grafik entnommen aus Statista 2019a mittelfristig kein Ende dieser Entwicklung. Im zweiten Quartal des Jahres 2025 soll die Verkaufszahl an überregionalen Tageszeitungen auf 1,5 Millionen gesunken sein.7 8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mehr als die Hälfte aller verkauften Zeitungsexemplare gehen auf die zehn größten Verlagsgruppen zurück. Der starke Umsatzrückgang, sehen die Verlage insbesondere durch Defizite in den Werbeeinnahmen begründet. Dies ist insbesondere auf die starke Konkurrenz durch das Internet zurückzuführen. Im Jahre 2009 übertraf erstmals der Erlös aus dem Vertrieb die Werbeeinnahmen, welche traditionell die Haupteinnahmequelle der Verlage war. Aufgrund dieser Entwicklungen haben steigen die Verlage verstärkt auf E-Paper um, welche im Jahr 2013 bereits Verkaufszahlen von rund 500.000 Exemplaren erreichten.9

3.2 Magazine

Magazine sind jene Print-Medien, die regelmäßig häufiger als nur einmal pro Jahr erscheinen und nicht unter die Definition einer Tageszeitung fallen. Zu Magazinen zählen beispielsweise Fachzeitschriften und Publikumszeitschriften. Im Jahr 2016 lag die Anzahl an Zeitschriftentiteln bei 3893.10

Analog zum vorherig dargestellten Absatztrend sind die Entwicklungen des Absatzes für Magazine aufzufassen. Die größten Absatzzahlen verbuchen dabei TV-Zeitschriften. So sind die ersten sechs beliebtesten Magazine TV-Zeitschriften. Die Zeitschrift TV 14 ist mit 1,3 Millionen verkauften Ausgaben im ersten Quartal des Jahres 2019 die beliebteste, auf dem zweiten Platz liegt die Hörzu mit 950.000 verkaufen Exemplaren.11 12

In Abbildung 3 sind die Absatzzahlen der Publikumszeitschriften von 1996 bis 2018 dargestellt. Der Trend ist insgesamt negativ, wenngleich der Rückgang prozentual nicht so stark wie für Tageszeitungen (vgl. Abbildung 1) ausfällt.

Abbildung 4 stellt die Absatzentwicklung von drei ausgewählten Zeitschriften im Zeitraum vom 2. Quartal 2015 bis zum zweiten Quartal 2019 dar. Ein durchgehend rückläufiger Trend hinsichtlich der Absatzzahlen ist für alle der drei vorgestellten Magazine erkennbar, wenn auch mit unterschiedlich starker Ausprägung.

4. Digitale Medien in Deutschland

In diesem Abschnitt wird ein kurzer Überblick über digitale Medien gegeben. Eine Analyse der Popularität dieser ist für den folgenden Vergleich zwischen digitalen und Print-Medien notwendig.13

4.1 Online-Nachrichten

Mehr als die Hälfte aller Deutschen verwenden das Internet zum Lesen von Nachrichten. Nicht nur in Deutschland erfährt dieses Medium seit Jahren einen Wachstum an Popularität, auch in anderen europäischen Ländern ist diese Entwicklung erkennbar. In Skandinavien liegt dieser Anteil der Bevölkerung teilweise gar bei mehr als 70%. Die Popularität dieses digitalen Mediums gilt als einer der Hauptgründe für die Auflagenkrise, in der sich die Zeitschriften und Tageszeitungen derzeitig befinden (siehe Kapitel 3). Die Financial Times wurde im Jahre 2012 sogar ganz eingestellt.14 15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 visualisiert das Nutzungsverhalten einiger europäischer Länder bezüglich Online-Zeitungen und-Nachrichtenmagazinen von 2007 bis 2011. Der rasante Anstieg derjenigen, die Online Nachrichten lesen ist insbesondere in Deutschland innerhalb von 2 Jahren rasant gestiegen. Heutzutage liegt dieser Anteil noch höher.

4.2 Virtual- und Augmented-Reality Inhalte

Augmented Reality (AR) erlebt seit einigen Jahren ein enormes Wachstum an Popularität. Dies ist auf die Einsetzbarkeit der Technologie in einer großen Vielzahl an Branchen zurückzuführen. Dennoch ist diese Technologie nicht neu. Studien ergaben, dass diese bereits das erste mal im Jahr 1992 namentlich genannte wurde und erste Anwendungen bereits Ende der 19060er Jahre bestanden. Dennoch ist die Technologie erst seit neuestem derartig ausgereift, dass diese auch für den Verbrauchermarkt massentauglich ist. Als Beispiel sei an dieser Stelle das Smartphone-Spiel Pokémon Go genannt, dass sich intensiv dieser Technologie bedient und seit seiner Veröffentlichung fortlaufend neue Rekorde im Hinblick auf aktive Benutzer und Umsatzzahlen verzeichnet.16

Umfragen belegen, dass den Technologien VR und AR ein großer Einfluss auf die künftige Nutzung von Medien nachgesagt wird. So behaupten rund drei Viertel der Teilnehmer einer Studie, dass diese Technologien einen außerordentlich starken Einfluss auf die Mediennutzung haben werden und rund zwei Drittel, dass der Einfluss groß sein wird. Dabei haben erst ca. die Hälfte der Studienteilnehmer tatsächlich bereits Kontakt mit den genannten Technologien gehabt. Die Ergebnisse der Studie „Deutscher Markenreport 2017“ sind in Abbildung 6 dargestellt. Insbesondere ist die Prognose bezüglich des Einflusses auf die Mediennutzung hervorzuheben. Hier sehen 77% der Befragten einen großen Einfluss von VR und AR in den nächsten 50-10 Jahren.17

[...]


1 SRH 2015, 12

2 Vgl. ebd.

3 SRH 2015, 12

4 SRH 2015, S. 12

5 SRH 2015, S. 13

6 Ebd.

7 Statista 2019b

8 Grafik entnommen aus Statista 2019b

9 SRH 2014, S. 41-42

10 HBI 2017, S. 13

11 Statista 2019c

12 Grafik entnommen aus Statista 2019d

12 Grafik entnommen aus Statista 2019c

14 Statista 2012

15 Grafik entnommen aus ebd.

16 PWC 2016, S. 7-10

17 AW 2017

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Print vs. Digital. Haben herkömmliche Print-Medien in Deutschland noch eine Zukunft?
Hochschule
SRH Fernhochschule
Autor
Jahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V956125
ISBN (eBook)
9783346300256
ISBN (Buch)
9783346300263
Sprache
Deutsch
Schlagworte
print, digital, haben, print-medien, deutschland, zukunft
Arbeit zitieren
Julia Schierle (Autor:in), 2018, Print vs. Digital. Haben herkömmliche Print-Medien in Deutschland noch eine Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956125

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