Das Hauptaugenmerk dieser Querschnittsstudie richtet sich auf die Prüfung des Zusammenhangs von beruflicher Selbstwirksamkeit und arbeitsbedingtem Stress. Zudem wird das Selbstwirksamkeitserleben von Arbeitnehmern mit und ohne Führungsverantwortung mittels eines Gruppenvergleiches beleuchtet. Weiterhin wird die postulierte positive Korrelation zwischen den Konstrukten Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit untersucht. Die Stichprobe besteht aus 519 Probanden, die allesamt einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen und in Form einer quantitativen Online-Studie befragt wurden.
Die Arbeit folgt dabei nachstehendem Aufbau. Im Anschluss an die Einleitung werden im zweiten Abschnitt die theoretischen Grundlagen, welche einen detaillierten Überblick über die drei relevanten Konstrukte geben, erläutert. Zusammen mit einem Einblick in den bisherigen Forschungsstand werden in diesem Abschnitt die zu untersuchenden Forschungshypothesen abgeleitet. Der dritte Abschnitt befasst sich mit der Methodik. Hierbei wird neben dem methodischen Vorgehen bei der empirischen Studie, der Stichprobe und dem konzipierten Forschungsinstrument außerdem die Durchführung der Datenerhebung und die geplante Datenauswertung beleuchtet. Darauffolgend werden im vierten Kapitel die Ergebnisse dargelegt. Neben den deskriptiven Statistiken werden dabei auch die Ergebnisse der Hypothesentests beschrieben. Im letzten Abschnitt werden die gewonnenen Forschungsergebnisse schließlich interpretiert. Zudem werden in diesem Abschnitt die Limitationen der Studie aufgezeigt und resultierend aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Ausblick für künftige Untersuchungen und Maßnahmen abgeleitet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Selbstwirksamkeit
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Die sozial-kognitive Theorie nach Bandura
2.1.3 Dimensionen der Selbstwirksamkeit
2.1.4 Quellen der Selbstwirksamkeit
2.1.5 Empirische Befunde
2.2 Stress
2.2.1 Begriffsdefinitionen
2.2.2 Transaktionales Stressmodell
2.2.3 Auswirkungen von Stress
2.2.4 Stressbewältigung & -prävention
2.2.5 Empirische Befunde
2.3 Achtsamkeit
2.3.1 Begriffsdefinition
2.3.2 Achtsamkeit in der Arbeitswelt
2.3.3 Mindfulness Based Stress Reduction
2.3.4 Empirische Befunde
2.4 Stand der Forschung
2.5 Fragestellung und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Stichprobe
3.3 Forschungsinstrument
3.3.1 Soziodemografische Items
3.3.2 Skala der beruflichen Selbstwirksamkeit
3.3.3 Maslach Burnout Inventar
3.3.4 Achtsamkeit
3.4 Durchführung der Datenerhebung
3.5 Datenaufbereitung und Datenauswertung
3.5.1 Testung Hypothese 1 und 2
3.5.2 Testung Hypothese 3
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Beantwortung der Forschungshypothesen
4.2.1 Ergebnisse Hypothese 1
4.2.2 Ergebnisse Hypothese 2
4.2.3 Ergebnisse Hypothese 3
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Studie
5.3 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen beruflicher Selbstwirksamkeit und arbeitsbedingtem Stressempfinden bei Vollzeitbeschäftigten sowie die Rolle der Achtsamkeit als förderlicher Faktor für die Stressbewältigung. Dabei wird insbesondere beleuchtet, ob sich Unterschiede in der Selbstwirksamkeit bei Arbeitnehmern mit und ohne Führungsverantwortung zeigen, um daraus Empfehlungen für Personalentwicklungsmaßnahmen abzuleiten.
- Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und arbeitsbedingtem Stress
- Einfluss von Achtsamkeit auf die berufliche Selbstwirksamkeit
- Vergleich des Selbstwirksamkeitserlebens zwischen Führungskräften und Angestellten
- Relevanz psychologischer Ressourcen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Ableitung von Ansätzen für die Personalentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1 Selbstwirksamkeit
„Do you believe in yourself? Do you know that you have what it takes to be successful? Do you believe it is all within you?“ (Luthans, Youssef, & Avolio, 2007, S. 33). Diese Fragen beschreiben laut der Autoren Luthans et al. (2007) die Charakteristik des Konstruktes Selbstwirksamkeit, das in diesem Abschnitt genauer beleuchtet werden soll.
2.1.1 Begriffsdefinition
Unter Selbstwirksamkeit versteht man die „subjektive Gewissheit, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenz bewältigen zu können.“ (Schwarzer & Jerusalem, 2002, S. 35). Laut einer weiterführenden Definition von Kaluza (2018) meint die Erwartung an die Selbstwirksamkeit das optimistische Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten.
2.1.2 Die sozial-kognitive Theorie nach Bandura
Das Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung1 fußt auf der sozial-kognitiven Theorie von Bandura (1997), welche beschreibt, dass durch die subjektive Selbstwirksamkeitserwartung einer Person sowohl kognitive, motivationale, aktionale als auch emotionale Prozesse und die daraus resultierenden Handlungen gesteuert werden (Urton, 2017):
§ Das Denken – wird das Denken von optimistischen Lösungsvorschlägen bestimmt oder von Gedanken des Versagens?
§ Die Gefühle – wird die Situation voller Zuversicht empfunden oder stehen Stress und Angst im Vordergrund?
§ Die Motivation – wieviel Aufwand wird betrieben, um die Situation zu meistern?
§ Die Auswahl von Situationen – wird eher eine leicht zu bewältigende oder eine anspruchsvolle Situation gesucht?
Je nach Grad der Selbstwirksamkeit werden unterschiedliche Handlungsoptionen gewählt. In Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung ihre Chancen bei der Bewältigung einer Aufgabe, mit der sie keinerlei Erfahrung hatten, höher einschätzten, als Probanden mit geringer Selbstwirksamkeit. Dementsprechend führten sie die Aufgabe mit einer höheren Motivation und Ausdauer aus und waren zudem weniger frustriert, sobald sie scheiterten (Jerusalem, 1990).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von beruflicher Selbstwirksamkeit, Stress und Achtsamkeit ein und begründet die Untersuchung an einer Stichprobe von Vollzeitbeschäftigten.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der drei Konstrukte Selbstwirksamkeit, Stress und Achtsamkeit und leitet die Forschungshypothesen ab.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen der Querschnittsstudie, die Stichprobenzusammensetzung sowie die eingesetzten psychometrischen Fragebögen detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Statistiken und die statistischen Analysen zur Überprüfung der drei aufgestellten Forschungshypothesen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier interpretiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet, gefolgt von einer Reflexion der Limitationen sowie einem Ausblick auf künftige Forschung.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeit, Stress, Achtsamkeit, Stressbewältigung, Personalentwicklung, Burnout, Resilienz, Arbeitswelt, Führungsverantwortung, Arbeitnehmer, Gesundheitsmanagement, psychische Gesundheit, Ressourcen, psychologische Belastung, Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel von beruflicher Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und arbeitsbedingtem Stress und analysiert, wie diese Faktoren die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themenfelder sind die psychologischen Ressourcen des Einzelnen, die Mechanismen der Stressentstehung und -bewältigung sowie die Rolle der Achtsamkeit in modernen Arbeitswelten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, ob eine hohe berufliche Selbstwirksamkeit mit geringerem Stressempfinden korreliert und ob Achtsamkeit als förderlicher Faktor zur Stressbewältigung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein quantitatives, korrelatives Forschungsdesign angewandt. Die Daten wurden mittels einer Online-Querschnittsbefragung erhoben und anschließend statistisch ausgewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung der Konstrukte, die methodische Vorgehensweise bei der Erhebung (inklusive Testinstrumente) sowie die Präsentation und Interpretation der empirischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Selbstwirksamkeit, Stress, Achtsamkeit, Personalentwicklung und Burnout, da diese die Kernaspekte der Untersuchung definieren.
Welche Rolle spielt die Führungsverantwortung in den Ergebnissen?
Die Arbeit zeigt, dass Angestellte mit Führungsverantwortung über eine statistisch signifikant höhere berufliche Selbstwirksamkeit verfügen als Angestellte ohne solche Verantwortung.
Warum ist die Untersuchung von Vollzeitbeschäftigten relevant?
Vollzeitbeschäftigte sind besonders geeignet, um berufsbedingte Belastungen von privatem Stress zu differenzieren, da ihre berufliche Tätigkeit einen signifikanten Teil ihrer mentalen und zeitlichen Kapazitäten einnimmt.
- Arbeit zitieren
- Marie-Sophie Weinmann (Autor:in), 2020, Die Auswirkung von Selbstwirksamkeit auf Stressempfinden. Fördert Achtsamkeit die Stressbewältigung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956142