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Die Marienthal-Studie. Erkenntnisgewinn durch Triangulation?

Titel: Die Marienthal-Studie. Erkenntnisgewinn durch Triangulation?

Hausarbeit , 2020 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der bahnbrechendsten Untersuchungen zu den psychologischen und sozialen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit stellt die Marienthal-Studie dar. Eine Gruppe von österreichischen Forschern führte im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929/1930 eine umfangreiche Untersuchung des Dorfes Marienthal durch, wo die Schließung des einzigen Industriebtriebs den Arbeitsplatzverlust fast aller Einwohner zur Folgte hatte. Die Studie gilt heute als Meilenstein in der empirischen Sozialforschung, da sie als erste die soziopsychologischen Wirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit untersuchte und eine Reihe moderner und neuer Forschungsmethoden anwendete, die auch den gegenwärtigen wissenschaftlichen Standards genügen (Jahoda et al. [1975] 2018). Die Studie zeigte außerdem eindeutig, dass Massenarbeitslosigkeit nicht wie angenommen, zu einer sozialistischen Revolution führt, sondern eine passive und resignierte Haltung der Betroffenen herbeiführt (Müller 2008). Des Weiteren ist die Studie durch ihre spezielle Kombination von qualitativen und quantitativen Erhebungsverfahren bekannt, die gewinnbringend eingesetzt wurden und zur Beantwortung der Forschungsfragen dienten.

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich folgende Arbeit auf die verwendeten qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden. Ziel ist es zu überprüfen, inwieweit die Methodentriangulation und die Hinzunahme quantitativer Erhebungsmethoden zu einem zusätzlichen Erkenntnisgewinn beigetragen hat. Zur Beantwortung der aufgeworfenen Fragestellung bedarf es zunächst eines analytischen Rahmens. Als theoretische Grundlage dient in Kapitel 2 das qualitative und quantitative Paradigma der empirischen Sozialforschung, deren Grundvorstellungen und Axiome dargestellt und erörtert werden. Im Anschluss erfolgt eine Beurteilung darüber, ob die Marienthal-Studie tatsächlich auf den Grundvorstellungen des qualitativen Paradigmas aufbaut. Kapitel 3 konzentriert sich ausschließlich auf die Herausarbeitung der verwendeten Forschungsmethoden. Diese werden hinsichtlich ihres Erkenntnisgewinnes analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf den quantifizierenden Erhebungsmethoden liegt. In Kapitel 5 werden die wichtigsten Ergebnisse nochmals zusammengetragen und ein abschließendes Fazit darüber gegeben, ob eine erfolgreiche Methodentriangulation durch die Verwendung quantifizierender Erhebungsverfahren gegeben ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marienthal-Studie auf Boden des qualitativen Forschungsparadigmas

2.1 Das qualitative Paradigma

2.2 Das quantitative Paradigma

2.3 Einordnung der Marienthal-Studie

3. Methodentriangulation

3.1 Qualitative Methoden der Marienthal-Studie – Erkenntnisse

3.2 Quantitative Methoden der Marienthal-Studie – Erkenntnisse

3.3 Erkenntnisgewinn durch den Einsatz quantitativer Methoden

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Marienthal-Studie hinsichtlich ihrer methodischen Vorgehensweise und analysiert, inwieweit die dort angewandte Methodentriangulation einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn zur Erforschung der psychologischen und sozialen Folgen von Arbeitslosigkeit beigetragen hat.

  • Grundlagen des qualitativen und quantitativen Forschungsparadigmas
  • Einordnung der Marienthal-Studie in das qualitative Forschungsparadigma
  • Analyse der kombinierten qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden
  • Bewertung des Erkenntnisgewinns durch Methodentriangulation

Auszug aus dem Buch

3. Methodentriangulation

Die Marienthal-Studie gilt allgemein als Paradebeispiel einer erfolgreichen Triangulation von Methoden. Unter Triangulation versteht man „die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven auf einen untersuchten Gegenstand oder“ auf die Beantwortung von Forschungsfragen (Flick 2011: 12). Dies kann sich sowohl auf die unterschiedlichen Forschungsmethoden als auch auf die theoretischen Konstrukte beziehen. Obwohl auf Grundlage der in Kapitel 2.3 vorgenommenen Analyse die Studie eindeutig dem qualitativen Forschungsparadigma zuzuordnen ist, werden neben qualitativen Methoden auch typisch quantitative Erhebungsverfahren verwendet, die gewinnbringend zur Erreichung der Forschungsziele eingesetzt wurden. Diese Mischung von Methoden ist in bestimmten Fällen vorteilhaft, kann jedoch bis zu einem gewissen Grad vorgenommen werden. Eine Triangulation der qualitativen und quantitativen Forschungsparadigmen ist jedoch aufgrund der völlig verschiedenen Grundannahmen in der empirischen Sozialforschung nicht möglich (Schumann 2018: 168).

Im nächsten Schritt werden daher die qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden herausgearbeitet und die damit verbundenen Erkenntnisse vorgestellt. Es gilt zu klären, in welchem Maße die Hinzunahme quantitativer Methoden zu einem größeren Erkenntnisgewinn beitragen und somit die Erreichung der Forschungsziele unterstützen. Die Anwendung quantifizierender Verfahren und die erzielten Ergebnisse in Forschungen, die auf dem humanistischen Paradigma beruhen, müssen selbstverständlich aus einer anderen Perspektive interpretiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arbeitslosigkeit ein und stellt die Marienthal-Studie als wegweisende Untersuchung für die sozialwissenschaftliche Forschung vor, deren Zielsetzung die Analyse von Forschungsmethoden durch Triangulation ist.

2. Marienthal-Studie auf Boden des qualitativen Forschungsparadigmas: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des qualitativen und quantitativen Paradigmas erarbeitet und die Marienthal-Studie anschließend primär dem qualitativen Ansatz zugeordnet.

3. Methodentriangulation: Das Kapitel widmet sich der konkreten Anwendung von qualitativen und quantitativen Methoden in der Studie und prüft, wie deren Kombination zu einem tieferen Verständnis der untersuchten sozialen Phänomene beiträgt.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt, dass die gelungene Methodentriangulation wesentlich zum Erkenntnisgewinn der Studie beigetragen hat.

Schlüsselwörter

Marienthal-Studie, Arbeitslosigkeit, Methodentriangulation, qualitative Sozialforschung, quantitative Sozialforschung, Forschungsparadigma, empirische Sozialforschung, soziopsychologische Folgen, Einzelfallanalyse, Datenerhebung, Erkenntnisgewinn, Humanismus, soziale Phänomene, Forschungsmethoden, Langzeitarbeitslosigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die methodische Gestaltung der klassischen Marienthal-Studie und untersucht insbesondere, wie die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden zu einer ganzheitlichen Erforschung der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit beigetragen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Paradigmen der empirischen Sozialforschung, die historische Bedeutung der Marienthal-Studie sowie die praktische Anwendung und Interpretation von Methoden der Datenerhebung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu überprüfen, ob die in der Marienthal-Studie vorgenommene Methodentriangulation und die Einbindung quantitativer Verfahren tatsächlich zu einem erweiterten Erkenntnisgewinn über die Folgen von Arbeitslosigkeit geführt haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf dem Modell qualitativen Denkens nach Mayring, um sowohl das qualitative als auch das quantitative Paradigma und die in der Marienthal-Studie angewandten Methoden systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Forschungsparadigmen, eine Analyse der spezifischen qualitativen und quantitativen Methoden (wie Katasterblätter, Interviews oder Beobachtungen) sowie eine Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Marienthal-Studie, Arbeitslosigkeit, Methodentriangulation, qualitative sowie quantitative Sozialforschung und die soziopsychologischen Folgen von Massenarbeitslosigkeit.

Was zeichnet die Methodik der Marienthal-Studie im Vergleich zu anderen Studien aus?

Die Studie ist ein Paradebeispiel für Triangulation, da sie trotz ihrer qualitativen Grundausrichtung erfolgreich quantitative Daten einsetzte, um Beobachtungen zu untermauern und das Phänomen der „müden Gemeinschaft“ empirisch zu belegen.

Zu welchem Schluss kommt der Autor bezüglich der Forschungsfrage?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Methodentriangulation in der Marienthal-Studie erfolgreich war, da die ergänzenden quantitativen Verfahren einen wesentlichen Beitrag zur facettenreichen Darstellung der Lebenssituation der Bewohner leisteten.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Marienthal-Studie. Erkenntnisgewinn durch Triangulation?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Politikwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
27
Katalognummer
V956175
ISBN (eBook)
9783346298201
ISBN (Buch)
9783346298218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marienthal-Studie Triangulation Methoden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die Marienthal-Studie. Erkenntnisgewinn durch Triangulation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956175
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