Mann, Thomas - Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull


Referat / Aufsatz (Schule), 1999

5 Seiten, Note: 1


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Bekenntnisse des Hoch- staplers Felix Krull

Thomas Mann

Angaben zum Autor:

Thomas Mann wurde am 06. Juni 1875 in Lübeck geboren. Nach einer kurzen Laufbahn als Redakteur des „Simplicissimus“ lebte er als freier Schriftsteller; seinen Erfolg belegte die Verleihung des Nobelpreises für Literatur im Jahre 1929 .

Aufgrund politisch umstrittener Werke wurde 1933, während eines Auslandsaufenthaltes, sein Vermögen konfisziert. Er kehrte nicht nach Deutschland zurück sondern bekannte sich zur Emigration und nahm die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft an.

Dieser Schritt hatte die Ausbürgerung aus Deutschland 1936 zur Folge. Mann exilierte später in die USA, wo er 1944 amerikanischer Staatsangehöriger wurde.

Er starb am 12. August 1955 in Zürich.

Seine berühmtesten Werke:

„Buddenbrooks“ (1901)

„Der Tod in Venedig“ (1912)

„Der Zauberberg“ (1924)

„Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (1954)

Interpretationspunkte:

Orte der Handlung: Rheingau

Frankfurt am Main

Paris

Lissabon

Zeit der Handlung: Ende des 19. Jahrhunderts Gattungsform: Epik

Textgattung: Roman

Sprache: Prosasprache, fremdsprachige Passagen (Englisch, Französisch, Italienisch)

Aufbau: Rahmenhandlung, Erstes Buch: neun Kapitel Zweites Buch: neun Kapitel Drittes Buch: elf Kapitel

Thematik: Gegensatz zwischen Sein und Schein, Manipulation des Menschen, Möglichkeiten und Seitenpfade des Lebensweges

Inhaltsangabe:

Thomas Manns Werk „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ beschäftigt sich ausführlich mit dem aussergewöhnlichen Leben des nahezu jeder Situa- tion gewachsenen und unsagbar talentierten Felix Krull. Die „fiktive Autobiographie“ beschreibt Krulls Dasein von der einzelgän- gerischen Kindheit , in der sich seine Begabung zur Verstellung sowie zur erstaunlichen Selbstkontrolle bereits herauskristallisiert, bis hin zur späten Jugend.

Nach dem Tode des geliebten Vaters, nutzt Krull überlegt die ihm sich bietenden Chancen, den Seitenpfaden des Lebens zu folgen. Sein Weg führt ihn nach Paris, wo sich ihm die Möglichkeit offenbart, die Identität mit einem Marquis zu tauschen und eine Weltreise anzutreten. Krull gebraucht seine ihm angeborenen Befähigungen und folgt dieser glücklichen Fügung des Schicksals.

Erzählsituation:

Ich-Erzähler, der sich oft und gerne an den Leser wendet, und ihn im Verlauf des Buches gar verschiedentlich charakterisiert (z.B.:„Hier, ernsthafter Leser, [...]“,

Seite 123,„[...] der feinfühlende Leser [...]“, Seite 288).

Stellenweise durchbricht der Autor den chronologischen Zeitablauf sei- ner Erzählung, um Begebenheit en aus der Zukunft vorwegzunehmen. Es scheint jedoch, als wäre ein solches Verhalten teils unbeabsichtigt und impulsiv vom Schriftsteller an den Tag gelegt worden; kennzeichnend dafür stehen Kommentare, in denen er sich selbst zur Mäßigung anhält :

„[...] - hier mußich meiner Feder Zügel anlegen und der Versuchung, gleich alles vorauszusagen, aus Berechnung noch etwas widerstehen.“„[...], so täte ich Unrecht, wenn ich mich nicht den hauptsächlichsten Regeln und Maximen unterwürfe, [...], in-dem ich meiner Neigung nachgäbe, sofort das Beste auszuschwatzen und gleichsam mein Pulver vorzeitig zu verpuffen.“(Seite 90)

Stellungnahme:

Thomas Manns Lektüre hat mich in Bezug auf sein schriftstellerisches Können, und seine extravagante, gleichzeitig ein wenig überzeichnete, Ausdrucksweise, sehr beeindruckt.

Trotzdem habe ich das Buch - „Der Memoiren Erster Teil“ - als unbefriedigend und teilweise langatmig empfunden. Unbefriedigend in erster Linie deshalb, weil der Schluss für meine Begriffe extrem abrupt und unerwartet eintrat, das Geschehen gewissermaßen brutal unterbrach, und mich als Leser relativ frustriert zurückließ.

Langeweile hingegen empfand ich vorrangig bei stellenweise wortrei- chen und philosophischen Gedankengängen, welche die Handlung in keiner Weise vorantrieben. Hierzu zähle ich Krulls Konversation mit Pro- fessor Kuckuck, die sich unter Anderem mit dem Sinn des Seins befasste.

Ich empfand das Buch weiters als sehr anspruchsvoll, bezogen sowohl auf die vielschichtige Persönlichkeit der Hauptfigur, als auch auf umfassende Sprachkenntnisse, die der Autor voraussetzt, um in den vollendeten Genuss seines Werkes zu kommen. Die Absicht, die dahintersteckt, Englisch, Französisch und sogar Italienisch in einer derart erschöpfenden Art und Weise in die Lektüre einfließen zu lassen, blieb mir verborgen. Ich mutmaße, dass es ihm darum ging, eine gewisse Atmosphäre zu schaffen und sie dem Leser auf diesem Wege zu vermitteln.

Noch zu erwähnen wäre, dass ich eine gewisse Sympathie für Krull hege, die einerseits darin wurzelt, dass er sich niemals falscher Bescheidenheit hingab, sich jedoch andererseits um den Leser sozusagen „bemühte“; seine Beweggründe erläuterte und sein Verhalten rechtfertigte, als ob ihm an der Meinung des Lesers etwas läge.

Quellen: Internet

5 von 5 Seiten

Details

Titel
Mann, Thomas - Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
5
Katalognummer
V95620
Dateigröße
404 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Mir ist bewusst, dass bereits eine Abhandlung über "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" in hausarbeiten.de vertreten ist, ich bin jedoch der Meinung, dass meine Arbeit andere Perspektiven eröffnet.
Schlagworte
Thomas Mann, Felix Krull
Arbeit zitieren
Carmen Kummer (Autor), 1999, Mann, Thomas - Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95620

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