In der Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigt, was Staunen überhaut bedeutet, wie es ausgelöst wird und welche Wirkung es auf den Betrachter hat. Dabei werden verschiedene Positionen herangezogen, um einen Überblick zu verschaffen. Im zweiten Teil wird auf die künstlerische Umsetzung des Autors zu dieser Thematik eingegangen. Dabei wird der Entstehungsprozess beschrieben und darauf eingegangen, auf welche Weise von den Werken verschiedene Künstler beeinflusst und inspiriert wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Staunen
1.1 Definition von Staunen
1.2 Staunen in der Kunst
2. Staunen in der Philosophie
2.1 Wortdefinition Staunen
3. Staunen als ästhetische Praxis
3.1 Definition Imagination
3.2 Funktion und Wirkung der Imagination
4. Ausarbeitung praktische Arbeit
4.1 Beschreibung meiner Arbeit
4.2 Wirkung durch Irritation
4.3 Komplexität - Einfachheit
4.4 Spirituelle Dimension
5. Stellungnahme zu der fertigen praktisch-künstlerischen Facharbeit
5.1 Abänderungen meiner Arbeit
5.2 Beschreibung der neuen Umsetzung
5.3 Reflexion der Zielsetzungen
5.4 Probleme meiner Arbeit
5.5 persönliche Erkenntnisse
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Facharbeit untersucht das Phänomen des Staunens, seine philosophischen und kunsttheoretischen Grundlagen sowie dessen Anwendung in der eigenen künstlerischen Praxis. Ziel ist es, zu analysieren, wie durch gezielte Irritationen und Imagination beim Betrachter kognitive, sinnliche und spirituelle Reaktionen hervorgerufen werden können.
- Philosophische und psychologische Definition des Staunens
- Die Rolle der Imagination als ästhetische Praxis
- Einfluss von Künstlern wie Bill Viola auf die eigene Arbeit
- Strategien zur Steuerung von Aufmerksamkeit und Interpretation durch das Publikum
- Reflexion über künstlerische Umsetzungsprozesse und deren Anpassung
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition von Staunen
Staunen wird als ein Zustand der Erregung verstanden, welcher durch ein unbekanntes Ereignis ausgelöst wird. Diesen Prozess in einem prägnanten Satz zu beschreiben, ist aber sehr schwer. Auf Wikipedia ist dazu folgender Satz zu finden: „Staunen ist eine Emotion beim Erleben von Unerwartetem“1. Es ist also ein subjektives Empfinden und einem ganz bestimmten Moment geschuldet. Dieser Moment – das Staunen – wird von jedem Menschen anders empfunden und daher auch immer anders ausgelöst. Trotz dessen versuchen die unterschiedlichsten Menschen diesen Begriff in ihrem Bereich greifbar zu machen. Dazu zählen Philosophen, Wissenschaftler und auch Schriftsteller, aber erst bei beim Betrachten aller Bereiche, kann der Moment des Staunens ein stückweit greifbarer gemacht werden.
Um einen ersten Überblick über Staunen geben zu können, werde ich als Hauptquelle das Buch „Staunen – Eine Poetik“ von Professor Nicola Gess, das 2019 im Wallstein Verlag erschien, heranziehen. Das Umfangreiche Wissen der Forscherin bietet eine aktuelle Grundlage und beinhaltet vielschichtige Sichtweisen zu diesem Thema. So definiert sie dazu als Oberbegriff zum Staunen die Wörter Verwunderung, Bewunderung und Staunen/Erstaunen. Demnach sei die Bewunderung ein Empfinden der Hochachtung vor jemandem oder vor etwas, aufgrund besonderer Eigenschaften. Die Verwunderung beschreibt eine kognitive Irritation, welche in einen Erkenntnisgewinn münden soll. Das Staunen/Erstaunen dahingehen, welches als eine Steigerung der Verwunderung verstanden wird, sei eine Art gedehnter Augenblick, der sich durch eine äußere Erstarrung auszeichnet und eine Tendenz zum träumenden Sinnieren beinhaltet.2
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung Staunen: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage zum Wesen des Staunens ein und erläutert den geplanten Ablauf der praktischen künstlerischen Umsetzung.
2. Staunen in der Philosophie: Dieses Kapitel beleuchtet historische Perspektiven von Aristoteles und Platon und differenziert zwischen Verwunderung und Erstaunen als Ausgangspunkte philosophischen Denkens.
3. Staunen als ästhetische Praxis: Hier wird die Rolle der Imagination definiert und ihre Funktion als Werkzeug in der Kunst zur Erzeugung persönlicher Assoziationen beim Betrachter untersucht.
4. Ausarbeitung praktische Arbeit: Dieser Abschnitt beschreibt den Entstehungsprozess der künstlerischen Arbeit, die methodischen Ansätze zur Irritation und die Inspiration durch Künstler wie Bill Viola.
5. Stellungnahme zu der fertigen praktisch-künstlerischen Facharbeit: Hier reflektiert der Autor notwendige Anpassungen der Arbeit, die neuen konzeptionellen Ansätze und zieht persönliche Erkenntnisse aus dem Prozess.
Schlüsselwörter
Staunen, Imagination, Philosophie, Ästhetik, Bill Viola, Kunst, Verwunderung, Erstaunen, Kognitive Dimension, Sinnliche Dimension, Spirituelle Dimension, Irritation, Wahrnehmung, Kreativität, Erkenntnisgewinn
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wesen des Staunens, seiner Auslösung und der Wirkung auf den Betrachter, insbesondere im Kontext künstlerischer Werke.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen philosophische Definitionen des Staunens, die Rolle der Imagination in der Kunst und die praktische Anwendung dieser Konzepte in eigenen Video- und Bildarbeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Betrachter durch gezielte Irritationen in einen Zustand des Staunens zu versetzen, der ihn zur Reflexion und zur Bildung eigener Geschichten im Kopf anregt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Literaturanalysen, insbesondere basierend auf der Poetik von Nicola Gess, sowie ein praxisorientierter künstlerischer Forschungsprozess kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Staunen in der Philosophie und Kunst sowie die detaillierte Beschreibung des eigenen Schaffensprozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Staunen, Imagination, Ästhetik, kognitive Dimension und Irritation geprägt.
Welchen Einfluss hatte Bill Viola auf die praktische Arbeit?
Bill Viola inspirierte den Autor durch den bewussten Einsatz von Zeitlupe und Raum, um kognitive, sinnliche und spirituelle Ebenen des Staunens zu erreichen.
Warum wurden die ursprünglichen Pläne der Arbeit abgeändert?
Aufgrund von Corona-Beschränkungen war es nicht mehr möglich, Gruppenaufnahmen zu machen, was eine Neuausrichtung auf abstrakte Bildserien erforderlich machte.
Welche Rolle spielt der Titel für die Imagination in den neuen Werken?
Der Titel dient als Lenkungsinstrument, um beim Betrachter einen Vorstellungsraum zu öffnen und ihn gezielt zur Interpretation der abstrakten Formen anzuregen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Das Staunen. Definition, Wirkung, Funktion und Dimensionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956364