Der Corona Virus und Existenzgründungen in Berlin. Auswirkungen einer Krise


Studienarbeit, 2020

26 Seiten, Note: 2.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Pandemien
1.1 Definition
1.2 Bisherige Pandemien
1.2.1 Spanische Grippe
1.2.2 Asiatische Grippe und Hong Kong Grippe
1.2.3 SARS
1.3 Das Corona Virus

3. Theoretische Auswirkungen einer Pandemie
3.1 Nachfrage und Angebot
3.2 Kurzfristige Auswirkungen
3.3 Mittel- und langfristige Auswirkungen

4. Auswirkungen von Corona

5. Verlauf der Gründungen

6. Rahmenbedingungen für Existenzgründer
6.1 Gründungsstandort Deutschland
6.2 Gründungsstandort Berlin

7. Wirtschafts- und Gründungsförderung
7.1 KfW
7.1.1 ERP-Gründerkredit - StartGeld
7.1.2 ERP-Gründerkredit - Universell
7.1.3 ERP-Kapital für Gründungen
7.2 IBB
7.2.1 Berlin Start
7.2.2 Businessplan Wettbewerb Berlin-Brandenburg
7.2.3 GründungsBONUS
7.3 Corona Hilfsprogramme

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Not macht erfinderisch. Ein Sprichwort, das wohl jedem geläufig ist. Doch trifft es auch auf Existenzgründungen zu? Die derzeitige Situation der Corona Krise stürzt die komplette Welt in ein bisher einmaliges Chaos. Nicht nur krankheitsbedingte Ausfälle, sondern besonders die Gegenmaßnahmen der Regierung, die die Schlie­ßung bestimmter Geschäfte und massive Eingriffe in die Privatsphäre beinhalten, sorgen dafür, dass es der Wirtschaft immer schlechter geht. Die Welt gerät in eine tiefe Rezession. Daher ist es interessant zu untersuchen wie sich Existenzgründungen in dieser Zeit entwickeln. Sie könnten durch eine zyklische Entwicklung einen ver­stärkenden Effekt auf die Wirtschaft ausüben oder mit einem antizyklischen Effekt stabilisierend wirken. Daher wird in dieser Arbeit der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Corona Pandemie auf Existenzgründer in Berlin ausübt. Da Berlin als Gründungsstadt Deutschlands bekannt ist, ist hier eine nähere Beleuchtung besonders interessant. Eine Beantwortung der Frage könnte für die Politik relevant sein, da diese mit der gezielten Förderung in Rahmenbedingungen der Gründer, insbesondere in Zeiten der Krise, zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen könnte.

Um diese Frage zu beantworten, werden im ersten Schritt vergangene Pandemien mit der Corona Krise verglichen und beleuchtet. Da es sich bei Pandemien um äußerst seltene Ereignisse handelt werden auch allgemeine Merkmale vergangener Krisen dargestellt, um eine erste Arbeitsgrundlage zu schaffen.

Im zweiten Schritt wird einschlägige Fachliteratur verwendet, um abschätzen zu kön­nen, welche theoretischen Auswirkungen eine Pandemie auf die Wirtschaft hat. Au­ßerdem werden Prognosen der Auswirkungen der Corona Krise mit der Theorie ab­geglichen.

Im letzten Schritt werden die Anforderungen der Existenzgründer an die Rahmenbe­dingungen dargestellt. Außerdem wird untersucht, welche Rahmenbedingungen in Deutschland und speziell in Berlin bestehen.

Um die einzelnen Schritte zur Beantwortung der anfangs gestellten Frage zu beant­worten werden die Primärquellen zu einem großen Teil aus wissenschaftlichen Stu­dien und Umfragen, sowie im theoretischen Teil vermehr aus Fachliteratur bestehen.

Aufgrund der Aktualität und der ständig wechselnden Informationen wird diese Ar­beit ausschließlich Quellen berücksichtigen, die vor dem 27.07.2020 veröffentlicht wurden. Es wird nur im Groben darauf eingegangen wie sich die Pandemie im Allge­meinen entwickelt. Die Richtigkeit, Durchsetzbarkeit oder allgemeine Effektivität von Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie werden nicht beachtet, da sie für die Beantwortung der Frage irrelevant sind. Der Fokus wird sowohl auf die Anforderun­gen von Existenzgründern als auch dessen Rahmenbedingungen liegen.

1. Pandemien

Um die Auswirkungen einer Pandemie auf Existenzgründungen zu untersuchen, muss zuerst geklärt werden, was eine Pandemie überhaupt ist. Außerdem lohnt sich ein Blick auf bisherige Pandemien, insbesondere der jüngeren Geschichte. Im Anschluss wird dann der momentane Stand der Corona Pandemie beleuchtet, um eine ungefähre Ein­ordnung der Schwere der Pandemie zu erlangen. Annahmen von wirtschaftlichen Aus­wirkungen der Corona Pandemie werden in einem späteren Kapitel untersucht.

1.1 Definition

Das Wort Pandemie leitet sich aus den griechischen Wörtern pan (= alles) und demos (= Volk) ab. Wenn sich eine Erkrankung länderübergreifend, weltweit ausbreitet spricht man von einer Pandemie.1 Verursacher ist dabei ein Virus, welches sich durch eine hohe Ansteckungswahrscheinlichkeit auszeichnet. Die Gefahr besteht darin, dass aufgrund der Neuartigkeit in der Bevölkerung eine geringe Immunität besteht. Die Ei­genschaften eines pandemischen Virus sind gerade zu Beginn noch unerforscht und verzögern somit die Herstellung eines Impfstoffes, der wichtigsten Präventionsmaß- nahme.2 Zuletzt kam es 2009 zur Pandemie, die durch den H1N1 Virus ausgelöst wurde, umgangssprachlich auch Schweinegrippe bekannt. Dieser breitete sich zwar weltweit aus, verlief aber dennoch milder als erwartet. Dies lag unteranderem auch daran, dass zuvor auf Grundlage von vorherigen Pandemien ein effektiver Pandemie Plan entwickelt wurde und somit verhältnismäßig schnell ein Impfstoff entwickelt werden konnte.3

1.2 Bisherige Pandemien

Im 20. Jahrhundert kam es zu insgesamt drei Grippepandemien. Somit stellen Pande­mien zwar ein äußerst seltenes Ereignis dar, dennoch ist es unerlässlich sich den Ver­lauf vorheriger Pandemien anzuschauen, um Gemeinsamkeiten abzuleiten.4 Mit diesen Erkenntnissen lassen sich genauere Thesen zu den Folgen der Corona Pandemie ablei­ten. Außerdem werden die Folgen der Lungenkrankheit SARS aus dem Jahr 2003 be- trachtet.5 Sie erreichte zwar nie den Status einer Pandemie, dennoch waren die Aus­wirkungen der Krankheit weltweit stärker zu spüren und erlauben Rückschlüsse auf die Corona Pandemie.

1.2.1 Spanische Grippe

1918 trat in San Sebastian, einem spanischen Feriendorf, das erste Mal eine neuartige Krankheit auf.6 Auslöser war ein Vogelgrippevirus, der auf den Menschen übersprang. Durch eine Mutation erlangte er die Fähigkeit Menschen zu infizieren. Da es sich um einen gänzlich neuen Virus für den Menschen handelte, war es ihm möglich hohe Op­ferzahlen hervorzurufen.7 Die erste Infektionswelle hielt einige Monate an und zeich­nete sich vor allem durch eine hohe Erkranktenrate aus. Ende 1918 kam es zu einer zweiten Welle. Insgesamt waren bis zu 50 Prozent der damaligen Weltbevölkerung mit dem Virus infiziert.8 Besonders auffällig war die Überforderung des Gesundheits­systems. Die Folge waren überfüllte Krankenhäuser und der Stillstand des öffentlichen Lebens.9 Mit der dritten Welle, die im Vergleich zu den anderen nur sehr milde verließ, endete 1920 die Pandemie.10

1.2.2 Asiatische Grippe und Hong Kong Grippe

Die Asiatische Grippe hat ihren Ursprung 1957 in China. Flüchtlinge brachten das Virus nach Hong Kong, wo es sich durch Reisende über die gesamte Welt verbreitete. 1968 mutierte das Virus und die Hong Kong Grippe entstand.11 Ähnlich wie die Spa- nische Grippe verliefen die Asiatische als auch die Hong Kong Grippe in Wellen. Ins­besondere die zweite Welle rief die schwerwiegendsten Auswirkungen hervor.12 Beide Grippen forderten in der Bundesrepublik jeweils etwa 30.000 Menschenleben.13

1.2.3 SARS

Wie auch Covid 19 wurde das SARS Virus 2003 durch eine Unterart der Corona Viren hervorgerufen. Bis dato waren Coronaviren Überträger von harmlosen Erkältungs­krankheiten. Die Folgen von SARS verdeutlichen die Konsequenzen einer bedrohli­chen Infektionskrankheit in der heutigen Zeit.14

SARS ist vergleichbar mit einer Lungenentzündung und umfasst Fieber, Atembe­schwerden, Husten, Hals-, Kopf-, und Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können bis zu zehn Tage vergehen. Sowohl Sars als auch Covid 19 können durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden.15

Am 12. März 2003 rief die WHO einen globalen Alarm aus und empfahl nicht drin­gend notwendige Reisen in Gebiete, die von SARS betroffen waren zu verschieben.16 Von November 2002 bis Juli 2003 erkrankten weltweit ungefähr 8000 Menschen an SARS, wovon 774 Menschen starben.17 Auf Grundlage von Computermodellen konnte nachgewiesen werden, dass insbesondere die Flughäfen London, New York und Frankfurt für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich waren. Grund dafür ist die globale Vernetzung dieser Flughäfen.18 Durch das SARS Virus stellte sich her­aus, dass enge wirtschaftliche Beziehungen die ökonomischen Folgen einer Krise ver­stärken. Die Einflussnahme von Medien befeuert die Ängste der Bevölkerung bis hin zu einer Panik.19 Die wirtschaftlichen Folgen einer Krankheit, die medizinisch be­trachtet im Rahmen der normalen Krankheitsereignisse lagen, waren enorm. So konnte der weltweite Schaden auf sechzig Milliarden US-Dollar geschätzt werden.20

1.3 Das Corona Virus

Am 31. Dezember 2019 wurde die WHO über eine neuartige Lungenentzündung in Wuhan, China informiert. Später stellte sich heraus das der Auslöser hierfür das Corona Virus SARS-CoV-2 ist. Von dort aus verbreitete sich das Virus über die ge­samte Welt aus.21 SARS-CoV-2 hat seinen Ursprung wahrscheinlich in asiatischen Fledermäusen. Es ist momentan aber noch nicht bekannt, ob es von den Fledermäusen direkt auf den Menschen übergegangen ist oder es einen Zwischenwirt gab.22 Entschei­dend für die Ausbreitung einer solchen Krankheit ist die Ansteckung von Mensch zu Mensch. Sollte sich ein Mensch sowohl mit einem Tiervirus als auch mit einem Men­schengrippevirus infizieren kann ein neuer Virusstamm entstehen. Dieser übernimmt dann von beiden Viren Eigenschaften und kann somit auch für den Menschen hochan­steckend sein.23

SARS-CoV-2 ist wahrscheinlich durch eben solch eine Mutation hervorgegangen und wird durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Damit ist der Erreger für den Menschen hoch infektiös.24 Ein besonderes Risiko stellt die Inkubationszeit, also die Zeit zwi­schen der Erkrankung bis hin zum ersten Auftreten der Symptome. Diese beträgt zwi­schen zwei und 14 Tagen und kann in vereinzelten Fällen sogar bis zu 24 Tage andau­ern. Die Inkubationszeit ist so gefährlich, da in dieser Zeit für Betroffene nicht erkenn­bar ist, dass sie sich infiziert haben, sie aber dennoch ansteckend sind.25

Bislang haben sich weltweit schätzungsweise 11.450.247 Menschen in 188 Ländern infiziert, wovon 534.273 Menschen verstarben. In Deutschland beträgt die Zahl der Infizierten 196.554, wovon 9.016 verstarben (Stand 6. Juli 2020).26 Damit verläuft die Krankheit in Deutschland vergleichsweise milde.27

Um die Ausbreitung der Corona Pandemie einzudämmen erließ die Bundesregierung umfangreiche Kontaktbeschränkungen im alltäglichen Leben. Nicht dringend notwen­dige Geschäfte wurden geschlossen, Grenzen zu anderen EU-Staaten wurden für den privaten Verkehr gesperrt und der Flugverkehr ist nahezu vollständig eingestellt wor­den. Durch diese Kontaktbeschränkungen wurde insbesondere die Wirtschaft in Mit­leideidenschaft gezogen. Um den wirtschaftlichen Folgen entgegen zu wirken erließ die Bundesregierung umfangreiche Hilfspakete.28

Momentan ist die Zahl der in Deutschland mit Corona infizierten Menschen rückläu­fig. Dennoch besteht weiterhin ein hohes Risiko einer zweiten Erkrankungswelle, ähn­lich wie auch bei den vorherigen Pandemien des 20. Und 21 Jahrhunderts.29

3. Theoretische Auswirkungen einer Pandemie

In diesem Kapitel werden die theoretischen Folgen einer Pandemie beleuchtet. Es wird hierbei nur auf die direkten Folgen eingegangen. Eine gesamtwirtschaftliche Betrach­tung würde den Rahmen dieser Arbeit übersteigen und bedarf einer separaten Unter­suchung. Dennoch ist es zum Verständnis der nachfolgenden Kapitel nötig eine ober­flächliche Einführung in die Thematik darzustellen. In diesem Kapitel werden dann die realen Auswirkungen und Folgen der Corona Pandemie erarbeitet.

3.1 Nachfrage und Angebot

Da es für Verbraucher nicht oder nur unzureichend möglich ist die Gefahr einer Pan­demie realistisch einzuschätzen, wird dies wahrscheinlich auch zu einer Änderung des Konsumverhaltens führen. Es ist möglich, dass das Risiko der Pandemie höher oder niedriger eingeschätzt wird als es tatsächlich ist. Bei einer niedrigeren Einschätzung des Risikos wird es zu keiner merklichen Änderung des Konsumverhaltens führen. Daher wird nachfolgend das Risiko einer Überbewertung der Pandemie untersucht.30

Aufgrund der Überbewertung des Risikos werden Verbraucher ihre Nachfrage auf das Lebensnotwendige beschränken.31 Hierdurch werden insbesondere der Einzelhandel, Gaststätten, Touristische- und Freizeiteinrichtungen sowie der öffentliche Nah- und Fernverkehr betroffen sein.32 Am Beispiel des SARS Ausbruchs 2003 zeigt sich wie stark diese Effekte ausfallen können. In Ostasien brach das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um zwei Prozent ein. Zudem kam die Tourismusbranche fast vollstän­dig zum Erliegen.33 Im Gegensatz zum privaten Sektor wird es auf der Seite des Staates zu einer erhöhten Nachfrage kommen. Insbesondere Ausgaben im Gesundheitswesen werden steigen.34

Abgesehen von den Auswirkungen der Nachfrageseite wird es auch zu Schwierigkei­ten auf der Angebotsseite kommen. Die Folge von Personalausfällen führt sowohl zu einer Mehrbelastung der übrigen Mitarbeiter als auch zu einem Ausfall von Aufträgen. Der Mittelstand wird von diesen Folgen besonders betroffen sein. Fast zwanzig Pro­zent der Unternehmen gaben bei einer Befragung des Instituts für Management- und Wirtschaft an, dass Aufträge aufgrund von Krankheitsausfällen storniert werden muss­ten.35 Im Falle einer Pandemie würde dieser Effekt verstärkt werden. Die Folgen wür­den sich in der Produktion und im Ausfall von Lieferketten widerspiegeln. Dies wie­derum hätte eine Verringerung des Angebots zur Folge.36 Auch die Beschränkung des internationalen Handels hätte gravierende Auswirkungen auf die Import- und Export­wirtschaft. Hierdurch käme es zu weiteren Produktionsausfällen.37

3.2 Kurzfristige Auswirkungen

Aufgrund der Pandemie wird es in erster Linie zu einer steigenden Nachfrage im Ge­sundheitssektor kommen. Hierdurch entstehen sowohl Engpässe in der Versorgung als auch Qualitätsverschlechterungen der Behandlung. Personalausfälle werden diese Phänomene noch verstärken.38 Außerdem werden weniger wichtige Anschaffungen, Veranstaltungen und Urlaubsreisen ausfallen. Um der Ausbreitung der Pandemie ent­gegen zu wirken könnte das öffentliche Leben komplett stillgelegt werden.39

3.3 Mittel- und langfristige Auswirkungen

Durch zusätzliche Einschränkungen und den Stillstand des öffentlichen Lebens kommt es zu einem allgemeinen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten. Infolgedessen würde auch das Bruttoinlandsprodukt sinken. Eine Abnahme der Nachfrage hätte auch sinkende Investitionstätigkeiten zur Folge. Auch Beschränkungen des internationalen Handels würden insbesondere Exportnationen wie Deutschland zusätzlich belasten. Durch die sinkende Nachfrage würden, abgesehen von Gütern des Gesundheitswesens und Lebensmitteln, die Preise sinken und zu einer deflationären Entwicklung führen.40 Die fehlenden Einnahmen von Steuern und zusätzlichen Ausgaben können auf lange Sicht zu einer Verschuldung von Staaten führen.41

4. Auswirkungen von Corona

Durch die umfangreichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung von Corona, die auch schon im Kapitel 1.3 beschrieben wurden, kam es schon im ersten Quartal des Jahres 2020 zu massiven Verlusten in der Wirtschaft. Insbesondere trifft es den Einzelhandel, die Veranstaltung-, Gastronomie- und Reisebranche. Sie sind direkt von den Gegenmaßnahmen der Regierung betroffen und mussten Läden schließen, Veran­staltungen absagen und Buchungen aufgrund der Reisebeschränkungen stornieren.42 Deswegen fiel das Bruttoinlandsprodukt schon im ersten Quartal zum Vorjahresquar­tal um 2,2 Prozent. Doch nicht nur Deutschland muss erhebliche Verluste in der Wirt­schaftsleistung hinnehmen. Ausgenommen von China sieht es in allen großen Volks­wirtschaften ähnlich aus.43 Doch auch andere Branchen leiden unter den starken Ein­schränkungen der Corona Pandemie. Wie eine Umfrage von Statista zeigt, rechnen 80 Prozent der Unternehmen mit einem Umsatzrückgang.44

Bisher ist noch keine Besserung der Wirtschaft in Sicht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie rechnet damit, dass im zweiten Quartal die Wirtschaftsleistung noch einmal deutlich hinter der des ersten Quartals zurückbleibt. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen der Arbeitslosen wieder. Diese werden nur deshalb minimiert, da der Zugang zur Kurzarbeit erleichtert wurde.45 So stiegen die Arbeitslosenquote von Dezember bis Juni um 1,3 Prozent46 und die Zahl, der in Kurzarbeit beschäftigten auf ein noch nie dagewesenes Niveau von 7,3 Millionen.47

[...]


1 Vgl. Klein, Manfred (2020), Was ist eine Pandemie?..

2 Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsforschung (2006), S. 10.

3 Vgl. Pharmazeutische Zeitung (Hrsg.) (2019), S. 1.

4 Vgl. IBM Global Technology Services (2006), S.3.

5 Vgl. Haas, Walter H. (2005), S. 1020.

6 Vgl. Jütte, Robert (2006), S. A32.

7 Vgl. Meyer, Rüdiger (2004), S. A609.

8 Vgl. Hotz, Manuela / Müller-Gauss, Uwe (2006), S. 70.

9 Vgl. Jütte, Robert (2006), S. A33.

10 Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsforschung (2006), S.12.

11 Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsforschung (2006), S. 12.

12 Vgl. Reiter, Sabine / Haas, Walter (2005), S. 36.

13 Vgl. Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsförderung (2006), S. 12.

14 Vgl. Rossboth, Dieter / Kraus, Günther / Allerberger, Franz (2006), S.92.

15 Vgl. Gaber, Walter / Hofmann, Rainer (2003), S. 3.

16 Vgl. Glasmacher, Susanne / Kurth, Reinhard (2006), S.12.

17 Vgl. Glasmacher, Susanne / Kurth, Reinhard (2006), S. 15.

18 Vgl. Geisel, Theo (2004), S. 3.

19 Vgl. Bundesamt für Gesundheit, Abteilung Epidemiologie und Infektionskrankheiten (2003), S. 544.

20 Vgl. Hewitt, Jonathan (2006), S. 14.

21 Vgl. DGUV (Hrsg.) (2020), Entstehung und Verbreitung.

22 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.) (2020), Woher stammt das neuartige Coronavirus und wann wurde es entdeckt.

23 Vgl. Roche Pharma AG (Hrsg.) (2008), S. 8ff.

24 Vgl. Ebenda.

25 Vgl. Deutsche Lungenstiftung e.V. (Hrsg.) (2020), Inkubationszeit.

26 Vgl. Bundesregierung (Hrsg.) (2020A).

27 Vgl. DGUV (Hrsg.) (2020), Lage in Deutschland.

28 Vgl. Bundesregierung (Hrsg.) (2020B), Mittwoch, 18. März ff.

29 Vgl. RKI (Hrsg.) (2020), Risikobewertung durch das RKI.

30 Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsforschung (2006), S. 42.

31 Vgl. Gauchel-Tetrovic, Danica / Flieger, Angelika (2007, S. 27.)

32 Vgl. Bundesamt f. Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Regierungspräsidium Stuttgart, Lan­desgesundheitsamt (2007), Anhang 2 H2, S. 3.

33 Vgl. Peichl, Monika (2006).

34 Vgl. Bundesamt f. Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Regierungspräsidium Stuttgart, Lan­desgesundheitsamt (2007), Anhang 2 H2, S. 5.

35 Vgl. IMWF Institut für Management. Und Wirtschaftsforschung GmbH (2008), S. 5ff.

36 Vgl. Muth, Clemens / Zweimüller, Manuela (2007), S. 9.

37 Vgl. Bundesamt f. Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Regierungspräsidium Stuttgart, Lan­desgesundheitsamt (2007), Anhang 2 H2, S. 4.

38 Vgl. Bundesamt f. Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Regierungspräsidium Stuttgart, Lan­desgesundheitsamt (2007), Anhang 2 H2, S. 3.

39 Vgl. Allianz, Rheinisch-Westfälisches Institut f. Wirtschaftsforschung (2006), S. 43.

40 Vgl. Muth, Clemens / Zweimüller, Manuela (2007), S. 9.

41 Vgl. Bundesamt f. Bevölkerungsschutz u. Katastrophenhilfe, Regierungspräsidium Stuttgart, Lan­desgesundheitsamt (2007), Anhang 2 H2, S. 5.

42 Vgl. Dany-Knedlik, Geraldine (2020), Welche Folgen hat die Pandemie für die Wirtschaft.

43 Vgl. IWD (Hrsg.) (2020), Beispielloser Absturz durch Corona.

44 Vgl. Statista (Hrsg.) (2020A)

45 Vgl. BMWi (Hrsg.) (2020A), Monatsbericht 06/2020

46 Vgl. Statista (Hrsg.) (2020B)

47 Vgl. Statista (Hrsg.) (2020C)

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Der Corona Virus und Existenzgründungen in Berlin. Auswirkungen einer Krise
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
2.3
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V956371
ISBN (eBook)
9783346300973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corona, Covid19, Gründungen, Existenzgründungen, BWL, VWL, Arbeitsmarkt, Auswirkungen, Berlin
Arbeit zitieren
Rocky Schuster (Autor), 2020, Der Corona Virus und Existenzgründungen in Berlin. Auswirkungen einer Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956371

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Der Corona Virus und Existenzgründungen in Berlin. Auswirkungen einer Krise



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden