Camus, Albert - Der Fremde


Referat / Aufsatz (Schule), 1999

2 Seiten


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Autor:

Als Sohn eines Landarbeiters studierte Camus in Algier Philosophie, war Schauspieler und Journalist. W ährend der Besetzung Frankreichs durch deutsche Truppen agierte er als aktives Mitglied der Widerstandsbewegung, und war Mitbegründer der Résistance-Zeitschrift «Combat«, war er einer der ersten französischen Schriftsteller, die nach dem Krieg wieder Verbindung nach Deutschland und zu deutschen Freunden aufnahmen. Er erhielt 1957 den Nobelpreis für Literatur.

Inhalt:

Albert Camus beschreibt in dieser Erzählung, den grotesken Lebenslauf eines auf den ersten Blick ganz gewöhnlichen Franzosen in Algier zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, doch ist das ganze Szenario samt den Personen ohne weitere Probleme 1:1 in die Gegenwart zu übernehmen. Ohne die Hauptperson Meursault äußerlich näher zu beschreiben, werden aus der ,,Ich-Person" alle seine Gedankengänge und Vorstellungen genau geschildert.

Die Erzählung an sich startet mit dem Tod seiner Mutter, weshalb er in das Altersheim von Marengo - ca. 80 km von Algier - fährt, um dort einerseits die Formalit äten für die Beerdigung zu regeln und andererseits von ihr Abschied zu nehmen. Bald zeigt sich aber der nach au ßen hin kalte und gefühllose Charakter Meursaults, indem ihm dieses Ereignis nicht mehr bedeutet als die realen Umst ände, die es ihm kostet. Ansonsten sieht er denn Verlust mit einer totalen Gleichgültigkeit, da seine Mutter ihm einfach nichts mehr bedeutet hat.

Schon am nächsten Tag ist für ihn alles wie gehabt, und er erfrischt seine alte Flamme Marie, doch keineswegs aus Liebe, eher aus persönlichem Vorteil. Das soll nicht heißen, daß er sie nur ausnützen will, doch gibt er ihr und vor allem dem Leser offen zu, keine Gefühle für sie zu empfinden. Im Laufe der Zeit befreundet er sich mit einem Nachbarn, der zwar als Zuhälter verrufen ist, aber dies für Meursault kein Problem darstellt, da er sich mit ihm gut versteht. Eines Wochenendes ladet ihn und seine Geliebte Marie dieser Freund Raymond ein, bei seinem Strandhaus zu essen, was sie dann auch tun. Bei einem Strandspaziergang kommen die beiden M änner aber in eine Schlägerei mit dem Bruder der Ex-Freundin Raymonds, die er mißhandelt hat.

Doch scheint für Meursault die Geschichte erledigt, bis bei einem späteren Zusammentreffen allein mit dem Bruder durch einen lächerlichen Zufall fünf Schüsse fallen. Von da an ist Meursault als Mörder im Gefängnis und wartet auf seinen Prozeß. Anfangs sieht er sich nicht als Verbrecher, was eigentlich auch nicht ist, doch trägt seine absolut gefühllose und berechnende Art dazu bei, sich sowohl von seinem Richter und Verteidiger als auch von den Menschen an sich zu entfremden. Schlie ßlich endet der Prozeß mit einem Todesurteil für den Fremden, der letztendlich weniger für seinen Mord als für sein sonstiges Verhalten verurteilt wird.

So fallen ihm all seine Taten, die an sich überhaupt nicht direkt mit dem Mord zu tun haben und für sich auch kein Verbrechen darstellen, in den Rücken. So zum Beispiel die Tatsache, daß er bei seiner Mutter Tod teilnahmslos vor dem Sarg gesessen und geraucht hat, während die anderen Heimbewohner vor dem Sarg beteten.

Gehalt:

Von meinem persönlichen Standpunkt her läßt sich das Werk aus zwei verschiedenen Blickrichtungen begutachten:

Vordergründig steht die Beschreibung eines Menschen, der eigentlich ein Misanthrop und durch seine f ür andere widerwärtig und gefühllose Haltung fremd ist. Doch ist er schlie ßlich in seiner Verhandlung von dieser emotionalen Menschenwelt abhängig und wird von ihr abgestoßen, was ganz am Ende schon sein Ziel geworden ist. Im Verlauf der Erzählung wandelt die Hauptperson aber seine Einstellung zur Umwelt: während er am Anfang noch glaubt, nie mit anderen Menschen zu tun zu haben und von ihnen getrennt seinen eigenen Weg gehen zu können [«Ich habe einen Moment lang den lächerlichen Eindruck gehabt, sie wären da, um über mich zu richten. »], fühlt er seine Entfremdung gegenüber der Umwelt immer mehr. [«Das erklärte mir auch meinen seltsamen Eindruck, überflüssig, so etwas wie ein Eindringling zu sein. »].

Von einer anderen Warte her ist dieses Werk sicherlich auch als Gerechtigkeitsst ück oder die ,,Infragestellung" derer zu sehen, denn ohne wirklich schuld am Mord zu sein, verstrickt sich Meausault in ein menschengemachtes und ihm daher wideres Netzwerk der Justiz, in dem er keine Chance hat und zum Tode verurteilt zu werden bestimmt ist.

2 von 2 Seiten

Details

Titel
Camus, Albert - Der Fremde
Veranstaltung
Deutschunterricht
Autor
Jahr
1999
Seiten
2
Katalognummer
V95658
ISBN (eBook)
9783638083362
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Camus, Albert, Fremde, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Gernot Eller (Autor:in), 1999, Camus, Albert - Der Fremde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95658

Kommentare

  • Gast am 8.7.2003

    Anmerkung.

    Du vergisst den Grundaspekt des "Absurden" das Camus in vielen seiner Werke behandelt.

  • Gast am 25.5.2002

    etwas entscheidenes fehlt !!!.

    der teil in dem er einsieht was für fehler gemacht hat und sein gesamtes leben aus einer andern perspektive zu gesicht bekommt fehlt.
    es ist der teil in dem er mit dem priester redet..wär gut wenn das nochma jemand nachtragen könnte !!

  • Gast am 16.2.2002

    Absolut Falsch.

    Meiner Meinung nach sind sehr viele interpretatorische Ansätze absolut falsch verstanden worden! Ich finde das es übrigens auch nicht mehr eine Hilfestellung für ein Referath ist.

  • Gast am 15.1.2002

    Ca va!.

    Da ist bedeutend mehr hängengeblieben als bei der französischen Orginalversion.Danke!

  • Gast am 9.12.2001

    zu kurz, und zu wenig ausführlich, wesentl bestandteile wurden ausgelasen!.

    im großen und ganzen, ist diese inhaltangabe ganz ok!
    wohl gemerkt aber, im großen und ganzen!
    ich finde, dass wesentliche bestandteile des buches nicht vorzufinden sind!
    beispielsweise, die ganze geschichte, mit dem brief, oder warum genau meursault den araber erschossen hatte, auch finde ich, dass zu wenig von dem mutter-sohn "verhältnis" erzählt wird!
    ausserdem finde ich, das zu wenig auf die restlichen charaktäre eingegangen wird: beispielsweise der nachbar mit dem hund, Raymonds geliebte, die von ihm misshandelt wurde, und Meursault (d hauptfigur) selbst!
    aus dieser inhaltsangabe, kommt viel zu wenig herraus, was und wie Meursault denkt/fühlt/handelt!
    lg, MissMM

  • Gast am 17.11.2001

    Nicht grad der HIT aber o.k..

    Ja, ich kann eigentlich nur den anderen Kommentaren zustimmen, dass es einerseits die grundsaetzliche INformation gibt, was auch die Oberflaechlichkeit entstehen laesst. Aber das ist nicht so schlimm. Ich habe das Buch auf Franzoesisch gelesen und auch der Zufall wie der Autor ihn hier nennt erscheint mir nicht als direkter Zufall sondern eher als Provokation.
    Allgemein gesehen kann ich mich mit dieser Zusammenfassung insofern zufrieden geben da es so und so nicht do viele auf hausarbeiten.de zur Verfuegung gibt...

  • Gast am 5.9.2001

    Nicht empfehlenswert!.

    Nach meiner Meinung gibt der Aufsatz nur bedingt den Inhalt von "Der Fremde" wieder. Außerdem, bringt der "Autor" zu viele persönliche Eindrücke mit in die Inhaltsangabe ein. Desweiteren, macht er kaum fundierte und stichhaltige Aussagen. Auch ist der sprachliche Gehalt dieses Aufsatzes minderwertig und sowohl grammatikalisch als auch orthographische nicht korrekt. Diese Hausarbeit nutzt niemanden etwas, der ein gewisses Niveau im Fach Deutsch hat.

  • Gast am 6.6.2001

    holprige formulierung & teilweise falsch.

    tja; schlecht ist das, trau ich mich sagen, dabei hab ich das buch nur auf französisch gelesen...

  • Gast am 14.5.2001

    basst scho´.

    basst scho´

  • Gast am 23.4.2001

    in Ordnung.

    Ich finde die Inhaltsangabe so ganz in Ordnung! Als Hilfe für ein Referat ist sie gut zu gebrauchen - aber ansonsten nicht umfangreich genug!!!

  • Gast am 17.2.2001

    was soll ich dazu gross sagen.

    ich möchte dazu nur sagen, dass ich denke, dass einige der wichtgesten bestandteile total aussen vor gelassen wurde. auch der mord enstand nicht durch einen "zufall". aber vielleicht habt ihr das ja anders verstanden als ich.

  • Gast am 15.1.2001

    camus.

    NIcht schlecht nu zu kurz

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