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Wahrnehmung und Bewertung des Werwolfs und des Wolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit

Title: Wahrnehmung und Bewertung des Werwolfs und des Wolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit

Term Paper , 2016 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Hilt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie der Wolf zu Beginn der Frühen Neuzeit wahrgenommen wurde, insbesondere im Zusammenhang mit der Figur des Werwolfs und den Werwolfsprozessen.

Der Werwolf ist heute eine Figur, die in vielen Filmen, Serien und Büchern auftaucht. Kaum ein Werk, dass sich mit Horror oder Fantasy beschäftigt kommt ohne diese Bestie aus. Der Wolf findet sich dagegen, bis auf einige wenige Ausnahmen, nur noch in Tierparks als lebendes Tier in Deutschland. Während der Frühen Neuzeit war dies anders. Der Werwolf wurde als eine echte Bedrohung angesehen, die es zu bekämpfen galt, und auch der Wolf war im deutschen Raum verbreitet und wurde gejagt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Werwolf

2.1 Der Werwolf in Antike und Mittelalter

2.2 Der frühneuzeitliche Werwolf

3. Wolf, Mensch und Werwolf

3.1 Der Wolf

3.2 Echte Wölfe, magische Wölfe und Werwölfe

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Wahrnehmung und Bewertung des Wolfes sowie des Werwolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit, wobei der Fokus insbesondere auf der tiergeschichtlichen Perspektive („animal turn“) liegt und die Abgrenzung dieser beiden Figuren im Kontext zeitgenössischer Quellen beleuchtet wird.

  • Historische Entwicklung des Werwolf-Mythos von der Antike bis in die Frühe Neuzeit
  • Analyse der Wahrnehmung von Wölfen als reale Bedrohung vs. dämonisches Werkzeug
  • Untersuchung von Werwolfprozessen und der Rolle von Dämonologien (z. B. Malleus Maleficarum)
  • Soziale und kulturelle Differenzierung des Wolfes in verschiedenen Gesellschaftsschichten
  • Vergleich der symbolischen Bedeutung von Wölfen in Mythen und der realen ökologischen Bedrohung

Auszug aus dem Buch

3.2 Echte Wölfe, magische Wölfe und Werwölfe

Neben den Hexen, beschäftigt sich der Hexenhammer mit Wölfen, die in Konflikt mit dem Menschen kommen. Zwar zählt Heinrich Kramer (Institoris) einige natürliche und nachvollziehbare Gründe für das Verhalten von Wölfen auf. Er kommt dann aber zum Schluss, dass wenn die Wölfe nicht gefangen oder verletzt werden können, kein natürlicher Grund für das Verhalten der Wölfe existiert, sondern das Verhalten aus einer besonderen Zulassung Gottes oder dem Werk von Dämonen resultiert.

An diesem Auszug zeigt sich, dass das Tier selbst nicht als magisches oder teuflisches Tier wahrgenommen wird, solange es sich nicht intelligenter als angenommen herausstellt. Benimmt sich ein Wolf intelligent, greift Menschen an und lässt sich nicht erjagen führt Kramer dies darauf zurück, dass es sich dabei um das Werk von Dämonen oder göttlichen Willen handelt, der die Wölfe dies tun lässt. Interessant ist, das hier deutlich zwischen dem Wolf, der als scheues Tier den Kontakt mit dem Menschen meidet und nur in Notsituationen von diesem Verhalten abweicht und einem als unnatürliches Verhalten der Wölfe gesehenen Handeln der Tiere unterschieden wird. Bei Kramer ist der Wolf zwar ein gefährliches Raubtier, aber nicht von Grund auf böse, selbst wenn der Wolf ein Verhalten zeigt, das dem als natürlich angesehenen widerspricht, ist nicht der Wolf selbst die Quelle dessen, sondern ein Dämon oder er wird zum Werkzeug der Strafe Gottes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Werwolf- und Wolfswahrnehmung in der Frühen Neuzeit sowie Darlegung der forschungsleitenden Fragestellung.

2. Der Werwolf: Historischer Abriss über die Entwicklung des Werwolf-Mythos von antiken Epen bis zur frühneuzeitlichen Hexenverfolgung und den damit verbundenen juristischen Prozessen.

3. Wolf, Mensch und Werwolf: Analyse der tatsächlichen Rolle des Wolfes als scheues Wildtier im Gegensatz zur symbolischen und dämonisierten Wahrnehmung in zeitgenössischen Diskursen.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass die Wahrnehmung des Wolfes stark von der sozialen Position und dem zugeschriebenen Dämonenglauben abhing.

Schlüsselwörter

Werwolf, Wolf, Frühe Neuzeit, Hexenverfolgung, Malleus Maleficarum, Dämonologie, Wolfsjagd, Tiergeschichte, Animal Turn, Mythologie, Volksglaube, Naturgeschichte, Aberglaube, Prozessakten, Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Wahrnehmung des Wolfes und des Werwolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit und untersucht, wie diese Tiere in dieser Epoche bewertet wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Werwolf-Glaubens, der Rolle der Dämonologie sowie der Unterscheidung zwischen dem realen Wolf und dem dämonisierten Werwolf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den „animal turn“ anzuwenden, um den Fokus stärker auf die Tiere selbst und deren Wahrnehmung zu legen, anstatt sich ausschließlich auf die menschliche Sichtweise oder die Hexenprozesse zu konzentrieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Texte, darunter den „Malleus Maleficarum“ und verschiedene Mythen sowie Sagen, um die zeitgenössische Wahrnehmung zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Werwolf-Konzepts in Antike und Mittelalter, die frühneuzeitliche Sichtweise auf den Werwolf sowie die differenzierte Betrachtung des Wolfes als Tier in Sagen und Realität.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Werwolf, Wolf, Frühe Neuzeit, Dämonologie, Hexenprozesse und die historische Tierwahrnehmung.

Wie unterschied sich die Wahrnehmung des Wolfes zwischen den gesellschaftlichen Schichten?

Während Bauern und Hirten den Wolf aufgrund der Bedrohung für ihr Vieh als echte, reale Gefahr sahen, bewerteten höhere Schichten den Wolf teilweise als edles Jagdwild oder symbolisches Wesen.

Welchen Einfluss hatte der „Malleus Maleficarum“ auf die Bewertung des Wolfes?

Der Text legte nahe, dass ein besonders intelligentes oder aggressives Verhalten des Wolfes nicht natürlich sei, sondern auf das Werk von Dämonen oder eine Strafe Gottes zurückzuführen sei, was die dämonische Aufladung des Tiers verstärkte.

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Details

Title
Wahrnehmung und Bewertung des Werwolfs und des Wolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit
College
Saarland University
Course
Tiere in der Frühen Neuzeit
Grade
1,3
Author
Jan Hilt (Author)
Publication Year
2016
Pages
12
Catalog Number
V956760
ISBN (eBook)
9783346299857
Language
German
Tags
Wolf Werwolf Geschichte Frühe Neuzeit Wölfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hilt (Author), 2016, Wahrnehmung und Bewertung des Werwolfs und des Wolfs zu Beginn der Frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956760
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