Diese Arbeit widmet sich der Bedeutung und Integration von außerschulischem Lernen im Geschichtsunterricht, insbesondere durch die Analyse des Aachener Stadtmuseums Centre Charlemagne als außerschulischem Lernort. Die Wahl eines außerschulischen Lernorts, wie etwa ein Museum, hat im modernen Geschichtsunterricht an Bedeutung gewonnen, da er als effektive Methode gilt, den geschichtlichen Lehrstoff erlebbar und praxisnah zu vermitteln. Die Arbeit bezieht sich auf theoretische Grundlagen aus einschlägigen Handbüchern und Schriften zum Geschichtsunterricht, um die Didaktik der Geschichte in Verbindung mit außerschulischem Lernen zu erforschen.
Die Entscheidung, Geschichte auf Lehramt zu studieren, bringt nicht nur die Auseinandersetzung mit historischen Daten und Ereignissen mit sich, sondern auch die Herausforderung, dieses Wissen effektiv an Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Der moderne Unterricht ist nicht mehr nur als einseitiger Wissensvermittlungsprozess des Lehrers konzipiert, sondern als ein aktiver Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Die Förderung dieses aktiven Lernens durch moderne Unterrichtsmethoden steht im Zentrum der gegenwärtigen Didaktik. In diesem Kontext kann das außerschulische Lernen eine bedeutende Rolle spielen. Für das Fach Geschichte eröffnen sich hier vielfältige Möglichkeiten, sei es durch Exkursionen zu archäologischen Stätten, Burgen, Kirchen oder Denkmälern, aber auch durch den Besuch von Museen.
Die Struktur der Arbeit folgt einem logischen Aufbau, beginnend mit einer Einführung in das Konzept der Geschichtskultur, gefolgt von einer Untersuchung des außerschulischen Lernorts im Allgemeinen und speziell des Museums als einem solchen. Eine detaillierte Vorstellung des Aachener Stadtmuseums Centre Charlemagne bildet den Kern, wobei der Fokus auf den didaktischen Möglichkeiten liegt, die dieser außerschulische Lernort für den Geschichtsunterricht bereithält. Abschließend wird ein Fazit gezogen, das die gewonnenen Erkenntnisse zusammenfasst und mögliche Implikationen für die Weiterentwicklung des Geschichtsunterrichts beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtskultur
3. Der außerschulische Lernort.
3.1 Der außerschulische Lernort allgemein
3.2 Das Museum als außerschulischer Lernort im Geschichtsunterricht
4. Das Aachener Stadtmuseum Centre Charlemagne
4.1 Das Centre Charlemagne allgemein
4.2 Das Centre Charlemagne als außerschulischer Lernort im Geschichtsunterricht
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Museum als außerschulischen Lernort im Geschichtsunterricht am Beispiel des Aachener Stadtmuseums Centre Charlemagne. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Dauerausstellung sowie die museumspädagogischen Angebote dieses spezifischen Lernortes zur Förderung von geschichtlichem Lernen und Kompetenzerwerb bei Schülern beitragen können.
- Grundlagen der Geschichtskultur und deren Relevanz für den Geschichtsunterricht
- Didaktischer Mehrwert außerschulischer Lernorte gegenüber dem klassischen Unterricht
- Multimediale Vermittlungsformen und ihre Wirkung auf die Motivation von Lernenden
- Konkrete Potenziale des Centre Charlemagne für die Unterrichtsplanung
Auszug aus dem Buch
3.2. Das Museum als außerschulischer Lernort im Geschichtsunterricht
Eine Möglichkeit für einen außerschulischen Lernort, vor allem im Geschichtsunterricht, ist das Museum. Als Institution hat es nicht nur, wie man vielleicht denken mag, die Aufgabe, alte historische Gegenstände, Karten, Bilder oder Sonstiges zu sammeln, aufzubewahren und auszustellen, sondern auch einen Lehrauftrag. Die sogenannte Museumspädagogik versucht mit verschiedenen Methoden die Multiperspektivität und das Fremdverstehen des Publikums zu fördern. Diese Methoden sollten, genauso wie das Publikum, sehr heterogen sein und sich für maximalen Erfolg an deren Vorkenntnissen, Erfahrungen und Interessen orientieren, um die Exponate historisch bedeutend erscheinen zu lassen.
Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Vorgang der Vermittlung strukturiert und nach einem gewissen Leitfaden passiert, da die Menge an Ausstellungsgegenständen oftmals unübersichtlich und komplex erscheint. Eine vor allem bei Schulklassen dominierende Form dafür ist die Führung, bei der die Besucher bzw. die Schüler von einem Museumsmitarbeiter durch die Ausstellung geführt und mit Wissen und Erklärungen zu den Exponaten versorgt werden. Da diese Methode sehr einseitig für die Schüler ist und sie, wie auch im Unterricht, eine eher passive ‚Zuhörerrolle‘ einnehmen, bieten die meisten Museen auch andere Methoden an, die das Lernen im Museum und die Anschaulichkeit vereinfachen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des historischen Lernens am außerschulischen Lernort ein und skizziert die Fragestellung zur Nutzung des Centre Charlemagne.
2. Geschichtskultur: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Geschichtskultur als soziales System und zentrales Element der Geschichtsdidaktik.
3. Der außerschulische Lernort.: Es werden theoretische Grundlagen zu außerschulischen Lernorten und insbesondere zur museumspädagogischen Arbeit im Geschichtsunterricht dargelegt.
4. Das Aachener Stadtmuseum Centre Charlemagne: Hier erfolgt eine Vorstellung des Museums und der spezifischen pädagogischen Angebote für Schulklassen vor Ort.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Centre Charlemagne als förderlichen Lernort für den Geschichtsunterricht.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.
Schlüsselwörter
Geschichtsdidaktik, Geschichtskultur, außerschulischer Lernort, Museumspädagogik, Centre Charlemagne, Stadtgeschichte, Aachen, Geschichtsunterricht, Handlungskompetenz, Mediennutzung, Vermittlung, Historisches Denken, Lernmotivation, Dauerausstellung, Identitätsbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktischen Möglichkeiten, das Museum als außerschulischen Lernort effektiv in den Geschichtsunterricht zu integrieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Geschichtskultur, den methodischen Herausforderungen außerschulischen Lernens und deren praktischer Anwendung im Aachener Centre Charlemagne.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen des Centre Charlemagne für Schulklassen zu analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lehrer diesen Lernort didaktisch einbinden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse geschichtsdidaktischer Grundlagen sowie der Untersuchung des museumseigenen Angebots anhand der Website und publizierter Quellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung außerschulischen Lernens und die detaillierte Vorstellung der multimedialen Ausstellungsangebote sowie der pädagogischen Workshops des Centre Charlemagne.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Geschichtskultur, Museumspädagogik, Kompetenzorientierung und historische Authentizität.
Was zeichnet das Centre Charlemagne als Lernort besonders aus?
Das Museum zeichnet sich durch eine moderne, multimediale Gestaltung sowie spezifische Angebote wie das „Geschichtslabor“ aus, die ein aktives, mehrsinniges Lernen ermöglichen.
Wie unterstützt das Museum die Lehrkräfte bei der Planung?
Es bietet didaktische Materialien, Führungen und spezielle Workshops an, die den Lehrern bei der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung helfen.
- Arbeit zitieren
- Lukas Körfer (Autor:in), 2018, Das Museum als außerschulischer Lernort im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956805