Hein, Christoph - Drachenblut


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
1 Seiten

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Inhalt & Struktur des Buches

Nachdem ich diese Novelle fertig gelesen hatte, listete ich alle wichtige Ereignisse in der Reihenfolge auf, wie sie im Buch geschildert sind. Diese ordnete ich dann in eine chronologische Reihenfolge, indem ich einen Zeitstrahl entsprechend beschriftete. Auf einem separaten Blatt notierte ich mir zu jedem Ereignis meine spontane Gedanken in Stichwörtern. Als letzten Schritt legte ich beide Blätter nebeneinander auf den Tisch und kombinierte sie zu einem. Daraus entstanden ist die beiliegende Graphik, welche ich zeitlich wie auch inhaltlich erläutern werde.

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit, wo Claudia, der Protagonist, Henry kennenlernte. Es entstand eine Beziehung zwischen ihnen. Sie verbrachten oft miteinander ihre Zeit und teilten somit gemeinsame Erlebnisse. Doch ein verbaler Austausch ihrer Gefühle, Probleme und Ängste fand nicht statt. Solange das der Fall war, blieb der eine Partner dem anderen gegenüber ein fremder Freund. Erst nach Henrys plötzlichem Tode stellte Claudia Reflexionen über Ihre Lebensumstände an. Schlussendlich gestand sie sich im letzten Kapitel ihre Wünsche, Sehnsüchte und Ängste ein. Doch gleich darauf verdrängte sie diese mit ihrem Alltag in ihr Unterbewusstsein und äusserte als letzten Satz (Seite 212, Zeile 8): „Mir geht es gut.“ Aus dieser Haltung des Verdrängens resultieren jedoch Träume, welchen als Material eben das Unterbewusstsein dient. Die Geschichte endet mit einem Traum.

Die Novelle beginnt mit einem Traum, der die Endsituation der Geschichte darstellt. Nun ist aber dieser Traum für den Leser zu Beginn unverständlich. Er weiss ja nicht, was diesen Traum entstehen liess und von wem er überhaupt geträumt wird. In den darauffolgenden Kapiteln wird eine Rückwendung geschildert, welche das Geschehen vor dem Zeitpunkt des Traumes beschreibt. Rückwendungen trifft man sehr oft in Novellen, da sie sich sehr gut eignen um den Auslöser für eine Novelle, die „unerhörte Begebenheit“(Goethe)in den Geschichtsverlauf einzubauen. Henrys Tod war der Auslöser für Claudia sich ihre Vergangenheit vor Augen zu führen, um festzustellen, was ihren irritierten Zustand verursacht hatte. Der Leser erkennt dabei den Widerspruch in der Persönlichkeit des Protagonisten: Sie ist unfähig einen Menschen bedingungslos zu lieben und doch hat sie das Bedürfnis nach einem Partner. Auch Claudia ist zu dieser Erkenntnis gekommen doch verdrängt sie diese, wie auch ihre Erinnerungen an den Verstorbenen. Henrys Filzhut landet im Müll.

Durch dieses Buch wird man mit der Form der Novelle vertrauter und gleichzeitig kann man aus der Geschichte schliessen, wie wichtig es ist, daß man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt. Auf diesem Wege läuft man nicht Gefahr die Zukunft als Lebensverfehlung zu erleben.

Marko Nedeljkovic 3dW

1 von 1 Seiten

Details

Titel
Hein, Christoph - Drachenblut
Autor
Jahr
2000
Seiten
1
Katalognummer
V95692
Dateigröße
321 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hein, Christoph, Drachenblut
Arbeit zitieren
Marko Nedeljkovic (Autor), 2000, Hein, Christoph - Drachenblut, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95692

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