In dieser Arbeit wird erläutert, wie gut die deutsche Familienpolitik die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen fördert. Dabei wird ein Blick auf die Geschlechtergerechtigkeit geworfen, da diese zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen kann. Zudem wird die deutsche mit der schwedischen Familienpolitik verglichen, da Schweden in Bezug auf dieses Thema als Vorreiter gilt.
Das Ziel der Bachelorarbeit ist dabei, die Familienpolitik in Deutschland/Schweden in Bezug auf den Punkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu vergleichen und die Auswirkungen aufzuzeigen. Anhand der Ergebnisse wird die folgende Forschungsfrage beantwortet: Welche Unterschiede gibt es zwischen der deutschen und der schwedischen Familienpolitik in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber bringen, wie gut die Familienpolitik in Deutschland/Schweden Frauen in Bezug auf die Kindererziehung und Betreuung unterstützt und inwiefern die Geschlechtergerechtigkeit gefördert wird. Außerdem sollen sie aufzeigen, was Deutschland noch verbessern könnte.
Im demografischen Wandel kann man eine sinkende Anzahl an jüngeren Menschen und eine steigende Anzahl an älteren Menschen beobachten. Eine Ursache für die sinkende Anzahl an jüngeren Menschen ist der Rückgang der Geburtenzahlen in Deutschland. Frauen bekommen immer später Kinder. Laut dem Statistischen Bundesamt waren Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes 2018 im Durchschnitt 30 Jahre alt. Dadurch bekommen sie weniger Kinder, wodurch auch die Anzahl der geborenen Kinder gesunken ist.
Seit 1935 hat sich kein Jahrgang mehr reproduziert und die Bestandserhaltung der Gesellschaft ist nicht mehr gesichert. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Geburtenquote ist die Doppelsozialisation der Frauen. Das bedeutet, dass der Frau auf der einen Seite die Rolle der Mutter und Hausfrau zugewiesen wird, sie aber auf der anderen Seite auch sich selbst in Beruf und Karriere verwirklichen soll. Man kann also die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen als einen der Gründe für den Rückgang der Geburtenrate und somit auch den demografischen Wandel sehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Einordnung
- Die Typologie der Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen
- Die Familienmodelle nach Pfau-Effinger
- Familienpolitik in Deutschland
- Wandel der Familie und Familienpolitik
- Elterngeld, Elternzeit und Kindergeld
- Kinderbetreuung
- Einordnung in Wohlfahrtsstaatentypologie und Familienmodelle
- Familienpolitik in Schweden
- Wandel der Familie und Familienpolitik
- Elternversicherung und Erziehungsurlaub
- Kinderbetreuung
- Einordnung in Wohlfahrtsstaatentypologie und Familienmodelle
- Auswirkungen der familienpolitischen Maßnahmen
- Auswirkungen auf die Fertilitätsrate
- Auswirkungen auf die Erwerbsquote
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen in Deutschland und Schweden. Dabei werden verschiedene familienpolitische Maßnahmen betrachtet und deren Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf analysiert. Die schwedische Familienpolitik gilt als Vorbild in Bezug auf die Vereinbarkeit, weshalb ein Vergleich mit der deutschen Familienpolitik vorgenommen wird. Die Arbeit zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen familienpolitischen Maßnahmen und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in beiden Ländern zu beleuchten.
- Familienpolitik in Deutschland und Schweden im Vergleich
- Einordnung der Familienpolitiken in Wohlfahrtsstaatstypen und Familienmodelle
- Auswirkungen der Familienpolitiken auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Fertilitätsrate und Erwerbsquote als Indikatoren für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Die Rolle der Geschlechtergerechtigkeit und Care-Arbeit in der Familienpolitik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit vor und erläutert die Bedeutung der Familienpolitik im demografischen Wandel. Es wird die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland beleuchtet und die Forschungsfrage formuliert.
Das Kapitel „Theoretische Einordnung“ führt die Typologie der Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen sowie die Familienmodelle nach Pfau-Effinger ein. Diese theoretischen Konzepte dienen als Rahmen für den Vergleich der deutschen und schwedischen Familienpolitik.
Das Kapitel „Familienpolitik in Deutschland“ beleuchtet die Entwicklung der deutschen Familienpolitik und analysiert die wichtigsten Maßnahmen wie Elterngeld, Elternzeit und Kindergeld. Die Einordnung der deutschen Familienpolitik in die Wohlfahrtsstaatentypologie und Familienmodelle erfolgt im Anschluss.
Das Kapitel „Familienpolitik in Schweden“ behandelt die schwedische Familienpolitik und ihre wichtigsten Maßnahmen, wie Elternversicherung und Erziehungsurlaub. Die Einordnung der schwedischen Familienpolitik in die Wohlfahrtsstaatentypologie und Familienmodelle erfolgt im Anschluss.
Das Kapitel „Auswirkungen der familienpolitischen Maßnahmen“ betrachtet die Auswirkungen der Familienpolitiken auf die Fertilitätsrate und die Erwerbsquote in Deutschland und Schweden. Die Diskussion der Ergebnisse soll Aufschluss über die Effektivität der Familienpolitiken geben.
Schlüsselwörter
Familienpolitik, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wohlfahrtsstaat, Familienmodelle, Geschlechtergerechtigkeit, Care-Arbeit, Fertilitätsrate, Erwerbsquote, Deutschland, Schweden.
- Arbeit zitieren
- Laura Litmeyer (Autor:in), 2020, Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Familienpolitik in Deutschland und Schweden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956942