Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Industrial and organizational psychology

Selbstwirksamkeit als effizienter Regulator. Stresserleben im organisationalen Kontext

Title: Selbstwirksamkeit als effizienter Regulator. Stresserleben im organisationalen Kontext

Bachelor Thesis , 2020 , 79 Pages

Autor:in: Kira Franziska Haasbach (Author)

Psychology - Industrial and organizational psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende empirische Forschungsarbeit untersucht den Zusammenhang von Selbstwirksamkeitserwartungen und Stresserleben von Personen im organisationalen Kontext unter der Fragestellung, inwiefern eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung als effizienter Regulator gegen Stresserleben angesehen werden kann. Darüber hinaus wird geprüft, ob die Dauer der Betriebszugehörigkeit einen signifikanten Einfluss auf das Stresserleben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat oder ob geschlechtsspezifische Unterschiede in der Höhe des Stresserlebens und dem Selbstwirksamkeitsempfinden vorliegen.

Der Stichprobenumfang umfasst 238 Versuchspersonen und setzt sich aus 164 weiblichen und 74 männlichen Probandinnen und Probanden überwiegend mittleren Alters zwischen 21 und 40 Jahren mit einem geringen bis mittleren Stressempfinden zusammen. Die Datenerhebung erfolgte in Form einer Befragung zu einem Messezeitpunkt mittels eines teilstandardisierten Online-Fragebogens, welcher Messinstrumente aus den normierten Testverfahren Skala zur allgemeinen Selbstwirksamkeit (Jerusalem & Schwarzer, 1999) und Trierer Inventar zum chronischen Stress (Schulz, Schlotz & Becker, 2004) beinhaltete. Die Grundlage der Untersuchung bildeten vier Forschungshypothesen, welche anhand von Rangkorrelationen nach Pearson, t-Tests für unabhängige Stichproben sowie multipler Regressionen deskriptiv statistisch ausgewertet wurden. Im Ergebnis wird deutlich, dass lediglich die Dimensionen Selbstwirksamkeitserwartung und Stresserleben negative Zusammenhänge bei geringen bis mittleren Effekten zeigen. Darüber hinaus konnte nicht belegt werden, dass das Stresserleben von Personen mit einer längeren Betriebszugehörigkeit zunimmt. Außerdem konnte kein signifikanter geschlechtsspezifischer Unterschied zwischen der Höhe des Stresserlebens oder der Höhe der Selbstwirksamkeitserwartung ermittelt werden. Die Höhe der Selbstwirksamkeitserwartung scheint also eine effiziente Ressource gegen Stresserleben im Allgemeinen zu sein. Weitere Untersuchungen zum Stresserleben unter Berücksichtigung möglicher Regulatoren und Einflussfaktoren sind zu empfehlen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Stress

2.1.1 Definitionen und Abgrenzung

2.1.2 Merkmale von Stress und dessen zeitliche Verläufe

2.1.3 Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus

2.1.4 Allostatic-Load-Modell nach Bruce McEwen

2.1.5 Auswirkungen von Stress

2.1.6 Stressmessung

2.1.7 Personale Ressourcen zur Stressbewältigung

2.2 Die Rolle der Selbstwirksamkeit

2.2.1 Definitionen und Abgrenzung

2.2.2 Entstehung und Beeinflussung von Selbstwirksamkeit

2.2.3 Sozial-kognitive Theorie nach Albert Bandura

2.2.4 Formen von Selbstwirksamkeit

2.3 Selbstwirksamkeit als Regulator gegen Stresserleben

2.4 Ableitung der Forschungsfrage und Hypothesenbildung

3 Methodik

3.1 Stichprobenkonstruktion und -beschreibung

3.2 Untersuchungsdesign und -durchführung

3.3 Erhebungsinstrumente und -material

3.4 Statistische Datenanalyse

4 Ergebnisse

4.1 Hypothesentests

4.2 Kritische Würdigung der Methodik und der Ergebnisse

5 Diskussion

5.1 Interpretation der thesenrelevanten Ergebnisse

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelor-Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeitserwartungen und dem Stresserleben von Arbeitnehmern. Ziel ist es zu ermitteln, ob eine hohe Selbstwirksamkeit als effizienter Schutzfaktor gegen berufliche Belastungen fungiert und welche Rolle dabei soziodemografische Faktoren wie die Betriebszugehörigkeit oder das Geschlecht spielen.

  • Analyse von Stressentstehung und -verarbeitung im organisationalen Kontext.
  • Untersuchung der Bedeutung der Selbstwirksamkeit nach Bandura als regulatorische Ressource.
  • Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels einer quantitativen Online-Befragung.
  • Evaluierung der Stressbelastung unter Anwendung des Trierer Inventars zum chronischen Stress (TICS).
  • Replikation bestehender psychologischer Forschungsergebnisse für ein Arbeitsumfeld.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus

Als eines von vielen Stresstheorien und Rahmenmodellen gilt das transaktionale Stressmodell als einer der grundlegenden theoretischen Ansätze in der Stressforschung. Neben diesem und dem Allostatic-Load-Modell existiert durchaus zusätzlich eine Reihe weiterer Ansätze, deren detailliertere Betrachtung interessant gewesen wäre. Die Auswahl beider Modelle soll einen Auszug aus der Stressforschung darstellen.

Bei dem transaktionalen Stressmodell, welches von den Psychologen und Stressforschern Lazarus et al. (1981) entwickelt wurde, handelt es sich um ein dreistufiges Rückkopplungsmodell, bei welchem subjektive Bewertungsprozesse des Stresserlebens und Handlungen zur Stressbewältigung einer Person im Mittelpunkt stehen. Es sieht vor, dass die Reaktion auf externe Stressoren maßgeblich von den Gedanken, Beurteilungen und Bewertungen einer Person in dem jeweiligen situativen Kontext bestimmt wird. Dabei konzentriert sich das Modell im Wesentlichen auf die emotionale sowie kognitive Einschätzung einer Situation und den zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten einer Person. Die Theorie besagt, dass sich bei der Stressentstehung ein Ungleichgewicht zwischen den alltäglichen Ansprüchen, die an eine Person gestellt werden und den zur Verfügung stehenden persönlichen Ressourcen entwickelt, um die jeweiligen Anforderung bewältigen zu können (Lazarus, 1999). Dabei hängt das Stressempfinden einer Person hauptsächlich davon ab, wie die Person entsprechende Umweltsituationen bewertet und in welcher Weise die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten eingesetzt werden können (Lazarus et al., 1981).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Stress im organisationalen Kontext und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der regulierenden Wirkung von Selbstwirksamkeit ab.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Stressforschung, erläutert Stressmodelle wie das von Lazarus und McEwen und beleuchtet die sozial-kognitive Theorie von Bandura als Basis für das Selbstwirksamkeitskonzept.

3 Methodik: Hier werden das Untersuchungsdesign der quantitativen Online-Befragung, die Stichprobengewinnung via Schneeballverfahren und die eingesetzten Testinstrumente (SWE, TICS) beschrieben.

4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Hypothesentests, wobei Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeit und Stress analysiert sowie geschlechtsspezifische Unterschiede geprüft werden.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit der theoretischen Literatur verknüpft und die methodischen Limitationen der Arbeit kritisch beleuchtet.

6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung schließt die Arbeit ab, bewertet die Bedeutung von Selbstwirksamkeit als protektive Ressource und gibt Anstöße für weiterführende Studien.

Schlüsselwörter

Selbstwirksamkeit, Stresserleben, organisationaler Kontext, Stressregulation, Coping, Kompetenzerwartung, Stressoren, berufliche Belastung, Arbeitszufriedenheit, Stressprävention, Ressourcen, Sozial-kognitive Theorie, psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung als psychologische Ressource dazu beitragen kann, das Stresserleben von Arbeitnehmern im beruflichen Alltag effektiv zu regulieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Messung von Stress, das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura sowie Strategien zur Stressbewältigung in Organisationen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern kann eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung als effizienter Regulator gegen Stresserleben im organisationalen Kontext angesehen werden?“

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wendet eine quantitative, empirische Forschungsstrategie an, basierend auf einer teilstandardisierten Online-Befragung (Feldstudie) mit 238 Probanden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Stresserlebens und der Selbstwirksamkeit dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der methodischen Durchführung und der anschließenden statistischen Analyse der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Selbstwirksamkeit, Stresserleben, organisationaler Kontext, Coping-Strategien und Kompetenzerwartung.

Bestätigte die Studie den Einfluss der Betriebszugehörigkeit auf das Stresserleben?

Nein, die Hypothese, dass das Stresserleben mit einer längeren Betriebszugehörigkeit zunimmt, konnte nicht signifikant belegt werden.

Gab es signifikante Unterschiede im Stresserleben zwischen Männern und Frauen?

Nein, die empirischen Daten zeigten zwar Mittelwertunterschiede, diese waren jedoch statistisch nicht signifikant, weshalb die entsprechende Hypothese verworfen wurde.

Wie korreliert Selbstwirksamkeit mit Stress laut dieser Thesis?

Es wurde ein signifikanter negativer Zusammenhang festgestellt: Personen mit einer höheren Selbstwirksamkeitserwartung berichten von einem geringeren Stresserleben.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich zukünftiger Forschung?

Die Autorin empfiehlt aufgrund der Limitationen der vorliegenden Befragung zukünftige Forschungsansätze, die experimentelle Designs (z.B. Messung physiologischer Marker wie Kortisol) einbeziehen, um subjektive Verzerrungen zu vermeiden.

Excerpt out of 79 pages  - scroll top

Details

Title
Selbstwirksamkeit als effizienter Regulator. Stresserleben im organisationalen Kontext
College
University of applied sciences, Cologne
Author
Kira Franziska Haasbach (Author)
Publication Year
2020
Pages
79
Catalog Number
V957963
ISBN (eBook)
9783346299659
ISBN (Book)
9783346299666
Language
German
Tags
selbstwirksamkeit regulator stresserleben kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kira Franziska Haasbach (Author), 2020, Selbstwirksamkeit als effizienter Regulator. Stresserleben im organisationalen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/957963
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  79  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint