Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Professionelle Beziehungsgestaltung in der Sozialarbeit mit Familien im Rahmen einer Beratungsstelle

Title: Professionelle Beziehungsgestaltung in der Sozialarbeit mit Familien im Rahmen einer Beratungsstelle

Term Paper , 2019 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung einer professionellen Beziehungsgestaltung in der sozialen Arbeit, die vor allem auch im Bereich der systemischen Beratung von Familien relevant ist. Zuerst werden daher die Familienberatung und der systemtheoretische Ansatz unter Einbezug des Modells der kooperativen Prozessgestaltung definiert, um anschließend genauer auf die professionelle Beziehungsgestaltung und ihre Faktoren einzugehen. Für eine gelungene Beziehungsgestaltung
werden Aspekte wie die einzunehmende Grundhaltung und erforderliche Gesprächsführungskompetenzen der systemisch beratenden Person näher beleuchtet. Anschließend wird die Bedeutung der Beziehungsgestaltung anhand eines Fallbeispiels noch einmal im Bezug zur Anfangsphase professioneller Beratung betrachtet. Im letzten Teil werden die Probleme und Herausforderungen für den Aufbau einer Beziehung aufgezeigt und Empowerment als Leitidee für die Beratung aufgegriffen und dessen Bedeutsamkeit beschrieben, um am Ende durch ein abschließendes Fazit die Bedeutung einer professionellen
Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit festzumachen.

Der deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit definiert Soziale Arbeit als praxisorientierten Beruf und wissenschaftliche Disziplin, die "gesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen" fördert. Weiter heißt es, dass Soziale Arbeit Menschen befähigt, ihr Leben unter verschiedenen Herausforderungen zu bewältigen. Als Ausgangspunkt steht in der Sozialen Arbeit zumeist ein Problem sozialer Herkunft, welches gelöst oder vermieden werden soll mit dem Ziel, Menschen neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen oder ihre Handlungsoptionen zu erweitern. Die Tätigkeiten in der Sozialen Arbeit beschreibt Lüssi (2008) unter dem Begriff der Handlungsarten, wie das Beraten, Verhandeln, Intervenieren, Vertreten, Beschaffen oder der Betreuung. Für eine gelungene Zusammenarbeit mit den KlientInnen ist eine Grundlage als Basis sozialarbeiterischer Tätigkeit erforderlich. Diese Grundlage bildet der Beziehungsaspekt, ohne den diese Tätigkeit gar nicht erst möglich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Familienberatung

2.1 Systemtheoretischer Ansatz in der Familienberatung

2.2 Kooperative Prozessgestaltung (KPG)

3 Professionelle Beziehungsgestaltung

3.1 Aspekte der Beziehungsgestaltung

3.1.1 Menschenbild

3.1.2 Grundhaltung nach Rogers

3.2 Beziehungsgestaltung aus systemtheoretischer Sichtweise

4 Bedeutung der Beziehungsgestaltung an einer Fallskizze

4.1 Das Prozessmodell

4.1.1 Das Erstgespräch

4.1.2 Die Situationserfassung

4.1.3 Kooperation mit Klientln und Bezugssystem

4.2 Empowerment als Leitidee

4.3 Probleme und Herausforderungen

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung einer professionellen Beziehungsgestaltung im Kontext der systemischen Familienberatung. Dabei wird analysiert, wie Fachkräfte der Sozialen Arbeit durch eine reflektierte Grundhaltung, kooperative Prozessgestaltung und den Empowerment-Ansatz tragfähige Beziehungen aufbauen können, um Klientensysteme in schwierigen Lebensphasen effektiv zu unterstützen.

  • Systemtheoretische Grundlagen der Familienberatung
  • Kooperative Prozessgestaltung (KPG) als Arbeitsmodell
  • Einfluss der Beraterpersönlichkeit und Grundhaltung (nach Rogers)
  • Anwendung theoretischer Ansätze an einem konkreten Fallbeispiel
  • Herausforderungen wie Freiwilligkeit sowie Nähe und Distanz

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Das Erstgespräch

Jede Beratung beginnt mit einer ersten Kontaktaufnahme (Schlippe und Schweitzer 2016, S.225). Erste Kontaktaufnahmen finden in der Familienberatung meist durch ein Telefonat statt, so auch im Folgenden Fallbeispiel. Die Kontaktaufnahme beginnt mit dem Anruf der Mutter Christine M. in der Familienberatungsstelle. Hier werden erste Sachverhalte besprochen und ein Termin zum Erstgespräch vereinbart. Die Erstkontakte sind in vielen Beziehungen von einer großen Bedeutung. Die Wahrnehmungspsychologie schreibt davon, wie wichtig der erste Eindruck ist. Er bildet den sogenannten Primary-Effekt und kann im Nachhinein nur schwer korrigiert werden (Widulle 2012, S.142). Erstkontakte sind demnach entscheidend für den weiteren Hilfeprozess. Das Erstgespräch bietet sich an, um den kurzen Erstkontakt des Telefonats nun zu vertiefen und sich mit allen Familienmitgliedern bekannt und vertraut zu machen. Im systemischen Ansatz der Familienberatung hat sich das sogenannte „Joining“ nach Salvador Minuchin (1977) etabliert (Schlippe und Schweitzer 2016, S.225). „Joining“ bedeutet übersetzt so viel wie: „sich verbinden“ beziehungsweise „sich anschließen“ (ebd.). In der Anfangsphase soll mit Hilfe des „Joinings“ eine erste Beziehung zur Klientel aufgebaut werden, hierzu zählen einige Minuten Smalltalk und das Sammeln erster Informationen über Interessen und Ressourcen der GesprächsteilnehmerInnen (Schlippe und Schweitzer 2016, S.226). Ebenso gehört dazu eine kurze Vorstellung der beratenden Fachkraft der Sozialen Arbeit und der Beratungsstelle, um Klarheit und Orientierung zu verschaffen. Der Familie gilt es während dieser Phase die erste Nervosität zu nehmen und Vertrauen in die ungewohnte Situation und zur Fachkraft aufzubauen, um eine grundlegende Beziehung für den weiteren Prozess zu schaffen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert Soziale Arbeit als wissenschaftliche Disziplin und begründet die Notwendigkeit einer professionellen Beziehungsgestaltung in der systemischen Beratung.

2 Die Familienberatung: Dieses Kapitel führt in die Systemtheorie und das Modell der kooperativen Prozessgestaltung ein, um den Beratungskontext theoretisch zu rahmen.

3 Professionelle Beziehungsgestaltung: Hier werden die methodischen und persönlichen Voraussetzungen, wie das Menschenbild und die Rogers’sche Grundhaltung, für eine gelingende Beziehungsarbeit erläutert.

4 Bedeutung der Beziehungsgestaltung an einer Fallskizze: Die Theorie wird anhand eines Fallbeispiels konkretisiert, wobei der Fokus auf Erstgespräch, Situationserfassung und Empowerment liegt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die zentrale Bedeutung der Beziehungsgestaltung als Basis für gelingende Beratungsprozesse und betont die Notwendigkeit stetiger Reflexion.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Familienberatung, Beziehungsgestaltung, Systemtheorie, Kooperative Prozessgestaltung, Erstgespräch, Joining, Empowerment, Grundhaltung, Professionelles Handeln, Rogers, Systemische Beratung, Klientensystem, Beratungsprozess, Fallarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der essenziellen Rolle der Beziehungsgestaltung zwischen Fachkraft und Klientensystem innerhalb der systemischen Familienberatung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen systemtheoretische Ansätze, das Modell der kooperativen Prozessgestaltung, die professionelle Haltung der Beraterin bzw. des Beraters sowie die praktische Anwendung an einem Fallbeispiel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Beziehungsarbeit die Basis für erfolgreiche Beratungsprozesse geschaffen werden kann, um Familien bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse systemtheoretischer und berufsbezogener Standards sowie deren exemplarische Anwendung auf eine praxisnahe Fallskizze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen einer professionellen Beziehung, erläutert das Prozessmodell der Kooperativen Prozessgestaltung und diskutiert Herausforderungen wie Nähe, Distanz und Freiwilligkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Familienberatung, Beziehungsgestaltung, Empowerment, Systemtheorie und kooperative Prozessgestaltung.

Warum spielt der „Primary-Effekt“ im Erstgespräch eine so große Rolle?

Der erste Eindruck nach der Kontaktaufnahme prägt die Erwartungshaltung der Klienten stark und ist nachträglich nur schwer zu korrigieren, weshalb er entscheidend für den weiteren Beratungsverlauf ist.

Was versteht man unter dem Begriff „Joining“ in der systemischen Arbeit?

„Joining“ beschreibt den Prozess des „Sich-Verbindens“ oder „Sich-Anschließens“, bei dem durch Smalltalk und gegenseitiges Kennenlernen eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung aufgebaut wird.

Wie wird das Konzept des Empowerment in der Beratung umgesetzt?

Empowerment zielt darauf ab, die Klienten bei der Wiederentdeckung und Stärkung ihrer eigenen Ressourcen zu unterstützen, damit sie ihre Lebensführung eigenverantwortlich und mit neuer Kraft gestalten können.

Warum ist das Spannungsfeld „Nähe und Distanz“ für Berater relevant?

Fachkräfte müssen empathisch am Erleben der Klienten teilnehmen (Nähe), sich jedoch gleichzeitig professionell abgrenzen, um handlungsfähig zu bleiben und die nötige Objektivität im Beratungsprozess zu wahren.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Professionelle Beziehungsgestaltung in der Sozialarbeit mit Familien im Rahmen einer Beratungsstelle
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
22
Catalog Number
V957986
ISBN (eBook)
9783346304377
Language
German
Tags
Systemische Beratung professionelle Beziehungsgestaltung Beratungsstelle Rogers kooperative Prozessgestaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Professionelle Beziehungsgestaltung in der Sozialarbeit mit Familien im Rahmen einer Beratungsstelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/957986
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint