Ernährungsberatung bei Übergewicht. Entwicklung eines Kursprogrammes zur Gewichtabnahme


Einsendeaufgabe, 2016

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DATEN ZUM SCHWERPUNKTTHEMA DES KURSKONZEPTES
1.1 Definition von Übergewicht und Abgrenzung zur Adipositas mit den daraus resultierenden Konsequenzen für die Beratung / Betreuung
1.2 Daten zur Häufigkeit von Übergewicht in Deutschland und Entwicklungstrends
1.3 Allgemeine Ziele des Kurskonzeptes
1.4 Daten und Informationen zur Zielgruppe
1.5 Ausschlusskriterien

2 ORGANISATION DES KURSKONZEPTES
2.1 Ernährungsform
2.2 Makronährstoffverhältnis
2.3 Werbemaßnahmen
2.4 Gesamtkursdauer und Gruppengröße
2.5 Anzahl der Treffen pro Woche, Kurszeit und Dauer eines Treffens
2.6 Räumlichkeit
2.7 Geräte bzw. Hilfsmittel und eingesetzte Vortragsmedien

3 INHALTE UND GLIEDERUNG DES KURSKONZEPTES
3.1 Eingangscheck
3.2 Re-Tests
3.3 Inhalte Theorie und Praxis
3.4 Motivationsstrategien für die Kursteilnehmerinnen
3.5 Zusammenhang von Theorie und Praxis
3.6 Grobplanung der theoretischen und praktischen Inhalte

4 PRAKTISCHE UMSETZUNG DES ERNÄHRUNGSKONZEPTES

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Daten zum Schwerpunktthema des Kurskonzeptes

Übergewicht und Adipositas gehören laut World Health Organisation (WHO) zu den gravierendsten Problemen des 21. Jahrhunderts. An den Folgen sterben jährlich welt­weit mindestens 2,8 Millionen Menschen (WHO, 2017).

Adipositas im Erwachsenenalter betrifft ca. 20 % der Bevölkerung in Deutschland. Übergewicht und Adipositas sind wichtige Risikofaktoren für eine Reihe chronischer Krankheiten wie Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen und bestimmte Karzinomar­ten. Auch Vorurteile gegenüber Übergewichtigen und die Stigmatisierung adipöser Menschen stellt ein großes Problem dar (Bischoff, 2018, S. 619).

1.1 Definition von Übergewicht und Abgrenzung zur Adipositas mit den daraus resultierenden Konsequenzen für die Beratung / Betreuung

Die Körpermasse wird international durch den Body-Mass-Index (BMI) definiert und klassifiziert. Er wird berechnet, indem das Körpergewicht durch die Körpergröße zum Quadrat dividiert wird. Die aktuelle Klassifikation des Körpergewichts von der WHO bei Erwachsenen mittels BMI lassen sich aus Tabelle 1 ablesen.

Tab. 1: Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen anhand des BMI (nach WHO, 2000, S. 9)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei Erwachsenen beginnt Übergewicht bei einem BMI > 25,0 kg/m2. Ab einem BMI > 30 kg/m2 liegt die Diagnose „Adipositas“ vor. Adipositas, auch „krankhaftes Überge­wicht“ genannt, bezeichnet eine über das Normalmaß hinausgehende Vermehrung des Körperfetts (Bischoff, 2018, S. 619).

Da bei Adipositas meist Folgeerkrankungen vorhanden sind (z.B. Hypertonie, Fettleber, Diabetes mellitus usw.), können diese Personen nicht an Präventionsmaßnahmen teil­nehmen, sondern müssen therapeutisch behandelt werden.

1.2 Daten zur Häufigkeit von Übergewicht in Deutschland und Entwicklungstrends

Die nächste Tabelle zeigt den Anteil der Frauen und Männer mit Übergewicht und Adipositas in Deutschland im Jahr 2017. Laut des Mikrozensus 2017 belief sich der Anteil der Frauen in Deutschland mit einem BMI über 25 kg/m2 auf rund 43,1 %. Der Anteil der Männer belief sich auf rund 62,1 % (Statistisches Bundesamt, 2018).

Tab. 2: Anteil Übergewicht und Adipositas im Jahr 2017 in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nachfolgend ist die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas von Frauen und Männern in Deutschland in den Jahren 2005 bis 2017 dargestellt.

Auch die DEGS-Studie des Robert-Koch-Instituts (2008-2011) zeigt, dass sich der Gesamtteil der übergewichtigen Erwachsenen in Deutschland kaum verändert hat. Laut der Studie war er 2011 noch genauso groß wie Ende der Neunzigerjahre. Allerdings ließ sich innerhalb dieser Gruppe eine Verschiebung hin zu höheren Gewichtsklassen feststellen, weshalb die Adipositas im Jahr 2011 häufiger war als im Bundes- Gesundheitssurvey von 1998 (Robert Koch Institut, 2012).

Die Ergebnisse zeigen, dass in Zukunft der Prävention von Adipositas mehr Beachtung geschenkt werden muss. Übergewicht und vor allem Adipositas gehen mit einem erhöhten Risiko für Morbidität, Einschränkung der Lebensqualität, Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen sowie erhöhter Mortalität einher. Außerdem sind die Folgen einer Adipositas durch Gewichtsabnahme nicht immer reversibel.

Primäres Ziel auf Bevölkerungsebene stellt zuerst die Gewichtsstabilisierung und danach die Gewichtsreduktion dar, um die adipositasassoziierten Gesundheitsrisiken und Komorbiditäten zu senken. Ebenfalls soll die Lebensqualität dadurch erhöht werden (Bischoff, 2018, S. 619).

Die Nachfrage an Präventions- bzw. Gewichtsreduktionskursen wird daher in Zukunft steigen, wenn die Bevölkerung weiter an Gewicht zunimmt.

1.3 Allgemeine Ziele des Kurskonzeptes

Aus betrieblicher Sicht spielt der Erfolg des Kurses eine große Rolle. Die Zufriedenheit der Teilnehmerinnen stellt das oberste Ziel dar. Sind die Teilnehmerinnen begeistert vom Kurs, so werden sie das Unternehmen weiter empfehlen und mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Kurse buchen. Auch wird das Vertrauen in das Unternehmen gestärkt, da sie feststellen, dass hier Mitarbeiter sind, die sich auskennen in dem was sie tun. Ebenfalls kann sich der Erfolg des Gruppenkurses positiv auf den Produktverkauf im Fitnessstudio auswirken. Erkennen die Teilnehmerinnen ihren Nutzen aus den im Kurs vorgestellten Produkten, so werden diese meist ohne vorherigen Preisvergleich im Internet mitgenommen.

1.4 Daten und Informationen zur Zielgruppe

In der nachfolgenden Tabelle sind die grundlegenden Daten und Informationen zur Zielgruppe, die für den Kurs primär rekrutiert werden soll, aufgeführt.

Tab. 3: Daten und Informationen zur Zielgruppe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Ausschlusskriterien

Zu den Ausschlusskriterien des Kurses zählt ein BMI > 30 kg/m2, wenn die Frauen jünger als 20 Jahre und älter als 40 Jahre sind, an einer Essstörung oder anderen psychischen Erkrankungen leiden, den Anamnesebogen nicht ausgefüllt oder den Vertrag nicht unterzeichnet haben. Ebenfalls dürfen Frauen, die schwanger sind oder sich in der Stillzeit befinden, nicht teilnehmen, da hier eine Gewichtsreduktion nicht empfehlenswert ist.

2 Organisation des Kurskonzeptes

Nachfolgend wird die Organisation des Kurskonzeptes vorgestellt. Dabei wird auf die Ernährungsform, Makronährstoffverteilung, Werbemaßnahmen, Gesamtkursdauer, An­zahl der Treffen pro Woche mit Kurszeit und Dauer eines Treffens, Räumlichkeit, ein­gesetzte Geräte bzw. Hilfsmittel und Vortragsmedien eingegangen.

2.1 Ernährungsform

Für das Kurskonzept wird die Ernährungsform nach der LOGI-Methode ausgewählt. Es handelt sich hierbei um eine kohlenhydratreduzierte, eiweiß- und fettbetone Ernäh­rungsweise mit einem hohem Gehalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Dadurch entstehen keine extremen Schwankungen im Blutzucker- und Insulinspiegel und Heißhungerattacken werden vermieden. Der hohe Eiweiß- und Ballaststoffanteil in der Nahrung führt außerdem zu einer langen Sättigung. Die Kombination der Lebens­mittel bremst Hungergefühle aus und Zwischenmahlzeiten werden Überflüssig.

Die Teilnehmerinnen müssen dabei keine Kalorien zählen oder komplizierte Pläne ein­halten, was die Durchführbarkeit im Alltag leicht macht. Für eine Gewichtsreduktion wird empfohlen, die tägliche Kohlenhydratzufuhr auf ca. 80 g zu reduzieren (Schmie­der, 2014)

2.2 Makronährstoffverhältnis

Laut LOGI-Methode werden die Nährstoffe wie folgt verteilt (ausgehend von der Ge­samtenergie):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Werbemaßnahmen

Um potenzielle Interessentinnen auf den Gewichtsreduktionskurs aufmerksam zu ma­chen, werden zwei verschiedene Werbemaßnahmen verwendet.

Zum einen die Plakatwerbung im Studio und in den Kooperationsfirmen. Allein die Größe macht die Plakatwerbung zu einer ganz besonderen Werbeform, da sie kaum zu übersehen ist. Weitere Vorteile sind hohe Reichweite, zielgruppenorientierte Steuerung und schnelle sowie zielgerichtete Kommunikation durch kurze Werbeaussagen (SAXO- PRINT GmbH, 2018).

Als zweite Werbemaßnahme werden Anzeigen auf dem sozialen Netzwerk Facebook geschaltet. Die Vorteile hier sind die genaue Zielgruppenansprache mit nur sehr gerin­gen Streuverlusten und die hohe Reichweite. Außerdem kann so, im Vergleich zu ande­ren Werbemöglichkeiten im Internet, das zur Verfügung stehende Budget viel effektiver einsetzt werden (Facebook, 2018).

2.4 Gesamtkursdauer und Gruppengröße

Der Kurs erstreckt sich insgesamt über einen Zeitraum von 8 Wochen. Die Gruppengröße liegt bei 8 - 15 Teilnehmerinnen. Diese Größe ist ideal, denn so be­kommt der Gruppenkursleiter vieles von den Teilnehmerinnen und der Gruppendyna­mik mit und kann entsprechend darauf reagieren. Die Frauen finden sich zudem zurecht und können sich aufeinander beziehen. Ebenfalls ermöglicht diese Gruppengröße Me­thodenwechsel, lässt Kleingruppenarbeit zu und bietet ausreichend „ Stoff ‘ für Aus­tausch und Diskussion. Es kann außerdem vorkommen, dass eine oder mehrere Frauen ihre Teilnahme aus verschiedenen Gründen am Kurs vorzeitig beenden. Dies stellt mit 8 - 15 Teilnehmerinnen aber kein größeres Problem dar, da eine arbeitsfähige Gruppe zurück bleibt (Meyer-Kruse, 2013, M102 - M110).

2.5 Anzahl der Treffen pro Woche, Kurszeit und Dauer eines Treffens

Der Kurs erstreckt sich insgesamt über 8 Wochen. Weniger Zeit wird nicht gewählt, da sonst kaum Impulse für eine dauerhafte Verhaltensänderung gesetzt werden können. Pro Woche findet ein Treffen mit der Dauer von jeweils 1 U Stunden statt.

2.6 Räumlichkeit

Der Gruppenkurs findet im Kursraum des Fitnessstudios statt. Der Kursraum befindet sich ein einem extra Stockwerk. Der Studiobetrieb stört somit nicht die Gruppe.

Er bietet genügend Platz für alle Teilnehmerinnen und auch die Arbeit in Kleingruppen kann so ermöglicht werden. Der Raum ist lichtdurchflutet und verfügt über große Fens­ter, die verdunkelt werden können. Wenn eine gemütlichere Atmosphäre gewünscht wird, besteht die Möglichkeit, mittels einer Trennwand, den Raum zu verkleinern. Stüh­le, Tische, Steckdosen, Präsentationsmedien (Leinwand, Flipchart usw.), Stifte und Pa­pier sind ebenfalls vorhanden. Für eine optimale Temperatur ist auch gesorgt (Klimaan­lage für heiße Tage und Heizung für kalte Tage).

2.7 Geräte bzw. Hilfsmittel und eingesetzte Vortragsmedien

Die Vermittlung der einzelnen Kursthemen wird durch visuelle Vortragsmedien unter­stützt. Gewählt werden Flipchart, Pinnwand und PowerPoint Präsentationen, die mittels Beamer projiziert werden (Ebster & Stalzer, 2017, S. 146). Diese Visualisierungsele­mente sollen das gesprochene Wort unterstützen. Sie helfen den Teilnehmerinnen die wichtigsten Aussagen besser behalten zu können und erleichtern zudem das Verstehen des Gesagten (Hey, 2011, S. 55). Um Körpergewicht und Körperfettanteil zu bestimmen werden eine Körperwaage und ein Kaliper benötigt.

3 Inhalte und Gliederung des Kurskonzeptes

In Kapitel 3 werden die Inhalte und die Gliederung des Kurskonzeptes dargestellt. An­gefangen wird mit den eingesetzten Strategien/Tools zur Datenerhebung im Eingangs­check. Danach folgen Häufigkeit und Inhalte der Re-Tests, Inhalte von Theorie und Praxis, Motivationsstrategien für die Kursteilnehmerinnen und der Zusammenhang von Theorie und Praxis. Die Darstellung der Grobplanung der theoretischen und praktischen Inhalte für alle Wochen bzw. Einheiten schließt das Kapitel ab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Ernährungsberatung bei Übergewicht. Entwicklung eines Kursprogrammes zur Gewichtabnahme
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V958119
ISBN (eBook)
9783346302908
ISBN (Buch)
9783346302915
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ernährung, Kurskonzept, Übergewicht, Beratung, Planung, Ernährungskurs
Arbeit zitieren
Diana Schöniger (Autor), 2016, Ernährungsberatung bei Übergewicht. Entwicklung eines Kursprogrammes zur Gewichtabnahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958119

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