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Europäische Handelspolitik mit Afrika durch das Economic Partnership Agreement (EPA)

Inwieweit kann die Liberalisierung des Handels durch das EPA als entwicklungspolitische Maßnahme in westafrikanischen Staaten beitragen?

Titel: Europäische Handelspolitik mit Afrika durch das Economic Partnership Agreement (EPA)

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Carina Diener (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zunächst sollen die Handelsbeziehungen der Europäischen Union und deren entwicklungspolitischen Dimensionen, sowie entwicklungspolitische Maßnahmen der Europäischen Union erläutert werden. Diese sollen durch die Spezifizierung an dem Economic Partnership Agreement in den Kontext gebracht werden. Da das EPA unterschiedliche Verhandlungen mit verschiedenen regionalen Gruppen führt und dadurch auch die Auswirkungen variieren, wird der Fokus dieser Untersuchung auf der westafrikanische Region der ECOWAS-Staaten (Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft) liegen. Um die Fragestellung nun beurteilen zu können, wird zunächst eine empirische Analyse in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Staatseinnahmen durchgeführt. Als nächstes wird anhand einer Studie Prognosen von Zollschutz, Handel und Einnahmen auf Importe betrachtet, welche zu einer politisch-ökonomischen Schlussfolgerung führen soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Außenhandelsbeziehungen der EU

2.1 Die entwicklungspolitische Dimension der EU-Handelspolitik

2.2 Handelsliberalisierung mit den AKP-Staaten

3. Entwicklungspolitische Maßnahmen der EU

3.1 Akteure und Entscheidungsprozesse im Europäischen System

3.2 Rechtsgrundlage

3.3 Ziele

4. Das Economic Partnership Agreement mit Westafrika

4.1 Ziele

4.2 Die Region Westafrika

5. Empirische Analyse in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt

5.1 Einnahmequellen der Regierung

5.2 Handelszölle

5.3 Vernachlässigte Faktoren

6. Prognosen des Tariff Reform Impact Simulation Tool am Beispiel Nigerias

7. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die durch das Economic Partnership Agreement (EPA) forcierte Handelsliberalisierung einen Beitrag zur entwicklungspolitischen Förderung westafrikanischer Staaten leisten kann, unter besonderer Berücksichtigung der fiskalischen Auswirkungen. Dabei wird analysiert, ob die zu erwartenden Zolleinnahmeverluste und der Konkurrenzdruck die angestrebte wirtschaftliche Entwicklung gefährden oder fördern könnten.

  • Entwicklungspolitische Strategien der Europäischen Union
  • Struktur und Zielsetzungen des Economic Partnership Agreement (EPA)
  • Ökonomische Abhängigkeit der ECOWAS-Staaten von Zolleinnahmen
  • Prognosemodelle zu Handels- und Einnahmeeffekten am Beispiel Nigerias
  • Wettbewerbsfähigkeit westafrikanischer Staaten im internationalen Handel

Auszug aus dem Buch

5.3 Vernachlässigte Faktoren

In dieser Analyse wurden Wachstums- und Standorteffekte ausgeklammert. Im Prinzip kann die Handelsliberalisierung den Wettbewerb bei abnehmendem Schutzniveau fördern und einheimische Firmen zu Innovationen zwingen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Beides wiederum dürfte die Produktivität inländischer Unternehmen und das Nationaleinkommen erhöhen. Auch können die ECOWAS-Länder aufgrund des bevorzugten Zugangs zur EU höhere Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen anziehen. Das erfolgt zum Beispiel, wenn multinationale Unternehmen westafrikanische Länder als Exportstandort nutzen, um europäische oder andere afrikanische Märkte zu bedienen. Dies würden die Kapitalbestände und die Wachstumsraten in den ECOWAS-Ländern erhöhen.

Darüber hinaus kann das EPA zu technologischen Spillover-Effekten zwischen der EU und den ECOWAS-Staaten führen, was entweder ein erhöhtes Handelsvolumen oder wissenschaftlichen Austausch fördern soll. Die Integration kann aber auch zu wettbewerbsfördernden Effekten führen, die sich auf mehr Innovationsanreize und Ressourcenverteilung bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beziehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass all diese Effekte, wenn sie eintreten, zu einem Anstieg der Wachstumsraten von ECOWAS-Ländern führen können (vgl. Busse et. Al. 2004, S. 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das EPA als entwicklungspolitisches Instrument der EU zur Armutsbekämpfung und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Auswirkungen auf westafrikanische Staatshaushalte.

2. Außenhandelsbeziehungen der EU: Dieses Kapitel erläutert die Verknüpfung von EU-Handelspolitik und Entwicklungszielen sowie die historischen Rahmenbedingungen der Handelsliberalisierung mit den AKP-Staaten.

3. Entwicklungspolitische Maßnahmen der EU: Hier werden die Akteure, Entscheidungsprozesse und die rechtlichen Grundlagen der EU-Entwicklungspolitik, basierend auf dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), analysiert.

4. Das Economic Partnership Agreement mit Westafrika: Das Kapitel beschreibt die Genese des EPA mit den ECOWAS-Staaten, dessen Ziele und die spezifische wirtschaftliche Ausgangslage der Region Westafrika.

5. Empirische Analyse in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt: Die Analyse beleuchtet die Abhängigkeit westafrikanischer Staaten von Zolleinnahmen und untersucht mittels Indikatoren die potenziellen fiskalischen Risiken durch den Wegfall von Importzöllen.

6. Prognosen des Tariff Reform Impact Simulation Tool am Beispiel Nigerias: Mithilfe des TRIST-Modells werden kurzfristige Auswirkungen der Handelsreform auf Importe, Schutzebenen und Staatseinnahmen simuliert.

7. Schlussfolgerung: Das Fazit stellt die Handelseffekte den entwicklungspolitischen Zielen gegenüber und betont, dass ohne strukturelle Anpassungen die negativen fiskalischen Folgen überwiegen könnten.

Schlüsselwörter

Economic Partnership Agreement, EPA, Westafrika, ECOWAS, Handelspolitik, Handelsliberalisierung, Entwicklungspolitik, Staatseinnahmen, Zölle, Armutsbekämpfung, Wirtschaftswachstum, TRIST-Modell, AKP-Staaten, Zollschutz, Außenhandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Economic Partnership Agreement (EPA) zwischen der Europäischen Union und westafrikanischen Staaten auf deren Wirtschaft und staatliche Einnahmesituation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die entwicklungspolitische Dimension der EU-Handelspolitik, die fiskalische Abhängigkeit westafrikanischer Staaten von Zöllen sowie die Effekte einer Marktliberalisierung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die Handelsliberalisierung durch das EPA tatsächlich als entwicklungspolitische Maßnahme zur Förderung westafrikanischer Staaten fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Analyse der BIP-Zusammenhänge sowie auf die Auswertung des simulationsbasierten TRIST-Modells zur Prognose von Zoll- und Einnahmeeffekten.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der EU-Entwicklungsstrategien, die Spezifizierung auf das EPA, die empirische Betrachtung der Zolleinnahmen und eine modellgestützte Prognose für Nigeria.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation am besten?

Kernbegriffe sind EPA, westafrikanische Wirtschaft, Handelsliberalisierung, entwicklungspolitische Maßnahmen, Zolleinnahmen und wirtschaftliche Integration.

Warum ist der Wegfall von Zöllen für westafrikanische Staaten kritisch zu sehen?

Da viele westafrikanische Staaten in hohem Maße von Importzöllen als staatliche Einnahmequelle abhängig sind, führt deren Wegfall zu erheblichen Haushaltsdefiziten, die das Wirtschaftswachstum gefährden können.

Welche Rolle spielt das TRIST-Modell für die Ergebnisse der Arbeit?

Das Modell dient dazu, die kurzfristigen Auswirkungen der Handelsreform (z.B. Preisänderungen, Einnahmeverluste) für Nigeria zu simulieren und liefert somit quantitative Anhaltspunkte für die politische Schlussfolgerung.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Europäische Handelspolitik mit Afrika durch das Economic Partnership Agreement (EPA)
Untertitel
Inwieweit kann die Liberalisierung des Handels durch das EPA als entwicklungspolitische Maßnahme in westafrikanischen Staaten beitragen?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Carina Diener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V958262
ISBN (eBook)
9783346303585
ISBN (Buch)
9783346303592
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Economic Partnership Agreement Handelspolitik Entwicklungspolitik Afrika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carina Diener (Autor:in), 2020, Europäische Handelspolitik mit Afrika durch das Economic Partnership Agreement (EPA), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958262
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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