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Das Markgräfliche Palais von Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe

Titre: Das Markgräfliche Palais von Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe

Mémoire de Maîtrise , 2016 , 140 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Georg Machauer (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Für die Ansiedlung der "Forum Recht" genannten ambitionierten Einrichtung werden verschiedene Standorte in Karlsruhe diskutiert. Unter anderem ist dabei auch das ehemalige Markgräfliche Palais vom Beginn des 19. Jahrhunderts im Gespräch, das Karlsruhes klassizistischer Stadtbaumeister Friedrich Weinbrenner entworfen hat. Diese Arbeit behandelt die historischen Rahmenbedingungen, die einstige Zweckbestimmung sowie den Entwurfsprozess dieses wichtigen Palais´, das seit seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nur noch im Äußeren seine ehemalige Gestalt erahnen lässt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rezeptions- und Forschungsgeschichte

3. Baden und Karlsruhe im Zeitalter Weinbrenners

4. Friedrich Weinbrenners künstlerischer Werdegang

5. Planungs- und Baugeschichte

6. Beschreibung der Gebäude und des Gartens

6.1. Gartenanlage

6.2. Gartenhaus

6.2.1. Entwurf I

6.2.2. Entwurf II

6.2.3. Entwurf III

6.3. Das Markgräfliche Palais

6.3.1. Erster Entwurf

6.3.2. Zweiter Entwurf

6.3.3. Dritter Entwurf

6.3.3.1. Grundriss

6.3.3.2. Äußeres

6.3.3.3. Innenausstattung

7. Weinbrenners Quellen

7.1. Antike

7.2. Palladio

7.3. Revolutionsarchitektur

8. Verbindungslinien zwischen Theorie und Praxis – Weinbrenners „Architektonisches Lehrbuch“

9. Conclusio

10. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Markgräflich-Hochbergsche Palais am Rondellplatz in Karlsruhe als eines der Hauptwerke von Friedrich Weinbrenner wissenschaftlich aufzuarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf einer detaillierten baulichen Analyse, insbesondere der Grundrissgenese, um die architektonischen Intentionen des Baumeisters und seinen Umgang mit funktionalen sowie ästhetischen Anforderungen in diesem spezifischen städtebaulichen Kontext nachvollziehbar zu machen.

  • Analyse der Entstehungsprozesse des Palais und des zugehörigen Gartenhauses in drei aufeinanderfolgenden Entwurfsphasen.
  • Untersuchung der städtebaulichen Einbettung des Palais in die Karlsruher Stadtentwicklung am Rondellplatz.
  • Erforschung der theoretischen und praktischen Quellen Weinbrenners, insbesondere des Einflusses der Antike, Palladios und der Revolutionsarchitektur.
  • Bewertung der funktionalen Raumnutzung und der sozialen Hierarchisierung innerhalb der architektonischen Planung.
  • Synthese aus der architektonischen Praxis am Palais und Weinbrenners theoretischen Schriften im „Architektonischen Lehrbuch“.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der verstohlen durch Türrahmen gerichtete Blick des Fotografen erfasst eine Superposition von Rundbogenarkaden (Abb. 1), die einer Ruine anzugehören scheinen. Doch diese romantisch anmutenden, von vergangener Größe kündenden Überreste, die Friedrich Weinbrenner sicherlich gefallen und zeichnerisch festgehalten hätte, befinden sich nicht in Rom, nicht in Italien. Sie stehen respektive standen in Karlsruhe - es ist Weinbrenners eigenes Bauwerk, das durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges seinerseits zur Ruine geworden ist und nun gleichfalls von einer Vergangenheit erzählt, die es so nicht mehr gibt. Auch vielen, wenn nicht den meisten Bauten Friedrich Weinbrenners ist das Schicksal zuteilgeworden, im Laufe der Jahrhunderte aus dem Stadtbild zu verschwinden oder nur noch in rudimentärer Form auf uns zu kommen. Gleichwohl können wir uns dank der Fülle an überlieferten Plänen und Zeichnungen noch immer ein recht gutes Bild von ihrer ehemaligen Erscheinung machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung: das Markgräflich-Hochbergsche Palais in Karlsruhe durch eine fundierte Analyse seiner baulichen Gestalt und Entstehungsgeschichte wieder ins Bewusstsein zu rufen.

2. Rezeptions- und Forschungsgeschichte: Der Abschnitt skizziert den Wandel in der Bewertung von Weinbrenners Architektur über zwei Jahrhunderte, von der Verehrung zu Lebzeiten über die kritische Distanz um 1900 bis zur modernen wissenschaftlichen Neubewertung.

3. Baden und Karlsruhe im Zeitalter Weinbrenners: Dieses Kapitel bettet das Wirken Weinbrenners in den historischen Kontext der turbulenten politischen Umbrüche in Baden und die rasante städtebauliche Entwicklung Karlsruhes zur Zeit des frühen 19. Jahrhunderts ein.

4. Friedrich Weinbrenners künstlerischer Werdegang: Es wird die biografische und künstlerische Entwicklung Weinbrenners nachgezeichnet, von seiner handwerklichen Ausbildung über die prägenden Studienreisen bis hin zur Herausbildung seines spezifischen Architekturstils.

5. Planungs- und Baugeschichte: Das Kapitel behandelt die chronologische Abfolge der Entwürfe und die bauliche Umsetzung des Palais unter Berücksichtigung der städtebaulichen Vorgaben und finanziellen Rahmenbedingungen.

6. Beschreibung der Gebäude und des Gartens: Detaillierte Analyse der einzelnen Entwurfsphasen des Palais und des zugehörigen Gartenhauses, wobei insbesondere die Grundriss- und Fassadengestaltung sowie die Innenausstattung untersucht werden.

7. Weinbrenners Quellen: Hier werden die theoretischen und praktischen Einflüsse auf Weinbrenner beleuchtet, insbesondere die Rezeption der antiken Architektur, die Bedeutung von Palladio und die Einflüsse der zeitgenössischen Revolutionsarchitektur.

8. Verbindungslinien zwischen Theorie und Praxis – Weinbrenners „Architektonisches Lehrbuch“: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Weinbrenners praktischer Bautätigkeit am Palais und seinen theoretischen Ausführungen im „Architektonischen Lehrbuch“.

9. Conclusio: Die abschließende Synthese reflektiert das architektonische Werk Weinbrenners im Kontext seiner Zeit und fasst die Bedeutung seiner moralischen und ästhetischen Auffassungen zusammen.

10. Literatur: Verzeichnis der für diese Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Friedrich Weinbrenner, Markgräfliches Palais, Karlsruhe, Architekturgeschichte, Klassizismus, Grundrissanalyse, Palladianismus, Revolutionsarchitektur, Stadtentwicklung, Baugeschichte, Baukunst, Theorie und Praxis, Antikenrezeption, Markgräfin von Hochberg, Baudenkmal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der baugeschichtlichen Analyse des Markgräflich-Hochbergschen Palais in Karlsruhe, einem der bedeutendsten Werke des Architekten Friedrich Weinbrenner.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehungsgeschichte des Palais, seiner ästhetischen Konzeption, der architekturtheoretischen Verortung sowie der städtebaulichen Einbettung in die Stadt Karlsruhe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Auswertung der erhaltenen Pläne und Dokumente die architektonischen Absichten Weinbrenners sowie die Genese seiner Entwürfe präzise zu rekonstruieren und in den Kontext seiner Zeit zu stellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer methodischen Analyse von Archivmaterialien, darunter Originalpläne, Zeichnungen und historische Schriftquellen, sowie dem Vergleich mit zeitgenössischen architekturtheoretischen Vorbildern.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des städtebaulichen Kontextes, der biografischen Voraussetzungen des Architekten sowie einer detaillierten Analyse der drei Entwurfsphasen des Palais und des zugehörigen Gartenhauses.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essenziell?

Zu den zentralen Begriffen zählen Klassizismus, Weinbrenners „Architektonisches Lehrbuch“, Revolutionsarchitektur, Palladianismus sowie spezifische Begriffe der Bauanalyse wie Grundrissgenese und Fassadengestaltung.

Welche Rolle spielte die Markgräfin von Hochberg für den Bau des Palais?

Die Markgräfin von Hochberg war die Auftraggeberin. Ihre familiäre Situation und ihr Wunsch nach einer standesgemäßen Unterkunft beeinflussten maßgeblich die Planungsanforderungen und die funktionale Raumaufteilung des Palais.

Wie korrespondiert das Palais mit Weinbrenners theoretischem Werk?

Die Arbeit verdeutlicht, wie Weinbrenner theoretische Prinzipien – wie die Verbindung von Schönheit und Zweckmäßigkeit – in die praktische Ausführung des Palais übertrug und seine architektonische Philosophie darin manifestierte.

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Résumé des informations

Titre
Das Markgräfliche Palais von Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe
Université
University of Heidelberg
Cours
Europäische Kunstgeschichte
Note
1,7
Auteur
Georg Machauer (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
140
N° de catalogue
V958395
ISBN (ebook)
9783346300355
ISBN (Livre)
9783346300362
Langue
allemand
mots-clé
Friedrich Weinbrenner Markgräfliches Palais Klassizismus Karlsruhe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Georg Machauer (Auteur), 2016, Das Markgräfliche Palais von Friedrich Weinbrenner in Karlsruhe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958395
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Extrait de  140  pages
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