Diese Arbeit bietet einen Einblick in verschiedene Themen der klinischen Psychologie. Zunächst wird die Bedeutung von Risikofaktoren für die Entstehung von psychischen Störungen dargestellt. Anschließend wird auf den Einfluss sozialer Unterstützung und dysfunktionaler Kognition für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen eingegangen. Abschließend werden die Schritte des diagnostischen Prozesses im Rahmen einer psychotherapeutischen Intervention erläutert.
Psychische Störungen setzten sich aus den Beeinträchtigungen in den Bereichen Verhalten, kognitive Denkprozesse und Emotionen zusammen, die zu einem persönlichen Leidensdruck beim Betroffenen führen oder aber die Fähigkeit zur Zielerreichung einer Person abblocken. Die Bandbreite psychischer Funktionsweisen, die beeinträchtigt sein können und psychische Störung beziehungsweise Psychopathologie genannt werden können, ist groß.
Der Forschungsbereich in der Psychologie, der sich mit Pathologien der Emotionen, des Geistes und des Verhaltens beschäftigt, nennt sich klinische Psychologie. Ein Aufgabengebiet der klinischen Psychologie ist zudem im Rahmen der psychischen Erkrankungen, das Auseinandersetzten mit der Ätiologie psychischer Störungen. Das bedeutet, die Untersuchung der Faktoren, die das Entstehen von psychischen Problemlagen bedingen oder deren Ausbreitung begünstigen. Werden die Ursachen für eine psychische Störung bzw. Erkrankung aufgedeckt und erkannt, so lassen sich passende Behandlungsansätze und passgenaue Interventionen einleiten. Ferner ist es möglich psychischen Erkrankungen präventiv zu begegnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Teilaufgabe 1 – Bedeutung von Risikofaktoren für die Entstehung von psychischen Störungen
2. Teilaufgabe 2 – Einfluss sozialer Unterstützung und dysfunktionaler Kognition auf die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen
3. Teilaufgabe 3 – Schritte des diagnostischen Prozesses im Rahmen psychotherapeutischer Intervention
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die ätiologischen Grundlagen psychischer Störungen unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren, sozialen Einflüssen sowie kognitiven Mechanismen und erläutert den klinisch-diagnostischen Prozess zur Vorbereitung therapeutischer Interventionen.
- Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit
- Einfluss sozialer Unterstützung auf Stressbewältigung und Krankheitsverlauf
- Rolle dysfunktionaler Kognitionen und Schemata bei der Entstehung von Störungen
- Struktur und Ablauf des diagnostischen Prozesses in der Psychotherapie
Auszug aus dem Buch
3. Teilaufgabe 3 – Schritte des diagnostischen Prozesses im Rahmen psychotherapeutischer Intervention
Die psychologische Diagnostik gilt als eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Sie erlangt durch verschiedene Methoden, Verfahren und Strategien Daten, die zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Die Klinische Psychologie und Psychotherapie bedient sich an verschiedenen z.T. überlappenden Aufgaben der Diagnostik einschließlich des diagnostischen Kontexts. Hierzu zählen u.a. die klassifikatorische Diagnostik wie z.B. die Diagnostik psychischer Störungen, die Zuweisung von ICD-10- und DSM-IV-Diagnosen auf den verschiedenen Achsen. Auch die dispositionelle Diagnostik wie die Persönlichkeitsdiagnostik und die biographische Diagnostik, wie z.B. die einheitliche Beschreibung der Person und ihrer Vergangenheit zählen zum diagnostischen Prozess. Ferner sind im Zusammenhang der diagnostischen Aufgaben noch die funktionale Diagnostik mit der Durchführung von Verhaltensanalysen, die Verlaufs- und Prozessdiagnostik sowie Indikationsaufgaben zu nennen (Vgl., Wittchen & Hoyer, 2011, S. 384).
Die wohl bedeutendsten Aufgaben der klinisch-psychologischen Diagnostik sind die Beschreibung der vorliegenden Problematik auf qualitativer sowie quantitativer Ebene, also die Erhebung der Symptome inklusive, der Dauer, Intensität und Häufigkeit sowie die Faktoren, welche die Symptome verschlimmern, aufrechterhalten oder verbessern. Hinzu kommt die Klassifikation der Störung, um so einen professionellen Austausch zu ermöglichen und herbeizuführen. Eine Klassifikation gibt ferner Hinweise für eine Indikation und Differenzialindikation bezüglich der Behandlung. Eine Exploration der Lebensgeschichte hinsichtlich des Verlaufs und der Entstehung der Störung, ist für eine individuelle Planung der Behandlung von großer Bedeutung. Die Verlaufsbeobachtung der eingeleiteten oder durchgeführten Intervention und der Symptomatik, stellt für den erstellten Therapieplan, der nicht bis zum Ende der eingeleiteten Therapie seine Gültigkeit beibehält, ebenfalls eine Rolle. Zum Schluss ist noch die Überprüfung des Therapieerfolgs, also eine Evaluation einzuleiten (Vgl., Schmidt-Atzert et al., 2012, S. 504 f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teilaufgabe 1 – Bedeutung von Risikofaktoren für die Entstehung von psychischen Störungen: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Entstehungsmodelle psychischer Störungen und beleuchtet die Rolle von Risiko- und Schutzfaktoren innerhalb des Vulnerabilitäts-Stress-Modells.
2. Teilaufgabe 2 – Einfluss sozialer Unterstützung und dysfunktionaler Kognition auf die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen: Hier wird analysiert, wie soziale Ressourcen als Puffer gegen Stress wirken und wie dysfunktionale Kognitionen sowie Schemata zur Chronifizierung psychischer Erkrankungen beitragen.
3. Teilaufgabe 3 – Schritte des diagnostischen Prozesses im Rahmen psychotherapeutischer Intervention: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Schritte der psychologischen Diagnostik von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Indikationsstellung und Erfolgskontrolle, illustriert anhand eines Fallbeispiels.
Schlüsselwörter
Klinische Psychologie, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Soziale Unterstützung, Pufferhypothese, Dysfunktionale Kognitionen, Kognitive Verhaltenstherapie, Psychologische Diagnostik, Anamnese, Klassifikatorische Diagnostik, Symptomkonstellation, Psychotherapie, Fallbeispiel, Resilienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Klinischen Psychologie, insbesondere mit den Ursachen psychischer Störungen und den diagnostischen Verfahren, die für eine zielgerichtete psychotherapeutische Behandlung notwendig sind.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Wirkung von Risiko- und Schutzfaktoren, die Bedeutung sozialer Unterstützung für das psychische Wohlbefinden sowie die kognitionspsychologischen Ansätze zur Erklärung psychischer Erkrankungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Entstehungsbedingungen psychischer Störungen zu vermitteln und den diagnostischen Prozess als systematischen Weg von der ersten Erfassung bis zur therapeutischen Indikation darzustellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinisch-psychologischer Fachliteratur und verknüpft theoretische Modelle mit empirischen Erkenntnissen aus Längsschnittstudien sowie einem praxisnahen Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Entstehungsfaktoren (Risiko- und Schutzfaktoren), die Untersuchung psychosozialer und kognitiver Einflüsse sowie die methodische Beschreibung des diagnostischen Prozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Resilienz, dysfunktionale Kognitionen, klinische Diagnostik, soziale Unterstützung und therapeutische Indikation.
Was besagt das im Text erwähnte "Fassmodell"?
Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell (Fassmodell) veranschaulicht, wie genetische Veranlagung (Fassboden) und äußere Belastungen (Stress) interagieren, um die Schwelle zu überschreiten, ab der eine psychische Störung entsteht.
Wie unterscheidet sich die kategoriale von der dimensionalen Diagnostik?
Während die kategoriale Diagnostik klassifiziert, ob eine Störung vorliegt (z.B. nach ICD-10), ermöglicht die dimensionale Diagnostik eine genauere Bestimmung des Schweregrads und individueller Ausprägungen der Symptomatik.
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- Anonym (Author), 2020, Klinische Psychologie. Risikofaktoren und Entstehung psychischer Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/958707