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Wandel der Faktoren bei der Rufnamenvergabe

Title: Wandel der Faktoren bei der Rufnamenvergabe

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 34 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jasmina Cirkic (Author)

German Studies - Linguistics
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Wenn Nachwuchs ansteht, dann beginnt für die meisten werdenden Eltern die große Suche nach dem geeigneten Namen. Die Auswahl ist riesig und um so schwerer fällt die Entscheidung. Einige andere Paare wiederum haben klare Vorstellungen, wie ihr Kind heißen soll. Woher sie den Namen ´haben`, können aber die meisten nicht mehr sagen. Ein generelles Motiv lässt sich nicht ableiten. Das Hauptmotiv der meisten Eltern ist der Gefallen an einem bestimmten Namen. Objektiv ist dieses Motiv nicht zu begründen.
Es scheint, dass sich die Namensgebung heute von historischen Funktionen, Traditionen und Bräuchen gelöst hat. Nicht die Bedeutung eines Namens, sondern die Ästhetik des Klangs ist für viele der ausschlaggebende Faktor bei der Namenwahl.
In folgendender Ausarbeitung soll der Versuch unternommen werden, die verschiedenen Aspekte bei der Namenswahl darzustellen und zu erläutern. Klang, Bedeutung, Tradition, rechtliche Vorschriften sowie die Bildung neuer Vornamenmoden sollen mit Hilfe von Tabellen, Statistiken und Beispielen untersucht werden.
Ein kurzer geschichtlicher Rückblick soll einen Überblick über die Veränderungen vergangener Namenmoden geben.
Vor- und Rufnamen liefern sicherlich keine hundertprozentigen Informationen über den Wandel der politischen Einstellungen und der sozialen Mentalität, aber sie sagen einiges aus über die öffentliche Meinung einer Gesellschaft. Damit ist gemeint, dass die Verwendung bestimmter Namenvarianten Ideologien aufdecken aber auch verschleiern kann. Dementsprechend sollen die sozialen Dimensionen der Namengebung und -verwendung ausgewertet und dargelegt werden.
Welche Namen waren 1933 oder 1962 besonders beliebt und welche sind es heute? Was bewegte die damaligen Eltern zu bestimmten Vornamen und welche Motive haben die heutigen? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die deutschen Vornamen im Dritten Reich

1.1 Aufkommen und Verbreitung der altdeutschen Rufnamen

1.2 Ideologie und Name

1.3 Modewechsel im Dritten Reich

2. Der Vornamenbestand

2.1 Traditionelle Vornamen

2.2 Wiederbelebung biblischer Vornamen

2.3 Internationalisierung in der Namengebung

2.4 Der Begriff: ´Modenamen`

3. Motive bei der Namenvergabe

3.1 Individuelle Namenverteilung

3.2 Faktoren der Entscheidungsfindung

3.3 Namenmoden heute

3.4 ´Verleihnix` und ´Pumuckl`, akzeptierte und abgelehnte Vornamen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren und Motive, die den Wandel der Vornamenvergabe im Verlauf des 20. Jahrhunderts in Deutschland maßgeblich beeinflusst haben. Dabei wird analysiert, inwiefern historische Ereignisse, politische Ideologien sowie gesellschaftliche Moden und Trends die Namenswahl der Eltern geprägt haben.

  • Einfluss politischer Ideologien auf die Namensgebung im Dritten Reich
  • Entwicklung und Wandel der Vornamenbestände über verschiedene Jahrzehnte
  • Analyse der Motive bei der Namenswahl, insbesondere die Rolle von Klangästhetik und Trends
  • Die zunehmende Internationalisierung der Vornamen in Deutschland
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Akzeptanz bei der Namenswahl

Auszug aus dem Buch

3.2 Faktoren der Entscheidungsfindung

In früheren Zeiten war es allgemein verständlich, was es zu bedeuten hatte, wenn ein Kind einen ganz bestimmten Namen erhielt. Heutzutage ist eine solche Klarheit über die Bedeutsamkeit eines Namens nicht mehr vorhanden, da heutige Namen eine Reihe unterschiedlicher Konnotationen aufzeigen, von denen keine - gesellschaftlich gesehen - bindend und universell verständlich sind. Dieser Mangel darf nicht allgemein als ein Verlust an Bedeutung betrachtet und bewertet werden. Mit der heutigen Wahl des Namens sind genau wie in früheren Zeiten Wünsche und Aufträge für die Zukunft verbunden. Diese Konnotationen sind nicht immer sofort klar erkennbar.

Für die meisten Eltern soll der Name ihres Kindes Besonderheit und Allgemeinheit zugleich ausdrücken. Er soll sich von vielen anderen abheben und zugleich nicht zu exotisch sein, d.h., der Name soll Gewohntes erkennen lassen. Regulär wählen Namengeber bewußt nach ganz bestimmten Kriterien einen Vornamen aus. Hierbei spielen häufig mehrere Motive eine unterschiedlich starke Rolle. Seibicke bestätigt dieses, indem er schreibt:

„Die Faktoren, die die Namenwahl beeinflussen, sind so zahlreich, daß sich auch durch intensive Beobachtung der Entwicklungsstadien die Tendenzen, die im ´freien Spiel der Kräfte` schließlich die Richtung bestimmen, nicht mit Sicherheit ermitteln lassen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die deutschen Vornamen im Dritten Reich: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss nationalsozialistischer Ideologie auf die Vornamenwahl und den Anstieg germanischer Rufnamen als Ausdruck politischer Gesinnung.

2. Der Vornamenbestand: Hier wird der Wandel in der Zusammensetzung der Namen untersucht, von traditionellen Formen hin zur Wiederbelebung biblischer Namen und einer zunehmenden Internationalisierung.

3. Motive bei der Namenvergabe: Das Kapitel analysiert die psychologischen und sozialen Triebfedern der Eltern bei der Namenswahl, einschließlich des Einflusses von Medien und dem Begriff der Modenamen.

4. Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung der Namensgebungsfaktoren im 20. Jahrhundert zusammengefasst und bewertet.

Schlüsselwörter

Vornamen, Namensgebung, Namensmode, Germanische Vornamen, Biblische Namen, Internationalisierung, Klangästhetik, Namensrecht, Tradition, Soziale Mentalität, Identifikation, Modetrend, Darmstadt, Namensstatistik, Individualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die soziokulturellen und historischen Faktoren, die die Vornamenwahl in Deutschland im 20. Jahrhundert beeinflusst haben.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Themenfeldern gehören der Einfluss politischer Ideologien, der Wandel von Traditionen zu Modenamen sowie die Rolle von Klang und Popularität bei der Namenswahl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Motive der Namengeber zu verstehen und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Veränderungen die Auswahl der Vornamen geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es werden Namensstatistiken, historische Daten, Kurvendarstellungen und qualitative Analysen aus der Onomastik verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Namenswahl im Dritten Reich, die Entwicklung des Vornamenbestands und die Untersuchung der individuellen Motive bei der Namensentscheidung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Namensmode, Germanisierung, biblische Namen, Individualisierung und klangästhetische Faktoren.

Welche Rolle spielten politische Ereignisse konkret bei der Namenswahl im Dritten Reich?

Die Arbeit zeigt, dass die Wahl germanisch-ideologischer Namen wie "Adolf" oder "Horst" oft als Indikator für Sympathie oder regimetreues Verhalten gewertet werden konnte.

Warum spielt der Klang bei der modernen Namenswahl eine so große Rolle?

Da traditionelle religiöse oder familiäre Bindungen abgenommen haben, ist die ästhetische Wirkung eines Namens zu einem der wichtigsten Entscheidungskriterien für Eltern geworden.

Inwiefern hat sich die Namensgebung nach 1945 gewandelt?

Nach 1945 lässt sich eine deutliche Individualisierung feststellen; die Identifikation mit politischen Führungspersönlichkeiten wich einer größeren Freiheit und Vielfalt bei der Namenswahl.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Wandel der Faktoren bei der Rufnamenvergabe
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Course
Die Personennamen in der Geschichte des Deutschen
Grade
2,3
Author
Jasmina Cirkic (Author)
Publication Year
2000
Pages
34
Catalog Number
V9597
ISBN (eBook)
9783638162555
Language
German
Tags
Wandel Faktoren Rufnamenvergabe Personennamen Geschichte Deutschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmina Cirkic (Author), 2000, Wandel der Faktoren bei der Rufnamenvergabe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9597
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