Der Online-Nutzer


Seminararbeit, 1999

23 Seiten, Note: 1,7


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Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen

1. Einleitung

2. Methodik
2.1. Online-Befragung
2.2. Offline-Befragung
2.2.1. Akademic Data
2.2.2. GfK Online-Monitor

3. Anzahl der Nutzer
3.1. Hostrechner weltweit
3.2. Anzahl der Nutzer Deutschlands

4. Generelle Nutzungsmöglichkeiten
4.1. Informationen abrufen
4.2. Informationen publizieren
4.3. Kommunikation und Interaktion

5. Dienste des Netzes
5.1. E-Mail
5.2. World Wid e Web
5.3. News und Listen
5.4. FTP

6. Soziodemographie
6.1. Geschlecht
6.2. Alter
6.3. Bildungsstand
6.4. Einkommen

7. Interessen
7.1. Web Monitor
7.2. GfK Online-Monitor
7.2.1. Fun-User
7.2.2. Surfer
7.2.3. Information-Seeker
7.2.4. Software-Freaks

8. Fazit

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen

Abbildung 1: Weltweit angeschlossene Hostrechner

Abbildung 2: Nutzerzahlen für Deutschland

Abbildung 3: Nutzung der Internetdienste

Abbildung 4: Geschlecht

Abbildung 5: Alter

Abbildung 6: Bildung

Abbildung 7: Einkommen

Die Abbildungen 2 und 4-7 sind eigene Darstellungen auf der Basis der 4 Wellen des GfK Online-Monitors

1. Einleitung

Seit Beginn der Geschichte des Internets, der, wenn man vom Entstehen von Telegraphen- und Telefonnetzen absieht, „in der Zeit der ersten Mondlandung und in jener Zeit, als die Hippies das Zeitalter des Wassermannes heraufziehen sahen“(Münz & Nerfzger, 1999) datiert ist, stieg die Zahl der angeschlossenen Rechner und somit auch die der Nutzer ständig an. Zuerst nur für militärische und wissenschaftliche Zwecke genutzt, sollte bereits in den späten 70er Jahren gegen die Diskussionsgruppe „SF-LOVERS“, in der sich ARPA- Forscher an öffentlichen Diskussionen über Science Fiction beteiligten, wegen des unbestreitbar geringen Zusammenhangs mit Forschung, eingeschritten werden.

1979 wurde das USENET ins Leben gerufen, daß einen Netzzugang „auch für Personen ermöglichte, die nicht in einem Projekt der ARPA beschäftigt waren. Notwendig für die Teilnahme am USENET war lediglich ein unter dem Betriebssystem UNIX laufender Computer und ein Telefonanschluß“ (Musch, 1997). Schon in dieser Zeit begannen sich die Nutzer des Computernetzes in bezug auf die Zielsetzung, die sie bei der Benutzung des neuen Mediums hatten, zu differenzieren. Mit dem von Marc Andereessen entwickelten ersten grafischen Browser Mosaik, der später zu Netscapes Navigator weiterentwickelt wurde, war das Internet auch für Laien nutzbar geworden, worauf der Boom, den wir heute erleben, hauptsächlich basiert (Münz & Nerfzger 1999).

Es wurde angedeutet, daß sich die Nutzer schon in dieser frühen Zeit des Internets zu unterscheiden begannen. Daraus hat sich, wie unten gezeigt wird, bis heute eine Vielfalt entwickelt. Der Grund dafür ist einleuchtend. „Im Prinzip sind die verschiedenen Internetdienste - auf ihren technischen Kern reduziert - nichts anderes als eine Infrastruktur für Kommunikation“ (Bandilla & Hauptmanns, 1998). Deshalb treten bei der Beschreibung des Online-Nutzers ähnliche Probleme, wie auch bei der Typisierung der Verwender anderer Medien (z.B. Bücher, Fernseher, Radio, usw.) auf.

Diese Arbeit soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Differenzierung einer immer größer werdenden Zahl von Menschen geben, zu diesen Ansätzen weitestgehend kritisch Stellung nehmen und eine bereits verwendete Nutzertypologie vorstellen. Weiterhin wird die Frage erörtert, inwieweit die Gruppe der Online-Nutzer ein spezielles Cluster (homogene Gruppe) bildet oder ein Abbild der Gesamtbevölkerung darstellt?

2. Methodik

Ein Problem, das sich unweigerlich bei der Diskussion dieses Themas stellt, ist die Definition des Online-Nutzers. Bandilla & Hauptmann resümieren 1998: „Die Grundgesamtheit der Internet-Nutzer ist vor allem aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der Internetdienste nur schwer zu definieren. Eine allgemeingültige Definition fehlt.“ Pragmatischer geht die GfK in ihrem Online-Monitor vor. Ihr Vorschlag zur Definition des Online-Nutzers lautet:

„In der Terminologie des GfK Online-Monitor ist ein Nutzer nur jemand, der über einen Access verfügt und gleichzeitig propriäter Dienste eines Providers und/oder das WWW zumindest gelegentlich nutzt.“ (GfK Online-Monitor).

Grundsätzlich stehen zwei Alternativen zur Erforschung der Netznutzer zur Verfügung. Es kann online vorgegangen werden; aber auch das breite Spektrum der klassischen Methoden der Befragung (offline) steht zur Verfügung . Beide Arten haben, wie gezeigt wird, Vor- und Nachteile. So sollte die eingesetzte Methode für jede neue Forschungsfrage sorgsam abgewägt werden.

2.1. Online-Befragung

Als Vorteil der Online-Befragung sind vor allem die niedrigen Kosten, die für Befragungen, deren Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen und extrem hohe Fallzahlen aufweisen, zu nennen (Bandilla, 1999). Auch die Internationalität des Internets, die Umfragen über die nationale Grenze hinweg ermöglichen, zu den großen Vorteilen. Vergleiche verschiedener Länder (Batinic, 1996) werden mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich. Sind die technischen Voraussetzungen geschaffen und hinreichendes Wissen vorhanden, sind Folgeuntersuchungen zu noch geringeren Kosten realisierbar.

Nachteilig an Online-Befragungen ist, daß sich keine logischen Schlüsse über Repräsentativität und dergleichen ziehen lassen. Dies läßt sich durch die wissenschaftstheoretische Forderung, daß die Objektmenge von Ableitungen immer kleiner/gleich der Ableitungsmenge sein muß (Popper, 1994), begründen.

Um einen Einblick in die Forschunspraxis zu erhalten wird beispielhaft das Design einer Online-Befragungen erläutert, auf die später noch weiter eingegangen wird.

Web Monitor 97

Sample:

40.144 Teilnehmer, Stand 15. Januar 1988

Methode:

Zweiteiliger HTML-Fragebogen direkt im Internet: erster Teil: Web Site spezifische Fragestellungen

zweiter Teil: Einstellungs- und Nutzungsdaten, Produktinteressen und soziodemographische Angaben.

Aufgrund der Studienanlage sind keine Aussagen über die Repräsentativität der Ergebnisse bezogen auf das deutschsprachige World Wide Web insgesamt möglich.

Erhebungszeitraum:

Ab 15. Februar 1997, monatliche Auswertung (wp research, 1998)

2.2. Offline-Befragung

Unter Offline-Befragung sind alle klassischen Befragungsmethoden zusammengefasst. Genaugenommen erfolgt die Beantwortung der Fragen, werden sie per Mail versandt, möglicherweise ebenfalls „offline“. Dennoch soll dieser Fall nicht zu den Offline- Befragungen zählen. In der Praxis wird meist das CATI-Verfahren (Computer AssistedTelephone Interview) gewählt. Exemplarisch seien die Studie der ARD, die von Emnid ausgeführt wurde, als auch eine Studie von Akademic Data und der GfK erwähnt. Die beiden zuletzt genannten werden genauer erläutert, da im Folgenden mit aus ihnen entnommenen Daten argumentiert wird.

2.2.1. Akademic Data

Die Studie, die dem Thema Computerbesitz und Internetnutzung in privaten Haushalten nachging, wurde im Herbst 1997 durchgeführt. Die Stichprobe, die für die Hochrechnug auf die Grundgesamtheit aller privater Haushalte gezogen wurde, umfaßte 2665 Haushalte. Von diesen, mit RLD-Verfahren bundesweit per Telefon erreichten, gaben 596 Personen an, einen Computer zu besitzen. Dies entspricht einem Anteil von 22,4 Prozent. Von diesen wiederum gaben 19,5 Prozent an, über einen privaten Internetanschluß zu verfügen. Aus der Formel1 zur Festlegung des Stichprobenumfangs, die in nahezu jeder Einführung in die Statistik erwähnt ist, geht hervor, daß die Größe der Auswahl die Qualität der Aussagen maßgeblich beeinflußt (vgl. Bortz, 1999). Zu beachten ist, daß der Fehlerterm im „ungünstigsten“ Fall (p=0,5) einer dichotomen Variable, wie z.B. dem Geschlecht, bei einer Sicherheit von 95% für Deutschland mit der Stichprobengröße n=2665 ungefähr 2% beträgt. Werden allerdings, bei sonst gleichen Bedingungen, über die Internet-Nutzer N=5,6 Mio. (Online Monitor, 1.Welle), mit Hilfe der Academic Data Stichprobe n=222, Angaben gemacht, so können diese bis zu über 6,5% verzerrt sein!

2.2.2. GfK Online-Monitor

Bisher wurden vier Wellen des Monitors erhoben. Jede dieser Wellen wurde mittels Telefoninterviews repräsentativ aus der Grundgesamtheit aller 14- bis 59-jährigen deutschen Personen in Privathaushalten mit Telefonanschluß innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Dieses Verfahren läßt einen Schluß auf die Grundgesamtheit zu. Differenzen der Stichprobengröße zwischen den Wellen lassen sich in hohem Maße durch die angestiegene Nutzerzahl innerhalb Deutschlands erklären.

Stichprobengröße

1. Welle 10.034
2. Welle 7.434
3. Welle 5.662
4. Welle 5.063

Feldzeiten:

1. Welle 5. November 1997 bis 23. Januar 1998
2. Welle 22. Mai 1998 bis 02. August 1998
3. Welle 17. November 1998 bis 25. Januar 1999
4. Welle 10. Mai bis 25. Juli 1999

3. Anzahl der Nutzer

Nachdem Qualität und Herkunft der verwendeten Daten erläutert wurden, kann mit dem weitgehend deskriptiv aufgebautem Teil fortgefahren werden. Üblicherweise beginnen Studien damit, die Anzahl der Menschen zu ermitteln, die das Internet nutzen. Auch hier soll so verfahren werden, auch wenn eine genaue Zahl anzugeben, aufgrund der dezentralen Architektur des Netzwerkes, nicht möglich ist. Es gibt keine Verwaltungsstelle, bei der sich jeder neue Nutzer an- und jeder Austretende abmeldet. Die Zahlen, die deshalb immer Schätzwerte darstellen (Lottor, 1998), differieren teilweise um ein Vielfaches ihrer selbst.

3.1. Hostrechner weltweit

Jedoch gibt es die Möglichkeit über die am Netz angeschlossenen Hostrechner, die zumindest bedingt meßbar sind, ein relativ hartes Datum zu ermitteln. Da die Zahl derer, die über einen Host Zugang zum Internet erhalten, sehr unterschiedlich ist, schwanken die Faktoren, mit denen die Hostzahlen multipliziert werden, um die tatsächliche Anzahl von Nutzern zu schätzen, von 3.5 - 7.5 (Batinic, 1999).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Weltweit angeschlossene Hostrechner

Ausgehend von 60.000.000 Hosts, multipliziert mit einem konservativen Faktor wenig über vier kann eine weltweite Nutzerzahl von 250 Millionen ermittelt werden. Die in Abbildung 1 gezeigte Kurve, die einen exponentiellen Verlauf beschreibt, ermöglicht es einen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden, progressiven Anstieg der Nutzerzahl zu prognostizieren.

3.2. Anzahl der Nutzer Deutschlands

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Nutzerzahlen für Deutschland

Für Deutschland ist durch repräsentative Befragung eine wesentlich genauere Schätzung der Online-Nutzer möglich.

Hier hat sich die Anzahl in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt. Anfang 1998 wurden 5,5 Millionen Online-Nutzer ermittelt. Im August 1999 nutzten deutschlandweit bereits ca. 9,9 Millionen Menschen das Internet. Aufgrund der relativ konstant gebliebenen Wachstumsrate ist eine Sättigung des Anstiegs in nächster Zeit nicht zu erwarten (GfK Online-Monitor, 1999).

4. Generelle Nutzungsmöglichkeiten

Die Methode, die wohl am eindeutigsten die verschiedenen Möglichkeiten der Interentnutzung voneinander abgrenzt, wird 1999 von Batinic beschrieben. Sie unterteilt die Nutzungsmöglichkeiten des Internets in drei Kategorien. Grundsätzlich können die

Funktionen Abrufen von Daten, Publikation von Daten und Kommunikation bzw. Interaktion im Internet unterschieden werden. Sowohl dem Kriterium der disjunkten Ausprägung der Variable als auch dem der erschöpfenden Zuordnung der Merkmalsträger wird entsprochen (Diekmann, 1995). Damit ist jedoch nicht vorausgesetzt, daß sich die Nutzung einer Person auf ausschließlich eine der Möglichkeiten beschränkt. Die Relevanz des beschriebenen Ansatzes wird aufgrund der nichtreaktiven Meßmöglichkeit und der Ermittlung eines harten Datums (gesendete bzw. empfangene Bytes) nicht nur für theoretische Analysen, sondern auch für empirische Forschung eindeutig belegt.

4.1. Informationen abrufen

Die wohl am meisten genutzte Funktion des Internets ist das Abrufen von Daten, daß sich nicht nur auf das World Wide Web beschränkt, sondern auch verschiedene Datenbanken, die über FTP (File Transfer Protokoll) zu erreichen sind einschließt. Beispiele dieses Bereiches sind das Abrufen des Kontostandes (http://spkweb.izb-hb.de/spk073p/), die Recherche nach Informationen vom Kochrezept (http://azetidin.ioc.tuwien.ac.at/) bis zur Wasserqualität der EU-Strände (http://europa.eu.int/water/water-bathing/index_en.html), als auch Überprüfung des aktuellen Regenrisikos (http://www.wetternetz.de/Nuern- berg.html).

4.2. Informationen publizieren

Jeder, der über ein bestimmtes technisches Wissen und über die technische Möglichkeit verfügt, kann im Internet publizieren. Die Möglichkeiten sind dabei nicht auf das bloße Niederlegen von Text auf einen Server beschränkt. Es können animierte Graphiken eingebaut, die Schrift mit begleitenden Bildern unterlegt bzw. illustriert werden, sogar Ton- und Videosequenzen in eine Homepage einzubauen stellt keine große Herausforderung dar. Doch damit ist das Gebiet der Publikation im Netz noch nicht erschöpfend bearbeitet. Schreiben von Mails in Newslettern und die Veröffentlichung von News in einer Newsgroup, als auch das Ablegen von Programmen auf einen FTP-Server fallen in diesen Bereich der Online-Nutzung. Welche Gründe den Einzelnen dazu bewegen, teilweise äußerst private Informationen zum weltweiten Abruf zur Verfügung zu stellen, wurde bisher nahezu nicht erforscht.

4.3. Kommunikation und Interaktion

Chatrooms, MUDs (Multi User Dungeons) und dergleichen fallen in diesen Bereich der Nutzung. Die Echtzeitdatenübertragung, die eine „echte“ Kommunikation zuläßt, ist Kennzeichen dieser Funktionen. Ob mit realen Identitäten über ernsthafte Themen diskutiert wird, oder eine fiktive Heldenfigur in einer Abenteuerlandschaft mit anderen in Kontakt tritt, es handelt sich um computerunterstützte Kommunikation bzw. Interaktion.

5. Dienste des Netzes

Ein etwas weniger trennscharfes, jedoch besser erforschtes Unterscheidungskriterium stellt der Vergleich der einzelnen Dienste im Internet dar. Über diese gibt die oben schon erwähnte repräsentative Umfrage von Academic Data, die sich mit der Frage beschäftigt, mit welcher Häufigkeit die Dienste in Anspruch genommen werden. Für die Entscheidung, wie eine Online-Umfrage publik gemacht werden soll, ist es ratsam folgende Ergebnisse genau zu beachten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Academic Data (http://www.academic-data.de/pcint.htm)

Abbildung 3: Nutzung der Internetdienste

5.1. E-Mail

Der E-Mail-Dienst wird am meisten genutzt. Zwar sind die Unterschiede zum WWW in den Kategorien „häufig“ und „manchmal“ nicht groß, oder die E-Mail ist sogar weniger genannt, doch durch die 17,1% der Internet-Nutzer, die angaben, diese Anwendung „sehr häufig“ zu nutzen, wird der Unterschied zum Word Wide Web deutlich ersichtlich. Für Online-Forscher erschreckend mag die Tatsache sein, daß selbst die überaus oft benutzte E-Mail von fast einem Viertel der Online-Nutzer „nie“ verwandt wird.

5.2. World Wide Web

Die Häufigkeit mit der das World Wide Web genutzt wird ähnelt der E-Mail, bis auf die bereits erwähnte geringere Nennung der Ausprägung „sehr häufig“ und der dafür leicht vermehrten Angabe der Kategorien „häufig“ bis „nie“, sehr. Wird in diesem Zusammenhang eine dritte Variable, das Geschlecht der Probanden, untersucht, stellt sich heraus, daß sich die beiden Dienste doch mehr als nur marginal unterscheiden. Das WWW ist eindeutig dominiert von Männern (Hauptmanns, 1999).

5.3. News und Listen

News und Listen werden von den angeführten Diensten am wenigsten genutzt. Vermutlich ist es den meisten Nutzern nicht einfach genug das Angebot dieser Informationen in Anspruch zu nehmen. Einige Browser unterstützen die New nicht, andere wiederum ermöglichen zwar ein Abrufen von News, lassen aber sehr an Benutzerfreundlichkeit zu wünschen übrig. Hinzukommt, daß bei vielen günstigen Netzzugängen, vor allem Call-By- Call, kein Zugriff auf News gestattet ist. Auch der manchmal unfreundliche Ton, mit dem neue Nutzer der News behandelt werden, kann zu diesem Ergebnis führen.

Mit der Nutzung von Listen verhält es sich ähnlich. Die Anmeldung, die zum Erhalt der Listeninformationen nötig ist und Anforderungen, die über das Klicken von Icons hinausgeht, könnte potentiell neue Nutzer abschrecken. Diese beiden Dienste werden, auch aufgrund des gegebenen Themenbezugs, meist von eher professionellen Usern genutzt.

5.4. FTP

Ebenfalls ein weniger häufig genutzter Dienst des Netzes ist das FTP. Meist ist zur Nutzung Software, die über den normalen Browser hinausgeht erforderlich. Von neueren Browsern wird FTP unterstützt, ohne daß insbesondere darauf hingewiesen wird, was zu einer verminderten Nennung führen kann. Oft handelt es sich bei den per FTP empfangenen Daten um Programme, die länger genutzt werden können, daß eine „häufige“ Nutzung des Dienstes für wenige nötig ist.

6. Soziodemographie

Die soziodemographischen Daten der Online-Nutzer werden vom GfK Online-Monitor sehr gut erfasst. Die Studie, die bereits in der 4. Welle erhoben wurde, zeigt die prozentuale Entwicklung der einzelnen Merkmale über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren. Betrachtungen der Varianzen einer Variable zu verschiedenen Meßzeitpunkten lassen es zu, über zukünftige Erhebungen Vermutungen anzustellen. Auch Unterschiede, die bei Vergleichen verschiedener Studien, ermittelt wurden, sollen näher betrachtet werden.

6.1. Geschlecht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Geschlecht

„Die Angaben zum Anteil weiblicher Nutzer von Internet-Diensten schwankten von 15% (Batinic, 1996) über 23,2% (w3b-Befragung, 1999) bis zu 34% (GfK Online-Monitor). Diese Abweichungen werden allzu leicht durch das Anzweifeln der Validität einzelner Studien erklärt. Hauptmanns stellt jedoch 1999 die These auf, daß diese Unterschiede durch Bildung von Subgruppen der Internet-Nutzer mit verschiedenem Nutzerverahlten erklärbar sind. Begründungen hierfür werden in Abschnitte 5 dieser Arbeit erläutert. Da Online-Befragungen immer durch Selbstselektion beeinflusst werden, kann vermutet werden, daß die aus Offline-Befragungen erhobenen Daten zu Frauenanteil im Netz, die deutlich über denen der Online-Befragung liegen, eher die tatsächliche Verteilung abbilden. Wie aus Abbildung 4 zu erkennen ist, überwiegt der Anteil der Männer im Netz noch deutlich. Der Unterschied wurde jedoch bei jeder Erhebungswelle geringer. Es ist zu erwarten, daß sich diese Entwicklung auch in Zukunft fortsetzten wird.

6.2. Alter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Alter

Die Zeiten des, wie in vielen Vorurteilen propagierten, Internets, daß nur von Studenten genutzt wird, gehören eindeutig der Vergangenheit an. Die Gruppe der 20-29 järigen Online-Nutzer, deren prozentuale Abweichung im Vergleich zur Grundgesamtheit sehr groß ist, und die der 30-39 jährigen, die begründet durch die absolut höhere Zahl in der Bevölkerung, eine Kathegorie mit nahezu gleicher Größe bilden, zusammengerechnet ergeben über die Hälfte aller Online-Nutzer Deutschlands. Bei einem Vergleich der vier Wellen zeigen sich diese beiden Merkmale, als auch das der 40-49 jährigen als relativ stabil. An den Enden der Altersverteilung lassen sich hingegen eindeutige Trends zeigen. Die Anzahl 14-19 Jahrringen nimmt, bis auf einen Einbruch in der zweiten Welle, kontiuierlich zu und vergrößert damit den Bias zur Grundgesamtheit mit nahezu jeder Erhebungswelle weiter. Die Entwicklung der 50-59 Jährrigen zeigt sich noch klarer. Über alle vier Wellen nimmt ihr Anteil an der Gruppe der Online-Nutzer stets ab. Die Größe der Unterrepräsentanz zur Grundgesamtheit ist vergleichbar mit der Quantiät der Überrepresentanz der 20-29 Jährrigen.

6.3. Bildungsstand

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Bildung

Das Merkmal Bildung zeigt, daß mit Online-Umfragen (noch) keine Repräsentativität erreicht werden kann. Personen, die als höchste abgeschlossene Schule die Hauptschule angaben, sind im Gegensatz zur Bevölkerung unter den Online-Nutzern wesentlich weniger vertreten. Abitur und Studium zeigen eine Verzerrung in die andere Richtung. Nur bei denjenigen, die mittlere Reife angaben, stimmt die Grundgesamtheit nahezu mit denen, die als Online-Nutzer bezeichnet werden, überein. Starke Zunahmen beim Anteil der Hauptschüler und Abnahmen derer mit Abitur bzw. Studium lassen jedoch eine Entwicklung ähnlich wie bei Telefon und Fernseher vermuten. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß Internet und Fernseher in naher Zukunft durch ein einziges Gerät nutzbar werden (Die Firma Löwe vertreibt bereits ein solches Gerät), wird die These gestärkt.

6.4. Einkommen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Einkommen

Die Einkommensverteilung zeigt den Trend zu einem Internet für jedermann, auch wenn es bis dahin noch eine ganze Zeit dauern wird. Einen Internetzugang zu bezahlen ist, wie der Anstieg der Gruppe unter 3000,-DM zeigt, nicht mehr nur reichen Haushalten möglich. Wie in den bereits beschriebenen Merkmalen der Soziodemographie zeigt sich auch beim Einkommen eine Tendenz zur Angleichung an die deutsche Bevölkerung. Die zu den Enden der Skala hin zunehmende Verzerrung ist ebenfalls nicht ausschließlich bei dieser Variable zu erkennen. Das relativ gute Übereinstimmen im mittleren Bereich läßt sich erneut feststellen.

7. Interessen

Wie schon bei, der Erörterung des soziodemographischen Merkmals Geschlecht und des Nutzerverhalten der verschiedenen Internet-Dienste, scheint es sich bei den Online- Nutzern nicht um ein homogene Gruppe zu handeln, sondern vielmehr um eine, die in weitere Cluster unterteilt werden kann. Das Ziel der Gruppensegmentation wurde von der Untersuchung Web Monitor (siehe auch 2.1.) verfolgt. Die Ergebnisse werden im folgenden Abschnitt ausgeführt. Eine bereits existierende Typologie des Online-Nutzers, die im GfK Online-Monitor verwendet wird, verknüpft die demographischen Merkmalen mit den Interessen der Probanden.

7.1. Web Monitor

Ausgehend von der These, daß Personen mit unterschiedlichen Interessen auch voneinander verschiedene Homepages besuchen, wurde die Web Monitor Untersuchung ins Leben gerufen. Das der Hinweis auf die Online-Befragung wurde auf Seiten publiziert, die jeweils eine andere Zielgruppe ansprachen. Es sollte dadurch bewiesen werden, daß unterschiedliche Websites unterschiedliches Publikum anziehen und sich die Nutzer verschiedener Websites hinsichtlich Interessen, soziodemographischer Merkmale und Nutzungsverhalten unterscheiden. Diese Ausgangsthesen wurden mit Hilfe der üblichen statistischen Auswertungsverfahren, durch die verworfene Hypothese der homogenen Netznutzer gestärkt.

Die Funktion, die Online-Nutzung für User erfüllt, wurde mittels Faktorenanalyse in Freizeit- und Informationsdimension gegliedert. Eindeutig konnte unterschiedliches Nutzungsverahlten und unterschiedliche Zielsetzung bei der Nutzung des Internets nachgewiesen werden. Durch diese Dimensionen wird erklärbar, warum in OfflineBefragungen der Anteil der Frauen deutlich über dem liegt, der in Online-Studien ermittelt wurde. Frauen, ermittelte Web Monitor, nutzen das Internet eher Zielgerichtet zur Information. Männer hingegen suchen häufig auch Unterhaltung im Netz.

7.2. GfK Online-Monitor

Auch der Online-Monitor der GfK befragte die Probanden nach ihren Interessen und mit welcher Zielsetzung sie das Netz nutzen. Aufgrund von diesen Daten bildete die GfK vier Cluster, die jeweils eine homogene Gruppe von Online-Nutzern bezeichnen (Bronold, 1999)

7.2.1. Fun-User

Meist sind Fun-User junge Studenten oder Auszubildende unter 20 Jahren, die sich nicht zuhause, sondern im Internet-Cafe oder in der Universität Zugang zum Internet verschaffen. Sie nutzen vorwiegend die interaktiven und kommunikativen Funktionen des Netzes (siehe 4.3.). Nahezu ausschließliches Ziel dieser Gruppe ist Unterhaltung.

7.2.2. Surfer

Wie auch der Fun-User befindet sich der Surfer oft nicht zuhause, wenn er das Internet nutzt, sondern in Universität oder Internetcafe. Allerdings ist diese Gruppe, die sich neben dem Chat durch das Suchen und Aufnehmen von Information, gleich ob wissenschaftlich oder unterhaltend, beschreiben läßt, im Vergleich zur vorher beschriebenen, älter. Zwischen 20 und 28 Jahren sind die Surfer, die vermehrt studieren oder Angestellte sind.

7.2.3. Information-Seeker

Überwiegend zur Beschaffung von Information nutzen die, wie der Name es schon sagt, Information-Seeker das Internet. Sie sind im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Jahren alt und haben sowohl im Büro als auch in der Freizeit die Möglichkeit das neue Medium zu nutzen. Die Grenze zwischen privatem und beruflichem Gebrauch verschwimmt. Diesem Cluster werden zumeist Selbständige oder leitende Angestellte, die bei technischen oder gesellschaftlichen Neuerungen eine Vorreiterrolle einnehmen, zugeordnet.

7.2.4. Software-Freaks

Mehr noch als die Information-Seeker nutzen die Software-Freaks das Internet zu beruflichen Zwecken. Obgleich sie über fundiertes Wissen um die Unkontrollierbarkeit des Netzes verfügen, würden sie eine gesetzliche Kontrolle durchaus befürworten. Eher skeptisch wird die Entwicklung der Unterhaltung und kommerziellen Nutzung betrachtet. Für die Software-Freaks steht die berufliche und informationsorientierte Nutzung, vor allem die Datenübertragung, klar im Vordergrund.

8. Fazit

Eines der wichtigsten Ergebnisse, auf das nochmals ausdrücklich hingewiesen werden soll, ist die Tatsache, daß im Bereich Internet und dessen Nutzung derzeit eine äußerst rasches Wachstum und ein damit verbundener Wandel zu verzeichnen ist, was Aussagen, die heute, im Sinne des kritischen Rationalismus, als wahr bezeichnet werden, schon bald ihre Richtigkeit verlieren können. Folglich ist es nötig, in kurzen - möglichst regelmäßigen - Abständen Untersuchungen über den Online-Nutzer zu initiieren. Nur dadurch kann auf Dauer Stimmigkeit der Aussagen gewährleistet werden.

Die in den vorangegangen Kapiteln beschriebenen Analysen führen zu dem Ergebnis, daß es den Online-Nutzer als Stereotyp nicht gibt. Sowohl mit Hilfe der klassischen Methoden, als auch unter Verwendung der Online-Befragung, als neuer Technik der Forschung wurden die Hypothese einer Gruppe, die sich in weitere Subgruppen teilen lässt bestätigt. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, daß sich die vier in Kapitel 7.2. vorgestellten „Nutzertypen, die ja sozusagen für die Frühphase der Online-Medien typisch sind, im Laufe der Zeit verändern bzw. weiter ausdifferenzieren (Bronold, 1999)

Im Gegensatz dazu nähren qualitative Sprünge wie das Entstehen der Netiquette-Regeln, die „‘Benimm-Regeln’ für die Nutzung der einzelnen Dienste“ (Schade, 1997) darstellen, aber auch die bisher einzigartige Architektur des Internets und die dadurch scheinbar kleiner werdende Welt - bis heute unerforschte - Spekulationen über Emergenzeffekte, die Auswirkungen auf jeden einzelnen Teilnehmer des Systems haben könnten. Der Vergleich Online-Nutzer und Gesamtbevölkerung, im bezug auf soziodemographische Merkmale, zeigte, daß (noch) ein nicht zu verleugnender Unterschied zwischen den beiden besteht. Im betrachteten Zeitraum wurde jedoch ebenfalls ein Trend zur Angleichung festgestellt. Es ist zu erwarten, daß sich dieser Prozeß in der nahen Zukunft vorsetzen wird. Wie auch das Telefon in nahezu jeden Haushalt seinen Einzug fand, wird von Hauptmanns (1999) die Möglichkeit eines Internets für jedermann in Erwägung gezogen. Abschließend ist festzustellen, daß es viele Möglichkeiten der Entwicklung des Online- Nutzers gibt, die nicht eindeutig prognostizierbar sind. Zu viele exogene Variablen tragen einen großen Teil zu dieser Entwicklung bei, was für die Wissenschaft ein Ansporn zu einer fortwährenden genauen Betrachtung der Entwicklung sein sollte.

Literatur

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Elektronische Publikation, URL am 20.8.1999: http://www.academic-data.de/pcint.htm.

Bandillla, W. (1999). WWW-Umfragen - Eine alternative Datenerhebungstechnik f ü r die empirische Sozialforschung?. In: Batinc, B; Werner, A; Gräf, L. Bandilla, W. (Hrsg.). Online Research: Methoden, Anwendungen und Ergebnisse. (S. 9-19). Göttingen; Bern; Toronto; Seattle: Hogrefe.

Bandilla, W. & Hauptmanns, P. (1998) Internetbasierte Umfragen als

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Batinic, B. (1999). Der Internet-Nutzer — ein rein theoretisches Konstrukt? Erste Version zum 14. Gespräch mit der Bundesregierung 9./10. Dezember 1998 in Boppard (unveröffentlicht).

Batinic, B (1996). 3 L ä nder Internet Umfrage. Elektronische Publikation, URL am

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Bortz, J. (1999). Statistik f ü r Sozialwissenschaftler. (5. Aufl.). Berlin; Heidelberg; New

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Bronold, R. (1999). Mediengerechte Online-Forschung: Das GfK Online-

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Diekmann, A. (1998). Empirisch Sozialforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen. (4. Auflag). Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt.

Hauptmanns, P. (1999). Grenzen und Chancen von quantitaiven Befragungen mit Hilfe des Internet. In: Batinc, B; Werner, A; Gräf, L. Bandilla, W. (Hrsg.). Online Research:

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Lottor, M. (1998). Internet Domain Survey FAQ. Elektronische Publikation, URL am

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Münz, S. & Nefzger, W. (1999). HTML-4.0-Handbuch. (2. Aufl.). Poing: Franzis.

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Popper, K.R. (1994). Logik der Forschung. (10. Auflage). Tübingen: Mohr.

Schade, O. (1997). Dienste im Netz. In: Batinic, B. (Hrsg.), Internet f ü r Psychologen. (S. ). Göttingen; Bern; Toronto; Seattle: Hogrefe.

GfK Gruppe (1998). Online-Monitor. Elektronische Publikation, URL am 20.8.1999: http://www.gfk.de (4. Welle bisher nicht im WWW publiziert).

W3b-Befragung (1999) Ergebnisse der 8. W3b-Befragung. Elektronische Publikation, URL am 20.8.1999: http://www.w3b.de/ergebnisse/w3b8/ergebnisse.html. WP-Research, (1998). Web Monitor ´ 97. Elektronische Publikation. URL am 20.8.1999: http://www.wp-research.de/index.htm.

[...]


1 (Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten)mit n = Auswahlumfang z = z-Wert aus der Standardnormalverteilung (für 95%iges Sicherheitsniveau: z = 1.96) N = Umfang der Grundgesamtheit P = Anteil Merkmalsverteilung Ausprägung p Q = 1-P Anteil Merkmalsverteilung Ausprägung q e= Fehlerterm

23 von 23 Seiten

Details

Titel
Der Online-Nutzer
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Seminar: Online Research, Dozent: Dipl.-Psych. Bernad Batinic
Note
1,7
Autor
Jahr
1999
Seiten
23
Katalognummer
V95985
Dateigröße
733 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Online-Nutzer, Seminar, Online, Research, Dozent, Dipl, Bernad, Batinic
Arbeit zitieren
Neubarth Wolfgang (Autor), 1999, Der Online-Nutzer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/95985

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