Sigmund Freud - Seine Position zu Vernunft und Kirche


Referat / Aufsatz (Schule), 1998

2 Seiten, Note: 14 Punkte


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Sigmund Salomon Freud

a) zur Person

- 6.5.1856 in Freiburg

- Jüdisch erzogen, entfremdet er frühzeitig den jüd. Glaubensüberlieferungen n studierte Medizin und mehrere Jahre Philosophie

- Bei einem Aufenthalt in Paris beobachtet er den Neurologen Charcot bei seinen Studien n 1886 Nervenarzt in Wien

- 1923 Gaumenkrebs ( 33 Operationen) n 1930 Goethe - Preis

- Nach dem Anschluß Österreichs an das NS- Deutschland flieht er nach London

- + 23.9.1939 in London

Freud führte ein sittenstrenges Familienleben und hielt sich an die puritanische Geschlechtsmoral seiner Zeit. Aufgrund seiner Befunde im Sexualbereich, der Deutung der tägl. Fehlleistungen (1898), der Verwendung der Traumdeutung (1895) und der Entwicklung der Psychoanalyse (1896) übte er starken Einfluß. Menschen aller Schichten beschäftigten sich mit der Psychologie, wegen seiner verständlichen Sprache. Freuds Erkenntnisse leiteten das Zeitalter der Psychologie, für z.B. Alfred Adler (1897 - 1937) und C.G. Jung (1875 - 1961), ein. Die Reaktion der Kirche auf seine Theorien war negativ.

b) zur Position

a) Wissenschaft und Vernunft

- „ Es gibt keine Instanz ü ber der Vernunft! “

- Wissenschaft ist Hilfe: „ Nein, unsere Wissenschaft ist keine Illusion.“

- Hysterische Störungen und Neurosen sind Reaktionen auf unbewußte Vorstellungen, vor allem wegen sexueller Verdrängung, und kann durch „ Bewu ß t machen “ geheilt werden.

2. Modell des „ psychischen Apparates

- Drei Instanzen: · Das Es (Unbewußte)

- Das Ich ( Bewußte)

- Das Eltern- oder kulturelle Ü ber- Ich (verdrängte Vorstellungen)

- Ü ber- Ich und Unbewußtes kann relativiert werden, da man Kraft der Vernunft Einfluß nehmen kann auf dessen Eigendynamik

- Alles psychische wird zurückgeführt auf das Unbewußte und Triebe, die alle im Sexual- und Destruktionstrieb wurzeln. Geist und Bewußtsein spielen eine untergeordnete Rolle. n Die Wissenschaft ist der einzige Weg zur Erkenntnis der Realität

b) Religion und Gottesglaube

- Freud geht von Feuerbachs These aus, nachdem Gott nur ein psychologisches Phänomen ist

- Schriften: Totem und Tabu (1913); Das Unbehagen der Kultur (1930); Die Zukunft einer Illusion (1927); Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939)

- Religion, Ethik, etc. ist die Eigendynamik unbewußter Triebreaktionen

- Das Wesen der Religion ist die „ fromme Illusion von Vorsehung und sittlicher Weltordnung, die der Vernunft widersprechen “.

- Religion ist nicht aufgebaut auf Erfahrungen oder Endresultaten des Denkens

- Sie bezieht ihre Kraft aus der Erfüllung der ältesten, stärksten und dringensten Wünsche

der Menschen: · Angst vor Gefahren des Lebens werden beschwichtigt

- Verlängerung der irdischen Existenz, durch zukünftiges Leben · Erfüllung der Gerechtigkeitsforderung

- Antwort auf Rätselfragen (z.B. Entstehung der Welt)

- Der Glaube an die Figur Gottes bezeichnet er als infantil und wirklichkeitsfremd. Freud erklärt: kindliche Hilflosigkeit Æ Bedürfnis nach dem Schutz des Vaters Æ Erkenntnis der Fortdauer der Hilflosigkeit durch das ganze Leben ÆSuche nach Schutz eines mächtigeren Vaters und Glaube an seine Existenz n Lehren der Religion sind unwahrscheinlich und im Widerspruch zu Realität n Illusionen sind weder unrealisierbar noch Irrtümer.

- „ So wie sie unbeweisbar sind, sind sie unwiderlegbar.“

Referent: Alexander Scheerbaum

Quelle: „Religion - Ausdruck menschlicher Hilflosigkeit “; Farbe Bekennen 12; Seite 106 ff

2 von 2 Seiten

Details

Titel
Sigmund Freud - Seine Position zu Vernunft und Kirche
Veranstaltung
12. Klasse
Note
14 Punkte
Autor
Jahr
1998
Seiten
2
Katalognummer
V96015
Dateigröße
337 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sigmund, Freud, Seine, Position, Vernunft, Kirche, Klasse
Arbeit zitieren
Alexander Scheerbaum (Autor), 1998, Sigmund Freud - Seine Position zu Vernunft und Kirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/96015

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