Der Freiheitsbegriff nach Niccolò Machiavelli und der Humanismus


Hausarbeit, 2020

20 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Niccolo Machiavellis Staatstheorie

3. Freiheit
3.1 Positive Freiheit
3.2 Negative Freiheit
3.3 Bürgerliche Freiheit
3.4 Freiheit innerhalb einer Gesellschaft

4. Das humanistische Menschenbild der Renaissance
4.1 Niccolo Machiavellis politische Anthropologie
4.2 Sozialer Determinismus
4.3 Bürgerhumanismus als Homo rës püblica

5. These zu Machiavellis konstitutive Freiheitsbegriff

6. Machiavellismus
6.1 Humanistische Kritikan den Klassischen Machiavellismus
6.2 Machiavellismus nach Jean-Jacques-Rousseaus
6.3 Chancen und Herausforderungen

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Ode an die Freiheit. Diese Arbeit thematisiert die Freiheit nach Niccolo Machiavelli (1469 - 1527), ein Staatsphilosoph der Renaissance (Wiedergeburt oder Wiedererwachen). In der Kulturepoche der Renaissance versammelten sich Künstler wie: Alberti, Donatello, Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffael, Michelangelo, Tizian, Albrecht Dürer, Dante Alighieri, William Shakespeare Erasmus von Rotterdam und der Staatsmann Niccolo Machiavelli. Im 15. Jahrhundert entstand eine geistige Bewegung zurückgehend auf Francesco Petrarca mit Florenz als Zentrum der Humanismus, eine Intellektuelle Strömung, was nicht selten von dem großen Denker jener Zeit in Ihrer freiheitliche Ausübung Ihrer Wissenschaft und Künste vorgelebt wurde. Eine Frage nach Humanismus und Freiheit beinhaltet nicht immer die Betrachtung der existentielle Freiheit nach Jean-Paul Satre, um den kurzsichtigen Blick zu Schulen und die Freiheit vor unsere Haustür zu analysieren und in ein empirischen Zusammenhang darzustellen, benötigen wir auch ein Verständnis für die Exentielle Freiheit und politische Freiheit nach Karl Jaspers und Friedrich August von Hayek. Die Ideengeschichte und Systematik hinter Politik und Freiheit fingen in der Antike an mit Platon oder Aristoteles aus libertas wurde liberal und aus liberal wurde Liberalismus, eine politische Bewegung forderte das Minimum an Staatliche eingriffe und weist Parallelen gegenüber dem Verständnis des Renaissance-Humanismus auf. Im Individualismus aufgehende Weltanschauung die eine gesellschaftlicher und politische Forderung stellt die freie Entfaltung und Autonomonie des einzelnen gegenüber dem Staat zu gewährleisten, wo hingehen der Renessaince Humanismus, optimale Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch die Verbindung von Wissen und Tugend auch das Bedürfnis einer Epoche widerspiegelt und nicht selten wegen der Klerus und Adel unter schlechten Voraussetzung steht. Im Zentrum dieser Arbeit steht der Freiheitsbegriff und eine These mit Aussage über den Einfluss der Konstitution auf den Freiheitsbegriff Michiavellis. Eine weitere Säule ist der Humanismus mit einer Bezeichnung als Homo rës püblica aus den Bürgerhumanismus. Die Zusammenstellung gipfelt sich in Michiavellismus eine aus dem 16. Jahrhundert Machiavelli zugesprochene politische Theorie. Die Verbindung zwischen Staat, Freiheit und Humanismus wird hier in Ihren Anfängen mithilfe des Staatsphilosophen zum genaueren Verständnis herangezogen, dabei bleibt die Arbeit im Rahmen der Epoche mit einigen Exkursen zur Antike und der Aufklärung und zeigt zum Schluss ein Einblick auf die Chancen und Herausforderungen. Im Sinne der allgemeine Debatte über den Staat als möglicher Nachfolger der kirchlichen Unterdrückung, leite ich die Arbeit mit Machiavellis Staatsvorstellung ein und führe es weiter aus durch die perspektivische Erarbeitung aus Sicht eines Staatsmannes, seiner Anthropologie, seiner Staatstheorie. Der Mensch ist ein Staatenbildendes Wesen mehr als eine Biene oder ein anderes Lebewesen - Aristoteles. Der Freiheitsbegeriff steht in schlichter Zusammenhang mit der Verfassung und Moralvorstellungen einer herrschaft. Tendenziell kritischer Betrachtung. „Ein Politiker, muss, um erfolgreich zu sein, den Geschichtsverlauf berücksichtigen, da die Menschen stets in ähnlicher Weise reagieren.“ Staatswesen mit den Eigenschaften Amoralische Politpraktiken führten oft zu Erhebung gegen bestehende Ordnung. Niccolo Machiavelli bezeichnet die Republik als ein Idealstaat und stellt ein Konzept nahe welches sich durch sein Leben und Weltansicht geprägt wurde. Seine Werke verdank er als Technokrat der Macht oder als Politiker des Bösen bezeichnet, wiederum stellt die Aufklärung ihn als Ironiker dar.

Kraftwird aus dem Zwang geboren und stirbt an der Freiheit Leonardo da Vinci (1452 - 1519), italienisches Universalgenie, Maler, Bildhauer, Baumeister, Zeichner und Naturforscher Wenn ich alle Dinge richtig betrachte, so komme ich zur Überzeugung, daß in den Fällen dringender Gefahr Freistaaten beständiger sind als Alleinherrscher Niccolo Machiavelli (1469- 1527), italienischerStaatsmann und Schriftsteller

2 Niccolo Machiavellis Staatstheorie

Cicero in De re publica beschrieb die römische Republik, in diesem Staatswesen machte er drei Herrschaftsformen aus: Monarchie, Aristokratie und Demokratie. Neben dem Konsul kam hier auch ein Senat zum Einsatz. Machiavellis Bürgerhumanismus um Salutani und Bruni1 nimmt weitere Bedeutung in der Republik res Publika wörtlich auch als der „Öffentliche Sache“ zu verstehen, eine tragende Rolle an, in seiner Formulierung der Republik mit den in seiner historisch politische Umfeld, lebende Menschen unter einer Florentinischer Republikanische Mischverfassung als beste Staatsform und als Ideale Staatsform worauf ich später noch eingehen werde (Kapitel 4.3: Bürgerhumanismus als Homo rës püblica). Im Gegensatz zu Cicero beschreibt Machiavelli eine Mischverfassung aus: „Monarchie, Aristokratie und die Volksherrschaft2.“ Der Vorteil einer Mischverfassung ist Ihre angestrebte Stabilität gegenüber einer normalen Staatsform, Machiavelli beschreibt die Volksherrschaft als erstrebenswert, aufgrund Ihrer Fähigkeit die Alleinherrschaft zu beeinflussen. Das Volk bestimmt den Herrscher, wodurch die Möglichkeit offengelegt wird, dass ein Bürger niedriger Herkunft ebenfalls zum Herrscher einer Republik gewählt werden kann, auf der anderen Seite soll alle 10 Jahre eine Hinrichtung stattfinden, um Machthungrige Adelsschicht ein Riegel vorzuschieben. Elemente der drei Formen geeinigt unter eine Mischverfassung, hat es die Aufgabe eine Synergie zu generieren. Das monarchisches Element: Konsul, das aristokratische Element: der Senat und demokratische Element: durch ein Volkstribun. Diese sollte sich innerhalb des Staates selbst kontrollieren und der Verderbnis bzw. Zerfall entgegenwirken. Die Medici eine einflussreiche Adelsfamilie aus der Blüte Florenz und Wirtschaft enstanden, war unter anderem auch der Auslöser für Machiavellis politische Untergang, dem Intrigen vorgeworfen wurde er ebenfalls gefoltert. Als die Medici wieder an Macht zurückerlangte, verlor Machiavelli sein Amt und ging ins Exil, ein gutes Bsp. für damalige Politik.- und Machtstruktur. In sein Werk II Principe der Fürst schrieb Machiavelli über die Monarchie und in Discorsi kann man über die Republik nachlesen, zwei gegensätzliche Staatsformen.“Weder zum blinden Seher geboren noch zum Schwellfüßigen Herrscher bestimmt, war Selbstbewusstsein immer gezwungen zu widerstehen und sich im Widerstand zu formieren.“3 Unter den verschiedenen Staatsformen sieht der Staatsphilosoph die Republik als zu Realisieren an, doch dieser Staat sollte anders aussehen. Der Medici als Bsp. einer Herrscherschicht die gezügelt werden sollte. Ein Staat sollte sich durch Ihre Elemente gegenseitig kontrollieren können und die innere Balance beibehalten. Den Rahmen der Politik geht Machiavelli mit einleitende Merkmale wie Freiheit von Willkür und Gewalt, dem gemeinwohl dienliche Gesetze, die für Sicherheit und Gerechtigkeit sorgen oder Gleichheit unter den Bürgern, alle sind den Gesetzen unterworfen, das ist der Erste Blick auf sein Staat, die Gestalt seines Staates nimmt um die Freiheit, Politik und Bürgertum noch amoralische Züge an. Durch die Republik soll der Verfall üblen Verderbnis des Staates und der Bürger gestoppt werden, wenn auch mit Gesetze die in Ihrer Durchsetzungskraft abschreckende Charakter annimmt und eine Institution braucht, um diese auszuüben, um den Verfall zu stoppen. Oberste Priorität hat das Bedauern des Staatsmannes gegenüber die Tugenden der Menschen, in Raymundus Lullus beschriebene Tabelle von Laster und Tugend ist bei Ihm allgegenwärtig. Die Staaten sind vom Zerfall bedroht und Machiavellis anthropologische Pessimismus ist die Grundlage seiner Sorge und Erzieherische härte, eine härte die neben Seine Vernunft in der Republikanische Stabilität auch maße annehmen kann, die sich dem humanistische Strömung seinerzeit entfernt und sich als Bürger-Humanisten in Machiavellis Einfluss auf die politische Ausrichtung des Staates nicht abgeschlossen ist. Der Staatsphilosoph sieht eine Trennung von Staat und Moral vor, also eine amoralische Politik mit der Devise, „der Zweck heiligt die Mitteln“, der Wert des „Gemeinwohls“ steht vor dem Wert des einzelnen, wenn res Publika der „Öffentliche Sache“ ein Wahlspruch eines Senatsmitgliedes im Alten Rom gleicht, der ein Alleinherrschaft stürzen will wäre. In sein Buch Discorsi sollte der echte Machiavelli zu finden sein, wo er sich für ein Freistaat ausspricht, ein Staat wo sich die Bürger sich selbst verwalten entgegen der Entwurf von Fürstentümern, darin soll die Republik die Freiheit ermöglichen. II Principe sehen viele als eine Empfehlung als politische Berater der Medici. Der Staat hat ein „militärisch Imperialistische Aspekt4.“ Dafür entspricht die Grundlegende politische Ansätze nicht den gesellschaftlichen Ideal der antiken Staatsidee die aus der Ideenlehre von Platon hervorging „die nicht angreift und nicht angegriffen wird5.“ Die Erhaltung des Staates durch den gebrauch der Macht abseits von Moral und Recht, wäre Machiavelli der politische Berater so stände der Senat und Machthabende in sein Staat über dem Gesetz in der Ausübung „Öffentlichen Interesse“. Kein Gesetz oder Mensch steht über den Imperialismus des Staates, größer und mächtiger zu werden, um von mächtigere Staaten erobert werden zu schützen. Sparta und Venedig präsentieren dabei eine Verfassung die in Ihren Fundamenten langfristigen Bestand hat. Necessita, fortuna und virtu beschreibt die Einflüsse auf den Staat, welche es die Notwendigkeit ausspricht, ein Staat zu entwerfen, wie es Rom an Beispiellosigkeit durchgesetzt wurde, in Kriegsphilosophie und Staatsphilosophie. Er macht den anschein oft Macht und Ruhm mit Tugend zu verwechsel, Sicherheit und Sittlichkeit mit militärische Stärke und Reichtum, am Ende ist der Staat der Machiavelli anstrebt Geschichtlich gesehen das Schicksal vorherbestimmt in Ihre Expansionismus in sich zu implodieren um damit Kants „Sicherheitsdilemma6 “zu bestätigen. Der Bürger unter Machiavellis Staat im 15. Jahrhundert, ist ein Teil des Konzept der staatlichen Erschaffung von Ungleichheit es kommt nur auf den Schein der Tugend, legitimität von Gewalt. Die Eigenschaft des Deliberative Demokratie ist das einzige Organ wodurch der Bürger Einfluss auf die Verfassung nehmen kann. Das Volk darf am Entscheidungsprozess teilhaben. „Plebiszit ist für Machiavelli das Volk in der Volksversammlung ein wesentlicher Faktor der Entscheidungsfindung. Außerdem besitzt es über die Volkstribunen klar definierte Einspruchsrechte, die für den Erhalt der Republik lebenswichtig sind7 “. Die Konstitution des Volkes nach der Auffassung des Staatsphilosophen ist aber keine Gefahr für seine Radikale Politik. Die Herrschaft ist der Kern seiner Republik und die Gesetze sollen die Menschen wieder zum guten Erziehen, was innerhalb des Senats passiert ist von Moral trennbar. Der Bürger soll den Staat tragen und die Gesetze soll den Bürger dahin verhelfen den Gesetzen der Republik befolgen und schätzen, der Staat ist in ein Dauerkonflikt. Innerhalb der Republik kann der einzelne jederzeit geopfert werden für das Gemeinwohl denn dies wäre wichtiger als sozialer Gleichheit. Gerechtigkeit Frieden und Wohlfahrt darum geht es ihm nicht sondern um Größe und Einfluss. Die Notwendigkeit eines Idealbürgers im Dienste von Bürgerarmeen der staatlichen Erweiterung unterstützend und es ebenso mit Freiheit gleichsetzt wie mit ein Privileg, denn in den Vorstellungen seiner Republik ist dem Bürgertum kein Freiheitsrecht gesichert. Denn Freiheit kann auch außerhalb des Staates und Politik existieren. Gesetze die in Ihrer Ausübung funktionieren zeichnet eine intakte Republik aus, der Hang zur unsittlichkeit der Menschen auch in Ihrer Ausprägung zur Überschreitung der Gesetze, findet diese Eigenschaften auch bei den Fürsten wieder, wenn dies zur Erhaltung des Staates dient so war es Wünschenswert, einschließlich Betrug. Eines der Hauptmerkmale eines Staates und humanistische Ansatz sind der Schutz vor Willkürlichkeit der Judikative in einigen Fällen auch Exekutive oder Legislative. Dabei sieht Machiavelli kein Schutz vor Willkür für den einzelnen vor, noch die Unterbindung von Willkür der Legislative, vielmehr hält er es für Ratsam, wie Exempel statuieren8. Der Zweck heiligt die Mittel. Eine gewissenlose Machtpolitik oder Chronist seine Epoche mit Normative Empfehlungen für den Fürsten mit all seine List aus II Principe, die Mechaniken der Macht zu erhalten und mehr politische Stabilität durch Allmacht Florentins.

3 Freiheit

Freiheit ist die Möglichkeit so handeln zu können, dass keine Person oder äußere Umstände eine einschränkende Wirkung auf die eigene Entscheidung eines Menschen in der Ausübung Ihrer Interessen und Fähigkeiten hat. Räumliche Freiheit für den einzelnen, heißt Frieden gegenüber äußerliche Gewalt (Familie, Stamm, Fürstentum). Voraussetzung dafür ist eine Macht die den Freiheitsräumen gegenüber konkurrierende Gewalten verteidigt. In der Antike bedeutete Freiheit so viel wie frei vom Sklavensein. Nur eine kleine Gruppe konnten sich in der griechischen Welt als frei bezeichnen, darunter zählten die männlichen und Wirtschaftselbständigen Bürger. Später im Rom, erhielt der Begriff eine weitere Konstante, die Vorstellung Gleichheit alle Menschen vor dem Gesetz. Außerdem lässt sich der Freiheitsbegriff in vier weitere Formen differenzieren in individuelle und kollektive Freiheit sowie innere und äußere Freiheit. Die gängigste Verständnis für Freiheit ist die individuelle Freiheit, auf der anderen Seite befindet sich die Kollektive Freiheit Beispielsweise einer Gesellschaft, Organisation oder eines Staates, frei von Unterdrückung und Bevormundung9. Ohne Zwang und Druck persönliche Fähigkeiten zu nutzen und einzusetzen ist die innere Freiheit eines Menschen, sie nimmt Einfluss auf seine Geltung in Bildung und Erziehung. Äußere Freiheit, wie der Name schon sagt bedeutet ohne äußerliche Einwirkungen sich frei bewegen zu können. Merkmale äußerliche Einschränkungen sind rechtlich, soziale und politische Strukturen die auf der Autonomie eines Subjekts einschränkend wirken10. Hobbes behauptet“, man ist frei, wenn man Tun kann, was man will und unterlassen kann, was man nicht will11.“ Oder auch die Freiheit des Menschen von der Natur.

Hauptpunkt der freiheitlichen Vorstellung der Menschheit ist die Bestimmung über sich selbst und dem eigenen Schicksal oder die Erreichung seines Ziels ohne auf Hindernisse zu treffen die unrechtmäßige Natur sind. Sofern ein tendenzielle Wille in einen Menschen besteht, wird diese auch immer nach Meinungsfreiheit, Willensfreiheit, Entscheidungsfreiheit, Handlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit, Bildungsfreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Vertragsfreiheit etc. fordern , wenn bestehende Strukturen ihn daran hindern. Ironischerweise ist Freiheit ein Gut in Geschichtlicher und Gesellschaftlichspolitischer Kontext, welches man oft durch Verbal und Nonverbal Aktivitäten erlangen musste. Der Philosoph Johann Gottfried von Fichte erklärt Freiheit als die Fähigkeit in Allgemeinbegriff denken zu können, was eine Kontingentes sein impliziert und daraus folgt eine Erkenntnis darüber, durch Verstehen oder Sehen, dass es auch anders sein kann und die Auflösung dieser Grenze wird als Freiheit verstanden Stichwort geistige Freiheit.

Die Freiheit lässt sich in Ihr Wesen weiter als Positive und Negative Freiheit aufteilen, die Unterscheidung geht auf einen Essay von Isaiah Berlin mit dem Titel „Two Concepts of Liberty“12. Ein Lebewesen besitzt die Möglichkeit auf Zwei Arten Frei zu sein. Negative und positive Freiheit können sich sowohl auf Willens- als auch auf Handlungsfreiheit beziehen.

3.1 Positive Freiheit

Positive Freiheit: Freedom (to/) Die Freiheit zu..., ... tun, ... handeln, ... reagieren, ... denken, ... sagen, traurig zu ..., glücklich zu ... .hilfsbereit zu ..., dumm zu ..., frei zu ... sein wie wir wollen. Wirhaben in unsereGesellschaft die Freiheit, uns ungehindert in der Öffentlichkeit zu bewegen oder unsere Meinung zu sagen. Positive Freiheit bedeutet in tieferen Sinne, die Möglichkeiten möge zwar gegeben sein, z. B. in den am Anfang genannten Beispielen, nachfolgend ist aber der Zustand wo der Mensch diese Freiheit auch nutzen tut, erst dann reden wir von einem „Positive Freiheit“. Kurz gefasst „Ich bin mein eigener Herr“ und habe die Wahl, erst im tun bekommt es einen Wert. Liberté de fait t, wodurch sich der Kranke vom Gesunden unterscheidet. Für Immanuel Kant wiederum ist positive Freiheit das Vermögen der Vernunft, sich selbst Ihre Gesetze zu geben Unabhängig von seinen Neigungen und Trieben, das Menschliche vermögen spielt hier eine zentrale Rolle. Dadurch spricht Kant in seiner Vorstellung den Menschen die Möglichkeit einer Autonomie oder auch sittlichen Selbstbestimmung rechtlicher Freiheit. Die Befugnis, keinen äußeren Gesetzen zu gehorchen, als denen ich meine Bestimmung habe geben können13.

[...]


1 Prof. Dr. Kaufmann, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance Vorlesung ,S.ll

2 Prof. Dr. Kaufmann, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance Vorlesung, S. 15

3 Konrad Cramer, [...], 1990, Theorie der Subjektivität, S 76

4 Prof. Dr. Kaufmann, Halle, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance Vorlesung, S. 12

5 Prof. Dr. Kaufmann, Halle, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance Vorlesung, S. 12

6 Philipp Hölzinger, 2008, Für eine replublikanische Kultur der Freiheit, S. 523

7 Prof. Dr. Kaufmann, Halle, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance Vorlesung, S. 12

8 vgl., Prof. Dr. Kaufmann, Halle, 2020, Geschichte der Freiheit-Renaissance, Vorlesung, S.ll

9 Machiavellis Verständnis von der Republik und den Senat übertragendes Recht eigenständig zu agieren kann man hier als Kollektive Freiheit von Staaten und Organisation gegeünber Bevormundung verstehen.

10 Vgl. Dr. Kraus, FreiheitDefinition, Kraus&Partner Lexikon

11 Thomas Hobbes,1651, Leviathan

12 Vgl. Jenny Joy Schumann,2019, Freiheitslexikon, Negative und positive Freiheit

13 Vgl. Jenny Joy Schumann,2019, Freiheitslexikon, Negative und positive Freiheit

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Der Freiheitsbegriff nach Niccolò Machiavelli und der Humanismus
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Philosophsche Fakultät)
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V960579
ISBN (eBook)
9783346305671
ISBN (Buch)
9783346305688
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Niccolò Machiavellis freiheit
Arbeit zitieren
Manh-Linh Nguyen (Autor), 2020, Der Freiheitsbegriff nach Niccolò Machiavelli und der Humanismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960579

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