Die Auswirkung der digitalen Entwicklung auf Trainingsgeräte im Fußball

Kognitive Methoden zur Beeinflussung der sportlichen Leistungsfähigkeit


Hausarbeit, 2019

30 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Aufbau der Arbeit

2. Theoretischer Teil
2.1. Moderne Trainingstechniken zur kognitiven Leistungssteigerung im Fußball
2.1.1. GPS-System Minimaxx
2.1.2. Footbonaut
2.1.3. Helix
2.1.4. NeuroTracker
2.2. Forschungsfrage und Hypothesen
2.3. Relevanzbegründung

3. Praktischer Teil
3.1. Darstellung der Forschungsmethodik
3.2. Auswertung der Ergebnisse
3.3. Beantwortung der Forschungsfrage und Konklusion der Hypothesen
3.4. Interpretation der Ergebnisse mit zusätzlicher Handlungs­empfehlung für Fußball-Trainer und -Vereine

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

7. Abkürzungsverzeichnis

8. Anhangsverzeichnis

1. Einleitung

„Citius, altius, fortius" ist das Motto der Olympischen Spiele und bedeutet übersetzt „schneller, höher, stärker". Seit 1949 repräsentiert es den Leitgedanken der Sportler, nämlich besser zu sein als die Konkurrenz. Mit dieser simplen aber zweckmäßigen Aussage hat Henri Didon ein Zitat aufgestellt, welches bis heute in der Welt des Sports Anwendung findet. Die Hauptsache „Dabei sein ist alles" gerät hierbei in den Hintergrund, da letzten Endes die sportliche Leistung über Auszeichnungen entscheidet, worauf der Sport in erster Linie abzielt.1 Der Schlüssel zum Erfolg ist für die meisten Sportliebhaber einfach erklärbar: Hartes Training. Es zeichnet sich durch permanentes Ausüben einer Tätigkeit aus, in der Hoffnung stetig besser zu werden, um sein Leistungspotenzial vollkommen ausschöpfen zu können. Die Trainingsmethoden und die Trainingsinhalte sind dabei grenzenlos und variieren je nach Sportart. Sie richten sich primär an den olympischen Slogan und geben den Sportlern die Möglichkeit, sich Tag für Tag weiterentwickeln zu können. Das Resultat hängt dabei von den individuellen Zielsetzungen ab, jene der Sportler mit seiner Disziplin erreichen will. Festzuhalten ist dennoch, dass der Leitspruch seit mehr als 100 Jahren existent ist und auch heutzutage noch präsent ist, ganz im Gegensatz zu den angesprochenen Trainingsverfahren, welche sich innerhalb der letzten Jahrzehnte einem enormen Wandel unterzogen haben. Die Sportbranche ist hinsichtlich der Konzeption vergleichbar mit Bereichen aus anderen Wirtschaftsfaktoren, wie z.B. der Herstellung von Waren. Man versucht ein Produkt zu entwickeln, das in seiner Gestaltung perfekt umgesetzt werden muss, um folglich Erfolg am Markt zu haben. Hierfür muss das Projekt langfristig strukturiert werden, sodass die Abwicklung des Produktes im Vergleich zu anderen Anbietern vorteilhafter ist. Die Ausrichtung beim Sport ist grundsätzlich die gleiche, indem man durch jahrelanges Training versucht besser zu sein als seine Konkurrenten. Sobald die Wettbewerber ein Verfahren entwickeln, welches die Leistung in erhöhtem Maße ausschöpfen kann, muss daraufhin selbst reagiert werden, um eine leistungsfähigere Methode zu finden. Darauf bezogen kann die Entwicklung der Trainingsprogramme im Sport charakterisiert werden, welche sich in den letzten Jahren maßgeblich an Aspekten aus dem Sportumfeld orientiert hat.

1.1. Einführung in die Thematik

Die Digitalisierung ist inzwischen ein fester Bestandteil im Sport geworden. Durch das Auslesen von sämtlichen Daten ist es für die Sportler selbst oder für höhere Instanzen (z.B. Trainer) realisierbar geworden, die Leistungsfähigkeit so detailliert wie nie überprüfen zu können. Selbst eine Uhr zeigt seinem Nutzer mittlerweile wie viel Schritte er an einem Tag gemacht hat, welche Herzfrequenz er währenddessen aufwies oder erinnert ihn sogar bei einer zu passiven Lebensweise an Bewegungsmangel seines Körpers. Die Sportpädagogik versucht sich indessen der Entwicklung der Trainingsverfahren anzupassen, um parallel zu den neuen Methoden wissenschaftliche Befunde gewinnen zu können, die beschreiben sollen, welchen Mehrwert die jeweiligen Übungen haben. Die Ausrichtung der Sportwissenschaft ist an das Ziel angelehnt, theoretisch überprüfen zu können, inwiefern sich die sportliche Leistungsfähigkeit diagnostizieren lässt. Wissenschaftliche Prozesse sollen demnach modernste Trainingskonzepte ausführlich unter die Lupe nehmen und daraufhin ihre Zweckmäßigkeit anhand verifizierter Ergebnisse erläutern. Der Fokus bei dieser Arbeit soll demnach auf Technologien und Angebote aus der Fußballbranche liegen, die angesichts der kognitiven Auswirkungen analysiert werden. Hinzu werden verschiedene Trainingsmethoden vorgestellt, die neuerdings in das Repertoire der Fußball-Bundesligisten aufgenommen wurden. Es handelt sich hierbei überwiegend um digital basierende Maßnahmen, welche die einzelnen Mannschaften im alltäglichen Trainingsbetrieb unterstützen. Man erhofft sich dadurch, den Körper des Fußballers so koordinieren zu können, sodass seine individuellen Defizite verringert werden, um den Ansprüchen des Vereines gerecht zu werden. Mithilfe der fundierten Kenntnisse aus der Sportpädagogik kann der gesamte Körper, samt seiner motorischen Fähigkeiten, und die Auswirkung von Übungen auf den Athleten untersucht werden. Darüber hinaus können neben den koordinativen Fähigkeiten auch Inhalte aus der Trainingswissenschaft und der Sportpsychologie angewandt werden, um Aufschlüsse über Ist- und Soll-Werte geben zu können.2

1.2. Aufbau der Arbeit

Diese Forschungsarbeit soll dem interessierten Leser einen Einblick in moderne, kognitive Trainingsmethoden aus dem Fußball bieten, sodass er letzten Endes die aufgeführten Verfahren und deren Vorteile aus produktorientierter und wissenschaftlicher Sichtweise kennt. Die Einleitung diente dabei einer Einführung in das Thema, welche der Beschreibung der Entwicklung von Sporttrainingstechniken galt und zudem die Anwendungsorientierung der Sportpädagogik in diesem Zusammenhang aufzeigte. Im folgenden theoretischen Teil werden die unterschiedlichen Verfahren mittels einschlägiger Literatur vorgestellt, wobei aufgrund der Innovation und der Aktualität des Sachverhaltes vorwiegend auf elektronische Quellen zurückgegriffen wurde. Die Forschungsfrage und die Aufstellung von Thesen helfen außerdem den wissenschaftlichen Wertzuwachs der Arbeit festzuhalten. Diese werden im Anschluss an die verschiedenen Trainingspartner (Trainingsmethoden) behandelt und finden ihre Konklusion im weiteren Verlauf der Arbeit. Des Weiteren soll begründet werden, inwiefern diese Forschung relevant für die Soziologie ist und welche Lücke sie in der Forschung schließt. Anschließend zeigt die Darstellung der ausgewählten Methodik im praktischen Teil auf, welches empirische Verfahren benutzt wurde, um die Thematik des kognitiven Trainings und Testens adäquat darzustellen. Die darauffolgende Auswertung der Ergebnisse spiegelt das Zentrum des Praxisabschnittes wider, indem die Erkenntnisse dokumentiert und zusammengefasst werden. Mithilfe der Interpretation der Ergebnisse soll folglich eine Handlungsempfehlung für Personen aus dem Fußballtrainings-Bereich abgeleitet werden. Schließlich dient das Fazit und ein Ausblick dazu, die Quintessenz der Arbeit aufzuzeigen und einen Zusammenhang zur Entwicklung des Trainingsbetriebes aus der Einleitung herzustellen.

2. Theoretischer Teil

Bei der Suche nach relevanten Arten für das Training und Testen im kognitiven Bereich stößt man auf diverse Lösungsansätze, die von Experten und Autoren genannt werden. Beschränkt man sich bei der Suche jedoch auf die Sportart Fußball, überwiegen schnell einige Methoden, die in dieser Branche zwischenzeitlich des Öfteren eingesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind dabei GPS-Sender, welche die Leistungen der Fußballer bezüglich zurückgelegter Strecke, Puls-Werte, Schnelligkeit etc. messen. Hierfür gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, wobei das System „Minimaxx" als praktisches Fallbeispiel für die Auswertung von Spielerdaten verwendet wird. Diese Methode illustriert im weitesten Sinne keine kognitive Trainingsvariante an sich, sondern ergänzt jene Übungsform durch die Analyse von Daten, welche wiederrum die Gestaltung des Trainingsbetriebes beeinflussen können. Durch hohe aerobe Werte beim Spieler erkennt man beispielsweise, dass dieser erschöpft ist und somit für ihn keine intensive Einheit in Frage kommen sollte. Neben dem Kontrollieren von spezifischen Daten, sollen explizit der Footbonaut, die Helix und der NeuroTracker als Verfahren aufgeführt werden, um das Training der Mentalität von Fußballern zu demonstrieren. Die einzelnen Angebote werden im Folgenden aufgelistet und charakterisiert.

2.1. Moderne Trainingstechniken zur kognitiven Leistungssteigerung im Fußball

2.1.1. GPS-System Minimaxx:

Minimaxx ist eine Technik zur Analyse von sportspezifischen Daten, die in der Praxis meist Sportvereinen und deren Trainer dazu verhilft, wichtige Daten in Bezug auf die Leistungsfähigkeit seiner Spieler zu ermitteln. Das in Australien gegründete Konzept besteht dabei aus zwei Bestandteilen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Minimaxx der Firma Catapult Sports

Zum einen sorgt ein Brustgurt für einen optimalen Tragekomfort und zum anderen ist der integrierte GPS-Chip dafür zuständig, Bewegungswerte der Fußballer auszumessen. Mit Hilfe einer Software lässt sich im Nachhinein jeder Meter eines einzelnen Spielers nachstellen und man erlangt Erkenntnisse angesichts des Bewegungsablaufes der Spieler. Es lässt sich demnach feststellen, wie viel Meter er gemacht hat, wie viele Sprints er durchführte, welche Intensität/Geschwindigkeit die Sprints hatten oder welchen Puls er während der gesamten Einheit aufweisen konnte. Dieses Verfahren wird inzwischen von mehreren Bundesliga-Vereinen, sowie einzelner Fußball­Nationalmannschaften und diversen Sportteams genutzt.3

2.1.2. Footbonaut:

Der Footbonaut ist ein hochmodernes Trainingsgerät, welches den Ausmaßen eines Bolzplatzes nahekommt, mit dem großen Unterschied der hohen technischen Affinität.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Der Footbonaut

Tore an den Rändern des Spielfeldes bilden die untere Reihe und 32 Tore die obere Reihe. Zusätzlich befinden sich an jeder Seite jeweils zwei Ballmaschinen, die dem Spieler, der sich im Mittelkreis befindet, Bälle in jeglicher Form zuspielen (z.B. hohe Pässe, flache Pässe, scharfe Pässe, Pässe mit Effet...). Bevor der Fußballer einen Pass bekommt, ertönt ein akustisches Signal, sodass er registrieren kann, aus welcher Richtung der Ball kommt. Kurz darauf leuchtet eines der 64 Tore auf, in jenes er versuchen muss zu treffen. Zusätzlich soll die Geräuschkulisse an ein Fußballstadion erinnern, indem eine Stadionatmosphäre über die Lautsprecher ertönt, sodass dem Spieler ein authentisches Umfeld geschaffen wird. Durch eine computergestützte Software lassen sich etliche Daten zu jedem Footbonauten-Durchlauf messen, welche den Verantwortlichen verlässliche Ergebnisse zum Trainingszustand und insbesondere zur Technik des Spielers geben.4 Den Footbonauten gibt es bislang im deutschen Profi-Fußball nur in den Leistungszentren der TSG 1899 Hoffenheim und der Borussia aus Dortmund und wird vorwiegend von den Jugendmannschaften verwendet5, da diese sich im „goldenen Lernalter" befinden und in dieser Phase technisch-basierende Aufgaben den größten Nutzen haben.

2.1.3. Helix

Die TSG 1899 Hoffenheim ist gleichzeitig auch der einzige Fußballverein, der die Vorteile der Helix erkannt hat und in seinen Fußballalltag einfließen lässt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Die Helix der TSG 1899 Hoffenheim

[...]


1 vgl. Orzessek 2016

2 vgl. Balz und Kuhlmann 2015, S. 20ff.

3 vgl. Schuldt 2013

4 vgl. Lowin 2017

5 vgl. Horeni 2017, S. 3

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkung der digitalen Entwicklung auf Trainingsgeräte im Fußball
Untertitel
Kognitive Methoden zur Beeinflussung der sportlichen Leistungsfähigkeit
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH  (Fachhochschule für angewandtes Management)
Veranstaltung
Anwendungsorientiertes Modul III
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
30
Katalognummer
V960721
ISBN (eBook)
9783346309006
ISBN (Buch)
9783346309013
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale Entwicklung, Kognitive Methoden, Trainingsgeräte, Fußball, sportliche Leistungsfähigkeit, Trainingstechniken, Moderne Methoden, Footbonaut, TSG 1899 Hoffenheim, Fußball-Trainer, GPS, Software, Leistungssteigerung, Digitalisierung, Neue Methoden, Mentaltraining, mentales Training, fußballspezifisch, kognitives Testverfahren
Arbeit zitieren
Markus Weth (Autor), 2019, Die Auswirkung der digitalen Entwicklung auf Trainingsgeräte im Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960721

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