Im Dezember 2019 entdeckte in China Dr. Li Wenliang ein bis dato unbekanntes Virus. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, was für gravierende Folgen dieser kleine Organismus auf die gesamte Weltgesellschaft haben wird. Während sich die Straßen zur Frühlingszeit in den Jahren davor mit Menschen füllten, kappte man im März 2020 systematisch jeden menschlichen Kontakt so weit es ging. ,,Leben retten, daheim bleiben‘‘ war die Devise. Doch wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, die durch ständigen Konsum am Leben gehalten wird. Dass Ausgangsperren und die Neuartigkeit der entstandenen Situation das Wirtschaftswachstum nicht fördern, ist zwar offensichtlich, doch was für konkrete Auswirkungen hatte das Virus und die Maßnahmen zum Schutz der Volksgesundheit auf die Wirtschaft und welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die Abwärtsdynamik der Realwirtschaft zu stoppen und die negativen Folgen der Corona-Krise weitestgehend abzumildern?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptteil
2.1 Die Wirtschaftspolitik
2.2 Konjunktur
2.3 Angebotsschock
2.3.1 Definition Angebotsschock
2.4 Nachfrageschock
2.4.1 Definition Nachfrageschock
2.4.2 Globale Nachfrage nach deutschen Gütern
2.4.3 Heimische Nachfrage
2.5 Mittel- und Langfristige Folgen
2.6 Wirtschaftliche Maßnahmen
3 Abschluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft. Dabei wird analysiert, wie externe Schocks auf Angebots- und Nachfrageseite wirken und welche wirtschaftspolitischen Interventionsmöglichkeiten bestehen, um die Realwirtschaft zu stabilisieren.
- Analyse der konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise
- Untersuchung von Angebotsschocks durch unterbrochene Lieferketten
- Betrachtung von Nachfrageschocks durch Konsumrückgang und Verunsicherung
- Bewertung staatlicher Stabilisierungsmaßnahmen und deren Wirksamkeit
Auszug aus dem Buch
2.3 Angebotsschock
Ein Angebotsschock ist eine plötzliche, durch äußere Faktoren (sogenannte exogene Faktoren) verursachte Veränderung des Angebots eines bestimmten Guts oder einer Gütergruppe. Ein Angebotsschock wird zum Beispiel durch den Anstieg der Produktionskosten ausgelöst. Das hat das Sinken des Produktionsniveaus und eine parallele Preiserhöhung zur Folge. Auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit kann durch einen Angebotsschock ausgelöst werden.
Eine globale Wertschöpfungskette ist dann gegeben, wenn die Produktionsprozesse eines Guts auf mindestens zwei unterschiedliche Länder aufgespalten werden. Fast alle Länder der Erde sind an globalen Wertschöpfungsketten beteiligt und demzufolge stark miteinander vernetzt. Das hat aus betriebswirtschaftlicher Sicht viele Vorteile, wie zum Beispiel niedrigere Produktionskosten durch ein allgemein niedrigeres Lohnniveau in dem Land, in dem die technische Verarbeitung stattfindet. Doch diese globale Vernetzung macht auch angreifbar: durch die Abhängigkeit von den Produktionsbetrieben im Ausland, gibt es kaum Möglichkeiten auf andere Zulieferer auszuweichen, falls diese ausfallen sollten. Zusätzlich setzen viele Betriebe auf eine Just-in-time-Produktion und niedrige Lagerbestände. Wenn also die Produktionsstätten essentieller Vorprodukte schließen müssen, wie es im ersten Quartal 2020 in China und vielen anderen Ländern der Fall war, dann beschränkt sich der Schaden nicht nur auf das dementsprechende Land, sondern betrifft oftmals auch Betriebe und Produktionsstätten rund um den Globus und es kommt vielerorts zum Stillstand der weiteren Produktionsprozesse.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Ausbruch der Corona-Pandemie und wirft die Kernfrage nach den wirtschaftlichen Folgen sowie den notwendigen politischen Maßnahmen zur Stabilisierung der Realwirtschaft auf.
2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Konjunktur, untersucht spezifische Angebots- und Nachfrageschocks während der Pandemie und diskutiert wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen wie die Kurzarbeit.
3 Abschluss: Das Fazit stellt fest, dass die globale Wirtschaft durch die Pandemie schwer getroffen wurde und die zukünftige Entwicklung trotz staatlicher Hilfspakete von großer Unsicherheit geprägt bleibt.
Schlüsselwörter
Makroökonomik, Wirtschaftspolitik, Corona-Krise, Konjunktur, Angebotsschock, Nachfrageschock, Lieferketten, Bruttoinlandsprodukt, Kurzarbeit, Liquiditätssicherung, Globalisierung, Pandemie, Rezession, Wirtschaftswachstum, Stabilisierungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die makroökonomischen Herausforderungen und wirtschaftspolitischen Reaktionen infolge der COVID-19-Pandemie in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Konjunkturzyklen, Störungen globaler Wertschöpfungsketten, Nachfragerückgänge in verschiedenen Sektoren sowie staatliche Interventionsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Auswirkungen der Pandemie auf die deutsche Realwirtschaft zu analysieren und zu klären, welche Maßnahmen zur Abfederung der negativen Folgen geeignet sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse volkswirtschaftlicher Theorien und der Auswertung aktueller wirtschaftsstatistischer Daten zum Verlauf der Krise.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Konjunktur und Wirtschaftspolitik sowie die detaillierte Untersuchung von Angebots- und Nachfrageschocks und den damit verbundenen fiskalischen Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Makroökonomik, Angebotsschock, Nachfrageschock, Kurzarbeit und Stabilisierungspolitik definiert.
Warum sind gerade globale Wertschöpfungsketten während der Pandemie so problematisch?
Die Arbeit erläutert, dass die Abhängigkeit von ausländischen Produktionsstandorten und Just-in-time-Strategien bei Unterbrechungen der Lieferketten zu einem globalen Stillstand von Produktionsprozessen führen kann.
Welche Rolle spielt die Kurzarbeit im Kontext der Krisenbewältigung?
Sie dient als Instrument, um die Liquidität von Unternehmen zu sichern und Entlassungen zu vermeiden, was zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes und der Kaufkraft beiträgt.
Warum wird der "soziale" Konsum als besonders kritisch eingestuft?
Branchen wie Gastronomie und Tourismus leiden unter einem Wegfall der Nachfrage, die aufgrund des fehlenden Nachholbedarfs für Restaurantbesuche oder Freizeitaktivitäten nicht einfach zeitversetzt nachgeholt werden kann.
- Arbeit zitieren
- Mirjam Haug (Autor:in), 2020, Die Corona-Krise als globaler Angebots- und Nachfrageschock, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/960823