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Demokratisierungsprozess in Georgien. Postsowjetische Transition der Republik Georgiens

Title: Demokratisierungsprozess in Georgien. Postsowjetische Transition der Republik Georgiens

Term Paper , 2020 , 28 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Region: Southeastern Europe
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Die Arbeit untersucht, inwiefern sich in der Republik Georgien der Grad der Organisation der Parteien auf den demokratischen Transitionsprozess nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ausgewirkt hat. Dabei wird die Parteienlandschaft hinsichtlich der strukturellen Stärke, ihrer Durchsetzungskraft und Entwicklung in den Jahren ab 1990 betrachtet und versucht, zu erläutern, ob ähnlich wie in anderen postsozialistischen Staaten der Organisationsgrad der politischen Parteien für den Erfolg der Transformation von einem autokratischen zu einem demokratischen System wichtig war. Die Ergebnisse zeigen, dass sich in Georgien die schwach ausgeprägte und schlecht organisierte Parteienland zunächst negativ auf den Demokratisierungsprozess ausgewirkt hat, aber mit der Genese dieser Strukturen in Folge der Rosenrevolution eine positive Entwicklung für den weiteren Verlauf der Demokratisierung zu beobachten war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Allgemeine Einführung zur (postsozialistischen) Transformation

4 Theoretischer Rahmen

5 Operationalisierung und Analysemethode

6 Empirische Analyse

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Organisationsgrades politischer Parteien auf den demokratischen Transformationsprozess in der Republik Georgien nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklungen ab 1990 bis zur Rosenrevolution 2003 und deren Folgen.

  • Analyse der strukturellen Stärke und Durchsetzungskraft georgischer Parteien
  • Untersuchung der akteurszentrierten Transformationsforschung im kaukasischen Kontext
  • Bewertung des Zusammenhangs zwischen Parteienorganisation und demokratischer Konsolidierung
  • Einordnung des georgischen Transformationsverlaufs in den postsozialistischen Raum

Auszug aus dem Buch

6 Empirische Analyse

Im folgenden Abschnitt werde ich die Ergebnisse der empirischen Analyse der zuvor erklärten Methode schrittweise beschreiben.

Um die Hypothese H1 („Der geringe Organisationsgrad der Parteien hat die demokratische Transformation in Georgien zunächst erschwert.“) zu testen, ist es vonnöten, für die Jahre ab dem Jahr 1990 die politischen Akteure in Georgien in den Blick zu nehmen. Aus Forschungsdesign-technischen Gründen, der Abgrenzung zu den Hypothesentests für H2 und H3, wird der Zeitraum bis zum Jahr 2003 betrachtet.

Mit den Parlamentswahlen am 28. Oktober 1990, der Wahl zum „Obersten Sowjet“ der Republik Georgien, fand die erste freie Wahl des Landes des früheren Ein-Parteien-Staates statt, die dem Standard als Mehrparteienwahl gerecht werden konnte. Im Vorfeld dieser kam es bereits zu einer Form der Zersplitterung auf der oppositionellem Seite, die in Form des radikaleren Flügels, zusammengeschlossen als „Nationales Forum“, zunächst einen Wahlboykott und schließlich die Schaffung eines alternativen Parlamentes, dem Nationalkongress, und eigenständiger Wahlen zu diesem forderten, welche auch im September 1990 bei einer Wahlbeteiligung von etwa 50% und unter der Teilnahme von sechs Wahlblöcken stattfanden (Bischof 1995: 4). Den Vertretern dieses Parlamentes gelang es in Folge jedoch nicht, die notwendige politische Macht zu übernehmen (Klein 2009: 217), sodass mit den Wahlen zum Obersten Sowjet im Monat darauf andere Blöcke, bestehend aus mehreren Parteien und Organisationen, die demokratische Kontrolle übernahmen. Als Wahlsieger stellte sich dabei der Block „Runder Tisch – Freies Georgien“ des Politikers Swiad Gamsahurdia heraus, der die absolute Mehrheit der Parlamentssitze auf sich vereinigen konnte. Somit übernahm die nationale Opposition die demokratische Kontrolle über das Land, welches zuvor von der Kommunistischen Partei, die jetzt noch 29% erreichen konnte, regiert worden war.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der globalen Demokratisierungswellen ein und benennt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss des Organisationsgrades georgischer Parteien auf den Transformationsprozess.

Allgemeine Einführung zur (postsozialistischen) Transformation: Hier werden theoretische Ansätze der Transformationsforschung diskutiert und die besonderen Herausforderungen der postsozialistischen Staaten, wie die Dilemmata der Gleichzeitigkeit, erläutert.

Theoretischer Rahmen: Das Kapitel begründet den akteurszentrierten Forschungsansatz und leitet die drei Arbeitshypothesen zum Einfluss der Parteienorganisation auf die Transformation ab.

Operationalisierung und Analysemethode: Es wird dargelegt, wie die Variablen zur Demokratisierung und zum Organisationsgrad für die qualitative Einzelfallanalyse definiert und aus Sekundärdaten gewonnen werden.

Empirische Analyse: Dieser Teil untersucht chronologisch die Rolle der Parteien und politischer Akteure in Georgien von 1990 bis 2008 und prüft die aufgestellten Hypothesen.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die schwache parteipolitische Organisation ein wesentliches Hemmnis für die demokratische Konsolidierung Georgiens darstellte.

Schlüsselwörter

Demokratisierung, Transformationsprozess, Georgien, Parteiensystem, Organisationsgrad, Postsozialismus, Rosenrevolution, politische Transformation, akteurszentrierte Forschung, Konsolidierung, Parteien, Zivilgesellschaft, Staatsbildung, Systemwechsel, Opposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Demokratisierungsprozess in Georgien nach dem Zerfall der Sowjetunion und untersucht, welchen Stellenwert die Organisation politischer Parteien für den Erfolg dieses Prozesses hatte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Transformationsforschung, die Parteienlandschaft in postsozialistischen Staaten, die Auswirkungen von Machtwechseln und die Bedeutung von politischer Organisation für die demokratische Stabilität.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welchen Einfluss hatte in der Republik Georgien der Organisationsgrad der Parteien auf den Transformationsprozess?“

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Der Autor nutzt eine qualitative Einzelfallstudie in Form einer Inhaltsanalyse, um historische Ereignisse und die Rolle politischer Akteure in Georgien systematisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen und die Hypothesen entwickelt, gefolgt von einer detaillierten historischen Analyse der georgischen Parteienentwicklung von 1990 bis 2008 inklusive der Auswirkungen der Rosenrevolution.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Transformationsforschung, Organisationsgrad, politische Parteien, Demokratisierung und den Kontext der postsozialistischen Staaten.

Welchen Einfluss hatte die Rosenrevolution auf die georgischen Parteien?

Die Analyse ergibt, dass die Rosenrevolution wichtige Impulse für eine Neustrukturierung und Professionalisierung der Parteien lieferte, was langfristig positive Impulse für die Demokratisierung mit sich brachte.

Wie bewertet der Autor den Erfolg der Demokratisierung in Georgien?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Georgien aufgrund der initial schwachen Parteienlandschaft und der mangelnden organisatorischen Strukturen der Parteien lediglich eine mäßig erfolgreiche Transformation durchlief, die den Status einer defekten Demokratie beibehielt.

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Details

Title
Demokratisierungsprozess in Georgien. Postsowjetische Transition der Republik Georgiens
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Modul MV 1: Vergleichende Demokratieforschung
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
28
Catalog Number
V961078
ISBN (eBook)
9783346308580
ISBN (Book)
9783346308597
Language
German
Tags
Georgien Transition Demokratisierung Demokratisierungsprozess Vergleichende Demokratieforschung Demokratieforschung Vergleichende Politikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Demokratisierungsprozess in Georgien. Postsowjetische Transition der Republik Georgiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961078
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