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Wirtschaftsgeschichte: Die Elektrifizierung

Título: Wirtschaftsgeschichte: Die Elektrifizierung

Trabajo de Seminario , 2002 , 15 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Der folgende Text behandelt das Thema der Elektrifizierung Deutschlands von Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Dabei werde ich besonders auf die ungleichen zeitlichen Entwicklungen und die strukturellen Unterschiede in den Städten und den ländlichen Räumen eingehen. Im wesentlichen stehen zwei Thesen im Mittelpunkt, an denen sich der Text orientiert.

Die erste These lautet:
· Eine höhere Dichte von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Bevölkerung ist an eine größere Innovationsbereitschaft gekoppelt. Die technische Neuerung Elektrizität schreitet in der Stadt ohne jegliche Hemmnisse voran, und findet dort somit wesentlich schneller als in peripheren Räumen statt.

Die zweite These lautet:
· Die Verbreitung der Elektrizität wurde in entscheidenden Maße durch die Geschäftspraktiken und die Werbemaßnahmen der Produzenten gelenkt und so den Verbrauchern aufgezwungen. Die Bedürfnisse der privaten Abnehmer spielten dabei keine Rolle.

Ich betrachte die Thesen getrennt voneinander und überprüfe sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Forschung. In einer abschließenden Stellungnahme werde ich die einzelnen Punkte der beiden Thesen bewerten und ihre Tatsächlichkeit begründen bzw. widerlegen.

Zuerst gehe ich jedoch auf den Forschungstand der Elektrizität in der Geschichtswissenschaft ein: Die Geschichtswissenschaft hat nicht von Anfang an das Phänomen der Elektrifizierung untersucht. Zuerst wurde dieses Gebiet durch die Technikgeschichtsschreibung abgedeckt, jedoch wurde hier der Blick lediglich einseitig auf die Durchsetzung technischer Errungenschaften gelenkt, was zu einer "bilderbuchartigen Technikgeschichte" führte . Oft waren die Autoren solcher Veröffentlichungen Techniker oder Ingeneure jener Zeit, die ihre Leistungen auf diesem Gebiet darstellten. Die Konsequenz war eine einseitige Beschreibung der technischen Entwicklungen und der Verbreitung der Elektrizität, die aber die sozialen Auswirkungen nicht beachtete. Auch nach dem ende des zweiten Weltkrieges wurde noch immer der Schwerpunkt auf diesen Bereich gelenkt, wobei vermehrt auf technische Daten sowie ihre Bedeutung für die Industrie wertgelegt wurde. Der entscheidende Wandel in der Geschichtsschreibung fand mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der siebziger Jahre statt. Neben den zuvor schon behandelten technische Einzelheiten der Elektrizität wurden nun zunehmend auch andere Faktoren berücksichtigt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zu These 1: Die Stadt als Zentrum des Fortschritts

– das Land als peripherer Raum

3. Zu These 2: Die Produzenten der Elektrizität als Verbreiter des Stroms

4. Schlussbemerkung mit Beurteilung der beiden Thesen:

5. Literaturverzeichnis:

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Elektrifizierung Deutschlands von Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, wobei sie insbesondere die ungleichen Entwicklungen zwischen städtischen und ländlichen Räumen analysiert. Im Zentrum stehen dabei die Innovationsdichte in urbanen Zentren sowie die Rolle der Stromerzeuger bei der Markterschließung durch gezielte Geschäftspraktiken und Werbung.

  • Analyse der strukturellen und zeitlichen Diskrepanzen der Elektrifizierung zwischen Stadt und Land
  • Untersuchung der Innovationsbereitschaft in Abhängigkeit von der Bevölkerungs- und Unternehmensdichte
  • Bewertung der Einflussnahme von Stromversorgern auf das Konsumentenverhalten durch Marketing
  • Reflektion über die soziale und ökonomische Abhängigkeit der Nutzer von zentralen Energiesystemen
  • Betrachtung der Rolle der öffentlichen Hand bei der Infrastrukturentwicklung

Auszug aus dem Buch

3. Zu These 2: Die Produzenten der Elektrizität als Verbreiter des Stroms

Als Resultat des ständigen Konkurrenzkampfes zwischen den Erzeugern von Gas und Elektrizität darf man den Kampf um die Kunden sehen. Dabei war es entscheidend einen ersten Abnehmer für die Energieversorgung von Licht in einem Haus zu erlangen. Von dieser Basis ausgehend erhofften die Unternehmen die Anwendungsgebiete ihre Energie in diesem Haus ausweiten zu können. So eignete sich Gas zudem gut zu Heizen und Strom war vielseitig einsetzbar. Bei der Verbreitung der Elektrizität setzte nach dem Erreichen der Betriebe, Geschäfte, Hotels und den öffentlichen Räumen die Verbreitung bei privaten Haushalten ein. Dieser Prozess fand in den Jahren vor der Jahrhundertwende statt. Die Erfindung der Metallfadenlampe machte die Energie Elektrizität trotz höherer Anschaffungskosten, auch bei Personen niedrigerer Einkommen nach einiger Zeit rentabel. War ein haus erst ein mal an das Stromnetz angeschlossen, so waren seine Bewohner in die Abhängigkeit der zentralen Versorger gelangt. Das bezieht sich sowohl auf die Preise als auch auf die Entwicklungen der Elektrizität. Genau das war das Ziel der Anbieter. Die Abhängigkeit der Nutzer war ein wichtige Vorraussetzung für die weitere Erschließung des Marktes durch neue Anwendungsmöglichkeiten der Elektrizität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Elektrifizierung Deutschlands ein und stellt die zwei zentralen Thesen auf, die den Fokus auf den städtisch-ländlichen Vergleich sowie die Rolle der Stromproduzenten legen.

2. Zu These 1: Die Stadt als Zentrum des Fortschritts – das Land als peripherer Raum: Hier wird erläutert, wie technische Innovationen zuerst in den Metropolen Fuß fassten und warum der ländliche Raum aufgrund infrastruktureller und technischer Defizite zunächst zurückblieb.

3. Zu These 2: Die Produzenten der Elektrizität als Verbreiter des Stroms: Dieser Abschnitt befasst sich mit den gezielten Strategien der Stromanbieter, durch geschicktes Marketing und die Schaffung von Abhängigkeiten neue Märkte in privaten Haushalten zu erschließen.

4. Schlussbemerkung mit Beurteilung der beiden Thesen: In diesem Teil werden die aufgestellten Thesen anhand der vorherigen Analysen verifiziert und deren Richtigkeit im historischen Kontext bestätigt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Elektrifizierung, Wirtschaftsgeschichte, Stadtentwicklung, Deutschland, Innovation, Stromversorger, Marketing, Infrastruktur, Energiepolitik, Urbanisierung, Technikgeschichte, Industriegeschichte, Gasversorgung, Elektrizität, Industrialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Elektrifizierung in Deutschland von Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen Stadt und Land bei der Einführung neuer Energietechniken sowie den strategischen Ansätzen der Stromerzeuger zur Marktdurchdringung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Überprüfung von zwei Thesen: Erstens, dass Städte aufgrund höherer Dichte innovativer sind, und zweitens, dass die Verbreitung von Strom stark durch die Interessen und Geschäftspraktiken der Produzenten gesteuert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen geschichtswissenschaftlichen Ansatz, der auf der Analyse bestehender Fachliteratur und theoretischer Thesen basiert, um historische Entwicklungen nachzuvollziehen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rolle der Stadt als Innovationszentrum und die Untersuchung der Marktmacht der Stromproduzenten durch Werbung und Abhängigkeitsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Elektrifizierung, Wirtschaftsgeschichte, Urbanisierung und Technikgeschichte beschreiben.

Welche Rolle spielten Gasgesellschaften in diesem Prozess?

Gasgesellschaften fungierten als direkte Konkurrenten der Elektrizitätswerke und versuchten durch exklusive Verträge mit Kommunen den Vormarsch der neuen elektrischen Technik zu verlangsamen.

Warum war der Wechselstrom für die Elektrifizierung so entscheidend?

Der Wechselstrom löste das Problem des Spannungsabfalls bei Gleichstrom und ermöglichte es erstmals, elektrische Energie effizient über längere Strecken auf das Land zu transportieren.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Wirtschaftsgeschichte: Die Elektrifizierung
Universidad
University of Bremen  (Sozialwissenschaften)
Curso
Proseminar: Urbanisierung und Großstadtentwicklung in Europa
Calificación
1
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
15
No. de catálogo
V9611
ISBN (Ebook)
9783638162685
Idioma
Alemán
Etiqueta
wirtschaftsgeschichte elektrifizierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2002, Wirtschaftsgeschichte: Die Elektrifizierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9611
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